Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nislin:
Schonungslos und eindrucksvoll!
Amazonenbrüste von Reyhan Sahin
Ich kannte die Autorin Reyhan Şahin im Rahmen ihrer Rap-Karriere oder ihrem akademischen Werdegang tatsächlich nicht, der Klappentext sowie das Cover des Buches haben aber mein Interesse geweckt. In „Amazonenbrüste“ setzt sie sich schonungslos mit dem Thema Brustkrebs auseinander. Der Schreibstil ist hierbei sehr direkt, für manche vielleicht zu derb.
Sie beschreibt Gefühle wie Scham, Wut und Angst sehr eindrucksvoll und eröffnet somit einen Zugang in ihre Gefühlswelt. Die Leserschaft begleitet Reyhan Şahin anhand ihrer authentischen Schilderungen auf ihrer Reise vom ersten Arztbesuch bis hin zur Bekämpfung des Krebses. Besonders hervorzuheben ist der Spagat zwischen Humor und Hoffnung, welcher der Autorin sehr gut gelingt.
Ihr Lebensweg ist inspirierend und macht Hoffnung für all jene, die mit solch einer schweren Diagnose konfrontiert werden.
Rezensionen von Sheilo:
Neuinterpretation der Mulan Legende
The Night Ends With Fire von K. X. Song
Im Krieg der Königreiche sieht Meilin ihre Chance, der für sie geplanten Zukunft zu entgehen, einer Ehe ohne Liebe und voller Gewalt. Sie verkleidet sich als Mann und tritt der Armee bei. Tiantang, gutaussehender Prinz und Anführer der Truppen, erkennt ihr Talent und trainiert mit ihr ohne das Wissen, dass sie eine Frau ist.
Doch dabei hütet Meilin noch ein viel schwerwiegenderes Geheimnis.
"The Night Ends With Fire" ist der tolle Auftakt der Fantasy-Reihe von K. X. Song, die mich mit ihrer Neuinterpretation der Mulan Legende sehr begeistert hat. Der lockere Schreibstil und das faszinierende World-Building rund um die Magie haben mich sehr an das Buch gegesselt und ich habe die Spannung mit dem tollen Plot-Twist der Geschichte sehr genossen. Ich habe die Daumen gedrückt und mit Meilin gelitten, sodass ich es nun kaum erwarten kann, den zweiten Band der Dilogie in den Händen zu halten.
Meilin ist eine sehr tapfere junge Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Sie trainiert hart, um immer besser zu werden und sie vergisst bei allem was sie erlebt nie die Menschen, die sie liebt. Dabei muss sie immer auf der Hut sein, um ihre Geheimnisse zu waren und sie muss herausfinden, wem sie wirklich vertrauen kann. Die Magie von Meilin ist sehr beeindruckend und auch, wie sich diese auf die gesamte Handlung auswirkt.
Neben Meilin gibt es in der Geschichte eine Menge anderer Charakter, die teilweise wirklich sehr spannend gestaltet sind. Gerade die verfeindeten Prinzen Tiantang und Lei sind hier besonders hervorzuheben.
Lei hat so viele verschiedene Gesichter, er kann skrupellos und brutal sein, aber andererseits zeigt er wirklich liebevolle Seiten und genießt sein Leben. Ich habe die Szenen mit ihm sehr geliebt und bin gespannt, welche Geheimnisse noch in ihm schlummern.
Tiantang hingegen stellt sein Pflichtbewusstsein über alles und doch lässt er hier und da seine wahren Emotionen hervorblitzen. Ich denke, auch Tiantang werden wir im zweiten Band noch viel besser kennenlernen und wer weiß, welche Seiten noch in ihm stecken.
Nachdem mich das Ende des Buches etwas überrascht zurückgelassen hat, bin ich sehr auf die weitere Entwicklung im zweiten Band gespannt. Wer Fantasy mit Asien-Bezug liebt, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen. In der ersten Auflage besitzt das Buch zudem einen perfekt zur Geschichte passenden Farbschnitt, der wunderschöne mit dem Cover harmonisiert.
Rezensionen von Lesestern:
Die Freude feiern !
Marmeladen-Momente von Carina J. Nill
Die Freude feiern
Mit "Marmeladenmomente" lädt uns Carina J.Nill ein, in unseremAlltag innezuhalten und uns bewusst der Freude zu öffnen.
"Die Geschichten über die kleinen und großen Freuden des Alltags sind im Sommer 2025 bei Gerth-Medien erschienen
Die Autorin nimmt uns mit in ihre Welt und lässt uns teilhaben an ihren Glücksmomenten mitten in Trubel und Hektik als Ehefrau und Mama.
Mein Lese- und Gestaltungs- Eindruck:
Die Geschichten lesen sich wie das Auspacken eines großen Blumenstraußes. Man entdeckt die geöffneten Blüten, nähert sich dem Duft mit der Nase und genießt den Wohlgeruch, der von ihnen ausgeht.
Die feinen in pastellfarbenem Rot gehaltenen Tuschezeichnungen und die dazu passende Schriftgestaltung offenbaren die künstlerische Seite der Autorin.
Mitten in den Herausforderungen ihres Alltags erlebt sie die großen und kleinen Augenblicke der Freude. Dabei weiß sie sich getragen von dem größten Freudensstifter des Lebens, Jesus.
Mit ihren ansprechend- lebensnahen Texten sensibilisiert sie uns für die schönen Augenblicke und lädt uns ein, in das mit viel Freude gefüllte Marmeladenglas zu greifen und mit Dankbarkeit zu genießen.
Mein Fazit:
Ein wunderbares Geschenkbuch, das uns in allem Nachdenken über die verschiedenen " MarmeladenMomente" stets die Ursprungsquelle der Freude vor Augen führt.
Rezensionen von youngreaders:
Gutes Jugendbuch
Joshua Jackelby von Benedict Mirow
"Joshua Jackelby" ist ein ganz toller Jugendroman, der in London im Jahr 1851 spielt. Es ist wirklich gut gelungen, diese Zeit so zu beschreiben, wie sie vermutlich war: Straßenkinder und Straßenbanden, Arme und Reiche, ....! Gleichzeitig ist es aber nicht altmodisch geschrieben, sondern so dass "die heutige Jugend" es gut lesen kann.
Die Schriftgröße ist relativ groß, so dass auch dies nicht abschreckt.
Das Buch ist spannend, aufregend, actiongeladen und hat mit Joshua, Leroy und Charlotte drei tolle jugendliche Charaktere und auch die Erwachsenen allen voran der Doktor John Snow (der laut Nachwort tatsächlich in London zu dieser Zeit gelebt hat) sind toll dargestellt und charakterisiert. Auch Joshs Hündin Hazel, die er vor dem Ertrinken gerettet hat und ein Pfau spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle.
Mein Tipp: Lest dieses tolle Buch!
Rezensionen von Ryria:
Ägyptische (Mord)Spuren in Schweden
Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Der neue Fall für die Ermittler Nordh und Karhuu ist nichts für zarte Gemüter: Ohne Umschweife geht es los mit einer Leiche, deren Kopf mit dem eines Krokodils ersetzt wurde. Auch weitere Spuren verweisen auf die altägyptische Götterwelt - doch was hat die nebenbei erzählte Geschichte eines Jungen aus den 70ern damit zu tun?
Dies ist der zweite Band mit dem schwedischen Ermittlerduo, doch auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, findet man dank kurzer Charaktervorstellungen schnell in die Handlung hinein.
Das Privatleben und eigene unabhängige Ermittlungen des Duos nehmen auch einen größeren Teil der Handlung ein. Hier wird teilweise an Band 1 angeknüpft und auch noch einige Fragen für den Folgeband offengelassen.
Dies empfand ich als überwiegend positiv, da die Ermittler so für mich authentischer und greifbarer wurden, manchmal hätte ich aber auch gerne mehr über den Mordfall gelesen anstatt zum dritten Mal einen Grillabend mit Nordhs Familie zu verfolgen.
Generell gelingt die Charakterisierung gut, durch viele kleine Details und Beschreibungen von Eigenarten und Macken kann man sich die Personen schön vorstellen. Manche Handlungen oder Entscheidungen fand ich nur etwas schwer nachzuvollziehen, selbst wenn man sich in den Charakter hineinversetzt.
Besonders gegen Ende wirkte dadurch manches etwas unlogisch bzw. konstruiert auf mich.
Überwiegend waren die Ermittlungen jedoch sehr spannend, man konnte gut miträtseln und nach und nach alle Puzzlestücke zusammensetzen.
Die Ermittlungsmethoden und inneren Abläufe der Polizei wurden ausführlich dargestellt und als Leser ist man bei allen Aspekten der Ermittlungen dabei, auch wenn die Spur letztendlich ins Nichts führt oder irrelevant ist. Hier hatte ich nicht das Gefühl, dass extra falsche Fährten gelegt werden, vielmehr hat es sich für mich nach einer authentischen Ermittlung angefühlt, bei der ja auch erstmal viel schiefgeht.
Insgesamt ein durchaus spannender Krimi, der gegen Ende leider etwas schwächer wird, aber trotzdem neugierig auf den nächsten Band macht.
Rezensionen von S.:
Das Wasser des Avalon
Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater
Januar 1942. June Porter Hudson führt das abgelegene Luxushotel Avalon, bekannt für sein lebendiges und magisches Heilwasser. Eigentlich ein Platz für die Reichen. Dann beschlagnahmt die Regierung das Hotel für besondere Personen, nicht für irgendwelche: „300 hochrangige Diplomaten der Achsenmächte“.
Italiener, Japaner, Deutsche, … . Man achte auf die Zeit! Das Personal muss für sie sorgen, obwohl viele von ihnen selbst persönliche Verluste durch den Krieg erlitten haben.
Die Angestellten erweisen sich als loyal und höflich dank Hossˋ (June). Unter den Nationalitäten gibt es jedoch einige Probleme.
Maggie Stiefvater beschreibt das genial, anfänglich sogar witzig, auf den Punkt. Aber sie fordert den Leser auch: viel Ungesagtes hat eine große Bedeutung.
Ein sehr gelungener Roman über Geschehnisse in den USA 1942. Teilweise fiktiv, teilweise auf ähnlichen Vorkommnissen beruhend.
Kein Buch zum schnell mal drüberlesen, es braucht Aufmerksamkeit und Nachdenken. Lesenswert.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Großartige und fesselnde Geschichte
Weißes Licht von Eric Puchner
In seinem neuen Roman "Weißes Licht" erzählt der amerikanische Autor Eric Puchner, der als Dozent für kreatives Schreiben an der Johns Hopkins University in Baltimore tätig ist, eine außergewöhnliche Geschichte über Liebe und Freundschaft.
Sommer 2004: Cece Calhoun und Charlie Margolis, die bald heiraten wollen, lieben "Yellowflower", das Ferienhaus von Charlies Eltern am See von Salish in Montana.
Obwohl sie im 1000 Meilen entfernten Los Angeles leben, haben sie beschlossen, sich in Salish das Jawort zu geben. Garrett Meek, Charlies bester Freund aus Collegetagen, wird sie trauen. Da Charlie, der als Kardioanästhesist arbeitet, keinen Urlaub nehmen kann, begibt sich Cece allein nach Salish, um die Hochzeit vorzubereiten. Am See begegnet sie Garrett, der in der Gepäckabfertigung am Flughafen arbeitet und sich um seinen kranken Vater kümmert. Ein tragischer Unfall, der sich vor Jahren ereignete, hat ihn traumatisiert. Cece und Garrett verbringen Zeit miteinander, und die junge Frau hinterfragt bald ihre Entscheidung, vor den Traualtar zu treten ...
Eric Puchner erzählt seine Geschichte in klarer, ruhiger Sprache und skizziert seine Protagonisten mit ihren Stärken und Schwächen sehr präzise: die impulsive Cece, die Garrett anfangs nicht mag und sich dennoch von ihm angezogen fühlt, den grüblerischen Garrett, der seinen späteren Beruf als Wildbiologe mit großer Leidenschaft ausübt, und den charismatischen Charlie, der sich um seinen Sohn sorgt. Es war spannend, Cece, Charlie und Garrett durch fünf Jahrzehnte zu begleiten und dabei ihre Höhen und Tiefen zu erleben. Sie heiraten, Kinder werden geboren, es kommt zu Trennungen und Todesfällen. Die interessanteste Figur war für mich der sensible Garrett, dem der Umweltschutz am Herzen liegt und der sich der Dokumentation und dem Schutz von Vielfraßen in der Wildnis widmet.
Ein großer Teil der Handlung spielt in naher Zukunft und zeigt mit erschreckender Deutlichkeit die Folgen des Klimawandels auf: die zunehmende Hitze, das Artensterben, den Rückgang der Schneegrenze, die ausgetrockneten Seen, die verheerenden Waldbrände mit ihrem Rauch, der den Alltag und die Gesundheit der Menschen beeinträchtigt.
Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es beginnt mit der Hochzeitsplanung, es folgen 50 Jahre, in denen wir Cece, Charlie und Garrett folgen, bis sie über 70 sind. Wir begleiten auch ihre Kinder, deren Leben durch die Entscheidung ihrer Eltern beeinflusst wurde. In Rückblenden wird erzählt, wie Charlie, Garrett und Elias sich am College kennenlernten und was ein Jahr später zu der schrecklichen Tragödie führte. Das letzte Kapitel bildet mit der Rückkehr zum Tag der Hochzeit einen großartigen Abschluss.
"Weißes Licht" hat mir sehr viel Lesefreude bereitet, die bewegende Geschichte ist ganz großartig erzählt und hat mich von Beginn an in ihren Bann gezogen. Es geht nicht nur um Liebe und Familie, Freundschaft und Verrat, sondern auch um die Auswirkungen lebensverändernder Entscheidungen über Generationen hinweg. Weitere Themen sind Suchterkrankungen und Depressionen, Demenz und der Klimawandel mit seinen dramatischen Folgen. Die sensible Beschreibung von Ceces Krankheit und Garretts Umgang damit haben mich sehr berührt. Besonders hervorheben möchte ich auch die wortgewaltigen Beschreibungen der Natur Montanas.
Absolute Leseempfehlung für diesen klugen und mitreißenden Roman!
Rezensionen von gabiliest:
Macht und Magie der Musik
Fay Melody - Die magische Musikakademie von Anastasia Braun
Die bekannte Autorin Anastasia Braun hat mit “Fay Melody: Die magische Musikakademie” eine schöne Geschichte darüber vorgelegt, wie heilsam Musik sein kann und welche Kräfte sie entfaltet. Schon das phantasievoll gestaltete Hardcover führt nach Clef Hall, einer Schule für angehende Musikmagier.
Die Protagonisten der Geschichte werden am Anfang des Buches vorgestellt, jeweils mit ihrem magischen Musikinstrument. Denn nur gemeinsam mit ihrem Instrument können die Schüler ihre Zauberfähigkeiten entwickeln.
Hauptcharakter des Buches ist Fay Melody, ein dreizehn Jahre altes Mädchen, das Musik nicht ertragen kann. Daher trägt sie immer einen Gehörschutz und wird so zur Außenseiterin. Doch als sie ihre Mutter nach New Orleans begleitet, ist sie sofort von der dortigen Musik fasziniert. Ein leises Klavierspiel lockt sie zusammen mit anderen Kindern in ein geheimnisvolles Lokal, wo Codes herumfliegen, mit deren Hilfe Fay in das magische Clef Hall gelangen kann. Doch dort fühlt sich Fay isoliert, alle anderen Schüler und Schülerinnen kommen aus bekannten Zaubergilden. Bald sollen alle ihre magischen Instrumente erhalten, aber Fay ist nur ein Mensch, wird sie auch ein Instrument bekommen?
“Fay Melody: Die magische Musikakademie” ist ein Buch über tiefe Freundschaft, denn die Musikmagierin Jazz steht trotz aller widrigen Umstände immer zu Fay. Geheimnisvolle Schüler- Rocky und Blue- scheinen zu ahnen, dass Fay eigentlich nicht in die Akademie gehört. Außerdem ereignen sich mysteriöse Vorfälle, Jazz und Fay versuchen, diesen auf den Grund zu gehen. Dabei geraten sie selbst, genauso wie Clef Hall, in höchste Gefahr. Doch die Schülerinnen und Schüler haben gelernt, dass sie Gefahren besiegen können, wenn sie nur zusammenhalten.
Besonders hervorzuheben ist der Phantasiereichtum des Buches. Schon die Figuren sowohl von Lehrern wie Schülern sind ungewöhnlich, aber beeindruckend. Auch die Wahl des Schauplatzes ist gut gelungen, auf der Rückseite der Buchdeckel findet sich eine Darstellung von Clef Hall, die die Geschichte nochmals anschaulich macht. Die phantasievollen Illustrationen stammen von Sophia Moog. Das ganze Buch ist durchzogen von Hinweisen auf die Musik und auf Musikinstrumente, die vielleicht nicht alle Lesenden kennen werden. Daher bietet das Buch einerseits Spannung- auch wenn hier manches ungesagt bleibt-, andererseits aber eine gelungene magische Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und Mut. Leider bleiben für mich zu viele Handlungsstränge offen, selbst wenn eine Fortsetzung geplant ist, hatte ich gerne gewusst, was es mit den geheimnisvollen Mitschülern auf sich hat und wie es mit Fays Eltern weitergeht. Da der Schule ein fürchterliches Ende droht, lässt die Autorin erst ganz zum Schluss erkennen, wer hinter diesem perfiden Plan steckt. Auch hier hätte ich mir eine etwas klarere Linie im Vorfeld gewünscht.
Der Schreibstil der Erzählung ist gut lesbar und bildhaft, immer wieder finden sich kleine musikalische Anmerkungen, die zum Schmunzeln anregen. Eindrücklich werden die Gefahren, die Clef Hall drohen, beschrieben, die Geschichte ist actionreich und weist auf einen großen Show Down hin. Kann Clef Hall gerettet werden?
Meiner Enkelin, die das Buch ausschnittweise mit mir gelesen hat, hat der Charakter von Fay sehr gut gefallen, doch auch die anderen Figuren, die über unterschiedliche magische Kräfte verfügen, fand sie sympathisch. Insgesamt ist das Buch, das für Kinder ab zehn Jahren empfohlen wird, durchaus lesenswert und vielleicht kann eine Fortsetzung die noch offen gebliebenen Erzählstränge weiterführen. Für Kinder, die magische Schulgeschichten ebenso wie Musik lieben oder bereit sind, sich mit dem Thema ein bisschen zu beschäftigen, ist “Fay Melody: Die magische Musikakademie” ein Buch, das wir gerne empfehlen können.
Rezensionen von FogandBooks:
Magisch angehaucht
Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu
Der Laden in der Mondlichtgasse hat mich mit seiner besonderen Idee sofort neugierig gemacht. Schon das Cover und die äußere Gestaltung wirken magisch – unscheinbar auf den ersten Blick, aber voller Zauber, sobald man es in den Händen hält.
Die Sammlung von Kurzgeschichten steckt voller inspirierender Gedanken.
Jede einzelne Geschichte regt zum Nachdenken an und transportiert eine Botschaft, die sich nach und nach entfaltet. Es braucht ein bisschen Offenheit, um die Bedeutung dahinter zu greifen, doch wenn man sich darauf einlässt, versteht man nicht nur die Geschichten, sondern auch die Botschaft des Buches im Ganzen.
Natürlich werden die Charaktere nur leicht angerissen – aber das ist für Kurzgeschichten völlig normal. Vielmehr geht es um die Stimmung, die Atmosphäre und die Botschaften zwischen den Zeilen. Der Schreibstil ist angenehm, auch wenn er für mich nicht herausragend war. Insgesamt ist es ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann, und das dennoch kleine Denkanstöße hinterlässt.
Ein schönes, magisches Werk, das zeigt, dass auch die leisen Bücher eine große Wirkung entfalten können.
Rezensionen von PMelittaM:
Schöner Roman
Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger
Mina fährt mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder Christopher jeden Sommer in Urlaub auf die kleine Insel Eagle Island in Maine. Ihr bester Freund dort ist Sam, der Sohn eines Hummerfischers. 1982 soll allerdings das letzte Jahr gewesen sein, irgendetwas scheint passiert, doch niemand spricht darüber.
Im Frühjahr 2000 entschließt Mina sich nach dem Tod ihres Bruders, doch noch einmal nach Eagle Island zu reisen, schafft es aber zunächst nur in das nahegelegene Stone Harbor, wo Ann, eine über 70jährige Hummerfischerin, sie aufnimmt.
Ann ist vor Jahren in Stone Harbor gestrandet, hat dort zunächst mit ihrer Freundin Carolyn einen Gemüseladen aufgemacht, und sich nach der Trennung als eine der wenigen Frauen, die auf Hummerfang gehen, etabliert. Einer ihrer Fänge wurde zu einem Haustier, der blaue Hummer Mr. Darcy.
Auch Anns Freundin Julie ist Hummerfischerin. Nach einem schweren Unfall musste sie ihre Karriere aufgeben, und hat sich nach Maine zurückgezogen.
Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Hauptstory, die Geschehnisse in 2000 und 2001 aus Sicht der oben genannten drei Protagonistinnen, deren Leben sich immer mehr verbinden. Es gibt aber auch eine Reihe Rückblenden ins Jahr 1982, die überwiegend aus Sicht Judiths, Minas Mutter, erzählt werden. Prolog und Epilog dagegen spielen ungefähr 2018, hier erfährt man auch, was aus vielen Charakteren geworden ist.
Die drei Protagonistinnen, Ann, Julie und Mina lernt man sehr gut kennen. Ich mochte sie sehr schnell, konnte mit ihnen mitfühlen und habe sie gerne begleitet. Auch andere Charaktere werden wiedererkennbar dargestellt, in der Regel subjektiv gebrochen durch die jeweilige Perspektive. Nicht jede:r ist sympathisch, manche:n lernt man auch erst nach und nach besser kennen. Minas Mutter ist aus ihrer eigenen Perspektive schon nicht sehr sympathisch, liest man von ihr aus Sicht ihrer Tochter, erkennt man erst, wie kalt sie tatsächlich ist. Mina tat mir hier oft sehr leid. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ganz klar Frauen.
Sehr gut gefallen hat mir das Setting. Der Hummerfang steht in dieser Gegend im Mittelpunkt, dazu kommt noch der Tourismus in den Sommermonaten. Dies alles wird sehr gut dargestellt, ich fühlte mich schnell mittendrin. Auch der Hummerfang selbst wird recht ausführlich aufgezeigt, ebenso wird klar, wie gefährlich er sein kann. Die Autorin lebte selbst eine Zeit lang in Maine, hat einige Hummerfrauen kennengelernt, und ist selbst mit hinausgefahren. Das Ganze hat sie so beeindruckt, dass es zum Thema ihres Debütromans wurde. Sie weiß also, wovon sie erzählt.
Mit dem Ende war ich erst nicht so ganz glücklich, mir persönlich bleibt es etwas zu offen, aber letztlich kann ich damit doch leben, eine eigene Vorstellung habe ich auf jeden Fall.
Wer gerne berührende Lebenswege durchdachter Charaktere begleitet, ist hier genau richtig, dazu gibt es ein interessantes, gut ausgearbeitetes Setting. Nur das Ende hätte ich mir ein bisschen anders gewünscht. Ich vergebe daher 4,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.











