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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

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Kälte

Der Weg des ewigen Winters von Niilo Sevänen

Die kleine Halla steht allein auf der Welt. In Konstantinopel im Jahr 1007, ihre Eltern sind ermordet und sie hat seltsame Träume. Der Bruder ihrer Pflegemutter versucht sie zu beschützen. Denn es sind viele eigenartige Gestalten hinter ihr her. In ihren Träumen sind es Raben und andere Raubvögel.

Im realen Leben sind es Attentäter und andere Gestalten die anscheinend sehr überzeugende Gründe haben ihrer habhaft zu werden.
Es ist eine Fantasy Geschichte die in der Historie angesiedelt ist. Eine Mischung aus nordischen, griechischen und frühchristlichen Mythen. Eine Welt in der es von Hexen, Geistern und Königen wimmelt.
Mich hat dieses Buch überfordert. Wenn ich mich an ein Setting gewöhnt hatte, kam ein Neues. War ich mit einer Figur vertrauter geworden, starb oder verschwand sie. Ist es eine historische Person passt sie nicht in die Zeit.
Alles ist noch sehr wage dargestellt. Denn anscheinend ist dieses Buch der Anfang einer Trilogie. Klar das man mit der Auflösung bzw. mit den Entdecken von Zusammenhängen noch den zweiten und dritten Band lesen muss.
Aber auch im ersten Band könnte schon etwas mehr Tiefe sein Die Charaktere etwas mehr umrissen und ein paar Erklärungen zu den Geschehnissen. Es sind zu viele verwirrte Fäden, man kann nur hoffen das der Autor es schafft dieses Knäuel zu entwirren.

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Kälte

Rezensionen von clematis:

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Enge Bande

Wem du traust von Petra Johann

Eva und Daniel leben zufrieden mit ihrem fünfjährigen Sohn Linus in einer ruhigen Neubausiedlung. Sehr oft ist auch Sofia Gast, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Nach einem Babysittereinsatz bringt Daniel Sofia nach Hause, allerdings kommt die Jugendliche dort nie an. Ist das eher in sich zurückgezogene Mädchen von daheim ausgerissen oder hat gar Daniel mit ihrem Verschwinden etwas zu tun?

Stete leise Spannung begleitet diesen fesselnden Kriminalroman, wenige, besonders gekonnt gezeichnete Figuren beherrschen die spannende Handlung.

Wir lernen die familiären Beziehungen, Freundschaften und engen Bande zwischen den einzelnen Personen kennen, wagen uns an Bewertungen und müssen diese aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen doch wieder verwerfen. Dann kommt noch ein sogenannter Cold Case ins Spiel und mischt die Karten wiederum neu. Interessante und wichtige Themen wie Autismus und häusliche Gewalt finden Eingang ins Geschehen, kursiv gedruckte Abschnitte wecken Neugierde und bringen das Gedankenkarussell beim Leser in Schwung. Schlussendlich bewahrheiten sich meine Vermutungen zum Teil, die Aufklärung des Falles verläuft dennoch anders als erwartet – bestens gelungen!

Ein weiterer logisch aufgebauter Kriminalroman von Petra Johann, der sowohl sprachlich als auch inhaltlich überzeugt und besonders die Tragfähigkeit in Beziehungen auf den Prüfstand stellt. Absolut lesenswert!

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Enge Bande

Rezensionen von PMelittaM:

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Enttäuschend

Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen

Die 77jährige Mimi wohnt auf der idyllischen Insel Mackinac im Lake Huron. Die Insel ist klein, alle Einwohner kennen sich, aber eine sticht besonders heraus, Jane Ireland ist nicht nur sehr reich, sie bewohnt auch ein schlossähnliches Gebäude.

Eines Tages erhält Mimi von Jane eine Einladung zu einer Auktion in ihrem Anwesen, inklusive eines Erpressungsschreibens.

Woher weiß Jane von Mimis Geheimnis? Mimi will unbedingt verhindern, dass davon noch irgendjemand etwas erfährt, und nimmt die Einladung an, bittet aber ihre Enkelin Addie, sie zu begleiten.

Während der Auktion gibt es nicht nur einen Schneesturm, sondern auch eine Leiche. Durch den Sturm kann weder die Polizei kommen, noch eine:r der Teilnehmer:innen das Anwesen verlassen. Mimi und Addie ermitteln.

Warum gerade Mimi und Addie ermitteln? Keine Ahnung, möglicherweise, weil Mimi gerne Kreuzworträtsel löst, und ihr deswegen analytisches Denken unterstellt wird? Vielleicht auch, weil Addie Mitentwicklerin eines Krimi-Games ist? Für mich ergab sich hier schon das erste Fragezeichen, denn nicht nur, dass die beiden offenbar die einzigen sind, die überhaupt Interesse daran zu haben scheinen, wer hier der oder die Mörder:in ist, ihnen wird auch meist freigiebig alles mögliche erzählt, sogar intimste Geheimnisse. Gut, darüber hätte man hinwegsehen können, wenn der Kriminalroman ansonsten spannend und interessant gewesen wäre, und man selbst Lust bekommen hätte, mitzurätseln.

All das ist aber leider nicht der Fall. Das liegt in großem Maße an den Charakteren. Alle blieben für mich blass, obwohl ich zunächst für Mimi ein bisschen Interesse entwickelt hatte, war das leider schnell wieder weg. Der einzige, der mir ein bisschen näher kam, war der Koch, er erschien mir auch die sympathischste Person. So waren mir im Grunde nahezu alle herzlich egal, und ich hatte auch keine große Lust, mitzurätseln.

Als Leser:in ist man ständig bei Mimi und Addie, die anderen Charaktere lernt man nur durch die Dialoge mit ihnen kennen. Daneben nehmen die Probleme, die Mimi und Addie miteinander haben sowie die, die Addie mit ihrem Expartner hat, viel zu viel Raum ein. Alle diese Probleme haben wenig bis gar nichts mit dem Kriminalfall zu tun, und stören eher, als dass sie Interesse wecken.

Es gibt viele Anspielungen auf Agatha-Christie-Romane, doch mit diesen messen kann der Roman sich nicht im geringsten.

Spannung kam leider überhaupt keine auf, irgendwie wollte ich zwar schon wissen, was hinter allem steckt, am Ende empfand ich die diversen Auflösungen aber zum einen recht unspektakulär, zum anderen nur bedingt nachvollziehbar. Insgesamt hat es sich in meinen Augen nicht gelohnt, den Roman zu lesen.

Das Setting ist so weit okay, die Lock-in-Situation ist nachvollziehbar. Das Anwesen hat einiges zu bieten, auch durch seine Hintergrundgeschichte. Schön wäre ein Lageplan gewesen, ich konnte nicht immer nachvollziehen, wo man gerade war. Die Insel gibt es im übrigen wirklich.

Mich konnte der Roman nicht überzeugen, weder der Kriminalfall noch die Charaktere. Einzig das Setting kann ein bisschen punkten. Keine Leseempfehlung!

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Enttäuschend

Rezensionen von Liselottchen:

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Turbulent und humorvoll, ein wunderbarer Roman über die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben

Vier sind zwei zu viel von Käthe Lachmann

Evi ist Psychotherapeutin, liebt ihren Job und ist zufrieden mit ihrem Leben, denn sie hat zwei bester Freunde: Maren und Markus. Als jedoch beide in festen Beziehungen liiert sind, wächst auch in ihr der Wunsch nach Liebe und Partnerschaft. Bei einer Fortbildungstagung lernt sie den charismatischen Ben kennen, zu dem sie sich fast sofort hingezogen fühlt.

Er ist aufmerksam und liebevoll, jedoch hat er eine Macke: Er lebt gesund und sein Leben wird bestimmt von gesunder Ernährung und Fitnesstracker. Kann eine Beziehung das auf Dauer aushalten?

Nachdem es im ersten Band um Maren und ihren Ex gegangen ist, steht hier nun Evi im Mittelpunkt. Sie ist eine lebenslustige und tüchtige Frau, in die mich sofort hineinversetzen konnte. Ben nervt mit seinem »Longevity«- Spleen – was in vielen Fällen zu komischen Situationen führt, aber manchmal ein wenig zu viel ausgereizt wird. Gibt es solche Typen wirklich? Auch Markus, der beste Freund, jammert sehr viel über seine Freundin – an vielen Stellen habe ich mich gefragt, warum manchmal Beziehungen nicht eher beendet werden.
Der Schreibstil ist flott, die Dialoge leicht und locker, wie schon bei ersten Teil hätte ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr an Tempo gewünscht, Nebenstränge wie die Situation um die Patientin Domdröse, waren für mich etwas zu lang. Trotzdem habe ich die Geschichte gern gelesen, musste an manchen Stellen herzhaft lachen und kann diesen amüsanten Roman gern weiterempfehlen.

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Turbulent und humorvoll, ein wunderbarer Roman über die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben

Rezensionen von Nora F.:

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Wird spannend!

Vier sind zwei zu viel von Käthe Lachmann

Hans Jorda über sein interessantes Leben. Das kann nur superwitzig und cool werden. Heute veröffentlicht, schenke ich mir selbst zu Weihnachten.

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Turbulent und humorvoll, ein wunderbarer Roman über die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben

Rezensionen von Bücherfreundin:

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Großartiger dritter Band der Susan Ryeland-Reihe

Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3) von Anthony Horowitz

"Tod zur Teestunde" ist der neue und voraussichtlich letzte Kriminalroman des britischen Schriftstellers Anthony Horowitz um die Lektorin Susan Ryeland. Das 568 Seiten umfassende Buch knüpft an die 2018 und 2022 erschienenen Vorgängerbände "Die Morde von Rye Hall" und "Der Tote aus Zimmer 12" an.

Es ist sicherlich hilfreich, die beiden ersten Romane der Reihe gelesen zu haben, doch auch ohne dieses Basiswissen findet man sich schnell zurecht, zumal immer wieder Bezug auf Ereignisse der ersten Bände genommen wird.

Die Ich-Erzählerin Susan hat sich von ihrem Freund Andreas getrennt, mit dem sie auf Kreta ein Hotel führte. Als freie Lektorin arbeitete sie auf der Insel als Lektorin und betreute eine Serie von skandinavischen Kriminalromanen. Inzwischen ist sie 55 Jahre alt und kehrt nun nach London zurück. Michael Flynn, ihr Chef und Verleger von Causton Books, plant die Fortsetzung der erfolgreichen Atticus Pünd-Serie. Nach dem Tod von Alan Conway, der durch die Bücher reich und berühmt wurde, soll der junge Autor Eliot Crace, dessen Großmutter Miriam eine erfolgreiche Kinderbuchautorin war, drei Fortsetzungsromane schreiben. Da Susan bereits Alan Convay als Lektorin zur Seite stand, geht ihr Chef davon aus, dass sie auch für Eliot die ideale Lektorin sein wird. Die ersten Kapitel des Manuskripts von "Pünds letzter Fall" gefallen Susan, in der Geschichte geht es um den Tod von Lady Margaret Chalfont, die in ihrem Feriendomizil in Südfrankreich vergiftet wurde. Im Laufe der Lektüre erkennt Susan, dass Eliot in seinem Roman die Geschichte seiner eigenen dysfunktionalen Familie erzählt ...

Wie schon in den vorherigen Susan Ryeland-Büchern gibt es auch hier innerhalb des Buches ein zweites Buch. Beide Geschichten sind meisterhaft und mit viel Raffinesse miteinander verknüpft. Wir folgen Susan im Hier und Jetzt, erleben ihre Zusammenarbeit mit Eliot und begleiten sie bei ihren Ermittlungen, nachdem ein Mord geschehen ist und Susan unter Verdacht gerät. Parallel dazu tauchen wir ein in das Leben von Lady Chalfont und ihrer Familie, die die Sommermonate des Jahres 1955 in Südfrankreich verbringt. Es kommt zu einem Todesfall, bei dessen Aufklärung Atticus Pünd dem französischen Ermittler Frédéric Voltaire zur Seite stehen wird.

"Tod zur Teestunde" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte den intelligenten Schreibstil und die schöne Sprache. Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an, stetig baut sich mehr Spannung auf und bleibt bis zum Ende auf hohem Niveau. Die Handlung ist gut durchdacht, die Auflösung hat mich überrascht. Es gibt mehrere Tote, viele Verdächtige und Wendungen, es werden Geheimnisse aufgedeckt, und ich habe mich vom Autor auf falsche Fährten locken lassen.

Die Charakterzeichnung seiner Haupt- und Nebenfiguren ist Anthony Horowitz hervorragend gelungen, ich mochte Susan und Atticus Pünd bereits in den beiden ersten Krimis der Reihe und fand es faszinierend, wie sich die zahlreichen Puzzleteile nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügten. Das Buch, das neben den beiden Krimihandlungen auch Wortspiele und Anagramme enthält, hat mich absolut begeistert, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.

Leseempfehlung für alle, die ruhige und intelligent geschriebene Krimis ohne blutiges Gemetzel lieben.

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Großartiger dritter Band der Susan Ryeland-Reihe

Rezensionen von peppi:

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großartig

Wem du traust von Petra Johann

Diese leise, aber intensive Geschichte, die Petra Johann in ihrem Krimi erzählt, hat mir unheimlich gut gefallen.
Das scheinbar harmonische Familienleben wird nach Sofias Verschwinden zu einem intensiven Psychodrama.
Eine zentrale Figur ist Eva. Sie schwankt zwischen Loyalität und wachsendem Zweifel.

Hier zeigt die Autorin besonders wie zerbrechlich Vertrauen sein kann und wie schnell ein gewohntes Leben ins Wanken gerät.
Mehrmals war ich beim Lesen völlig sicher den Täter zu kennen, nur um ein paar Seiten später festzustellen, dass die von mir festgelegte Person es nicht sein kann, weil ein neuer Hinweis meine Theorie zunichte machte. In dem Krimi entsteht die Spannung nicht durch große Action, sondern die ständige Ungewissheit, ob man den Figuren trauen kann.
Die Art wie Petra Johann schreibt gefällt mir sehr . Sie setzt auf präzise Beobachtungen und Zwischentöne.
Meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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großartig

Rezensionen von Nicole (Abby1810):

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Dieses Buch zeigt Kindern die wahren Helden des Lebens

Theo und die Immerhelden von Ruth Katharina Breuer

Theo und die Immerhelden ist für mich ein besonderes Kinderbuch. Bücher über unterschiedliche Helden, wie zum Beispiel Spiderman, Superman oder auch Batman, gibt es wirklich viele. Aber was ist mit den täglichen Heldentaten von Pflegepersonal, hilfsbereite Nachbarn, und Kindergartenpädagoginnen? Sind das nicht die wahren und großartigen Helden unserer Zeit?

Theo mag Superhelden sehr gerne.

Für die Schule soll er auch ein Bild mit seinem persönlichen Superhelden malen. Während Theo mit seiner Familie am Frühstückstisch sitzt, kommt die Müllabfuhr. Bei strömenden Regen arbeiten die Männer fleißig. Dann fährt Theo mit dem Bus zur Zahnärztin. Im Buss hilft der Busfahrer eine jungen Frau im Rollstuhl. Beim Zahnarzt angekommen, ist Yasmin, die Ordinationsassistentin sehr nett und hilfsbereit.

Theo beobachtet den ganzen Tag über die Heldentaten ganz normaler Menschen. Er erkennt wie wichtig Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Respekt anderen Menschen gegenüber sind. Sein Bild beinhaltet anschließend nicht nur einen Superhelden, sondern viele, denn er hat die Heldentaten erkannt.

Ruth Katharina Breuer schreibt kindgerecht und transportiert dabei die Wichtigkeit von Nächstenliebe sehr verständlich. Die Illustrationen von Bernd Lehmann sind entzückend und sehr authentisch. Die bunten Farben sind sehr gut gewählt und passen wunderbar zu den Erzählungen. Mir gefällt besonders, dass hierbei den Kindern wichtige Werte vermittelt werden. Absolute Leseempfehlung und sehr gerne fünf Sterne!

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Dieses Buch zeigt Kindern die wahren Helden des Lebens

Rezensionen von Ulgu1978:

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Kann man seiner Erinnerung trauen?

Sonnenaufgang Nr. 5 von Carsten Sebastian Henn

Inhalt:
Jonas kommt an einem kleinen Ort an der See an, um die Autobiographie von Stella Dor zu schreiben. Stella hat auf vielen kleinen Zetteln kurze Ereignisse aus ihrem Leben notiert und gesammelt, die sie nach und nach hervorholt, um Jonas die Geschichte dazu zu erzählen. Aber stimmt ihr Erinnerungsvermögen mit der Wahrheit überein?

Mein Eindruck:
Mich hat sehr beeindruckt wie Carsten Henn mit großem Einfühlungsvermögen die Protagonisten in diesem Roman beschrieben hat.

Wie im richtigen Leben haben alle Personen ihr Päckchen zu tragen. In Rückblicken erfährt die Leserschaft wie das Leben allen Mitwirkenden mitgespielt hat und welche Wahrheiten verdrängt werden. Man erfährt sogar wie es dem Hund "guter Junge" ergangen war, bevor er zu seinem jetzigen Herrchen kam.
Für mich ist es ein Buch, das Mut macht, nicht trotz aller Schicksalsschläge den Kopf in den Sand zu stecken. Carsten Henn schafft es, tief in die Seele der Menschen zu blicken und ihre Gefühle zu beschreiben. Für mich war dieses Buch mein Highlight in meinem Lesejahr.

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Kann man seiner Erinnerung trauen?

Rezensionen von NT:

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Packend, nicht perfekt

Wem du traust von Petra Johann

Petra Johann gehört zu den Autorinnen, deren Krimis ich immer wieder gerne lese, vor allem wegen ihres leicht zugänglichen Schreibstils und der Art, wie sie Figuren zeichnet. Auch in ihrem neuen Buch gelingt es ihr, sehr unterschiedliche Charaktere zu entwickeln, die sich in Stimme, Verhalten und Hintergrund deutlich voneinander abheben.

Besonders beeindruckt hat mich erneut, wie authentisch sie junge Figuren wie Schülerinnen darstellt.

Der Plot selbst greift eine moderne und wichtige Thematik auf: sexualisierte Gewalt an Frauen und die Frage, wie Polizeiarbeit funktioniert und wo sie scheitert. Es geht auch um Freundschaft, Familie und um Vertrauen. Lange Zeit entwickelt sich der Kriminalfall mit einem leichten Spannungsbogen und wurde für mich ungefähr ab 60 Prozent etwas vorhersehbar, weil er in so kleinem Figurenkreis spielt. Das Finale ist dennoch kreativ und befriedigend.

Einige Aspekte haben mich jedoch gestört. Fast alle befragten Personen reagieren ablehnend, genervt oder verweigern sogar Auskünfte, obwohl eine junge Frau vermisst wird. Fast jede befragte Person stellt an irgendeiner Stelle die Frage: Warum wollen Sie das von mir wissen? Dieses Verhalten wirkte auf mich oft unlogisch, besonders bei Figuren, denen eigentlich daran liegen müsste, dass Sofia gefunden wird. Jede Minute zählt und doch wird die Kriminalpolizei immer wieder abgewimmelt. Für die Spannung mag das funktionieren, aber für mich erzeugte es eher Frust und Wut.

Auch die Dialoge empfand ich stellenweise als zu konstruiert. Manche Formulierungen klingen nicht nach wirklicher Alltagssprache, was die Authentizität einschränkt. Und der Klappentext ist etwas unglücklich gewählt: Der angekündigte blutbefleckte Pullover (der eigentlich eine Kapuzenjacke ist) taucht erst auf den letzten 95 Seiten auf. Bei einem über 400 Seiten starken Buch wirkt das irreführend.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch gut unterhalten.

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Packend, nicht perfekt