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Rezensionen von peedee:

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Sehr schöner Reihenstart

Das kleine Buchcafé an der Isar von Emilia Thomas

Das kleine Buchcafé, Band 1: Marlene hat Literaturwissenschaft studiert und nun den Doktortitel erhalten. Das ist wohl etwas, worauf man stolz sein könnte. Nicht aber Marlene, denn sie findet keinen richtigen Job – einmal überqualifiziert, einmal zu wenig Erfahrung. Damit sie über die Runden kommt, nimmt sie einen Aushilfsjob in einem kleinen Buchcafé an.

Sie entwickelt Ideen, wie das in die Jahre gekommene Geschäft in die Neuzeit gehievt werden kann. Als Johannes das Buchcafé betritt, hinterlässt er mächtig Eindruck…

Erster Eindruck: Ein zum Buchtitel passendes Cover, nur die Katze und die Schmetterlinge sind für mich nicht stimmig.

Doktorin der Literaturwissenschaft – wow! Ja, das klingt wohl gut, aber erstens hat Marlene nicht mit den Bestnoten abgeschlossen und zweitens hat sie beim Lehrstuhl gekündigt, da sie ein Verhältnis mit ihrem Chef hatte. Oha! Ihre Mutter und ihr Opa – beide Koryphäen auf ihrem Gebiet – sind alles andere als begeistert. Marlene fühlt immer den Druck, sich beweisen zu müssen. Nun nimmt sie auch noch einen so läppischen Job an, das geht ja gar nicht. Für Marlene ist klar, dass dies nur vorübergehend sein wird, denn sie muss ja von irgendetwas leben und die Miete bezahlen. Die Arbeit im Buchcafé gefällt ihr viel besser als erwartet, kann sie sich doch selbst einbringen und sogar einen Schreibworkshop nach Ladenschluss abhalten. Johannes will seine Schwester Amelie, die am Workshop teilnimmt, abholen. Marlene befürchtet jedoch einen Überfall…

Marlene und Johannes haben mir beide sehr gut gefallen. Sie ist jedoch viel zu sehr davon abhängig, was ihre Familie von ihren Entscheidungen hält und bei Johannes und seinen Eltern gibt es ungelöste Konflikte. Die für mich interessanteste Figur war Lotte, die Besitzerin des Buchcafés: auf den ersten Blick etwas raubeinig und nicht sehr mitteilsam, doch je besser man sie kennt, desto mehr gibt sie von sich preis. Die Geschichte war im Nu ausgelesen und hat mich sehr gut unterhalten – 4 Sterne. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Sehr schöner Reihenstart
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Eifelliebe

Auf Eifelwolke Nummer sieben von Carla Capellmann

Liane hat ihren Erbteil in ein Haus in der Eifel gesteckt – ohne ihren Freund Matthias vorgängig zu fragen, denn schliesslich ist es ja ihr Geld. Matthias ist wenig erfreut und wirft ihr vor, das Geld aus dem Fenster geworfen zu haben. Der Streit artet aus und endet in einer Beziehungsauszeit. Liane fährt in die Eifel, beginnt voller Tatendrang das Haus zu renovieren und lernt neue Menschen kennen.

Diese ungewohnte Freiheit gefällt ihr. Alles ist so klar und einfach. Als Matthias plötzlich vor ihr steht, weiss sie, dass doch nicht alles so einfach ist…

Erster Eindruck: Das Cover ist – wie von der Reihe „Sehnsuchtsorte“ gewohnt – sehr schön, Natur pur!

Liane und Matthias haben eine dreimonatige Auszeit vereinbart. Oha! Sie stürzt sich also in ihr Eifelabenteuer und lernt dabei zwei interessante Männer kennen: Joop, der Immobilienmakler, der ihr zu ihrem renovierungsbedürftigen Traumhaus verholfen hat, und Paul, der Leiter des Seminarhauses, das direkt an ihr Grundstück grenzt. Mit beiden versteht sie sich sehr gut. Aber sie sind lediglich Freunde, denn schliesslich hat sie ja Matthias, nur dass diese Beziehung vorübergehend „stillgelegt“ ist. Sie müsste sich mal Gedanken machen, wie es mit ihnen als Paar weitergehen soll.
Liane ist sehr spontan und in ihrem Aktionismus betr. Hauskauf bzw. -renovierung auch ein bisschen blauäugig (da muss ich Matthias recht geben, obwohl er ansonsten nicht so viele Sympathiepunkte bei mir gesammelt hat). Eben mal ein Haus zu kaufen ohne entsprechende Expertise? Nun ja, kann man ja mal machen... Sie beginnt mit dem Malern der Wände, schiebt aber die Problematik der Abflussrohre mal weit von sich – ein bisschen Farbe an die Wand und dann wird es schon gehen? Tja, herzlich willkommen Prokrastination!

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Beschreibungen der Umgebung und der Situationen waren sehr detailliert; für mich zuweilen zu sehr ausgeschmückt. Aus meiner Sicht hätte der Geschichte eine Straffung gutgetan; die Eifelliebe war jedoch sehr gut spürbar. 3 Sterne.

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Eifelliebe
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Schön für zwischendurch

Die Farbe der Alpen von Christina Wermescher

Valerie Gschwendt übernimmt vorübergehend die Leitung der Künstleragentur ihrer Mutter, da sie sich einer Operation unterziehen muss. Dabei stellt Valerie fest, dass der erfolgreichste Maler, Konstantin Brauer, schon lange nichts mehr geliefert hat. Sie will den Künstler aufsuchen und ihrer Mutter dabei gleichzeitig beweisen, dass sie die Künstleragentur gut leiten kann.

Der Weg zum Künstler ist im wahrsten Sinne steil, denn dieser weilt in einer abgelegenen Berghütte. Er ist wenig über den Besuch erfreut, steckt er doch mitten in einer Schaffenskrise…

Erster Eindruck: Ein schönes, idyllisch wirkendes Cover – gefällt mir sehr gut.

Valeries Mutter Hedwig, pardon, sie will Hedy genannt werden, ist schon eine Nummer für sich. Sie ist sehr eitel, daher will sie auch nicht mit Hedwig angesprochen werden, da sie dieser Name alt macht. Glücklicherweise hat sie einen acht Jahre jüngeren Partner, denn einen so „Alten“ wie sie selbst ist, will sie nicht. Die Leitung der Agentur vorübergehend an die Tochter zu übergeben, fällt ihr gar nicht leicht, aber sie weiss, dass es nicht anders geht.
Nun ist Valerie voller Tatentrang: Kurz mal eben zu ihrem erfolgreichsten Künstler, nach dem nächsten Bild fragen – und am besten gleich mitnehmen – erledigt. Tja, so geht es eben nicht. Zuerst der steile Anstieg auf den Berg, dann die frostige Begrüssung und – als Kirsche obendrauf – der Hinweis, dass er seit einiger Zeit nicht mehr malt. Seine Muse hat ihn verlassen! Valerie hat nicht damit gerechnet, dass der Künstler so ruppig reagiert und nicht mehr malt. Das kann sie ihrer Mutter keinesfalls sagen!
Ich sah Valerie bildlich vor mir, wie sie den Berg hinaufklettert – guten Mutes und mit der Überzeugung, dass dies schnell abgewickelt sein wird. Dann steht sie vor der Hütte und kein Zeichen von Gastfreundschaft oder so. Aber Künstler wird ja nicht umsonst eine zarte Künstlerseele nachgesagt. Das hätte sie wohl vorher bedenken sollen…

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und hat mich gut unterhalten – von mir gibt es 3 Sterne.

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Schön für zwischendurch
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Ende gut, alles gut

Inselglück auf Sylt von Julia K. Rodeit

Inselträume auf Sylt, Band 3: Heike Eilers liebt ihren Souvenirshop „Möwennest“, den ihre Eltern vor Jahrzehnten aufgebaut haben. Doch finanziell läuft es nicht gut, da es viele Shops mit billiger Ramschware gibt, in denen die Touristen dann bevorzugt eingekauft wird. Heike braucht Hilfe. Aber dass diese gerade von Joe Baudach, dem neuen Koch im Hotel „Strandmuschel“, kommen wird, hat sie nicht erwartet.

Er liebt die Arbeit mit Holz und will ihr beim Renovieren helfen. Kann sie ihren Stolz überwinden und Hilfe annehmen? Sie kennt ihn ja schliesslich kaum…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dem Leuchtturm und den Möwen (nur der Seestern und die Muscheln sehen „draufmontiert“ aus, das gefällt mir nicht).

Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es kommen jedoch immer wieder Protagonisten aus früheren Bänden vor). Und schon bin ich wieder auf Sylt – zumindest lesetechnisch…

Heike ist stolz auf das „Möwennest“. Das ist schön, aber zugleich auch ein grosses Problem. Sie hat nämlich finanzielle Probleme und Angst davor, dies ihrer Mutter – die zusammen mit ihrem mittlerweile verstorbenen Vater das Souvenirgeschäft aufgebaut hat – zu sagen. Es fühlt sich an, als hätte sie auf kompletter Linie versagt.
Joe will einen Neuanfang auf Sylt. Etwas in seiner Vergangenheit liess ihn regelrecht aus Berlin flüchten. Was war da los? Und was ist das Problem mit seinen Eltern? Joe will im Moment nicht daran denken, viel lieber will er der hübschen Heike helfen. Sie braucht Hilfe im Souvenirshop, denn ihr fallen buchstäblich die Regale auseinander. Und da kann er helfen, denn er liebt die Arbeit mit Holz.

„Alle Dinge im Leben haben einen Sinn. Mancher erschliesst sich nie, anderer erst spät.“

Es war wieder sehr schön auf Sylt, wo sich am Ende alles doch sehr schnell zum Guten fügt (aber das darf auch mal so sein). Von den Nebenfiguren hat mir am besten Gerda, die Mutter von Heike, gefallen. Aber am schönsten ist für mich immer die Begegnung mit den Freunden – Zusammenhalt wird grossgeschrieben. Nun bin ich gerüstet für Band 5 (ja, mit Band 5, denn ich habe mit Band 4 die Reihe begonnen).

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Ende gut, alles gut
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Etwas für die kleinen Swifties

Taylor Swift - Little People, BIG DREAMS (Deutsche Ausgabe) von María Isabel Sánchez Vegara

Taylor Swift wollte schon von klein auf Sängerin werden, und zwar Countrysängerin. Sie überredete ihre Eltern mit 14 Jahren, nach Nashville zu ziehen, weil dies die Stadt der Countrymusik ist. Sie wurde erfolgreich mit Country, wechselte dann zu Popmusik. Heute kommen Tausende von Fans zu ihren Konzerten.

Mit Illustrationen von Borghild Fallberg.

Erster Eindruck: Ein stabiles Hardcover in einer gefälligen Grösse, farbige Illustrationen und Fotos – gefällt mir sehr gut.

Für mich war es das erste Buch aus der Reihe „Little People, Big Dreams“, daher war ich sehr gespannt darauf.

Die Illustrationen sind detailliert und seitenfüllend – es gibt also viel zu entdecken für die kleinen Taylor-Fans. Es sind nur wenige Sätze Text, was ich genau richtig finde für das Zielpublikum. Auf der letzten Doppelseite gibt es dann (für den Vorleser) noch ausführlichere Fakten zu Taylors Lebenslauf.
Die Zeichnungen wirken sehr liebevoll und es macht Spass, sie zu betrachten. Man sieht z.B. die kleine Taylor mit einem Rentiergeweih-Haarreifen vor dem weihnächtlich geschmückten Tannenbaum singen. Unter dem Baum fährt eine kleine Lokomotive herum. Die Eltern und der kleine Bruder sitzen auf dem Sofa. Auf einem Bettchen schläft der Hund der Familie… süss!

Die Schulkollegen von Taylor fanden es gar nicht cool, dass sie Countrysängerin werden wollte. Aber sie verfolgte ihren Traum unbeirrt – wie sich zeigt, wird ihre Ausdauer belohnt. Von mir gibt es 5 Sterne für das schöne Buch.

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Die Liebe zur Mathematik

Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Oscar ist 16, hochbegabt, studiert Mathematik – die Königsklasse. Moni ist 53, Mutter und Grossmutter, hat mehrere Jobs und studiert ebenfalls Mathematik. Wie kann das sein? Oscar hält sie zuerst für die Putzfrau, die sich auf dem Weg zur Mensa in seinen Hörsaal verlaufen haben muss. Und wieso – um Himmels willen – kennt ausgerechnet Moni den berühmtesten Mathematik-Professor der Universität persönlich?

Erster Eindruck: Ich mag das Cover des Schutzumschlages sehr gerne (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin) – es ist witzig, ebenso der Titel.

Oscar ist also hochbegabt, hat einen Adelstitel, ist vorurteilsbehaftet und hat kein Interesse an sozialen Kontakten. Er tut mir leid. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, mit 16 Jahren bereits zu studieren. Von seiner Intelligenz her ist das wohl keine Frage, aber in puncto Sozialkompetenz fehlt ihm einiges. Er ist sehr von sich überzeugt (tja, eben, die Intelligenz ist ja vorhanden), aber dadurch wirkt er auch wie ein Snob. So wie Moni zuerst beschrieben wurde, hätte man denken können, dass sie kurz vor der Rente stünde. Aber nein, sie ist erst 53. Warum darf ihr Umfeld nicht wissen, dass sie studiert?
Zu den erwähnten Vorurteilen: Oscar denkt u.a., dass Moni vielleicht gar keine Schulbildung genossen hätte (aber wie wäre sie dann zum Studium zugelassen?) oder dass sie doch besser nur einen einzigen Job als drei Jobs hätte. Nun ja, lieber Oscar, wenn aber das Geld sonst nicht für den Alltag reicht? Es ist arrogant von Oscar, Moni als sein Wohltätigkeitsprojekt zu betrachten. Aber ihm ist das nicht einmal bewusst. Das gehört wohl auch zu seinem autistischen Verhalten.

Zwei ungewöhnliche Protagonisten, die scheinbar nichts gemeinsam haben. Nein, stimmt nicht, ihr kleinster gemeinsamer Nenner ist die Mathematik (Wortspiel beabsichtigt). Gegen Schluss gibt es eine für mich unerwartete Wendung und ein abruptes Ende. Was wollte mir die Autorin nun eigentlich mit ihrer Geschichte sagen? Das ist für mich immer das Beste und zugleich das Schlimmste, was Autor:innen einem „antun“ können: sie bringen einen mit ihrer Geschichte zum Nachdenken! Für mich war es das erste Buch von Alina Bronsky, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten – 4 Sterne.

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Die Liebe zur Mathematik
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Einstieg geglückt

Salute - Der letzte Espresso von Friedrich Kalpenstein

Lanza & Zeitler, Band 1: Paul Zeitler, Ex-Hauptkommissar aus München, hat am Gardasee ein Café eröffnet, nachdem er den Polizeidienst quittiert hatte. Sein Café „Monaco“ läuft bei Touristen und Einheimischen gut. Aber wenn der letzte Gast seine Konsumation nicht bezahlt, ist das unschön.

Der Gast konnte jedoch nicht mehr bezahlen, da er umgebracht wurde und im Waschraum aufgefunden wird! Commissario Lorenzo Lanza nimmt die Ermittlungen auf. Zeitler kann jedoch nicht einfach die Hände in den Schoss legen und abwarten: Wer hat den Journalisten umgebracht? Und wieso in seinem Café?

Erster Eindruck: Das Cover in den Farben Rot, Schwarz, Weiss gefällt mir – ich mag den Retro-Stil.

Ich bin ein grosser Fan der Provinzkrimi-Reihe rund um Kommissar Tischler („Prost, …“). Daher war es keine Frage, dass ich natürlich auch die neuen Ermittler am Gardasee unterstützen „muss“. Die neuen Buchtitel („Salute…“) sind ähnlich zu denen der Brunngrieser Ermittler – etwas ganz Neues wäre schön gewesen. Aber das ist ja nur eine Kleinigkeit, jetzt zum Inhalt:

Paul – oder „Paolo“, wie ihn die italienischen Gastronomen und Lieferanten nennen – hat mir gut gefallen. Er hat einen rigorosen Schnitt unter sein bisheriges Leben als Hauptkommissar gezogen, als er an den Gardasee auswanderte und zum Barista wurde. Des Italienischen ist er leider noch nicht so wirklich mächtig, aber da wird ihm immer wieder ausgeholfen. Mir haben die benachbarten Unternehmer:innen, insbesondere Lisa Kaiser, die Boutique-Besitzerin und Frauchen von Chihuahua-Hündin „Principessa“ oder auch der kapriziöse Konditor Manuel Leone gut gefallen.
Lorenzo Lanza ist – wenn überrascht es? – mässig erfreut, dass es sich bei Paul quasi um einen Ex-Kollegen handelt. Er ist sich sicher, dass der Neo-Barista seine Nase in Dinge hineinstecken wird, die ihn nichts angehen. Und? Er hat natürlich recht!
Als ich „Ein Fall für Lanza & Zeitler“ las, war ich automatisch davon ausgegangen, dass die beiden zusammenarbeiten. Aber dem war dann doch nicht so. Es gibt viel gegenseitiges Misstrauen, was wiederum nachvollziehbar ist, denn die beiden Alphatiere müssen sich erst noch kennenlernen.

Italienisches Flair ist absolut vorhanden, in Sachen Spannung gäbe es für mich noch Steigerungspotenzial. Einstieg geglückt – 3 Sterne. Beim nächsten Fall bin ich sicherlich wieder mit dabei.

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Einstieg geglückt
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Auswirkungen der Vergangenheit

Inselsommer auf Sylt von Julia K. Rodeit

Inselträume auf Sylt, Band 2: Fentje Jannen liebt ihr zurückgezogenes Leben auf ihrem Selbstversorgerhof. Sie hat ein Geheimnis, über das nicht einmal ihre Freunde Bescheid wissen. Als sie beim Joggen mit dem Fuss umknickt, eilt ihr ein Mann zu Hilfe. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um Dominik Thannheimer, den erfolgreichen Skirennläufer! Er macht Urlaub auf Sylt und brütet über einem Problem.

Da ihm Fentje gleich gefällt, möchte er sie gerne näher kennenlernen. Kann Fentje ihren Verteidigungsschutzwall so weit abbauen, dass Dominik eine Chance hat?

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dem Picknickkorb am Strand (nur der Seestern und die Muscheln sehen „draufmontiert“ aus, das gefällt mir nicht).

Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Da ich erst vor ein paar Tagen Band 1 gelesen habe (nachdem ich mit Band 4 in die Reihe eingestiegen bin), war ich noch ganz im Sylt-Modus.

Fentje hat einen kleinen Hof mit ein paar Hühnern, einem Esel und baut Gemüse an – sie lebt sehr zurückgezogen. Es ist sehr rücksichtsvoll, dass ihre Freunde auf Sylt da nicht weiter nachhaken, womit sie eigentlich ihr Geld verdient, denn es ist wohl allen klar, dass sie mit ihrem Selbstversorgerhof kaum genügend Geld für den Lebensunterhalt verdient. Sie respektieren, dass die Zeit noch nicht reif ist, um das Geheimnis zu lüften.
Dominik ist es gewohnt, dass ihn viele Menschen erkennen, auch wenn er sich abseits der Skipisten bewegt. Aber er weiss auch, dass ihm ein zweifelhafter Ruf in punkto Frauenbekanntschaften vorauseilt. Er will Fentje zeigen, dass dies nicht der Wahrheit entspricht – er ist nicht so, wie ihn die Medien zeigen. Er spürt, dass sie etwas zurückhält. Was ist es? Und an welchem Problem knabbert er selbst?

Kontrolle abgeben, Vertrauen, Vergebung, Liebe, Freundschaft – von allem ein bisschen. Fentje und Dominik haben mir sehr gut gefallen. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, wie das halt auch im wahren Leben so ist. Auch die Begegnung mit ihren Freunden fand ich sehr schön. Es ist ein bunter Haufen mit unterschiedlichen Charakteren – ich mag sie alle! Meine Lieblingsfigur war jedoch dieses Mal Frauke, die Mutter von Fentjes Freundin Anne. Ein weiterer lesetechnischer Besuch auf Sylt ist zu Ende – von mir gibt es wiederum 5 Sterne und ich freue mich auf Band 3.

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Auswirkungen der Vergangenheit
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Ein Dorf und zig Verdächtige

Finster von Ivar Leon Menger

Katzenbrunn, Mai 1986. Ein Junge verschwindet spurlos von einem Jahrmarkt. Leider passiert das in diesem Dorf nicht zum ersten Mal. Seit Jahren werden immer wieder Kinder vermisst. Hans J. Stahl, Kriminalkommissar a.D., hat bereits vor Jahren in Katzenbrunn gearbeitet, doch der Fall konnte nicht gelöst werden.

Da er nun pensioniert ist, will er jenen Fall doch noch zum Abschluss bringen. In diesem Dorf, das vor allem für seine psychiatrische Klinik bekannt ist, gehen mysteriöse Dinge vor…

Erster Eindruck: Ein im wahrsten Sinne finsteres Cover – gut gemacht; mir gefällt die Haptik.

Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, so dass die Leser:innen mehr wissen als die einzelnen Protagonisten. Dies macht das Ganze lebendig, aber auch sehr herausfordernd.

Bereits nach den ersten Beschreibungen von Katzenbrunn war ich schon deprimiert. Würde ich dort wohnen – ich weiss, es ist nur ein fiktiver Ort –, würde ich umgehend meine Sachen packen und das Weite suchen. Eine düstere Stimmung; merkwürdige, geheimnisvolle Dorfbewohner; tragische Vorkommnisse. Wie kann man dort noch wohnen wollen? Eine Person nach der anderen hatte aus meiner Sicht das Zeug dazu, hinter all dem Grauenhaften zu stecken.
Hans Stahl war mir sympathisch. Einerseits ehrt es ihn, dass er den Fall noch lösen will – er meint, es den Eltern der Kinder schuldig zu sein –, andererseits ist allen bewusst, dass er nicht mehr ermitteln dürfte, sondern dies seinen Polizeikolleg:innen überlassen müsste. Mit der Gastwirtin Geli findet er unerwarteterweise Unterstützung. Die Lage spitzt sich zu, als wiederum ein Kind vermisst wird…

Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Schon als ich die Inhaltsbeschreibung las, war mir klar, dass dies keine Wohlfühllektüre werden würde. Beim Fortschreiten der Geschichte dachte ich, zu wissen, wer nun die gesuchte Person ist, aber dann – ein paar Seiten weiter – musste ich meine „Erkenntnisse“ bereits wieder über den Haufen werfen.
Fazit: Düster, beklemmend, sehr spannend – 5 Sterne.

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Ein Hotel im Süden oder eine Pension im Norden Deutschlands?

Inselliebe auf Sylt von Julia K. Rodeit

Inselträume auf Sylt, Band 1: Hotelmanagerin Lene hat Pläne. Grosse Pläne. Ihr Zehn-Jahres-Plan bricht jedoch zusammen, als sie ihren Freund beim Fremdgehen mit der besten Freundin erwischt. Als wäre das nicht schon genug, verliert sie auch noch den Job. Eine unverhoffte Erbschaft führt sie nach Sylt: sie hat eine Pension geerbt.

Nun gut, fix nach Sylt, Pension verkaufen und mit dem Erlös ein Hotel kaufen – sie will ihre Pläne wieder auf Kurs bringen. Auf Sylt angekommen, stellt sie fest, dass die Pension ziemlich heruntergekommen ist und renoviert werden muss. Ihr Nachbar, Jasper geht ihr zur Hand und weist sie darauf hin, öfters spontan zu handeln…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dem Schäfchen und den Möwen (nur der Seestern und die Muschel sehen „draufmontiert“ aus, das gefällt mir nicht).

Dies ist Band 1 der Reihe, für mich jedoch bereits der zweite – wie ist das möglich? Tja, ich bin mit Band 4 eingestiegen und „muss“ jetzt mit den vorherigen Bänden nachsitzen.

Der Einstieg im Arbeitsalltag von Lene, die ein Hotel managt, war sehr turbulent. In einem Hotel läuft eben immer mal wieder etwas aus dem Ruder: kapriziöse Gäste beschweren sich, ein Personalausfall oder ein Wasserrohrbruch, der die Durchführung der bevorstehenden Hochzeitsfeier in Frage stellt… Aber bei all diesem Tohuwabohu läuft Lene zur Höchstform auf. Nichts bremst sie aus. Nein, es gibt doch etwas: sie erwischt Alexander, ihren Freund und zugleich Chef, mit der besten Freundin in flagranti. Das ist zu viel!
Als Lene das Schreiben betreffend Erbschaft erhält, muss sie gezwungenermassen nach Sylt fahren, um sich das Haus anzusehen und um die weiteren Schritte bezüglich Verkauf einleiten zu können. Dabei kann sie sich auch in Ruhe Gedanken über ihre Zukunft machen. Der Schock ist gross, als sie den Zustand der Pension erfasst. Als Jasper vom Nachbarhaus sieht, dass jemand in der alten Pension ist, will er gleich nach dem Rechten schauen. Lene hat das Gefühl, als stünde ein Wikinger vor ihr…

Mir haben Lene und Jasper sehr gefallen. Lene wird von Jaspers Freunden sehr gut aufgenommen. Einzig merkwürdig fand ich, dass sie aus dem Erlös einer alten renovierungsbedürftigen Pension ein eigenes Hotel eröffnen wollte. Nun gut, ich kenne die Immobilien- bzw. Grundstückspreise auf Sylt nicht, aber ich denke, dass ein Hotel doch enorm viel Geld kosten wird. Wie auch immer: ich fühlte mich auf Sylt wohl und vergebe 5 Seesterne (ja, Wortspiel beabsichtigt).

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