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Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Noch besser als der erste Band

Unterholz-Ninjas, Band 2 - Die Hüter des Himmelssteins von Michael Mantel

Die drei Unterholz-Ninjas Ella, Bubo und Piks sind wieder da. Diesmal ist der kostbare Himmelsstein in Gefahr, auf den die Tiere schon seit langer Zeit aufpassen. Den drei Freunden wird die ehrenvolle Aufgabe übertragen, den Stein zu hüten.
Es ist eine spannende, wendungsreiche Geschichte mit viel Humor und kindgerechter Handlung.

Erneut müssen die Tiere zusammenhalten und die Freunde ihren Wald vor den Menschen beschützen. Dabei birgt die Handlung lehrreiches und vor allem Spaß. Diesmal ist die fantastische Mischung noch besser gelungen und die Fortsetzung ist von vorne bis hinten packend und lustig. Durch den lebendigen Schreibstil kann man richtig eintauchen und mitfiebern. Besonders mit dem verliebte Bubo, der sich mit Lara anfreundet, die einfach perfekt zu sein scheint.
Eine sehr unterhaltsame Fortsetzung, die man auch völlig unabhängig vom ersten Teil lesen kann, und die sogar noch besser ist als der erste Band der Unterholz-Ninja-Reihe.

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Noch besser als der erste Band
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Suche die Wunder

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer

Die magische Bibliothek der Buks befindet sich an einem geheimen Ort und enthält die letzten verbleibenden Bücher, die von den Buks beschützt werden, weil die Menschen sie zerstört haben. Die Kinder dieser futuristischen Welt kennen weder Geschichten, noch wissen sie, was Bücher sind, denn Regeln zu befolgen ist besser als Träume zu verfolgen, finden einige Erwachsene.

Doch die verbleibenden Bücher sind von einer Krankheit befallen, die auch die Buks befällt. Werden auch die letzten ihrer Art bald verschwunden sein? Das verrückte Orakel sagt voraus, dass fünf Kinder kommen und sie retten werden. Damit beginnt das Abenteuer.

Erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln, lernt man die vielen verschiedenen Buks und die Kinder kennen. Wer die sympathisch, witzigen Buks einmal kennengelernt hat, wird sie nicht so schnell vergessen. Es gibt allerlei Geheimnisse (manche vorhersehbarer als andere) und Herausforderungen, die überwunden werden müssen. Insgesamt ist der Auftakt packend erzählt. Es hat sich jedoch auch wie ein langer Anlauf (immerhin 360 Seiten) zum Absprung in die Fortsetzung angefühlt, denn das Buch endet mit einem großen Cliffhanger, der an spannenden Erwartungen kaum zu übertreffen ist. Dass Nina George die Handlung und ihre Charaktere so sorgfältig und glaubwürdig ausbaut, finde ich im Nachhinein aber gut, und könnte mir vorstellen, dass sich diese Vorgehensweise auszahlt. Es ist nämlich eine begeistert Hommage an das Lesen von Büchern, die sich durch die Buks, viele Beschreibungen, Anspielungen und Nennungen großartiger Bücher und deren Autoren und Autorinnen zeigt. Das Kapitel, indem die Kinder zum ersten Mal Bücher lesen und sofort fasziniert sind, war mein absolutes Highlight. Die Liebe zu Büchern und der menschlichen Vorstellungskraft wird leidenschaftlich und packend geschildert. Jeder der ähnlich empfindet, wird sich in diesen Worten wiederfinden. Es ist eine schöne Liebeserklärung an Bücher, ihre große Gestaltungskraft und die vielen Helden und Heldinnen, die unvergessen bleiben. Allein deshalb, würde ich das Buch empfehlen, und weil ich glaube, dass uns in der Fortsetzung, die im Frühjahr 2025 im Buchhandel erhältlich sein wird, noch Großartiges erwarten wird.

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Suche die Wunder
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Spannende Unterhaltung

Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann

«Hast du Zeit?» ist nicht nur der Titel dieses Thrillers, sondern die gesprochene Visitenkarte des Mörders, die einem Gänsehaut beschert. Eine Frau stirbt und vier Jahre später wird eine verängstigte Krankenschwester von einem Unbekannten gestalkt. Durch ein eigennütziges Versprechen gerät der 62-jährige Polizeiobermeister Lars Erik Grotheer mit diesem Fall in Kontakt.

Als pensionierter Beamter des Bundestagspolizei verfügt er über keinerlei Ermittlungskompetenzen, die dienlich wären, aber schließlich ermittelt er privat einem Mord, für den er sich verantwortlich fühlt. Doch der Serientäter ist fleißig und er hat eine Mission: Die Schornsteinfegerin Felicitas verschwindet und ihre Lebensgefährtin Lilly ist wild entschlossen, sie zu retten. Andreas Winkelmann gibt vielseitige Einblicke in das Erleben der Opfer, ihrer Angehörigen, des Täters und des hineingeratenen Polizeiobermeisters. Gekonnt laufen alle Fäden zusammen und kreisen um ein kostbares Gut, das noch etwas mehr Tiefe reinbringt. Ich würde der Story ankreiden, dass sie, zugunsten der Originalität und Spannung, nicht sehr realistisch und mitunter ganz schön grausam ist, was ich aber verzeihen kann, weil das Motiv des Täters zur Unterhaltung beiträgt. Spannender Lesestoff für Thrillerfans, die originelle Ideen schätzen!

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Spannende Unterhaltung
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Hörbuch-Empfehlung

Wenn du schon hundert wirst, kannst du genauso gut auch glücklich sein von Rhee Kun Hoo

«Wenn du schon hundert wirst, kannst du genauso gut auch glücklich sein» ist eine Sammlung von ratgebenden Essays, geschrieben von dem koreanischen Psychiater und Pionier Rhee Kun Hoo. Der über Neunzigjährige blickt auf seine Leben zurück, sieht sich als Vertreter der älteren Genration und möchte seine Ansichten über das Leben und Wertvorstellungen an junge Menschen weitergeben.

„Junge Leute sind voller Leidenschaft und Mut, doch ihnen fehlen die auf Erfahrungen gründenden Einsichten, und ältere Menschen besitzen zwar viel Erfahrung und Lebensklugheit, haben aber nicht mehr so viele Möglichkeiten, sie zu nutzen.“ Ich mochte Rhee Kuh Hoos angenehmen Plauderton und seine verständlichen und trotzdem tiefgründigen Ausführungen. Seine Werte haben Vorbildcharakter, auch für Ältere, seine Art ist wohltuend unaufdringlich, authentisch, aufrichtig, reflektierend. Sprecher Bodo Primus passt mit seiner Stimme hervorragend in dieses Profil und ich könnte ihm stundenlang zuhören. Die kurzen Kapitel zu verschiedenen Themen sind ideal, wen man eine kleine Hörpause einlegen möchte. Sehr zu empfehlen, für alle, die auch «Was ein gutes Leben ausmacht» von Dr. Gladys McGarey mochten.

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Hörbuch-Empfehlung
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Moderner Überblick für Einsteiger

Zimmerpflanzenliebe von Antonia Hartwich

«Zimmerpflanzenliebe» gibt einen Überblick für Einsteiger, die sich einen heimischen Dschungel zulegen wollen. Autorin Antonia Hartwich zeigt, wie viel Zeit und Hingabe diese Leidenschaft benötigt, wenn es um Dünger, Rankhilfen, Luftfeuchtigkeit oder die richtigen Substrate geht und richtet sich an eine junge Zielgruppe, die auf ihrem Instagram-Account noch mehr Inspiration findet.

Hartwich versucht, Verständnis für die Bedürfnisse und Pflege zu vermitteln, denn ein grüner Daumen kommt mit der Erfahrung, die man sammelt. Statt spezifischer Anleitungen, gibt es viele Anhaltspunkte für die weitere Recherche. Die Grundlagen und Pflanzensteckbriefe sind auf das Wichtigste reduziert, denn abgesehen von „Tonis Erdmix“ oder „Oma Apotheke“, gibt es wenig konkrete Tipps. Den größten Teil nehmen seitenfüllende Fotografien und die Pflanzenvorstellungen ein. Vor allem Blattpflanzen, aber auch Kakteen und Sukkulenten, Fleischfressende Pflanzen, unbekannte Exoten und Blütenpflanzen. Wer etwas mehr Erfahrung hat, wird wenig neue Informationen erhalten. Mir fehlte es insgesamt an Mehrwert, auch wenn es Freude macht, das Buch durchzublättern. Hier geht es vor allem darum, überhaupt für Zimmerpflanzen zu begeistern. Abgesehen vom schicken Aussehen, wird aber kaum auf die vielen Vorteile der grünen Mitbewohner eingegangen. Dafür findet man ein bisschen Inspiration, tolle Aufnahmen und viel Pflanzenliebe. Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt, aber als erster Einstieg für Anfänger ist es ansprechend und übersichtlich.

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Moderner Überblick für Einsteiger
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Spannender Auftakt

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente von Ali Standish

«Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente» geschrieben von Ali Standish erzählt, in einundfünfzig kurzen Kapiteln, die Geschichte von Arthur, der einige Parallelen zu dem echten Arthur Conan Doyle aufweist, und seinem ersten Schuljahr im Internat Baskerville Hall.

Erzählt wird in der dritten Person aus Arthurs Perspektive.

Er ist der clevere Held dieses Buches und die große Hoffnung der Familie Doyle, denn Arthur besitzt eine sehr gute Beobachtungsgabe und hat „immer von einem Leben voller Abenteuer geträumt.“ Die Handlung spielt 1868 in England, einer Zeit, in der es so einige Erfindungen noch nicht gab, was den Erfindergeist an der Schule noch glaubwürdiger macht. Die fünf Charakter, die man alle auf dem Cover sieht, haben eine harmonische Dynamik, obwohl sie ganz unterschiedlich sind. Besonders bei Jimmie bin ich gespannt, wie er sich im Laufe der nächsten Bücher entwickeln wird.

Es fühlte sich beim Lesen wie eine liebevolle Hommage an die Charaktere rund um Arthur Conan Doyle Geschichten und Harry Potter an, mit allem, was ein Buch mitreißend macht. Besonders gefallen hat mir die geheimnisvolle Atmosphäre der Schule und die Rätsel um den Geheimklub, Arthurs Einfallsreichtum und die starke Sogkraft, weshalb ich immer weiter lesen wollte (und weil die Kapitel oft mit einem Cliffhanger enden). Es gibt viele liebenswerte Anspielungen, mit denen dann auch die Erwachsenen ihre Freude habe könnten. Das Ende ist zwar offen, aber kommt ganz ohne fiesen Cliffhanger aus. Deshalb konnte der Auftakt mich restlos begeistert, und ich freue mich auf die Fortsetzung im kommenden Jahr.
Das Buch könnte allen gefallen, die Abenteuer, einen Ort voller Geheimnisse, Freunde, die zusammen auch dick und dünn gehen und Fantasy- als auch Science-Fiction-Elemente mögen. Große Leseempfehlung!

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Spannender Auftakt
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Wissen teilen und Traditionen bewahren

Indigene Menschen aus Nordamerika erzählen von Eldon Yellowhorn; Kathy Lowinger

Das Sachbuch lädt sehr zum Stöbern ein. Die große Schrift ist sehr lesefreundlich und die farblichen Markierungen aus dem Inhaltsverzeichnis sorgen dafür, dass man immer den Überblick behält. Dazu gibt es eindrucksvolle Fotografien von der Landschaft, der Natur, den Menschen und Bräuchen. Sehr anschaulich, kompakt und aus erste Hand wird das Wissen und die Kulturgeschichte der indigenen Völker Nordamerikas gezeigt und verständlich erklärt.

Diese sehr authentischen Einblicke zeigen die erhaltenen Traditionen, von denen allen profitieren können. Sie schöpfen aus ihrer Vergangenheit und handeln verantwortungsvoll, für eine gerechtere Zukunft. Die Abwechslung im Buch ist dabei groß: interessante Menschen werden vorgestellt und Geschichten erzählt. Dabei fließen auch wissenschaftliche Grundsätze mit ein. „Nimm nur das, was gebraucht wird, und verschwende nichts.“ Eine Weisheit, die sich durch das Buch zieht. Unter anderem fand ich die Yellowstone-Bisons beindruckend und was die Wildtierschützerinnen und -schützer erreicht haben.

Ein eindrucksvoll gestaltetes Sachbuch für alle Altersgruppen, das viele faszinierende Einblicke bietet, nützliches Lektionen lehrt und bereichernde Blickwinkel aufzeigt. Man spürt die große Wertschätzung und Verbundenheit für die Natur- und Tierwelt. Hier wird kostbares Wissen bewahrt und direkt an die nächste Generation weitergegeben. Ein echter Buchgeschenk für ganze Nationen und die Erde.

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Nicht vorhersehbar

Wenn sie lügt von Linus Geschke

«Wenn sie lügt» von Linus Geschke erzählt von einem brutalen Mord und an einem Liebespaar, und den hinreichenden Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.

Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person, aus der Sichtweise von Goran, der aufgrund einer Bitte in seine Heimat Waldesroda zurückkehrt, seiner heimlichen Jugendliebe Norah, die verstörende Drohbriefe erhält und dem anonymen Briefschreiber „Er“.

Dazwischen gibt es Rückblenden, die fast zwanzig Jahre in die Vergangenheit reichen, als die siebzehnjährige Norah mit dem vier Jahre älteren David zusammen war, der zwei Menschen auf einem Parkplatz ermordete. David ist bei der Flucht ums Leben gekommen, aber die Briefe, die Norah erhält, deuten an, dass er noch leben könnte und sie terrorisiert. Goran will Norah helfen und ist gleichzeitig mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Doch wie soll Goran sie beschützen, wenn Norah Geheimnisse für sich behält?

Angenehm flüssig geschrieben, habe ich den Thriller innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Gorans und Norahs eigenmächtige Ermittlungen machen es möglich, selber zu rätseln, wer sich hinter den Briefen verbergen könnte, zumal es nicht bei Drohungen bleibt. Die Clique und die Freundschaften, besonders die zwischen Goran und Rolaf, mochte ich besonders. Die Auflösung hat mich dann wirklich erschüttert, besonders in Anbetracht der Briefinhalte. Hier fehlten mir mehr Einblicke in die Beweggründe von „Er“, um sein Handeln glaubwürdiger zu machen. Insgesamt war es aber ein durchgehend spannendes Lesevergnügen mit Showdown, und einem berührendem Ende.

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Mitreißender Fast-Food-Thriller

Der Totenarzt von Chris Carter


Ich bin mit diesem Band frisch in die Reihe eingestiegen und sehr angetan von dem Profiler-Duo Hunter und Garcia, die versuchen, einen Serienkiller in Los Angeles zu fassen, der bisher unentdeckt blieb, weil er durch eine Inszenierung die wahre Todesursache überdeckte. Persönliches der Detectives spielt (in diesem Band) keine Rolle.

Der Fokus liegt auf den Ermittlungsergebnissen und es ist faszinierend, wie Hunter und Garcia dem Täter auf die Schliche kommen, der sich ein Opfer nach dem anderen sucht, welches er brutal und grausam foltert. Es hat mir gefallen, dass aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Das sorgt für Spannung, die stets vorhanden ist, wenn auch nicht nervenaufreibend. Dabei geht es auch mal in die Tiefe, um das Motiv zu verstehen, und es fließen gewichtige Themen ein. Chris Carter hat einen flüssigen Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt. Die clevere Studentin Kay Sixtree ist mir besonders positiv in Erinnerung geblieben. Das Hörbuch wurde großartig gelesen von Uve Teschner, der es schafft, jeder Figur eine eigene Stimme zu verleihen. Das hat diesen Thriller für mich zu einem Hörerlebnis gemacht, dem es nicht an Humor und einem packendem Finale gefehlt hat.

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Meister der Verwandlung

Krähentage von Benjamin Cors

Der erste Tag der „Krähentage“ beginnt in „zwölf Stockwerken gestapelter Trostlosigkeit.“ Der 42-jährige Jakob Krogh, der nach einer Auszeit wieder einsteigt, und die 37-jährige Polizeikommissarin Mila Weiss, die gerade aus Wien versetzt wurde, werden gemeinsam die neu gegründete Gruppe 4, bestehend aus sechs Mitarbeitern einer Sondereinheit für komplexe Serienstraftaten, leiten.

Der Mordfall ist ungewöhnlich: Eine alte Frau, die tot auf ihrem Sofa liegt, verstümmelt von einer Krähe, die eine Botschaft am Fuss hat, während der Täter sich für kurze Zeit als sein Opfer ausgab, weshalb mehrere Zeugen die alte Frau nach ihrem Tod gesehen haben. Das Imitieren der Stimmen ist dabei seine wohl größte Kunst. Und es bleibt nicht bei einem Mord - der Wahnsinn geht weiter. Angesichts der Tatorte fehlen nicht nur den Ermittlern die Worte. Auch die Sicht des Täters hat es in sich und wird dem Genre „Psychothriller“ gerecht. Elias, der in einem Callcenter arbeitet und zuständig für die Akquise von Neukunden ist, wirkt erst harmlos, beinahe unsichtbar und damit nähern wir uns bereits den psychologischen Hintergründen. Die erste Hälfte des Buches ist somit in groben Zügen zusammengefasst. Die Gruppe 4 steckt fest, denn sie finden keine Verbindungen zwischen den Opfern. Im zweiten Teil, vier Wochen später, gibt es mehr „Krähenleichen“, das Tempo steigt stetig, die Kapitel werden kürzer und das Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Bis zur letzten Seite ist es so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Zum Schluss gab es eine Wendung, die niemand hätte erahnen können und mit diesem Cliffhanger hätte ich auch nicht gerechtet. Den schlechten Ruf der Kolkraben bzw. Krähen anzufeuern, hat mir allerdings nicht gefallen, da keine Gelegenheit ausgelassen wurde, diese abzuwerten, ohne einen Ausgleich zu schaffen. Dabei hätte es Möglichkeiten gegeben, zu informieren, auch „Crowbuster“ als Tötungsgrund mit einzubeziehen und auf die herausragende Intelligenz und Schutzbedürftigkeit der Tiere hinzuweisen.

Fazit: Spannende Unterhaltung und ein echtes Vergnügen, wenn Benjamin Cars träumerische Metaphern, beinah poetischen Beschreibungen und psychologischen Abgründen sammelt, die auch vor den Ermittlern nicht halt machen. «Krähentage» lässt einen nicht so schnell los. Beste Serienkiller-Unterhaltung.

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