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Rezensionen von Sonne89:

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Friedvolles Kinderbuch

Der kleine rote Panda und die Achtsamkeit von Aljoscha Long; Ronald Schweppe

„Der kleine rote Panda“ lädt dazu ein, auch scheinbar unscheinbare Augenblicke wahr zu nehmen und zu genießen. Für Kinder ist innehalten und staunen oft noch selbstverständlich. In der schnelllebigen Zeit, aber auch schwierig beizubehalten. Das Buch animiert genau dazu.
Optisch in einem großen Format mit vielen bunten Bildern dargestellt, zeigt es die Schönheiten der Natur.

Auf jeder Doppelseite trifft der kleine rote Panda Ming ein anderes Tier und bestaunt mit ihm die Wunder um uns herum (Geräusche, Gefühle, Wassertropfen usw.)
Besonders gut gefällt an dem Buch, dass die Kinder am Ende jeder Seite zum mitmachen aufgefordert werden, durch gezielte Fragen.
Auch ist das Buch sehr unaufgeregt und ruhig und friedlich. Es beginnt mit dem Tag von Ming und endet mit dem Abend in Papas Armen.
Ein sehr schönes Kinderbuch zum „herunter kommen“.

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Friedvolles Kinderbuch
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Verständnisvolles Ausklingen des Tages

Ich bin noch gar nicht müde! von Nicola Hengels-Stitou

Einschlafen, bzw. das Abschalten und Runterfahren am Ende des Tages ist manchmal ganz schön schwierig. Das Buch „Ich bin noch gar nicht müde!“ von Nicola Hengels-Stitou und Gareth Ryans richtet sich an Eltern und Kinder von ca. 3-5 Jahren.

In der Geschichte wird der Junge Mika beim Einschlafen begleitet und dabei werden alle möglichen Einschlafsituationen (wie z.

B. Mama statt Papa soll mich ins Bett bringen, Angst vor Monstern, Angst vorm Alleinsein, Gedankenkarussell etc.) geschildert.
Die Zeichnungen sind schön, der Text ist einfühlsam.

Das Buch ist dazu gedacht, dass man es gemeinsam mit dem Kind guckt. Am Ende jeder Situation befindet sich die Aufforderung an das Kind zu reflektieren: Was hilft dir beim Einschlafen? Was hilft dir, wenn du alleine bist?
Und ein Hinweis an die Eltern, warum das Kind gerade so reagiert.

Ich finde das ganz nett, da man dabei sein Kind auch nochmals besser kennen lernt. Allerdings fehlen mir teilweise auch konkrete detaillierte Vorschläge. Vieles weiß man einfach schon und ist daher nichts Neues.

Eventuell ist das Buch auch eher auf Neueltern ausgelegt.

Alles in allem ist es aber schön gemacht, weil es auch zum Schluss nochmals darauf hinweist, warum Kinder entsprechend reagieren und dieses Verhalten ganz natürlich und nicht „böswillig“ ist. Es hilft den Eltern mit mehr Verständnis und Geduld an die teilweise stressigen Einschlafversuche heran zu gehen.

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Verständnisvolles Ausklingen des Tages
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Ruhiger "Thriller"

This Story Might Save Your Life von Tiffany Crum

Die Geschichte erzählt abwechselnd aus der Perspektive von Joy und ihrem besten Freund Benny seit dem Tag an dem sie sich kennen gelernt haben bis zu dem Tag und darüber hinaus an dem Joy und ihr Ehemann spurlos verschwunden sind. Joys Part ist als Manuskript dargestellt, welches Benny liest.

Beide sind Podcaster und man liest auch, wie der Schlagabtausch zwischen Benny und Joy abläuft.

Zumeist witzig und mit einer Leichtigkeit, das gefällt.
Relativ früh merkt man schon, wo die Reise hingeht, wenn auch nicht im Detail.
Deshalb ist das Buch für mich kein Pageturner. Die beiden Untertitel sind schlichtweg absolut falsch gewählt und passen nicht im Ansatz zum Inhalt.

Den Einstieg fand ich etwas schwierig und ich habe etwas gebraucht, bis ich wirklich gut in das Buch hineingekommen bin und auch mit Interesse gelesen habe. Es entwickelt sich aber gut und es wird Spannung aufgebaut. Die Charaktere sind interessant und überwiegend sympathisch und die machen das Buch auf jeden Fall aus.
Die Beziehung zwischen Joy und Benny fand ich teilweise ein wenig anstrengend. Sie mögen sich, aber keiner will es aussprechen, bzw. kommt immer etwas dazwischen. Man will sie schütteln und sagen: Jetzt redet doch mal offen miteinander.
Im Großen und Ganzen lesenswert. Für einen Thriller ist mir das Buch aber tatsächlich zu wenig dramatisch.

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Zerstörte Seele

Minnesota von Jo Nesbø

„Minnesota“ der neueste Roman von Jo Nesbo liest sich düster und anklagend. Die Perspektive wechselt zwischen dem Polizisten Bob Oz und einem Attentäter, der andere Verbrecher jagt und seine ganz eigenen Gründe hat, so zu handeln.
Beide Männer haben etwas verloren, was sie sehr zerstört hat.

Es entwickelt sich ein spannendes Katz und Maus Spiel zwischen beiden.

Die Erzählweise von Jo Nesbro ist sehr geschickt und es wird fortwährend Spannung aufgebaut. Soziale und kulturelle Unterschiede werden gut herausgearbeitet.
Gerade der Ermittler Bob Oz wird sehr authentisch dargestellt. Er hat viele persönliche Probleme und hält damit auch nicht hinterm Berg. Beim lesen war ich immer wieder hin- und hergerissen zwischen Sympathie und Antipathie, auch dem Attentäter gegenüber.
Zeitlich gibt es einen Unterschied von sechs Jahren zwischen dem ersten Attentat 2016 und dem Heute 2022. Da das Hauptgeschehen 2016 stattfindet, hat mich der Wechsel anfangs teilweise ein bisschen im Lesefluss irritiert, hat sich dann aber letztlich im Verlaufe des Buches doch gut eingefügt.
Gerade die moralischen Fragen die das Buch aufwirft, fand ich sehr spannend.

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Spannendes Buch - Abruptes Ende

Ruf der Leere von Daniel Alvarenga

„Ruf der Leere“ ist ein psychologischer Roman, der den Hauptprotagonisten Felix begleitet, während dieser sich mit den vergangenen Monaten seines Lebens auseinandersetzt. Felix lädt die relevanten Personen seines Lebens auf eine Hütte ein um eine Party zu feiern, bis scheinbar ein alter Mann die Party zu unterbrechen scheint, mit der Verkündung, dass nur einer von sieben überleben wird.

Das Buch beschreibt sehr spannend die Beziehungen der Protagonisten untereinander, deren Geheimnisse, Ängste und Sorgen und deckt auch so einiges auf.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Als Leser möchte man unbedingt dran bleiben und das Buch nimmt zusehends an Fahrt auf, auch wenn die Kernfrage, wer überleben wird, nur am Rande diskutiert wird.

Auch viele Wendungen sind dabei und man kann durchaus zu den Charakteren Sympathien aufbauen.

Allerdings ist der Schluss sehr abrupt und hinterließ bei mir einige Fragen.
Da ich derartige offene Enden und die damit einhergehenden Spekulationen nicht mag, muss ich zwei Sterne abziehen.

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Spannendes Buch - Abruptes Ende
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Schon für die Kleinsten

Hilf den Tierkindern von Nico Sternbaum

Das Buch „Hilf den Tierkindern“ ist schon für die Kleinsten geeignet, da die Bilder groß und reduziert sind, ohne viel Schnickschnack drum herum und daher optisch nicht überfordern. Auf jeder Seite wird ein Tierkind vorgestellt und die Kinder werden textlich dazu aufgefordert, dem betroffenen Tier durch Bewegung zu helfen.

Z.B. soll dem Hasen der Bauch gestreichelt werden, damit er nicht mehr traurig ist oder dem Schaf soll durch Kopfschütteln gezeigt werden, dass es dadurch das Stroh aus seinen Haaren schütteln kann.
Auch farblich ist das Buch relativ einheitlich gehalten und die dicken Pappseiten können kleine Kinder schon gut umblättern.
Auch zu dem Thema Farben gibt es Seiten.
Wir fanden es sehr gelungen. Aufgewertet hätte das Buch noch etwas werden können, indem noch Fühlseiten, z.B. beim Bauch des Hasen dabei gewesen wären.

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Alles echt?

Belladonnas von Liann Zhang

Julie und Chloe sind eineiige Zwillinge chinesischer Abstammung, deren Eltern bei einem Unfall starben als sie 4 Jahre alt waren. Während Chloe in ein reiches Haus adoptiert wurde und später als Influencerin eine große Reichweite schaffte, musste Julie bei ihrer verhassten Tante wohnen, die sie nur ausnahm und sich finanziell durchs Leben schlagen.

Nach einem verstörenden Anruf von Chloe, obwohl beide keinen Kontakt pflegen, sieht Julie nach ihr und entdeckt ihre Leiche. Aus Neid und dem Gefühl besseres verdient zu haben übernimmt Julie Chloes Leben und erfährt dabei unter der Gruppierung der Belladonnas auch die Schattenseiten des Influencer-Lebens und auch menschliche Abgründe.
Mir hat gut gefallen, dass man Julies Gefühle und Ängste gut nachvollziehen konnte und man auch merkte, in welche Abhängigkeit und Sucht (nach Medien, Aufmerksamkeit etc.) man schnell geraten kann. Der Schreibstil ist einfach und spannend und es gibt viele Wendungen. Zudem hat man ständig das Gefühl Julie könnte auffliegen und als Leser wird einem auch schneller als Julie selbst bewusst in welche Abwärtsspirale und Gefahr sie da gerät.
Daher sehr spannend geschrieben – was mich aber etwas gestört hat, dass Julie oftmals in Hashtags denkt – klar es ist ein Influencerbuch und daher auch angebracht. Ich fand es dezent nervend, zum Glück blieb der Anteil aber relativ gering.

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Gelungener Comic

Ariol 19 von Emmanuel Guibert

Ariol – Wie die Nachtigallen ist bereits der 19. Band dieser wunderbaren Comic-Reihe. Er gliedert sich nochmals in einzelne abgeschlossene Geschichten auf. Im Buchumschlag werden die Tiere mit Namen kurz vorgestellt.
Besonders gut gefallen hat uns, dass es sich um Alltagsgeschichten handelt, die jedem passieren können.

Außerdem haben die Geschichten einen pädagogischen Ansatz. Ariol merkt oft selbst, dass die Ratschläge der Eltern oder der Oma im Verlauf der Handlung gar nicht so falsch waren, obwohl er natürlich – ganz Kind – erst mal nichts davon hält.
Das Buch ist textlich auch nicht überladen und hat ein angenehmes Format.
Die Texte und Bilder und Charaktere sind warmherzig und man kann sich gut einfühlen. Das Lesen macht einfach Spaß und wir freuen uns Ariol für uns entdeckt zu haben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz.

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Routinen sind wichtig für Kinder

Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend von Aurelia Streck

Das Buch zeigt eine Familie und den Ablauf ihrer Abendroutine. Die Kinder werden aktiv zum mitmachen aufgefordert, indem sie die Magnete der jeweiligen Situation zuordnen.

Mir gefällt besonders, dass es zum Schluss noch eine freie Seite gibt auf der man seine eigene Abendroutine zusammenstellen kann.

Sehr praktisch ist natürlich, dass die Magnete auch außerhalb des Buches angewandt werden können, wie z.B. auf einer Magnettafel oder dem Kühlschrank.


Kinder lernen visuell und können Abläufe durch verschiedene Reize besser verinnerlichen.
Die Abendroutine ist ein sicherer Hafen, auf den sich Kinder verlassen können, herunterfahren und den Tag hinter sich lassen können.

Das Buch an sich ist natürlich relativ schwer und auch etwas unhandlich, lässt sich aber mit Hilfe gut umblättern, obwohl ich generell kein Fan von Spiralbindung bin.

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Ein magisches Abenteuer – überaus spannend

The Blackgate Invitation von Sarah Henning

Mich konnte dieses Buch absolut überzeugen. Ich fand es von vorne bis hinten spannend und gut aufgebaut. Vorallem die Charaktere mit ihren Beziehungen zueinander überzeugen.
Zum einen sind da die Schwestern Wren und Ruby, die fremden Außenseiter, die plötzlich unter lebensgefährlichen Umständen mit Magie konfrontiert werden.

Den Zusammenhalt der beiden fand ich sehr authentisch und stark.
Auch die Hegemony-Familie ist eine eigene Gruppierung bei der man durch Evander, Auden und Winter den Familienzusammenhalt spürt.
Ada und Hex, die Zwillinge, sowie Luna und Infinity als Großmutter und Enkelin waren anfangs eher undurchsichtig und haben sich im Verlauf entwickelt.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen Ruby und Auden, so dass man jede Seite (die der Hexen und Nicht-Hexen) geschildert bekommt.
Sprachlich fand ich das Buch richtig gut. Der Leser ist immer genau auf dem Kenntnisstand der Figuren und löst die Rätsel Stück für Stück mit.
Man hat ein bisschen das Gefühl eines Exit-Room-Rätsels gepaart mit einem Krimi-Dinner, nur unter lebensbedrohlichen Umständen.
Die Liebesgeschichte ist dezent und zurückhaltend, was ich gut fand. „The Blackgate Invitation“ lässt sich eher als Fantasy-Krimi beschreiben.
Ich fand es temporeich und gut durchdacht und auch der Schluss wurde sinnvoll aufgelöst und das gesamte Buch kam zu einem Abschluss.

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Ein magisches Abenteuer – überaus spannend