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Rezensionen von DoraLupin:

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Botanik in Istanbul

Ein Ort, der bleibt von Sandra Lüpkes

Magdas Mann Alfred, von Beruf Botaniker in Münster, verliert 1933 seine Professorenstelle, aufgrund seiner Herkunft. Als sich die Situation in Deutschland zuspitzt lockt ein überraschendes Angebot in Istanbul! Atatürk will die Universitäten des Landes modernisieren, und am Bosporus soll ein prächtiger Botanischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt entstehen.

Magda und ihr Mann packen die Koffer und reisen an die Stadt am Bosporus, aber wird sie selbst in der Fremde neue Wurzeln schlagen?Die talentierte Botanikerin Mehpare kümmert sich als Alfreds Assistentin um Beete und Gewächshäuser.
Jahrzehnte später verschlägt es die junge Stadtplanerin Imke nach Istanbul. Sie soll eine Studie zur Zukunft des Botanischen Gartens erstellen – und damit über das Schicksal dieses besonderen Ortes mitentscheiden.

Auf diesen Roman war ich sehr gespannt, denn schon das Cover hat mir sehr gefallen! Der Schreibstil ist recht leicht zu lesen wenn man ins Buch reingefunden hat und die Autorin versteht es bildhaft und lebendig das Istanbul der Vergangenheit zu beschreiben, auch wenn es ab und zu etwas zähe Passagen gibt.

Die Frauen werden authentisch beschrieben und ihre Handlungen sind meist nachvollziehbar. Auf jeden Fall konnte ich gut mit ihnen mitfiebern. Ausserdem habe ich einiges über Emigration und die Vergangenheit in dieser interesanten Stadt lernen dürfen und das mit Spaß.

Ein Buch das auf jeden Fall sehr empfehlenswert ist wenn man Interesse an Botanik und Istanbul hat

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Botanik in Istanbul
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Schönes Buch von außen und innen

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss von Ryan Graudin

Faye lebt auf einemn magische Schloss und liebt es dort sehr!Es gibt hier allerhand fantastisches wie launische Keksdrachen oder singende Orchideen, die im Gewächshaus Konzerte veranstalten. Eines Tages sucht der Zauberer des Schlosses nach einem Nachfolger und lässt zu einem Turnier. Obwohl nur Jungen eingeladen sind möchte Faye alles tun um doch teilnehmen zu können!

Schon allein das Cover und der Buchschnitt sind wunderschön und ein absoluter Hingucker! Deshalb eignet sich das Buch auch gut als Geschenk für ein Kind, das magische Geschöpfe und Geschichten liebt!

Der Schreibstil ist einfach zu lesen und altersgerecht, dabei aber sehr schön durch all die fantasievollen Beschreibungen des Schlosses und seiner Bewohner!

Faye ist ein tolles Mädchen und es fällt daher sehr leicht sich in die Geschichte fallen zu lassen und mit ihr mitzufiebern! Obwohl sie es als Mädchen nicht immer einfach hat, lässt sie sich nicht unterkriegen und steht für ihre Träume ein!

Ein tolles Buch mit einem fantastischen Abenteuer, dass ich nur weiterempfehlen kann.

Sowohl von außen als auch von innen wunderschön!

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Schönes Buch von außen und innen
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Viele offene Fragen

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Bei diesem Klappentext bin ich direkt neugierig auf die Geschichte geworden und habe mir erhofft eine tolle, spannende Story zu bekommen die mit mitreißen kann. Am Ende kann ich sagen, dass die Handlung schon interessant war, mich aber nicht so in den Bann ziehen konnte wie erhofft und vorallem bleiben zu viele Fragen am Ende offen.

In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Der Schreibstil war anfangs ungewöhnlich und ich musste erst einmal reinfinden, dann jedoch habe ich die Geschichte gerne gehört. Der Schreibstil war stellenweise sehr einnehmend und mitreißend, teilweise aber auch etwas langatmig und einiges hat sich auch immer wieder wiederholt und der Geschichte. Die Protagonistin wurde authentisch beschrieben und ich konnte ihre Gedanken- und Gefühle meist nachvollziehen, die anderen Frauen sind aber teilweise auch sehr blass geblieben.

Auch der Inhalt des Buches war ein wenig ein auf- und ab, es gab spannende Stellen im Hörbuch aber auch solche die sich wiederholt haben und dann zäh gewesen sind. Vorallem gestört hat mich aber, dass die Geschichte im enteffekt sehr nebulös war, es kommen während des Hörens viele Fragen auf, die einfach nicht beantwortet werden. Es gibt sicher Menschen die finden so ein offenes Ende schön für eigene Gedanken, ich habe mich aber eher mit all den Fragen allein gelassen gefühlt. Das fand ich schade, daher auch 3 Sterne. Ich empfehle das Hörbuch an alle, die mit offenen Fragen gut zurecht kommen.

Die Sprecherin kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen, sie hat wirklich fesselnd und schön vorgelesen, die Stimme war sehr angenehm und konnte mich mitnehmen.

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Viele offene Fragen
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Locker-leichte Zeitreise

You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Dieser Klappentext hat sich sehr interessant angehört, eine Mischung aus Zeitreise und Liebesgeschichte und ich fand die Story wirklich sehr süss und gut geschrieben!

Es war die große Liebe, als Adam und Jules sich 1989 kennengelernt haben. 35 Jahre später ist ihre Ehe längst im Alltagstrott festgefahren.

Zwischen Jobs, Kindern und kleinen und großen Sorgen ist die Liebe irgendwie auf der Strecke geblieben. Oder vielleicht doch nicht? Eines Tages stolpert Adam über eine Kiste alter Mixtapes, die er und Jules füreinander aufgenommen haben, als sie jung und frisch verliebt waren. Was würde er dafür geben, um sich noch einmal so unbeschwert zu fühlen? Kurzerhand legt Adam eine der Kassetten ein, drückt auf Play – und das Unglaubliche geschieht: Sein Wunsch wird wahr, und er reist für wenige Stunden in der Zeit zurück, zu einem der schönsten und unvergesslichsten Tage in ihrer Beziehung. Von nun an können er und Jules zu den Klängen ihrer Lieblingssongs wichtige Momente aus ihrer Vergangenheit erneut erleben. Ist dies die Chance auf einen Neubeginn? Um sich wieder jung zu fühlen? Um sich daran zu erinnern, warum sie sich ineinander verliebten? Aber vielleicht auch, um ein paar klitzekleine Änderungen vorzunehmen, die ihr Leben in der Gegenwart verbessern könnten …

Der Schreibstil war sehr locker und leicht, deshalb hatte ich keine Probleme bei diesem Hörbuch mitzukommen. Schön fand ich auch, dass es zwei Sprecher gegeben hat, die jeweils Adam und Jules gelesen haben. Beide Stimmen waren angenehm und haben gut gepasst zu den Personen.

Die Handlung beginnt etwas klischeehaft indem es der Ehe der beiden nicht gut geht und das Paar dann eine Chance auf einen Neubeginn erhält, Die Zeitreise startet in den Teenager Jahren, wird dann aber richtig interessant und auch berührend, als beide ihre damals jungen Kinder wiedersehen und sich überlegen das sie auch Chancen verpasst haben. Ausserdem wird die Geschichte sehr interessant und spannend, als beide Kleinigkeiten in der Vergangenheit zu ändern beginnen und ein "Was wäre wenn" startet, das fand ich dann richtig toll zu hören!

Fazit: eine locker- leichte Liebesgeschichte mit Zeitreisefaktor, die teilweise aber auch richtig tiefgründig werden kann. Gerne empfehle ich sie weiter, ich hatte viel Spaß dabei!

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War nicht meine Geschichte

Liebe,1 Audio-CD, 1 MP3 von Thomas Hettche

Der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört, denn der Beruf des Okularisten hört sich spannend an und hat mich interessiert und ich hatte mir eine sehr bewegende Liebesgeschichte erhofft. Leider muss ich aber sagen, dass die Geschichte mich so gar nicht packen konnte und es einfach nicht das richtige (momentan) für mich war.

Es geht in der Geschichte um Max, dieser stellt künstliche Augen her. Er ist Okularist. In seiner Praxis, über der Flamme des Bunsenbrenners, formt er feine Glaskugeln, versieht sie mit farbigen Äderchen, Iris und Pupille. Max weiß von der stillen Sprache der Blicke. An den Blitzschlag der Liebe aber glaubt er mit Anfang sechzig nicht mehr. Bis er eines Sommerabends Anna begegnet und ihn die Gefühle in ungekannter Wucht überwältigen. Anna geht es genauso, doch sie ist verheiratet, und so bleiben den beiden immer nur Tage, das zu leben, was nicht sein darf. Und immer sind da die Erinnerungen, die Träume, die Schatten. Das stürzt Max in Verzweiflung, denn er weiß, er hat seine große Liebe gefunden. Und er ahnt, dass sie ihn auf eine unheimliche Probe stellen wird.

Der Schreibstil war nicht so locker- und leicht wie ich das gedacht hatte, dennoch konnte man die Geschichte recht gut hören. Gestört hat mich, dass es relativ häufig zu elektronischen Nachrichten gekommen ist, diese sind immer mit Datum und Uhrzeit vorgelesen worden und haben meinen Hörfluss tatsächlich etwas gestört, da hätte ich es schöner gefunden wenn man die Nachrichten einfach hintereinander wegliest, da es ja auch zwei Sprecher für das Hörbuch gab. Die Geschichte wird aus Sicht von Max erzählt und Anna kommt immer nur kurz in den Nachrichten zu Wort.

Die Liebesgeschichte hat mir leider nicht gefallen, ich habe da keine Verbindung gespürt und konnte ihre Gefühle nur schwer nachvollziehen, vielleicht habe ich einfach etwas ganz anderes erwartet oder der Zeitpunkt war falsch. Aber leider konnte die Geschichte mich gar nicht packen. Einzig als über den Beruf von Max kurz erzählt wird, fand ich das interessant. Es war mir in Teilen auch zu philosophisch und hat mir deshalb nicht so recht gefallen.

Ich mochte die Stimme von Anna, die die Nachrichten gelesen hat sehr gerne und war enttäuscht, dass sie nicht mehr gelesen hat. Sie war sehr angenehm und hat gut gepasst. Die Stimme von Max war ganz okay, aber der Sprecher konnte mich leider nicht so mitreißen.

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Wunderbar gelesenes Hörbuch

Wo der Wind die Namen trägt,1 Audio-CD, 1 MP3 von Anja Jonuleit

Ich habe schon einige Bücher von Anja Jonuleit gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert wie die Autorin mich mitreißen kann mit ihren Geschichten. Deshalb wollte ich auch unbedingt mehr über ihr neuestes Werk erfahren und kann wieder einmal sagen, dass die Autorin mich mit ihrer Geschichte gepackt hat und diese unter die Haut geht und einen so schnell nicht mehr los lässt!

Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen geschrieben, einmal geht es ins Jahr 2023.

Hier folgt die 85-jährige Inge Sundermann widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik niederzuschreiben.
Und die Handlung geht zurück ins Jahr 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben.

Der Schreibstil ist sehr leicht und ich wollte in jeder freien Minute weiterhören. Die Autorin schafft es über das Thema im Buch sehr bewegend und lebendig zu erzählen. Dadurch, dass das Hörbuch quasi auf drei Ebenen geschrieben ist, einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit aus Sicht von der jungen Inge und einmal aus Sicht der Reporterin Helga, braucht es kurze Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Hier hilft jedoch sehr, dass alle Sichtweisen von unterschiedlichen Personen gesprochen werden und man deshalb gut unterscheiden kann in welcher Perspektive man sich gerade befindet.

Die einzelnen Personen sind nicht einfach schwarz-weiss gezeichnet, jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle handeln im Buch sehr lebensnah, genauso wie es eben auch gewesen sein könnte. Man kommt den Protagonisten auf jeden Fall sehr nah und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.

Die Geschichte ist sehr erschütternd, vorallem weil so viel wahres in dieser Geschichte zu finden ist. Das Hörbuch ist wirklich nur etwas für Leute die Schlimmes auch aushalten können, denn es wird nichts geschönt und das macht die Geschichte aber auch so wichtig. Im Nachwort erklärt die Autorin nochmal welche Personen und Ereignisse es damals wirklich gegeben hat, deshalb ist es sehr interessant zu hören.

Die Sprecherinnen haben alle sehr gut in ihre Rollen gepasst und angenehm vorgelesen. Sie haben die Geschichte richtig lebendig werden lassen und ich hatte sehr viel Freude beim anhören.

Ein Hörbuch, dass mich wieder einmal mitgerissen hat und so schnell nicht loslassen wird. Es regt zum Nachdenken an und wird noch eine Weile in mir nachhallen. Ich empfehle es an alle interessierten Leser weiter und gebe die volle Punktzahl. Die Autorin ist wirklich eine meiner Lieblingsautorinnen, mittlerweile.

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Wunderbar gelesenes Hörbuch
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Roman nach wahren Begebenheiten, der unter die Haut geht

Wo der Wind die Namen trägt von Anja Jonuleit

Ich habe schon einige Bücher von Anja Jonuleit gelesen und bin jedes Mal wieder begeistert wie die Autorin mich mitreißen kann mit ihren Geschichten. Deshalb wollte ich auch unbedingt mehr über ihr neuestes Werk erfahren und kann wieder einmal sagen, dass die Autorin mich mit ihrer Geschichte gepackt hat und diese unter die Haut geht und einen so schnell nicht mehr los lässt!

Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen geschrieben, einmal geht es ins Jahr 2023.

Hier folgt die 85-jährige Inge Sundermann widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik niederzuschreiben.
Und die Handlung geht zurück ins Jahr 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht. Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben.

Der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und die Seiten fliegen deshalb nur so dahin, dennoch schafft die Autorin es über das Thema im Buch sehr bewegend und lebendig zu schreiben. Dadurch, dass das Buch quasi auf drei Ebenen geschrieben ist, einmal in der Gegenwart, einmal in der Vergangenheit aus Sicht von der jungen Inge und einmal aus Sicht der Reporterin Helga, braucht es kurze Zeit um in die Geschichte hineinzufinden. Hier hilft jedoch sehr, dass alle Sichtweisen in unterschiedlichen Schriftarten sind und man deshalb gut unterscheiden kann in welcher Perspektive man sich gerade befindet.

Die einzelnen Personen sind nicht einfach schwarz-weiss gezeichnet, jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle handeln im Buch sehr lebensnah, genauso wie es eben auch gewesen sein könnte. Man kommt den Protagonisten auf jeden Fall sehr nah und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.

Die Geschichte ist sehr erschütternd, vorallem weil so viel wahres in dieser Geschichte zu finden ist. Das Buch ist wirklich nur etwas für Leute die Schlimmes auch aushalten können, denn es wird nichts geschönt und das macht das Buch aber auch so wichtig. Im Nachwort erklärt die Autorin nochmal welche Personen und Ereignisse es damals wirklich gegeben hat, deshalb ist es sehr interessant zu lesen.

Ein Buch, dass mich wieder einmal mitgerissen hat und so schnell nicht loslassen wird. Es regt zum Nachdenken an und wird noch eine Weile in mir nachhallen. Ich empfehle es an alle interessierten Leser weiter und gebe die volle Punktzahl. Die Autorin ist wirklich eine meiner Lieblingsautorinnen, mittlerweile.

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Roman nach wahren Begebenheiten, der unter die Haut geht
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Berührende Geschichte nach einer wahren Begebenheit

Ein unmoralisches Mädchen von Alice Fortress

Ich lese immer wieder gerne Geschichten die von wahren Begebenheiten erzählen, sie sind meistens interessant und berührend. Auch dieser Roman, der zugleich ein Auftakt ist, hat mich sehr erschüttert und wird noch eine Weile in meinen Gedanken sein.

Die Geschichte führt den Leser zurück in die siebziger Jahren der DDR, hier wächst Lucy in einer Welt auf, in der Moral und Macht unheilvoll ineinander greifen.

Das Lehrlingsheim, in dem sie lebt, ist ein Ort der Kontrolle, der Demütigung – und der heimlichen Sehnsucht nach Freiheit. Zwischen Zucht, Pflicht und Verboten entdeckt Lucy ihre erste große Liebe zu Tommy, einem jungen Traktoristen, dessen aufrechter Charakter sie fasziniert und zugleich in Gefahr bringt. Was als zarte Liebesgeschichte beginnt, verwandelt sich bald in ein Netz aus Lügen, Machtmissbrauch und Verrat. Der Heimleiter Becker zieht im Hintergrund die Fäden, während die Jugendlichen zwischen Anpassung und Aufbegehren zerrieben werden. Als Tommy verhaftet wird und Lucys Welt zusammenbricht, scheint auch ihr Glaube an Gerechtigkeit zu zerbrechen.

Der Schreibstil war von Beginn an sehr leicht zu lesen, sodass man das Buch in wenigen Tagen lesen könnte, da der Lesefluss sehr gut ist, aber dennoch habe ich für die Geschichte meine Zeit gebraucht. Das liegt daran, dass die Autorin die Erlebnisse im Lehrlingsheim sehr lebendig und ungeschönt geschrieben hat und man ganz in diese grausame Welt eintaucht, in der der Heimleiter eine große Macht hat! Die Geschichte ist sehr erschütternd geschrieben und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, zugleich gibt sie aber auch ein gutes Bild ab wie das Leben in der DDR ausgesehen haben kann.

Lucy ist eine schüchterne junge Frau, von wunderschönem Aussehen, die in der Vergangenheit aber durch ihren Vater kein leichtes Leben hat. Als Leser ist es manchmal nicht ganz einfach gewesen diese teils so naive Frau zu verstehen, aber sie sucht nach ihrer schweren Kindheit einfach immer nach Geborgenheit und Liebe und wird von den Männern schamlos ausgenutzt. Sie hat es nie leicht und verliert doch nicht den Glauben an die Liebe und an ihre Träume.

Ein sehr bewegendes Buch, dass ich auch mal zur Seite legen musste. Es ist nichts zum "mal eben weglesen" sondern die Geschichte hallt nach. Ich habe sie sehr gerne gelesen und kann sie jedem weiterempfehlen, das Buch ist allerdings nichts für schwache Nerven.

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Berührende Geschichte nach einer wahren Begebenheit
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Wunderbarer historischer Jugendkrimi, zum miträtseln

Fräulein Renée und das kartografische Komplott von Kaja Grimme

Schon alleine das Cover hat mir gleich gefallen und ich wollte wissen was sich hinter dem tollen Bild wohl für eine Geschichte verbirgt. Ich bin auch sehr froh, dass ich das Buch gelesen habe, denn ich hatte so viel Spaß mit diesem historischen Jugendkrimi bei dem man absolut gut mitraten kann!

Inhaltlich führt das Buch den Leser nach Deutschland ins Jahr 1908: Der junge Dichter Caspar Schütze heuert als Chronist bei der 17-jährigen Renée Graf an.

Ihre Regeln sind einfach: Nummer eins, das Kommando hat sie. Nummer zwei, sie entscheiden sich gegebenenfalls nicht für die vernünftige, sondern immer für die abenteuerliche Lösung. Nummer drei, Tradition ist nie ein Argument. Caspar lässt sich auf die ungewöhnliche Abmachung ein, hat er doch gerade keine andere Wahl. Das erste Abenteuer erwartet sie auch schon bald in Form einer Leiche, die sie in einem alten Forsthaus entdecken. Eine Spur führt zur ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft Württemberg.

Der Schreibstil konnte mich schnell fesseln und in seinen Bann ziehen, einfach und locker zu lesen und dennoch hatte ich die Personen und Schauplätze schnell vor Augen. Sehr mitreißend, wollte ich in jeder freien Minute wissen wie das Buch weitergeht! Auch die Protagonisten sind ungewöhnlich und toll! Renee denkt sehr modern und ihrer Zeit vorraus, was sie schnell sympathisch macht, Caspar dagegen ist, nicht nur wegen seinem Sinn Zahlen und Namen in Farben zu sehen, geheimnisvoll.

Der Kriminalfall ist einfach super und es macht so viel Spaß mit beiden auf die Suche zu gehen, eine mysteriöse geographische Gesellschaft kennen zu lernen und historische Plätze in Stuttgart wie die Wilhelma zu besuchen. Das ich dort selbst schon gewesen bin und die Orte kenne, macht das Vergnügen natürlich noch größer. Die Auflösung konnte mich am Ende überraschen und da ein paar Fragen offen bleiben- obwohl der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist- freue ich mich schon jetzt auf einen zweiten Band der Reihe!

Fazit: Ein toller historischer Jugendkrimi zum miträtseln, nur zu empfehlen!

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Berührende Familiengeschichte

Elbland von Claudia Rikl

Ich lese sehr gerne historische Romane und Familiengeschichten, die mich berühren können und diese Geschichte gehört absolut dazu!

Inhaltlich geht es um Nina, als ihre Mutter Irma stirbt, verliert diese den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je.

Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, leicht und locker sind die Seiten nur so dahingeflogen und ich wollte in jeder freien Minute weiterlesen und wissen was noch passiert ist.

Die Charaktere werden authentisch dargestellt, auch wenn sie keine Sympathieträger waren und ich ihnen nicht ganz nahe gekommen bin, so wurde ihre Gefühls-und Gedankenwelt doch sehr nachvollziehbar beschrieben!

Vorallem das Ende konnte mich sehr überraschen, es hat aber auch gut zu diesem Roman gepasst. Ein Buch, das noch ein wenig nachhallen wird und das auf jeden Fall sehr tiefgründig erzählt wurde. Gerne empfehle ich es weiter.

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Berührende Familiengeschichte