Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Das war mir too much
Wedding Date von Monica Murphy
Dating, Band 6: Kelsey hat das Dating aufgegeben. Sie will keinen Mann mehr. Zumindest sucht sie keinen. Denn eigentlich hat sie den perfekten Mann schon gefunden: Theo, ihr bester Freund, der von seiner Verlobten verlassen worden ist. Als er zu deren Hochzeit eingeladen wird, geht Kelsey als sein Fake-Date mit.
Damit sie ein glaubhaftes Paar abgeben, müssen sie sich verliebt geben. Plötzlich hat sie das Gefühl, dass sie Theo nicht mehr nur als besten Freund sieht…
Erster Eindruck: Ein selbstverständlich gutaussehender Mann auf einem knalligen Hintergrund – wie könnte mir das Cover nicht gefallen?
Dies ist Band 6 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Kelsey hat einen Job, der ihr sehr gut gefällt. Sie hat Freundinnen, mit denen sie gerne ihre Zeit verbringt. Und sie hat Theo. Sie haben sich bei Doppel-Blind-Date kennengelernt, wobei sie beide gar nicht verkuppelt werden sollten. Theo ist ein Workaholic. Dies wird auch ein Grund für das Scheitern seiner letzten Beziehung sein. Sie verbringen viel Zeit miteinander, doch Kelsey hat um ihr Innerstes eine hohe Mauer gezogen. Nicht einmal Theo sieht darüber.
Kelsey und Theo haben mir gut gefallen. Viel Schwung kam in die Geschichte, als sie zum Essen bei Theos Familie waren. Die Familie und deren Anwesen konnte ich mir sehr gut vorstellen. Kelsey ist überwältigt, denn diese Art von Familie und Zusammenhalt kennt sie nicht. Eine Sehnsucht beschleicht sie, dies auch haben zu wollen – gleichzeitig betrauert sie, dass alles nur geschauspielert ist. Jeder Leserin wird im Voraus klar sein, wie es mit Kelsey und Theo weitergehen wird, oder?
Die Bewertung für dieses Buch fällt mir nicht leicht: Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und die Story selbst hat mir sehr gut gefallen. Aber – selbstverständlich gibt es ein Aber – die „heissen“ Szenen waren mir zu detailliert beschrieben und die Wortwahl hat mir nicht gefallen. Dafür, dass dieses Buch als Liebesroman klassifiziert ist, war mir dies leider too much und ich kann nur 2 Sterne vergeben, schade.
Ein Zwischenstopp auf Juist
Das kleine Weihnachtsboot an der Nordsee von Felicitas Kind
Nina kommt nach Juist, aber der Grund ist kein freudiger: Sie hat ihren Onkel verloren, der ihr sein Hausboot hinterlassen hat. Sie will sich eine Auszeit gönnen und überlegen, wie es genau für sie weitergehen soll. Es stellt sich heraus, dass es um das Hausboot nicht gut steht, zudem muss es vom aktuellen Liegeort weg, wie ihr Hafenmeister Morten mitteilt.
Aufgrund der ersten Begegnung der beiden hätte man nicht angenommen, dass sie sich näherkommen. Doch so ist es. Aber kann aus ihnen etwas werden? Nina ist nur auf der Durchreise…
Erster Eindruck: Auf dem Cover ist ein Hausboot mit einem Weihnachtsbaum auf dem Bug – das gefällt mir, nur der Schlitten sowie die Geschenke sind für mich nicht passend.
Nina und Morten sind in ihren 40ern. Das hat mir schon mal sehr gut gefallen. Beide haben schon einiges erlebt, sowohl in der Ferne als auch auf Juist. Nina will nur innehalten und hofft, in dieser Zeit auf die Zusage auf ihre Stellenbewerbung in Island. Morten ist sehr heimatverbunden und liebt seine Insel. Er war zwar auch weg, aber er weiss, dass er nach Juist gehört.
Das Hausboot ist in keinem guten Zustand, denn es ist in die Jahre gekommen und es wurde lange nichts mehr daran gemacht. Nina hat keine Ahnung, wo sie anfangen soll, zu renovieren. Oder ist es bereits eine Restauration? Sie sieht ein, dass sie eine fachliche Einschätzung und Hilfe benötigt. Morten ist der Richtige. Also selbstverständlich nur für das Fachliche, nicht etwa für Nina persönlich. Sie will keine Beziehung. Natürlich nicht.
Nina ist ein grosser Strickfan und hat so gut wie immer etwas auf den Nadeln. Wer hätte gedacht, dass sie in Mortens Schwester eine Gleichgesinnte findet? Und diese ihr vorschlägt, das Hausboot zu einem Wollboot umzugestalten?
Für mich war es das erste Buch der Autorin Felicitas Kind (bzw. der hinter diesem Pseudonym steckenden Damen), insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich fand es sehr schön, wie Nina in Juist aufgenommen wurde. Ihre Zweifel, wie es für sie weitergehen würde, waren gut spürbar, ebenso die Heimatliebe von Morten oder auch die Weihnachtsstimmung. Von mir gibt es 4 Sterne.
Luzern, Seelisberg, Kenia
Schlaflos in Seelisberg von Blanca Imboden
Valentina hat ein zermürbendes Problem: Sie leidet unter chronischer Schlaflosigkeit. Kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag holt sie sich Hilfe bei einem Psychiater. Dieser empfiehlt ihr mehr Egoismus und eine Luftveränderung. Letzteres findet Valentina in Seelisberg – unweit ihres Wohnortes Luzern –, wo sie sich als Housesitterin um Haus, Hund, Katze und Papagei kümmert, da die Besitzerin unverhofft ins Ausland reisen musste.
Sie wird schneller in der Dorfgemeinschaft aufgenommen als sie drei Mal „Seelisberg“ sagen könnte. Ein Aufenthalt mit Folgen…
Erster Eindruck: Ein für mich etwas zu blasses Cover; der Titel gefällt mir.
Als ich gesehen habe, dass ein neues Buch von Blanca Imboden herauskommen würde, habe ich mich sehr gefreut – endlich wieder Lesenachschub!
Nicht schlafen zu können, ist ein grosses und stressiges Problem. Natürlich nicht, wenn man nur ein Mal nicht gut schlafen kann, aber wenn das zum Dauerzustand wird und man schon beim ins Bett gehen daran denkt, dass man eh wieder nicht schlafen würde.
Valentina hat mir sehr gut gefallen. Obwohl sie altersmässig, job- und familientechnisch von meinem Leben abweicht, habe ich doch Gemeinsamkeiten gefunden: Wenn ein Thema sie beschäftigt, beschafft sie sich fleissig entsprechende Sachliteratur; sie mag Michael Bublé; sie zweifelt manchmal daran, ihre Wünsche durchzusetzen. Auch Valentinas Mann Willy habe ich ins Herz geschlossen: Er ist nicht der Mann der grossen Worte, aber umso mehr haben diese sodann Gewicht. Es hat mir so gut gefallen, als er auf den Tisch haut, als ihre – wohlverstanden erwachsenen – Kinder auf eine Entscheidung sehr kindisch reagieren. Die fünfzehnjährige Enkelin Emily hingegen unterstützt ihren Plan.
„Man muss zwar mit allem rechnen, aber auch mit dem Guten.“
Schlafprobleme, Egoismus, Klimawandel, Social Media, Trickbetrug, Neuorientierung – dies sind einige der behandelten Themen. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen. Es ist immer wieder schön, dass die gesunde Neugier der Autorin auf ihre Protagonisten überschwappt, denn die Leser:innen lernen immer wieder neue Dinge und Orte kennen. Die Liebe zur Natur und Bergwelt ist sehr gut spürbar. Von mir gibt es 4 Sterne.
Für mich ein prima Einstieg in die Reihe
Tannenduft im kleinen Strickladen in den Highlands von Susanne Oswald
Der kleine Strickladen, Band 6: Die Hochzeitsfeier von Maighread und Joshua auf Callwell Castle steht kurz bevor. Amely freut sich sehr darauf, mit ihren Freunden zu feiern. Kurzfristig sagt jedoch der gebuchte Fotograf ab – was nun? Amely ruft ihren besten Freund Paul an, der ein berühmter Fotograf ist.
Glücklicherweise hat er Zeit und sagt zu. Kurz nach der Zeremonie wird ein Brand auf Amelys Alpakafarm gemeldet! Von den Ereignissen erschüttert, hinterfragt Amely ihre Entscheidung, Edinburgh verlassen zu haben. Und Peter zweifelt an der Liebe von Amely, da dieser schnieke Paul andauernd um sie herumscharwenzelt…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit einer für Winter-/Weihnachtsromane ungewohnten Farbe – mir gefällt es.
Dies ist Band 6 der Reihe, für mich jedoch der Reiheneinstieg.
Der Weg zum Ja-Wort ist für Maighread und Joshua wirklich nicht leicht: Beim ersten Mal wurde die Feier durch Joshuas Unfall verhindert. Nach seiner Genesung haben sie in aller Stille geheiratet. Und nun sollte die grosse Hochzeitsfeier mit all ihren Freunden stattfinden. Aber auch dieses Mal läuft es nicht wie geplant. Als Amelys Haus brennt, will sie unbedingt dorthin, doch sie könnte ja eh nicht helfen. Als sie die Zerstörung sieht, ist sie zutiefst deprimiert. Sie fragt sich, was aus ihr und den Tieren werden soll. Und ob es nicht doch besser wäre, wieder nach Edinburgh zurückzugehen. Aber hier ist noch Peter, ihre grosse Liebe. Nun gut, er könnte ja vielleicht pendeln, oder? Sie ist froh, dass ihr bester Freund Paul da ist und sie zu ihm auf dessen Hausboot flüchten kann. Peter versteht die Welt nicht mehr und hat Angst, Amely zu verlieren.
Die Bewohner von Callwell Castle und deren Freunde haben mir sehr gefallen. Ich habe ihnen die Leidenschaft für ihre jeweilige Beschäftigung absolut abgenommen. Des Weiteren hat mich die Strickleidenschaft der Autorin begeistert. Aus meiner Sicht ist spürbar, dass sie nicht einfach nur Fakten zum Thema Stricken niedergeschrieben hat, sondern selbst vom Strickvirus befallen ist. Ich mag Kleinstadt-Geschichten wie die „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“, daher habe ich mich hier sehr wohlgefühlt. Da ich erst mit Band 6 eingestiegen bin und ein ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, werde ich die anderen Bände wohl auch mal genauer anschauen „müssen“ *grins*. Von mir gibt es 4 Sterne.
Hach, das war schön
Die schottische Bäckerei zum Glück von Emma Bishop
Isle of Mull, Band 2: Hailey liebt ihre Bäckerei mit angeschlossenem Café. Bei einem Sturm steht ein Mann mit zerrissener Kleidung vor ihr – sie kann nicht anders als zu helfen. Sie gibt ihm Essen, trockene Kleidung und eine Unterkunft. Der Unbekannte nennt sich Arran – er hat sich den Kopf angeschlagen und erinnert sich nicht, was passiert ist.
Er hat vergessen, dass er ein prominenter Schauspieler ist…
Erster Eindruck: Ein idyllisch wirkendes Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Wer aber darauf verzichtet, verpasst schöne Lesestunden! Da ich von Band 1 begeistert war, habe ich mich natürlich auf die Fortsetzung, dieses Mal mit Hailey in der Hauptrolle, sehr gefreut.
Hailey und ihre Freundinnen Ally und Lin sind Unternehmerinnen: Hailey führt ihr Café, Ally hat einen Buchladen und Lin nennt einen Blumenladen ihr Eigen. Sie sind seit vielen Jahren befreundet und wissen fast alles voneinander. Aber gewisse Dinge aus Haileys Vergangenheit wissen sie nicht, da sie eine dicke und hohe Mauer um diese Kindheitserinnerungen gebaut hat.
Hailey ist Single, und das auch gerne. Sie kann das Risiko einer Beziehung nicht eingehen, denn sie fürchtet, dass sie es nicht überwinden würde, verlassen zu werden.
Arran und Hailey verstehen sich prima, nur kann Hailey nicht verstehen, wieso er weder zur Polizei noch zum Arzt will. Aber sie respektiert seine Entscheidung. Vielleicht braucht er einfach eine Pause von seinem Alltag. Wer wünscht sich nicht zuweilen eine Pause?
Als Inselbewohner Hailey sagen, dass Arran einem berühmten Schauspieler ähnelt, wehrt sie nur lachend ab. Wieso sollte auch ausgerechnet ein berühmter Schauspieler bei ihr auftauchen? Den aufmerksamen Leser:innen ist selbstverständlich klar, was sodann passieren muss…
Das Beeindruckendste an dieser Reihe ist für mich die Freundschaft: Freundinnen, die zusammen durch dick und dünn gehen, gemeinsam lachen, aber auch gemeinsam schweigen – wunderbar! Das Buch war wieder im Nu ausgelesen und ich habe mich erneut sehr gut unterhalten gefühlt. Nun habe ich das „Problem“, dass ich ein paar Monate auf die Fortsetzung warten muss! Von mir gibt es 5 Sterne.
Sehr guter Einstieg
Staub im Feuer von Ernst Solèr
Fred Staub, Band 1: Ein Brandanschlag auf eine Zürcher S-Bahn führt zu panischem Entsetzen. Fred Staub, Chef der Zürcher Kapo-Abteilung Besondere Verfahren, war selbst in der betroffenen Bahn. Er übernimmt mit seinem Team den Fall. Erpresser fordern sodann acht Millionen Franken, ansonsten werde es weitere Anschläge geben.
Die Geldübergabe scheitert, drei Menschen sterben. Dabei wird Staub bewusst, dass dieser Fall ihn sehr persönlich trifft…
Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit der allseits bekannten Bahnhofsuhr, die den Wettlauf gegen die Zeit symbolisiert – gefällt mir.
Eine Horrorvorstellung: Brandanschlag im öffentlichen Verkehr! Eine Mammutaufgabe, die vor sämtlichen polizeilichen Stellen liegt. Ein bevorstehendes Desaster in einem Gebiet, das nicht einfach mal eben abgesperrt werden kann, fast keine Ansatzpunkte, schwindende Zeit. Kurz gesagt: eine Katastrophe!
Fred Staub und seine Kollegen – Kantonspolizei, Kriminalpolizei, Bahnpolizei, Bundespolizei – arbeiten rund um die Uhr. Frustrierend, dass sie so gar nicht weiterkommen. Der erste Versuch, das Geld zu übergeben, scheitert grandios. Die Erpresser fordern sodann, dass Staubs Tochter Anna das Geld übergeben soll. Warum ausgerechnet Anna? Hier schreitet nun das Papa-Herz ein und bringt das Polizisten-Herz in Staub zum Schweigen.
Ich hätte niemals Polizistin werden können, dafür hätte ich viel zu viel Angst. Und Angst darf einen Polizisten nicht beherrschen, denn dann ist er nicht im vollen Umfang einsetzbar. Für mich wäre zudem die Sorge um die eigene Familie lähmend. Nun ja, zum Glück gibt es genügend Menschen, die sich gut für diesen Job eignen. Fred Staub hat mir gefallen – ein Typ mit Ecken und Kanten, der jedoch mal seine Beziehung zu seiner Frau überdenken sollte. Die 219 Seiten waren im Nu ausgelesen. Die Geschichte hatte Tempo, war spannend und die Auflösung überraschend. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich auf die weiteren drei Bände.
Guter Reihenstart
Weihnachten im Himmelfjell Hotel von Kjersti Herland Johnsen
Himmelfjell Hotel, Band 1: Ingrid Berg hat ihre Karriere als Bergsteigerin und Expeditionsleiterin nach einem Lawinenunglück beendet. Sie kehrt in ihre norwegische Heimat zurück, um das Familienunternehmen, das Himmelfjell Hotel, zu leiten. Sie will ihre Grossmutter entlasten, die bis anhin die Leitung innehatte.
Um das Hotel und die Finanzen steht es jedoch nicht gut. Ihre Bemühungen, zu Weihnachten möglichst viele Gäste zu haben, werden torpediert. Wer hat etwas gegen sie? Dann kommt sie auch noch einem Geheimnis auf die Spur…
Erster Eindruck: Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut – richtig winterlich-weihnächtlich!
Die Geschichte wird in der Gegenwart und mit Rückblicken ins Jahr 1962 erzählt.
Ingrid hat das Unglück, das einen Wendepunkt in ihrem Leben darstellt, noch nicht verarbeitet. Sie lässt die Trauer nicht zu. Bei dem Lawinenunglück hat sie einen guten Freund verloren – und die Liebe zu Preben, ihrem Bergsteigerkollegen und damaligen Lebenspartner. Sie kann ihm seine Entscheidung nicht verzeihen. Ihre Grossmutter Borghild freut sich, dass Ingrid wieder da ist. Sie ist schliesslich bereits Anfang achtzig, aber noch täglich im Dienste des Hotels auf den Beinen. Als Gäste aus Amerika kommen, ist Borghild äusserst wortkarg, fast abweisend, was so gar nicht zu ihr passt. Was steckt dahinter? Ingrid ist frustriert, dass es finanziell so schlecht um das Hotel steht. Überall gäbe es etwas zu erneuern, doch fehlen dafür zahlende Gäste. Hotelketten machen ihr immer wieder Übernahmegebote. Aber noch will sie darauf nicht eingehen. Noch nicht.
Die Geschichte war sehr ruhig. Es fliessen immer wieder Erinnerungen ans Bergsteigen ein – eine Faszination, die, wenn sie einen einst gepackt hat, meist ein Leben lang nicht wieder verschwindet. Auch wenn Ingrid im Moment alles tut, um die Erinnerungen zu verdrängen. Das Geheimnis, das Borghild all die Jahre hütete, war schwer und schmerzvoll. Mir hat Borghild sehr leid getan.
Üblicherweise erwähne ich Schreibfehler in einer Rezension nicht, ausser sie sind sehr zahlreich. Bei der mir vorliegenden E-Book-Version hat es etliche Fehler (z.B. Wilkens bzw. Wilkins) – eventuell sind es technische Fehler bei der Aufbereitung des E-Books: immer wieder fehlen Wortteile. Das ist sehr schade, hat es doch meinen Gesamteindruck stark getrübt.
Nichtsdestotrotz, da ich ein ganz klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, freue ich mich auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 3 Sterne für diesen Reihenstart.
Viele Blicke zurück
Gebt mir etwas Zeit von Hape Kerkeling
Hape Kerkeling hat sich auf Spurensuche begeben. Nein, er ist nicht auf die Jagd gegangen, sondern hat nach seinen Vorfahren gesucht. Die heutigen DNA-Analysen und Datenbanken erlauben es, ihn tief in die Vergangenheit eintauchen zu lassen, unter anderem bis ins 17. Jahrhundert. Hape erzählt Privates sowie Berufliches aus seinem Leben.
Dazu präsentiert er seine Recherchen, die zuweilen auch mit dichterischer Freiheit ergänzt werden.
Erster Eindruck: Hape Kerkeling im Historienkostüm auf dem Cover, ein interessanter Buchtitel – mir gefällts.
Hape Kerkeling hatte eine sehr besondere Beziehung zu seiner Oma Bertha. Im Laufe seiner Ahnenforschung, die den Anfang in der Corona-Zeit hatte, fand er etwas sehr Interessantes über sie heraus (selbstverständlich werde ich dies hier nicht verraten). Seine Oma hat ihm beigebracht, „die schwersten Dinge im Leben mit einer Prise Humor und tiefem Gottvertrauen zu nehmen“. Das ist ein guter Rat.
Die Anfänge von Hape im Showbusiness waren nicht einfach. Es war sehr unterhaltsam, mehr darüber und auch über Diven sowie echte Showgrössen zu erfahren. Seine Idole waren Rudi Carrell und Willy Millowitsch, die er beide früh kennenlernen durfte.
Es gab etliche berührende, aber auch sehr traurige Momente in seinem Privatleben.
Ich kenne mich mit Ahnenforschung nicht aus und hatte persönlich bisher auch nie den Wunsch, mittels DNA-Analysen mehr herausfinden zu wollen. Aber ich finde es eine spannende und sehr komplexe Sache. Die Ergebnisse seiner Forschung ergab ein Potpourri von Menschen aus den Niederlanden, Grossbritannien und anderen Ländern. Ich muss zugeben, dass ich zuweilen den Überblick verloren habe.
Als ich gesehen habe, dass Hape Kerkeling ein neues Buch herausgibt, kam dieses selbstverständlich gleich auf meine Wunschliste und sodann auf meinen E-Reader. Nun, was habe ich von dem Buch erwartet? Gute Unterhaltung. Und habe ich das erhalten? Aber ja. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mir gut gefallen – den Teil über Hapes Leben empfand ich unterhaltsamer als den über die Ahnenforschung. Von mir gibt es 3 Sterne.
Ein schöner Ausflug nach Busby
Winterzauber in der kleinen Teestube zum Glück von Anne Labus
Kleeblatt-Träume, Band 5: Jessies Tante Maura, die sie aufgezogen hat, ist verstorben. Sie hinterlässt Jessie ihre Teestube, die sie jahrzehntelang voller Stolz geführt hat. Jessie kündigt ihren Job und will fortan die Teestube für Maura weiterführen. Und für Busby. Und für sich selbst. Sie steht vor grossen Herausforderungen, die noch zunehmen, als der mysteriösere Bauunternehmer Trevor auftaucht.
Was will er in Busby? Und wieso verhält sich Edward, der örtliche Tierarzt, zuweilen so merkwürdig?
Erster Eindruck: Ein winterliches Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Wer jedoch einmal Busby-Luft geschnuppert hat, will mehr davon.
Jessie hat mit Maura das letzte Stück Familie verloren, das sie noch hatte. Nun ist sie ganz allein. Nein, doch nicht ganz, denn Claire, Mauras beste Freundin, und deren Familie sind weiterhin für sie da. Das war sehr schön mitanzusehen. Wie soll Jessie alles managen? Sie hat sich immer dagegen gesträubt, wenn Maura ihr zeigen wollte, wie sie die verschiedenen Kuchen und Torten zubereitet. Sie macht sich Vorwürfe. Aber dann rafft sie sich auf und macht ihre ersten Backversuche. Jetzt muss sie nur sich selbst überzeugen, dass sie das schaffen kann, denn die Unterstützung der Stadt ist ihr sicher. Trevor, ein attraktiver und sehr selbstbewusster Bauunternehmer, weiss, wie er etwas erreichen kann. Er kennt die Knöpfe, die er drücken muss – auch bei Frauen. Jessie wird von seinem persönlichen Interesse an ihr überrumpelt. Er ist ganz anders als Edward. Edward ist ruhig, zurückhaltend und macht eher zwei Schritte vor und drei zurück. Aber er gefällt ihr sehr…
Die Geschichte hat sich wiederum flüssig lesen lassen. Mir gefallen Kleinstadt-Romane sehr gut, zudem bin ich ja ein klitzeklein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig, daher habe ich mich in Busby sehr wohl gefühlt. Mir gefällt insbesondere der Zusammenhalt der Bewohner. Von mir gibt es 4 Sterne.
Winterlich-romantisch
Vier Wochen im Dezember von Laura Jane Williams
Bestseller-Autorin Evie Bird wurde vertraglich verpflichtet, bei der Verfilmung ihres neusten Buches in Deutschland dabei zu sein. Das gefällt ihr gar nicht, denn sie lebt und arbeitet sehr zurückgezogen. Die Romantische Strasse und das bevorstehende Weihnachtsfest sollten doch positive Gefühle hervorrufen, oder? Als sie auf Duke Carlisle, der die Hauptrolle übernimmt, trifft, ist nur eine Sache sicher: Sie können sich nicht leiden.
Die Streitereien sorgen für negative Schlagzeilen, daher werden sie von den Produzenten dazu verknurrt, eine Fake-Beziehung für die Dauer des Drehs zu führen. Die erzwungene Nähe sorgt aber für zarte Gefühle…
Erster Eindruck: Das gezeichnete Cover vermittelt romantisch-winterliche Emotionen – gefällt mir.
Evie ist berühmt, aber trotzdem kennt man sie nicht. Sie schreibt wohl viele Bestsellers, aber sie gibt keine Lesungen oder macht Autogrammstunden. Sie ist nicht einmal selbst auf Social Media aktiv. Sie will einfach nur in Ruhe schreiben, Geld verdienen, das Pflegeheim für ihre Mutter bezahlen und sich schöne Dinge kaufen können. Von Männern hat sie die Nase voll – sie enttäuschen einfach immer. Ja, immer. Ihr Vater, ein in Hollywood bekannter Mann, hat die Familie früh verlassen. Und Evies letzter Freund hat sich ebenfalls verabschiedet.
Duke ist Fan von Evie, obwohl er sie noch nie persönlich getroffen hat. Er liebt ihre Bücher und hat darum dafür gesorgt, dass sie beim Filmdreh anwesend sein muss. Evies Ablehnung macht ihm sehr zu schaffen, denn er will anderen immer gefallen. Er will geliebt werden – allen voran hätte er die Liebe seiner Mutter gebraucht.
Die Dreharbeiten gestalten sich schwierig, wenn die Stimmung zwischen Autorin und männlichem Hauptdarsteller explosiv ist. Und man kann nicht einfach der Laune ihren Lauf lassen, denn es hat zu viele Paparazzi, die für möglichst unvorteilhafte Fotos im Netz sorgen…
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Mir haben die Beschreibungen von Orten und Stimmungen sehr gut gefallen. Interessant fand ich, dass die männliche Seite hier sehr empfindsam – und das meine ich nicht abwertend – beschrieben wurde. Besonders hervorheben möchte ich Evies Freundin Magda: Es ist ein grosses Geschenk, eine solche Freundin zu haben! Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir winterlich-weihnächtliche Momente beschert. Von mir gibt es 4 Sterne.











