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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Hoffnungs- und fantasievoll

Die Tiere der Nacht von Sarah Ann Juckes

Das wunderschön schimmernde Cover lässt auf den ersten Blick nicht vermuten, dass es sich um ein tiefgreifendes Buch mit ernsten Themen handelt, das auf tröstliche und magische Weise Mut und Hoffnung spendet.

Für die zehnjährige Nora hat sich aller verändert, nachdem bei ihrer alleinerziehenden Mutter eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) diagnostiziert wurde.

Nora musste in kurzer Zeit eigenständig werden, weil sie ihrer Mutter helfen möchte, aber sie ist noch ein Kind und überfordert mit der Situation. Für Nora wird PTBS zunehmend zu einem Tabuthema, welches mit Scham- und Schuldgefühlen verknüpft ist. Die schwierigen Themen dieser Geschichte erfahren Leichtigkeit durch die fantasievollen Geistertiere, die Nora begegnen und die Veränderungen, die sie bewirken. Sarah Ann Juckes schildert dies wunderbar bildhaft und gefühlvoll. Die schwarz-weiß-Illustrationen im Buch haben mir auch sehr gefallen. Je nachdem, um welches Tier es geht, tauchen sie in verschiedene Positionen immer zum Kapitelanfang auf. Hervorheben möchte ich auch die angenehme Kapitellänge und die große Schrift, die das Lesen erleichtert.

Mich hat «Die Tiere der Nacht» sehr berührt, begeistert und mitgerissen. Es ist ein Plädoyer dafür, dass wir uns anderen anvertrauen, wenn wir Hilfe brauchen, einander zuhören und unvoreingenommen bleiben, auch wenn wir nicht gleich alles verstehen. Es geht um Freundschaft, Unterstützung, Anderssein und Mut. Ich glaube, dass Kinder aus diesem Buch viel über Mitgefühl und Akzeptanz lernen können, und wie man schwierigen Situationen bewältigen kann, während der fantasievolle Teil zum Träumen einlädt. Denn Krankheiten oder Probleme stehen hier stellvertretend für Herausforderungen, die Nora glaubhaft durchlebt und Gefühlen der Angst und Wut begegnet, während alles vertrauensvoll seinen Lauf nimmt. Zudem ist es eine spannende Geschichte, die angetrieben wird von den Fragen: Warum sieht Nora die Geistertiere? Was wollen sie ihr zeigen? Und wie kann sie ihrer Mum helfen, wieder gesund zu werden? Ich bin wirklich froh, dass es Kinderbücher gibt, die auch vor solchen Themen nicht zurückschrecken, zum Nachdenken anregen und gleichzeitig spannende Unterhaltung bieten.

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Hoffnungs- und fantasievoll
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Mitreißender Thriller, der süchtig macht

Yoko von Bernhard Aichner

Yoko ist liebenswert und hilfsbereit. Sie kümmert sich um ihren Vater und stellt im Verlauf der Geschichte Glückskekse her. So ein sympathischer Mensch kann doch niemals zur Mörderin werden, oder?

Bernhard Aichner erzählt schonungslos makaber und fesselnd von diesem Wandel, den ihr keiner zugetraut hätte.

Diese extreme Entwicklung wird nachvollziehbar beschrieben und lotet aus, wozu jeder von uns fähig sein könnte. Ihr Motiv: Rache. Meine Erwartungen, die ich nach dem Klappentext hatte, waren nicht zu hoch. Ich habe den Thriller verschlungen. Es gibt keine Längen, die Figuren sind interessant, Hintergründe tiefgründig und alles läuft perfekt ineinander. Ich konnte mit Yoko bis zum Ende mitfiebern und selbst, wenn man Selbstjustiz verurteilt, kann man diese Mörderin mögen.

Sehr empfehlenswert, wenn man pure Spannung sucht.

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Mitreißender Thriller, der süchtig macht
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Spannendes Jugendbuch mit Gruselfaktor ab 12 Jahren

The House Trap von Emma Read

Claude und Deliah haben sich entfremdet, obwohl sie einmal beste Freunde waren. Claude ist nun mit Sam befreundet (den Deliah nicht leiden kann) und zieht weit weg. Wird der Kontakt dann völlig abbrechen? Beinahe schicksalshaft finden die Drei auf der Suche nach Claude’s kleiner Schwester Amity ein Haus mitten im Nirgendwo des berüchtigten Badwell Woods, den die Kinder eigentlich nicht allein betreten sollen.

Dort finden sie zwar Amity, aber das gruselige Haus nimmt sie gefangen. Nur durch das Lösen der Rätsel können sie die Stockwerke bewältigen und entkommen.

«The House Trap - Diesem Spiel entkommst du nicht» ist ein wendungsreicher Jugendroman, der allen gefallen wird, die es spannend, rätselhaft und gruselig mögen. Zudem geht es auch um den Zusammenhalt in der Gruppe, Vertrauen zueinander und Einfallsreichtum, um diesem Spiel zu entkommen. Deliah geht Probleme wissenschaftlich an. Mathematik ist ihre große Stärke. Die unheimlichen Ereignisse stellen ganz besonders sie vor große Herausforderungen, weil sie sich die Geschehnisse nicht logisch erklären kann. Die Rätsel fand ich gut, aber es waren nicht so viele, wie ich erwartet habe. Der Roman lebt von den Dialogen, der Atmosphäre sowie den Entbehrungen und Ängsten der Gefangenen. Außerdem möchte man wissen, wer oder was dahinter steckt Die Auflösung und Mystik konnte mich teilweise nicht überzeugen, aber das Ende war richtig dramatisch und hat mir gefallen. Insgesamt eine Empfehlung wert.

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Spannendes Jugendbuch mit Gruselfaktor ab 12 Jahren
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Das weibliche Schamgefühl unterm Bullshit-Radar

Sorry not sorry von Anika Landsteiner

Ich habe das Sachbuch «Sorry not sorry» als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin, und das hat den persönlichen Eindruck noch verstärkt. Als würde Anika Landsteiner strukturiert in einem Podcast ergründen, worin ihre Scham wurzelt und sich verinnerlichter Diskriminierung und alten Glaubenssätzen widmen.

Dabei ist es übersichtlich in Themen aufgeteilt, die man auch durcheinander hören kann.

Die Scham zieht sich vielschichtig durch alle Lebensbereiche von Frauen: die negative Bewertung des Alterungsprozesses, Geschlechterungerechtigkeit, Frauenfeindlichkeit, Geld und seine Wertigkeit, der Beziehungsstatus, die Ehe, die Periode, ungewollte Schwangerschaft usw. Umso wichtiger finde ich dieses Hörbuch und die Botschaft, die daraus hervorgeht. Besonders, weil Landsteiner ihre Plattform nutzt, um ihre Erfahrungen mit Endometriose zu teilen und aufklärt. Allerdings blieb eine wirklich intensive Auseinandersetzung mit dem Scham für mich aus. Es wir zunehmend subjektiver, oberflächlicher, verallgemeinernder und feministischer. Trotzdem, Anika Landsteiner bricht mutig Tabus und macht einen wachrüttelnden Realitätscheck, bei dem sich garantiert jede Hörerin wiedererkennt oder Diskussionbedarf verspürt. Zum Nachdenken und neu ausrichten - einfach mal reinhören.

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Das weibliche Schamgefühl unterm Bullshit-Radar
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Spürbar erdrückend

Glück von Jackie Thomae

Marie-Claire verzaubert mit ihrer Stimme im Radio und ihr Kinderwunsch ist unermesslich groß. So sehr, dass sich ihr Leben wie eine einzige Lehrstelle anfühlt. Als sie eines morgens aufwacht, fühlt sich sich dennoch wohl in ihrer Haut - wie eine Fruchtbarkeitsgöttin, die allen Männern, die mit ihr zusammen waren, mit der späteren Partnerin eine Vaterschaft bescherte.

Die Senatorin Anahita, die sich akribisch auf Interviews vorbereitet und sich sich als kinderloser Single vor der Frage über die Familie fürchtet. Es sagt niemand etwas dazu, aber die Gedanken lassen Anahita nicht zur Ruhe kommen.

Der Druck, der auf diesen Frauen lastet, ist beim Lesen spürbar erdrückend. Sie hinterfragen sich in Dauerschleife, während das zermürbende Gedankenkarussel um Kinderwunsch, fehlender Familie, dem Älter werden, Perfektion oder dem Hadern mit den eigenen Entscheidungen und dem Selbstwert niemals stillzustehen scheint. Bei Marie-Claire gab es Momente, da musste ich schmunzeln, aber insgesamt blieben mir die Figuren fremd. Es fand schier keine Entwicklung statt. Viele Ansätze haben durchaus ihre Berechtigung und waren interessant, während der Schreibstil hochwertig durch das Buch führt, aber ich wurde nicht mitgerissen und empfand den Roman ermüdend langatmig.

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Der Pirat und die Bienenzüchterin

In den Farben des Dunkels von Chris Whitaker

«In den Farben des Dunkels» erzählt die Geschichte von Patch und Saint, deren Leben auf unterschiedliche Weise von dem schicksalshaften Entführungsfall 1975 für drei Jahrzehnte bestimmt wurde.

Die Figuren sind besonders: der zu Beginn 13-jährigen Piratenjunge Patch mit seiner Augenklappe und seine beste Freundin Saint, die bei ihrer Großmutter wohnt und Bienen züchtet.

Patch rettet heldenhaft seine heimliche Liebe vor einem grauenvollen Schicksal und wird von dem Mann entführt, der nicht bekommen hat, was er wollte. Saint gibt nicht auf, geht jeder Spur nach, um ihren Piratenjungen zu finden und rettet ihn, aber er kommt verändert wieder und entfernt sich aus ihrem Leben. Patch ist für die nächsten Jahre auf der Suche nach den vermissten Mädchen, während Saint den Serientäter jagt. Daneben spielt sich das Leben ab, sie werden erwachsen und es gibt immer wieder Überschneidungen und überraschende Wendungen. Für Saint ist Patch ihre große Liebe, aber eine romantische Geschichte ist das nicht. Chris Whitaker schreibt mitreißend, aufwühlend und schmucklos. Er verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten und unterhält auf eine kluge Weise, die genügend Interpretationsraum lässt. Die Charaktere bleiben dabei immer ein wenig distanziert. Für mich sind der Anfang und das Ende am stärksten. Zum Schluss blickt man nochmal anders auf die Geschichte zurück. Die Verbrechen sind eine interessante Prämisse, die Spannung aufbaut und zeigt, wie einschneidend das Unausweichliche sein kann. Ein überraschend vielschichtiger Roman, der intensiv mitfühlen lässt und mir in Erinnerung bleiben wird.

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Ein Neuanfang in verrückten Zeiten

Mitternachtsschwimmer von Roisin Maguire

Ballybrady heißt das malerische Dorf, indem sich der Fotograf Evan neu sortieren will. Eine Ehekrise, Selbsthass und die Trauer, um seine verstorbene Tochter, haben ihn aus der Bahn geworfen und an die irische Küste gespült. Aus einer kleinen Auszeit wird durch den Lockdown eine Bewährungsprobe, die neue Erfahrungen und Verbindungen bereithält, die nur eins bedeuten können: Veränderung.

Grace ist die spannendste Figur. Sie ist eigen und schroff. Es gibt so einiges, was sie aufregt. Sogar ihr hässlicher Hund kann es ihr nicht recht machen. Die vielen Touristen schon gar nicht. Als Vermieterin von Evans begegnet sie ihm mit ablehnender Skepsis, und zieht es vor, in Ruhe zu beobachten.
Erzählt wird der Roman aus diesen zwei Perspektiven. Als der achtjährige, taube Luca seinen Vater besucht, kommt mehr hoffnungsvoller Schwung in die Handlung, die auch von Liebe und Freundschaft erzählt. Der atmosphärische Schreibstil ist ruhig und schlicht. Jedoch wird es im Verlauf auch mal richtig spannend. Es waren aber besonders die Charaktere und ihre Entwicklung, die mich unterhalten konnten. Ingesamt war es eine berührende Geschichte über schicksalshafte Begegnungen, in der es auch darum geht, den Mut zu haben, man selbst zu sein.

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Für alle, die unwissend einsteigen wollen

VIEWS von Marc-Uwe Kling

Die 16-jährige Lena Palmer wird vermisst und ein schockierendes Video mit ihr geht viral. BKA-Hauptkommissarin Yadira Saad ermittelt in dem Fall und durch ihre Sichtweise erleben wir «Views». „Der Fall ist explosiv“ und Yadira und ihr Team wollen Lena möglichst schnell finden. Ich möchte gar nicht viel von der Handlung oder den Themen verraten, genauso wie das Cover und die kurze Anmerkung, statt eines Klappentextes, dazu einlädt, unwissend einzusteigen.

Nur so viel… Der erste Thriller von Marc-Uwe Kling hat natürlich den gewohnten Anstrich: gesellschaftskritisch-bissiger Humor und politisch brisant. Wer das mag, aber sonst keine Thriller liest, sollte trotzdem einen Versuch wagen, denn es ist eher ein „brisanter und hochspannender Gegenwartsroman“. Die vorkommenden Themen sind hochaktuell, weshalb es erschreckend realistisch wirkt und einen unangenehmen Ausblick gewährt. Das erzeugt eine bedrückende und ernste Stimmung, die anhält. Dazu der gewohnt mitreißende Schreibstil, gespickt mit treffsicheren Worten. „Ist nicht jeder nur ein Haufen mit Panzertape umwickelter Widersprüche?“ Insgesamt war es mir ein bisschen zu konstruiert. Das abrupte Ende ließ mich hängen, auch wenn es als Stilmittel seine Berechtigung hat. Nicht perfekt, aber die Gesellschaftskritik bietet explosiven Gesprächsstoff, an dem gerade keiner vorbeikommt. 3,5 Sterne

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Ungewöhnlicher und geheimnisvoller Genre-Mix

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland von Sarah Brooks

Sarah Brooks hat einen geheimnisvollen und atmosphärischen Roman in sieben Teilen vorgelegt, der sich nicht auf ein Genre festlegen lässt, aber mit fortschreitender Handlung immer fantasievoller wird. Erzählt wird von einer Zugreise von Peking nach Moskau durch das mystische Ödland. Unter den geheimnisvollen Fahrgästen ist eine Frau unter falschem Namen, die vorgibt eine trauernde Witwe zu sein, während Crewmitglied und Zugkind Weiwei die blinde Passagierin Elena entdeckt.

Im Zug lauern unruhige Träume, die Krähen und die Angst vor dem Ödlandweh, während der Zug durch die unerforschte Landschaft fährt, vor der es sich zu fürchten gilt.

Ein ungewöhnliches Buch, welches Interpretationsspielraum lässt, mit der mysteriösen und spannenden Handlung zu packen weiß und allmählich die Motive der Charaktere offenlegt. Es ist eine sehr lebhafte Geschichte mit Kraft und Komplexität, die immer faszinierender wird, während das Setting die unheimliche Stimmung bietet. Lediglich mit einigen Längen und fehlenden Erklärungen kann ich mich nicht ganz anfreunden.

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Ungewöhnlicher und geheimnisvoller Genre-Mix
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Glamourwelt Hollywood

Eve von Amor Towles

Miss Evelyn Ross ist eine geschickte, kluge und geheimnisvolle Frau mit einer auffälligen Narbe im Gesicht, die mit dem Zug von New York nach Los Angeles reist. Auf der Reise trifft sie einen pensionierten Polizisten und in Hollywood viele unterschiedliche Persönlichkeiten, wie einen angehenden Stuntman und auch Olivia de Havilland, die eine Rolle in „Vom Winde verseht“ bekommen soll.

Es ist ein Roman über das glamouröse Hollywood der 30er Jahre, der dokumentarisch einen Blick hinter die Kulissen der Filmindustrie wirft und eine Frau, die für Aufsehen sorgt. Es kommen viele Figuren vor, die auch ihren Raum erhalten, während sich die Zusammenhänge nach und nach offenbaren. Der Schreibstil von Amor Towles hat mir sehr gefallen, weil man sich gut in die Zeit versetzten kann, und er schafft es hervorragend, die Figuren einzubinden. Raffiniert zieht Towles die Strippen und man weiß nie, was davon wirklich historisch wahr sein könnte. Der zweite Teil nimmt dabei an Spannung zu und führt zu einem wendungsreichen Ende.
Leider bliebt Eve als Hauptfigur sehr blass, da der Erzählstil aus mehreren unzusammenhängenden Episoden besteht und nicht etwas aus der Sicht von Eve erzählt wird. Man erfährt kaum etwas über ihre Motive, was interessant gewesen wäre, denn ihre Entscheidungen sind oft unkonventionell und mutig. Es ist insgesamt eine kurzweilige Lektüre mit einem einnehmenden Setting mit Hollywood Nostalgie.

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Glamourwelt Hollywood