Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rosetheline :
Machtgefälle
Alle glücklich von Kira Mohn
In Kira Mohns "Alle glücklich" geht es um Nina und Alexander sowie ihre Kinder Emilia und Ben - Eine von außen hin gutbürgerliche Familie. Das könnte man zumindest meinen.
Nina und Alexander haben sich während ihres Medizinstudiums kennengelernt und obwohl Alexander nun erfolgreich als Oberarzt arbeitet, hat Nina nach ihrer Schwangerschaft zum Ende des Studiums ihre eigene Karriere hintenangestellt und arbeitet nun als MTA.
Ihr Sohn Ben ist Student und man sollte meinen, dass dies die beste Zeit im Leben eines jungen Erwachsenen sein sollte, doch Ben ist schüchtern und ein kleiner Nerd mit wenig sozialen Kontakten.
Ihre Tochter Emilia ist Schülerin und bei ihr scheint alles gut zu laufen, vor allem in den Bereichen, in denen Ben viel Kummer erleidet.
Mohn schafft es in ihrem Roman ein "ganz normales" Familienkonstrukt zu schaffen, das es so bestimmt zuhauf gibt und in das sich viele Leser*innen hineinversetzen können. Die kleinen Probleme, die sich anfangs aufzeigen, werden mit der Zeit jedoch immer größer und entwickeln sich in weitere Probleme. Dabei nehmen Themen wie ungleiche Machtverhältnisse, Missbrauch, Einsamkeit, mangelndes Einstehen für sich selbst und Weiterentwicklung einen großen Platz ein. Manchmal wirkt das alles jedoch viel zu viel und es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin sich auf ein, zwei Themen weniger eingelassen hätte, denn so hat die Geschichte am Ende für mich ein wenig seiner Glaubwürdigkeit verloren.
Zusammenfassend fand ich den Roman dennoch lesenswert und die genannten Themen auch wichtig. Er ließ sich gut lesen und ich bin definitiv nicht abgeneigt ein weiteres Buch der Autorin zu lesen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.
Rezensionen von Annaja:
So sehen Gewinner aus
Rache ist süß - Eine bitterböse Überraschung von Katharina Reschke
Mathilda zieht mit ihrer Familie nach Wülsten zu den Großeltern. Dort hat alles seine Ordnung. Mathilda ist ein aufgewecktes kleines Mädchen, das ihre Topfpflanzen liebt und die es auch gern mal chaotisch mag. In der neuen Schule lernt sie Finn, einen Erfindergeist, kennen und freundet sich mit ihm an.
Ein Wettbewerb an der Schule ruft die beiden auf den Plan. Doch es sieht so aus, als würde nichts gelingen, die Hobbykünste von Finn scheitern. Aber Aufgeben ist auch nichts und Opa findet das auch. Dem fiese Mitschüler Sören passt so gar nichts und er mobbt die beiden ständig. Als sich nach und nach alle vom Wettbewerb an der Schule abmelden, finden Mathilda und Finn schnell heraus, woran das liegt und wer etwas im "Schilde" führt. Man kann sich aber auch rächen und zu guter Letzt wird dem "Bösewicht" selbst ein übler Streich gespielt.
Wunderbar erzählt und hübsch illustriert, das ist eine richtig tolle Abenteuergeschichte für Kinder, die vielleicht noch ein wenig unsicher sind, sich aber gern auch behaupten würden, Freunde finden, ehrlich sind und Mut haben. Denn so kann vieles gelingen.
Meine Leseempfehlung für Kinder ab cirka 9 Jahren.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir gut gefallen
Schattenmädchen von Frida Skybäck
Zum Inhalt:
Nach eine Party eines Tech-Unternehmens verschwindet die Studentin Isabelle spurlos. Der CEO des Unternehmens beteuert sie nicht gekannt zu haben, doch stimmt das wirklich? Bei den Ermittlungen stoßen Frederika und Henry auf Parallelen zu einem anderen Fall, ebenfalls eine Studentin, die getötet wurde.
Die Ermittlungen damals weisen erhebliche Mängel auf, wurde der Falsche verurteilt?
Meine Meinung:
Das war mal ein Buch, dass einen immer wieder mit neuen Überraschungen und Wendungen konfrontiert und dadurch ist der Spannungsbogen auch ungeheuer hoch. Was mir hier auch gut gefällt, dass immer wieder auch Frederikas Privatleben eine Rolle spielt, denn schließlich haben auch Ermittler das. Der Schreibstil war sehr eingängig, es wird eine wahre Geschichte aufgegriffen, die nie wirklich richtig untersucht wurde. Alles Komponenten, die einen richtig guten Krimi ausmachen. Klare Leseempfehlung.
Fazit:
Hat mir gut gefallen
Rezensionen von rosetheline :
Wichtig und zugänglich
Der letzte Sommer der Tauben von Abbas Khider
In "Der letzte Sommer der Tauben" erzählt Abbas Khider von Noah, einem vierzehnjährigen Jungen, der zusammen mit seinen Eltern in einer Stadt, an einem heißen Ort wohnt. Noah ist Schüler, doch ebenso Taubenzüchter und hat diese Kunst von seinem Onkel gelernt.
Eines Tages muss Noah seinem Vater im Laden helfen, da die strengeren Regeln des Kalifats es nun nicht mehr erlauben "unzüchtige" Kleidung zu verkaufen und Schaufensterpuppen ohne Niqab auszustellen.
Was anfangs eine einzige, schwierige und einschneidende Veränderung ist, wird eine von vielen weiteren, die mit der Zeit dazukommen. Bis es eines Tages Noahs Tauben betrifft.
Khider hat ein wichtiges Buch geschrieben, das mit Sicherheit autobiografische Züge hat. Als Leser*in verfolgt man gut mit, wie schnell ein extremes Regime seine Ideologien umsetzen und den Menschen (aber in diesem Fall auch den Tauben sinnbildlich) die Freiheit nehmen kann. Dabei zeigt Khider jedoch, dass es selbst in einer Familie verschiedene Akteure geben kann, die sowohl für oder gegen das Regime sind und ferner inwiefern Minderheiten davon betroffen sein können.
Die Kapitel sind kurz und leicht zu lesen. Sie wirken zwar anfangs etwas abgehackt, doch mit der Zeit konnte ich mich gut zurechtfinden.
Alles in Allem habe ich das Buch gerne gelesen und würde es definitiv weiterempfehlen, vor allem auch um den Einfluss politischer Entwicklungen auf Menschenebene in anderen Ländern zu verstehen. Daher vergebe ich 4,5 Sterne.
Rezensionen von Ameland:
Auf den Hund gekommen
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig
Angelika und Hans möchten ihren Ruhestand an der Algarve verbringen. Während Hans sich am liebsten mit einem Buch zurückzieht, möchte Angelika mehr Schwung in den gemeinsamen Alltag und in die Beziehung bringen. Hier kommt ihr unerwartet der Findelhund Fellina zur Hilfe, aber mit mehr Aufregung als gewünscht.
Ein wunderbarer Wohlfühlroman mit fast nur liebenswerten Protagonisten. Mein heimlicher Star war natürlich die Mischlingshündin Fellina. Tessa Henning hat eine gehörige Portion Humor in diesen Roman gepackt, so dass meine Lachmuskeln ordentlich beansprucht wurden. Aber auch ernstere Themen kamen zur Sprache wie z. B. Trennung und Verlust, Trauerbewältigung oder Selbstfindungsprozesse bei jungen Erwachsenen. Das hat der Geschichte aber nicht die Leichtigkeit genommen.
Die bildhafte Beschreibung der traumhaften Landschaft, des Wetters und der kulinarischen Köstlichkeiten hat in mir den Wunsch nach einem sofortigen Flug nach Portugal geweckt.
Mich hat dieser Roman vom Anfang bis zum Ende sehr gut unterhalten.
Rezensionen von Harakiri:
viele Verdächtige
Rügenmord von Katharina Peters
Ein Toter in einer verbrannten Scheune ruft Kommissarin Romy Beccare auf den Plan. Doch die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig. Beinah jeder der Verdächtigen hat ein Motiv, aber auch ein Alibi.
Spannende Ermittlungen auf Rügen, allerdings zog sich die Handlung zwischendurch ein wenig und auch was mit einem der Hauptverdächtigen passiert, wird später nicht weiterverfolgt.
Ansonsten ein sehr solider Krimi mit viel Ermittlungsarbeit und sympathischen Charakteren.
Der Fall ist logisch aufgebaut und verzwickt genug, um den Leser miträtseln zu lassen. Er bietet genug Wendungen und Spannung. Ich verfolge Romy Beccare vom ersten Buch an und mag ihren Schreibstil sehr gerne. Anschaulich und authentisch baut sie ihre Handlung auf und sorgt am Ende für den gewissen AHA-Effekt.
Grausame Szenen sucht man bei Peters vergeblich. So ist der Krimi für alle, die es gerne spannend und logisch mögen, sehr gut geeignet.
Rezensionen von Harakiri:
Umweltkrimi
Dünenwut von Sven Koch
In Sven Kochs neuem Fall bekommen es die Ermittler Femke und Tjark mit Umweltaktivisten zu tun. Eine gesprengte Stromleitung sorgt für mildes Chaos im Norden Deutschlands sowie im Süden Dänemarks. Als kurz darauf eine Leiche gefunden wird, beginnen intensive Ermittlungen im Klimamilieu. Schnell sind die Verursacher ausgemacht, doch steht hinter ihnen noch etwas viel Größeres?
Genau, Sven Koch wäre nicht Sven Koch, wenn die gesprengte Stromleitung schon alles wäre, womit es die Ermittler zu tun haben.
Sehr liebevoll baut er seinen Fall auf. Das Buch beginnt mit der Einführung aller Protagonisten und was sie zur Zeit des Stromausfalls getan haben. So sind auch Leser, die die Vorgängerbände nicht kennen, gleich in der Handlung und kennen die Charaktere.
Ein wenig viel fand ich die Erklärungen zu den Umweltfragen. Die waren etwas zu detailliert und hemmten meinen Lesefluss. Ansonsten war das Buch wieder logisch aufgebaut, mit einigen Wendungen versehen und atemraubenden Kapiteln. Was mir ein wenig gefehlt hat, war dieses Mal die Privatseite der Kommissare, die mag ich sonst auch sehr gerne.
Einen Krimi aus der Sicht der Täter zu schreiben, bzw. lange Kapitel über deren Motive und Handeln zu schreiben, ist sehr erfrischend und hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Bereits der 9. Fall für Femke und Tjark und hoffentlich nicht der letzte.
Rezensionen von rosetheline :
Fehlende Tiefe und große Absurdität
Es ist hell und draußen dreht sich die Welt von Dita Zipfel
In Dita Zipfels Roman "Es ist hell und draußen dreht sich die Welt" geht es um die beiden Paare Linn und Matze sowie Eva und Felix, die einige Tage zusammen Urlaub in Südfrankreich machen.
Während Linn und Matze seit Jahren versuchen Eltern zu werden, haben Eva und Felix bereits zwei Kinder.
Und auch sonst scheint das Leben der beiden perfekt. Und so ist es natürlich für den Selfmademan Felix auch nichts Großes Linn und Matze in den Urlaub einzuladen.
Was anfangs perfekt scheint, fängt jedoch nach und nach an zu bröckeln. In Evas und Felix' Leben ist nicht alles perfekt und auch Linn fängt an ihre Lebensplanung zu überdenken.
Die Prämisse des Buches hat mir richtig gut gefallen. Anfangs hatte die Geschichte noch Stärken und Denkanstöße, doch mit jedem folgenden Kapitel kam mehr Absurdität dazu und viele Handlungsweisen erschienen mir unglaubwürdig. Einige der Charaktere waren sehr unsympathisch, was nicht unbedingt ein Problem für mich war, doch auch die "tiefe Verbindung" zwischen Eva und Linn habe ich nicht gespürt. Ich hätte mir viel mehr Tiefe und auch mehr Einblick in die Gedanken der einzelnen Charaktere gewünscht. Schade, denn die Geschichte hätte wirklich Potenzial gehabt.
Daher kann ich nur 1,5 Sterne vergeben.
Rezensionen von Blackcat:
Absolutes Highlight!
Dire Bound von Sable Sorensen
✨5/5✨
Ich hatte von Anfang an hohe Erwartungen an „Dire Bound“ - und die wurden sogar übertroffen! Auch wenn 800 Seiten relativ viel sind, am liebsten hätte ich noch weitere 800 gelesen. Vom ersten Kapitel an habe ich mit Meryn, der starken Protagonistin, mitgefühlt und mitgefiebert.
Ihr Beschützerinstinkt gegenüber ihrer Familie, ihre humorvolle, sarkastische Art und ihr tapferer Wille, sich niemals geschlagen zu geben obwohl alle gegen sie sind, machen sie zu einer meiner neuen Lieblingsprotagonistinnen! Alle Kapitel waren aus ihrer Perspektive geschrieben, was es umso spannender macht, alle neuen Wendungen, Charaktere und Orte kennenzulernen. Die Welt fand ich sehr interessant gestaltet und sehr gut gelungen, mit den Gebundenen und Schattenwölfen hab ich auch mal etwas kennengelernt, was ich davor noch nicht von einem Fantasy-Buch kannte. An Charakteren hat es auch nicht gemangelt, die Protagonistin allein fand ich schon sehr spannend, doch mit den anderen wurde die Geschichte nochmal ergreifender, die Schattenwölfe waren noch der letzte Feinschliff. Auch die verschieden Beziehungen zwischen den Charakteren, vor allem bei Meryn, haben mich bis zum Ende mitfiebern lassen. Ständig haben mich unvorhersehbare Wendungen nach Luft schnappen lassen. Auch wenn ich sogar die ein oder andere hervorgesehen habe, sie nochmal zu lesen war unglaublich. Außerdem wurde die Geschichte nie langweilig, durch neue Prüfungen, Kämpfe oder plötzlichen Handlungen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende hat mich geschockt zurückgelassen und ich weiß nicht, wie ich es noch bis zum Erscheinen des zweiten Bandes aushalten kann - der wird auf jeden Fall so schnell wie möglich gelesen!
Dieses Buch sieht nicht nur vom Cover und Farbschnitt aus richtig gut aus, auch der Inhalt lohnt sich! Jeder, der Lust auf ein spannendes Fantasybuch mit einer unglaublichen Protagonistin, unfassbaren Wendungen und sogar Schattenwölfen hat, der sollte sich sofort dieses absolute Highlight schnappen!
Rezensionen von Harakiri:
ein irres Tempo
Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann
Als die Zwillinge Jana und Nike im Moor verschwinden hat Polizistin Malia Gold gerade ihren Dienst in der neuen Dienststelle angetreten. Noch nicht einmal ihr Büro ist fertiggestellt. Doch als die Ereignisse sich zuspitzen, wird auch kein Büro mehr benötigt, denn auf einmal geht alles Schlag auf Schlag.
Wow, was für ein irres Tempo dieses Buch hat. Ich konnte es nicht zur Seite legen und habe es an einem Nachmittag durchgesuchtet. Allein die Atmosphäre mit der Kälte und dem Moor und die Tatsache, dass die jungen Mädchen irgendwie auch nicht so eine reinweiße Weste haben, wie alle denken. Aber auch Malia gefiel mir als Charakter sehr gut. Nach und nach kommt ihre Motivation, sich gerade in dieser Dienststelle zu bewerben ans Licht. Überhaupt bleiben keine Fragen lange offen. Außer die nach dem Täter.
Sehr gut gefielen mir auch die anderen Charaktere. Sei es der Lehrer, der in Schwierigkeiten steckt oder die Mutter von Malia, um die sich auch Geheimnisse ranken – auf jeden Fall viel Potential für noch weitere Bücher der Reihe.
Winkelmann schreibt wieder einen Krimi, der süchtig macht und durch die kurzen Kapitel dazu verleitet, immer noch eins lesen zu wollen, bis man schließlich am Ende angekommen ist und erst einmal wieder den Puls beruhigen muss.
Fazit: ein Autor, von dem man immer mehr lesen will und auch eine Ermittlerin, die ich gerne wieder treffen würde.











