Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Richtig coole Vampir-Fantasy
In the Shadows we wait von Alessia Gold
Wow, ich weiß nicht genau was ich erwartet hatte, aber die Geschichte hat mich total ihren ihren Bann geschlagen und war richtig stimmungsvoll. Das kleine Örtchen Surnova irgendwo in der Einöde Rumäniens war sehr atmosphärisch angelegt, nicht zuletzt, weil dort Monster unter den braven Bürgern leben und über der gesamten.
Geschichte eine Art verheißungsvoll düstere Aura liegt.
Obwohl es bereits recht früh Hinweise über Xaras Herkunft gibt, ist die Geschichte interessant angelegt. Und wir alle lieben doch eine Lovestory, die die Jahrhunderte überdauert. Das Love Triangle fand ich tatsächlich auch gar nicht so schlecht. Ist jetzt vllt nicht mein Lieblingstrope, hier passt aber irgendwie rein. Vor allem, weil es nicht so klischeehaft ist wie anfangs vielleicht gedacht. Dazu muss man tatsächlich auch sagen, dass das hier keine übermäßig spicy Romance ist, obwohl damit ja quasi geworben wird, hier steht tatsächlich eher der Plot rund um Xaras Geschichte und die Verbindung zu den Vampiren im Vordergrund.
Die Mischung von Fantasy, Folklore und Suche nach der eigenen Geschichte war wirklich gelungen, atmosphärisch spannend sowie leicht düster umgesetzt und hat mir einfach richtig gut gefallen.
Die Geschichte fängt eher seicht und ein bisschen klischeehaft an, verdichtet dich dann aber zunehmend und wird gegen Ende hin immer interessanter. Was sich hier für den weiteren Handlungsverlauf andeutet, ist super vielversprechend und macht definitiv Lust auf mehr.
Ich fand das Buch einfach richtig catchy und werde Band 2 definitiv auch lesen.
Seichter Krimi mit komödiantischem Einschlag
Entführung im Himmelreich von Andreas Winkelmann
Ich fand ja schon bei Band 1, dass die Mischung aus Lokalkolorit, seichtem Humor und dezenter Spannung eine gute Mischung ist. Und das kommt auch hier wieder voll zum Tragen. Vom Aufbau her gleicht es dem ersten Band: ein überraschender Leichenfund am Rande der gutbürgerlichen Normalität, schwelende Konflikte auf und um den Campingplatz und ein wunderbar witzige Streit zwischen Polizei und Hobbyermittler.
Den schelmischen Witz des vagabundierenden Privatiers finde ich jedenfalls wieder absolut herrlich. Solche verschrobenen Charaktere hauchen einer Geschichte immer erst so richtig Leben ein. Und vor allem auch Annabelle ist einfach wie frischer Wind und ein Sonnenstrahl in der Geschichte. Ich mag die beiden richtig gern, die noch jedem Dorf- und Campingplatzbewohner ein paar Geheimnisse aus der Nase ziehen.
Die Geschichte ist wieder ein buntes Potpourri an Verdächtigungen und Rätseln und es macht einfach Spaß ihr zu folgen und den charmanten und witzigen Begegnungen beizuwohnen. Es ist ein eher seichter Krimi, tiefe Spannung kommt nicht unbedingt auf, die braucht es aber nicht, da die Stärke der Geschichte eher im Unterhaltsungswert selbst und den Interaktionen der Charaktere liegt liegt
Die Rezepte am Ende sind extravagant, aber ein schönes Add on und spiegeln den kultig-nostalgischen Charakter der Geschichte. Nicht, dass ich irgendwas davon nachkochen würde, aber so bekommt man eine bessere Vorstellung davon, wenn man die Gerichte nicht kennt.
Ich fands wieder sehr kurzweilig und habs gern gelesen. Die Auflösung ist zwar fast schon wahnwitzig, aber mein Gott, gibt nichts was es nicht gibt.
Ganz schön gewieft
The Business Trip von Jessie Garcia
Die Geschichte ging direkt super packend los und weil die beiden Frauen, die innerhalb der Handlung eine zentrale Rolle einnehmen, so unterschiedlich waren, war ich lange völlig planlos, worum es in diesem Thriller genau gehen könnte. Denn das irgendwas nicht ganz koscher war, merkt man ziemlich schnell.
Aber was nur?
Das Buch führt den Leser geschickt an der Nase herum. Mit den verschiedenen Perspektiven spielt die Geschichte Katz und Maus mit dem Leser. Ungefähr in der Hälfte gibt es plötzlich eine unglaubliche Enthüllung. Und gegen Ende dann einen zweiten Schocker. Dad war unglaublich gut gemacht, weil dadurch jedes Mal nochmal ein etwas anderer Vibe erzeugt wird.
Ich fands auf jeden Fall richtig Stimmungsvoll und hab auch tatsächlich total mitgefiebert. Der Schreibstil ist super einnehmend und gleichzeitig sehr kurzweilig. Ich wollte einfach die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht.
Die Geschichte kommt bei mit überraschend wenig aus, was die Storyline umso interessanter macht. Die Autorin macht sich die Leerstellen zunutze und lässt die Lücken für sich arbeiten. So habe ich quasi permanent mitgerätselt.
War toll, kann ich nicht anders sagen. Überraschend perfide mit ein paar unerwarteten aber genialen Wendungen.
Das Paarungsverhalten von Pinguinen und anderen Spezies
The Penguin Paradox von Greta Milán
Wie cute und cool will eine winterliche Romcom eigentlich sein? Und dann auch noch mit Pinguinen, ich werd verrückt. Ich liebe den wissenschaftlichen Background der Geschichte, der gibt so Ali Hazelwood Vibes. Für mich ist allein das schon ne klare 10/10. Und ich muss sagen,. dass allein das Setting und dieser Background schon einfach für eine richtig tolle Grundstimmung sorgen und die Handlung interessant machen.
Die Crew und die Stimmung auf der Station sind einfach so Zucker. Ich mochte die lockere, kollegial freundschaftliche Atmosphäre total gerne. Und das Gekabbel zwischen den Protas? Auch ne 10/10. Liebs wie frech und schlagfertig Emerie ist und dass sie aber genauso gut fürsorglich und empathisch sein kann. Hab sehr oft schmunzeln müssen. Und Beckett ist einfach so ein Goldstück. Darf man als Mann so knuffig sein? Bitte mehr davon.
Generell gibt die gesamte Geschichte Green Flag Vibes. Es gibt gegen Ende ein kleines bisschen Drama, was aber sehr stimmig ausgelöst wird und nicht direkt die gesamte Geschichte über Bord wirft, sondern dem ganzen einfach nochmal so einen kleinen Umweg zum Happy End und Emerie und Beckett die Chance ihre Gefühle zu reflektieren gibt. Fand ich eigentlich ganz passend.
Pinguine sind einfach die hinreißendsten Statisten, die eine Geschichte haben kann. Allein die Namen- ich schieß mich weg. Die Story war einfach cool, witzig und auch herzig. Habs super gern gelesen und hatte einfach ne richtig gute Zeit mit dem Buch. Das ist wirklich eher Romcom als Liebesdrama mit Tiefgang und dadurch aber super passend, um sich einzukuscheln und in die Geschichte fallen zu lassen.
Hinter der Fassade
The Academy von Elin Hilderbrand; Shelby Cunningham
Dieses Buch ist einfach alles, was ein mitreißender Roman, der den Fokus auf die Figurenentwicklung legt, sein muss. Es ist die perfekte Mischung aus Coming-of-Age und Außenseiter-Roman mit dem Vibe von Schulkomödien aus den 80ern. Es geht um Freundschaft, Liebe, Kameradschaft, Geheimnisse und den ganz normalen Schul-Wahnsinn.
Die Themen sind unglaublich nahbar und die Handlung umfasst ein komplettes Schuljahr. Dabei gibt es keinen konkreten Plot, viel geht es um die Schüler, Lehrer, Eltern und Angestellten, die mit der Schule als System und miteinander interagieren. Es geht um Beziehungen, um Machtgefüge, darum dazuzugehören und seinen eigenen Platz zu finden und zu festigen.
Das New Yorker Eliteinternatsetting ist sehr gelungen und die feinen Klassenunterschiede werden gut rausgearbeitet. und Charly war die perfekte Protagonistin vor dieser Kulisse aus schönem Schein, Korruption und Drama. Ich fands absolut mitreißend und genial erzählt.
Das Buch hat einen leichten Suspense-Touch, ist aber kein Krimi. Züge von gesellschaftskritischen Anwandlungen sind auch vorhanden, aber so verpackt, dass sie dem Unterhaltungsaspekt nicht im Weg stehen. Das Buch hat was voyeuristisches an sich und ich war wie im Sog gefangen. Wirklich stark
Fands so großartig geplottet
Lügennebel von Viveca Sten
Ich mag die Reihe rund um die Are-Morde generell richtig gern weil die Fälle super unterschiedlich, aber immer spannend geplottet und vor allem atmosphärisch packend sind. Ich hab das Gefühl, dass die Reihe mit jedem Buch ein kleines bisschen besser und ausgewogener wird, denn dieser band ist bisher mein liebster.
Der Fall was unfassbar catchy, das Setting und die Kulisse allein schon richtig stimmungsvoll und das Gesamtbild einfach super rund.
Die Prämisse der Freundesgruppe und des Partywochenendes war fast schon klischeehaft, aber es passieren an allen Ecken und Enden kleine Entgleisungen, Momente, die das fragile Gefüge zu zersprengen drohen und die Dynamik ins Schwanken bringen. Das war einfach richtig gut gemacht, sodass ich vor allem mit Olivia absolut mitgefiebert habe. Generell bleibt die Zeichnung der Figuren eher oberflächlich, es braucht hier aber auch keine Tiefe um die Ereignisse zu beleuchten. Tiefe kommt hier durch das Ermittlerteam rund um Hanna rein, was für mich auch der Grund ist, warum man die Bücher, obwohl die Fälle in sich geschlossen sind, in der richtigen Reihenfolge lesen sollte. Denn hier hat sich seit Band 1 super viel getan und das Team wird immer nahbarer, immer plastischer.
Ich bin super lange im Dunkeln getappt wer der Täter sein könnte, weil sich jeder auf irgendeine Art verdächtig macht. Die Auflösung fand ich deshalb sehr gelungen und für mein Empfinden auch sehr passend. Dieses Buch hatte für mich echtes Pageturner-Potential, weil einfach stetig etwas passiert und es neue Erkenntnisse gibt. das macht auch die Ermittlung irgendwie authentischer- der Täter fällt nicht einfach vom Himmel.
Ich hatte einfach ne richtig gute Zeit mit dem Buch.
ein Buch voller Reibung
Beste Zeiten von Jenny Mustard
Coming-of-Age ist seit jeher eines meiner liebsten Roman-Themen und dieses Studentenleben mit dem Ausziehen und sich selbst finden ist ein nahbares, nachvollziehbares Thema, mit dem man sich gut identifizieren kann. Jenny Mustard hat hier wieder eine sehr eigenwillige Protagonistin geschaffen, kein 0815 Charakter, in vielen Punkten fast schon ins extreme überspitzt in dem was sie tut.
Ich glaube genau dadurch ist es mir so schwer gefallen Zugang zu Sickan zu finden und mit ihr mitzufühlen: vieles fühlt sich gewollt und gestellt an- Sickan die eine Rolle verkörpert und Punkte auf der To-Do-Liste des Lebens abhakt. Gleichzeitig kommen dadurch die Erlebnisse und Episoden sehr kraftvoll rüber
Die Freundschaft zwischen Sickan und Hanna ist schwierig, fast schon anstrengend zu verfolgen. Ich weiß gar nicht genau, was mich daran eigentlich gestört hat, aber für mich hat sich das stellenweise unnatürlich und geradezu negativ nuanciert angefühlt.
Dies ist kein bequemes Buch, aber eins, das irgendwie hängen bleibt. Das Leseerlebnis war teilweise fast schon fordernd, aber gleichzeitig auch wirklich interessant zu verfolgen. Bin unschlüssig, ob ich das Buch auf die klassische Weise mochte, aber es hatte was.
Heilsam
Das Jahr voller Bücher und Wunder von Libby Page
Das Buch hat mich ein bisschen an „P.S. Ich liebe dich“ erinnert, da der Grundplot sehr ähnlich ist. die Idee mit den zwölft Büchern fand ich richtig schön und die monatlichen Buchempfehlungen zu verschiedenen Themen waren ein cooles Add On.
Diese fragmentierte Erzählweise, dass man pro Monat nur die jeweiligen Schlaglichter aus dem Leben von Tilly mitbekommen ist einfach nicht so 100% meins.
Klar, niemand interessiert sich für den ereignislosen Alltag, aber ich finds immer super schwer Zugang zu den Figuren zu bekommen, wenn man sie nur zu besonderen Anlässen und in Ausnahmesituationen erlebt.
Was mir aber richtig gut gefallen hat, das war alles rund um Elfies Buchhandlung. Die Atmosphäre im Laden, die Mitarbeiter und Alfie selbst, dem sein Job und dieser Laden im Speziellen so viel bedeuten. Hier wird auch auf sehr nahbare Weise auf die Schwierigkeiten des lokalen Einzelhandels aufmerksam gemacht, was ich sehr geschickt platziert fand.
Generell mochte ich, wie sich Tilly ein neues, positives Umfeld schafft, weitermacht, sich weiter entwickelt und sich selbst eine zweite Chance nach ihrem Verlust gibt. Dabei entstehen ein paar wunderbare Begegnungen und Momente.
Die Geschichte ist versöhnlich, heilsam und getrieben von innerer Entwicklung. Es ist eine anrührende Geschichte über die Kraft und den Trost von Büchern. Außerdem zeigt es ganz wunderbar, dass man nicht allein mit seinen Problemen fertig werden muss und dass es da draußen Menschen gibt, die einen verstehen und lieben. Super schöne Botschaft und ein richtig tolles Buch.
Vielversprechend
Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
Nisha J. Tuli schreibt einfach großartige Fantasy. Ich habe bereits die letzte Reihe der Autorin geliebt und mir gefällt auch dieser Reihenauftakt wieder ausgesprochen gut. Der Start ins Buch war eher gemäßigt und voller offener Fragen und Geheimnisse. Aber zumindest soviel: dieses Buch lässt den Leser nicht hängen und vis zum Ende bekommt man auf die drängendsten Fragen Antworten, was ich sehr zu schätzen weiß.
Das Magiekonzept orientiert sich an den Elementen, ist aber komplex und teilweise auch düster angehaucht. Die ominösen Seuche, die das Land bedroht gibt der Geschichte einen atmosphärisch dunklen Touch, der super catchy ist. Super catchy ist auch der dunkle mysteriöse Fremde, dem Protagonistin Zerya in einem ihren Träumen begegnet. Ich finde zwar ihren romantisch verklärten Blick auf Begegnungen mit Männern anfangs etwas fragwürdig, aber sie fängt sich. Hier wird auf jeden Fall Spannung aufgebaut.
Die Entwicklung, die Zerya in diesem Band durchläuft, gefällt mir schon richtig gut. Vom isolierten, unsicheren Mädchen wird sie zu einer starken Kämpferin, die für sich selbst einsteht, kein Blatt vor den Mund nimmt und ehrliche Bindungen aufbaut. Der Freundschafts-Aspekt kommt hier auch toll raus.
Das Buch hat sich toll lesen lassen. Beim Worldbuilding wurde noch ein bisschen gegeizt, aber ich denke das kommt mit dem nächsten Band.
Eher speziell
Dr. No von Percival Everett
Percival Everett ist ein Autor, bei dem mich die Bandbreite seiner Bücher staunen lässt, weil sie sich nicht in eine bestimmte Schublade stecken lassen. Jedes seiner Bücher ist aus seine Weise originell und besonders. Was sie vllt eint ist, dass in irgendeiner Form immer POC im Fokus stehen, was mir gut gefällt.
Ich fand dieses Buch thematisch etwas abstrakt. Nichts stehlen und damit einen schurkischen Geniestreich landen klingt jetzt erstmal eher abstrus. Und abstruser wird es, als das tatsächlich zu gelingen scheint. Die mathematischen Relationen waren jetzt nicht so ganz mein Fall, sind aber auch nicht essentiell um die Geschichte zu verstehen. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl etwas elementares zu verpassen, nur weil ich mathematisch nicht ganz folgen konnte.
Die Figuren wirken alle ähnlich überzogen, in ihre Extreme verzerrt und dadurch nicht so ganz nahbar. Zumindest hatte ich Schwierigkeiten einen echten Zugang zu ihnen zu finden. Das macht sie und ihre Interaktionen aber nicht weniger unterhaltsam.
Vom Lesegefühl her war es nicht ganz leichtgängig, aber das sind Bücher von Percival Everett (zumindest für mein Empfinden) ja nie. Auch hier hat es wieder ein bisschen gedauert in den Flow der Erzählung reinzukommen und sich damit anzufreunden. Aber wenn man sich drauf einlässt, dann hats was und ist eigentlich sogar ziemlich cool.
Auf jeden Fall mal eine etwas andere Super-Coup-Geschichte.











