Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Der 10.Teil
Dunkle Mächte von Petra Ivanov
Dunkle Mächte ist schon der zehnte Teil in der ambitionierten Serie um Staatsanwältin Regina Flint und Kriminalpolizist Bruno Cavalli.
Daher ist es nicht ganz einfach einzusteigen, da man viel von der Vorgeschichte nicht kennt.
Cavalli taucht kaum auf, da er Undercover ermittelt, aber Regina Flint ist eine starke Figur, wenn auch relativ passiv.
Dennoch schwächt Cavallis Abwesenheit den Roman. Das spürt man auch daran, wie später, als er Szenen hat, die Spannung stark ansteigt.
Der Plot ist geradlinig und konzentriert aufgebaut. Die Zürcher Autorin Petra Ivanov hat da eine gute Krimireihe.
Rezensionen von yellowdog:
Die Brüder
Bärenzähne von Callan Wink
Bärenzähne ist ein Drama um zwei Brüder in schwieriger Situation, angesiedelt in Montana. Die durch die Yellowstone-Serie bekannte Umgebung prägt diesen Roman. Und auch die Menschen scheinen von der Umgebung bestimmt.
Callan Wink stammt aus dieser Gegend und so gelingen ihm einige bemerkenswerte Beschreibungen.
Thad und Hazen sind zwei junge Männer, deren Vater nach Krankheit starb und ihnen viel Schulden hinterlassen hatte. Die Probleme mit fehlender Krankenversicherung sind bekannterweise ein Problem in den USA.
Aus Not beschließen sie zu wildern und Bären zu schießen. Eine riskante Sache. Dabei wirkt der „Schotte“, eine anrüchige, kriminelle Gestalt im Hintergrund,
Thad hat stets das Kommando über seine 1 Jahr jüngeren, etwas naiven Bruder Hazen. Hinzu kommt schließlich noch die Mutter der beiden, die für kurze Zeit zurückkehrt, nachdem sie die Familie vor Jahren verlassen hatte.
Die Beziehung der Brüder ist interessant gestaltet. Eine unerwartete Wendung gibt es, als sich spät im Buch der Weg der Brüder trennt.
Das Buch ist reich an Sprache und Handlung, dabei gut lesbar. Ich bin sicher, dass Buch wird seine Leser finden.
Rezensionen von C. P.:
Zäh erzähltes Geheimnis um das Du inmitten des Wir
Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos
Claire lebt in einer Gesellschaft, die durch ein kollektives Wir-Bewusstsein gesteuert wird. Dadurch erhält jede Person eine Aufgabe, welche sie instinktiv bei Bedarf ausführen muss. Ein Prinzip, durch welches die Gesellschaft auf den ersten Blick perfekt funktioniert, denn für jede anfallende Aufgabe gibt es eine Person mit dem benötigten Instinkt, die diese Tätigkeit ausführt, ohne etwas zu hinterfragen.
So gibt es Personen, die laufend Ideen zu Papier bringen, die Recht sprechen, Dinge reparieren, heilen oder mit Begeisterung die Straßen fegen. Claire gehört zur Gruppe der Vertrauten, erkennbar an dem Mal auf ihrer Stirn. Die meiste Zeit läuft sie mit Walkman herum und hört Musik in voller Lautstärke, um die Welt um sich herum akustisch auszublenden. Goliaths Instinkt sorgt dafür, dass er andere beschützen muss, sobald diese innerhalb seines Erkennungsradius in Gefahr geraten. Zusammen versuchen sie herauszufinden, was mit den kürzlich verschwundenen Schülerinnen und Schülern in ihrem Umfeld geschah. Etwas, was es in einem perfekten System nicht geben kann.
Gleich vorweg, der Roman ist kein umfangreicher Kriminal-Dystopie-Roman, der Fall um die verschwundenen Jugendlichen ist nach weniger als der Hälfte des Romans gelöst. Anschließend geht es um die Welt selbst und um das Geheimnis, welches Claire mit sich herumträgt.
Auf den ersten Blick hat die Autorin sich eine ziemlich schräge Welt erdacht. Die auf einem Superkontinent lebende Gesellschaft wird von der Instinktiven Verwaltung geleitet. Die Instinkte sind stets auszuführen und nicht infrage zu stellen. Wer Leben rettet kann sogar in der Hierarchie aufsteigen. Leider zeigt dieses System einige recht skurrile Nebenwirkungen auf. Man kann noch so müde sein, wenn der Instinkt sagt, man muss den Kühlschrank des Nachbarn reparieren, geht man zur Not nachts im Pyjama durch einen Schneesturm rüber, bricht die Tür auf und zückt seinen Werkzeugkasten. Und für jeden Firlefanz gibt es einen Unterinstinkt, damit jede noch so unliebsame Aufgabe erfüllt wird. Ja, es gibt Leute, denen suggeriert wird, sie lieben es, anderen den Hintern abzuwischen. Dass sowas auch mal ausgenutzt wird ist zwar offiziell verboten, hilft einem trotzdem nicht, wenn man gegen seinen eigenen Willen handeln muss, den es offiziell nicht gibt.
Zu Beginn ist noch ein genügendes Maß an Spannung in der Handlung, als Claire und Goliath aus verschiedenen Gründen die Verschwundenen aufspüren wollen. Wobei der Stil hier bereits sehr distanziert ist. Wie soll eine Person auch was erzählen, wenn sie die meiste Zeit die Welt akustisch ausblendet und sich über Notizzettel unterhält? Anschließend verliert die Spannung sich, die Autorin versucht, um das System und Claire ein großes Geheimnis zugleich aufzubauen und zu lösen. Es gibt sehr viele Perspektivenwechsel diverser Personen, doch alle bleiben sie distanziert, der Stil verwirrend, in Claires Fall sogar manchmal unangenehm flapsig. Manches war zudem unlogisch wie beispielsweise eine Kabine in einer Größe, in der mehrere Leute zuvor Drogen konsumieren oder Paare miteinander intim werden konnten. Und anschließend behauptet die Autorin, Goliath würde dort kaum gemeinsam mit Claire hineinpassen?!
Nachdem der Fall um die verschwundenen Jugendlichen vom Problem um das System an sich abgelöst wurde, wich die wenige Spannung einem recht zähen zweiten Teil. Die Neugier auf skurrile Beispiele des Systems war raus, die Handlung wurde zäh und oberflächlich, das Ende abstrakt und überzogen zugleich, ohne mich emotional erreichen zu können. Dafür war das Buch viel zu distanziert, die Handlung, die Charaktere, die Welt, das alles blieb so emotionslos und fade.
Den Charme der Spiegelreisenden konnte ich hier leider nicht wiederfinden.
Rezensionen von Ryria:
Tanz um dein Leben
A Dance of Lies von Brittney Arena
Nach einer falschen Anschuldigung landet Hoftänzerin Vasalie für Jahre im Kerker, bis sich ihr die Chance auf Freiheit bietet. Der Deal: Sie infiltriert als Tänzerin/Spionin die Versammlung der Könige und führt dort geheime Aufträge aus.
Zunächst muss ich hier wirklich die Gestaltung des Buches hervorheben, diese passt thematisch gut zum Inhalt und ist rundherum sehr edel und wunderschön.
Auch eine Weltkarte zu Beginn hilft dabei, sich die verschiedenen Königreiche und ihre Beziehungen besser vorzustellen.
Dies ist auch eine der Stärken der Geschichte, die Welt wird schön ausgebaut, man lernt verschiedene Königreiche und ihre Akteure kennen und verfolgt die politischen Verstrickungen und Machtspiele. Viele Details zwischendurch hauchen der Welt auch noch mehr Leben ein, jedoch hätte ich mir hier vielleicht doch noch mehr gewünscht.
Dafür wurde hingegen das Leben am Königshof eindrucksvoll geschildert. Die Beschreibungen der Schlösser, Feste und Auftritte war aus meiner Sicht gut gelungen, ich konnte komplett in die Szenen eintauchen und die Atmosphäre spüren.
Vasalie erholt sich nicht sofort von ihrer Gefangenschaft, was besonders zu Beginn auch toll dargestellt wurde. Stattdessen entwickelt sie kreative Lösungen und beißt sich durch, ist aber auch nicht die typische Heldin, sondern hat so einige Fehler, die sie wiederum menschlicher erscheinen lassen.
Die Kombination aus Tanz und Spionage war eine coole Mischung, allerdings ist der Romance-Aspekt vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen insgesamt. Überwiegend war die Geschichte spannend, zwischendurch hat sich manches jedoch auch mal ein wenig gezogen.
Rezensionen von Stephanie Navratil :
...sich umart fühlen
Umarmt in der Trauer von Petra Hillebrand; Johanna Heumader-Schweigl
Jede Seite in dem Buch eröffnet die Möglichkeit sich umarmt und vor allem sich nicht alleine zu fühlen. Die Texte gehen ins Herz, die stimmigen Bilder dazu sind eine Augenweide. Der Weg der Trauer ist ein ganz individueller und jeder davon betroffene Mensch geht seinen Weg und braucht etwas anderes.
Das Buch ist eine wundervolle Möglichkeit sich in der eigenen Trauer begleiten zu lassen, auf eine ganz besondere Art und Weise - mit Texten, Bildern und vor allem mit viel Herz. Darüberhinaus schenkt das Buch mit den reflektierenden Anleitungen die Möglichkeit aus einer ganz persönlichen Perspektive zu schauen, wie geht es mir und wo gehe ich im Moment um. So auch zu sehen, was hat sich verändert, ergeben und auch entwickelt auf dem Weg. Ein Geschenk von Herz zu Herz.
Rezensionen von praja:
war ganz gut,aber richtig mitgerissen hat es mich nicht
Glory of Broken Dreams von Ruby Braun
Glory of Broken Dreams war für mich ein Buch mit Höhen und Tiefen. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, vor allem weil ich mit der Protagonistin anfangs nicht richtig warm wurde. Sie wirkte auf mich oft etwas oberflächlich, und viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Das hat es mir zu Beginn schwer gemacht, wirklich mitzufühlen oder mich in sie hineinzuversetzen.
Im weiteren Verlauf wurde die Geschichte jedoch besser – sowohl inhaltlich als auch emotional. Die Charakterentwicklung nahm Fahrt auf, und einige Szenen konnten mich dann doch berühren. Stilistisch ist das Buch gut geschrieben, und die Grundidee fand ich spannend. Trotzdem hat es mich insgesamt nicht ganz so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte.
Alles in allem ein solides Buch, das sicher seine Fans findet – für mich persönlich war es aber einfach nicht so ganz das Richtige.
Ich hab mir um ehrlich zu sein, aber auch irgendwie ein bisschen mehr erhofft, was es dann natürlich schwierig macht, wenn man mit großen Erwartungen an eine Sache rangeht.
Rezensionen von Daggy:
Eine zauberhafte Geschichte
Wie man einen Stern fängt von Oliver Jeffers
Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen mit dem großen Kopf und dem Ringelshirt, wie er auf deinen Stern steht, nebenan ist eine Rakete zu sehen.
Der Text beginnt, wie ein Märchen „Es war einmal ein Junge, und der Junge liebte Sterne, sehr sogar.“ Am Abend sehen wir, wie er aus dem Fenster zu den Sternen hinaufblickt.
Einen ganz allein für sich zu haben, das ist sein Wunsch. Er stellt sich das Zusammenlaben mit diesem Stern sehr genau vor. Dann wartet er mitten am Tag auf das Auftauchen eines Sternes. Die gezeichnet Welt um ihn herum ist sehr minimiert, Kreise auf Linien stellen einen Baum dar. Der Junge steigt auf einen dieser Bäume, kommt aber den Sternen, die inzwischen aufgegangen sind, nicht viel näher. Leider braucht seine Rakete Treibstoff und ist deshalb auch nicht zu gebrauchen. Wie der Wunsch des Jungen doch noch in Erfüllung geht, will ich euch hier noch nicht verraten.
Die Texte sind sehr kurz und gut verständlich, die Bilder fast ein wenig abstrakt und doch können wir erkennen, um was es sich handelt. Ein kleines Märchen mit einem schönen Ende.
Rezensionen von Daggy:
Weihnachten naht
Mein erster Weihnachtszauber von Kathrin Lena Orso
Wie ein kleines Theater ist dieses Pappbilderbuch aufgebaut. Der kleine süße Hase vom Cover besucht zunächst den Weihnachtsmarkt. Mit einer Tüte gebrannter Mandeln seht er zwischen den Buden, die dreidimensional um ihn stehen. Natürlich wird bei Familie Hase auch gebacken und während der Kleine in ein Plätzchen beißt, rührt Mama den Teig.
Dann geht es ab in den Winterwald, dick eingemummelt stapfen die Tiere durch den Schnee. Am Weihnachtsabend werden vor dem Kamin am Tannenbaum die Geschenke ausgepackt.
Ein wunderschönes Buch um den Kleinen einen Vorgeschmack auf Weihnachten, dass sie vielleicht zum ersten Mal bewusst erleben, zu geben. Die Bilder sind ohne viele Verzierungen gezeichnet und wirken dadurch realistisch, was durch das Dreidimensionale zusätzlich verstärkt wird. Der kleine Text erklärt die entsprechende Szene.
Rezensionen von Daggy:
Ein Leben zur Menschenrettung
Ein Schiff für den Frieden von Christina Bacher
Rupert Neudeck ist der Name, der mir in erster Linie mit der Rettung der Boatpeople in den Sinn kommt. Und die Cap Anamur ist auch auf dem Cover zu sehen, wie sie Menschen von einem kleinen Schiff rettet.
Das erste Kapitel trägt die Überschrift „Eine (zeitweise) schöne Kindheit“, denn Rupert wird 1939 kurz vor Beginn des Krieges in Danzig geboren.
In der Stadt lebten in erster Linie Deutsche und so wurde der Familienname eingedeutscht. Zum Ende des Krieges musste die Familie dann in den Westen fliehen. Mutter Neudeck hatte vier Kinder zu versorgen und machte sich mit ihrer Schwester und ihrer Schwiegermutter auf den Weg. Ihr Ziel war das große Schiff „Wilhelm Gustloff“, allerdings kamen sie zu spät in den Hafen, was sich als Glück herausstelle, denn das Schiff mit 9000 Menschen geht in der eiskalten Ostsee unter. So wurde „Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben.“ zu Ruperts Lieblingsspruch. Diese Flucht war ein Erlebnis, dass Ruperts Leben prägte, als er 1980 von den Boatpeople im Südchinesischen Meer hört, handelt er zusammen mit seiner Frau und vielen prominenten Unterstützern und kauft ein Schiff, das er „Cap Anamur“ nennt.
Das Buch ist eine vollständige Biografie über das Leben von Rupert Neudeck, es gibt kleine Einschübe über Schriftsteller, die sein Leben begleiten, lässt Frau und Kinder zu Wort kommen. Die Schrift, in der das Buch gedruckt wurde, ähnelt einer handgeschriebenen Druckschrift, zwischendurch gibt es auch Zeilen, die mit einer Schreibmaschine geschrieben wurden. Es gibt zarte Zeichnungen und viele Fotos, so kann sich jeder ein Bild über die Beweggründe dieses tapferen Mannes machen.
Rezensionen von C. P.:
Klasse Gruppendynamik und überzeugende Ideen
Schule der Meisterdiebe 4: Die schwarze Festung von J. J. Arcanjo
Diese Buchreihe macht von Band zu Band mehr Spaß. Mit diesem Band beginnt nun das vierte Schuljahr für Gabriel an der Schule der Meisterdiebe. Ungern trennt er sich hierfür von seiner Ziehoma, denn seine Gauner-Eltern konnten erneut entkommen und könnten nun Rache üben. An der Schule in Crookhaven wird das Ziel für den jährlichen Gaunerpokal verkündet: Ein Einbruch in eine verlassene, uneinnehmbare Festung, um ein dort deponiertes Schmuckstück zu stehlen.
An dem natürlich auch die Namenlosen Interesse zeigen, die Diebesbande rund um Gabriels Eltern.
Diesmal ist Vertrauen ein großes Thema, welches Gabriels Gaunerbande neben dem Jahresprojekt vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Die Dynamik der Teenager untereinander ist mittlerweile erstaunlich, es macht richtig Spaß, ihre Pläne und Abenteuer zu verfolgen. Leider kommen von außerhalb einige gewaltige Herausforderungen auf sie zu und an manchen Überraschungen haben sie ziemlich zu knabbern.
Mit seinem einfühlsamen und zugleich einfallsreichen Schreibstil schafft der Autor es erneut, ein ganzes Schuljahr wie im Flug vergehen zu lassen. Man fiebert mit den Teenagern bei jedem ihrer Abenteuer mit und die Überraschungen haben es ziemlich in sich. Sympathische Charaktere und super Ideen, auch diesmal wieder eine gelungene Mischung.











