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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sophie H.:

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Der Preis für das Erwachsenwerden

Villa Rivolta von Daniel Speck

Mailand 1979: Der dreizehnjährige Tonino findet in einer Baugrube vor dem Haus eine Wehrmachtspistole und nimmt sie am nächsten Tag mit in die Schule. Ehe er sich versieht ist er mit seiner Mutter Valeria auf der Flucht vor der Polizei. Sie fliehen zu Piero, dem Kindheitsfreund ihrer Mutter. Was Tonino nicht ahnen kann: Mit dem Fund der Pistole stochert er in einem alten Familiengeheimnis herum.

Auf dem Weg zu Piero erzählt die Mutter ihm von ihrer Kindheit in und um der Villa Rivolta, dem Elternhaus von Piero.

Bresso 1946: Die vierjährige Valeria zieht mit ihrer Mutter in die Villa Rivolta. Während ihre Mutter dort als Haushälterin arbeitet, ist Valeria sich selbst überlassen und freundet sich heimlich mit dem Sohn der Revoltas an, mit Piero. Beide Kinder verstehen sich von der ersten Minute an ohne Worte. Zwei Seelenverwandte haben sich gefunden. Während Piero aufgrund seiner Herkunft alles zufällt und er alles erreicht, was er möchte, muss Valeria um alles kämpfen. Doch einen Kampf kämpft Valeria vergebens: den Kampf um ihre große Liebe Piero. Piero heiratet Lele und Valeria trifft den faszinierenden Flavio und wird von ihm ungeplant schwanger. Wird Valeria mit Flavio glücklich werden? Oder wird sie Piero ewig nachtrauern? Ist es besser, nicht zu heiraten, weil man so befreundet bleiben kann?

In diesem tollen Buch steckt so viel: eine Familiengeschichte, eine (oder mehrere) Liebesgeschichten, die Geschichte Italiens mit seinem nationalen Gefälle und die Geschichte der Firma Iso, deren Isetta wohl jeder kennt. Daniel Speck versteht es, alles leicht miteinander zu verbinden. Seine Erzählweise hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Ihm ist hier ein echter Pageturner gelungen. Die Figuren sind authentisch und als Leser leidet und fiebert man mit ihnen mit. Die italienischen Zitate, die Speck immer wieder einfließen lässt, kann man ohne Probleme verstehen und sie machen die Geschichte noch authentischer. Eine tolle Geschichte über Freundschaft, Herkunft, Leidenschaft und Verlust. Unbedingt lesen!

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Der Preis für das Erwachsenwerden

Rezensionen von Marie aus E.:

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Beklemmende Spannung

Eisnebel von Kate Alice Marshall

Ich habe die Hörbuch-Variante genossen und kann es absolut weiterempfehlen. Für Thriller-Fans ein Highlight.

Mit 10 Stunden und 9 Minuten (ungekürzt) auch gut unterzubringen, wenn man nicht allzuviel Hörzeit hat.

Die Sprecherin ist hier Heike Warmuth und sie hat einen sehr guten Job gemacht.

Ich fand die Stimme passend und habe ihr gerne zugehört.

Es geht um Theodora, genannt Theo und ihren reichen Verlobten Connor.
Theo soll endlich Connors Familie vorgestellt werden, deshalb reisen die Beiden zum luxuriösen Winteranwesen der Daltons, nach Idlewood.
Eigentlich ein Traum, viel Schnee, tolle Hüttchen für Privatsphäre und die ganze Familie ist da.

Nur: ein herzliches Willkommen ist etwas anderes. Theo erfährt ziemlich schnell, dass sie unerwünscht ist. Und nicht nur das. Irgendwie kommt ihr das Anwesen bekannt vor.

Das Hörbuch hat mich hier voll abgeholt. Das beklemmende Gefühl, dass auf Idlewood und mit der Familie irgendetwas nicht stimmt, wurde immer schlimmer und ich konnte nicht einordnen, wer Gut und wer Böse ist und wie alles zusammenhängt.

Ich fand es sehr spannend und kann es nur weiterempfehlen.

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Beklemmende Spannung

Rezensionen von brauneye29:

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Tolles Buch

Grüne Welle von Esther Schüttpelz

Zum Inhalt:
Eine Frau im Auto auf dem Weg nach Hause. Durch eine Umleitung kommt sie vom Weg ab und sie verpasst Ausfahrt um Ausfahrt und statt Richtung zuhause zu fahren, entfernt sie sich immer mehr und nicht nur von ihrem zuhause sondern auch von ihrem Mann. Und sie gerät ins Grübeln. Wäre es nicht sogar besser, wenn sie nicht mehr zu ihm zurückkehren würde?
Meine Meinung:
Was für eine Geschichte! Quasi durch eine Grüne Welle wird die Frau immer mehr davon abgehalten abzubiegen und Richtung ihres Zuhauses zu fahren und dabei die Gedanken sich quasi nach und nach in eine Richtung drehen, die sie mental immer mehr von ihrem Mann entfernen, was vielleicht auch nicht das Schlechteste ist, den ihr Mann ist schon sehr kontrollierend.

Was mich unheimlich überrascht hat, war dass dieses Buch schon einen hohen Spannungsbogen hat, was man nicht unbedingt so erwartet hat. Mich hat das Buch sehr in seinen Bann gezogen, denn auch der Schreibstil hat mich neben der Geschichte sehr begeistert.
Fazit:
Tolles Buch

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Tolles Buch

Rezensionen von nanu?!:

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Gemütlicher Krimi mit ganz viel Schottlandflair

Mord & Breakfast von Anne Gordon

Nach einer Intrige verliert die Londoner Journalistin Melody Moss von jetzt auf gleich ihren Job bei der Zeitung. Fast zeitgleich erhält sie aus Schottland die Nachricht, sie habe das Bed and Breakfast ihrer Tante geerbt.
Timing ist alles, so denkt sie sich, und macht sich sofort auf den Weg.

Auf das Cosy in diesen Krimi wird großen Wert gelegt, und genau das hat mir hier auch besonders gut gefallen.

Das Setting muss man einfach mögen.
Seagull Bay ist ein kleiner, bei den Touristen sehr beliebter Ort, direkt an Schottlands Küste gelegen.
Nach und nach lernt man dessen Bewohner kennen und Melody muss bald feststellen, sehr beliebt war Tante Mabel offenbar nicht. So manch einer scheint sie sogar richtig gehasst zu haben, sodass Melody sich ernsthaft fragen muss, ob Mabels Tod wirklich nur ein Unfall war.
Als gute Journalistin weiß sie aber, wie man sich beim Recherchieren am besten anstellt.

Nebenher begleitet der Leser Melody durch ihren Alltag. Dabei geht es um das B&B mit seinen Gästen und Mitarbeitern. Melody muss sich neu organisieren und weiß auch noch gar nicht, ob sie die kleine Pension überhaupt behalten will.
Bunt wird es durch die vielen Veranstaltungen im Dorf. Dann ist da noch der Pub mit seinem knurrigen Betreiber. Den gutaussehenden Gärtner, den Melody noch von früher kennt. Beschreibungen über Schottlands wunderschöne Landschaften dürfen natürlich nicht fehlen und überhaupt das Leben in einem Dorf, wo jeder jeden kennt.
Das alles, vermischt mit den Ermittlungen um Mabels Tod und die mysteriösen Machenschaften dahinter, ergeben einen richtig gemütlichen Krimi, der sich schnell nebenbei weglesen lässt. Knallharte Mörder oder Taten darf man hier jedoch nicht erwarten.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich freue mich wirklich sehr auf einen neuen Teil. In Seagull Bay wird es noch den ein oder anderen rätselhaften Fall zu lösen geben.

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Gemütlicher Krimi mit ganz viel Schottlandflair

Rezensionen von xyz:

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Die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen- und achten lernen

Tiere und Pflanzen lebensgroß von Daniela Strauß; Dr. Hannes Petrischak; Holger Haag; Felix Weiss; Katrin Hecker

In ihrem Buch "Tiere und Pflanzen lebensgroß" aus der neuen Reihe "Familie erlebt Natur" vermittelt das Autorenteam Daniela Strauß, Holger Haag sowie Dr. Hannes Petrischak einen ersten Überblick zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

Alleine schon die ausdrucksstarken, teils lebensgroßen Fotos beeindrucken sehr und machen Lust auf das Lesen der Texte und auf tieferes Eintauchen in das Thema.

Es wird sehr viel Wissen auf anschauliche Weise angeboten, wobei die Dosis aufgrund der Übersichtlichkeit selbst bestimmt werden kann.

Es macht Freude, das gebundene Buch immer wieder in die Hand zu nehmen. Und genau so kann es auch genutzt werden, die Rahmenstruktur ist die Abfolge der vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die in der jeweiligen Jahreszeit am häufigsten vorkommenden Pflanzen und Tiere werden ganz- oder doppelseitig vorgestellt.

Ich sehe das Buch als Bestimmungsbuch und Nachschlagewerk und erlebe die angekündigten Mitmach-Ideen und Rezepte eher als marginal.

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Die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen- und achten lernen

Rezensionen von brauneye29:

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Lesenswert

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen

Zum Inhalt:
Den letzten Abend des IIalienurlaubs hatte sich Erika ganz anders vorgestellt. Ihr Mann Jan, der Erika schon seit jegliche körperliche Nähe verweigert, eröffnet ihr, dass er seit anderthalb Jahren ein Verhältnis hat. Das trifft Erika unvorbereitet und eine Welt bricht zusammen. Doch zum Glück nur für eine kurze Zeit, dann treiben sie andere Fragen um, vorallem welche Möglichkeiten sie denn nun hat.

Meine Meinung:
In einem bestimmten Alter und Dauer einer Ehe erleben die Partner vieles. So hatte Erika selbst vor Jahren mal eine kurze Affäre, die fast zur Scheidung geführt hätte und nun ist es Jan der eine Affäre hat, allerdings schon deutlich länger als Erika seinerzeit. Wie damals würde Erika gerne durch eine Paartherapie die Ehe retten. Das Ende der vielen Überlegungen bringt zwar keine Lösung aber viele neue Denkanstöße. Mir hat dieses Auseinanderzusetzen mit dem bisherigen Leben und was Erika eigentlich gerne noch erleben möchte, sehr gut gefallen, denn das Buch war wirklich wie aus dem Leben gegriffen.
Fazit:
Lesenswert

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Lesenswert

Rezensionen von Sternzauber:

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Freud und Leid auf dem Bauernhof in der Steiermark

Gekommen, um zu bleiben von Madeleine Becker

Ich mag das Cover von „Gekommen, um zu bleiben“ von Madeleine Becker sehr gerne. Das viele Grün und die Tiere erzeugen bei mir unmittelbar große Lust aufs Landleben und ich finde es auch schön, die Autorin gleich auf den ersten Blick ein wenig kennen lernen zu können. Die Gestaltung insgesamt strahlt dabei eine wunderbar harmonische Mischung aus ländlicher Nostalgie und Moderne aus, was mir sehr gefällt.

Und auch im Inneren des Buches erwartete mich eine sehr gelungene Gestaltung, beginnend in der Klappe, wo ich einen Plan des Hofes vorgefunden habe. In der hinteren Klappe wird zudem die Wald-WG vorgestellt und beides ist wundervoll individuell und kreativ umgesetzt. Außerdem bietet es mir Orientierung und nähere Einblicke, was ich sehr schätze. Außerdem gibt es zwei Bildteile, die mit vielen bunten Bildern der Tiere, des Hofes und der Menschen dazu aufwarten, was mir ebenfalls sehr gefällt.

Im Text erzählt Madeleine Becker von ihrem Neuanfang und von ihrem Ankommen in ihrem „Haus am Wald“. Mit ihrem Partner Lukas und etlichen Tieren ist sie vom Bauernhof ihrer Schwiegereltern in die Steiermark geflohen und hat dort mit ihnen ihr eigenes kleines Paradies am Waldrand geschaffen. Dieses ländliche Idyll ist jedoch keines Wegs frei von Chaos, Katastrophen, Verlusten und Herausforderungen und doch auch gesegnet mit ganz viel Freude, Zuversicht, Tierliebe, Mut und Glück im Moment.

Ich kenne keines der vorherigen Bücher der Autorin und auch ihre Beiträge des Bloggs @frau_freudig sind mir nicht bekannt. Trotzdem war ich sehr neugierig auf dieses Buch und darf nach der Lektüre verraten, dass ich eine anregende, interessante und auch berührende Lesezeit hatte. Madeleine Becker erzählt in sehr angenehmer Art und Weise, die mir das Gefühl gibt, dass sie mir ganz persönlich von ihrem Leben im Haus am Wald erzählt. Dabei hat es mich überrascht, wie offen sie ihr Leben, ihre Gefühle und Gedanken mit uns LeserInnen teilt und war immer wieder davon berührt – sowohl von Glück und Erleichterung, als auch von Angst und Schmerz. Sie lässt uns wirklich in ihre Welt eintauchen und so fahnden wir am Berg nach den entlaufenen Kühen, verjagen mit ihr den Bussard, der es auf die Hühner abgesehen hat, verfallen dem neuen Kater Theo und versinken im Schlamm, freuen uns über das erste Gemüse und über den Besuch enger Freunde, hadern mit Ungerechtigkeiten und versinken im Chaos immer neuer Anforderungen. Nicht zuletzt musste ich an mancher Stelle auch wirklich laut lachen, weil es einfach zu komisch war, was „Tier“ da so veranstaltet hat.

Neben all den Anekdoten aus der Lebensgemeinschaft des Hofes, gibt es aber auch immer wieder Einordnungen von universellen landwirtschaftlichen Themen. Ich kann diese inhaltlich überhaupt nicht beurteilen, empfinde die Aussagen der Autorin jedoch als stimmig und sie wirken gut recherchiert. Mir haben sie vor allem mansch neuen Einblick geschenkt, denn viele Dinge wusste ich nicht, oder war mir deren Zusammenhänge nicht bewusst. Eine wunderbare Ergänzung ist zudem der Anhang des Buches, in dem es eine Liste zu Tiersichtungen auf dem Gelände des Hofes, sowie ein Glossar mit Begriffen gibt, die vielleicht nicht jedem Leser geläufig sind. Zudem gibt es ein einladendes und erklärendes Vorwort sowie eine Playlist zum Buch – ein tolles Gesamtpaket!

Auch wenn das Landleben mit den Tieren und dem eigenen Gemüseanbau ein zentrales Thema dieses Buches ist, so geht es doch auch ganz generell um einen Neuanfang, darum sich selber (wieder) zu finden, behutsam mit sich und seiner Umwelt umzugehen und seinen eigenen Weg bzw. Platz in der Welt zu finden. Daher kann ich dieses Buch nicht nur allen LeserInnen empfehlen, die Interesse an „tierischen Themen“ haben, sondern glaube, dass die allermeisten Identifikationspunkte in den alltäglichen und lebensnahen Inhalten finden werden – viel Freude bei eurer Reise in die Steiermark!

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Freud und Leid auf dem Bauernhof in der Steiermark

Rezensionen von Karina :

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Was ist Heimat

Trag das Feuer weiter von Leïla Slimani

Eine so eindrucksvolle Familientrilogie - sie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen in ihren Bann gezogen.
Erst als ich 'Trag das Feuer weiter' in den Händen hielt, bemerkte ich, dass es sich um den dritten Band handelt. Deshalb habe ich zuvor die beiden ersten Teile, 'Das Land der Anderen' und anschließend 'Schaut, wie wir tanzen' als Hörbuch gehört - und das war genau die richtige Entscheidung.

Die gesamte Familiengeschichte zu kennen, verleiht dem dritten Band noch einmal eine ganz andere Tiefe und ein intensiveres Verständnis für die Figuren.

Leïla Slimani beginnt ihre marrokanisch-französischen Familienchronik kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die abenteuerlustige und leidenschaftlich Elsässerin Mathilde verliebt sich in den marrokanischen Offizier Amine und folgt ihm in seine Heimat. Dort ist sie die Fremde - konfrontiert mit einer anderen Mentalität, schwierigen Lebensumständen und einem traditionellen Frauenbild, mit dem sie erst umgehen lernen muss. Ich mochte Mathilde sehr: sie ist stark, lebensfroh und unangepasst. Bis zum Ende der Trilogie bleibt sie meine absolute Lieblingsfigur.

Der zweite Band spielt in den 1960er- und 1970er- Jahren. Wir begleiten Aïcha, die Tochter von Mathilde und Amine, nach ihrem Medizinstudium: wie sie lebt, liebt und und sich beruflich Respekt verschafft. Gleichzeitig zeichnet der Roman ein eindrucksvolles Bild des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs in Marroko. Aïchas Bruder Selim hingegen zerbricht am Druck seines Vaters und an den Erwartungen, die auf ihm lasten - auch das wird sehr bewegend geschildert.

Im dritten Teil treten Mathilde und Amine leider etwas in den Hintergrund, was ich persönlich schade fand, ohne das es die Qualität des Romans mindert. Nun steht die dritte Generation im Mittelpunkt: Aïchas und Mehdis Töchter Mia und Inès Ringen mit ihren eigenen Herausforderungen. Vieles ähnelt den Konflikten der vorherigen Generationen - und ist doch ganz anders. Auch diese jungen Frauen haben mein Herz erobert. Ebenso Selma, Amines Schwester: Als schönes, aber eingeengtes junges Mädchen geboren, kämpft sie unbeirrbar für ihre Unabhängigkeit. Trotz schwerer Schicksalsschläge bleibt sie aufmüpfig und stark.

Die Trilogie basiert auf der eigenen Familiengeschichte Slimanis, was den Romanen eine besondere Authentizität verleiht. Alles wirkt glaubwürdig und lebendig, die Figuren erscheinen nahbar und echt. Zudem ist die kulturelle Dimension äußerst spannend und bereichernd. Ich habe alle drei Bände sehr genossen.

Hervorragend gesprochen von Wiebke Puls, sensibel und flüssig übersetzt von Amelie Thoma - und großartig geschrieben von Leïla Slimani.

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Was ist Heimat

Rezensionen von nil_liest:

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Leise Macht statt lauter Dominanz – kann Führung heute anders funktionieren?

Das Ende der Dominanz von Brigitte Witzer

Sachbücher über Führung und Macht laufen oft Gefahr, entweder trocken oder missionarisch zu wirken. Das Buch „Das Ende der Dominanz“ von Brigitte Witzer geht einen anderen Weg: Es liest sich wie eine Mischung aus kluger Analyse, persönlicher Erfahrung und einem durchaus leidenschaftlichen Plädoyer für eine neue Art von Einfluss in Unternehmen.

Wer ist Brigitte Witzer?
Witzer bringt eine Biografie mit, die man beim Lesen tatsächlich spürt. Sie hat Geisteswissenschaften studiert, arbeitete zunächst in einem Computerbuchverlag, wechselte später zu Bertelsmann nach Gütersloh und wurde Anfang der 1990er-Jahre dort eine der ersten weiblichen Geschäftsführerinnen. Danach ging sie in die Wissenschaft, baute in Leipzig einen Studiengang Medientechnik auf und entschied sich schließlich bewusst gegen eine Beamtenlaufbahn, um als Coach, Beraterin und Autorin zu arbeiten. Diese Wechsel zwischen Wirtschaft, Hochschule und Beratung prägen ihre Perspektive – das Buch wirkt dadurch weniger theoretisch als viele andere Managementtitel.
Worum es im Buch geht
Witzer nimmt sich ein Thema vor, über das in Unternehmen erstaunlich selten offen gesprochen wird: Macht. Alle wissen, dass ohne sie wenig vorangeht – Entscheidungen, Veränderungen oder Innovationen brauchen Gestaltungsspielraum. Gleichzeitig schrecken viele Menschen davor zurück, besonders Frauen oder jüngere Generationen, die lieber inhaltlich arbeiten wollen als sich auf Machtspiele einzulassen.
Genau hier setzt das Buch an. Witzer zeigt, dass Macht nicht zwangsläufig mit Dominanz, Druck oder taktischer Manipulation verbunden sein muss. Die klassische Vorstellung von Führung – laut, durchsetzungsstark, hierarchisch – wirkt heute oft wie ein Relikt. Und doch verschwindet Macht nicht einfach; sie verändert nur ihre Form.
Ihr zentraler Gedanke: Wirksame Führung entsteht durch Präsenz, soziale Intelligenz und Resonanz im Team. Wer zuhört, empathisch agiert und klar im Raum steht, kann ebenso Einfluss nehmen – vielleicht sogar nachhaltiger als mit den alten „Command-and-Control“-Methoden.
Der Schreibstil
Was mir besonders aufgefallen ist: Witzers Stil hat Energie. Sie schreibt nicht nüchtern-akademisch, sondern argumentiert pointiert und stellenweise fast essayistisch. Man merkt, dass sie viel erlebt hat und ihre Thesen aus der Praxis ableitet.
Dabei gelingt ihr ein interessanter Spagat: Einerseits analysiert sie strukturelle Machtmechanismen, andererseits spricht sie die Leserinnen und Leser direkt an – fast wie in einem Coaching-Gespräch. Manche Passagen wirken bewusst zugespitzt, um alte Denkweisen zu hinterfragen. Gerade dadurch bleibt das Buch lebendig und gut lesbar, selbst für Menschen, die sonst nicht viele Managementbücher lesen.
Was das Buch besonders macht
„Das Ende der Dominanz“ ist kein klassischer Ratgeber mit Checklisten. Es ist eher ein Perspektivwechsel. Witzer fordert dazu auf, Macht nicht zu verdrängen, sondern sie bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen. Führung bedeutet hier nicht „Macht über“, sondern Gestaltung – durch Persönlichkeit, Haltung und die Fähigkeit, andere mitzunehmen.
Gerade für Menschen, die Führung skeptisch betrachten oder sich in hierarchischen Strukturen unwohl fühlen, kann das Buch überraschend sein. Es nimmt ihnen ein Stück der Abwehrhaltung gegenüber Macht und zeigt Alternativen auf, die weniger mit Kampf und mehr mit Wirkung zu tun haben.
Fazit
„Das Ende der Dominanz“ ist ein kluges, teilweise provokantes Sachbuch über moderne Führung. Es verbindet Erfahrung aus Wirtschaft und Coaching mit einem engagierten Schreibstil, der zum Nachdenken anregt. Wer verstehen möchte, warum Macht in Organisationen nicht verschwindet – und wie sie heute anders aussehen könnte –, findet hier viele spannende Impulse.
Ein Buch, das weniger erklärt, wie man „Chef spielt“, sondern eher, wie man als Persönlichkeit wirksam wird. Und genau darin liegt seine Stärke.

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Leise Macht statt lauter Dominanz – kann Führung heute anders funktionieren?

Rezensionen von milky:

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Zwischen Verletzlichkeit und Hoffnung

Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien

In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ erzählt Lilli Tollkien eine einfühlsame Geschichte über Verlust, innere Stärke und die leise Kunst, trotz allem weiterzugehen. Der Roman entfaltet seine Wirkung nicht durch Drama oder Spannung, sondern durch feine Zwischentöne und eine Sprache, die gleichzeitig poetisch und klar bleibt.

Im Zentrum steht Lale, die mit den Bruchlinien ihres Lebens konfrontiert wird. Was zunächst wie eine persönliche Krise erscheint, entwickelt sich zu einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit Identität, Trauer und Selbstannahme. Es gelingt, emotionale Schwere mit Momenten von Wärme und Hoffnung zu verbinden. Besonders beeindruckend ist dabei die Art, wie innere Prozesse sichtbar gemacht werden: Gedanken, Zweifel und Sehnsüchte wirken authentisch und nahbar.
Der Titel wird zur Metapher für den Versuch, das scheinbar Unhaltbare festzuhalten – sei es eine Beziehung, ein Traum oder das eigene Selbstbild. Gerade in dieser Symbolik liegt die große Stärke des Romans: Er ermutigt, ohne kitschig zu sein, und spendet Trost, ohne einfache Antworten zu liefern.
Stilistisch überzeugt das Buch durch ruhige, dichte Beschreibungen und glaubwürdige Dialoge. Manche Passagen laden zum Innehalten ein, andere treiben die Handlung sanft voran. Wer temporeiche Spannung sucht, wird hier weniger fündig; wer jedoch literarische Tiefe und emotionale Ehrlichkeit schätzt, findet ein berührendes Werk.
Insgesamt ist „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ein stiller Roman, der lange nachhallt – ein Buch, das zeigt, wie viel Kraft im Weitermachen liegt.

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Zwischen Verletzlichkeit und Hoffnung