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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

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überraschend

Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin

Eine Lady hat die Wahl ist ein Regency-Roman, der mich überrascht hat. Eine eher junge Witwe für unsere Verhältnisse, doch damals schon alt mit 27. Sie muss 9 Monate auf die Testamentseröffnung warten, und damit setzt das Buch ein. Lady Somerset erlebt dabei eine Überraschung und beschließt, die sich dadurch bietende Chance zu nutzen.

Sie zieht nach Bath und versucht, die Bedingungen des Testamentes ebenso zu erfüllen wie auch ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Doch auch ihr Herz ist an all diesen Entscheidungen beteiligt und das macht die Geschichte durchaus turbulent und auch für mich zumindest überraschend. Lord Somerset sorgt genauso für Überraschungen die der adelige und berühmt-berüchtigte Adelige Melville.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mochte den Schreibstil und war von der Entwicklung der Charaktere sehr überrascht. Das Buch sprengt einige Konventionen der damaligen Zeit oder zumindest unsere Vorstellungen davon. Ich fand die Charaktere vor allem ab etwa der Mitte des Buches sehr überraschend, was das Buch für mich nicht zu einem Feel-Good-Roman im Sinne von "Ich lese das Buch, finde es nur schön und bin mit allem einverstanden, ja hätte vielleicht genauso gehandelt" machte. Im Gegenteil, ich musste meine anfänglichen Entscheidungen darüber, wer mir sympathisch war und wer nicht, durchaus nochmal über Bord werfen, um der Geschichte eine Chance zu geben. Was ich genau damit meine, würde spoilern, aber ich denke, jeder der das Buch liest, wird verstehen, was ich meine. Was mir bei diesem Buch besonders auffiel, war meine klare Sympathie und Abneigung gegenüber den Charakteren. Ich bin somit richtig in die Geschichte eingetaucht und die Figuren wurden so lebhaft gezeichnet, dass ich mich gut in die Zeit hineinversetzen konnte. Auch die Schilderung der klaren Regeln und Vorstellungen sowie die gesellschaftlichen Erwartungen durch die Charaktere um die Hauptprotagonisten herum machten das möglich. Es war jedenfalls eine spannende Lektüre für mich!

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überraschend
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wunderschönes Bilderbuch

Das große Buch vom Apfelbaum von Holger Haag

Dieses Sachbilderbuch aus dem Coppenrath-Verlag hat mich von der ersten Seite angesprochen. Es ist an den Jahreszeiten orientiert. In jedem Abschnitt gibt es viele Informationen. Diese gehen weit über das Wissen über den Apfelbaum hinaus. Beim Lesen erfährt man sehr vieles über den Wandel des Apfelbaumes im Laufe der Jahreszeiten, seine Blüten, seine Mitbwohner und ob sie ihm schaden oder guttun, die Vögel im Baum, die Rehe und andere Säugetiere im Umkreis der Obstwiesen, welche Apfelsorten es gibt, was man alles aus Äpfeln so zaubern kann und so vieles mehr.

Ich war begeistert von den vielen Informationen und habe auch als Erwachsener noch das eine oder andere gelernt. Dies war durch die großflächigen und realistischen Bilder möglich und den riesigen Umfang und die gute Struktur. DIe Bilder laden ein zum genauen Betrachten, entdecken und sich gut einsprägen. Es finden sich viele praktische Tipps zur Beobachtung, der Pflege und der Verarbeitung der Äpfel, was jetzt zunächst nach "Erwachsenenthemen" klingt. Aber es ist alles total kindgerecht aufbereitet und auch so verpackt, dass Kinder selbst experimentieren, basteln und kochen können. Kinder erfahren vom Setzen des Apfelbaumes über den Baumschnitt und die Schädlinge sowie Nützlinge alles, was sie brauchen, um dem Apfelbaum ein gutes Wachsen und Gedeihen zu ermöglichen. Ein wundervolles, großformatiges und informatives Sachbilderbuch!

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wunderschönes Bilderbuch
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abenteuerliche Geschichte

Crushed Symphony (It's Up to Us 3) von Martina Riemer

Crushed Symphony ist Band 3 der Reihe It's up to us. Die Hauptprotagonistin dieses Bandes, Bianca, ist bereits aus Band 1 und 2 ein wenig bekannt. Viel wusste ich durch die anderen Bände noch nicht über sie, aber ganz sympathisch war sie mir nicht. Sie schien in den ersten beiden Bänden nicht ganz ehrlich zu sich selbst, eher verschlossen und auch gegenüber ihrer Freundin nicht so, dass sie ihr alles erzählen würde.

Im 3. Band nun zeigt sich ein ganz anderes Bild von ihr. Sie macht sich auf nach Amerika, um über Nathan wegzukommen, der ja in Band 2 Sarah gefunden hat. Nathan hat ihr einen Brief geschrieben, was für sie Anlass war, endlich abzuschließen. In Amerika angekommen sucht sie das Abenteuer, will all das tun, was sie bisher gemieden hat. Und trifft dabei auf einen schrägen Typen (sorry, anders kann ich ihn nicht beschreiben), der sie bereits nach einer Achterbahnfahrt wild küsst und nach 3 Tagen bittet, mit auf Tournee zu fahren... Ich bin ja selbst keine Jugendliche, sondern lese das Buch mit 36. Da kam mir das eine oder andere doch sehr schnell vor und auch ein Stück weit naiv. Ich tat mir etwas schwer, mich in beide hineinzuversetzen. Sie sind wirklich Strangers, auch mir gegenüber gewesen. Dementsprechend hat es mich ein wenig Überwindung gekostet, mich voll und ganz auf die Storyline einzulassen. Auch auf den Adrenalinkick, auf die Abenteuer - das ist einfach so konträr zu allem, was ich so kenne. Aber als ich mich mal eingelassen habe, fand ich es ganz gut. Bis zum Schluss war mir zwar manches fremd und die sexuelle Beziehung wurde mir teils zu sehr betont (es gab viele spicy Szenen), es gab aber auch total viele sehr spannende Elemente und auch ernste Themen verpackt. Bianca entwickelt sich finde ich auch ein wenig und Cassio noch viel mehr. Gerade seine Entwicklung fand ich sehr spannend und auch seine Vergangenheit und wie er damit umgehen lernt. Diese Elemente haben mir besonders gut gefallen und machten das Buch auch lange spannend. Insgesamt eine spannende Reihe mit vielen unterschiedlichen Charakteren und ganz viel Liebe zu Österreich, Amerika und der Musik.

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abenteuerliche Geschichte
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sehr unterschiedlich

SAMi - dein Lesebär - Meine liebsten Kinderlieder von

Ich hab mich riesig auf das Buch gefreut und war jetzt fast ein wenig enttäuscht. Ich war so begeistert vom Tiptoi-Liederbuch und hab mit einem ähnlichen Werk gerechnet. Leider war das Buch doch ein wenig anders, und für uns leider nicht im positiven Sinn. Zunächst einmal fiel mir auf, dass die Noten fehlten.

Eine Notation nur mit Text mag für viele sehr praktisch sein, vor allem, da mehr Platz für die Bilder bleibt, für mich war das aber nicht so toll. Zunächst ist es so nicht als Liederbuch zum selbst musizieren nutzbar. Auch fehlt mir für die Kinder die Notation als Erkennungsmerkmal - auch wenn meine Kinder nicht Noten lesen können, wissen sie: das ist ein Lied, wenn sie Noten sehen. Das fällt hier weg. Durch diese Notation blieb mehr Platz für die Bilder. Ich fand sie schön. Mein 3 Jähriger meinte: "Nicht so gut" - warum, konnte er aber nicht benennen. Ich fand sie sehr wimmelig, vielleicht war es ihm ein wenig viel an Eindrücken beim ersten Mal. Für mich gab es beim Durchsehen viel zu entdecken, sie sind farbenfroh und detailreich.
Hauptaugenmerk lag bei uns aber klar beim SAMI, der uns die Lieder vorsingen sollte. Manche Lieder gefielen mir sehr gut, andere hingegen fand ich von der Stimme nicht so ansprechend. Das ist natürlich Geschmackssache und jeder empfindet andere Stimmen als angenehm. Auch kannten wir manche Lieder anders, etwa "Wer will fleißige Handwerker sehen", sodass das mitsingen gar nicht so einfach war. Im Großen und Ganzen waren unsere Erwartungen sehr hoch, sodass wir uns vielleicht etwas zu viel erwartet haben. So bleibt unser Resümee durchwachsen - manche Seiten sind schön anzuhören, andere gefielen uns leider gar nicht, sodass mein Sohn meinte: "Die Musik war so komisch, ich hab das Buch wieder zugemacht." So schön uns das Konzept von SAMI gefällt, ist es dieses Mal nicht so gut umgesetzt worden. Ich hätte mir auch ein stimmigeres Gesamtwerk erwartet mit einer durchgehenden Klangfarbe, denn das Erzähler des SAMI hat eine sehr tiefe und angenehme Stimme, da sind die Kinderstimmen mancher Lieder und die Frauenstimmen ein ziemlicher Kontrast.

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detektivisches Abenteuer

Lenny Hunter - Die magische Sanduhr (Bd.1) von Thilo

Dieses Bilderbuch zeigt ein tolles Abenteuer. Die jungen Tiere Lenny Hunter, Cleo und Marvin sind allzeigt bereit für einen Auftrag und ein Abenteuer. Kaum ein Erwachsener nimmt sie bei ihrem Training ernst, doch dann kommt ein Brief vom Großvater: Die magische Sanduhr ist weg! Und so machen sich die drei Freunde auf, um die Uhr, mit der man die Zeit zurückdrehen kann, wiederzubekommen - und das vor der Roten Pfote, vor der sie der Großvater noch so ausdrücklich warnt.

..

Die Geschichte hat uns sehr gut gefallen. Das Bilderbuch hat für ab 3 Jahre finde ich recht viel Text, für unser Vorschulkind war es perfekt. Es sind wunderschöne, sehr großformative Zeichnungen, die uns eingeladen haben, um voll und ganz in die Geschichte einzutauchen. Es wird an keiner Stelle gruselig, so dass es bei genügend "Sitzfleisch" auch wirklich ab 3 Jahren geht - unser fast 4 Jährige konnte das Buch auch schon super mitlesen, ist aber auch wirklich ausdauernd und das Lesen gewohnt. Die Geschichte bietet ein wenig Spannung, Abenteuer, drei tolle Freunde und ein Happy End.

Eine aufregende Geschichte für junge Abenteurer!

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detektivisches Abenteuer
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toller New Adult Roman

Broken Harmony (It's Up to Us 1) von Martina Riemer

Das Buch ist für einen New Adult Roman ziemlich tiefgründig, fand ich. Die Hauptprotagonistin Sarah hat es für ihre 19 Jahre echt noch nicht leicht gehabt im Leben und musste schon viele Verluste wegstecken. Allein ihre Geschichte hat mich nicht kalt gelassen, ebensowenig Jonnys. Beide kommen aus nicht sehr stabilen Verhältnissen und wachsen in / um Wien auf.

Das Setting mit den Schauplätzen hat mir persönlich gut gefallen, schon alleine, weil ich die Orte in und um Wien kannte und dadurch viele Bilder in meinem Kopf aufgetaucht sind. Zwei Musiker, die gemeinsam sich aufmachen nach New York, fand ich auch einfach spannend. Ihre gemeinsamen Auftritte so ohne viel Proben fand ich mitreißend und auch athmosphärisch gut getroffen durch die Autorin. Ihre Geschichte ist von Anfang an eher straight, aber auch voller witziger Szenen. Ich fand etwa, dass die "Vermieterin"/ "Gastgeberin" die Geschichte ziemlich aufgemischt hat und alles sehr sympathisch gemacht hat. Mir gefiel die Geschichte total gut und ich freu mich auf Band 2.

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Auf zur Schule!

Die wilden Schulzwerge - Endlich Schule! von Schulze Lehmann Meyer; Lehmann; Schulze

Schulbeginn ist für alle Beteiligten ein Neuanfang. Und mit diesem sind Erwartungen verknüpft. Erwartungen, wie es werden wird; was man lernen wird. Die Kinder der 1c erwarten sich: Schreiben, rechnen, lesen lernen. Strafarbeiten, Klassenarbeiten - doch das wird anfangs gar nicht erfüllt. Im Gegenteil: Stattdessen gibt es Morgenkreis, Ausmalen und erzählen.

Nichts Neues für die wissbegierigen Kinder der 1c. Und so überlegen sie gemeinsam, wie sie mit dieser Situation umgehen können.

Wir kennen die wilden Zwerge nicht so gut, aber doch ein wenig. Dass die Charaktere nicht alle wieder vorkommen und die Illustrationen ein wenig anders sind, hat uns nicht gestört. Wir fanden sie sehr ansprechend und auch das Verhältnis von Text und Bild hat uns gut gefallen. Was mir als Elternteil nicht so gut gefallen hat, waren 2 Aussagen:
1. "Gewöhn dich schon mal dran. Auf die Frauen muss man immer warten." - S. 3. Diese Aussage reproduziert unnötig Klischees und ist nicht gerade hilfreich, wenn man versucht, Genderklischees aufzubrechen
2. Bei den Wörtern mit A. hätte unter den Schimpfwörtern der Angeber, der auf Platz 4 kommt, gereicht. Das andere Schimpfwort fand ich für den Fortgang der Geschichte nicht notwendig und doch sehr kräftig. Ich weiß aber, dass die Reproduktion von Schimpfwörtern sehr unterschiedlich gehandhabt wird.
Außerdem störte es mich, dass die für Erstleser wirklich angenehme Schriftgröße auf der letzten Seite aufgegeben wird und die Schrift plötzlich klein wird.

Was mir hingegen wirklich sehr sehr gut gefallen hat:
- die große Fibelschrift
- die schönen Bilder, die auch klischeearm waren und wo auch PoC vertreten sind (wird auch thematisiert und ein wenig erzählt)
- die Wendung der Erzählung: Es wird die Möglichkeit von politischem Engagement im Kleinen aufgezeigt. Mitspracherecht wird auf friedliche Weise erkämpft, es kommt zu einem Kompromiss, was ich wirklich toll fand. Die Lehrerin reagiert überhaupt super, etwa auch auf die beiden Eltern, die sich übergriffig und unangemessen benehmen.
- Die Elemente, die aus der Lebensrealität der Kinder aufgenommen wurden. Ich finde das Buch greift wirklich wunderbar einen Aspekt auf, der für manche Kinder sicher genau ihre Empfindungen spiegeln wird - für andere Kinder wohl weniger. Doch genau das ist ja die Herausforderung als Lehrkraft - manche können (wie ein Kind im Buch) bereits lesen und alle Buchstaben, andere gar nichts. Hier einmal die Kinder mit Leistungsvorsprung mal aufzunehmem, finde ich gut.

Ich finde das Buch im Großen und Ganzen gut gelungen. Ich werde beim Lesen die beiden Punkte, die mich störten, einfach abändern. Denn der Rest ist wirklich sehr gut gelungen!

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abenteuerliche Geschichte geht weiter

Peanut Jones und die zwölfte Pforte von Rob Biddulph

Dieses Jugendbuch hat uns schon in Band 1 überzeugt. Umso mehr freute ich mich darauf, auch Band 2 zu lesen. In diesem Vabd jegreb Peanut, Rockwell und Little-Bitt zurück nach Chroma, denn: viele Gemälde verschwinden überall auf der Welt. Nun möchten sie herausfinden, ob Mr. White dahinter steckt.

Und so gelangen sie wieder in Chroma, der gezeichneten Stadt, die der Urpsrung aller Kreativität sein soll. Und dort geht das Abenteuer weiter. Es erwartete mich beim Lesen jede Menge Spannung und auch die eine oder andere Überraschung. Ich fieberte mit ihnen mit und begleitete sie durch Chroma, gemalte Türen, hörte mir ihre Erklärungen gegenüber Geschwistern und co an und war bis zum Schluss gefesselt von der Geschichte. Das lag wohl auch daran, dass die Geschichte in sich nicht geschlossen ist. Das Buch endete mit ...Fortsetzung folgt und weiter geht mit dem Warten, ob Mr. White ganz überführt wird und vielen anderen Fragen in meinen Kopf. Sie hier aufzuschreiben, würde spoilern. Doch so viel sei verraten: Es bleibt spannend im Buch, viele bekannte Charaktere kommen vor, und Personen, die man am Rande aus Geschichte 1 kannte, sind in Band 2 von größerer Bedeutung.
Ich kann das Buch sehr empfehlen! Es ist wunderbar geschrieben, entführt in eine ganz eigene Welt, hat viel Spannung zu bieten und auch jede Menge Abenteuer und Phantasie.

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tolles Kinderbuch

Der Katze ist es ganz egal von Franz Orghandl

Ich mag Geschichten, die in Wien spielen sehr. Dass es dieses Mal ein Kinderbuch über ein Transgender-Kind ist, dass mit gedanklich nach Wien hat reisen lassen, fand ich besonders schön. Leo möchte einer Verwechslung auf die Spur kommen. Er möchte nicht länger Leo sein, sondern Jennifer. Doch gerade den Erwachsenen fällt es schwer, damit umzugehen.

Die Eltern streiten auch deswegen, Jennifer schwänzt die Schule, die Freunde matchen sich darum, wer mit Jennifer Kleider aussuchen gehen darf - ja und der Katze, der ist das alles ganz egal...

Mich hat diese Geschichte sehr berührt - auf ihre witzige und unkomplizierte Art. Die Geschichte wird aus Kindersicht erzählt, und auch der Ton erinnert klar an Kindermund. Ehrlich, ein wenig frech, auf alle Fälle sehr treffsicher. Auch der Satzbau ist dadurch eher einfach und mit dem Satzbau, dem Wortschatz und der Perspektivität fühlte ich mich ein wenig in meine Kindheit versetzt, als ich diverse Franz-Geschichten von Christine Nöstlinger verschlungen habe.
Die Geschichichte ist aber auch sehr realistisch. Die Probleme von Leo-Jennifer, wie Eltern mit der Situation umgehen oder gar die Großeltern, werden wirklich treffend beschrieben. Sie decken sich zumindest mit Vorurteilen, die ich in der Schule im Anlassfall leider miterleben musste. Wie toll, dass Jennifer Freund:innen hat, die damit viel besser umgehen können und unterstützen, wo es nur geht.
Zu der frechen Sprache und der modernen Handlung passen die Bilder hervorragend. Auch wenn ich den Stil in vielen Büchern nicht gemocht hätte, finde ich ihn in diesem Buch so passend. Die Zeichnungen lockern das Geschriebene auf und machen die Geschichte noch bunter und farbenfroher. Ein sehr empfehlenswertes Buch für mehr Vielfalt im Kinderzimmer!

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genau das hat uns gefehlt

Ein T-Rex namens Sue von Birk Grüling

Wir haben echt viele Bücher über Dinosaurier. Aber in allen steht gefühlt das gleiche drinnen: ihr Aussehen muss geraten werden, es sind nur Teile überliefert, es gibt Fleisch- und Pflanzenfresser, die größten Dinos sind, Dino bedeutet... - so viele andere Aspekte werden aber gerne ausgelassen.

Dieses Buch ist ganz anders. Das Wissen über Paläontologie ist hier geballt für Kinder aufbereitet. Geballt wird auf die Forschungsgeschichte eingegangen, die Entstehung von Fossilien erklärt, das Ende der Dinosaurier sehr konkret und plastisch geschildert und die Arbeit eines Paläontologen und einer Paläontolin gut erklärt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Paläontologinnen und ihren Entdeckungen. Was aber nicht heißt, dass andere Apsekte nicht behandelt werden. Auch auf die Eigenheiten der unterschiedlichen Dinosauriern, den Forschungsschwerpunkten der einzelnen Paläontologinnen (habt ihr gewusst, dass manche Forscherinnen sich nur mit den versteinerten Ausscheidungen der Dinosaurier beschäftigen?), den Unterschied von Dinosauriern und anderen Lebewesen des Erdmittelalters werden ausführlich erklärt. Ich fand alles sehr plastisch und gut erklärt: Vom Zeitstrahl angefangen über die vielen Zeichnungen halfen dabei die vielen Illustrationen, die wahnsinnig gut recherchiert sind. Das bei Ausgrabungen neben der blonden Paläontologin auch PoC gezeichnet werden, fiel mir gleich ebenso positiv auf wie die Tatoos auf den Armen einer anderen Paläontologin. Und beim googlen erkannte ich: da wurde echt genau recherchiert. Bei jeder Forscherin stimmen Statur, Haarlänge und -farbe ganz genau. Wir haben das Buch lange gelesen, auch über das eine und andere weitergedacht. Was mich begeistert hat, ist, dass der Alltag einer Forscherin so gut getroffen wurde. 3 Wochen Ausgrabungen, dann: Musum, Büro, Artikel verfassen, Simulationen erstellen, Fotos vergleichen, sich austauschen. Das wurde so lebendig geschildert und so facettenreich, das spätestens jetzt klar ist: Forscherin ist ein wirklich cooler Job! Wir können das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen und ich kann zumindest für mich sagen, auch ich habe so einiges gelernt durch das Buch!

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genau das hat uns gefehlt