Kunden em pfehlungen
Rezensionen von FogandBooks:
Zwischen Erinnerung und Ewigkeit
Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso
„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist kein Roman, den man einfach so wegliest. Es ist eine Geschichte, die Geduld verlangt, sich Zeit nimmt und erst nach und nach ihre ganze Tiefe zeigt. Der Einstieg fiel mir nicht leicht – die wechselnden Zeitebenen, die historischen Bezüge und die eher sachliche Sprache haben mich anfangs auf Abstand gehalten.
Doch je weiter ich las, desto mehr hat mich das Buch für sich gewonnen.
Lisaveths Reise zwischen Erinnerung und Realität, Liebe und Verlust ist vielschichtig und berührend. Besonders ab der Mitte entfaltet sich eine erzählerische Spannung, die mit jedem Kapitel dichter wird. Hayley Gelfuso schafft es, philosophische Fragen mit emotionalen Momenten zu verbinden und dabei nie ins Pathetische zu kippen. Sie zeigt, wie zerbrechlich Erinnerungen sind – und wie sehr sie doch unser Leben bestimmen.
Zwischen historischen Ereignissen, einem Hauch von Science-Fiction und einer großen Liebesgeschichte entsteht ein ungewöhnlicher Roman, der sich nicht klar einordnen lässt, aber genau dadurch heraussticht. Einige Passagen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tempo vertragen, trotzdem war ich am Ende tief bewegt. Es ist eines dieser Bücher, die still bleiben – und trotzdem lange nachhallen. 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von Harakiri:
Der 7. Band, die 3. Trilogie
Die Tiefe: Versunken von Karen Sander
Ein weiterer Fall für Krieger und Eberhard. Und der Beginn einer 3. Trilogie. Ihre Reihe so aufzubauen finde ich sehr gelungen.
Die Ereignisse überschlagen sich am Darß und in Rostock. 4 Tote in einem gesunkenen Boot, eine Frauenleiche am Strand, ein erschossenes Ehepaar und jede Menge Verdächtige.
Ganz schön viel zu tun für Mascha und Tom – und auch zwischenmenschlich hat das Buch einiges zu bieten.
Bereits der 7. Band des Ermittlerpaares und keine Seite langweilig. Der Spannungsbogen beginnt gleich zu Beginn und endet etwas abrupt. Doch das lässt jede Menge Raum für einen weiteren Band, der schon betitelt ist.
Ich mag Sanders Schreibweise sehr gerne. Unaufgeregt aber auf den Punkt. Ihre Charaktere sind auch irgendwie besonders. Mascha und Tom, und vor allem die kleine Romy, mag ich sehr gerne. Wie ein roter Faden zieht sich auch Maschas Suche nach ihrer leiblichen Mutter durch die Reihe und es gibt wieder einige Andeutungen, die neugierig machen.
Fazit: ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, bis die Reihe weitergeht.
Rezensionen von Sonne89:
Routinen sind wichtig für Kinder
Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend von Aurelia Streck
Das Buch zeigt eine Familie und den Ablauf ihrer Abendroutine. Die Kinder werden aktiv zum mitmachen aufgefordert, indem sie die Magnete der jeweiligen Situation zuordnen.
Mir gefällt besonders, dass es zum Schluss noch eine freie Seite gibt auf der man seine eigene Abendroutine zusammenstellen kann.
Sehr praktisch ist natürlich, dass die Magnete auch außerhalb des Buches angewandt werden können, wie z.B. auf einer Magnettafel oder dem Kühlschrank.
Kinder lernen visuell und können Abläufe durch verschiedene Reize besser verinnerlichen.
Die Abendroutine ist ein sicherer Hafen, auf den sich Kinder verlassen können, herunterfahren und den Tag hinter sich lassen können.
Das Buch an sich ist natürlich relativ schwer und auch etwas unhandlich, lässt sich aber mit Hilfe gut umblättern, obwohl ich generell kein Fan von Spiralbindung bin.
Rezensionen von begine:
Geschundene Heimkinder
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104, ist ein Roman der Schriftstellerin Susanne Abel.
Sie zeichnet die Erlebnisse von Kindern in einem von Nonnen geführten Heim.
Der Roman ist ziemlich hart und brutal, also nichts für zarte Gemüter.
Da werden Kinder misshandelt, vergewaltigt und wurden auch noch mit Tabletten versuchen gequält.
Nr. 104 ist Hartmut, der höchstens 3 Jahre alt ist. Er kam als Kriegswaise in das Heim.
Die etwas ältere Margret versucht ihm zu helfen. Aber auch sie hat brutale Erfahrungen zu erleben.
Später heiraten die Beiden.
Das Hörbuch wird von Vera Teltz gelesen, das macht sie perfekt.
Das Buch ist ergreifend und lässt den Leser erschüttert zurück und kann nicht gleich abschalten.
Rezensionen von Gaby 2707:
Kunstraub im Grand Hotel
Advent im Grandhotel von Beate Maly
Für ihre freiwillige Arbeit in einer Bibliothek in Wien bekommt die pensionierte Lateinlehrerin Ernestine Kirsch Karten für eine Kunstausstellung mit Versteigerung im Südbahnhotel am Semmering. Die nimmt sie gerne an und reist zusammen mit ihrem Lebensgefährten, dem ehemaligen Apotheker Anton Böck, seiner neunjährigen Enkelin Rosa und deren Freund Fritzi mit dem Zug in Richtung Steiermark.
Schon auf der Bahnfahrt machen sie die Bekanntschaft mit nicht ganz so angenehmen Menschen aus Baden-Württemberg, die ebenfalls zur Ausstellung wollen. Nachdem sie durch eine ehemalige Primaballerina der Wiener Staatsoper ein Upgrade auf ihr Zimmer bekommen haben, vergnügen sich die vier unabhängig voneinander auf dem Weihnachtsmarkt, beim schnabulieren von Süßem und beim Rodeln.
Der Abend der Kunstausstellung mit Versteigerung einiger Bilder beginnt turbulent, da zwei der Bilder verschwunden sind. Und dann verschwinden auch noch Rosa und Fritzi…
Schon das weihnachtlich angehauchte Cover, das glänzt und glitzert, je nachdem wie das Licht darauf scheint, macht Lust auf die Geschichte, die im Jahr 1926 spielt. Ich finde die damaligen Verhältnisse, die Standesunterschiede, die Stellung der Frau in der Gesellschaft und den langsam aufkommenden Antisemitismus sehr gut dargestellt und eingearbeitet.
Auch die sehr unterschiedlichen Menschen, die ich hier kennenlerne, wie die ehemalige Primaballerina Stella Lamprecht, die auf Andrej und Anastasia Popov trifft, zwei Menschen, die ihr total verhasst sind; zwei sehr unterschiedliche selbstverliebte Maler; ein mit dem Südbahnhotel konkurrierendes Ehepaar aus dem Hotel Panhans; das unsympathische Unternehmerpaar aus Deutschland, das Ernestine und Anton schon auf der Zugfahrt kennengelernt haben und einige der Bediensteten des Südbahnhotels, sind treffend dargestellt und ich konnte sie schnell in mein Kopfkino einflechten. Genau so wie Rosa, Fritzi und Cockerspanieldame Minna, die hier eine ganz besondere Rolle spielen.
Diese gelungene Mischung aus dem vorweihnachtlichem Flair, der Umgebung des Hotels am Semmering und einem unblutigen Kriminalfall, der aufgelöst werden konnte, hat mir sehr gut gefallen. Ein wundervolles kleines Buch, das sich auch sehr gut für den Nikolausstiefel eignet.
Rezensionen von Shilo:
Ein Roman, der Meran lebendig macht
Die Welt in Meran - Walzerblut von Angela Marina Reinhardt
In diesem Roman sind mir die Protagonisten und die Stadt schnell ans Herz gewachsen, denn ich mochte die ruhige, warme Art, wie sich ihre Geschichten entfalten. Schritt für Schritt wurde ich in das Buch hineingezogen und schließlich von der Atmosphäre getragen. Die Handlung führt nach Meran zur Faschingszeit des Jahres 1872, und oft hatte ich beim Lesen das Gefühl, selbst an diesem Ort zu sein.
Ich sah die Promenade, die Kutschen und die feinen Damen, aber auch die Spinnerei, in der hart gearbeitet wird, und alles spielte sich so lebendig vor meinen Augen ab, dass ich Rosas langen Tag förmlich miterlebt habe.
Besonders bereindruckt hat mich, wie Frau Reinhardt in dieser Stadt Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringt. So reist Helen mit dem Gedanken an eine gute Partie nach Meran und merkt nach und nach, dass im Leben mehr zählt als Stellung und Schein. Benedetti aus Korsika trägt etwas mit sich, das ihn nicht loslässt. Der Arzt Hirsch versteht viel von seelischen Wunden, doch auch er ringt mit eigenen Schatten. Dazu kommen zwei Schwestern aus Tirol, die sich nicht mit dem zufriedengeben wollen, was andere für sie vorgesehen haben.
Diese Figuren habe ich nicht als Rollen empfunden, sondern als Menschen mit Hoffnungen, Zweifeln und eigenen Wegen. Besonders die Szenen in der Spinnerei und Rosas Alltag sind mir im Gedächtnis geblieben. Hier zeigt sich der deutliche Unterschied zwischen der Welt der Kurgäste und dem Leben der einfachen Leute. Diese Gegensätze wirken natürlich, nichts daran hat die Autorin übertrieben oder romantisiert.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Beschreibungen der Landschaft und der Stadt sind bildhaft, ohne sich in zu langen Passagen zu verlieren. Man spürt die Verbundenheit der Autorin mit der Region, ohne dass sie es betonen muss. Das Glossar und das Personenverzeichnis waren anfangs hilfreich, doch schon bald fand ich mich gut zurecht, da die Figuren klar gezeichnet sind und ihre Wege sich ruhig und nachvollziehbar entwickeln.
Es braucht keine großen Gesten, um zu berühren. Wärme, Ruhe und ein feiner Blick für Menschen tragen diese Geschichte.
Ich freue mich darauf, diese Personen im nächsten Band wiederzutreffen und erneut nach Meran zurückzukehren.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Zisa:
Relevant
Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch von Carsten Müller; Steffi Bohle
Das Buch behandelt das Thema sexuelle Gewalt sehr umfassend und hilft sowohl die sprachfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken, setzt aber auch unglaublich viele Impulse zum nachdenken (wo die eigenen Grenzen liegen) aber auch um Ungang mit den eigenen Gefühlen. Durch die ergänzenden Informationen hilft es Eltern, Pädagogen aber auch allen anderen mit Bezug zu Kindern, Anzeichen zu erkennen und zu benennen.
Der Illustrationsstil ist sehr kindgerecht und angenehm gezeichnet, die Seiten im Buch waren mir persönlich manchmal etwas zu überfrachtet, gleichzeitig verstehe ich das Anliegen, möglichst viele Informationen unterzubringen. Durch die Comic ähnliche Abordnung wirkt es aber sehr niederschwellig und ist somit ein hilfreiches Buch für Kinder, welches ihre Rechte in den Fokus nimmt und stärkt aber auch für pädagogisches Personal. Somit eine absolute Kaufempfehlung von mir.
Rezensionen von Zisa:
Herzerwärmend
Mumpelmoff und das Wunder am Schloss von Bo Starker
Das Cover und die Haptik des Bauches sind sehr ansprechend, und die Goldprägung verleiht ihm etwas sehr wertvolles.
Die Illustrationen die sich durchs Buch ziehen unterstützen das Gelesene und helfen den Kindern, bei der Geschichte dran zu bleiben.
Inhaltlich geht es bei Mupfelmopf um ein kleines Wesen auf der Suche nach einem Freund, ein Thema, mit dem sich viele Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter identifizieren können.
Auch sprachlich ist das Buch für dieses Alter sehr passend formuliert. Es gibt einige sehr süße Neologismen, die man aber bei Bedarf auch im Glossar noch nachlesen kann. Die Unterteilung in die 10 Kapitel macht es zu einem optimalen Gute Nacht Buch, die Kapitel haben dafür auch eine für uns sehr passende Länge gehabt. Also alles in allem eine absolute Buchempfehlung mit fünf Sternen meinerseits und ein tolles und gemütliches Buch für den Herbst.
Rezensionen von Zisa:
Beeindruckend
Die Frau der Stunde von Heike Specht
Heike Specht entführt uns in ihren Roman in das politische Bonn der 70er Jahre in der die fiktive Catharina Cornelius recht überraschend erste Außenministerin und Vizekanzlerin wird. Eine Frau im von Männern dominierten Politikbetrieb, zur damaligen Zeit fast schon skandalös.
Heike Specht zeichnet ein eindrückliches Bild der aufwühlenden Jahre und verwebt parallel die Vorkommnisse in Teheran mit in die Geschichte, für mich als Kind der Neunziger spannend zu lesen, gut recherchiert und Wölfe die Einblicke fand ich aufschlussreich wie auch aufschreckend.
Die Autorin zeichnet vor allem ein historisches Bild und ich finde das macht sie großartig, wer allerdings einen Roman der mit persönlichen Einblicken und privater Storyline gefüllt ist erwartet, wird eher enttäuscht sein. Trotzdem gibt es von meiner Seite aus fünf Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Lea:
Wieder ein gelungener, großartiger Roman der österr. Autorin Laura Roth !
Bussi Bussi - Kein Kind von Traurigkeit von Laura Roth
Das Cover wieder ein Eyecatcher!
Nachdem ich Band 1 Herz verfehlt, und Band 2 Lecko Mio mit großer Begeisterung gelesen habe, war für mich klar, das ich mir Band 3 Bussi Bussi nicht entgehen lasse.
Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Alle Bände sind unabhängig von einander lesbar. Wieder mitreißend, witzig, herzberührend und fesselnd von Anfang bis Ende.
Diesmal stand Carmen im Mittelpunkt. Wahrlich kein Kind von Traurigkeit! Ein großer Auftrag für ihre Agentur musste her. Das Eventmanagement des Wiener Opernballes war die Lösung .Zwar war dies mit einem unmoralischen Angebot verknüpft, aber Carmen brauchte den Auftrag. Sie ahnte nicht, was die Begegnung mit Berti ,einer Bettlerin sowie Schwester mit Nichte bei ihr alles auslösen würde. Eva, Marina und Carmen verbindet weiter eine tiefe Frauenfreundschaft die zwischenzeitlich zu zerbrechen drohte. Ein toller Roman mit Tiefgang. Sehr zum empfehlen.











