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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von tinten_fischchen:

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Böser Roman mit Sogwirkung

Schwanentage von Zhang Yueran

Die Geschichte spielt innerhalb weniger Tage. Tage nach denen nichts so sein wird zuvor.

Alles beginnt mit einer versuchten Entführung. Yu Ling, eine Frau die jede Minute ihres Lebens zu Geld macht und in einem fremden Haus, unter Fremden, lebt und arbeitet, plant ein neues Leben. Ein anderes Leben.

Eines das ihr gehört, in dem sie tun und lassen kann was sie will. Aber will sie das überhaupt?

Auch wenn Yu Ling im Zentrum der Geschichte steht, werde ich aus ihr nicht schlau. Mit einer stoischen Gleichgültigkeit scheint sie vieles einfach nur hinzunehmen. Mitunter wirkt sie naiv. Ihre Motive bleiben rätselhaft. Während die anderen Figure im Roman, abgesehen von dem kleinen Jungen, auf ihren eigenen Vorteil aus sind, lügen und betrügen, macht Yu Ling Dinge scheinbar ohne Eigennutz.

Dadurch wirkt sie wie ein Fremdkörper in einer Gesellschaft durchzogen von Korruption und Ungerechtigkeit. Dass ihr ständig Unrecht widerfährt scheint sie nicht oder kaum zu korrumpieren.

Zhang Yueran schafft es durch interessante Beobachtungen und Sätze das Leben auf dem Haltegleis einer Hausangestellten zu beschreiben. Ihre Überlegungen zum Thema Backofen waren erhellend.

Die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung die ich nicht erwartet habe. Unerwartete Figuren treten auf, es gibt auch Momente die man als beißende Satire auf Chinas Klassimus betrachten kann. Auch Yu Lings teilweise sehr böse Bemerkungen und Gedanken bieten viel Potential zum schmunzeln. Wobei einem doch auch des öfteren das Lachen im Halse stecken bleibt.

Der Schreibstil ist flüssig. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages fertig gelesen. Das Ende hat mich unbefriedigt zurückgelassen. Ich habe es aber auch erst am nächsten Tag kapiert. Denke ich..

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Böser Roman mit Sogwirkung

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

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Bruchstellen der eigenen Moral

Ungebetene Gäste von Ayelet Gundar-Goshen

Ayelet Gundar-Goshen ist Schriftstellerin, Drehbuchautorin und in erster Linie Psychologin, die sich vor allem mit der Behandlung von traumatisierten Menschen beschäftigt.
In einem Interview erklärte sie, dass es vor allem die dunklen Seiten des Menschen sind, die sie interessieren. Jene verborgenen Gefühle also, über die niemand gerne spricht, weil sie das eigene Selbstbild permanent in Frage stellen.

Angst, Vorurteile, Alltagsrassismus, Scham, ungeliebte Erinnerungen, Schweigen, Lügen, Schuld, Gewalt, Rache… - all diese Gefühle sind die ungebetenen Gäste, die die Leben der Protagonisten dieses Romans grundlegend verändern.

Aber die Autorin wertet oder urteilt nicht – sie beobachtet genau und erzählt eine komplexe Geschichte, die keine einfache Einteilung in gut/böse erlaubt. Damit überlässt sie aber die Leserin diesem seltsamen Gefühlsdurcheinander, wo im Wechsel von Mitgefühl bis hin zu völligem Unverständnis alles möglich ist. Also ungefähr jene Gefühle, die ich bei den aktuellen Nachrichten aus dem Nahen Osten habe – Ratlosigkeit, Hilflosigkeit, Mitgefühl und Unverständnis gegenüber allen Beteiligten.
Lesenswert!

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Bruchstellen der eigenen Moral

Rezensionen von Harakiri:

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Tara Kronberg in ihrem schwierigsten Fall.

Todesstimme von Elias Haller

Tara Kronberg in ihrem schwierigsten Fall. Nach einem Podcast häufen sich die Selbstmorde in Leipzig – und Tara soll den Täter finden. Doch wie? Die Stimme ist verzerrt und auch sonst gibt es wenig Anhaltspunkte.
Von Anfang an ist der Spannungsbogen deshalb hoch, weil man sich nicht vorstellen kann, wie die Handlung aufgeklärt werden könnte.

Doch akribisch werden Zeugen vernommen, Spuren verfolgt und die neueste Technik zum Einsatz gebracht.
Haller ist selbst Polizist und das merkt man beim Schreiben. Die Ausdrucksweise und auch der Fortgang und der Aufbau der Ermittlungen. Das gefällt mir wieder sehr gut.
Teilweise ist die Story relativ grausam, aber ich mag es, wenn es auch einmal etwas härter zugeht in einem Thriller. Hallers Schreibweise ist ansonsten flüssig und mitreißend und es macht einfach Spaß, seine Bücher zu lesen.
Fazit: ich bin schon sehr gespannt auf die angedeuteten Härtefälle, mit der das Dezernat Signalrot im nächsten Band betraut werden wird.

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Tara Kronberg in ihrem schwierigsten Fall.

Rezensionen von LeserinLu :

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Zerrüttete Familie

Wir kommen zurecht von Annika Büsing

Annika Büsing erzählt in „Wir kommen zurecht“ die Geschichte des fast 18-jährigen Philipp, der inmitten einer zerrütteten Familie seinen Weg sucht. Zwischen einem überforderten Vater, der in Arbeit und neuer Beziehung aufgeht, einer psychisch erkrankten Mutter, die immer wieder verschwindet, und einer unsicheren ersten Liebe, versucht Philipp nebenbei sein Abi zu machen.

Glücklicherweise hat er noch seinen besten Freund Lorenz, mit dem er alles teilt – oder fast alles.

Büsing gelingt es, das Innenleben ihrer Figuren feinfühlig und unaufgeregt einzufangen. Die klare Sprache, die ohne unnötige Ausschmückungen auskommt und Sprachbilder sehr gezielt einsetzt, hat mir richtig gut gefallen. Auch die Atmosphäre im Schulalltag kurz vor dem Abi ist überzeugend beschrieben.

Allerdings bleibt die Handlung insgesamt eher spannungsarm. Viele Konflikte zeichnen sich früh ab, insbesondere die Rolle der psychischen Erkrankung der Mutter, und entwickeln sich kaum weiter. So liest sich das Buch eher wie ein stilles Beobachten als wie eine mitreißende Geschichte. Für mich war der Roman damit – ganz im Sinne seines Titels – solide, aber kein Highlight, wie Büsings ersten beiden Romane es für mich waren.

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Zerrüttete Familie

Rezensionen von Marw76:

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Witzig, spannend und mitreißend

Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge von Andy Griffiths

Cover: Das Cover hat uns ein wenig an Minecraft erinnert und mein Sohn war gleich sehr gespannt darauf! Es wirkt cool in dem Comicstil und stimmt schon bestens auf das ungewöhnliche Abenteuer ein!

Inhalt: "Weißt du noch, wie wir ohne Rakete zum Mond geflogen sind? Und einen Berg auf Rollschuhen bestiegen haben? Und wie das war, als wir uns im Land der verlorenen Dinge verirrten? Was? Du erinnerst dich nicht mehr? Dann muss ich dir diese Geschichte noch mal erzählen .

.." Und diese Geschichte ist ein einziges großes, skurriles Abenteuer mit einem unkaputtbaren Superhelden-Auto, fliegenden Socken, einem Hasenpiraten und zwei Übeltätern, von denen einer mit einer Badewanne in die Luft steigt. Klingt abgefahren? Ist es auch! Deshalb: Schnallt euch an und kommt mit in das Land der verlorenen Dinge und erlebt Abenteuer OHNE ENDE.

Unsere Meinung: Mein 8jähriger Sohn und ich haben sehr gut in die Geschichte reingefunden und obwohl das Buch erst einmal mit 300 Seiten für ein Kinderbuch ein ziemlicher Wälzer ist, kommt man im Buch sehr flott voran! Die Schrift ist schön groß und klar und eignet sich daher ideal für Leser ab circa 8 Jahren. Auf jeder Seite des Buches sind viele schöne Illustrationen zu finden, die die Geschichte auflockern und auch super zum Inhalt passen. Die Geschichte selbst ist sehr abwechslungsreich geschrieben, es gibt nicht nur immer wieder ungewöhnliche, spannende Abenteuer, sondern die Textform variiert manches mal. So gibt es im Buch nicht nur Fließtext, sondern auch mal einen Comic, mal gibt es einzelne Sprechblasen in den Bildern und immer wieder finden sich kleine Witze in den Bildern, als kleine Überraschungen. Das Abenteuer ist wirklich witzig und spannend und sehr originell geschrieben und hat uns immer Spaß gemacht. Hoffentlich wird es bald eine Fortsetzung geben, denn die Geschichte hat auf jeden Fall Potential für weitere Bände – und Abenteuer. Wir vergeben für das Buch gute 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfelung.

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Witzig, spannend und mitreißend

Rezensionen von Jule:

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Miträtseln erwünscht

Death at Morning House von Maureen Johnson

"Death at Morning House" von Maureen Johnson ist ein Buch, das nach und nach die verschiedensten Facetten offenbart. Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen miteinander und es werden mehr Geheimnisse und Verbrechen aufgedeckt, als man erwartet. Denn im Morning House ist nicht alles so wie es scheint.

Maureen Johnson hat es auch mit diesem Buch wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Zwar zieht sich die Geschichte rund um Marlowe, besonders auf den ersten Seiten, etwas, dennoch schafft sie es besonders das Ende sehr aufschlussreich und spannend zu gestalten.
Mithilfe ihres Schreibstils lässt sie zudem alles rund um Morning House sehr lebendig wirken. Jedes Detail passt und auch sonst kann man sich gut in die Situation und die Umgebung reinfühlen.
Ebenfalls lernt man Marlowe im Verlauf der Geschichte immer besser kennen und auch das, was sie ausmacht. Am Anfang ist es zwar etwas holprig mit ihr, aber das bleibt definitiv nicht so. Die anderen Protagonisten bleiben dagegen – zumindest in manchen Fällen – recht blass. Allerdings hat trotzdem jeder so seinen bestimmten Platz. Deshalb kommt das Ende auch überraschend und ist nicht unbedingt erwartbar.

Besonders hervorzuheben ist allerdings die Verschmelzung von Gegenwart und Vergangenheit. Beides wird hier auf besondere Weise verbunden und auf sehr logische Weise aufgelöst. Logikfehler sind definitiv nicht zu finden.
Schlussendlich bleibt zu sagen, dass das Buch wirklich gut zum Miträtseln ist, aber insbesondere der Start sehr holprig und nicht so spannend ist.

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Miträtseln erwünscht

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Auf den Spuren der Vergangenheit

Alte Wut von Caro Matzko

Caroline Caro Matzko, die im deutschen Fernsehen bekannte Moderatorin, hat in ihrem Leben bereits einige Therapien gemacht, Klinikaufenthalte inklusive, um unter anderem ihre Magersucht, ihre Depression und ein Burn-out in den Griff zu bekommen.

Zudem herrscht in der Familie eine angespannte Stimmung in der der Vater, Jahrgang 1934, wie ein Feldwebel agiert.

Während ihr zehn Jahre älterer Bruder recht bald auszieht, muss die kleine Caro den Vater aushalten. Ungefragt erzählt er jedem, über seine Flucht als Zehnjähriger aus Ostpreußen, erzählt, wie er mehrmals dem Tod gerade noch entkommt, wie er in die Mündung eines deutschen und auch eines russischen Gewehrs schauen muss und was er alles auf der Flucht erlebt hat. Er erzählt, dass sein Vater von den Russen abtransportiert worden ist. Jahre später kommt eine trockene Karte mit der Meldung über seinen Tod in einem Arbeitslager. Das kann ein Kind kaum verarbeiten, zumal man vor allem den Jungs damals Emotionen abtrainiert hat. Der „Erfolg“? Eine Generation von Kriegskindern und in weiterer Folge Kriegsenkel, die ihre Traumata mit sich herum schleppen und mehrheitlich nicht wissen, warum sie so sind, wie sie sind.

Es scheint, als wären die vererbten Traumata ihres Vaters, eine der Ursachen von Caros eigenen Problemen. Nach Rücksprache mit einer ihrer Therapeutinnen packt Caro Matzko ihren Mann Rainer, die Tochter Fanny sowie den Familienhund und begibt sich auf ein dreiwöchige Reise zu den Orten, die ihr Vater einst als Heimat bezeichnet hat.

Stadt für Stadt, Dorf für Dorf bereisen sie seine Fluchtroute in die Vergangenheit zurück, bis sie in Osterode ankommen, wo Ekkehart Matzko mit seiner Familie gelebt hat und just in dem Hotel absteigen, das gegenüber dem 2016 abgerissenen Hotels der Matzkos errichtet worden ist und in dessen Treppenhaus das alte Hotel als Fototapete grüßt.

Die Reise ist für Caroline Matko nicht ganz einfach, hat sie doch selbst einige Vorurteile ihres Vaters im Gepäck, obwohl sie dessen politische Ansicht und Meinung nicht teilt. Doch beinahe überall begegnet sie Menschen, die ihr weiterhelfen, so wie die 90-jährige Roza, die einst Rosemarie hieß und ihren Namen in die polnische Variante ändern musste, um nicht vertrieben zu werden.

Wie es Touristen häufig machen, nimmt Caro Matzko ein paar Steine, die sie für Überreste des alten Hotels hält, sowie ein Sackerl voll (Heimat)Erde mit nach Hause, ohne zu wissen, dass sie damit ihrem Vater seinen Herzenswunsch erfüllt.

Nach der Rückkehr nach Deutschland, schreibt sie dieses Buch, in dem sie auch über Therapieansätze und Erfolge berichtet. Es scheint, dass sich dabei einige Knoten bei ihr gelöst haben.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem schnörkellosen und dennoch emotionalen Einblick in eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung 5 Sterne.

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Auf den Spuren der Vergangenheit

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Fesselnd bis zur letzten Seite

Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach Dockland von Kästner & Kästner

Melanie Cullmann, Logistikerin im Hamburger Hafen, wird tot am Elbufer gefunden. Zunächst wird ein Selbstmord angenommen, was der Ehemann Fred vehement abstreitet und voller Wut auf eigene Faust Nachforschungen anstellt, die in tief in seine Vergangenheit führt.

Recht bald bemerkt Jonna Jacobi vom LKA, dass sowohl Melanie als auch Fred ihre Geheimnisse haben.

Melanie scheint bei ihrer Arbeit am Eurocon Containerterminal in Unregelmäßigkeiten verwickelt zu sein. Daher wird Tom Bendixen von der Wasserschutzpolizei den LKA-Team zugeteilt und schleust seinen Mitarbeiter Quetsche im Containerterminal als Zivilfahnder ein.

Wenig später entdecken die Ermittler die wahre Identität von Fred Cullmann als ehemalige Kiezgröße. Da er vermutlich immer noch Verbindungen hat, wird die Jagd nach dem Mörder seiner Frau zu einem Wettlauf mit der Zeit. Denn weder schläft der Hamburger Hafen noch das organisierte Verbrechen...

Meine Meinung:

Das Autoren-Duo Angelique und Andreas Kästner führt uns nun zum dritten Mal in den Hamburger Hafen, der eine eigene faszinierende Welt für sich ist und die immer wieder für spannende Geschichten sorgt. Ob Drogenschmuggel oder illegale Einwanderung - der Hafen Hamburg ist ein großes Einfallstor für Waren aller Art und die Zollbehörden sind chronisch unterbesetzt. Sie können nur einen kleinen Bruchteil der umgeschlagenen Container kontrollieren, was sich kriminelle Banden zu Nutze machen. Und wenn dann noch der eine oder andere Container durchgeschleust wird, erreichen die Gewinnmargen ein Maximum.

Geschickt wird eine Kiste mit Zollplomben, die während des Elbhochwassers aus dem Hafen geborgen wird, zu einer, nicht von allen, beachteten Hauptdarstellerin (siehe vorherigen Fall). Erst nach einiger Zeit und weiteren Toten erkennt Tom Bendixen die Bedeutung des Inhalts dieser Kiste.

Wir begegnen den Charakteren aus den beiden vorherigen Fällen und lernen neue interessante Figuren kennen. Diesmal ist keine gekommen, um zu bleiben. Das gilt vor allem für den liebenswerten Schrotti, einen ehemaligen Barkassenführer, der bei einem Unglück seine Familie verloren hat und noch immer darauf wartet, dass die Elbe die sterblichen Überreste seiner Frau hergibt.

Wie immer können sowohl Angelique Kästner als auch Andreas Kästner aus ihrem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Sie als ausgebildete Psychotherapeutin und er als ehemaliger Hauptkommissar der Wasserschutzpolizei. Sie flechten Fakten, wie zum Beispiel das Barkassenunglück von 1984, bei dem 19 Menschen, darunter 11 Kinder ihr Leben verloren haben, in fiktive Charaktere ein. Daneben erfahren wir Wissenswertes über den Hafen Hamburg, der für die meisten von uns Lesern zahlreiche Geheimnisse birgt, sowie über den Hamburger Kiez und seine kriminellen Bewohner und das Nadelöhr der Stadt - die Köhlbrandbrücke.

Einigen Lesern sind die nautischen und polizeilichen Begriffe vielleicht nicht so präsent, daher gibt es ein ausführliches Glossar.

Ich freue mich schon auf den vierten Fall für Tom Bendixen, Jonna Jacobi und Charlotte Severin, der - wie man der Leseprobe entnehmen kann - im Umfeld des Hafengeburtstags spielen wird.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der im Hamburger Hafen spielt und bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Fesselnd bis zur letzten Seite

Rezensionen von barbara.liest:

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bitter-süße Lebensgeschichte

Wilder Honig von Caryl Lewis

Caryl Lewis erzählt in Wilder Honig die Geschichte der Ehe von Hannah und John und auch die Geschichte des Lebens der Bienen.
Nach dem Tod von John macht Hannah eine unfassbare Entdeckung. Selbst trotz unzähliger Versuche kinderlos geblieben taucht plötzlich eine uneheliche Tochter von John auf, um die er sich selbst nie gekümmert hat.

In zwölf berührenden Briefen versucht John seiner Frau anhand des Lebens der Bienen zu erklären, warum ihr Leben aus seiner Sicht so verlaufen ist.

In dieser schwierigen Zeit bekommt Hannah sehr große Unterstützung ihrer Schwester Sadie und dann kommt auch noch die uneheliche Tochter Megan auf den Hof.

Eine berührende Geschichte über Generationenkonflikte, eine scheinbar heile Ehe die doch ihre Wunden hinterlassen hat, den Zusammenhalt von Schwestern, die Liebe und auch über die Imkerei.

Das Buch ist sehr flüssig und anschaulich beschrieben und man kann gut in das Leben von Hannah eintauchen.

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bitter-süße Lebensgeschichte

Rezensionen von ReiShimura:

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Charmante Idee, schwache Umsetzung – und trotzdem neugierig auf mehr

Mirror: Schön wie Rosen von Lucia Herbst

Endlich ist sie da die Fortsetzung der Spieglein, Spieglein Reihe von Lucia Herbst. Gut ein Jahr haben wir jetzt auf dieses Buch warten müssen und ich vermute, wir müssen auch wieder ein weiteres Jahr auf den nächsten Teil warten. Denn so viel sei schon einmal verraten, die Geschichte ist noch nicht zu ende.

Diese Tatsache hat mich ehrlich gesagt ziemlich aus der Bahn geworfen, denn ich war der Meinung, dass es sich hierbei um eine Dilogie handelt, dies scheint aber offensichtlich nicht der Fall gewesen zu sein. Leider erfreut mich dieser Punkt nicht besonders.
Normalerweise bin ich immer sehr glücklich, wenn ich feststellen darf, dass ich mich nicht gleich wieder von meinen liebgewonnenen Charakteren verabschieden muss. In diesem Fall hätte ich aber wahrscheinlich die Finger von dem Buch gelassen, wenn ich davon gewusst hätte. Bereits der erste Teil hat mich nicht wirklich begeistert, da dem Buch ein wenig an Tiefe gefällt hat. Ähnlich ging es mir auch bei Teil zwei. Dennoch hat die Autorin Lucia Herbst es geschafft mich neugierig zu machen, wie sie manch offenen Handlungsstrang aus dem ersten Teil beenden wird. Daher habe ich mich dazu entschieden, auch den zweiten Teil zu lesen. Leider habe ich noch immer keine Antwort auf meine Fragen, da diese scheinbar erst im dritten Teil geliefert werden.
Das Schema des Buches ist ähnlich wie in „Mirror: Weiß wie Schnee“. Wieder darf eine Protagonistin der Märchenwelt mit einer Frau aus unserer Welt den Platz tauschen. Im Gegensatz zum ersten Teil beschränkt sich die Autorin aber darauf nur eine der beiden Geschichten zu erzählen. Im ersten Teil wurde ja sowohl die Geschichte aus der realen Welt als auch aus Sicht der Märchenwelt erzählt. So konnte man Luna und Lena auf ihrem Weg durch neue Welten und unbekannte Dinge begleiten.
Im ersten Augenblick war ich über den unterschiedlichen Aufbau des Buches ein wenig irritiert. Dann ist mir allerdings klargeworden, dass das Buch nur so Sinn ergibt. Hätte Lucia Herbst das gleiche Erzählschema wie im ersten Band angewandt, wäre es nur ein billiger Abklatsch gewesen. So hebt es sich doch vom ersten Teil ab und führt die Geschichte trotzdem weiter.
Wie bereits erwähnt fehlt es mir auch in diesem Teil wieder ein wenig an Tiefe und an Details. Mit ausufernden und detailreichen Beschreibungen geht die Autorin wieder äußerst sparsam um. Dies trägt einerseits zum raschen Fortschreiten der Geschichte bei, führt aber andererseits aber auch dazu, dass alles ein klein wenig flach bleibt.
Mein größtes Problem war aber die Hauptperson Rosalie, bis zum Schluss bin ich mit ihr nicht warm geworden und würde sie sogar als unsympathisch beschreiben. An manchen Stellen der Geschichte kann man zwar erkennen, dass sie das Herz am rechten Fleck hat, Großteils habe ich sie aber einfach nur als eingebildet und egoistisch empfunden.
Positiv hervorheben möchte ich das Einbinden von feministischen Themen. Damit habe ich in diesem Buch nicht wirklich gerechnet und die Art und Weise wie Lucia Herbst ihre Botschaften rüber bringt hat mir gut gefallen. Der Erzählstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und locker und das Buch lässt sich gut nebenbei lesen.
Auch bei diesem Buch kann ich wieder sagen, dass ich ein paar vergnügliche Lesestunden hatte, aber auch nicht mehr. Den dritten und hoffentlich dann auch abschließenden Teil werde ich bestimmt auch noch lesen, weil ich erstens endlich eine Auflösung aller Handlungsfäden haben möchte und neugierig bin, welches Märchen als nächstes von Lucia Herbst über den Haufen geworfen und völlig umgekrempelt wird.

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Charmante Idee, schwache Umsetzung – und trotzdem neugierig auf mehr