Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sonne89:
Turnübungen
Bloß nicht bewegen - oder doch? von Nanna Neßhöver
Das kleine Wesen „Bewegtsichnicht“ wird von seinen Tierfreunden ermuntert zu hüpfen, zu strampeln, zu turnen, zu balancieren. Aber das Bewegtsichnicht möchte einfach nicht mit machen und beobachtet nur die unterschiedlichen Turnübungen, die die Freunde vorführen.
Am Ende des Buches ist das Bewegtsichnicht plötzlich weg und turnt fröhlich alle Übungen munter nach.
Die Seiten sind schön groß und die Bilder bunt und fröhlich.
Auf jeder Seite ist eine Blase, die die Kinder aufmuntert und anleitet die Übungen mit zu machen.
Am Ende des Buches wartet noch ein großes Poster mit Turnübungen.
Die Übungen richtig nach zu machen nur anhand der Zeichnungen ist schwierig für Kinder, da benötigt es schon einen Erwachsenen, der die Übungen vorzeigt oder notfalls korrigiert, aber gut, dafür ist es ja auch ein Kinderbuch ab 3 Jahren zum Vorlesen. Was mir gut gefällt ist, dass die Übungen zum Teil mit Spiel verbunden werden (z.B. Kissen auffangen, Gegenstände auf der Hand stapeln usw. – da können immer wieder neue Herausforderungen generiert werden)
Bewegung ist zudem auch ein wirklich wichtiges Thema, welches gefördert werden sollte.
Das Buch ist ganz nett gemacht. Ich bin mir aber unsicher, ob es nicht schnell langweilig wird, wenn man es einmal durchgespielt hat. Das kommt dann wohl auf das Kind drauf an.
Schöne witzige Geschichte rund um Shaggy
Helden der Weide - Möge das Horn mit dir sein von Rosa Marin
Shaggy, das Rind, kommt auf dem Rosmarinhof an und lernt die anderen Tiere kennen. Mit seinen Hörnern schindet er Eindruck und findet schnell Freunde. Zusammen machen sie Jagd auf Kräuterdiebe mit überraschender Wendung.
Schöne große (und zuweilen sehr witzige) Bilder lockern den Lesestoff auf.
Die Kapitel sind insgesamt auch nicht zu lang.
Das Buch ist mit viel Wortwitz geschrieben und mein Sohn konnte sich gut darüber amüsieren. Gerade zum gemeinsamen Vorlesen gefällt es mir richtig gut. Zum Selbstlesen muss man schon geübt sein.
Inhaltlich lernt man auch etwas über die Natur, bzw. das Leben auf dem Bauernhof.
Sehr süß, dass auch die ganzen Tiere auf der ersten Seite bildlich und namentlich und der Hof auf der letzten Seite (im Einband) vorgestellt wird, so hat man einen schönen Überblick.
Das Buch stammt aus dem Magellan-Verlag und ist nachhaltig hergestellt worden.
Viel Text und Selbstreflexion
Cycle Breaker: Für mein Kind mache ich es anders von Leandra Vogt
Die Gesellschaft wandelt sich und mit ihr auch die Erziehungsmethoden, allerdings übernimmt man bewusst, bzw. oft unbewusst auch Muster aus der eigenen Kindheit, obwohl man diese vermeiden möchte. Cycle Breaker setzt hier an und zeigt auf, wie man diese Muster durchbrechen kann.
Das Buch ist in drei große Kapitel gegliedert: Einen Einführungsteil mit Begriffserklärungen, gefolgt von 20 Mustern und wie man diese aufbrechen kann und schließt mit einem Kraftzyklus ab, der neue Strukturen stärken soll.
Der Aufbau des Buches gefällt mir nicht so gut. Für meinen Geschmack gibt es hinsichtlich eines Sachbuches zu wenig Absätze und Unterteilungen. Das Buch ist eher gegliedert wie ein Roman. Das erschwert das Lesen. Der Einführungsteil kam mir deshalb auch unendlich lange vor, zumal er auch Begriffserklärungen enthält, die man unter Umständen schon kennt.
Positiv fand ich, dass die Autorin auch klar erwähnt, dass man das Buch weglegen soll, wenn man sich beim lesen schlecht fühlt, oder wenn Traumata berührt werden. An mehreren Stellen wird darauf hin gewiesen, dass man sich bei tieferlegenden Problemen professionelle Hilfe suchen sollte.
Auch wird der Leser direkt in dem Buch angesprochen und man bekommt das Gefühl von Nähe und Verständnis.
Der Mittelteil hat mir am Besten gefallen, hier werden typische Sätze aufgegriffen „z.B. Heul nicht rum“, es wird gezeigt, was das mit dem Kind macht und wie man die Situation besser lösen kann. Im Grunde liegt die Hauptarbeit bei einem selbst. Man muss sich mit den eigenen Gefühlen auseinander setzen, um mit den Gefühlen der Kinder umgehen zu können.
Zum Schluss werden noch Themen aufgegriffen, wie: „Was denken andere über mich“, „Was ist mir wichtig?“ mit Übungen zur Reflexion.
Ich fand das Buch interessant, aber auch etwas holprig zu lesen und an vielen Stellen zu viel und zu ausführlich.
Echte Charaktere
»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel
„Wenn Ende gut, dann alles“ ist eine von Svetlanas ukrainischen Weisheiten, die sie gerne mit Tommi teilt. Tommi (Tommes) ist ein obdachloser Autor, der im Wohnmobil seines Vaters wohnt und nach der Trennung von seiner Freundin, versucht ein Buch zu schreiben. Svetlana ist seine Putzfrau, die schon für seinen Vater gearbeitet hat und nun bei Tommi Ordnung hält.
Beide finden zufällig ein kleines Mädchen, welches bei Regen einsam am Waldrand spaziert. Nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, die Mutter unauffindbar bleibt und die beiden bei dem Mädchen einen Hilferuf fanden, versuchen sie, aus Interesse daran dem Mädchen zu helfen, selbst zu ermitteln.
Svetlana ist eine echte Type und trägt das Buch. Sie ist hilfsbereit, entschlossen, unnachgiebig und zieht Tommi mit, der sein Leben momentan nicht so ganz im Griff hat, es selbst aber nicht sieht. Die Dialoge der beiden sind oftmals sehr witzig, aufgrund Svetlanas nicht immer ganz einwandfreien Deutschkenntnissen und der Begriffsstutzigkeit von Tommi.
Erzählt wird aus der Sicht von Tommi. Manchmal stochern die beiden im Ungewissen, sie sind eben Amateure, doch dann nimmt ihre Ermittlungsarbeit auch Fahrt auf.
Das Buch ist Volker Klüpfels Debüt als Soloautor, nachdem er bereits seit Jahren u.a. zusammen mit Michael Kobr an der erfolgreichen Kommissar Kluftinger-Reihe schreibt. Kommissar Kluftinger ist natürlich schon ein Original und Svetlana kommt ihm schon nahe, kann ihm aber noch nicht ganz das Wasser reichen.
Dennoch ist das Buch durchaus unterhaltsam.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Personen, die leider eher dem Rand der Gesellschaft zugeordnet werden, eine Stimme, bzw. eine Rolle in dem Buch erhalten, wie z.B. die ukrainischen Flüchtlinge und das Mädchen mit Down-Syndrom.
Ich bin selbst Mutter eines behinderten Mädchens und fand es richtig schön, wie selbstverständlich sich Svetlana und Tommi dem Mädchen annahmen. Ich würde mir wünschen, dass auch behinderte Menschen, wie selbstverständlich, Rollen in Büchern, Filmen etc. übernehmen dürfen. Gerne als Hauptrolle, für mehr Aufklärung, mehr Inklusion, mehr gesellschaftliches Miteinander.
Wikinger mit alten Bräuchen in der heutigen Zeit
Racheritual von Ethan Cross
Wieder ein richtig gut gelungener Thriller von Ethan Cross. Bei „Racheritual“ handelt es sich um den ersten Band der Baxter-Kincaid-Reihe.
Baxter Kincaid ist Ermittler und kämpft mit seinen eigenen Dämonen, so ist er z.B. dem weißen Pulver nicht ganz abgeneigt, hat dennoch ein gutes Gespür bei der taktischen Arbeit.
Die Dialoge sind häufig mit viel Witz und Humor geschrieben, zeigen aber auch dunkle Seiten. Durch die vielschichtigen Charaktere, wird man als Leser durch den Schreibstil gepackt und kann nicht mehr aufhören zu lesen.
In dem Thriller wird versucht mehrere Serienmorde aufzuklären, die dem Ravenkiller zugeschrieben werden. Die Morde stehen alle im Zeichen der Nordischen Mythologie. Als Leser erfährt man auch so einiges darüber. Obwohl ich die Grundzüge kenne, haben mich einige Details überrascht und ich fand das ganze Buch durchgängig spannend.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Baxter Kincaid als Polizist fasst den Ravenkiller – anschließend neun Jahre später – Kincaid hat mittlerweile den Dienst quittiert, muss er den Ravenkiller erneut jagen.
Der Farbschnitt, der mich an eine Steintafel erinnert ist ebenso gut gelungen.
Eine klare Empfehlung für jeden, der gerne Thriller liest.
Besonderes Highlight
Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Einsatzkräfte von Carola von Kessel
Ein sehr schönes und informatives Buch, welches von meinem Fünfjährigem mit viel Begeisterung empfangen wurde. Einsatzkräfte sind sowieso gerade das Thema Nr. 1 zu Hause. In dem Buch werden unter anderem Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienst vorgestellt. Die Bilder sind wie gewohnt sehr farbenfroh und großflächig.
Viele Klappen bieten weitere Bilder oder Informationen. Die Texte sind kurz und informativ, genau richtig für die angegebene Altersklasse. Ein ganz besonderes Highlight sind die dunklen Seiten, die durch eine Papiertaschenlampe am Ende des Buches „beleuchtet“ werden können. Zwischen schwarzer Seite und bedruckter Folie erhellt die Lampe das Buch. Eine coole Idee, natürlich reicht auch ein helles Blatt Papier, aber so macht es mehr Spaß. Ich finde nur, dass die Taschenlampe aus etwas dickerem Papier sein könnte. Mein Sohn geht sehr gewissenhaft damit um, aber durch das ständige raus nehmen und hinten wieder einstecken, gerät sie doch relativ schnell in Mitleidenschaft.
Weiterlesen lohnt sich
Self Care - sei gut zu dir von Sabine Hubbertz-Josat; Katharina Wick
Das Buch hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Erwartet hatte ich viele Tipps, wie Selbstfürsorge in den Alltag integriert werden kann, wie Selbstfürsorge aussehen kann etc. Das Buch geht aber tiefer. Im Grunde hilft es dabei das eigene Ich heraus zu kehren und sich selbst besser kennen zu lernen um im Umkehrschluss dadurch die eigenen Bedürfnisse erkennen und befriedigen zu können.
Der Ratgeber startet mit Erklärungen zu den einzelnen Bedürfnissen, wie soziale Kontakte, Ernährung, Bewegung, Stressmanagement. Diese Kapitel waren mir persönlich etwas zu ausführlich. Ich konnte dem nichts neues entnehmen. Nach dem ersten Drittel geht es dann mehr zur Sache. Schritt für Schritt setzt man sich selbst mehr mit sich selbst auseinander und im Laufe gibt es auch viele Tipps, z.B. zum Thema Motivation, Loslassen, Delegieren, Selbstfürsorge im Familienalltag usw.
Gut gefallen hat mir die Gliederung des Textes. Es sind kurze Kapitel, viele übersichtliche Grafiken dabei und in farblich markierten Blöcken werden auch wichtige Fakten herausgestellt.
Fazit: Ein sehr vielseitiger Ratgeber, der nicht nur aufklärt und beschreibt, sondern auch zur Umsetzung motiviert und mir auch viele neue Erkenntnisse gebracht hat.
Motivierender Lesestart
Leserabe 1. Lesestufe Kurz und leicht - Eine Prinzessin im Apfelbaum von Iris Tritsch
Mit rund 44 Seiten hat das Buch eine tolle Länge für Leseanfänger. Zu Beginn werden die Figuren vorgestellt und die Geschichte beginnt. Zwischendurch lockern Rätsel rund um die Buchstaben das Buch auf und helfen nochmals beim Sprachverständnis.
Die Schrift ist schön groß und der Text befindet sich zur Abwechslung auch schon mal in einer Sprechblase.
Die Bilder sind schön farbig.
Am Ende befinden sich Lese-Raben-Sticker, diese können nach geschafftem Kapitel in das vorgesehene Feld eingeklebt werden und auch nach jedem geschafften Rätsel. Das motiviert nochmals zusätzlich.
In der Geschichte kommt die Prinzessin Juno, die in einem Wolkenschloss lebt, zu Mia auf die Erde, nachdem der Wind sie hinabgefegt hat. Ohne ihre Flöte kann Juno nicht zurück. Mia hilft ihr dabei die Flöte zu finden und beide erleben in der Zwischenzeit eine schöne gemeinsame Zeit.
Großer Lesespaß
Retter der Drachen – Sei schnell wie der Wind! (Retter der Drachen 1) von Annett Stütze; Britta Vorbach
Die Aufmachung des Buches gefällt uns super. Die Schrift ist schön groß und auf vielen Seiten befinden sich schöne bunte Bilder. Die Kapitel sind nicht zu lange. Die Hauptfiguren bestehend aus zwei Mädchen, einem Jungen und einem Drachen sind gut durchmischt. Lea kommt in eine neue Klasse und muss sich da erst mal zurechtfinden, zum Glück lernt sie schnell Julie kennen.
Das sind Alltagssituationen, die auch unsere Kinder kennen. Ich denke, dass sie sich daher gut mit den Hauptfiguren identifizieren können.
Lea wird im Verlaufe des Buches auch Verantwortung übertragen: Sie muss sich um ein Drachenei kümmern und anschließend um den geschlüpften Drachen Avindur, schnell werden sie und die anderen Kinder Freunde. Gemeinsam versuchen sie den bösen 13. Drachen aufzuhalten, der alle Drachenbabys fangen möchte, um der mächtigste Drache im Drachenreich zu sein.
Die Geschichte liest sich gut und flüssig. Es ist die richtige Mischung aus Realität und Fantasie. So machen Kinderbücher Spaß.
Robin Hood der Moderne und Fahrrad-Ritter
Die wilden Robbins (Band 1) von Nina Rosa Weger
Das Buch startet mit einer kleinen Karte, in welcher die Häuser der wilden Robins gekennzeichnet sind. Anschließend werden die Charaktere alle einzeln und bildlich vorgestellt. Die Robins bestehen aus den drei Freunden: Rieke, Bretti und Strick-Liesel, sowie Riekes Schwester Minna und deren Hund Murkel.
Der Name der Bande ist von Robin Hood abgeleitet, den Rieke verehrt.
In der Siedlung gibt es aber auch noch die Ritterbande, mit denen sich die Robins bekriegen, haben die doch einen Erdhügel mitten auf den Trampelweg der Robins gebaut. Als der Bürgermeister, die Wiese, den die Banden nutzen, in einen Spielplatz verwandeln will, halten alle Kinder zusammen um ihre Interessen zu vertreten.
Für das Buch sollte man schon ein geübter Leser sein, da es sehr viel Text ist und 216 Seiten auch sehr umfangreich. Schwarz-weiß-Bilder sind vorhanden, aber anteilig eher wenig gemessen zum Text. Ich empfinde es als Vorlesebuch daher eher weniger geeignet.
Die Handlung ist spannend und die Figuren sind sympathisch und sehr unterschiedlich. Ich denke, hier ist für jedes Kind etwas dabei. Zudem zeigt es, dass man manchmal auch zusammen arbeiten muss um seine Ziele zu erreichen. Uns hat das Buch ganz gut gefallen.











