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Rezensionen von DoraLupin:

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Drei starke Protagonistinnen

Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf von Mirjam Müntefering

Ich fand den Klappentext zwar recht ansprechend aber ehrlich gesagt hatte ich auch keine sehr großen Erwartungen an die Story. Ich wurde hier aber absolut eines besseren belehrt, denn die Geschichte hat mich so sehr gefesselt, dass ich das Buch in nur einem Tag gelesen und genossen habe! Ich fand es richtig toll geschrieben und kann es jetzt schon kaum erwarten bis der zweite Teil erscheint!

Die Geschichte führt ins Bergisches Land, 1910.

Irma, Enkelin des bekannten Konditormeisters Ludwig Honig, ist glücklich als der attraktive Arno ihr den Hof macht. Doch der unerwartete Tod ihres geliebten Großpapas ändert alles! Neben ihrem guten Freund Eugen bleibt Irma nur die kühle Großmutter Auguste. Die macht eine schockierende Entdeckung: ihr verstorbener Gatte hat nicht nur eine Liebschaft finanziert, sondern die Familie durch den Kauf eines heruntergekommenen Landgasthofs ruiniert. Als Ludwigs uneheliche Tochter und begabte Feinbäckerin Harriet auftaucht, um ihr Erbe einzufordern, müssen die Honigfrauen zusammenhalten.

Der Schreibstil war von Beginn an sehr angenehm und locker zu lesen, ich bin nach ein paar Seiten ganz in die Story eingetaucht und war einfach hin und weg! Die Autorin schreibt kapitelweise wechselnd aus Sicht der drei Protagonistinnen Irma, Harriet und Auguste. Alle Frauen sind unterschiedlichen Alters und Charakters und doch vereint sie eine unglaubliche Stärke, Willenskraft und Mut. Ich war von jeder einzelnen der Frauen absolut fasziniert und sie waren so gut gezeichnet das ich beim Lesen wirklich das Gefühl hatte sie immer besser kennen zu lernen. Aber auch die Nebencharaktere hatten sehr viel Freude gemacht und waren alle authentisch beschrieben.

Die Story hat mir großen Spaß gemacht! Ich konnte nicht nur einiges über die vergangene Zeit mitnehmen und habe über Klassenunterschiede und geächtete Familien gelernt, ich habe auch eine extrem mitreißende Geschichte erhalten, die großartig und sehr berührend war! Ich kann es daher kaum abwarten den zweiten Teil zu lesen und zu erfahren wie es mit den drei Frauen und den anderen Charakteren weitergeht, Ich habe sie alle sehr lieb gewonnen. Gerne gebe ich eine Empfehlung ab und natürlich die volle Punktzahl.

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Drei starke Protagonistinnen
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Die Geschichte des Opals

Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan

Cover und Klappentext haben mich hier sofort begeistert und ich wollte unbedingt wissen welche Geschichte dahinter Steckt! Ich liebe geheimnisvolle Familiengeschichten sehr und diese stellt wirklich ein Highlight in diesem Genre da!

Der Leser begleitet in dieser Geschichte Roz, die nach dem Tod ihrer Mutter Australien den Rücken und nur einen Ring mit einem leuchtenden Opal bei sich trägt, ein Erbstück, das sie bei der Räumung ihres Zuhauses entdeckt hat.

In London, zwischen den antiken Schätzen eines kleinen Ladens, fühlt sie sich auf beinahe mystische Weise von einem Gemälde angezogen, das vier Felsen an der Küste Schottlands zeigt. Von einer unstillbaren Sehnsucht getrieben, reist sie nach Skara, in die Heimat der verstorbenen Malerin. Gemeinsam mit Drew, einem charismatischen Inselbewohner, enthüllt Roz nicht nur die Geschichte einer großen Liebe, sondern auch das tragische Geheimnis von vier Schwestern, das ihr eigenes Leben für immer verändern wird.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, er ist sehr angenehm zu lesen und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Hätte ich gekonnt wie ich gewollt hätte, dann hätte ich das Buch in nur einem Tag verschlungen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen was das Buch für mich sehr interessant und abwechslungreich gemacht hat. In der Vergangenheit begleiten wir die älteste der Meerglasschwestern, Iris, die sich auf den Weg nach Sri Lanka macht um ihren Onkel zu finden. In der Gegenwart fiebern wir einerseits mit Roz mit aber auch mit Finn, die sich gemeinsam auf die Suche nach den vier Schwestern machen. Was ich besonders schön fand ist, wie bildhaft und lebendig die Autorin die verschiedenen Handlungsorte beschreibt. Das raue Schottland, aber auch das exotische Sri Lanka und das trockene Australien entstehen richtig vor den Augen des Lesers und für mich war es oft, als würde ich einen spannenden Film sehen.

Die Geschichte war ausserdem sehr tiefgründig und vereinte die Genre Familiengeschichte, historischer Roman und sogar Krimi miteinander und ich fand das extrem spannend und interessant zu lesen. Es gab immer wieder Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe und wunderbare Charaktere die ich ins Herz geschlossen habe, vorallem Guy und Iris in der Vergangenheit.

Fazit: Ein wunderbares Buch, das sich von anderen des Genres deutlich abhebt. Es ist interessanter geschrieben, tiefgründiger und spannender als viele andere Bücher des Genres und ich möchte auf jeden Fall die anderen drei Schwestern und ihre Geschichten kennen lernen. Ein echtes Lesehighlight für mich und nur zu empfehlen!

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Die Geschichte des Opals
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Enemies- to lovers, in einem magischen setting

Seamere College 1. Strange Familiars von Keshe Chow

Schon das Cover und der Klappentext hatten mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, denn magische Tierärzte sind mal eine sehr coole Idee, die für mich auch ganz neu war. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch und wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen und das Ende machr große Lust auf den nächsten Teil!

Chaos in London, magische Wesen außer Kontrolle – und zwei Rivalen, die sich zusammenraufen müssen.

Gwendolynne Chan will nur ihren Abschluss am Seamere College für magische Tiermedizin schaffen und die Auszeichnung als Jahrgangsbeste erhalten. Doch Harrisford Briggs, ihr arroganter Kommilitone aus reichem Elternhaus, kommt ihr dabei ständig in die Quere. Als gefährliche Magieexplosionen die Stadt erschüttern, die etwas mit den magischen Tieren in Gwens und Harrisfords Obhut zu tun haben, bleibt ihnen nur eins: zusammenarbeiten. Zwischen knisternden Flirts, hitzigen Wortgefechten und einem mürrischen, sprechenden Kater steht plötzlich mehr auf dem Spiel als nur ihr Abschluss – nämlich das Schicksal der ganzen magischen Welt.

Der Schreibstil war leicht zu lesen und passt gut zur Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aber auch andere Leser können hier durchaus ihren Spaß haben und in die Geschichte eintauchen. Gefallen hat mir, dass die Geschichte aus der Sicht von beiden Protagonisten erzählt wurde. So konnte man die Gefühle und Gedanken von beiden Charakteren sehr gut nachvollziehen und mit ihren mitfiebern. Es ist eine schöne Enemie-to-lovers Story, die nachvollziehbar erzählt wird, manchmal hätte ich mir aber noch mehr Reife von beiden Charakteren gewünscht, immerhin sind sie Mitte 20.

Die Story war die ganze Zeit über interessant erzählt, ich mochte diese magische Welt, die unserer aber in vielen Dingen gar nicht so unähnlich ist. Ab und an hätte ich mir etwas mehr Erklärungen erhofft, was die Magie angeht aber insgesamt hat mir die Magie dieser Welt gut gefallen. Vorallem die Seelentiere und die anderen magischen Geschöpfe der Story waren ein richtiges Highlight für mich.

Das Buch endet ein mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger, der aber wiederum sehr große Lust auf den zweiten Band der Reihe macht. Ich hätte auf jeden Fall Lust die beiden Protagonisten wiederzusehen und kann das Buch auf jeden fall weiterempfehlen.

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Enemies- to lovers, in einem magischen setting
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Interessante Oz-Geschichte

West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe


Schon immer fand ich die Geschichte vom Zauberer von Oz faszinierend und mochte die Welt rund darum und die Charaktere sehr gerne. Das Cover ist wunderschön mit dem Smaragdpalast im Hintergrund und deshalb wollte ich unbedingt diese neue Version der Geschichte lesen. Obwohl sie eine ganz andere Idee der ursprüngliche Geschichte bringt, hatte ich Spaß zu lesen.

Der Schreibstil war leicht verständlich und die Fantasy Welt wurde anschaulich beschrieben. Ich hatte während des Lesens Spaß und wollte immer wissen wie es weitergeht. Mit der Protagonistin konnte ich mitfiebern, ihre Gedanken und Gefühle waren die meiste Zeit nachvollziehbar.

Die Geschichte war anders als ich sie erwartet habe, manchmal auch etwas düster, aber ich mochte es die Geschichte auch mal ganz anders als bekannt zu erleben. Dennoch hatte sie natürlich auch Elemente vom Klassiker in sich und diese waren gut zu erkennen und in die Story integriert.

Fazit: Wer die Welt von Oz mal anders erleben möchte, der sollte sich dieses Buch genauer ansehen. Wunderschön ist es ja mit dem tollen Cover noch dazu.

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Wunderbares Hörbuch!

Feine Risse von Elisa Hoven

ch habe bereits „Dunkel Momente“ von der Autorin als Hörbuch gehört und war absolut begeistert davon. Ich wusste deshalb, dass ich auch dieses neue Hörbuch von ihr haben wollte und ich wurde nicht enttäuscht! Es ist genauso ein Highlight wie schon der andere Roman und ich habe in jeder Minute mitgefiebert!
Es geht um Eva Herbergen, sie ist eine engagierte Strafverteidigerin, will sich langsam aus ihrer Arbeit zurückziehen und mit Ehemann Peter das Alter genießen.

Doch die düsteren Schatten ihrer Fälle reichen bis in ihr Privatleben hinein.
Das Hörbuch besteht wieder aus vielen verschiedenen kleinen Fällen der Strafverteidigerin und ich liebe dieses Format einfach. Jede Geschichte ist anders, einige lassen einen mit einem unguten Gefühl zurück, manche Handlungen kann man nicht gutheißen aber möglicherweise sogar verstehen, das Hörbuch überrascht, es lässt den Hörer reflektieren wie er die Taten selbst bewerten würde, er zeigt menschliche Abgründe die man vielleicht nicht vermutet hätte und man sollte bei den Geschichten niemals vorschnell urteilen...denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Wieder ein ganz tolles Hörbuch bei dem ich mich oft gefragt habe was ist Gerechtigkeit, wie sieht sie aus und kann es in manchen Fällen überhaupt Gerechtigkeit geben. Und manchmal ist Recht sprechen auch nicht das gleiche wie Gerechtigkeit.
Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen, sie hat gut zur Person der Eva Herbergen gepasst und hat das Hörbuch sehr gut und lebendig vorgelesen.

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Wunderbares Hörbuch!
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Gut recherchiert aber trocken

Die Welt in ihren Händen von Olivier Guez

Der Klappentext hat mich sehr faszinieren können, denn ich selbst bin eine heimliche Abenteurerin und bewundere starke Frauen die ihre Träume leben und fremde Länder entdecken. Und damals war dies ja noch deutlich schwerer als in der heutigen Zeit. Ich war deshalb guten Mutes, dass mir dieses Hörbuch richtig gut gefallen wird!
Die Geschichte dreht sich um die Archäologin, Abenteurerin, Agentin des Britischen Empire: Gertrude Bell, diese war mit Lawrence von Arabien seelenverwandt, eine enge Vertraute von Winston Churchill und die einzige Frau unter den mächtigen Männern Mesopotamiens.

Sie liebte den Orient und wollte diese Region um jeden Preis befrieden. Bell war die missverstandene Tochter einer reichen viktorianischen Familie. Sie verlor viel zu früh ihre Mutter, kämpfte gegen die Erwartungen des Vaters und ging fast an einer tragischen Liebe zugrunde.
Leider muss ich sagen, dass ich mit dem Schreibstil nicht so gut zurechtgekommen bin. Er ist leicht zu verstehen aber hat mich leider überhaupt nicht mitreißen können. Für war das Hörbuch zwar geschichtlich sehr interessant, da der Autor sehr gut und genau recherchiert hatte, aber leider war es auch sehr trocken und ohne Spannung für mich und ich musste mich oft „zwingen“ weiterzuhören weil es sich mehr wie eine Aneinanderreihung von historischen Ereignissen und Fakten angehört hat, als eine abenteuerliche Reisegeschichte einer taffen Frau-
Die Protagonistin ist mir leider nicht nahe gekommen. Ich weiss jetzt zwar mehr über diese Persönlichkeit, aber mehr wie in einem Geschichtsbuch über jemanden zu lesen. Nahe gekommen bin ich ihr leider nicht.
Fazit: Sehr genau und gut recherchiert aber für mich viel zu trocken und langatmig. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass viele das Hörbuch mögen, denn man lernt auf jeden Fall viel über die Länder damals und natürlich über die Person Gertrude Bell.

Die Sprecherin hatte jedoch eine sehr angenehme Stimme und hat gut gelesen. Sie hat noch das meiste das ging, rausgeholt.

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Ein richtig schöner, sommerlicher Schwedenroman

Spätsommerglück von Heike Abidi

Ich habe bereits viele Bücher von Heike Abidi gelesen und das ist kein Zufall! Egal welche Geschichte ich von ihr lese, sie sind alle immer mitreißend, wunderbar zum wohlfühlen und man hat während des Lesens einfach eine tolle Zeit! Auch diesmal wieder bin ich förmlich durch die Seiten geflogen und habe den Ausflug nach Schweden mit Hannah sehr genossen!

Inhalt: Nachdem ihr Mann Fred vor fünf Jahren ums Leben kam, hat Hannah einfach weitergemacht.

Jetzt ist sie Ende fünfzig und fragt sich, ob das alles gewesen ist. Kurzerhand beschließt sie, sich als Granny Au-pair bei einer schwedischen Familie zu bewerben. Ihre beste Freundin Miriam schüttelt lachend den Kopf, doch Hannah ist fest entschlossen, einmal im Leben Mut über Sicherheit zu stellen und reist in eine malerische Kleinstadt nahe Göteborg . Die Gastfamilie nimmt sie mit offenen Armen auf und Hannah ist überzeugt, dass ein wunderbarer Sommer vor ihr liegt – wäre da nicht Opa Anders, der seine Enkelkinder gerne selbst betreut hätte und Hannah deutlich spüren lässt, dass sie unerwünscht ist …

Der Schreibstil war wieder so wunderbar locker und leicht zu lesen, dass es eine Freude war in die Geschichte einzutauchen. Schweden wird so bildhaft und authentisch beschrieben, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte und nun richtig Lust habe einmal selbst dorthin zu reisen und nette Leute kennen zu lernen.

Die Protagonistin Hannah war mir sofort sympathisch und manchmal habe ich fast zu sehr mit ihr mitgefiebert, ich war geschockt und gerührt, einmal ist mir fast das Herz stehen geblieben...solche Gefühle kann Heike Abidi einfach wunderbar schreiben! Man ist einfach ganz nah an den Charakteren dran und immer mit dabei!

Ich habe die Reise nach Schweden sehr genießen können, habe mit Hannah zusammen sehr nette Leute...und einen Hornochsen *hust*...kennen gelernt und hatte richtig viel Spaß! Nur zu empfehlen!

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Ein richtig schöner, sommerlicher Schwedenroman
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So viel mehr als eine Liebesgeschichte!

Die Gesetze von Liebe und Logik von Debra Curtis

Wenn ich ehrlich bin, haben mir Cover und Klappentext bei diesem Buch zugesagt, aber ich habe „nur“ eine unterhaltsame Liebesgeschichte erwartet. Dieses Buch ist jedoch so viel mehr als nur das und hat mich begeistert zurückgelassen!
Die Geschichte erzählt von einer Jugend in einem kleinen Ort an der Ostküste, Wochenenden am Strand und wilde Partys: Lily und ihr Freund erleben die erste große Liebe und sind überzeugt, dass sie ewig halten wird.

Bis ein tragisches Ereignis in einer Partynacht das Leben mehrerer Menschen zerstört, woran auch ihre Beziehung zerbricht. Lily findet Halt und ein neues Glück in ihrer zweiten großen Liebe. Ihr Ehemann, der Ornithologe Marshall, wird der ruhende Pol in ihrem Leben. Doch die Erinnerung an ihre Jugendliebe lässt Lily nie ganz los. Über Jahrzehnte hinweg kreuzen sich ihre Wege immer wieder, bis zu einer weiteren schicksalhaften Nacht. Zerrissen zwischen Loyalität und Leidenschaft, zermürbt von Schuldgefühlen, muss Lily eine Entscheidung treffen.
Der Schreibstil ist anspruchsvoll aber dennoch leicht verständlich, man merkt aber schnell, dass es sich sich um mehr als nur einen seichten Roman handelt. Die Geschichte ist aus Sicht von Lily geschrieben und ihre Jugendliebe wird einfach immer als „der Junge“ beschrieben, was ein schönes Stilmittel ist in diesem Fall, da man hier jeden Namen einsetzen könnte, der einem in den Kopf kommt und es macht das Buch auch besonders.
Die Geschichte ist, wie gesagt, mehr als eine Liebesgeschichte, es ist ein Coming- of- Age Roman in Amerika des späten 20. Jahrhunderts, es geht um Glaube und Wissenschaft, Feminismus und Schuld, es geht um ganz wunderbare Menschen und wunderbare Männer die an der Seite von Lily sind, die verschiedene Charaktere haben aber die beide so sympathisch sind, das es schwer fällt einen zu wählen. Aber das Leben spielt ja sowieso wie es will und dieser Roman ist so echt und so authentisch wie das Leben selbst und das fand ich so wahnsinnig faszinierend an diesem Buch!
Es hat mich so gepackt und dennoch ist es kein Buch, dass ich mal „soeben weg lesen“ wollte, ich wollte mich ganz auf die Geschichte einlassen, weil sie so besonders ist und so wichtige und besondere Themen vereint, auf ganz wunderbare Weise! Die Geschichte überrascht auf so viel mehr als nur auf eine Weise und war ein echtes Jahreshighlight für mich!

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Ein schicksalhaftes Klassentreffen

Sylt oder Sehnsucht von Claudia Thesenfitz

Ich habe schon einige Sylt-Romane der Autorin gelesen und diese haben mir immer gut gefallen. Auch dieses Mal habe ich wieder eine schöne Geschichte über einen Neuanfang im Alter bekommen, auch wenn die Insel diesmal keine so große Rolle gespielt hat wie in anderen Glücksromanen der Autorin.

Der Schreibstil war wie gewohnt locker und leicht zu lesen und eignet sich daher auch ideal als Strandlektüre zum Abschalten. Die Seiten fliegen wie jedes Mal bei diesen Büchern förmlich so dahin und es ist immer eine sommerliche Geschichte.

Diesmal geht es um Steffi, die zu einem schicksalhaften Klassentreffen nach Sylt reist und dort, zunächst unfreiwillig, einem Neuanfang entgegengeht. Sie lernt beruflich über sich hinauszuwachsen und sich zu verändern, aber auch besonders in der Liebe als sie den deutlich jüngeren Yannick trifft.

Die Protagonistin ist gut ausgearbeitet und ich habe ihre Gedanken und Gefühle auch sehr gut nachvollziehen können. Vor allem die Charakterentwicklung und die Selbstzweifel sind sehr realistisch geschrieben und sehr verständlich. Yannick ist ein sehr sympathischer Charakter den ich schnell gemocht habe, allerdings ging mir seine jugendliche Sprache irgendwann ein wenig auf die Nerven. Ich fand diese auch etwas zu überspitzt, er hat sich für mich weniger wie ein Mann in den 30ern angehört, als vielmehr jemand der gerade ein Teenager ist, aber das ist natürlich auch immer Geschmackssache.

Insgesamt wieder eine sehr sommerliche und schöne Geschichte aus der Feder der Autorin, diesmal aber mit weniger Sylt und mit etwas mehr Flair der Großstädte Deutschlands. Für Fans der Bücher wieder empfehlenswert und von mir 3,5 Sterne.

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Alles für das Haus

Tödliches Angebot von Marisa Kashino

Der Schreibstil war einfach und leicht verständlich, so konnte ich mich bei diesem Hörbuch ganz auf die Geschichte einlassen. Der richtige Thrill ist zwar erst am Ende der Geschichte aufgekommen, aber die Story war immer sehr interessant zu verfolgen, da ich mich immer gefragt habe, wie weit wird die Protagonistin gehen für ihr Traumhaus.

Vor allem die Protagonistin ist sehr gut ausgearbeitet und man ist immer sehr nah an ihr dran. Ihre Gefühle und Gedanken sind dem Hörer immer präsent gewesen. Ihren Charakter fand ich ehrlich gesagt etwas zwiespältig. Ich konnte einige Gedanken und Handlungen der Protagonistin nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen, aber es gab auch einiges wo ich gedacht habe „Mensch, da muss man aber echt einen eiskalten Charakter haben“. Die Protagonistin ist etwas überspitzt dargestellt, aber nicht so sehr das es unglaubwürdig wirkt und die Geschichte macht auf jeden Fall auf das Thema Wohnungsmarkt und seine Probleme aufmerksam. Obwohl die Geschichte in den USA handelt, ist dies auch in Deutschland sehr aktuell.
Ich fand die Geschichte zu jeder Zeit interessant zu hören und es war spannend zu erfahren wie weit die Protagonistin für ihr Traumhaus gehen wird. Ich wurde gut unterhalten und gebe deshalb 4,5 Sterne.
Die Sprecherin hat wirklich gut vorgelesen und hatte eine sehr angenehme Stimme. Ich habe das Hörbuch deshalb in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen.

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Alles für das Haus