Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Laszlo Zoltan:
Egotrip zum Glück?
Die Passantin von Nina George
Ein Roman über eine rigorose Flucht aus dem bisherigen Leben einer Ehefrau, Mutter und zugleich sehr berühmten Schauspielerin. Sie akzeptiert dabei ihren angeblichen Tod, über den in den Medien berichtet wird. Dieser feministisch aufgeladene Egotrip endet in einem überraschenden und verstörenden Finale.
Im Gesamten wird diese fiktionale Geschichte dem Leben leider zu wenig gerecht.
Fader Bildungsroman
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Dieser Coming of Age Roman ist über weite Strecken wie das Leben der Protagonistin. Trostlos, traurig und langweilig. Man muss schon ein Faible für diese Thematik haben, um in diese Geschichte wohlig einzutauchen.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanLieber verrückt, als einer von euch
Botanik des Wahnsinns von Leon Engler
Kann man aus enormer Angst verrückt zu werden, verrückt werden?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der Held des Romans auf vorzügliche Art und Weise. Mit viel Witz und Ironie gelingt es Leon Engler als Meister des „Folgesatzes“ den Leser zu unterhalten.
„…Das tut sie, damit sie ihr nicht in die Suppe hängen.
Dabei isst sie nie Suppe, sondern immer nur Döner.“
Streckenweise lässt aber allzu spezielles Fachwissen der Psychologie den Lesefluss ins Stocken geraten.
Leichte Lesekost, sehr schwer verdaulich
Wie Risse in der Erde von Clare Leslie Hall
Die Autorin schuf hier eine Liebesgeschichte, wie sie sich auch der „kleine Maxl“ als Roman vorstellt. Klischees werden ohne Halt in die Geschichte gestopft, so dass sie banal und ohne kreative Ideen den Leser langweilen kann. Die Protagonistin verliebt sich, trennt sich wegen Vermutungen, gebiert „auf allen vieren in der Küche“ ein Kind „mit diesem gewaltigen Druck der sich anfühlt, als würden ihr die Eingeweide mit Eisenzangen zerquetscht“.
In weiterer Folge ergeben sich schwerwiegende Probleme, die aber rasch durch einen schmerzvollen Brüller oder mit fadenscheinigen Erklärungen gelöst werden. Überdurchschnittlich leichte Lesekost, die allerdings schwer verdaulich ist.
Warum sind wir so, wie wir sind?
Wild wuchern von Katharina Köller
D
iese gehaltvolle und stellenweise amüsante Geschichte zweier konträrer Cousinen entfaltet sich in eine überraschend psychologische Tiefe. Wie groß ist die Macht der Worte, um im Leben in die dementsprechende Richtung abzubiegen? Möchte man wild wuchern oder lieber stets getrimmt und gemäht sein Glück finden? Vortrefflich erzählt!
Buch des Jahres
Für Polina von Takis Würger
Was macht man, wenn man bereits in der ersten Jännerwoche das Buch des Jahres liest? Man klatscht wie Hannes, der Protagonist des Romans, „hart und so laut man kann in die Hände“, und – man darbt das restliche Jahr.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanSie spielt nicht Golf und hat noch ...
Honey von Victor Lodato
Viktor Lodato beschreibt vorzüglich die Lebensgeschichte einer 82jährigen Lady, die unabhängig, kunstkundig, gepflegt und apart ist. Sie lebt tatsächlich und erlebt so manche skurrile Situationen, ohne dass sie lediglich aufs Ende warten würde. Mir stellte sich die Frage, wehr wohl bei der Gestaltung ihres Lebensbildes den mächtigeren Pinselstrich führte, die Umwelt oder die Veranlagung? Ein fesselnder Roman über ein bizarres Leben im Alter.
Wann ist man frei?
Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony
Ein packender Roman, der über Irland im 19. Jahrhundert erzählt und auf historischen Tatsachen basiert. Leider schweift die Autorin am Anfang ins Genre der mystischen Erzählung ab und am Ende streift sie unglücklich an einem südenglischen Liebesroman. Trotzdem ist die Geschichte lesenswert.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanMalnata - die schlecht Geborene ?
Malnata von Beatrice Salvioni
Diese Geschichte über die Beziehung zweier Mädchen, die aus vollkommen unterschiedlichen Familien stammen, beeindruckt sehr. Sie zeigt, welche Kräfte bei echten Freundschaften frei werden können. Sprachlich und stilistisch ein wahrer Lesegenuss!
Pseudophilosophische Geschichte
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Nachdem ich endlich die letzte Seite dieser Geschichte erreicht hatte, erfüllte mich ein Gefühl der Erleichterung und es umgaben mich viele Fragezeichen. Was hatte ich gelesen? Einen Roman, eine Sciencefiction-Geschichte oder gar eine philosophische Abhandlung? Dafür ist sie zu wenig sublim geschrieben.
Aus der Feder des Autors quollen Klischees, die die Geschichte langatmig und teilweise kausal unverständlich machten.











