Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Laszlo Zoltan:
Warten auf Spannung
André Mumot wäre sicherlich ein ausgezeichneter Zuckerbäcker, denn da gilt es, den Strudelteig möglichst lange und dünn auszuziehen. In diesem Fall wurde der Inhalt dieses Romans so sehr in die Länge gezogen und durch einen enorm untalentierten Erzählstil verfeinert, sodass der Strudel bzw. die Geschichte fad wurde.
Ein Telefonbuch hat zwar mehr Akteure, ist aber ebenso spannend.
Teile ergeben ein Ganzes
Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa
Wie wird man der, der man ist? Geschickt verwebt José Eduardo Agualusa in dieser wahren Geschichte die Lebenswege unterschiedlicher Personen, um dann zu wissen, warum es so ist, wie es ist.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanMann-o-Mann, ein Krimi!
Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa
Ein Krimi oder ein Thriller, der allmählich Tempo aufnimmt und neugierig macht. Allerdings hat sich die Übersetzung aus dem Amerikanischen sehr an deutschen Soap-Serien orientiert. "... er hatte vermutlich nie einen Menschen geliebt, aber dieses Boot, Mann, das hatte er geliebt." Ein leichtes Buch für den Strand.
Aber Vorsicht! Nicht in die pralle Sonne legen, denn sonst tritt der Schmalz der Geschichte ohne Lesen zu Tage.
Gähnen statt lesen
Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa
Manch historischer Blickwinkel in diesem Roman mag vielleicht interessant sein, aber aufgrund des realitätsfernen Inhalts verliert sogar dieser Aspekt an Gewicht und dadurch bewegt dieses Buch eher zum Gähnen als zum Umblättern.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanÖsterreichische Tragikomödie
Jud von Georg Thiel
Rache ist süß! Besonders an einem Lehrer, der einen vor 20 Jahren im Jahre 1938 politisch vergewaltigt hat. Eine zutiefst österreichische Tragikomödie, die zur Pflicht erhoben wird!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanFehlende Spannung
Jud von Georg Thiel
Ein Kennzeichen der Novelle ist die Kürze. Diese Art der Erzählform hat Matthew Weiner wohl gewählt, denn für einen Roman wäre der Stoff wohl zu dünn gewesen. Auf knapp 130 Seiten schildert er gesellschaftskritisch und ironisch das konfuse Eheleben einer amerikanischen Familie, deren Tochter Heather alles ins Wanken bringt.
So lange, bis es zu einem Mord kommt. Der Leser fühlt sich wie ein Besucher in einem Aquarium vor dem Haifischbecken. Er beobachtet die Fische und den Hai und fragt sich, wann er zuschlägt und wer daran glauben muss. In dieser Geschichte ist es vorhersehbar und ohne Reiz.
Genie wider Willen
Jud von Georg Thiel
Dieses Buch hat alles, was ein guter Roman braucht: einen packenden Inhalt, eine grandiose Erzählkunst und das große Bedauern, wenn man die letzte Seite erreicht. Obwohl diese Geschichte tatsächlich das Leben schrieb, muss man Klaus Cäsar Zehrer größtes Lob für dieses Debütwerk zollen. Nach vortrefflicher Recherche schildert er das gezeichnete Leben des Wunderkindes William James Sidis, auf dem die ungemein großen Erwartungen und der damit verbundene Erziehungsstil des Vaters von Geburt an schwer lasten.
Stirb langsam, aber fast and furious!
Jud von Georg Thiel
Sam Hawley, der mehr Leben als eine Katze zu haben scheint, lebt als alleinerziehender Vater mit seiner Tochter in einem wilden Amerika des 21. Jahrhunderts. Beim Lesen wird man laufend an Westernfilme der 70er-Jahre oder Actionfilme der 90er-Jahre erinnert. Es fließt mehr Blut als Whisky, die Protagonisten sind alle tolle Schützen, die ihre Probleme mit Waffen lösen und nebenbei auch eine Ausbildung zum Chirurgen oder zumindest Obersanitäter genossen haben.
Stets haben sie Kompressen, Desinfektionsmittel und Verbände dabei. Egal ob im Auto oder im Motel. Wenn es aber dann doch einmal so weit ist, dass man wie Bruce Willis langsam stirbt, da man zum zwölften Mal von einer Kugel schwer getroffen ist, rät einem die Tochter, dass man nicht so viel rauchen sollte! Willkommen in der Krimiwelt von Rosamunde Pilcher, die unter dem Pseudonym Hannah Tinti diesen Roman geschrieben hat.
Wo bin ich daheim? Wohin will ich?
Acht Berge von Paolo Cognetti
E
ine Freundschaft von zwei Buben und später von zwei Männern wird von Paolo Cognetti in diesem Roman sprachlich virtuos erzählt. In einer kargen Berglandschaft werden Liebe, Freundschaft und Sehnsüchte mit allen schönen und entbehrlichen Momenten des Lebens sublim beschrieben. Lesehochgenuss!
Historie zum Einschlafen
Underground Railroad von Colson Whitehead
Cora flüchtet als Sklavin erfolgreich von einer Baumwollplantage. Auf ihrer Flucht in den Norden Amerikaner muss sie sich einige Monate lang im Gebälk eines Dachbodens verstecken. Ihre Entdeckung und Gefangennahme durch Sklavenjäger erfolgt im Buch über 10 Zeilen. So viel zum laschen Spannungsbogen diese Romans.
Man weiß nicht, welchen Text man vor sich hat. Einen faden Roman, einen historischen Bericht oder gar ein schwaches Polizeiprotokoll?





