Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sonne89:
Wärmend, verständnisvoll und wichtig
Maris Märchen von Shari Dietz; André Dietz
Mari ist ein Mädchen, wie alle anderen auch, nur dass sie das Angelman-Syndrom hat und dadurch in manchen Bereichen ihres Lebens gegenüber Gleichaltrigen eingeschränkt ist. Ihre Eltern geben ihr durch dieses Buch eine Stimme. Sie erzählt auf kindgerechte Art und Weise, dass man sich einen Gendefekt wie einen Bauplan vorstellen muss, was bei ihr anders ist und was nicht.
Ganz klar wird dabei Maris Sicht und nicht die der Erwachsenen geschildert, das fand ich richtig toll umgesetzt.
Mari erzählt schließlich bekannte Märchen auf ihre eigene Art.
Vom Downröschen und Händikäppchen. Modern und inklusiv, mit sehr viel Wärme, Humor und Verständnis. Das Buch zeigt auf, dass man sich nicht vor dem Anderssein fürchten muss, nur weil es unbekannt ist und ohnehin jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig und anders ist.
Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen, jeder Mensch kann etwas gut und damit die Welt schöner, lebenswerter und bunter gestalten.
Ein Buch, welches sich in jedem Kinderzimmer wieder finden darf und welches ich auch jedem Erwachsenen ans Herz lege.
Selbst erschlossenes Hintergrundwissen trifft Gemüseküche
Hot Stuff von Anastasia Zampounidis
Ein sehr schön aufgemachtes Buch, durch viele farbige Bilder und großzügige Anordnung der Texte.
Im Buch tauchen immer wieder Zitate von älteren prominenten Frauen auf, mit teils starken Aussagen. Die einzelnen Phasen der Wechseljahre werden erklärt und auch eine Übersicht der Symptome findet sich darin.
Zwischendurch findet man auch immer wieder Bilder von Anastasia, die stets sympathisch und fröhlich wirkt. Einzelne Obst- und Gemüsesorten werden erklärt im Zusammenhang mit der Frauengesundheit.
Außerdem gibt es ein Interview von einer Phytotherapeutin – ein medizinischer Hintergrund fehlt dem Buch allerdings.
Die Bausteine Ernährung, inkl. Fasten und Nährstoffe, sowie Schlaf, Trinken und Bewegung werden beleuchtet. Teilweise war mir das Buch hier aber zu oberflächlich. Bei dem Omega-3/6-Verhältnis hätte ich es auch sinnvoll gefunden, auf Fisch- oder Algenöle hinzuweisen, statt nur auf die Handvoll Nüsse, wo doch die Autorin selbst auch Algenkapseln einnimmt.
Die Rezepte sind aufgeteilt in Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Desserts und Getränke.
Leider sind keine Nährwertangaben enthalten. Es wird viel mit Tofu und pflanzlicher Milch gearbeitet. Die Rezepte klingen großteils machbar (ab und an sind auch mal Zutaten dabei, die man nur aus dem Reformhaus bekommt, aber eher selten).
Die Rezepte lesen sich gesund, aber es ist auch viel Soulfood dabei (Pumpkin Latte, Nussecken, Schokomousse etc.) und manche Rezepte klingen sehr exotisch, wie die Gemüsepizza mit Schokostückchen. Das muss ich noch unbedingt nachkochen. Die Rezepte sind sehr gemüselastig, Fleisch und Fisch finden nicht statt. Anastasia erklärt, dass sie statt Fisch (persönliche Abneigung?) lieber auf Algenkapseln zurückgreift und Fleisch sollte man eher meiden. Mir gefällt, dass sehr viel mit Gewürzen gearbeitet wird und die Rezepte geben wieder neuen Input.
Tolle Band
Heavysaurus - Der Comic von Adrian Vom Baur
Heavysaurus, das sind vier Dinos und ein Drache, die im realen Leben mit Heavy Metal Klängen und kinderfreundlichen Liedern den Nachwuchs-Metalern in den Kinderzimmern und auf deutschsprachigen Bühnen einheizen.
Wir durften schon ein Konzert besuchen und waren begeistert, weshalb auch der Comic sofort Anklang fand.
Optisch richtig toll gemacht, da der Comic in einem festen Einband Kinderhänden stabiler standhält.
Der Comic zeigt die Entstehungsgeschichte von Heavysaurus, wie sie den Heavy Metal kennen und lieben lernten, zu einer Band wurden und schließlich als Band bestehen mussten.
Man sieht, dass viel Fleiß und Übung in ihrem Werdegang lag und die Geschichte ist spannend erzählt. Als Leser kann man gut mitfiebern.
Die Bilder sind farbenfroh und das lesen macht Spaß.
Ein Must-Have für jeden Heavysaurus-Fan.
Chakra, Aura und Achtsamkeit
Einschlafrituale für dein Kind von Ksenija Rodos
Achtsamkeit ist meiner Meinung nach etwas, was sich auch Kinder gut aneignen können und den Alltag entschleunigt – das wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, da das Stresslevel steigt.
Ksenija Rodos leitet durch das Buch, indem sie die verschiedenen Schlafphasen vorstellt, die Bedeutung des Schlafes aufzeigt und Rituale vorschlägt die beim einschlafen helfen können.
Das Buch ist für Eltern von Kindern von 0 bis 10 Jahren ausgelegt.
Zuerst hat mich das Buch sehr begeistert, da ich die Infos zum Schlaf wissenschaftlich fundiert als sehr wertvoll erachte.
Im Booklet befinden sich noch Affirmationskarten zur Stärkung, sowie Atemübungen. Außerdem befindet sich im Buch noch ein QR-Code mit dem man kostenfreie Meditationen anhören kann.
Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir das Buch zu spirituell ist. Es wird auf den Energieaustausch zwischen Eltern und Kind, die Aura und Ängste eingegangen. Beispielsweise soll man seine Energie reinigen, bevor man das Baby ins Bett bringt.
Ich finde es durchaus sinnvoll Atemübungen zu machen, um Ruhe rein zu bringen und selbst runter zu fahren. Nur die Art, wie hier dieses runterkommen aufgezeigt wird (z.B. 10-15 Minuten meditieren am besten ohne Baby, notfalls auch mit oder mit 6-10 Jahren ein Dankbarkeitstagebuch zu führen), ist nicht wirklich mein Thema, für mich schwer umsetzbar und konnte mich auch nicht abholen. Für Familien mit mehr als einem Kind nicht so leicht umzusetzen.
Gut finde ich, dass die Einschlafrituale altersmäßig unterteilt wurden 0-2 Jahre 2-4 Jahre, 4-6 Jahre, 6-10 Jahre.
Allerdings hätte ich mir auch hier mehr Inspirationen erwartet in praktischer Sicht und weniger spirituell, bzw. besser durchgemischt.
Die Autorin ist unter anderem Expertin für Energie- und Chakraverteilung und das merkt man dem Buch sehr an.
Konnte mich absolut begeistern
Organisch von Giulia Enders
„Organisch“ von Giulia Enders ist optisch aufbereitet, wie ein Unterhaltungsroman und fällt dadurch positiv zwischen anderen medizinischen Sachbüchern auf.
Inhaltlich stellt Giulia Enders wichtige Organe des Körpers, deren Aufbau, Funktion und Auswirkungen auf unsere Gesundheit vor. Sie hat bereits einen Spiegel-Bestseller, namens „Darm mit Charme“ geschrieben, welchen ich noch nicht gelesen habe.
Bereits nach den ersten Seiten hat mich der Schreibstil absolut gepackt und begeistert.
Wissen wird auf so eine lockere, humorvolle und auch persönliche Art und Weise vermittelt, dass man sich neben all den wertvollen Infos auch noch gut unterhalten fühlt. Die Erklärungen sind alle absolut gut nachvollziehbar und man muss nicht studiert haben, um das Buch gut zu verstehen. Die oftmals lustigen Vergleiche, die Giulia Enders heranzieht, lassen einen Schmunzeln, manche Fakten lassen einen Staunen, wiederum andere enthalten wertvollen Kontext, welchen man auf jeden Fall verinnerlicht.
Ich habe schon einige fachliche Bücher zu den Themen Gesundheit, Ernährung usw. gelesen, aber noch nie so ein locker aufgebautes, unterhaltsames Buch. Ich werde auch den Vorgänger demnächst lesen und kann das Buch wirklich JEDEM empfehlen, der Interesse am eigenen Körper hat.
Roman oder True Crime?
Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin
Ein echtes Verbrechen und ein Journalist der nach Antworten sucht bei Angehörigen, Nachbarn, dem Täter.
Ein junger Brasilianer verschwindet spurlos in Deutschland. Ein vertrauenswürdiger Pfleger wohnt monatelang mit einer Leiche zusammen. Eine Schwester und eine Mutter suchen hoffnungsvoll, aber auch zermürbend nach dem Bruder und Sohn.
Das beschreibt den Fall auf kurze Art und Weise.
Alexander Rupflin hat all diese Personen (bis auf das Opfer natürlich) in Gesprächen begleitet und daraus einen Roman geschrieben. Der Stil ist sachlich, ohne Sensationslust und begleitet vor allem den Täter, der sich für unschuldig hält und die Angehörigen in ihren Gefühlen und ihrem Handeln.
Bei vielen Situationen wurde das drumherum etwas ausgeschmückt. Der Autor hat sich die Freiheit gelassen, die Wahrnehmung von Umgebungen für den Leser nahbarer wirken zu lassen.
Die Suche der Angehörigen ist sehr berührend. Die Hilflosigkeit selbst nicht viel machen zu können, bewegt, aber auch der Tatverdächtige wird oft verzweifelt skizziert und wirkt ehrlich in seiner Selbstdarstellung, dass er wirklich glaubt, es hätte sich um einen Unfall gehandelt.
Mir gefällt, dass Alexander Rupflin zum Fall selbst keine Wertung vornimmt, sondern die Tatsachen aufgrund der Gespräche und Fallakten schildert.
Nicht gefallen haben mir hingegen die schriftstellerischen Ausschmückungen und Interpretationen zu Gedanken und Gefühlen, die z.B. den Tatverdächtigen im Alltag begleiten, oder die Schwester bei ihrer Suche – all die Situationen die der Autor natürlich nicht selbst erlebt hat. Dadurch ist das Buch zwar leicht lesbar, verliert aber auch an Authentizität.
Diese Mischung aus Roman und Fallakte konnte mich nicht so ganz überzeugen.
Die unterschiedlichen Ansichten von Menschen und Hunden
Alle nennen mich Nein-Sam - Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch von Drew Daywalt
Sam ist ein Mops, der sich aber für einen Menschen hält und seiner Meinung nach bei Nacktaffenwesen wohnt. Nachdem sein früherer Besitzer ihn vernachlässigte, findet er bei Elaine, Gary und deren Sohn Justin ein neues liebevolles Zuhause, welches er auf jeden Fall behalten möchte. Hierfür gibt er sich besondere Mühe, auf seine Art und Weise und nicht immer im Sinne der Familie.
Das Buch ist als Tagebuch aus Sicht von Sam aufgebaut. Da er teilweise sehr verquere Ansichten hat, z.B. denkt er, den Namen Nein-Sam zu besitzen, da er oft etwas anstellt, was dann mit „Nein, Sam!“ quittiert wird – gibt es häufig etwas zu schmunzeln.
Sam ist im Grunde die Unschuld in Person, da er vieles einfach anders sieht als seine Familie, aber keinesfalls jemanden verärgern möchte – er weiß es einfach nicht besser.
Zwischen dem Text befinden sich immer wieder Comicelemente und Bilder, die den Text auflockern.
„Alle nennen mich Nein-Sam“ skizziert somit das Zusammenleben von Hund und Menschen und die oftmals bizarren Situationen, die dabei entstehen.
Mein Sohn und ich konnten viel darüber lachen und fühlten uns gut unterhalten und wer weiß, vielleicht können wir nun Hunde besser verstehen.
Klare Leseempfehlung
Die unendliche Klassenfahrt - Spuk auf Burg Hammelstein von Michael Petrowitz
Das Buch „Die unendliche Klassenfahrt“ von Michael Petrowitz und Stefanie Klaßen ist durch und durch gelungen.
Die Kinder der 4a gehen auf Klassenfahrt mit dem Bus R.O.S.I.N.E (Reisen ohne Schüler ist nicht erstrebenswert). Der Lehrer ist etwas chaotisch, die Eltern haben Angst, die Kinder freuen sich.
Und wer hätte das gedacht, Rosine, die auf Autopilot fahren kann, katapultiert die Kinder nach einem kleinen Unfall in ein Portal und alle Ausflügler landen, ohne es zu merken im mittelalterlichen Burg Hammelstein.
Dabei gibt es natürlich so einiges zu entdecken und die Klassenfahrt wird alles andere als langweilig.
Die vielen bunten Illustrationen machen richtig Freude und entlocken oft auch ein schmunzeln. Der Text ist aus Sicht der Kinder geschrieben und lässt sich locker und leicht lesen. Auch hier kommt der Witz nicht zu kurz.
Das Cover mit den vielen Glitzerelementen und den starken kräftigen Farben überzeugt genauso, wie das ganze Buch.
Zu sehr ausgeschmückt
Lasst uns reden von Lou Elvarsdóttir; Julia Dibbern
Die Familienkonferenz ist ein tolles Werkzeug, welches mit Sicherheit zu einer verbesserten Kommunikation in der Familie führt.
An und für sich ist das Konzept der Familienkonferenz sehr simpel und das Buch „Lasst uns reden“ wurde seitentechnisch meiner Meinung nach dafür zu sehr ausgeschmückt.
Z.B. verliert es sich anfangs sehr in Erklärungen, was die Sprache des Buches oder die Motivation dieses Buch zu schreiben, betrifft. Die Arbeitsblätter wiederholen sich inhaltlich im Groben und Ganzen auch.
Das hätte man alles kürzer fassen können. Auch der Name der Konferenz wurde zu sehr ausgeschlachtet, dafür fehlen mir wiederum Mittel und Wege wie ich Konflikte lösen kann, wenn sich die Meinungen festfahren und es schwierig wird eine gemeinsame Lösung zu finden, mir fehlen auch tatsächlich Themenvorschläge. Auch wenn diese natürlich von Familie zu Familie individuell sind, wäre es schön gewesen, zu lesen welche möglichen Themen in der Familienkonferenz Platz haben dürfen. Alles sollte man ja in diesem „sicheren“ Raum nicht besprechen.
Gut sind die vorgeschlagenen Sätze, wie man eine Konferenz einleiten, führen oder beenden kann, sowie die Vorschläge zum Familienkonferenzposter und die letzten Seiten zu der Art der Kommunikation, die sich allgemein auf das Familienleben und nicht die Konferenz bezieht.
Der Schreibstil ist angenehm, warm und humorvoll und das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben und somit für jeden zugänglich. Die Beispiele aus den Familien sind toll und auch der Einblick in die Bedürfnisse der einzelnen Mitglieder hilfreich.
Da es mir insgesamt aber zu sehr ausgeschmückt ist und ich mir mehr Konsens erwartet hätte, sind es für mich nur drei Sterne.
Zu schwer
Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate von Kathrin Lena Orso
„Komm, wir lernen zählen“ enthält 6 Magnete zum Thema Bauernhof, die zwar beliebig auf den Seiten verteilt werden können, das Buch enthält aber auch Aufforderungen, wo genau die Teile platziert werden sollen.
Diese Aufforderungen beziehen sich auf das zählen (Jonas fährt mit dem Traktor zu den 3 Ziegen).
Besonders gefällt mir hierbei, dass die Zahlen im Text fettgedruckt sind und die Zahl am Rand der Seite nochmals als Würfel dargestellt wird (zum Punkte nachzählen um ein Mengenverständnis zu bekommen).
Die Seiten und auch die Magnete sind sehr gut abwischbar. Allerdings ist das Buch unglaublich schwer und gerade für die genannte Altersklasse (18 Monate+), z.B. auf dem Schoß liegend unangenehm, zum halten ebenso zu schwer. Auch geht die Klappe, in der die Magnete aufbewahrt werden sehr schnell kaputt, da man akkurat zuschieben muss, da sich die Lasche sonst verklemmt (durch Kind nicht machbar).
Das Buch hatte bereits nach Anlieferung Macken an Ecken und Kanten und ich denke nicht, dass die Beschichtung in Kinderhänden all zulange hält.
Gute Idee, aber qualitativ noch nachbesserbar.











