Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Danke!

Jeder neue Tag ist ein Geschenk von Andi Weiss

Es gibt solche und solche Tage. Manche scheinen heiter und voller Sonnenschein, aber andere nur beschwerlich und dunkel. Das ist einfach der Alltag. Hier kommen Menschen zu Wort, die von ihrer Dankbarkeit erzählen. Es sind „wahre Mutmachgeschichten, die das Herz bewegen.“

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Hardcover – die unterschiedlichen Schmetterlinge vermitteln eine Leichtigkeit, was mir sehr gut gefällt.

Dieses Buch ist eine Sammlung von unterschiedlich langen Geschichten. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Personen, die hinter der jeweiligen Geschichte stecken, gleich nach dem Titel vorgestellt worden wären (so musste ich immer zuerst ans Ende blättern, um zu sehen, von wem die Geschichte ist).

Jede dieser vielen Geschichten zeigt deutlich Dankbarkeit. Da muss nichts weltbewegend Grosses vorgefallen sein, damit Dankbarkeit empfunden wurde, nein, manchmal waren es die klitzekleinen Dinge im Alltag, die aufzeigten, dankbar zu sein. Ein paar Beispiele von kleinen und grossen Auslösern: der Mitarbeiter im Kino, der einer Frau aus dem Rollstuhl in den Kinosessel und nachher auch wieder zurück in den Rollstuhl hilft; ein Kind, dem geholfen wurde, die verklemmte Fahrradkette wieder gangbar zu machen; ein Vater, dessen Eintrittskarte zu einem Konzert der musizierenden Tochter von einer unbekannten Person bezahlt wurde. Oder eine Frau, die aus einem Kriegsgebiet flüchten und Angehörige zurücklassen musste, und dankbar für den neu erlebten Frieden ist; ein Ehepaar, das zwei Tage nach der Geburt ihres Sohnes bereits wieder Abschied von ihm nehmen mussten und später nochmals den Mut zu einer Schwangerschaft hatte.

Zwei Zitate, die mir besonders gut gefallen haben:
- „Die deutsche Sprache verbindet danken mit denken. Wer richtig denkt, der ist auch dankbar. Wenn ich richtig nachdenke über mein Leben, so habe ich genügend Gründe, dankbar zu sein.“ (Pater Anselm Grün)
- „Manchmal hat Dankbarkeit eine kleine Schwester an der Hand und ihr Name ist Hoffnung.“ (Janina Dück)

Mir hat das Buch sehr gefallen, mich sehr nachdenklich gemacht (was das Beste und Schlechteste ist, was ein Buch tun kann!) und ich vergebe absolut verdiente 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Danke!
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Schier unvorstellbar

Das gebrochene Gelübde von Edith Flubacher

Edith Flubacher, geb. 1922, begann nach ihrer Pensionierung, die Geschichte ihrer Familie zu erforschen. Insbesondere interessierte sie die Person ihres Grossvaters, über den nicht viel gesprochen wurde. Ihre Recherchen führten sie 150 Jahre zurück in die Vergangenheit. Sie erfuhr sodann mehr, als sie wollte – das gelüftete Geheimnis wog schwer: Ihr Grossvater war katholischer Priester und zeugte mit vier Frauen acht Kinder! Aber da war noch mehr… Die Geschichte wurde mit Unterstützung von Marc Zollinger aufgeschrieben.

Erster Eindruck: Der alte Kinderwagen auf dem Cover des Schutzumschlages gefällt mir (Schutzumschläge hingegen mag ich nicht); ein sehr hilfreicher Stammbaum der Familie.

Ach, wie konnte er nur!? Ja, hier benötigt es ein Ausrufezeichen und ein Fragezeichen. Aber nun der Reihe nach:

Ich interessiere mich sehr für Glaubensthemen, daher habe ich auch schon etliche Bücher gelesen, in denen katholische Priester heimlich Väter waren. Es ist für mich schwer, solche Entscheidungen nachvollziehen zu können. Der Zölibat ist aus meiner Sicht mehr als fragwürdig, aber zu den geltenden Regeln des Priestertums gehört er halt eben dazu. Dass sich Männer jedoch nicht immer daran halten – und sie auch Partnerinnen finden, die um den Zölibat wissend mitmachen –, kann ich verstehen. Aber, nun kommt das grosse Aber: Wenn dies passiert, müsste der Priester die Konsequenzen tragen – alles andere sind für mich nur Lügen. Am Sonntag in der Kirche predigen, sich aber selbst nicht an die Regeln halten? Das geht für mich nicht.

„Anton war ein Vulkan! Er hatte sich inzwischen viel Wissen angeeignet und auch gelernt, gescheit zu reden. Er konnte rhetorisch Feuer entfachen, Gewitter entladen und Steine ins Rollen bringen.“

Das Buch von Edith Flubacher gab Einblicke in das Leben ihrer Vorfahren. Ich konnte es kaum glauben, dass ihr Grossvater, mehrfach Kinder innerhalb der eigenen Familie gezeugt hat, und er sogar noch zugleich ihr Urgrossvater war! Das Schicksal der Kindsmütter bzw. der Kinder hat mich sehr betroffen gemacht.

Hut ab, dass Frau Flubacher diese Geschichte über Jahre recherchiert hat und den Mut hatte, sie sodann auch zu veröffentlichen. Von mir gibt es 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Schier unvorstellbar
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Sehr gute Unterhaltung

Es klopft von Franz Hohler

Manuel Ritter, HNO-Spezialist, erlebt auf der Rückfahrt nach einem Ärztekongress zum Thema Tinnitus etwas Merkwürdiges: Eine ihm unbekannte Frau klopft gegen das Fenster seines Zugabteils. Ein paar Tage später steht diese Frau in seiner Praxis und sagt, dass sie ein Kind von ihm möchte. Er ist überrascht, schockiert (schliesslich ist er verheiratet und zweifacher Vater), aber auch geschmeichelt und willensschwach.

Neun Monate später erhält er einen Brief: „Es hat geklappt“. Davon darf niemals jemand etwas erfahren. Jahre später ist das Geheimnis immer noch gewahrt, doch dann stellen sich stressbedingt Klopfgeräusche in seinen Ohren ein…

Erster Eindruck: Auf dem Cover des Schutzumschlages ist leicht verschwommen eine gut gekleidete junge Frau zu sehen – ich mag keine Schutzumschläge.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, zuerst aus Manuels, später u.a. auch aus der Sicht seiner Frau Julia und den mittlerweile erwachsenen Kindern. Dies macht die Erzählung lebendig und lässt den Leser mehr wissen als die Protagonisten.

Hätte ein Bekannter Manuel erzählt, dass er das erlebt hat, was Manuel mit der ihm unbekannten Frau erlebt hat, hätte er es nicht geglaubt. Er hätte den Bekannten auf jeden Fall als willensschwach und/oder triebgesteuert abgestempelt – denn genau das war er – Manuel – ja offensichtlich auch. Wie hatte er es nur so weit kommen lassen? Er hatte doch alles: eine Frau, zwei kleine Kinder, eine gutgehende Praxis, ein Eigenheim an der Goldküste. Was wollte er mehr?
Die Jahre vergehen, Manuel hat den Zwischenfall zu verdrängen versucht. Manchmal erfolgreich, manchmal weniger. Als sein erwachsener Sohn Thomas der Familie seine neue Freundin Anna vorstellt, wird ihm angst und bang, denn Anna erinnert ihn sehr an seinen Seitensprung. Wie kann das sein?

„Heute war ihm auf einmal klar geworden, dass es eine Verjährung zwar in der Justiz geben mochte, niemals aber im Leben.“

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und das Buch war aufgrund der geringen Seitenzahl im Nu ausgelesen – ich mag den Stil des Autors. Von mir gibt es 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Sehr gute Unterhaltung
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Eine magische Geschichte

Silva Akademie - Die Stimme des Waldes von Lilly Oakley; Marie Juniper

Die Zwillinge Ves und Ella streiten sich viel. Wo ist ihre Verbundenheit von früher? Ein merkwürdiger Zwischenfall sorgt dafür, dass sie an die Silva Akademie müssen – das ist eine Schule, an der die Magie der Bäume gelehrt wird. Warum müssen sie jetzt in diese Schule, wo sie niemanden kennen? Und warum sprechen die anderen immer von Essenzen? Aber am schlimmsten: Wieso hören die Zwillinge ein Stimme in ihrem Kopf, die um Hilfe ruft?

Erster Eindruck: Ein schönes Hardcover mit matten und glänzenden Elementen, schwarz-weisse Illustrationen sowie ein Übersichtsplan der Silva Akademie im Innern des Buches – gefällt mir.

Die Zwillinge haben sich nicht viel zu sagen: Ves gehört zu den Coolen, der auch Anführer seiner Gang ist, Ella zu den Aussenseitern, dabei möchte sie so gerne Freunde haben. Aber an der Silva Akademie ist es plötzlich anders. Ella hat sich schon immer in der Natur wohlgefühlt, aber hier fühlt sie sich zum ersten Mal angenommen, wie sie ist. Und: Sie findet gleich Freunde! Die Schule gefällt ihr sehr und sie hofft, für immer hier bleiben zu können. Ves sieht das ganz anders: Er mag die Natur auch, aber hier kennt er niemanden und es scheint auch niemand daran interessiert zu sein, ihn kennenzulernen. Das Gefühl, nicht dazuzugehören, ist ihm fremd und zum ersten Mal kann er nachvollziehen, wie sich seine Schwester fühlt, wenn seine Jungs sie ausschliessen. Aber das würde er natürlich niemals zugeben.
Die Silva Akademie ist eine ganz besondere Schule mit aussergewöhnlichen Lehrpersonen und Schulfächern. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, gehören zu den Talissa. Ella und Ves wollen herausfinden, was es mit der Stimme auf sich hat, die um Hilfe ruft. Warum können nur sie beide diese hören? Mit Hilfe ihrer neuen Freunde wollen sie das Rätsel lösen.

Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren ausgeschrieben. Aus meiner Sicht hat es dafür sehr viel Text und zu wenig Illustrationen. Fantasy, Magie, Märchen, Natur, Zwillinge, Freundschaft – von allem ein bisschen. Wer sich gerne verzaubern lässt, liegt mit diesem Buch richtig.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Eine magische Geschichte
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Sehr guter Einstieg

Ein kleines Stückchen Seligkeit von Pam Rhodes

The Dunbridge Chronicles, Band 1: Neil Fisher tritt seine erste Stelle als Vikar in der Kleinstadt Dunbridge an. Dort wird er bei Pastorin Margaret seine Vikariatszeit absolvieren. Er freut sich sehr, die Menschen in ihrem Glaubensleben und auch ihrem Alltag zu begleiten. Die Bewohner der Kleinstadt wachsen ihm gleich ans Herz, so unterschiedlich sie auch sein mögen: Linda wurde von ihrem Mann betrogen und jetzt kann sie ihn nicht verlassen, da er erkrankt ist.

Weiter wären da Lehrer Graham, der endlich seine Frau fürs Leben finden will; die alleinerziehende Nachbarin Claire, die es nicht so mit dem Glauben hat; Wendy, die Neil als ihren Zukünftigen auserkoren hat…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir mit seiner Dreiteilung (Dorf, Buchtitel, Augenpartie) leider nicht so gut.

Ich habe mich in Dunbridge gleich wohlgefühlt. Ein kleines Dorf, wo sich die Bewohner kennen und auch über alles gleich Bescheid wissen. Aber: Sie stehen auch füreinander ein. Die Kleinstadt erinnert mich an Stars Hollows aus „Gilmore Girls“ oder auch Virgin River aus der gleichnamigen TV-Serie.

Pastorin Margaret und ihr Mann Frank haben mir sehr gefallen: Sie ist forsch, chaotisch und immer hektisch, aber geht völlig in ihrem Job auf. Ihr Mann, der pensioniert ist und sich selbst als „Pfarrersfrau“ sieht, unterstützt sie nach Kräften. So gegensätzlich sie scheinen, so gut harmonieren die zwei.
Neil hat mir ebenfalls gefallen. Er ist schüchtern und spricht nicht gerne vor Menschen. Eigentlich erstaunlich, dass er dann diese Ausbildung gewählt hat, wie er selbst sagt. Aber er wächst an seinen Aufgaben, schliesslich ist dies seine Berufung, und nicht nur irgendein 9-to-5-Job. Dass er Theologie studieren wollte, hat seiner Mutter gar nicht gefallen. Sie hatte „Höheres“ für ihn im Sinn. Ein Besuch in Dunbridge erscheint Neil besorgniserregend, aber dann ist er überrascht – von der Gemeinde und seiner Mutter…

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mich sehr gut unterhalten (mit Emotionen aller Art) – einzig das offene Ende war für mich nicht überzeugend. Dies ist Band 1 der Reihe, wovon die Folgebände leider nicht auf Deutsch übersetzt wurden. Mal schauen, ob ich mir die englischen Versionen zulegen werde. Von mir gibt es 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Sehr guter Einstieg
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein sehr gelungener Kindernaturführer

Welche essbare Pflanze ist das? Kindernaturführer von Katrin Hecker; Frank Hecker

Der Kindernaturführer zeigt 27 heimische essbare Wildpflanzen. Sie werden in Wort und Bild (Zeichnungen, Fotos) vorgestellt. Des Weiteren gibt es viele Rezepte, so z.B. für „Wilde Chips“, Sirup aus Wildpflanzen, einen Krümelkuchen oder das Feuerstellenbrot Bannock. Ein handliches Buch für kleine Naturkundler ab 8 Jahren.

Erster Eindruck: Ein kleines Buch (13.5 x 19.5 cm), durchgehend farbig gestaltet – perfekt zum Mitnehmen.

Das Buch ist in folgende Abschnitte eingeteilt: Frühling, Sommer, Herbst und – nein, nicht Winter, denn da haben die Wildpflanzen Pause – Rezepte. Jede Pflanze wird auf einer Doppelseite vorgestellt. Dazu gibt es weitere Erläuterungen, z.B. wie der Löwenzahn verwendet werden kann, wie gross die Pflanze wird oder mit welcher anderen Pflanze sie häufig verwechselt wird. Der Löwenzahn wird häufig mit dem Wiesen-Pippau verwechselt.
Jedes Kind kennt Brennnesseln und hat sich schon daran verbrannt. Schon gewusst, dass diese getrocknet, gebraten oder gekocht nicht mehr brennen? Da Brennnesseln sehr gesund sind, folgt der Rezeptvorschlag, Brennnessel-Chips zu machen. Es gibt lustige Pflanzennamen, so z.B. der Wilde Dost oder die Knoblauchsrauke.
Sehr wichtig ist auch eine Übersicht über Giftpflanzen – wenn man nicht weiss, ob eine Pflanze giftig ist oder nicht: Finger weg!

Dieses Buch ist für Kinder ab 8 Jahren, aber auch die Erwachsenen werden hier viel Neues (oder längst Vergessenes) lesen. Das Buch ist sehr schön gestaltet, lehrreich und unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung – 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Ein sehr gelungener Kindernaturführer
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Viel Wissenswertes für kleine Naturentdecker

Was lebt im Wald? Kindernaturführer von Holger Haag

Der Kindernaturführer zeigt 85 heimische Tiere und Pflanzen. Sie werden in Wort und Bild (Zeichnungen, Fotos) vorgestellt, zudem gibt es Zugang zu einer kostenlosen App, bei der begleitend zum Buch Tierstimmen abgerufen werden können. Ein handliches Buch für kleine Naturentdecker ab 8 Jahren.

Erster Eindruck: Ein kleines Buch (13.

5 x 19.5 cm), durchgehend farbig gestaltet – perfekt zum Mitnehmen.

Das Buch ist in folgende Abschnitte eingeteilt: Insekten, Spinnen, Tausendfüsser; Schnecken, Amphibien; Säugetiere; Vögel; Moose, Flechten, Pilze; Farne, Blumen; Sträucher, Bäume; Expeditionen in die Natur. Jedes Tier bzw. jede Pflanze wird auf einer Seite vorgestellt. Dazu gibt es weitere Erläuterungen, wie z.B. wann diese Tiere in der Natur zu sehen ist, wie gross die Pflanze wird oder auch ob sie giftig für Mensch oder Tier sind.
Es gibt auch Erstaunliches zu lesen, so z.B., dass die Rot-Buche erst nach 40 – 80 Jahren zum ersten Mal Früchte trägt. Oder dass die Gelbhalsmaus, deren gelber Fleck gar nicht so gut zu sehen ist, zwei- bis viermal im Jahr Nachwuchs kriegt – zum ersten Mal bereits nach zwei Monaten! Und dass Pilze weder Pflanzen noch Tiere sind, sondern eine eigene Gruppe bilden. Es gibt lustige Tiernamen, so z.B. die Gefleckte Schnirkelschnecke, der Grosse Abendsegler oder das Landkärtchen. Alles schon gewusst?

Dieses Buch ist für Kinder ab 8 Jahren, aber auch die Erwachsenen werden hier viel Neues (oder längst Vergessenes) lesen. Das Buch ist sehr schön gestaltet, lehrreich und unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung – 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Viel Wissenswertes für kleine Naturentdecker
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Etwas fürs Herz

Inselküsse auf Sylt von Julia K. Rodeit

Inselträume auf Sylt, Band 4: Tierärztin Enna hat ihre grosse Liebe verloren und damit auch den Glauben an eine neue grosse Liebe. Ihre Freundin Heike, die selbst unlängst einen neuen Partner gefunden hat, versucht, sie aus dem Schneckenloch der Gefühle zu locken. Sie soll dem nächsten Mann eine echte Chance geben.

Bei einem Zwischenfall auf der Strasse leistet sie erste Hilfe – die Sanitäter nehmen die alte Dame mit, zurück bleiben Pudeldame Rosi und der Radfahrer Paul, den sie anschliessend in ihrer Praxis verarztet. Ein sehr sympathischer Mann, der ihr quasi vor die Füsse gefallen ist…

Erster Eindruck: Das Cover vermittelt Urlaubsfeeling. Das einzige Manko für mich sind die Muschel und der Seestern im Vordergrund, die auf das Foto „draufmontiert“ wurden – die hätte es für mich nicht gebraucht.

Dies ist Band 4 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Für mich war es die erste Begegnung damit und daher kannte ich die Protagonisten noch nicht. Und das waren – zumindest für den Einstieg – ziemlich viele Protas.

Enna hat nette Freunde, Familie, liebt ihren Job. Ihr fehlt ein Mann an ihrer Seite, dem sie ihr Herz ausschütten oder mit dem sie gemeinsam den Feierabend geniessen kann. Es ist kein Wunder, dass ihr ein Partner fehlt, bei dieser Pärchenbildung in ihrem Freundeskreis.
Der Zwischenfall mit der alten Dame war beängstigend – in einem Moment ist alles gut und im anderen Moment liegt sie am Boden! Und Hundedame Rosi bringt den Radfahrer Paul zu Fall. Er ist verletzt, will aber keinesfalls ins Krankenhaus? Wieso nicht? Enna nimmt ihn mit in ihre Praxis – für die nächsten Tage wird er nicht surfen können, wofür er mit seinen Freunden nach Sylt gekommen ist…
Eine der tierischen Protagonisten ist übrigens Huhn Helga (die gibt es in Echt – sie lebt bei der Autorin!). Dominik ist in grosser Not ob Helgas Legenot – ja, Wortspiel beabsichtigt (es ist heiss, da reicht es nicht für Besseres). Ich konnte mir diesen Mann sehr gut im Hühnerstall sitzend vorstellen – mit einer Wärmeflasche auf dem Schoss, auf dem die Hühnerdame zufrieden thront und ihr Ei legt. Herrlich!

Das Buch war im Nu ausgelesen. Es gab Wind und Wellen – nicht nur wetter-, sondern auch beziehungstechnisch. Mein Romantikerherz ist damit sehr zufrieden und deshalb gibt es von mir auch verdiente 5 Sterne. Und eins ist sicher: ich werde mit den ersten drei Bänden noch nachsitzen „müssen“ bzw. wollen. Aber da ich nur ein ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, sollte das machbar sein!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Etwas fürs Herz
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Sehr spannend – mit etlichen Twists

Murder in the Family von Cara Hunter

Im Dezember 2003 wird Luke Ryder ermordet im Familienhaus in London aufgefunden; er hinterlässt seine ältere, wohlhabende Frau sowie drei Stiefkinder. Der Fall konnte nicht gelöst werden. Zwanzig Jahre später untersucht die True-Crime-TV-Show „Infamous“ den Cold Case: Sechs Experten ermitteln live vor der Kamera.

Können Sie den Fall nun lösen? Gibt es neue Beweise?

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut, sowohl die Farbgebung als auch der geprägte Fingerabdruck.

Dieses Buch ist nicht einfach „nur“ Fliesstext, wie es die meisten Bücher halt eben so sind, nein, hier gibt es Skripte, Zeitungsartikel, Whatsapp- und E-Mail-Messages, Kommentare auf Websites, forensische Berichte, Lebensläufe, Regieanweisungen usw. Dies ist ungewöhnlich, hat aber seinen eigenen Reiz. Mir hat dieser originelle Schreibstil sehr gefallen.

Wer sind diese Experten, die den alten Fall neu aufrollen wollen? Zum Team gehören Alan Canning, leitender Polizeibeamter i.R.; Mitchell Clarke, Journalist; Hugo Fraser, Anwalt; Laila Furness, forensische Psychologin; J.J. Norton, forensischer Ermittler; Bill Serafini, Ermittler aus New York. Geballtes Expertenwissen, das vom Filmemacher Guy Howard, dem Stiefsohn des Ermordeten, in der Sendung „Infamous“ präsentiert wird. Warum will Guy unbedingt diesen persönlichen Fall aufrollen? Zur Tatzeit war er zehn Jahre alt, seine beiden Schwestern nur wenig älter. Er will einfach die Wahrheit erfahren, damit sie alle endlich damit abschliessen können. Guy macht in der Sendung die Einleitung, hält sich aber sodann im Hintergrund.
Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, insbesondere wenn Zeugen sich an Details erinnern sollen. Die Technik hat in diesen zwei Dekaden jedoch enorme Fortschritte gemacht, so dass heute gewisse Untersuchungen möglich sind, die es früher noch nicht gab. Kann dieser Fortschritt den entscheidenden Hinweis zur Täterschaft geben?

Das Buch war sehr spannend. Ich rätselte fortlaufend eifrig mit, und hatte – selbstverständlich! – auch gewisse Tatverdächtige im Blick, aber dann, ein paar Seiten weiter, ist meine „Beweisführung“ schon wieder in sich zusammengebrochen. Täuschung, Gier und Arglist sind nur einige der behandelten Stichworte. Von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Sehr spannend – mit etlichen Twists
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ach, die „lieben“ Sorgen

Moment, ich lebe gerade! von Bernd R. Hock

Wenn Sie auch die Tendenz kennen, Situationen zu „katastrophisieren“, könnte dieses Buch das Richtige für Sie sein. Katastrophisieren? Das heisst, eine abwärtsführende Spirale von Sorgen macht aus einem dumpfen Schmerz gleich eine bedrohliche Krankheit. Ein Knacken im Knie? Eine künstliches Kniegelenk ist der nächste Schritt.

Nein, falsch! Bernd R. Hock, Heilpraktiker für Psychotherapie mit eigener Praxis, Bühnenkünstler, Vortragsredner, will in diesem Buch aufzeigen, wieder mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit zu spüren, im Moment zu leben, einfach jetzt – mit Gottes Hilfe.

Erster Eindruck: Ein witziges Cover, ein auffordernder Titel – gefällt mir.

Ich habe von Bernd Hock vor ein paar Jahren sein Buch „Immer im Rampenlicht – Mit Gott auf der Bühne und hinter den Kulissen“ gelesen, was mich sehr gut unterhalten, mich aber auch zum Nachdenken gebracht hat. Als ich nun dieses Buch (bzw. Büchlein) sah, war ich sehr darauf gespannt. Ich erlaube mir, den Autor wie schon im vorgenannten Buch mit Vornamen anzusprechen.
Es ist vermutlich jedem klar, dass bei einem solchen Buchtitel und dem witzigen Cover kein „knochentrockenes“ Sachbuch zu erwarten ist, oder? Mir hat der Mix von Bibeltexten, (seinen) Erlebnissen aus dem Alltag und vor allem auch dem Humor sehr gefallen („der humorvoll-satirische Moment“ lockert die Kapitel nochmals auf).
Bernd kennt das Sorgenkarussell gut – ich im Privaten leider auch. Immer wieder arbeitet er daran, sich auf den Moment zu besinnen und sich nicht Tage, Wochen, Monate im Voraus zu sorgen.

„Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt.“ Matthäus 6,34 (HFA)

Ich weiss das sehr gut. Mein Kopf weiss das. Aber trotzdem tappe ich immer wieder in die Sorgenspirale. Aber genau solche Texte (wie die vorliegenden) helfen mir, mir dessen bewusst zu werden. Und zu sagen: „Stopp“. Wenn es nur so einfach wäre „Sorgen raus, Freude rein“…
Es hat mir gefallen, als Bernd erwähnte, einmal den Wachstumsprozess der Lilien zu beobachten. Kurz mal innezuhalten, hinzuschauen, zu sinnieren. In der Schule hatten wir mal die Aufgabe, eine Blumenwiese über ein paar Wochen zu beobachten und zu dokumentieren. Fleissig besuchte ich „meine“ Wiese neben dem Pfarrhaus, notierte das Wachstum der Pflanzen, vermerkte die Insekten, die ich zu sehen bekam, presste Blumen für den abzuliefernden Aufsatz, machte Fotos. Ich lebte völlig für diesen Moment auf meiner Wiese. Danke, Bernd, für diese Erinnerung!

Auch in diesem Buch wurde ich sehr gut unterhalten, habe aber auch einige Denkanstösse erhalten. Von mir gibt es 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Ach, die „lieben“ Sorgen