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Rezensionen von HEYN Leserunde Manuela Meierhofer:

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Schulaufsatzmäßig

Ich bleibe hier von Marco Balzano

Schade. So ein interessantes Thema in einem für mich unausgereiften Schreibstil.
Ich muss zugeben, dass ich mir, bevor ich dieses Buch gelesen habe, weder Gedanken um die Stellung Südtirols im 2. Weltkrieg, noch über die Folgen des Bauens eines Staudammes für die Bewohner der Gegend gemacht habe.

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Trügerische Idylle

Vom Land von Dominik Barta

Sowohl Titel als auch Buchumschlag trügen. Ich hatte irgendwie eine Art "modernen Heimatroman" erwartet, und wurde von der sich anders als erwarteten Entwicklung der Handlung völlig überrascht.
In diesem Roman geht es nur vordergründig um die Krankheit der Bäuerin Theresa. Die Geschichte ist viel tiefer und komplexer als man bei diesem schmalen Buch erwartet.

Barta hinterfragt mit kritischem Blick unsere Gesellschaft.
Gut zu lesende, interessante, abwechslungsreiche Geschichte. Leseempfehlung!

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Trügerische Idylle
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Alltagsgrauen

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Als Alexander in eine neue Wohnung umzieht, lernt er die alte, an Alzheimer erkrankte Tatjana kennen. Sie erzählt ihm ihre Lebensgeschichte.

Gekonnt beschreibt Filipenko welche Auswirkungen der stalinistische Terror auf die russische Bevölkerung hat. Durch die klare, schnörkellose Sprache kann man sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren.

Ein Buch, wie ich es gerne mag!

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Alltagsgrauen
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Jeremiade (Klagelied/Jammerrede)

Rate, wer zum Essen bleibt von Philipp Tingler

Als eine Professur frei wird, sieht Franziska ihre letzte Chance auf eine bessere berufliche Zukunft gekommen. Damit ihr das gelingt, lädt sie den Dekan und dessen Frau zum Abendessen ein. Mit seinem Zuspruch, so hofft sie, sollte ihr dieses Vorhaben gelingen. Alles ist exakt geplant. Doch dann klingelt die Studienkollegin ihres Mannes an der Tür und lässt sich nicht abwimmeln.

Und das Abendessen wird zu einem besonderen Erlebnis.

Tingler bemüht sich durch abstruse Beschreibungen, Bilder im Kopf der Leserin entstehen zu lassen. Allerdings sind diese Beschreibungen in elendig lange, verschachtelte Sätze verpackt. Und ich musste beim Lesen höllisch aufpassen, um zu erfassen, was er wohl gemeint haben könnte. Wortwitz ist super. Ich liebe schwarzen, sarkastischen Humor. Wenn er aber so konstruiert und bemüht ist wie in diesem Buch, bin ich froh darüber, dass das Buch ein relativ dünnes ist, und ich es an einem Tag beenden konnte. Auch beeinträchtigt es den Lesefluss, wenn ich auf beinahe jeder Seite Begriffe, die sich mir so gar nicht erschließen wollten, googeln muss. Als Beispiel hierfür sei genannt:
=> nördlich von perfekt
=> Avocadotoast-Styling
=> das Ikigai-Seminar
=> die lymphatische Blondine
Fazit: Ich denke, das ist ein Buch, das ich noch einmal lesen sollte, damit sich mir der Wortwitz in seiner ganzen Fülle offenbart. Vielleicht war ich am Neujahrstag auch einfach damit überfordert. Aber: es gibt so viele wundervolle Bücher. Wozu braucht es da Wiederholungen?

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Kurzweiliges Lesevergnügen

Der Sprung von Simone Lappert

Zu Beginn bzw. im ersten Drittel liest sich das Buch wie eine Ansammlung von Kurzgeschichten. Viele Figuren aus unterschiedlichsten Milieus, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden in kurzen Kapiteln vorgestellt.
Danach werden die losen Fäden der Geschichten langsam in Zusammenhang gebracht.

Obwohl ich eigentlich keine Kurzgeschichten mag, oder vielleicht deshalb, weil es dann eh keine gewesen sind, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Locker dahin zu lesen, dennoch nie seicht.
Jeder/Jede der Figuren scheint einen an der Waffel zu haben. Aber ist das im "richtigen" Leben bei genauer Betrachtung nicht genau so?
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Kurzweiliges Lesevergnügen
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Nichts für Zartbesaitete

Der Sprung von Simone Lappert

In dieser Geschichte geht es um Ogi. Ogi, der einen Autounfall hatte. Ogi, der nun ein Pflegefall ist und von seiner Schwiegermutter versorgt wird. Ogi, der ums Überleben kämpft.

Eine gut geschriebene Geschichte, die niemals an Spannung verliert oder langweilig wird. Sehr gut lesbar. Sie beschreibt leider keine Fiktion, sondern eine Situation, in die wir nur zu leicht selbst kommen könnten.

Bleibt die Frage, ob wir unserer Schwiegermutter für die aufopfernde Pflege dankbar sein würden?

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Kurzweiliges Lesevergnügen
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Schräg

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Wer pseudophilosophische Bücher mag, wird diesen Roman lieben!
Hier reihen sich Geschichten über sexuelle Phantasien, Domina-Szenen, die Suche nach Gott bzw. nach dem Sinn des Lebens und vieles mehr aneinander. Malina entdeckt in ihrer Großmutter Kristyna eine schräge Frau, die ihrer biederen Enkelin zeigt, was das Leben alles zu bieten hat.

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Schräg
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Der Stotterer von Charles Lewinsky

Die Geschichte ist in verschiedenen Zeitebenen angesiedelt. Einerseits erzählt Johannes Hosea Stärckle vom Alltag im Gefängnis. Zwischendurch lesen wir Episoden aus seinem Leben. Weil er ein Buch schreiben möchte, übt er sich darin, Kurzgeschichten zu verfassen, die als sogenannte 'Fingerübungen' zu lesen sind.

Eigentlich ein Buch, das viele Facetten hat. Ein Buch, das leicht und flüssig zu lesen ist, sprachlich sehr gut geschrieben. Ein Buch, das mir etwa bis zur Hälfte sehr gut gefallen hat, dann aber immer langweiliger wurde.

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Wirre Aufzählungen

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Ich brauche ein Buch, das eine Geschichte erzählt. Dies tut diese Buch nur ansatzweise. Immer, wenn es interessant wird, schweift der Autor zu unzähligen uninteressanten Dingen ab und ergänzt sein Gefasel auch noch mit überflüssigen, nichtssagenden Fußnoten.
Dies ist kein Buch für jemanden, der einfach in einer flüssigen Geschichte eintauchen möchte.

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Kein herkömmlicher Krimi

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Halten sie durch! Nach den ersten 150 langweiligen Seiten werden sie mit rund 200 Seiten Spannung belohnt, bevor die Geschichte wieder abflaut.

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