Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Gemeinsam als Team
Bindungsorientierte Erziehung als Team von Marga Bielesch
Bindungsorientierte Erziehung als Team ist ein leicht verständlicher und empathischer Ratgeber, das uns Eltern nicht belehrt sondern begleitet. Marga Bielesch arbeitet im Buch komplexe Beziehungs- und Erziehungsdynamiken auf eine sehr warmherzige und zugängliche Art auf. Der Fokus im Buch liegt klar darauf, wie wichtig es ist, als Paar nicht nur einfach Eltern zu sein - sondern auch als Team zu agieren.
Die Autorin erklärt leicht und verständlich welche psychologischen Hintergründe es in einigen Konfliktsituationen gibt. Außerdem wird erklärt was es mit dem ''Inneren Kind'' auf Sicht hat und welcher Umgang in unlösbaren Konflikten der richtige sein könnte. Die Beispiele aus den Familienalltag wirken authentisch und nachvollziehbar - so dass man sich in einigen Beispiel wiederfindet und gut hineinversetzen kann. Besonders hilfreich empfand ich die Reflexionsfragen im Buch. Hier wird man dazu angeregt, eigene Muster zu erkennen und zu verstehen.
Ein kleiner Kritikpunkt wäre für mich, dass einige Ansätze - wie das Konzept des inneren Kindes - für erfahrene Leser durchaus bekannt sind. Sie sind an einigen Stellen etwas vereinfacht dargestellt. Gleichzeitig macht genau diese Klarheit das Buch zugänglich für Eltern, die sich erstmals mit diesem Thema befassen.
Rezensionen von C. P.:
Geheimnisse um einen zurückgekehrten Verräter
Remnants of Filth. Buch 1 von Rou Bao Bu Chi Rou
Remnants of Filth ist eine neue chinesische Danmei/BoysLove-Fantasyreihe, welche im gleichen Universium spielt wie die Reihe The Husky and His White Cat Shizun. Eine Welt, welche an das frühere China angelehnt und mit magischen Elementen versehen ist.
Diesmal geht es um zwei Männer, ehemals Kriegsgefährten der kaiserlichen Armee und heimliche Geliebte, die sich nach langer Zeit wiedersehen.
Eine Zeit, ich welcher einer der beiden zum Feind übergelaufen war.
Die beiden sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Mo Xi ist distanziert, kontrolliert und kommt aus reichem Haus, entsprechend hoch ist sein mititärischer Rang mittlerweile. Gu Mang war vor seiner Karriere in der Armee ein Sklave und konnte schon immer gut mit Freunden feiern. Seit seiner Rückkehr als Kriegsgefangener ist er jedoch wie ausgewechselt. Und Mo Xis Hass auf ihn scheint nach dessen Verrat zunächst grenzenlos.
Die Erzählung ist mit vielen Rückblenden in das Leben der Männer versehen, welche nahtlos in die Handlung eingebunden sind. Was das betrifft, hätte eine eindeutigere Abgrenzung der Zeitstränge voneinander das Lesen angenehmer gemacht. Auch das Magiesystem wird nicht eindeutig erklärt, das Glossar am Ende ist zwar in vielen Punkten ganz hilfreich, doch was magisch in dieser Welt möglich ist und was nicht erfährt man erst an der Stelle, an der eine neue magische Besonderheit ins Spiel kommt. Das mag für die LeserInnen der vorherigen Reihe unproblematisch sein, ohne dieses magische Vorwissen wirkt es eher, als würde noch was und noch was on top hinzukommen. Zum Mitspekulieren nur bedingt geeignet, wenn magisch ständig was Neues hinzukommt. Ebenfalls ist das Worldbuilding selbst nur gering ausgearbeitet.
Auch wenn das Buch das Thema Kampf und Krieg beinhaltet, ist es in manchen Szenen unnötig brutal, ohne dass das hinterfragt wird. Und das waren keine Kriegsszenen sondern sadistische Quälereien oder eine Vergewaltigung. Solche toxischen Themen muss man hier wohl mögen.
Was die Beziehung der beiden Männer zueinander betrifft konnte ich dies nur bedingt nachvollziehen. Das mag vielleicht auch dem distanzierten Stil des Autors geschuldet sein, statt echter Zuneinung hatte ich jedoch das Gefühl, die Basis ihrer Beziehung fußte primär auf Verlangen (Top-Bottom).
Was definitiv interessant ist, ist das Geheimnis hinter dem mutmaßlichen Verräter Gu Mang: Warum lief er zum Feind über, was geschah in der Zwischenzeit mit ihm und warum ist er jetzt so anders? Diese Fragen werden im ersten Band kaum beantwortet, generell erfährt man im ersten Band zunächst nur wenig.
Mich hat auf Dauer enttäuscht, dass ich keine ausreichenden Details zum allgemeinen oder insbesondere zum magischen Worldbuilding erhielt. Dadurch war es schwer zu spekulieren, was mit Gu Mang geschah. Für alte Hasen dieses Universums mag dies anders aussehen, doch andere AutorInnen schaffen es auch, ihr Universum verständlich zu vermitteln, ohne Vorkenntnisse aus anderen Romanen besitzen zu müssen. Davon abgesehen ist die Story durchaus vielversprechend, Band 1 bietet erste Einblicke in eventuelle Intrigen und Machenschaften, der Aufbau wirkt bereits zum Ende des ersten Bandes vielversprechend komplex. Zudem sind im Buch einige zur Handlung passenden Illustrationen im Mangastil, passend zum Cover.
Rezensionen von Elisabeth Schubert:
Ich komme in die Schule .
Remnants of Filth. Buch 1 von Rou Bao Bu Chi Rou
Rezensionen von Iomarmi:
Gelungene Fortsetzung!
Entkörpert – Entgeistert von Christoph Gschoßmann
Bereits wenige Monate nach dem Erscheinen des dritten Bandes hielt ich nun den vierten in den Händen. Umso leichter fiel es mir, wieder in die Geschichte einzutauchen. Obwohl ich Luka in den ersten Kapiteln vermisst habe, mochte ich die Perspektivwechsel sehr, da sie einen vielschichtigen Einblick in die Ereignisse bieten.
Wie gewohnt ist der Schreibstil flüssig und angenehm. Einzig Lukas Körperreisen und die Erinnerungen, die er durchlebt, lassen mich manchmal den Faden zwischen Realität und Traum verlieren. Dennoch kann man der Geschichte insgesamt sehr gut folgen.
Auch in diesem Band lernen wir neue Personen kennen (hier ist das Personen- bzw. Körper- und Geistverzeichnis am Ende des Buches ideal, um nicht den Überblick zu verlieren), die ihren Beitrag zum großen Ganzen leisten. Leider ist es nun aber auch an der Zeit, sich von der ein oder anderen Figur zu verabschieden.
Besonders interessant fand ich, wie in anderen Gemeinschaften mit dem Körperreisen umgegangen wird. Auch die Forschung bekommt ihren Raum und spielt eine bedeutende Rolle.
Während der dritte Band etwas ruhiger war, geht im vierten die Post ab. Action und Spannung sind vorprogrammiert, denn der Widerstand handelt!
Entkörpert – Entgeistert ist eine starke Fortsetzung der Reihe, die spüren lässt, dass der große Showdown näher rückt. Momentan kann ich mir noch nicht vorstellen, wie die Reihe ausgeht und wie es mit der Einheit und dem Widerstand weitergeht. Umso gespannter bin ich darauf, was sich der Autor überlegt hat – und freue mich sehr auf die letzten beiden Teile.
Rezensionen von lectrice:
Hochgenuss
Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3) von Anthony Horowitz
Ich liebe die Krimis von Anthony Horowitz, denn sie sind in ihrer Art zu erzählen immer etwas ganz Besonderes und heben sich von der Masse ab.
Alan Conway ist tot, aber die Atticus-Pünd-Reihe soll dennoch weitergehen und so soll Eliot Grace, ein junger Autor, den letzten Band der Reihe schreiben.
Und auch hier werden wieder mehrere Erzählebenen geschickt miteinander verwoben.
Im letzten Fall von Atticus Pünd geht es um den Mord an Lady Chalfont, aber eigentlich ging es Eliot Grace darum über den Tod seiner Großmutter zu schreiben und im Roman den Mörder zu entlarven - und kurze Zeit später ist der Autor tot. Ausgerechnet Susan Ryeland, seine Lektorin, wird verdächtigt. Aber dies ist ja schon der dritte Fall für Susan Ryeland.
Anthony Horowitz schreibt auch hier wieder genial und es ist wieder ein Krimi im Krimi mit einer verblüffenden Auflösung - wie immer ein Hochgenuss.
Rezensionen von Anilam:
Reise nach Usbekistan
Und zuletzt Buchara von Stephanie Clasemann
Und zuletzt Buchara ist eine sehr atmosphärische Erzählungen, die mich vor allem mit ihrer eindrucksvollen Beschreibung von Usbekistan überzeugen konnte. Die Reiseorte der kleinen Reisegruppe wirken sehr lebendig, fast schon meditativ und man spürt, dass die Autorin Stephanie Clasemann einen Bezug zum Land, Kultur und der Spiritualität haben muss.
Im Buch lernen wir Gesa, Marc und Sonja kennen und begleiten die drei auf ihre Reise durch Usbekistan. Die Figuren haben interessante Charaktere, allerdings war ihr Verhalten für mich nicht immer greifbar und nachvollziehbar. Vieles blieb während der Erzählung unausgesprochen und manches war mir einfach zu knapp erzählt. Dadurch ist zwar Spannung entstanden, aber gleichzeitig auch das Gefühl, dass emotionale Entwicklungen etwas zu schnell gehen oder nicht genügend Raum bekommen.
Am Schluss gab es einen großen Wendepunkt, dieser war für mich sehr berührend und hat der ganzen Erzählung etwas mehr Tiefe gegeben. Einige Verhaltensweisen der Charaktere wurden für mich etwas durchsichtiger, dennoch hätte auch hier etwas mehr Kontext nicht geschadet.
Insgesamt ist es ein ruhiges, bildhaftes Reisebuch mit einer schönen Atmosphäre und einen emotionalen Kern. Leider bliebt das erziehlicheres manchmal zu knapp für meinen Geschmack. Trotzdem eine lohenden Lektüre, besonders für Leser, die spirituelle und kulturell reiche Reisestoffe mögen.
3,5 Sterne
Rezensionen von nil_liest:
Wie erzählt man eine Wahrheit, die in Flammen steht?
Der brennende Garten von V. V. Ganeshananthan
V. V. Ganeshananthan gehört zu jenen Autorinnen, die politische Geschichte nicht einfach erzählen, sondern literarisch beleuchten, als würde sie unter der Oberfläche einer persönlichen Erinnerung nach glühenden Splittern suchen – und genau diese Funken schlagen in Der brennende Garten (aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz) unentwegt über.
Dieser Roman ist eine Wucht – nicht laut, nicht reißerisch, sondern eindringlich, vielstimmig und atmosphärisch dicht wie ein monsunfeuchter Morgen in Jaffna. V.V. Ganeshananthan gelingt das Kunststück, ein zutiefst politisches Thema so intim zu erzählen, dass man die Geschichte weniger liest als miterlebt. Schon Sashis Eröffnungssatz – ein Brief an jemanden, den die Welt als Terroristen verurteilt – öffnet ein erzählerisches Tor, hinter dem die Frage lauert, wem Erinnerung eigentlich gehört.
Wir folgen Sashi von ihrer Jugend in Sri Lanka bis in ihr späteres Leben in New York. Und während sie am Anfang voller Zuversicht ist – Medizinstudium, Vorbilder in der Familie, ein zartes Band zu K aus der Nachbarschaft – setzt der Bürgerkrieg alles in Flammen. Was in warmen, fast flirrenden Farben beginnt, kippt Stück für Stück ins Dunkel: Unterdrückung, Gewalt, Misstrauen, das gefährliche Schachspiel zwischen singhalesischer Mehrheit, tamilischer Minderheit und internationalen Interessen.
V.V. Ganeshananthan zeigt diese Welt nicht mit distanzierender Chronistenstimme, sondern durch Sashis Erinnern. Dieses Erzählen aus der Rückschau erzeugt eine Bitterkeit, eine Schärfe, aber auch überraschend viel Zärtlichkeit – denn die Figuren bleiben nie nur Opfer oder Täter, nie nur richtig oder falsch. Besonders bewegend ist, wie unterschiedlich die Familienmitglieder reagieren: Der eine sucht Schutz in Bildung, der andere in Widerstand, ein dritter in Loyalität zu einer Idee, die größer erscheint als das eigene Leben. Und mitten drin Sashi, die sich weigert, die Welt nur in Schwarzweiß zu betrachten, und deren Kampf für Gerechtigkeit leise, aber kraftvoll ist.
Literarisch beeindruckend ist vor allem die Balance: Die Autorin fügt persönliche Schicksale, reale historische Ereignisse und sprachliche Feinheit zusammen, ohne je den Blick für die menschliche Erfahrung zu verlieren. Ihre Sätze besitzen eine Eleganz, die sich nicht scheut, in Schmerz zu tauchen.
Wer wenig über Sri Lanka weiß, wird hier nicht belehrt, sondern hineingezogen. Der Roman erklärt nicht – er zeigt, er lässt spüren, er zwingt dazu, zuzuhören. Selbst die Szenen in New York, wo Sashi längst in Sicherheit ist, tragen die Schwere der Vergangenheit in sich. Migration erscheint hier nicht als einfacher Neuanfang, sondern als Fortsetzung einer offenen Wunde, die ihren eigenen Rhythmus hat.
Der brennende Garten ist kein Roman, durch den man rast. Er verlangt Zeit, Luft, Pausen. Aber gerade darin liegt seine literarische Größe: Er wirkt nach, er stellt Fragen, er lässt nicht los.
Ein meisterhaft erzähltes Werk voller moralischer Ambivalenz, politischer Klarheit und emotionaler Tiefe – und zweifellos eines der wichtigsten Bücher über den sri-lankischen Bürgerkrieg in der aktuellen Literatur.
Rezensionen von nil_liest:
Träume unter Kontrolle – und die leise Rebellion der Hoffnung
Das Dream Hotel von Laila Lalami
Wenn selbst unsere Träume keine Zuflucht mehr sind, was bleibt uns dann? Diese Frage durchzieht Laila Lalamis Das Dream Hotel, das zu Recht auf der Longlioste des Women’s Prize for Fiction 2025 steht. In einer nahen Zukunft, die sich beklemmend real anfühlt, hat der Staat gelernt, auch das Unbewusste zu vermessen – und damit das Innerste des Menschen in Daten zu verwandeln.
Sara Tilila Hussein, erfolgreiche Geschäftsfrau, Ehefrau und Mutter, wird am Flughafen verhaftet, weil ihre Traumdaten angeblich ein Risiko darstellen: Sie könnte ihrem Mann gefährlich werden. Kein Verbrechen, kein Motiv – nur ein Algorithmus, der Misstrauen in Wahrscheinlichkeiten gießt. Ihre „Unterbringung“ im sogenannten Dream Hotel – einem ehemaligen Schulgebäude, das nun Hightech-Gefängnis, Forschungslabor und profitables Datenzentrum zugleich ist – wird zum Albtraum aus Formularen, Befragungen und Entmündigung.
Laila Lalami entwirft eine Dystopie, die entfernt an Orwells 1984 erinnert, aber weiblicher, leiser und psychologisch schärfer erzählt ist. Während Überwachung und Angst allgegenwärtig sind, durchzieht den Roman etwas Überraschendes: Hoffnung. Nicht die naive, sondern die trotzige, die überlebt, weil sie sich weigert, aufzugeben. Zwischen Schlafphasen, Protokollen und Träumen formt sich bei Sara eine leise Widerständigkeit – das Wissen, dass Menschlichkeit dort beginnt, wo Kontrolle endet.
Die Erzählstruktur spielt mit Fragmenten – offizielle Dokumente, Sitzungsprotokolle, AGBs, Traumsequenzen – und schafft so ein Netz aus Bürokratie und Emotion. Gerade in diesem Wechsel liegt die Kraft des Romans: Er zeigt, wie leicht Freiheit erodiert, wenn Bequemlichkeit und Sicherheit Hand in Hand gehen.
Und doch bleibt Das Dream Hotel kein trostloses Buch. Es ist ein Roman über das Beharren auf Selbstbestimmung – darüber, dass Hoffnung auch in einem System aus Glaswänden und Schlafsensoren überleben kann. Laila Lalami schreibt kühl und poetisch zugleich, präzise und doch voller Empathie.
Fazit: Ein kluger, eindringlicher Roman über Überwachung, Angst und den Mut, nicht alles als gegeben hinzunehmen. Das Dream Hotel ist weniger ein Albtraum als ein Weckruf – und gerade darin liegt seine Hoffnung.
Rezensionen von April1985:
Bad Santa is calling
Ring the Bells von C. K. McDonnell
Ich bin seit Band 1 ein riesiger Fan von Bancroft und seinem Team der Stranger Times. 'Ring the Bells' war daher ein absolutes Must Read für mich. Und ich muss schon sagen, dass es die perfekte vorweihnachtliche Lektüre war. Ein Buch, das mich wunderbar vom Weihnachtsstress abgeholt und mich bestens unterhalten hat.
Dieses Mal muss sich das Team der Stranger Times mit einem besonders perfiden Hacker, einem selbsternannten Hexenzirkel, und einem dämonischen Weihnachtsmann auseinander setzen. Mit dabei natürlich auch DI Sturgess, dem die seltsamen Vorfälle längst nicht mehr wundern. Und man trifft auf einige lieb gewonne Sidekicks und Nebencharaktere wie Zeke und John Mór. Ich empfehle daher unbedingt die Bücher davor auch zu lesen. Vorallem weil auch die Geschichten der Protagonisten weiter erzählt werden und so manches Geheimnis aus derem Leben gelüftet wird. In diesem Fall haben wir mehr von Stella und Manny erfahren. Es gibt einige berührende Momente, die in starkem Kontrast zu dem sonst so skurillen und überzogenen Humor stehen. Wobei genau dieser der Grund ist, warum ich die Bücher so mag. Ich liebe und feiere den bitterbösen Humor des Autors einfach, der auch im Deutschen nicht verloren geht. André Mumot hat großartige Übersetzungsarbeit geleistet.
Fazit:
Ein unglaublich unterhaltsamer neuer Band der Stranger Times, der mir die Adventszeit mit bitterbösem Humor versüßt hat. Vielleicht hätte es der eine oder andere Handlungsstrang weniger sein können. Trotzdem große Empfehlung!
Rezensionen von Der blaue Mond:
verschachtelte Spannung
Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3) von Anthony Horowitz
Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin wird ihr ein neues Buch angeboten, das ziemlich interessant klingt. Also greift sie zu und das Drama gewinnt an Fahrt.
Trotz der beinahe 600 Seiten wird es nicht langweilig, im Gegenteil, nach und nach baut sich ein zweiter Fall auf, verschachtelt Buch im Buch. Immer wieder überschneiden sich die Stränge, Personen und Geschehnisse. Susan wird immer mehr hineingezogen in beide Fälle. Ich liebe die Anagramme und die doppelten Charaktere. Es ist eine gute Mischung aus Sherlock Holmes und Escape Rätseln. Mit durchweg britischem Understatement und Humor, ich fühlte mich bestens unterhalten. Also bestens geeignet für Leser, die die guten alten Krimis lieben und sicherlich auch eine prima Filmvorlage.









