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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anjulia :

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Kein Apartment in New York

Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi

In "Unser Haus mit Rutsche" erzählt Safia Al Bagdadi über die Kindheit und Jugend von Layla, die mit ihrer französischen Mutter und ihrem irakischen Vater in Saarbrücken aufwächst, sich aber in keiner der Kulturen wiederfindet. Laylas Mutter wirkt eher kühl und elegant. Das Verhältnis zu den wohlhabenden französischen Großeltern ist schwierig, was auch bei dem ein oder anderen Besuch im Elsass deutlich wird.

Babe ist zunächst ein herzlicher Vater, mit großen beruflichen Plänen und Träumen. Statt des versprochenen Apartements in New York oder dem Haus mit Wasserrutschen am Tigris, bleibt es aber bei der Wohnung in Saarbrücken und Besuchen im Fechinger Schwimmbad. Ein besonderes Erlebnis ist die Reise der Familie zur Großmutter in den Irak. Spätestens der Ausbruch des zweiten Golfkriegs lässt sämtliche Geschäftsideen des Vaters platzen, verändert diesen und lässt eine zerbrochene Familie zurück, in der die Eltern die Kinder zu früh verlassen. Laylas Rückblick in die Kindheit und Jugend endet mit einem letzten Versöhnungsversuch der Eltern in Paris. Einem Nachmittag, an dem es fast so scheint, als könnte alles wieder gut werden. Mich hätte interessiert, was danach noch geschehen ist. So fühlt sich das Buch für mich leider nicht ganz vollständig an. Der Schreibstil des Buches ist angenehm und leicht zu lesen. Die Autorin schafft es dabei, dass die Geschichte nicht zu ernst und schwer wird. Die Ich-Perspektive aus der Laylas Geschichte erzählt wird, passt sehr gut. Ich konnte eine gute Verbindung zur Figur aufbauen. Aufgrund des Lebenslauf der Autorin gehe ich davon aus, dass hier auch eigene Kindheitserlebnisse eingebracht wurden

Fazit: Ein Buch über eine ungewöhnliche Familie, das mir gut gefallen hat.

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Kein Apartment in New York

Rezensionen von yellowdog:

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Adrian Reiter

Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Dieser Roman zeigt das vergangene Jahrhundert anhand eines Mannes, der 1901 geboren wurde. Adrian Reiter, ein Mann, der nicht agiert, sondern beobachtet. Mehrere Begegnungen prägen sein Leben. Es sind Menschen, die vom Krieg zerrüttet und beschädigt sind. Das gilt für den ersten wie für den zweiten Weltkrieg.

Das Buch ist teilweise bedrückend und ich habe lange gebraucht hineinzukommen. Dabei erzählt Norbert Gstrein von Anfang an präzise und mit Intensität.
Aber der Protagonist ist so zurückhaltend und passiv. Erst im dritten und letzten Teil des Buches habe ich das Gefühl endlich angekommen zu sein, als Adrian beginnt sich zu öffnen.

Das Buch ist nicht einfach, aber von Bedeutung, da es zeigt, wie Krieg das Leben der Menschen nachhaltig beeinflusst.

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Adrian Reiter

Rezensionen von woolbooksandcoffee:

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Perfekt

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 81 - Der Kran von Andrea Erne

Wie (fast) alle Titel dieser Reihe lieben wir auch diesen Teil sehr: toll gestaltete Seiten mit viel Text zum Staunen und Lernen. Für meinen 2 1/2 jährigen Sohn sowohl thematisch als auch inhaltlich der absolute Kracher! Baustellen jeder Art sind gerade ohnehin der Renner, hier lernen wir beide dazu.

Jede Seite lädt zum Entdecken ein und das Buch hat uns wirklich schon so einige Stunden auf der Couch begleitet. Was wir an der Reihe lieben ist, dass nicht nur die Kleinen was lernen können, sondern die Bücher, sofern das bei Kinderbüchern eben geht, auch für Erwachsene immer wieder etwas wissenswertes bereithalten. So schaue ich auch als Vorleserin immer wieder gerne in das Buch hinein. Absolut altersgerecht gestaltet und mit vielen tollen Klappen, die zum Entdecken einladen. Auch das Suchspiel am Ende kommt hier immer wieder gut an. Ein rundum tolles Kinderbuch!

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Perfekt

Rezensionen von woolbooksandcoffee:

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Super

Sachen suchen: Besuch im Zoo von Susanne Gernhäuser

Die Sachen suchen Reihe kommt bei meinem Sohn schon immer sehr gut an, da ist auch dieses Buch keine Ausnahme! Ich muss ehrlich sagen, dass die Reihe für mich als Erwachsene nicht zu meinen Favoriten gehört, aber wichtig ist ja, wie die Bücher den Kleinen gefallen. Das Buch ist altersgerecht gestaltet und bekannt schön illustriert, auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken.

Ich persönlich finde das Zoo-Thema nicht mehr so zeitgemäß und hätte mich eher über Tiere in freier Wildbahn gefreut, aber natürlich ist Zoo nach wie vor ein Dauerrenner bei den Kindern. Die Suchspiele sind recht einfach und auf manchen Seiten hätte ich mir etwas mehr zu suchen gewünscht, aber insgesamt beschäftigt und das Bucht nun schon einige Wochen fast täglich für einige Zeit. Mein Sohn greift immer wieder nach dem Buch und das ist ein klares Zeichen dafür, dass es ihm gut gefällt!

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Super

Rezensionen von yellowdog:

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Ein Buch von Relevanz

Sommer 24 von Navid Kermani

Navid Kermanis neues Buch ist eine Art privates erzählendes Essay, dass die Zeit Sommer 2024 beleuchtet. Im Mittelpunkt der Freitod eines Freundes, die Flüchtlingspolitik mit all seiner Unmenschlichkeit und die Arbeit an einer Rede über Thomas Mann. Fast hat es etwas tagebuchartiges, auch erstaunlich emotional.

Und es geht nicht nur um 2024. Auch Allgemeingültiges wird thematisiert.

Ein Reiz des Buches ist, die ganzen Themen zusammen zu bekommen, da die Zusammenhänge nicht so offensichtlich sind.

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Ein Buch von Relevanz

Rezensionen von Shilo:

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Zwei Zeiten, ein verborgenes Geheimnis

Das Versprechen von Cornwall von Karin Lindberg

Die Handlung der Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwart stößt Samantha auf dem Dachboden ihrer Tante in Cornwall auf einen alten Verlobungsring und damit auf Fragen, die lange verborgen waren. Begegnungen und Gespräche im Ort öffnen nach und nach den Blick auf eine Vergangenheit, die nicht abgeschlossen ist.

Cornwall ist dabei mehr als nur Kulisse. Die Weite der Landschaft und die zurückhaltende Stimmung prägen die Geschichte spürbar.
Vor allem die historische Ebene entwickelt eine spürbare Sogwirkung. Die Abschnitte im Jahr 1937 wirken dichter und emotionaler. Elsies Leben als junge Frau ohne familiären Halt, ihre Arbeit und die Hoffnung auf ein anderes Schicksal sind ruhig und glaubwürdig erzählt. Die politischen Spannungen vor dem Zweiten Weltkrieg verleihen diesem Teil zusätzliches Gewicht, ohne die Handlung zu überfrachten. Entscheidungen bekommen hier Gewicht und bleiben nicht folgenlos.
Die Gegenwartsebene ergänzt die Geschichte sinnvoll, auch wenn sie weniger Tiefe erreicht. Sie verbindet die offenen Fragen mit der Vergangenheit und sorgt für einen runden Rahmen. Manche Figuren wirken klarer, stören den Lesefluss jedoch nicht.
Die Geschichte überzeugt vor allem durch die historische Ebene und die stimmige Atmosphäre. Ruhig erzählt, entfaltet sie Spannung auf leise Weise und lässt die Entscheidungen der Figuren wirken.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Zwei Zeiten, ein verborgenes Geheimnis

Rezensionen von Odina:

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Märchenhaft düster

Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict

Der Thriller „Böser, böser Wolf" wurde von Alexandra Benedict verfasst und erschien am 14. Februar 2026 im Tropen Verlag. Das Buch umfasst 368 Seiten und das Cover ist düster und gruselig gestaltet. In der Geschichte geht es um die Autorin Katie, die von einem maskierten Mann entführt wird.

Er zwingt sie, tödliche Märchen zu schreiben, die er dann wahr macht. Während Detective Lyla Rondell ermittelt, entdeckt sie eine Verbindung zu ihrer eigenen Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sie schafft es, eine dichte, düstere und emotionale Atmosphäre zu erzeugen, die das Geschehen eindringlich vermittelt. Die Handlung ist spannend und voller überraschender Wendungen, sodass ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet. Besonders Katie als Hauptfigur ist vielschichtig und sympathisch dargestellt. Ihre kreativen Neuinterpretationen der Märchen und ihr Überlebenswille machen sie zur zentralen Bezugsperson. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller mit psychologischer Tiefe.

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Märchenhaft düster

Rezensionen von Harakiri:

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Die Pflegekraft

Schlangengrube von Anna Jansson

Bark möchte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag mit einer Freundin erleben, als er zu einem neuen Fall gerufen wird. In einem abgebrannten Kino wird eine Leiche gefunden. Ist es der vor 38 Jahren verschwundene Matthias? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und bei einem Empfang sterben einige der Gäste.

Kein einfacher Fall für Kommissar Bark und sein Team. Und dann sind da noch die privaten Probleme und seine Affäre mit Mia. Die Idee mit dem Anschlag und wie er ausgeführt wurde, finde ich genial. Und durch die Kapitel „Die Pflegekraft“ in das Hirn des Täters/der Täterin einzutauchen und seine/ihre Motivation und Gedanken zu verstehen, war großes Kino.

Zwischendurch hat das Buch ein paar kleinere Längen, weil es so auf der Stelle tritt, aber das wird durch das furiose Finale wieder wettgemacht. Wechselnde Sichtweisen in den Kapiteln sorgen für zusätzliche Spannung.

Ich mag auch das ausgewogene Verhältnis von Privatleben und Fall sehr gerne. Jansson gibt ihren Charakteren Leben, macht sie nahbar und zugänglich und das ist so besonders an den Benthien-Krimis. Mittlerweile 6 gibt es und ich habe alle sehr gerne gelesen und freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Man kann diese Krimis unabhängig voneinander lesen, jeder Fall ist abgeschlossen, aber mehr Spaß macht es, sie hintereinander zu lesen. „Schlangengrube“ endet mit einem kleinen Cliffhanger, denn Mia hat noch einiges zu verbergen – und auf die Auflösung (vielleicht im nächsten Band) bin ich schon sehr gespannt.

Fazit: Lebendige Charaktere, ein Fall, der es in sich hat und so noch nie da war und eine tolle Schreibweise zeichnen den neuen Krimi von Anna Jansson aus.

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Die Pflegekraft

Rezensionen von LeserinLu :

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Intensiv

Hundertsiebenundachtzig Tage von Ludovic Lecomte

Der Jugendroman „Hundertsiebenundachzig Tage“ hat mich vor allem durch sein sensibles Thema und seine ungewöhnliche Form überzeugt. Im Mittelpunkt steht ein jugendlicher Ich-Erzähler, der seine Wohnung nicht mehr verlassen kann. Eltern, Freunde und Therapeutin warten darauf, dass er den Schritt zurück in ein „normales“ Leben schafft, doch für ihn ist nicht einmal klar, was genau seine Angst ausgelöst hat.

Der Roman begleitet ihn in dem sehr engen Zeitraum der letzten Minuten, bevor er entscheidet, ob er wieder hinausgehen wird. Diese Situation wird collagenartig z.B. durch inneren Monolog, Chatverläufe, Gedankenstrom und Rückblicke auf seine Krankengeschichte dargestellt. Dabei passt sich die Form stark dem jeweiligen Inhalt an: Manche Passagen sind in Versen geschrieben, andere ohne Satzzeichen oder Groß- u. Kleinschreibung. Das kann für jugendliche Leser:innen zunächst ungewohnt sein, ergibt aber schnell Sinn, weil sie den Gefühlszustand des Erzählers widerspiegelt, weshalb gerade die Form des Romans mir gut gefallen hat. Der knappe Umfang des Romans macht ihn zusammen mit der Form einerseits sehr intensiv, andererseits ist das sicher motivierend für viele jugendliche Leser:innen.

Besonders gelungen finde ich auch, dass das Buch keine schnellen Erklärungen liefert. Stattdessen zeigt es, wie komplex Angst, Rückzug und mögliche Depressionen sein können und wie schwer es ist, sie von außen zu beurteilen. Einzig die Beziehung der Figuren untereinander hätte für mich noch näher beleuchtet werden können, um die Angst des Erzählers eventuell noch besser zu erklären. Das Thema habe ich aber so noch nie in einem Jugendbuch verarbeitet gelesen. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei Jugendlichen auf großes Interesse stößt, weil der Roman ernst nimmt, wie überwältigend psychische Belastungen sein können, ohne dabei belehrend zu wirken.

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Intensiv

Rezensionen von Shilo:

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Zwischen Verlust und vorsichtiger Liebe

Die Hoffnung, die uns trägt von Kerstin Lange

Lissabon im Jahr 1961 ist kein Ort der Leichtigkeit. Zwischen Trauer, Armut und stiller Hoffnung beginnt der Weg einer jungen Frau, die lernen muss, Verantwortung zu tragen, obwohl sie selbst Halt sucht.
Nach dem Tod ihres kleinen Bruders verändert sich für Amália alles. Der Vater verschwindet aus ihrem Leben, die Mutter wird krank, und plötzlich liegt viel mehr auf ihren Schultern, als sie tragen sollte.

Amália versucht, Ordnung in ihr Leben zu bringen und einen Weg aus der Not zu finden. Die Arbeit im Café Saudade wird zu einem wichtigen Anker. Dort begegnet sie dem Studenten Marcelo. Zwischen den beiden entwickeln sich Gefühle, die zwar mit der Zeit wachsen, jedoch von Anfang an unter Spannung stehen. Seine Arbeit im Widerstand ist ihm wichtiger als alles andere und beeinflusst sein Denken und Handeln. Die politische Lage spielt dabei immer mit hinein und wirkt sich auf das Leben und die Beziehungen der Figuren aus.
Besonders eindrücklich ist das Zusammenspiel von privaten Wünschen und den Umständen der Zeit. Amália sehnt sich nach Sicherheit und einem einfachen Leben, doch die Realität ist geprägt von Unsicherheit, Angst und leisen Formen des Widerstands. Der Roman zeigt diese inneren Konflikte ruhig und ohne Überzeichnung.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Handlung entwickelt sich ruhig, bleibt dabei aber durchgehend interessant und spannend. Man folgt Amália gern durch ihren Alltag und ihre Gedanken, ohne dass es anstrengend oder gar langweilig wird.
Am Ende bleibt ein ruhiger Eindruck. Die Geschichte erzählt von Liebe und Verlust und davon, wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu gehen. Ohne große Worte zeigt der Roman, was Hoffnung bedeuten kann, selbst in einer Zeit voller Angst und Unsicherheit.
Für Leser, die ruhige, gut erzählte Geschichten über Liebe, Verlust und innere Stärke mögen, ist dieses Buch ein echtes Highlight. 5 wohlverdiente Sterne.

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Zwischen Verlust und vorsichtiger Liebe