Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Spannende Geschichte
Red Star Down von D. B. John
Zum Inhalt:
Am hellichten Tag wird ein Nordkoreaner in Kuala Lumpur vergiftet, ein russischer General stirbt in einem Hotel in Washington und ein Reality Star zieht ins Weiße Haus und wird einer mächtigsten Menschen der Welt. Während sich die Weltordnung verschiebt, geraten drei Menschen ins Fadenkreuz unterschiedlicher Mächte.
Meine Meinung:
Das ist schon ein ganz schöner Wälzer, bei dem man alle Sinne zusammen halten muss. Denn es gibt viele Protagonisten, viele Orte, viele Ereignisse, die man erstmal zusammen bringen muss. Das Spektrum der Personen ist breit gefächert und man bekommt viele Einblicke, die man erstmal werten muss, dabei hat man immer wieder auch das Gefühl, dass alles nicht nur Fiktion ist, denn manche Ereignisse sind schon sehr real. Der Spannungsbogen ist hoch und wird auch hoch gehalten, was bei einem solchen Wälzer nicht einfach ist. Insgesamt fand ich das Buch schon interessant.
Fazit:
Spannende Geschichte
Rezensionen von Shilo:
Zwischen Hoffnung und Enttäuschung
Good for Nothing Girl von Sefi Atta
Gift ist 17 Jahre alt und möchte ihre Heimatstadt in Nigeria hinter sich lassen. Sie möchte studieren und endlich selbst bestimmen, wie ihr Leben aussehen soll. Deshalb nimmt sie die Möglichkeit an, als Au Pair Mädchen in die USA zu gehen. Sie verbindet damit viele Hoffnungen. Doch schon bald merkt sie, dass ihre Gastfamilie ihre Versprechen nicht so einhält, wie sie es erwartet hat.
Beim Lesen konnte ich verstehen, warum Gift zunächst so hoffnungsvoll ist. Sie glaubt, dass sich durch die Reise vieles für sie ändern wird. Stattdessen kümmert sie sich fast rund um die Uhr um das Baby und muss immer mehr Aufgaben im Haushalt übernehmen. Gleichzeitig wird ihre Einschreibung an der Universität ständig hinausgeschoben. Das hat mich beim Lesen teilweise wütend gemacht, weil Gift immer mehr leisten muss und kaum eine Möglichkeit hat, sich zu wehren.
Gift ist eine interessante Hauptfigur. Sie weiß anfangs selbst nicht genau, wie sie mit ihrer Situation umgehen soll. Einerseits ist sie noch jung und wirkt manchmal etwas naiv. Andererseits hat sie einen starken eigenen Willen. Mit der Zeit wird immer deutlicher, dass sie nicht bereit ist, sich alles gefallen zu lassen. Diese Veränderung habe ich beim Lesen aufmerksam verfolgt.
Auch die Unterschiede zwischen Nigeria und den USA spielen eine wichtige Rolle. Gift lernt eine völlig andere Umgebung kennen und muss dabei feststellen, dass ein Neuanfang nicht automatisch bedeutet, frei zu sein. Sie ist auf andere angewiesen und muss sich mit deren Vorstellungen auseinandersetzen. Der trockene Humor der Autorin hat einige dieser ernsten Situationen etwas aufgelockert.
Ganz überzeugen konnte mich die Geschichte trotzdem nicht. Zwischendurch gab es für mich einige Längen. Manche Situationen zogen sich und wiederholten sich in ähnlicher Form. An diesen Stellen war ich nicht mehr ganz so aufmerksam und habe mich gefragt, wann es für Gift endlich weitergeht.
Insgesamt habe ich Gift auf ihrem schwierigen Weg gerne begleitet. Besonders interessant fand ich, wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert und immer mehr für sich selbst einsteht. Die Geschichte spricht wichtige Themen an und zeigt, wie schwer es sein kann, aus einer Situation herauszukommen, in der man auf andere angewiesen ist. Ganz gepackt hat sie mich allerdings nicht, deshalb sind es am Ende drei Sterne geworden.
Rezensionen von Simo.Monet:
Fake Dating mit K-Drama Vibes
A Business Proposal 1 von Haehwa
„A Business Proposal 1“ hat mich mit seiner humorvollen und charmanten Geschichte direkt unterhalten. Die Kombination aus Fake Dating, K-Drama-Vibes, witzigen Situationen und einer sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte hat für mich einfach perfekt funktioniert. Besonders Hari und Taemu mochte ich als Charaktere sehr gerne, und durch die wechselnden Perspektiven konnte man beide noch besser kennenlernen.
Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass sich das Buch super schnell lesen lässt. Auch wenn der Anfang für mich etwas ruhiger war, wurde die Geschichte immer spannender und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Cliffhanger am Ende macht natürlich direkt Lust auf Band 2, war ber auch echt mies. Nicht wegen der Geschichte, sondern weil man aofort weiter lesen wollte!
Auch optisch gefällt mir das Buch richtig gut. Das hellblaue Cover mit den beiden Figuren und den kleinen Detailspasst perfekt zur leichten, romantischen Stimmung der Geschichte und macht es zu einem echten Hingucker im Regal.
Für mich eine richtig süße, lustige und unterhaltsame Romance mit ganz viel K-Drama-Feeling. Nach diesem Buch, wird direkt Band 2 gelesen und dann die Serie geguckt!
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Absolut fesselnd !
SCHATTENSCHMERZ: Bloody Hangman von Ella Friedrichs
Ich mag die Bücher von Ella Friedrichs sehr – die *Niemandsschmerz* Bücher sind so fesselnd und spannend und dabei so tiefgründig geschrieben, dass ich sie nach und nach weggelesen habe, als gäbe es kein Morgen mehr. Dementsprechend neugierig und gespannt war ich auf Bloody Hangman :
Der Mystery Thriller spielt in mehreren Zeitebenen und Tatorten, die nach und nach zusammenführen und Ella Friedrichs versteht es perfekt, den Leser/die Leserin mit komplexen Wendungen zu fesseln.
Der Schreibstil von Ella Friedrichs ist – wie gewohnt – flüssig und leicht, obwohl schon auf den ersten Seiten eine so düstere Atmosphäre beschrieben wird und sich nach und nach das Böse und Schreckliche aufbaut.
Ihre Figuren zeichnet die Autorin sehr bildhaft aus; ihre Kommissarin Eida ( was für ein toller Name ! ) gefällt mir sehr. Authentisch werden die Figuren durch ihre Dialoge und die nachvollziehbaren Handlungen.
Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt – ein so hoher Spannungsbogen, der sich über das komplette Buch hinweg aufrecht hält : richtig toll !
Ein richtig toller Auftakt für eine neue Reihe aus der Feder der großartigen Autorin, der mich komplett umgehauen hat : ich kann es jetzt schon kaum bis zum nächsten Buch erwarten.
Von mir gibt es für diesen absolut fesselnden Mystery Thriller eine absolute Kauf- und Leseempfehlung !
Rezensionen von Island :
Hochstapeln für Anfänger
1999 Meter über dem Meer,2 Audio-CD, 2 MP3 von Caroline Wahl
Das Cover von Caroline Wahls neuestem Roman hat mich auf jeden Fall angesprochen. Ich mag die auffällige Farbgebung mit dem violetten Hintergrund und die nicht ganz realitätsgetreue Illustration eines Bergpasses, die zur Roadtrip-Thematik passt. Da ich auch die vorangegangenen drei Bücher der Autorin kenne, war mein Interesse natürlich geweckt.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Samara, wahrscheinlich eher aus der unteren Mittelschicht kommend, aber in einem liebevollen Elternhaus aufgewachsen. Sie wirkt relativ orientierungslos und begibt sich zunächst auf einen Bali-Trip, ihre erste Flugreise überhaupt, wo sie in den Hostels mit den vielen anderen Reisenden auf Selbstfindungstrip aber nicht so wirklich warm wird. Anschließend tritt sie einen Job in einer hippen Berliner Agentur für Influencer Marketing an und schafft es schnell, ihre Chefin um den Finger zu wickeln, was sie dann aber auch schnell wieder langweilt, sodass sie sich krankschreiben lässt und sich mit dem alten Mercedes, den ihr Vater ihr geschenkt hat, auf einen Roadtrip Richtung Berge begibt, weil sie beschlossen hat, dass Berge sie mehr reizen als das Meer. So landet sie zunächst im Allgäu und nach einem kurzen Zwischenstopp in Österreich im mondänen St. Moritz. Überall legt sie sich eine andere erfundene Identität zu, wenn sie andere Menschen kennenlernt.
Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und war mit der Sprecherin sehr zufrieden, kein Vergleich zum letzten Roman, der zunächst von der Autorin selbst eingelesen wurde. Ihre Art des Vortrags passt sehr gut zum Schreibstil von Caroline Wahl und so kann man sich sehr gut darauf einlassen, direkt von Protagonistin Samara ihre Geschichte erzählt zu bekommen. Grundsätzlich mag ich es auch sehr gerne, wie Caroline Wahl schreibt, aber diesmal hat mich das Name-Droping, insbesondere in Bezug auf Müller Milch ziemlich genervt und auch manch anderer Schriftsteller oder Künstler wurde erwähnt, ohne, dass das viel beigetragen hätte. Es werden auch überdurchschnittlich viele Männer als "wunderschön" eingestuft, was mir etwas too much war. Samara ist als Protagonistin keine Person, die man sofort ins Herz schließt. Mit ihren erfundenen Identitäten macht sie es auch Personen, die es gut mit ihr meinen, schwer. Teilweise wirkt sie auch ziemlich naiv und sehr schlecht auf ihre Unternehmungen vorbereitet. Aber, genau so sollte die Hauptperson wohl auch rüberkommen, da sie selbst ja total unsicher ist und nicht wirklich weiß, was sie will. Was sie mit ihrer Art trotzdem erreicht und wie leicht sie auch die High Society täuscht ist dann durchaus beeindruckend und es ist unterhaltsam zu lesen, was Samara auf ihrem Roadtrip alles erlebt, auch wenn manchmal etwas mehr Tiefgang schön gewesen wäre.
Rezensionen von Anndlich:
Das Geheimnis um Prašina
DunkelZone von Vojtech Matocha
Die Dunkelzone breitet sich aus. Immer mehr Orte in Prag müssen ohne Strom auskommen. Jirka, En und Tonda ist klar, dass sie den Grund für dieses Phänomen aufdecken müssen, um die Dunkelheit vor ihrer Ausbreitung zu stoppen. Doch dabei bringen sie sich in große Gefahr, denn drei skrupellose Gegenspieler sind auf ihren Fersen und schrecken vor nichts zurück.
DunkelZone von Vojtěch Matocha ist ein aktionsreiches Abenteuerbuch für Kinder ab 11 Jahren, die mit einer düsteren Atmosphäre gut umgehen können.
Die Charaktere waren leider eher schwach ausgearbeitet. Wir erleben die Geschichte aus Jirkas Perspektive und kennen seinen Background daher etwas besser, doch außer den Eckdaten, dass seine Eltern verreist und sein Opa in Prašina lebt, erfahren wir kaum etwas über ihn oder seine Gefühlswelt, das macht es schwer sich ihm und seiner Geschichte anzunähern. Auch seine Freund:innen Anastasia ‚En‘ und Tonda werden nur grob vorgestellt, die Beziehungen untereinander werden zwar leicht thematisiert, aber auch hier fehlt mir das Gefühl für ihre Gefühle, vor allem in Anbetracht der Entwicklung zwischen ihnen.
Die Namen der Figuren, Persönlichkeiten und Orte der Geschichte stammen aus dem tschechischen und sind daher teilweise nicht ohne Hilfe lesbar. Hier hätte ich mir ein Verzeichnis mit der entsprechenden Aussprache gewünscht. Aus Respekt gegenüber der tschechischen Sprache und ihren Namen, aber natürlich auch um Kindern das Lesen zu erleichtern.
Das Setting Prag gefiel mir ausgesprochen gut, vor allem weil es selten in Kinderliteratur zu finden ist. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und wird von der Autorin gut transportiert, inhaltlich sind die Gefahren durch den Tod, Gewalt und Verfolgungen spürbar und definitiv nichts für jedes Kind, vor allem weil das Buch in der jetzigen Zeit spielt und damit relativ wenig Abstand zwischen Fiktion und Realität für das lesenden Kind sein könnte.
Das Ende konnte mich wiederum nicht überzeugen. Nicht auf Ebene des Plots, den fand ich durchaus gut, auch wenn er sehr vorhersehbar war. Aber auf der freundschaftlichen Ebene, fand ich es schlecht aufgelöst, weil so viel unausgesprochen und offen bleibt, dass es sich nicht gut anfühlte, das Buch zu beenden. Das Offene ist aber nichts, was sich wie eine offene Frage für den nächsten Band anfühlt und ich war nach Beenden des Buchs überrascht, dass es sich um einen Auftaktband handelt.
DunkelZone gefällt mir in seiner Grundidee, dem Setting und der Atmosphäre sehr gut, verliert mich aber aufgrund der fehlenden Tiefe der Figuren und ihren Beziehungen zueinander. Gestolpert bin ich auch über wechselnde Zeitformen, die nicht in mein Sprachgefühl gepasst haben. Daher konnte mich DunkelZone leider nicht ganz von sich überzeugen.
Rezensionen von brauneye29:
Schönes Kinderbuch
Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke
Zum Inhalt:
Emma ist am liebsten draußen um Pflanzen zu erforschen, Tiere zu beobachten und auch zu retten. Auf einem ihrer Streifzüge folgt sie einem sonderbaren Insekt und findet sich plötzlich in Mausgröße auf einer Lichtungen wieder. Sie erkennt, dass die sonderbaren Wesen Feen sind. Und sie benötigt Hilfe von ihnen, um wieder nach Hause zu kommen, aber auch die Feen brauchen Hilfe, denn ihre geheime Welt ist bedroht.
Meine Meinung:
Ich fand die Geschichte richtig süß und auch spannend zu lesen und ich denke, in der angedachten Altersgruppe werden gerade Mädchen die Geschichte lieben. Emma muss erstmal das Vertrauen der Feen gewinnen, damit sie ihr helfen sowohl wieder zur normalen Größe als auch wieder nach Hause zu kommen. Was aber auch sehr schön vermittelt wird, ist wie sehr der Mensch die Natur beeinflusst, was ich gerade für die Zielgruppe wichtig finde, da diese in der Zukunft mit den Ergebnissen leben müssen. Das Buch ist kindgerecht geschrieben, nicht zu lang und mit schönen Illustrationen versehen.
Fazut:
Schönes Kinderbuch
Rezensionen von Shilo:
Gefühle, Spannung und eine zweite Chance
Wo der Morgen wartet von Jessica Winter
Scarlett hat sich ganz dem Schutz junger Frauen verschrieben und in Brooklyn einen Ort geschaffen, an dem sie Sicherheit und Hilfe finden. Als eines der Mädchen plötzlich verschwindet, begegnet sie ausgerechnet Sam wieder. Die beiden kennen sich noch aus ihrer Schulzeit, und man merkt schnell, dass zwischen ihnen längst nicht alles vergessen ist.
Scarlett und Sam waren mir von Anfang an sympathisch. Beide haben Erfahrungen gemacht, die sie geprägt haben, und beide tun sich schwer damit, anderen wieder zu vertrauen. Sam kommt gerade von einem schwierigen Einsatz beim FBI zurück und ist selbst noch nicht ganz mit dem fertig, was er dort erlebt hat. Scarlett hat ebenfalls ihre Gründe, warum sie andere Menschen auf Abstand hält. Dadurch konnte ich ihre Gedanken und ihr Verhalten gut nachvollziehen.
Die Verbindung von Liebesgeschichte und Spannung hat mir sehr gut gefallen. Es bleibt eine Bedrohung bestehen, während sich zwischen Scarlett und Sam langsam wieder etwas entwickelt. Dabei geht es nicht nur um ihre alten Gefühle. Beide müssen sich auch fragen, ob sie den anderen wieder wirklich an sich heranlassen können. Diese Unsicherheit und die kleinen Schritte aufeinander zu wirkten auf mich glaubwürdig.
Gut fand ich auch die unterschiedlichen Blickwinkel. Dadurch bekam ich einen besseren Eindruck davon, was in Scarlett und Sam vorgeht. Sam hat seinen letzten Undercover Einsatz noch nicht hinter sich gelassen. Man merkt ihm an, dass ihn das Erlebte weiter begleitet. Gleichzeitig wird es rund um das Safe House immer schwieriger, sodass Scarlett und Sam sich mit der Gefahr auseinandersetzen müssen.
Ein paar Situationen sind mir beim Lesen länger im Kopf geblieben. Scarlett setzt sich mit viel Einsatz für die jungen Frauen ein, während Sam alles daransetzt, sie zu schützen. Gerade diese beiden Seiten haben mich beschäftigt. Zwischen den ernsteren Momenten gibt es auch Szenen, in denen die beiden einfach miteinander sein können. Das hat der Geschichte eine gute Mischung gegeben und verhindert, dass alles nur von der Bedrohung bestimmt wird.
Ich mochte es, Scarlett und Sam auf diesem Weg zu begleiten. Ihre gemeinsame Vergangenheit spielt dabei eine wichtige Rolle, ohne dass die Handlung ständig darauf herumreitet. Es fällt ihnen nicht leicht, wieder Nähe zuzulassen. Alte Unsicherheiten sind noch da und beide müssen erst herausfinden, ob sie einander wirklich wieder vertrauen können.
Die Mischung aus Gefühlen und Spannung hat für mich gut funktioniert. Scarlett und Sam sind mir im Laufe des Buches immer näher geworden, und ich habe mitgefiebert, ob sie trotz ihrer gemeinsamen Vergangenheit noch einmal zueinanderfinden. Deshalb vergebe ich gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Sternzauber:
Intensive Einblicke in eine verborgene Welt
Ein ganz normales Wunder von Woody Brown
Ich mag das Cover von „Ein ganz normales Wunder“ von Woody Brown sehr. Die Farben harmonieren wunderbar miteinander, ergänzen und wiederholen sich, aber auch das ausschnitthafte Bild passt wunderbar zum Buch, denn ein Element des Inhalts wird darüber sichtbar.
Woody Brown erzählt in seinem Roman aus dem Alltag einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung und es wird schnell deutlich, wie viele Schicksale und Leben hier aufeinander treffen.
Da wird von Mitarbeitenden, aber auch „Schützlingen“ erzählt und es kommen sowohl Menschen zu Wort, die sich im Kosmos der Tagesstätte bewegen, als auch Individuen von Außerhalb.
Etwas ganz Besonderes ist die Tatsache, dass Woody Brown als erster nicht-sprechender Autist einen Abschluss an der UCLA erreicht hat und dieses Buch quasi mit „Insiderwissen“ verfassen konnte. Ich kann nicht beurteilen, wie viele autobiographische Elemente er in diesem Buch verarbeitet hat, aber die Einblicke in das Leben autistischer Menschen wirken auf mich sehr eindrücklich, sehr echt, berührend und authentisch. Dieser Umstand ist für mich auch direkt das absolute Highlight des Buches, denn ich fand es unglaublich beeindruckend und bewegend so intensiv in eine Welt eintauchen zu dürfen, zu der ich bisher absolut keinen Zugang hatte. Die Geschichte öffnet damit Augen und Herzen und kann bestimmt zu einem besseren Austausch, einem größeren Verständnis zwischen sprechenden und nicht-sprechenden, beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Menschen beitragen, was meiner Meinung nach sehr wünschenswert wäre.
Dieses Buch ist definitiv keine Wohlfühllektüre und trifft uns LeserInnen auch teilweise an schmerzhaften Stellen. Es lässt uns mitleiden, traurig den Kopf schütteln und regt zum Nachdenken, Hinfühlen und Hinterfragen an. Dadurch wartete es mit einer Tiefe auf, die mich sicherlich noch lange beschäftigen wird, aber es ist ein wertvolles, ein wichtiges Wachrütteln. Und trotz aller Ernsthaftigkeit und bedrückenden Themen, hat das Buch auch etwas Hoffnungsvolles und ich hatte Freude daran es zu lesen.
Besonders ist an diesem Buch zudem die Erzählweise, denn der Autor setzt seine Welt der Tagesstätte aus ganz verschiedenen Einblicken, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und Elementen zusammen. So entsteht im ersten Moment vielleicht der Eindruck von einzelnen Kurzgeschichten über verschiedene Personen, doch durch verbindende Elemente ergibt sich immer mehr ein ganzheitliches Bild. Dieses Buch ist wie ein Puzzle und wir erhalten einzelne Teile, aus denen sich nach und nach ein ganzes Bild zusammen setzt. Dieses ist für mich sehr stimmig und rund, so dass ich das Zusammenfügen sehr genießen und berührt abschließen konnte. Auch der Umstand, das einzelne Geschichten zunächst vielleicht nicht ganz abgeschlossen wirken, passt hervorragend zur Erzählweise und bildet für mich ein sehr stimmiges Stilmittel – jene, die das Buch bereits gelesen haben, wissen bestimmt, was ich meine. Und erwähnen möchte ich noch, dass ich finde, dass sich in diesen Kosmos der Tagesstätte ganz intensiv eintauchen lässt. Woody Brown gelingt es, einen Sog zu erzeugen, der mich mit jedem Puzzleteil tiefer hat eintauchen lassen und mit der Zeit hatte ich das Gefühl, mich selber in der Umgebung dieser Menschen zu befinden – einfach toll!
„Ein ganz normales Wunder“ hat mich sehr überrascht, denn ich hatte weder mit einer solchen Intensität, noch mit so vielen tiefen und interessanten, wenn auch oft bedrückenden Einblicken gerechnet. Für mich ist das Buch daher ein absolutes Highlight und neben der persönlich erhellenden Wirkung, könnte ich mir auch vorstellen, dass dieses Buch die Fähigkeit hat, uns als Gesellschaft zu erreichen und vielleicht kleine positive Veränderungen in der Sichtbarkeit für Menschen mit Beeinträchtigung zu erwirken – ich fände das wundervoll! Allerdings ist es auch ohne „große Ziele“ einfach ein tolles Buch und ich wünsche ihm ganz viele begeisterte LeserInnen – viel Freude beim Eintauchen!
Rezensionen von Simo.Monet:
Düster, magisch und voller Geheimnisse
The Darkest Academy 1 - Bones von Beril Kehribar
„The Darkest Academy – Bones“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte rund um Lucinda und die düstere Akademie hat für mich einfach alles, was ein gutes Dark-Academia-Fantasybuch braucht: Magie, Geheimnisse, Spannung, Rivalität und natürlich eine ordentliche Portion Romance.
Besonders Lucinda hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist eine komplexe Figur und je weiter man liest, desto besser versteht man ihre Handlungen und ihre Vergangenheit. Auch die verschiedenen Perspektiven fand ich richtig gelungen, da man dadurch einen besseren Einblick in die unterschiedlichen Charaktere bekommt. Die Chemie und Rivalität zwischen den Protagonisten war von Anfang an spürbar und hat die Geschichte zusätzlich spannend gemacht.
Das Magiesystem und das Setting der Akademie fand ich ebenfalls sehr interessant. Die düstere Atmosphäre passt perfekt zur Handlung und die vielen Geheimnisse sorgen dafür, dass man ständig wissen möchte, was als Nächstes passiert. Der Schreibstil ist dabei angenehm, flüssig und trotzdem spannend, sodass ich wirklich schnell durch die Geschichte gekommen bin.
Auch von außen ist das Buch für mich ein Highlight. Das Cover mit den Violetttönen, der Akademie, den Raben und den vielen kleinen Details passt perfekt zur düsteren und magischen Atmosphäre. Es ist definitiv ein Buch, das im Regal direkt ins Auge fällt.
Insgesamt ein richtig spannender und vielversprechender Auftakt mit einer tollen Mischung aus Dark Academia, Magie, Geheimnissen und Romance. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und möchte unbedingt wissen, wie es mit Lucinda weitergeht.











