Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rainbowly:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Super

Masterminds, Band 1 - Der Darknet-Köder von Chris Morton

Inhalt
Justus wurde bei einem Autounfall selbst schwer verletzt und hat dabei seine Eltern verloren. Als sein Patenonkel seine Vormundschaft und das erfolgreiche Health Tech Unternehmen der Familie übernimmt, bemerkt Justus, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Um seinem Onkel das Handwerk zu legen stellt er ein Team von Masterminds zusammen.

Sprache
Ich war schon direkt nach der Leseprobe gefesselt. Die Geschichte beginnt direkt mit dem Heist, den das Team ausgeheckt hat. Und da steckt einfach schon so viel Cleverness, aber auch Humor drin. Das hat mir unglaublich gut gefallen.
Dann wechselt die Erzählperspektive immer zwischen dem laufenden Coup und springt dann im nächsten Kapitel in der Zeit zurück - und wir erfahren, wie Justus seinem Onkel auf die Spur kommt, wie er sein Team zusammenstellt und sie den Heist planen.
Das hat zwar die Spannung hochgehalten, weil der Coup immer wieder unterbrochen wurde und man doch wissen wollte wie es weiter geht, aber es hat mich auch immer mal wieder aus der Situation rausgerissen und dann habe ich einen Moment gebraucht, bevor ich wieder wusste in welcher Situation das vorherige Kapitel geendet hatte und wo wir wieder einsteigen. Aber wenn ich Zeit hatte mehr am Stück zu lesen wurde das besser.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber am Ende der Geschichte gibt es einen Ausblick auf weitere Coups der Masterminds. Bin gespannt auf Band 2.

Charaktere
Das Team ist klasse!
Justus ist ein Rich Kid, extrem schlau, hat aber manchmal Schwierigkeiten mit sozialer Interaktion und Kommunikation. Er ist der Kopf des Teams.
Parker ist Justus‘ Bodyguard und der Mann fürs Grobe.
Fifi ist Justus‘ Cousine und Meisterin darin andere zu täuschen.
Kikki ist die Hackerin des Teams und Jay der Safeknacker.
Alle zusammen funktionieren perfekt, obwohl sie sich noch gar nicht lange kennen.

Fazit
Das hat richtig Spaß gemacht und lässt sich super schnell lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rainbowly
Super

Rezensionen von Eternal-Hope:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein umfassender Blick auf das Neue

Monofuturis von Konstantin Schamber

Monofuturis, das Werk des Sozialwissenschaftlers, Universitätsdozenten und Experten für strategische Vorausschau Dr. phil. Konstantin Schamber beschäftigt sich mit technologischem Fortschritt, ja. Aber es beschäftigt sich mit noch so viel mehr, stellt das spannende aktuelle Thema in einen großen Rahmen.

Wir werden dazu eingeladen, darüber nachzudenken, was überhaupt die Natur des Neuen ist und wodurch sich Innovationen auszeichnen, etwa auch dadurch, dass sie sich immer auch ein Stück weit der vollständigen Planbarkeit und Kontrolle entziehen, Unsicherheit mit sich bringen und eine Anschlussfähigkeit an die bisherigen Strukturen und einen Rahmen brauchen, um nicht wieder zu verschwinden.

Schon diese Ausführungen am Anfang des Buches zeigen auf: die Zukunft ist ein Ort, der nie aus der Perspektive der Gegenwart vollständig vorhergesagt können wird, auch wenn die Menschheit das seit Jahrtausenden mit Hilfe von Orakeln, Religion und später auch unter Einbeziehung der Wissenschaft versucht. Auch diese anthropologische Perspektive und ein kurzer Einblick in die Menschheitsgeschichte und wie in der Vergangenheit Innovationen wie beispielsweise die Erfindung der Schrift und dann die Verbreitung des Buchdruckes die menschliche Kultur tiefgreifend transformiert haben, werden in diesem Buch dargestellt.

Weiter geht es mit den Akteuren und Akteurinnen rund um technischen Fortschritt: da sind die, die ihn erschaffen, die, die ihn im Detail entwickeln und bauen, die, die gesetzliche Rahmen dafür bereitstellen und die, die versuchen, daraus profitable Unternehmensstrukturen zu generieren, aber auch wir als mehr oder weniger informierte, kompetente und bewusste Nutzerinnen und Nutzer, die mit unserer Annahme oder Verweigerung und mit unserem Umgang mit neuen Techniken letztendlich entscheiden, was sich in welcher Weise dauerhaft etabliert und dabei uns selbst und unsere Gesellschaften stark mitverändert.

Dabei wird auch darauf eingegangen, ob und inwieweit es überhaupt möglich ist, neue Techniken dauerhaft gesetzlich zu regulieren oder einzuschränken, schließlich gibt es ja auch noch informale und illegale Märkte, auf denen das Neue sich Bahn brechen kann, solange die Nachfrage groß genug ist.

Ich mochte dieses intellektuell anspruchsvolle und vielperspektivische, dabei aber sehr interessant geschriebene, Werk sehr. Es gibt viele interessante Anstöße zum weiterführenden Nachdenken und Betrachten der eigenen Position rund um technische Neuerungen. Dabei gelingt es dem Autor ausgezeichnet, die Komplexität des Themas Innovation darzustellen, ohne sich darin zu verlieren. Schrittweise und von verschiedensten Seiten nähern wir uns dem Thema an.

Es ist ein Buch, das wohl dazu gedacht ist, nicht nur einmal schnell durchgelesen, sondern immer wieder mal konsultiert und auf aktuelle technische und gesellschaftliche Neuentwicklungen angewandt zu werden und das sich auch bestens als Ideengeber für soziologische oder philosophische Gesprächsrunden eignet. Wer gerne philosophiert, nachdenkt und die Dinge interdisziplinär und in einem größeren Zusammenhang betrachtet, wird mit diesem Buch seine Freude haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope
Ein umfassender Blick auf das Neue

Rezensionen von askyfullofpages:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Zuhause

Nach Hause kommen von Per Petterson

Werbung | Rezensionsexemplar

Liebe.
Familie.
Zuhause.

Ein sehr ruhiges, unaufgeregtes und emotional tiefgehendes Buch.

Mit „Nach Hause kommen“ ist dem Autor Per Petterson ein faszinierender Roman gelungen, der durch seine feine und ruhige Sprache die inneren Konflikte und zwischenmenschlichen Spannungen intensiv herausarbeitet.

Die Handlung selbst kommt ohne große Dramatik aus. Gerade die leisen Töne sind die große Stärke dieser Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Liebe, Familie und die Frage, was Zuhause eigentlich bedeutet. Es geht um Entscheidungen, Sehnsüchte und Emotionen, die nicht immer einfach zu deuten sind. Vor allem die inneren Konflikte verleihen der Geschichte eine spürbare Intensität.

Die Charaktere wirken wie aus dem Leben gegriffen. Durch sie kommen ganz unterschiedliche Emotionen und Themen zum Vorschein: Liebe und Verliebtsein, Familie und Ursprungsfamilie, aber auch Resignation, Sehnsucht und Einsamkeit und schlussendlich die Frage, was Zuhause eigentlich bedeutet. Mich hat dabei besonders die Frage beschäftigt, was wirkliche Nähe ausmacht. Ganz gleich, ob in Elternschaft, Freundschaft oder Partnerschaft, ob bloßes Anwesendsein genügt oder ob es vielmehr darum geht, einander wirklich wahrzunehmen, einander zu sehen und eine tiefe Verbundenheit miteinander zu spüren.

Für mich ist „Nach Hause kommen“ ein leiser und tiefgehender Roman, der viele Fragen aufwirft und keine leichten Antworten liefert. Ich fand diesen Roman sehr stark und deswegen gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

Vielen herzlichen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von askyfullofpages
Zuhause

Rezensionen von nessabo:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine ruhige Geschichte mit typischer Gänsler-Handschrift

Wie Inseln im Licht von Franziska Gänsler

„Ewig Sommer“ hat mir im Vergleich zwar besser gefallen als dieser Roman, aber ich habe einige positive Parallelen ziehen können. „Wie Inseln im Licht“ ist etwas ruhiger, entwickelt sich aber nach hinten raus absolut fantastisch.

Franziska Gänsler bleibt ihrem eher unaufgeregten Erzählton bei gleichzeitig spektakulärem Setting auch hier treu.

Dieses Mal gibt es weniger Weltuntergangsstimmung, dafür aber tiefe Einblicke in Trauerprozesse sowie ein paar kleine Krimi-Vibes. Nach dem Tod ihrer Mutter reflektiert Zoey nicht nur über deren Beziehung, sondern versucht auch, das Verschwinden ihrer kleinen Schwester aufzuklären. Diese verschwand im Kindesalter der beiden plötzlich aus dem Familienleben und die Protagonistin versucht herauszufinden, welche Rolle sie dabei spielte.

Das Ausloten von Erinnerungen und Gefühlen hat Gänsler hier perfektioniert. Zoey erinnert sich an bestimmte Momente, reflektiert aber auch ihre eigene Unsicherheit zu deren Wahrheitsgehalt. Wie stark erwachsene Narrative die Erinnerungen von Kindern formen, wird hier extrem eindrücklich dargestellt.

Zu Beginn war mir die Geschichte doch einen Ticken zu langsam. Die inneren Monologe der Protagonistin waren zwar wertvoll, um ein Gefühl für den Rahmen zu bekommen, aber das Tempo hätte für mich etwas früher anziehen können. Ab spätestens der Hälfte entfaltet sich die Handlung aber höchst unterhaltsam! Die zusätzlichen Figuren sind stark und trotz kurzer Auftritte erstaunlich vielschichtig.

Das ist sowieso etwas, das bei Gänsler auffällt. Sie balanciert verschiedene Enden eines Spektrums, etwa Medizin vs. alternative Heilmethoden, zutiefst menschlich und gleichermaßen nüchtern wie mitfühlend aus. Sie überlässt es damit den Lesenden, ein Urteil über die Entscheidungen der Figuren zu treffen - oder die Ambivalenz und Fehlbarkeit von Menschen auch einfach mal auszuhalten.

Neben dem unaufgeregten Einbinden lesbischer Beziehungen sowie anderer politischer Botschaften verbleibe ich also besonders begeistert von diesem speziellen Erzählstil Gänslers: ausdrucksstark, atmosphärisch und emotional vielschichtig. Die Geschichte wird zum Ende hin toll, wenn auch herzzerreißend aufgelöst und ich empfehle den kurzweiligen Roman gern weiter.

4,5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo
Eine ruhige Geschichte mit typischer Gänsler-Handschrift

Rezensionen von tonton:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Lustig, bunt und in tollen Reimen erzählt

Der Furzfuchs von Jan Kaiser

Der Furzfuchs ist ein lustiges Bilderbuch für junge Spürnasen ab etwa vier Jahren.
Schon der Titel verrät, worum is im Buch geht: Pupsen!
Die Handlung ist relativ simpel und auch für jüngere Kinder gut geeignet. Die Waldtiere wurden von einem lauten Knall erschrocken und Detektiv Fuchs muss ermitteln!
Die Geschichte ist witzig und besonders die Furz-Szenen haben den Humor meiner Kinder perfekt getroffen und für viel Gelächter gesorgt.

Bei der Detektivgeschichte können die Kleinen außerdem gut mitraten, und die Wendung am Ende dürfte sie überraschen.
Die Geschichte ist in Reimen erzählt, was das Vorlesen besonders spaßig macht. Ich finde den Text insgesamt sehr gelungen und flüssig geschrieben – was bei gereimten Texten nicht immer der Fall ist.
Die Bilder sind bunt und witzig. Die abgebildeten Tiere haben oft sehr ausdrucksstarke Gesichtsausdrücke, was meine Kinder immer wieder besonders lustig finden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von tonton
Lustig, bunt und in tollen Reimen erzählt

Rezensionen von tonton:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein schöner Auftakt einer interessanten Bilderbuch-Reihe

Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde von Verena Linde

"Eine Reise durch die Wälder dieser Erde" ist der erste Band der Reihe "Der kleine Alexander von Humboldt“, in der Themen aus der Naturwissenschaften auf unterhaltsame Weise an Kinder vermittelt werden.
In dieser Geschichte treffen wir auf die beiden Kinder Pria und Theo. Als sie im Hof spielen und sich fragen, warum Bäume ihre Blätter verlieren, erscheint plötzlich der junge Alexander von Humboldt.

Mithilfe eines magischen Kompasses begeben sich die drei auf eine magische Abenteuerreise, auf der sie verschiedene Wälder entdecken.
Das Buch umfasst 40 Seiten und ist wunderschön illustriert. Die Bilder sind farbenfroh und detailreich. Besonders gut haben mir die Eintragungen in Alexanders Notizbuch gefallen. Ich finde, sie sind eine tolle Anregung für angehende Wissenschaftler und zeigen auf anschauliche Weise, wie man sich Informationen merken kann.
Fazit: Ein schöner Auftakt einer interessanten Bilderbuch-Reihe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von tonton
Ein schöner Auftakt einer interessanten Bilderbuch-Reihe

Rezensionen von ytheyrr:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Etwas ungewöhnlich

Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike

Eine kleine Schwindelei von Rosanna Pike war für mich ein etwas ungewöhnlicher und dennoch überraschend unterhaltsamer Roman. Die Hauptcharakterin Tibb ist interessant and sympathisch. Sie ist auch frech und clever, obwohl sie unter sehr schwierigen Bedingungen lebt. Die Art und Weise wie sie sich verhält finde ich witzig.

Die Gemeinschaft in der sie lebt ist interessant und schön. Denn es geht im Buch auch um Freundschaft, Zusammenhalt, Liebe und Zuhause. Die Idee rund Schwindel fand ich spannend. Aus einer zunächst Aus einer zunächst kleinen Täuschung entwickelt sich ein immer größerer Schwindel rund um Glauben und vermeintliche Wunder. Die Sprache ist flüssig und ich habe es schnell gelesen. Das Cover ist ebenfalls witzig. Das Ende war für mich etwas zu schnell und zu perfekt. Einmischen mehr Spannungen hätte ich mir gewünscht.
Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ytheyrr
Etwas ungewöhnlich

Rezensionen von ekiam:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Sympathische Protagonistin, schwieriger Love Interest

Ein City Girl küsst man nicht von Sofia Kus

Ein City Girl küsst man nicht ist ein schöner Kleinstadt-Roman mit einem gemütlichen Setting, sympathischen Nebenfiguren und einer Protagonistin, die mir besonders zu Beginn richtig gut gefallen hat. Ganz überzeugen konnte mich die Geschichte allerdings nicht.

Der Schreibstil von Sofia Kus lässt sich angenehm und flüssig lesen.

Allerdings sind mir im Verlauf immer wieder ähnliche Formulierungen aufgefallen. Gerade in vergleichbaren Situationen wurden teilweise sehr ähnliche Sätze oder dieselben Begriffe verwendet, was für mich den Eindruck von Wiederholungen erzeugt hat.

Pixie mochte ich als Protagonistin zunächst sehr gerne. Sie schießt zwar manchmal etwas übers Ziel hinaus, aber gleichzeitig lässt sie sich nichts gefallen und steht für sich selbst ein. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und fand es schön, dass sie im Laufe der Geschichte immer wieder selbst die Initiative ergreift und für sich einsteht. Gegen Ende hat mich ihre Entwicklung allerdings etwas enttäuscht.

Clayton hatte es bei mir dagegen deutlich schwerer. Als typischer Grumpy-Protagonist ist er natürlich zunächst nicht unbedingt darauf ausgelegt, besonders sympathisch zu wirken. Dass er durch seine letzte Beziehung verletzt wurde und diese Erfahrung noch immer mit sich herumträgt, erklärt zwar einiges an seinem Verhalten. Trotzdem war er mir über weite Strecken zu sprunghaft und vor allem zu wenig verlässlich. Auch sein Misstrauen Pixie gegenüber konnte ich nicht immer nachvollziehen. Besonders seine Zweifel an ihren medizinischen Fähigkeiten fand ich schwierig, da Pixie schließlich bereits mehrere Monate Erfahrung aus einem Krankenhaus mitbringt und als Ärztin nicht völlig unvorbereitet nach Golden Lake kommt. Dadurch wirkte sein Verhalten auf mich teilweise unnötig überzogen.

Sehr gut gefallen hat mir dagegen die Freundesgruppe, die sich rund um Pixie und Clayton entwickelt. Besonders Fern, Claytons Schwester, mochte ich gerne. Durch sie findet Pixie schnell Anschluss und wird immer mehr Teil des Kleinstadtlebens.

Das Setting von Golden Lake ist für mich eine der größten Stärken des Buches. Die Kleinstadt wird wunderbar heimelig und gemütlich beschrieben, und auch ihre Bewohner scheinen Pixie schnell ins Herz zu schließen. Dadurch entsteht eine angenehme Wohlfühlatmosphäre, die für mich einen großen Teil des Charmes der Geschichte ausmacht.

Das Ende kam mir dann allerdings etwas zu schnell. Gerade bei Pixies Entwicklung hätte ich mir hier noch ein bisschen mehr gewünscht, damit sich ihre Entscheidungen und ihre weitere Entwicklung für mich runder anfühlen.

Insgesamt hatte Ein City Girl küsst man nicht also einige Punkte, die mir richtig gut gefallen haben: allen voran Pixie, die Freundesgruppe und das wunderschöne Kleinstadtsetting. Clayton und seine teilweise sprunghafte Art haben es mir dagegen schwer gemacht, die Liebesgeschichte vollständig nachzuvollziehen. Auch das Ende hätte für mich etwas ausführlicher sein dürfen.

Trotzdem war es insgesamt eine unterhaltsame und gemütliche Geschichte, bei der ich gerne Zeit in Golden Lake verbracht habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ekiam
Sympathische Protagonistin, schwieriger Love Interest

Rezensionen von Anjulia :

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Nicht alles sollte zurückkehren

And The River Drags Her Down von Jihyun Yun

Soojins Schwester ist seit etwa einem Dreivierteljahr tot, Sie ist ertrunken und Soojin erträgt die Trauer um sie nicht mehr. Allerdings haben die Frauen aus Soojins Familie eine Gabe und können Verstorbenes ins Leben zurückholen. Die eigentliche Regel lautet dabei aber nur Kleintiere und Vögel. Als Soojin diese Regel bricht und ihre Schwester Mirae zurückholt, ist diese nicht mehr dieselbe wie vor ihrem Tod.

Sie kann nicht mehr in ihr altes Leben zurück. Immer mehr spürt sie den Drang des Wassers und ihr Bedürfnis nach Rache wächst.

Das Cover des Buches zeigt eine junge Frau vor blau grünem Hintergrund. Ihr Gesicht ist auf der einen Seite normal. Auf der anderen, eher verdeckten Seite, kann man den Verwesungsprozess erahnen. Insgesamt passt es gut zum Inhalt und zur Stimmung der Geschichte. Normalerweise liebe ich Farbschnitte, aber der Koi, dessen halbes Schuppenskelett man sieht, kommt mir nicht ins Regal.

And The River Drags Her Down von Jihyun Yun würde ich am ehesten als Young Adult Mystery mit leichten Horrorelementen beschreiben. Trauer, Sehnsucht, aber auch Rache sind durchgängige Themen. Die Geschichte wird zum Großteil aus Soojins Perspektive erzählt, man erhält aber auch Einblick in Miraes Sichtweise. Die Atmosphäre ist zeitweise bedrückend, man spürt Soojins Trauer und ihren Verlust. Der Versuch, die geliebte Schwester zurückzuholen war für mich tatsächlich verständlich. Als Leser merkt man das Unheil, das sich anbahnt und vor dem Soojin die Augen verschließt. Trotz einer eher ruhigen, für mich gut zur Geschichte passenden Erzählweise gibt es verstörende Szenen insbesondere in Hinblick auf Tod und Verwesung. Das Wasser, in dem Mirae gestorben ist, ist ebenfalls ein zentrales Element. Eine kleine, sehr, sehr zart Liebesgeschichte gibt es auch noch.

Insgesamt hat mir die Geschichte mit ihrer düsteren Atmosphäre gut gefallen. Ich kann das Buch weiterempfehlen, vor allem in seiner Kombination aus koreanisch angehauchtem Horror und tragischer Familiengeschichte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anjulia
Nicht alles sollte zurückkehren

Rezensionen von clematis:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Lotse oder Musiker?

Hinaus in den Wind von Trude Teige

In der Familie von Kristiane wird die Lotsennummer von Generation zu Generation weitergegeben oder, wie im Fall von Kristiane selbst, ein Lotse geheiratet. Ihr Sohn möchte allerdings lieber Musiker werden und so begibt sich Kristiane zum Nachdenken ans Meer, wo sie etwas Erschütterndes entdeckt.

Dieser Roman setzt dort fort, wo „Der Gesang der See“ endet, womit ich ein chronologisches Lesen empfehle.

Kristiane hat schon einiges aushalten müssen in ihrem Leben und wird nun neuerlich auf die Probe gestellt. Einerseits als weise Frau geachtet, andererseits als Dorfhexe gemieden, hat sie es nicht leicht unter den Fischern an der norwegischen Küste. Auch in der Familie gibt es Unstimmigkeiten, insbesondere zwischen ihr und ihrem Sohn Anders. Obwohl sie selbst unkonventionelle Wege beschreitet, soll der Bursche sich in sein Los fügen und der Tradition nach Lotse werden. Das Schicksal würfelt neu und zwingt allen einen anderen Blickwinkel auf.

Voller Ruhe und Kraft steckt auch dieser zweite Band rund um die zielstrebige Kristiane, die lebendigen Bilder der rauen Landschaft spiegeln die harten Zeiten am Meer ausgezeichnet wider. Tradition oder Bruch mit Vertrautem? Anpassung oder Aufbegehren gegen das Althergebrachte? Viele grundsätzliche Überlegungen lässt Trude Teige einfließen in ihre bewegende Geschichte.

Eine gelungene Fortsetzung, welche ich gerne – nach Band 1 – empfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis
Lotse oder Musiker?