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Rezensionen von DoraLupin:

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Emotionale Reise am Ende einer Krankheit

Zwischen Himmel und hier von Cassandra Brunstedt

Majlis will nicht sterben. Sie liebt ihr ruhiges Leben mit ihrem alten Kater Gulliver und ihrer besten Freundin Siv ganz im Norden von Schweden. Und sie wünscht sich nichts mehr, als ihr Enkelkind im Arm zu halten und aufwachsen zu sehen. Dennoch hat sie einen Termin in einer Schweizer Klinik vereinbart, denn sie weiß, dass ihr Körper sie bald Stück für Stück im Stich lassen wird.

Doch Tochter Ronja macht ihr einen Strich durch die Rechnung, als sie Majlis anfleht, nach Stockholm zu kommen und ihr mit dem Baby zu helfen. Majlis' Entschluss akzeptiert sie nicht: Gesunde Ernährung und allerlei andere Regeln sollen das Leben der Mutter verlängern, eine Reise soll besondere Erinnerungen schaffen. Erst als die Frauen gemeinsam nach Norrland in Majlis' Zuhause zurückkehren, erkennen sie, was das Leben wirklich lebenswert macht.

Der Klappentext hat mich gleich emotional berühren können und deshalb wollte ich die Geschichte auch gerne anhören. Ich hatte damit ein paar sehr emotionale Stunden, denn die Autorin hat es wirklich sehr berührend geschafft die letzten Jahre einer schlimmen Krankheit einzufangen, sowohl für den Erkrankten selbst, als auch für die Angehörigen.

Der Schreibstil war sehr berührend und so war man immer ganz nah mit dabei. Da die Geschichte einmal aus Sicht von Majlis und einmal aus Sicht von ihrer Tochter Ronja geschrieben wurde, ist das Hörbuch nicht nur abwechslungsreich gewesen sondern hat die Stimmung und die Gefühle der beiden ganz wunderbar eingefangen.

Es ist eine sehr besondere Reise gewesen, traurig, aber dennoch auch immer voller Hoffnung und schönen Momente, sodass die Dunkelheit niemals überhand genommen hat.

Die beiden Sprecherinnen haben sehr gut zu ihren Charakteren gepasst und das Hörbuch schon und lebendig gelesen. Ich fand auch sehr schön, dass es diesmal zwei Sprecherinnen waren, so wusste man immer ob man nun aus Sicht von Majlis oder aus Sicht von Ronja die Geschichte hört. Gerne empfehle ich das Hörbuch weiter.

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Emotionale Reise am Ende einer Krankheit
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Wieder ein tolles Buch der Autorin

Schwesternland von Katharina Fuchs

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, und bis auf ein schwächeres, haben mir alle sehr gut gefallen! Daher war ich auch diesmal wieder sehr gespannt auf die Geschichte und wurde nicht enttäuscht! Im Gegenteil, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und kann es nur empfehlen.

Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter kehrt Antonia ins alte Ferienhaus im Havelland zurück, ihr „Schwesternland“, ein Ort voller Sommerdüfte und Erinnerungen.

Doch die vertraute Wärme kann nicht verbergen, wie sehr der frühe Tod ihres Vaters die Familie verändert hat, und auch das Wiedersehen mit ihren drei Schwestern lässt Risse spürbar werden. Unter den Geschenken findet Antonia ein Ahnengutachten. Ein Name darin lässt sie nicht los: Jeanne Beauvais, Tochter eines Seidenhändlers im Lyon des 17. Jahrhunderts, eine junge Hugenottin, die alles verlor außer ihrem Glauben und die in Berlin-Brandenburg ganz von vorne anfangen musste. Antonia folgt ihrer Spur nach Lyon. In den Gassen und dem Handelshaus, in dem Jeanne einst lebte, öffnet sich deren faszinierende Geschichte und berührt sie tiefer, als sie erwartet hätte – bis ein Schicksalsschlag sie zurückruft, ins Schwesternland.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Autorin konnte mich sofort wieder in ihren Bann ziehen. Sie schafft es jedes mal die Charaktere sehr greifbar zu machen, sie sind mir nahe gekommen und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle absolut nachvollziehen. Ausserdem mag ich es sehr wie gut recherchiert die Bücher von Katharina Fuchs jedes mal sind, und auch diesmal steht das Buch den anderen Werken in nichts nach. Alles wurde sehr gut beschrieben und hat mir wieder eine Zeit aufgezeigt, über die ich vorher noch nicht viel gehört hatte. Ich liebe es sehr so ganz nebenbei Neues zu lernen und das macht auch noch viel Spaß!

Die Story war wirklich von Beginn bis Ende spannend und die Dicke des Buches merkt man ihm nicht an, es wurde nie langweilig sondern war immer sehr spannend und interssant geschrieben. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber es wurde mich dennoch freuen wenn vielleicht noch andere Bänder erscheinen würden, bei denen man die anderern Schwestern noch besser kennen lernen kann- ich würde mich freuen!

Gerne empfehle ich das Buch weiter und gebe die volle Punktzahl, besonders Fans der anderen Bücher sollten sich auch dieses hier ansehen!

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Wieder ein tolles Buch der Autorin
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Psychologisch fein erzählt und spannend geschrieben

Wer blind vertraut von Tessa Duncan

Mich hat das Cover sofort in seinen Bann gezogen und der Klappentext hat sich auch interessant angehört. Ich muss allerdings zugeben, dass ich irgendwie einen ziemlich "normalen" Krimi erwartet hatte. Das Buch geht aber weit darüber hinaus und zeigt psychologisch sehr fein wie Menschen sein können und zu was sie fähig sind!

Inhaltlich bringt ein neuer Fall aus ihrer therapeutischen Praxis Lily Brown an ihre Grenzen und sogar in höchste Lebensgefahr.

Was ist der Tochter ihrer schwer depressiven Patientin Mary-Ann zugestoßen , die seit fast drei Jahren vermisst wird? Lebt die inzwischen 13-jährige Laura noch? Und wie kann sie dem Heiratsschwindler Paul das Handwerk legen, der ihre Patientin Caroline um viel Geld betrogen hat? Aber nicht nur das: Ist dieser Mann womöglich ein Mörder?

Dies ist der dritte Teil rund um Lily Brown in Canterbury, ich kenne die Vorgängerbände nicht und habe daher ein paar Seiten gebraucht um ganz in die Story hineinzufinden, gerade was das Privatleben von Lily angeht. Aber dann war ich ganz drin in der Geschichte und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen! Die Autorin schreibt dieses Buch nicht nur mit einem spannenden und angenehm lesbaren Schreibstil, sie dringt auch sehr gekonnt und fein in die Psyche der Charaktere ein und bringt sie dem Leser Stück für Stück näher. So entstehen sehr tiefe, dichte und authentische Personen, in die man sich vielleicht nicht immer hineinversetzten kann und ihre Taten gutheißen kann, die man aber immer sehr gut nachvollziehen kann in ihrer Gedanken- und Gefühswelt!

Die Autorin deckt die beiden Fälle wie eine Zwiebel Schicht um Schicht auf und dringt immer weiter in die Tiefe hinein. Das braucht seine Zeit, hat mir aber als Leser sehr gut gefallen und wird nie langweilig. Die Geschichte ist sehr erschütternd und nichts für schwache Nerven, das Nachwort lässt mich auch ein wenig fassungslos zurück, zu was Menschen fähig sind, ist manchmal nicht in Worte zu fassen.

Mich hat dieses Buch nicht nur gut unterhalten, sondern ich bin ganz darin eingetaucht und habe noch mehr über die Psyche von psychisch erkrankten Menschen kennen gelernt. Es war sehr spannend, interessant und wird wohl noch eine Weile in mir nachhallen. Ich kann es nur weiterempfehlen und gebe die volle Punktzahl.

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Psychologisch fein erzählt und spannend geschrieben
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Süße Sommergeschichte

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück von Mia Andersen

Lene liebt den Sommer! Jeden Tag im Meer baden, Vanilleeis mit Erdbeeren essen und mit ihren besten Freundinnen im Pudersand am Strand liegen. Und dann ist da noch der Schreibwettbewerb, für den sie eine Reportage schreiben will.
Doch wie soll Lene ein spannendes Thema finden, wenn sie dauernd an Mats aus ihrer Klasse denken muss und ihr Herz dabei abgeht wie ein Speedboot? Als Frida auf der Insel Rosenholm auftaucht, scheint Mats aber nur noch Augen für sie zu haben.

Vielleicht werden die Sommerferien doch ganz anders, als Lene dachte?

Der Schreibstil ist einfach und jugendlich gehalten, aber so, dass man ihn auch als Erwachsener gut anhören kann ohne genervt die Augen zu verdehen :) Er ist locker-leicht und außerdem sehr bildhaft. Man kann sich den Ort, den Strand und die Charaktere sehr gut vorstellen und erlebt gemeinsam mit ihnen eine tolle, sommerliche Geschichte!

Geschrieben ist die Geschichte aus Sicht von Lene und diese wirkt jung, sympathisch und manchmal auch ein bisschen zickig, aber das darf in diesem Alter auch mal sein. Die anderen Charaktere wurden ebenfalls alle gut beschrieben und wirken authentisch.

Insgesamt dreht sich die Handlung viel um die erste Liebe, das erste Kennenlernen und sommerliche Abenteuer, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt sind ein Thema des Hörbuchs. Für Erwachsene ist die Handlung natürlich etwas vorhersehbar, aber junge Hörer, vorallem wahrscheinlich Mädchen, werden hier ihren Spaß haben.

Die Sprecherin hat sehr gut gelesen und hatte eine angenehme Stimme, die gut zum Hörbuch passt.

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Süße Sommergeschichte
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Spannende Plot Twists, aber ein unglaubwürdiges Ende

Weil sie lügt von Caroline Seibt

Juli ist weg.

Die Polizei ist überzeugt, dass sie ermordet wurde. Der Hauptverdächtige: Ausgerechnet ihr eigener Vater. Während die Familie unter den Anschuldigungen zerbricht, versucht Julis jüngere Schwester Anna stark zu sein – für ihre Eltern, die an der Trauer ersticken. Vor Allem aber für ihren kleinen Bruder, der noch nicht begreift, dass Juli nie mehr zurückkommen wird.

Als die Ermittlungen kurz vor dem Durchbruch stehen, muss Anna sich eingestehen, dass der Albtraum für ihre Familie noch nicht vorbei ist.

Er hat gerade erst angefangen.

Der Schreibstil des Hörbuch war spannend und wendungreich, aber auch als Hörbuch sehr geeignet, weil es einfach und schnörkellos geschrieben ist. Nach ein wenig Zeit, die das Hörbuch am Anfang für mich gebraucht hat, will man das Hörbuch am liebsten an einem Stück anhören, denn es gibt viele Plot Twists und man kann sich nie bei einer Person sicher sein in dieser Geschichte!

Ich mag Geschichten mit viel Spannung und spannenden Wendungen sehr gerne und diese Geschichte bringt das alles mit, daher ist sie auch auf jeden Fall empfehlenswert. Das Ende konnte mich dann aber leider nicht überzeugen, es wirkt konstruiert und unglaubwürdig und bei so vielen tollen Einfällen in der Handlung war ich dann doch etwas enttäuscht von dem Ende der Geschichte. Deshalb auch einen Stern Abzug.

Die Sprecherinnen mochte ich beide sehr gerne, sie haben gut gepasst und hatten angenehme Stimmen. Beide haben ihren Charakter gut vorgelesen und haben dem Hörbuch Tiefe und Lebendigkeit gegeben.

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Spannende Plot Twists, aber ein unglaubwürdiges Ende
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Wendungsreiches Hörbuch

I Killed The King Die I-Killed-the-King-Reihe von Andrea Hannah; Rebecca Mix

Nach einem Jahrzehnt des Krieges soll es zwischen den Königreichen Avendell und Istellia endlich ein Friedensabkommen geben. Als Adlige und Magier aus beiden Ländern auf der abgelegenen Burg Avendell eintreffen, um dort auf einem historischen Maskenball den Frieden zu feiern, lässt König Costis eine ungewöhnliche Gruppe an jungen Leuten in seine Gemächer rufen: den Kronprinzen, dessen zukünftige Braut, seinen Leibwächter, eine magische Tierbändigerin, den fragwürdigen neuen Heiler des Palastes und eine junge Assassinin.

Doch bevor Costis verraten kann, warum er sie versammelt hat, wird der König ermordet. Die sechs schließen daraufhin einen riskanten Pakt: Niemand darf von Costis‘ Tod erfahren, bevor der Vertrag unterzeichnet ist. Und vor allem müssen sie den Mörder finden ... bevor einer von ihnen der Nächste ist.

Mich hat der Klappentext hier sehr neugierig gemacht, denn ich liebe so Fantasygeschichten die weniger Romantasy in sich tragen, sondern mehr Fantasy, Spannung und Action und genau das ist hier auch der Fall!

Der Schreibstil ist leicht verständlich und mitreißend, ausserdem durch die wechselnden Perspektiven der verschiedenen Protagonisten sehr abwechslungreich. Man kann sich so auch sehr schön in die Gedanken-und Gefühlswelt der einzelnen Charaktere hineinversetzen und ist nah an den Personen dran.

Besonders begeistert hat mich bei diesem Buch die vielen Überraschungen und Plot Twists, immer wenn ich dachte "Aha, so könnte es gewesen sein" wird die Handlung wieder umgeworfen und jemand anders ist verdächtig. Ich liebe das einfach, denn so wurde mir nie langweilig und ich habe immer mitgefiebert bis zum Schluss.

Das Ende wirkt ein wenig geheimnisvoll und lässt ein paar Fragen offen, deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass es einen weiteren Teil geben wird, ich wäre auf jeden Fall wieder mit dabei!

Der Sprecher des Hörbuchs hat seine Aufgabe auch sehr gut gemacht! Die Stimme war immer sehr angenehm zu hören und er hat lebendig und mitreißend vorgelesen, so liebe ich das!

Ich kann das Hörbuch nur weiterempfehlen, vorallem an alle, die mal ein wenig weg wollen von Romantasy und denen es etwas spannender sein darf!

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Wendungsreiches Hörbuch
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Naturverbundene, schöne Geschichte

Der vergessene Wald von Sharon Gosling

Das Cover fand ich gleich ganz wunderbar, ich liebe solche naturverbundenen Orte und dazu das kleine Häuschen zwischen den alten Bäumen- ganz wunderbar! Der Inhalt hält auch das, was das Cover schon versprochen hat und man bekommt einen tollen Wohlfühlroman, mit viel Natur und auch Tiefgang.

Die Geschichte dreht sich um Saskia Tilbury-Martin, diese hat viele Wochenenden ihrer Kindheit damit verbracht, mit ihrem Vater durch den Wald zu streifen.

Besonders zum Schloss Gair, einer Ruine mitten im Wald, kehrten die beiden immer wieder zurück. Jahre später, nach dem Tod des Vaters und an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen, beschließt Saskia, das Stück Land mit der alten Ruine zu kaufen und zu renovieren. Kurzerhand zieht sie mitten in den uralten Wald und wohnt während der Bauarbeiten in ihrem Tiny House auf Rädern. Der Bauleiter Owen Eliott hält nicht viel von der distanzierten Londonerin und ihrem utopischen Vorhaben. Doch die Herausforderung kommt zur rechten Zeit: Seine Ehe ist gerade zerbrochen und er braucht den Auftrag, um seiner Tochter eine Zukunft bieten zu können. Als sich Saskia und Owen immer mehr unerwartete Hindernisse in den Weg stellen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als an einem Strang zu ziehen. Und so lernen die beiden langsam, dass der erste Eindruck nicht immer stimmt und dass Zuhause weit mehr als nur ein Ort sein kann.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, so wie ich es liebe und wie es auch absolut zu dieser schönen Geschichte passt. vorallem die Beschreibungen der Umgebung, der Natur und dem Wald sind wirklich schön zu lesen und geben einem ein richtiges "Cosy-Gefühl". Die Geschichte besicht aber auch durch sympathische Charaktere, die mir mit der Zeit ans Herz gewachsen sind und wenn sie erst einmal zusammenhalten, kann sie so schnell auch nichts aufhalten!

Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen, es gibt keine große Action und Spannung oder überraschende Wendungen, dafür bekommt man aber eine Geschichte mit viel Herz, mit viel Natur und mit liebenswürdigen Protagonisten. Gerne empfehle ich dieses tolle Buch weiter.

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Naturverbundene, schöne Geschichte
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Interessanter Krimi zur Zeit von Kaiserin Sisi

Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit von Tom Sacher

Da ich historische Kriminalromane sehr gerne lese, war ich auf dieses Buch gespannt, denn bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig darauf gemacht. Obwohl es sich hier um den zweiten Teil einer Reihe handelt, hatte ich überhaupt keine Probleme in die Geschichte reinzufinden und konnte das Buch gut auch eigenständig ohne Vorwissen lesen.

Der Autor führt den Leser nach Wien in die 1880er-Jahre. In einer Zeit des Aufbruchs versetzt der verheerende Brand des Ringtheaters die Stadt in Schockstarre. Aus den Flammen wird die Schauspielerin Lolo von Trotta gerettet. Ihre Karriere ist zerstört, ihr Ruf bereits seit einem skandalumwitterten Treffen mit dem hawaiianischen König im Prater ruiniert. Wenige Monate später stirbt eine Tänzerin aus dem Gefolge der Schwester des Königs während einer Vorstellung. Besteht eine Verbindung zu Lolo?
Kaiserin Sisi lässt ihre Kammerdienerin Liesel und den Hoffotografen Viktor Angerer diskret ermitteln. Ihre Nachforschungen führen von den Salons Wiens bis in die dunklen Ecken des höfischen Lebens - und tief in die Schatten der Belle Époque.

Der Schreibstil war locker und einfach zu lesen und deshalb habe ich schnell in die Geschichte reingefunden. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass der Autor immer wieder den Wiener Dialekt mit in die Story aufgenommen hat, dies hätte noch etwas mehr sein dürfen für meinen Geschmack, da es die Geschichte authentisch macht.

Ich habe immer wieder spannende Einblicke in das Leben zu der damaligen Zeit erhalten und einiges dazugelernt, was für mich ein absoluter Pluspunkt ist. Gerade den Alltag der Kaiserin Sisi wurde sehr anschaulich beschrieben.

Liesel und der Hoffotograf Viktor Angerer sind sympathische Protagonisten, mit denen ich schnell mitfiebern und mitermitteln konnte.

Der Krimianteil hat mir anfangs sehr gut gefallen, ab der Mitte des Buches ungefähr wurde es mir aber etwas viel, viel Action, viele Namen und viele Kriminalfälle. Da wäre etwas weniger auch mehr gewesen. Nichtsdestotrotz habe ich den Krimi sehr gerne gelesen und auch einige für mich neue historische Details erfahren. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Krimis.

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Ruhige, naturverbunde Geschichte

Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbergen würde. Ich habe die Geschichte auch sehr gern gelesen, ohne viel Spannung oder Wendungen, dafür mit viel Natur und Freundschaft und Leichtigkeit.

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen.

Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

Der Schreibstil hat mir gleich gut gefallen, er ist leicht verständlich und angenehm zu lesen. Besonders die Beschreibungen der Natur sind anschaulich und lebendig beschrieben und man merkt der Autorin auch an, das ihr die Natur sehr am Herzen liegt.

Die Geschichte zeigt aber auch eine Gemeinschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen die sich begegnen und sich nach und nach näher kommen.

Oft liest man schnelllebige Geschichten die viel Spannung und Wendungen in sich tragen, diese Geschichte ist anders und punktet mit Natur und unterschiedlichen Charakteren die sich begegnen. Mir hat diese Geschichte gut gefallen und ich empfehle sie gern weiter.

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Ruhige, naturverbunde Geschichte
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Gelungene Fortsetzung der Reihe

Die Welt in Meran - Schattenflamme von Angela Marina Reinhardt

Ich kenne bereits den ersten Teil von "Die Welt in Meran" und dieser hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wissen wollte wie es mit den Personen weitergeht. Auch dieses Buch hat mir wieder sehr gut gefallen und hat mir das Leben in Meran Ende des 19.Jahrhunderts lebendig gemacht.

Diesmal geht es für den Leser nach Meran ins Jahr 1874: Während sich die Stadt vom Wiener Börsenkrach erholt und für die nächste Kursaison rüstet, kreuzen sich erneut die Schicksalswege dreier Menschen: Den Korsen Jean führt die Sorge um das Wohl seiner kleinen Tochter zurück in die Passerstadt.

Dort trifft er auf seinen einstigen Freund und Rivalen Max. Und auf die Frau, die beide Männer lieben: Helen, die mit ihrem Bruder, einem preußischen Kriegshelden, angereist ist. Auf dem prächtigsten Ball der Saison kommt es zur schicksalhaften Konfrontation, und es droht die Enthüllung einer Glut, die für immer verborgen bleiben sollte. Doch auch für andere birgt das Leben unverhoffte Entwicklungen: Sigmund Hirsch hat geheiratet und zweifelt bald an seiner Wahl. Und bei den Hallers gibt es ein Wiedersehen mit jemandem, den sie längst verloren glaubten.

Der Schreibstil war wieder, wie auch schon beim ersten Band genau mein Fall, es liest sich alles locker-leicht und auch schön bildlich und es hat sich dadurch ein sehr schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Somit hatte ich das Buch in nur zwei Tagen regelrecht verschlungen. Die Stadt Meran wird sehr anschaulich und lebendig beschrieben und man bekommt als Leser richtig Lust selbst einmal dorthin zu reisen und an der Promenade entlang zu spazieren. Aber auch das Leben der Menschen wird eindrücklich beschrieben und besonders die Geschichte von Jean und Helen rückt in diesem Teil in den Vordergrund, aber auch Johann Haller, der von einer Polarexpedition zurückkehrt wird Raum in diesem Buch gegeben. Wen ich diesmal ein wenig vermisst habe ist das Mädchen Rosa, sie findet nur sehr kurz Erwähnung im Buch, das soll sich allerdings im dritten Teil der Reihe wieder ändern.

Die Handlung ist wieder sehr abwechslungsreich und ich habe die Geschichten sehr gerne gelesen, sowohl von altbekannten Personen, aber auch neue Nebencharaktere wie Clementine Kerr, eine schottische Alpinistin machen Spaß. Besonders berührend und eindrücklich habe ich am Ende des Romans den Brand des Wiener Ringtheaters empfunden, der tatsächlich auch historisch passiert ist.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung des ersten Teils und ich freue mich schon besonders auf den dritten Teil der Reihe, in der Rosa wieder eine größere Rolle spielt und man gespannt sein kann was die Charaktere noch erleben und wie es mit Helen, Jean und den anderen weitergeht. Gerne empfehle ich das Buch weiter, besonders natürlich Lesern, denen der erste Band gefallen hat. Man könnte das Buch auch eigenständig lesen, aber in der richtigen Reihenfolge ist es noch viel schöner.

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