Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Hoch spannend, aber etwas zu viel von allem
Kälter von Andreas Pflüger
Hoch spannend, aber etwas zu viel von allem
Inhalt:
Luzy Morgenroth hat einen ruhigen Job in der Polizeistation auf Amrum. Zusammen mit ihrem Freund und Kollegen Jörgen kümmert sie sich mal um einen Verkehrsunfall, häusliche Gewalt oder kleinere Delikte. Bis eines Tages ein Mitarbeiter des Fährbetriebs auf See bleibt.
Schnell ist klar, dass die Fremden, die auf der Fähre waren, mit dessen Tod zu tun haben. Luzy erkennt ihren Erzfeind: Babel. Ihn hat sie in ihrer Zeit als Personenschützerin beim BKA kennen gelernt. Damit wollte sie eigentlich nichts mehr zu tun haben, aber nun sinnt sie auf Rache.
Meine Meinung:
Andreas Pflügers Trilogie um die blinde Ermittlerin Jenny Aaron sowie der Agententhriller „Wie sterben geht“ haben mich vollkommen begeistert. Auch das im Oktober 2025 bei Suhrkamp erschienene „Kälter“ ist hoch spannend. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Pflüger erzählt rasant, aber auch etwas sprunghaft. Zuweilen habe ich die Übergänge verpasst und war kurzzeitig verwirrt. Dabei war ich heilfroh, dass ich mit den meisten realen Personen, Begriffen und Abkürzungen, die im Roman auftauchen, etwas anfangen konnte, da ich in der beschriebenen Zeit aufgewachsen bin, der Zeit des Kalten Krieges bis kurz nach dem Mauerfall.
Luzy ist wie Nina aus „Wie sterben geht“ eine absolut taffe Superwoman, der praktisch alles gelingt und die schwerste Verletzungen überlebt, selbst wenn sie zwischendurch ein paar Fehler macht. Auch wenn sie sich hin und wieder Gedanken um die Menschen macht, die sie getötet hat, fällt ihr das Töten doch unglaublich leicht. Mir persönlich waren es ein paar Leichen zu viel.
Schön fand ich allerdings, dass Luzy auch zu echten Gefühlen fähig ist und lieben kann. Ihre Intelligenz und ihr Durchblick sind faszinierend, ebenso ihre körperliche Fitness mit 50 Jahren.
Ein Wiedersehen mit Figuren aus den früheren Büchern des Autors habe ich schmunzelnd genossen. Man kann „Kälter“ aber auch vollkommen ohne Kenntnis der anderen Bücher lesen.
Rezensionen von Tara:
Ein emotionaler Roman über das Leben mit seinen Möglichkeiten
Ein Herz aus Papier und Sternen von Cecelia Ahern
„Ein Herz aus Papier und Sternen“ ist ein emotionaler Roman der irischen Autorin Cecelia Ahern.
Die Handlung spielt in einem kleinen irischen Dorf namens Ballybeg. Viele Menschen dort leben vom Torfstechen, das aus Umweltschutzgründen verboten wurde. Es fällt nicht allen leicht sich neu zu orientieren.
Auch Lorcan Murphy weigert sich auf sein Recht des Torfstechens zu verzichten, da es die Lebensgrundlage seiner Familie ist. Er ist der Großvater von der inzwischen 16-jährigen Bella. Bella ist die Tochter der 32-jährige Protagonisten Pip. Sie ist eine sehr verträumte Protagonistin, mit wenig Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen, was sicherlich auch ihrer dominanten Mutter Josephine zuzuschreiben ist. Aus Sorge um Pip und Jamie - den Vater von Bella - haben ihre Eltern Josephine und Philip dafür gesorgt, dass sich die beiden so wenig wie möglich sehen.
Das klingt nun alles nach einem schwierigen Familiengefüge, ist es im Grunde auch, aber beim Lesen erklärt sich das glücklicherweise alles von selbst.
Pip war für mich keine besonders interessante Protagonistin, ihr Leben ist recht eintönig bis sie den Astronom Io kennenlernt. Durch ihn ändert sich ihr Blickwinkel und es tritt eine Veränderung eintritt, die mir gut gefallen hat.
Der Schreibstil der Autorin liest sich angenehm leicht und flüssig. Sie versteht es aktuelle Probleme gut in ihrer Romanhandlung unterzubringen, so dass das Buch auch zum Nachdenken anregt.
Mit ihrem Epilog rundet Cecelia Ahern ihren Roman gelungen ab. Das Ende beinhaltet auch einen Neubeginn und lässt damit Raum für eigene Gedanken.
Rezensionen von Claudia R.:
weihnachtlich
Das Weihnachtstohuwabohu von Yvette Eckstein
Klappentext/ Inhalt:
Ein herzerwärmendes Abenteuer über Zusammenhalt, Mut und Magie – und ein kleines Wunder zur rechten Zeit.
Dieses charmant gereimte und liebevoll illustrierte Kinderbuch erzählt mit Witz, Herz und einem Augenzwinkern von einem ganz besonderen Weihnachtsabenteuer. Das Christkind hat Schnupfen, die Geschenke sind nicht verpackt – und der Heilige Abend rückt immer näher.
Sogar der Weihnachtsmann weiß nicht weiter. Inmitten von Taschentüchern, ratlosen Engeln und einem streikenden Rentier entsteht eine verrückte Rettungsaktion, die zeigt: Mit Fantasie, Zusammenhalt und einer Prise Magie ist selbst das Unmögliche möglich und das Wunder nimmt doch noch seinen Lauf.
Ideal für Kinder ab 3 Jahren, zum Vorlesen und Mitfiebern in der Vorweihnachtszeit. Ein frischer Blick auf das Fest – mit klassischem Zauber, modernem Humor und Happy End-Garantie.
Ein besonderes Geschenk für Groß und Klein – perfekt platziert unter dem Weihnachtsbaum!
Cover:
Das Cover ist wundervoll winter- / weihnachtlich umgesetzt und bringt diese Atmosphäre und Stimmung sehr gut herüber. Die vielen Geschenke und der geschmückte Weihnachtsbaum greifen die Thematik gut auf und setzen das Ganze sehr schön um. Auch weitere winter-weihnachtliche Details sind erkennbar. Ein wundervolles Cover, welches anspricht. Optisch und farblich ist es gut gelungen.
Meinung:
Liebevolle und niedliche Weihnachtsgeschichte über Zusammenhalt, Mut und die Magie von Weihnachten. Das Christkind ist krank und die Geschenke noch nicht verpackt. Ist Weihnachten in Gefahr oder bekommt das Christkind vielleicht Unterstützung?
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist einfach und kurz, sowie verständlich gehalten. Die Geschichte ist in Reimform verfasst, wobei mich diese nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Manches war dabei nicht ganz rund und ich hätte hier eine einfache Textform vorgezogen. Da die Reime teils etwas zu gewollt herüber kamen.
Die Geschichte ist liebevoll erzählt und vereint die Botschaft über den Geist und die Magie der Weihnacht, sowie Zusammenhalt und Nächstenliebe. Dies fand ich sehr schön und wurde sehr herzerwärmend vermittelt.
Wunderschön sind auch die niedlichen und süßen Zeichnungen. Die Illustrationen sind liebevoll umgesetzt und geben die Geschehnisse und Charaktere sehr gut wieder. Auch die Charaktere sind sehr niedlich gezeichnet und merkt, dass viel Herzblut hinter dem Gesamten steckt. Auch die Gesichtsausdrücke wurden gut gewählt und auch hier kommen die Emotionen und Gefühle spürbar herüber und werden toll durch die Illustrationen transportiert.
Eine wundervolle weihnachtliche Geschichte, die begeistert und die Vorweihnachtszeit verschönert. Ein wundervolles und sehr liebevoll umgesetztes Buch. Die Illustrationen sind zauberhaft und auch die Vermittlung der Botschaften ist toll, einzig die Reime konnten mich nicht ganz abholen, daher 4,5 Sterne von 5 Sternen.
Fazit:
Liebevolle und niedliche Weihnachtsgeschichte über Zusammenarbeit und die Magie von Weihnachten.
Rezensionen von Kapitel60:
Humorvoll, aber eher für ältere Kinder
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Worum geht’s?
Ja, lange Familienfahrten sind oft chaotisch. Marc-Uwe Kling beschreibt hier eine ganz besondere Autofahrt. Max hat einen Kater, Luisa pubertiert, Tiffany muss ständig aufs Klo, Oma sucht ihr Handy, Opa würde lieber mit der Bahn fahren, Papa fährt (mehr schlecht als recht), und Mama ist sowieso im Dauerstress.
Das Ziel der Fahrt ist Wuppertal, weil Tante Ilse heiratet.
Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Das Buch ist sehr witzig, und man erkennt den typischen Humor des Autors. Der Schreibstil ist locker. Illustrationen und Cover treffen nicht ganz meinen Geschmack, aber sie sind okay.
Fazit:
Mir gefällt die Geschichte, aber ich finde, dass die Altersangabe zu niedrig angesetzt ist. Ich wollte das Buch eigentlich mit meinem achtjährigen Enkelsohn lesen, aber ich möchte ihn nicht damit konfrontieren, dass ein 14-Jähriger schon eine Alkoholerfahrung gemacht hat. Das finde ich etwas fragwürdig. Deshalb auch leider nicht die volle Punktezahl.
Rezensionen von Tara:
Familie Mann im Exil
Wenn die Sonne untergeht von Florian Illies
„Wenn die Sonne untergeht: Familie Mann in Sanary“ ist ein interessanter Roman über die Familie Mann des in Berlin lebenden Autors, Journalisten, Kunsthistorikers und Kurators Florian Illies.
Die Handlung beginnt im Februar 1933 in München im Hause der Familie Mann. Thomas und Katja brechen zu Vorträgen in Amsterdam, Brüssel und Paris auf und wollen im Anschluß zur Erholung nach Arosa in die Schweiz.
Zu diesem Zeitpunkt ahnen sie nicht, dass sich ihre Rückkehr um Monate verzögern wird, da Thomas Mann wegen der Nationalsozialisten nicht nach Deutschland zurückkehren kann. Er lebt – wie viele andere deutsche Intellektuelle – mit seiner Familie im Exil in Sanary-sur-Mer in Frankreich. Im Gegensatz zu seinem Bruder Heinrich, der das Leben im Süden genießt, zieht es ihn zurück nach München.
Ich habe schon einige Bücher über die Familie Mann gelesen und dennoch in diesem wieder ganz neue Seiten dieser außergewöhnlichen Familie kennengelernt. Sicherlich lag dies nicht nur an der außergewöhnlichen Situation, sondern auch daran, dass Florian Illies ausgiebig recherchiert hat, wobei er unveröffentlichte Dokumente, Tagebücher Golo Manns und Menschen mit viel Hintergrundwissen als Grundlage für seinen Roman zugrunde gelegt hat.
Der Autor erweckt hier die Familie Mann zum Leben. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten innerhalb der Familie sind klar und authentisch gezeichnet. Es ist kein trockenes Sachbuch, sondern eine Biografie über das Leben einer Familie mit ihren ganz besonderen Eigenheiten, in der die Atmosphäre dieser ungewöhnlichen und schwierigen Situation ebenso durchkommt wie der damalige Zeitgeist.
Am Ende rundet Florian Illies sein Buch gelungen damit ab, wie es für die einzelnen Personen nach dem Sommer in Sanary weitergeht. Außerdem gibt es einen übersichtlichen Stammbaum der Manns und einen Überblick über die Sommergäste in Sanary.
Mich hat das Buch gefesselt und ausgesprochen gut unterhalten.
Rezensionen von gabiliest:
Scheinreich- Eine Wiener Geschichte über Liebe, Lust, Lüge und Leid
Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels von Vea Kaiser
Die bekannte, mit vielen Preisen ausgezeichnete Autorin Vea Kaiser hat mit ihrem neuen Roman “Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels” ein Bild von Wien von den neunzehnhundertachtziger Jahren bis in die Jetztzeit gezeichnet. Der gediegene Schutzumschlag des Buches zeigt einen Luster der Wiener Manufaktur Lobmeyr, der so in Hotels auf der ganzen Welt hängen könnte.
In diesem Roman hängt er in Wien im fiktiven Traditionshotel Frohner.
Angelika, Ende zwanzig, ist dort Buchhalterin. Jeden Tag sieht sie, die in einem Gemeindebau im roten Wien aufgewachsen ist, die Reichen und Schönen mit ihrem wie selbstverständlich herablassenden Benehmen und ungehobelten Manieren. Angelika ist eine Partymaus, trägt gerne Miniröcke und frequentiert neben Discos durchaus auch einmal mit ihrer Freundin Ingi den Branntweiner ums Eck. Doch in ihrer Arbeit ist sie sehr penibel und ehrgeizig, denn ihre Mutter, Hausmeisterin im Gemeindebau, hat ihr als Kind zwar keine Liebe gegeben, aber Prinzipien: Haltung bewahren und keine Fehler machen, dann könne niemand etwas sagen.
Auch der Hoteldirektor ist von Angelikas Fleiß beeindruckt. Gegen eine Manipulation der Buchhaltung könne sie Karriere machen. Aber Angelika wird schwanger, bekommt einen Sohn, Sebastian, hat einen notorisch unzuverlässigen Partner und das Geld ist knapp. Angelika sinnt auf Abhilfe, was der Direktor kann, kann sie auch.
“Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels” erzählt die Geschichte einer Frau, die sich mit den falschen Männern umgibt, die wenig Hilfe bieten und noch weniger Geld haben. Doch um Hilfe von den Großeltern von Sebastian anzunehmen, ist sie zu stolz. Dieser Roman ist eine Entwicklungsgeschichte von der Kindheit der vaterlos aufgewachsenen Angelika über die Kindheit ihres Sohnes bis zu seinem Erwachsenenalter. Immer wieder macht sich Angelika vor, dass sie sich ja nur einen Kredit gewähre, wenn sie Geld des Hotels auf ihre Privatkonten abzweigt. Die schwierigen ersten Jahre als Mutter - zwischen Glück und Verzweiflung- können die Lesenden ebenso mitverfolgen wie den steigenden Wohlstand der Familie mit Kauf einer Villa in der besten Gegend Wiens. Auch Sebastian entwickelt sich von einem schwierigen pubertierenden jungen Mann zu einem scheinbar äußert erfolgreichen Erwachsenen. Doch dann ist Sebastian wieder in finanziellen Schwierigkeiten…
Vea Kaiser hat einen gelungenen Kunstgriff gemacht, um ihre Geschichte zu erzählen, die auf einem wahren Kriminalfall beruht. Sie lässt die Autorin, vielleicht Vea Kaiser selbst, Angelika im Gefängnis besuchen und rollt so das Leben einer Frau auf, die alles für ihr Kind tun wollte, aber letztlich jedes Maß verloren und einen enormen Schaden verursacht hat. Besonders hervorheben muss man den typischen Wiener Lokalkolorit, der die Schilderungen der Sprache und des Lebens im Gemeindebau genau so authentisch wiedergibt wie die Bussi-Bussi-Welt der Reichen. Manchmal erscheint die Sprache derb, die Dialektausdrücke sind aber zu dieser Zeit durchaus gebräuchlich und werden auch im Anhang erklärt.
Der Roman bietet ausgeprägte Charaktere. Die Hauptfigur ist Angelika, die die gehobene Gesellschaft einerseits verachtet- wer einmal in der roten Wolle gefärbt wurde, wird das ein Leben lang nicht vergessen- andererseits aber gerne dazugehören möchte, vor allem um ihres Sohnes willen. Das scheint zu gelingen, doch auch hier nimmt das Leben unglückliche Wendungen. Alle anderen Figuren sind ebenso bezeichnend ausgearbeitet, Männer, die entweder nicht fähig oder willig sind, Verantwortung zu übernehmen. Angelikas Freundin Ingi steht für das Abrutschen ins Drogenmilieu, doch selbst in dieser Situation bleibt Angelika ihr gegenüber loyal. Trotz ihrer ausgeprägten Begabung für Zahlen fällt Angelika jedoch selbst auf Betrüger herein. Neben allen Problemen leidet ihre Mutter an fortschreitender Demenz, eine enorme Belastung und ein weiterer Faktor, der großteils nur ein fremdbestimmtes Leben ermöglicht.
Vea Kaiser schreibt lebendig und beobachtend, niemals wertend. Die Milieuschilderungen sind exakt gelungen und die Lesenden nehmen direkt an Angelikas Leben teil. Dennoch fokussiert sich das Buch weniger auf den Kriminalfall, sondern mehr auf Angelikas Mutterrolle, eine zwar sehr interessante Perspektive, die aber vielen Leserinnen aus eigener Erfahrung bekannt sein wird, wodurch für diese Gruppe vielleicht Längen entstehen könnten. Freude werden aber alle Wien- Liebhaber haben, denn Vea Kaiser erwähnt nicht nur die wichtigsten Wiener Sehenswürdigkeiten, sondern auch die oftmals heute noch existierenden Lokale und Kaffeehäuser, die Würstelstände, den Opernball und sogar die Branntweiner, wo man schon am frühen Morgen Alkohol bekommt. Nicht nur wegen dieses typischen Wien-Flairs bietet dieser vielschichtige Roman gute Unterhaltung, ist absolut lesenswert und ich empfehle ihn gerne weiter.
Rezensionen von Tara:
Es gibt immer drei Seiten
The Final Wife von Jenny Blackhurst
„The Final Wife“ ist ein spannender Thriller der in England lebenden Autorin Jenny Blackhurst.
Detective Rebecca Dance wird wegen einer häuslichen Messerstecherei mitten in der Nacht von ihrem Kollegen angerufen. Am Tatort - einem luxuriösen Cottage in den Cotswolds - findet sie den erstochenen Schönheitschirurgen Luke Whitney und neben ihm blutüberströmt seine Frau Anna, die die Tat direkt gesteht.
Nachdem Rebecca feststellt, dass Anna keine Einzelheiten zur Tat weiß, kommen ihr Zweifel an deren Schuld. Zudem stellt sich heraus, dass Luke ein Lügner und Betrüger war, der die Menschen nach belieben manipuliert.
Der Schreibstil von Jenny Blackhurst lässt sich wie gewohnt leicht und flüssig lesen. Die Spannung baut sich schnell auf, da Rebeccas Zweifel an Annas Unschuld schlüssig klingen.
Die Handlung wird größtenteils im Wechsel aus der Ich-Perspektive von Anna, Rebecca und Rose – Lukes Exfrau – erzählt. Durch die Perspektivwechsel bekommt man ein umfassendes Bild von den Charakteren, Einblicke in ihr Innerstes, ihre Gefühle, Gedanken und den Ereignissen in ihrer Vergangenheit.
Rebeccas Herangehensweise gefiel mir, da sie nichts einfach hinnimmt. Sie stellt auch das Offensichtliche erst einmal in Frage, ist sehr selbstbewusst und bietet damit einen gelungenen Kontrast zu den beiden anderen Protagonistinnen. Dies wird vor allem durch viele Details aus ihrem Privatleben deutlich, die ich allerdings nicht zwingend gebraucht hätte.
"Und wie man weiß, gibt es immer drei Seiten. Seine, meine und die Wahrheit".
Dieser Satz von Anna ist so treffend für die gesamte Story. Ich habe durchgehend herumgerätselt was hier wahr sein könnte. Auch wenn ich letztendlich nicht alles schlüssig fand, hat mich das Buch durch die Perspektivwechsel gefesselt und mit seinen überraschenden Wendungen ausgesprochen gut unterhalten.
Rezensionen von Tara:
Es gibt immer drei Seiten
The Final Wife von Jenny Blackhurst
„The Final Wife“ ist ein spannender Thriller der in England lebenden Autorin Jenny Blackhurst.
Detective Rebecca Dance wird wegen einer häuslichen Messerstecherei mitten in der Nacht von ihrem Kollegen angerufen. Am Tatort - einem luxuriösen Cottage in den Cotswolds - findet sie den erstochenen Schönheitschirurgen Luke Whitney und neben ihm blutüberströmt seine Frau Anna, die die Tat direkt gesteht.
Nachdem Rebecca feststellt, dass Anna keine Einzelheiten zur Tat weiß, kommen ihr Zweifel an deren Schuld. Zudem stellt sich heraus, dass Luke ein Lügner und Betrüger war, der die Menschen nach belieben manipuliert.
Der Schreibstil von Jenny Blackhurst lässt sich wie gewohnt leicht und flüssig lesen. Die Spannung baut sich schnell auf, da Rebeccas Zweifel an Annas Unschuld schlüssig klingen.
Die Handlung wird größtenteils im Wechsel aus der Ich-Perspektive von Anna, Rebecca und Rose – Lukes Exfrau – erzählt. Durch die Perspektivwechsel bekommt man ein umfassendes Bild von den Charakteren, Einblicke in ihr Innerstes, ihre Gefühle, Gedanken und den Ereignissen in ihrer Vergangenheit.
Rebeccas Herangehensweise gefiel mir, da sie nichts einfach hinnimmt. Sie stellt auch das Offensichtliche erst einmal in Frage, ist sehr selbstbewusst und bietet damit einen gelungenen Kontrast zu den beiden anderen Protagonistinnen. Dies wird vor allem durch viele Details aus ihrem Privatleben deutlich, die ich allerdings nicht zwingend gebraucht hätte.
"Und wie man weiß, gibt es immer drei Seiten. Seine, meine und die Wahrheit".
Dieser Satz von Anna ist so treffend für die gesamte Story. Ich habe durchgehend herumgerätselt was hier wahr sein könnte. Auch wenn ich letztendlich nicht alles schlüssig fand, hat mich das Buch durch die Perspektivwechsel gefesselt und mit seinen überraschenden Wendungen ausgesprochen gut unterhalten.
Rezensionen von lectrice:
Megaspannend
Kälter von Andreas Pflüger
Auch der neue Spionage-Thriller von Andreas Pflüger ist wieder superspannend geschrieben und so dicht an der Realität.
Rasante Action, die es mir schwer gemacht hat, das Buch, einmal begonnen, wieder aus der Hand zu legen.
Luzy Morgenroth führt ein eher ruhiges Leben als Insel-Polizistin auf Amrum, hier kennt niemand ihre Vergangenheit.
Doch schnell ist es mit der ruhigen Atmosphäre im Buch und auch in Luzys Leben vorbei, denn ihre Vergangenheit holt sie ein und katapultiert sie wieder an die vorderste Front.
Ein Killer-Kommando landet auf der Nordsee-Insel und dann erfahren wir mehr über Luzys Vergangenheit.
Das Buch spielt zur Zeit des Mauerfalls und in Rückblicken auf Luzys Vorgeschichte springen wir einige Jahre in die Vergangenheit.
Wieder einmal eine perfekte Mischung aus realen Ereignissen und Fiktion, eine politisch brisante Zeit und ein nervenaufreibender Plot.
Rezensionen von Vicky:
Expertenwissen rund um das Thema 'Endometriose'
Endometriose - Was tun? von Sylvia Mechsner
Ich habe bereits einige Vorträge von der Autorin gehört. Deshalb musste ich bei diesem Buch, als ich es gesehen habe, sofort zugreifen.
Das Cover sticht sofort ins Auge. Es erinnert mich tatsächlich an andere Bücher zum Thema Endometriose.
Ich habe mir von diesem Buch sehr viel erwartet und war sehr gespannt was uns Frau Prof.
Dr. Sylvia Mechsner hier liefert. Und was soll ich sagen? Ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Ich habe bereits einige Bücher über Endometriose gelesen und war daher nicht sicher, ob ich noch eines brauche. Aber ich bin froh, denn dieses hier ist mit Abstand das Beste. Das Buch wirft nicht nur Empfehlungen in den Raum, sondern erklärt sie und belegt diese gleichzeitig mit Hintergrundwissen. Das finde ich super, denn so ist es deutlich verständlicher, warum man gewisse Dinge tun soll, oder andere lieber lassen sollte. Das Buch teilt sich auf verschiedene Bereiche auf, es startet mit den Grundlagen und behandelt dann die drei Säulen der Behandlung von Endometriose: Ernährung, Bewegung und Hilfe für die Psyche. Ich fand alles super.
Die Grundlagen sind immer wichtig. Das meiste war mir bereits durch andere Bücher bekannt, aber dennoch war etwas neues dabei. Außerdem ist es immer wieder gut, die Grundlagen aufzufrischen. Außerdem ist für Leute ohne tieferes Wissen hier alles super erklärt! Sehr genossen habe ich die Übungen zur Schmerzprävention und -reduktion. Die Boxatmung fand ich zwar interessant, aber ich hätte mir eine Videoanleitung gewünscht, weil ich es ehrlich gesagt nicht verstanden habe. 'Bei Endometriose ist es besonders wichtig, das komplexe Zusammenspiel von Muskulatur, Körperhaltung und Organen zu verstehen. So können Sie Schmerzen gezielter vorbeugen oder lernen, mit ihnen umzugehen.' - bei dieser Aussage war ich sehr gespannt auf die Übungen. Diese sind Schritt für Schritt erklärt und mit ansprechenden Figuren liebevoll dargestellt. Allerdings hätte ich mir teilweise Videoerklärungen gewünscht, denn stellenweise rätsel ich nach wie vor, wie die Übungen zu machen sind. Ich werde sie meiner Physiotherapeutin zeigen und fragen, was sie dazu meint - hoffentlich können wir es zusammen entschlüsseln. Ich finde die Übungen sehr wertvoll und hilfreich, manche davon kannte ich bereits, aber vieles war neu. Ich werde einige davon bestimmt in mein Repertoire aufnehmen.
Ich finde es gut, dass sich hier ein ganzer Abschnitt mit Ernährung auseinandersetzt. Denn eine antientzündliche Ernährung kann definitiv helfen, praktiziere ich tatsächlich schon seit Jahren. Manchmal stresst es mich aber mehr, als es hilft. Deshalb war ich auf dieses Kapitel sehr gespannt. Ich kannte zwar schon einiges, konnte aber dennoch einige wichtige Dinge mitnehmen, welche ich von nun an probieren will, in meinen Alltag einzubauen. Mir war zum Beispiel bewusst, dass Zucker und Alkohol vermieden werden sollten. Nicht aber warum - und dafür bekam ich hier endlich eine Erklärung geliefert! Auch die Erklärung zu Prostaglandine las ich hier zum ersten Mal, sehr interessant. Super finde ich auch das es eigene Kapitel zu Laktose-, Gluten- und Histamin-Intoleranz gibt. Vor allem der Zusammenhang zwischen Endometriose und Histamin war für mich sehr interessant, aber auch neu. Überhaupt finde ich die Erklärungen hier in diesem Buch wunderbar gelungen. Endlich verstehe ich hinter vielen Empfehlungen den Grund - Frau Prof. Dr. Sylvia Mechsner betreibt hier eine sehr gelungene und verständliche Aufklärung!
Im letzten Teil sind einige Rezepte zu finden. Diese haben mir Ideen für meine eigene Ernährung gegeben, einiges davon werde ich bestimmt in den Alltag einbauen. Besonders angetan hat es mir das Knusperbrot und die Kichererbsen-Schoko-Creme.
Fazit: Das hier ist das beste Buch über Endometriose, das es aktuell gibt. Es hilft trotz Beschwerden den eigenen Körper achtsam wahrzunehmen und ihm zu helfen bzw. zu unterstützen.









