Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Hört mittendrin auf
Gelernter Artikel von Zang Tina
Das zaubernde Klassenzimmer ist eigentlich ein wunderschönes, magisches Kinderbuch.
Es beginnt in einem Klassenzimmer in der Vergangenheit. Schule war damals so gar kein Spaß, Disziplin das Maß der Dinge. Der Einblick ist für Kinder der jetzigen Zeit sicherlich aufschlussreich.
Dann der Schwenk ins Hier und Heute.
Elena muss umziehen, ihre Eltern mussten unbedingt einen Alpaka-Bauernhof kaufen. Nur deshalb musste Elena sich von ihren Freunden trennen und ausgerechnet in so ein Kuhdorf ziehen.
Allerdings ist die neue Schule gar nicht so übel. Dort passieren ständige merkwürdige Dinge...
Ich mochte die Handlung und die Charaktere sehr. Das kunterbunte Schulleben, Elena, die sich so allein fühlt und dann neue Freunde findet, die zickigen Mitschüler und das Geheimnisvolle und Magische, das man nicht richtig durchschaut.
Alles da, was das Buch eigentlich zu einem fünf Sterne Buch machen würde, wenn es nicht...einfach mittendrin aufhört!
Ich konnte es gar nicht glauben und war völlig perplex.
Ja, im Juli 2022 wird Teil 2 erscheinen, aber man kann doch nicht einfach mitten im Lesefluss ein Buch abbrechen. Es wirkt auf mich, als ob ein Buch einfach halbiert wurde, weil es zu dick geworden wäre. Aber ohne einen Teilabschluss zu finden.
Schade, das Buch wäre wirklich Klasse, aber hier fühle ich mich als Leserin verschaukelt und werde Teil 2 nicht mehr lesen.
Gute Krimiunterhaltung, hätte aber etwas mehr Spannung vertragen
Nordwestnacht von Svea Jensen
Band drei um das Ermittlerteam um Hendrik Norberg und der aus Bayern zugezogenen Anna Wagner.
Ich kenne die Vorgängerbände und so war der Einstieg überhaupt kein Problem. Man kann aber sicherlich auch quereinsteigen, dann fehlen aber die Entwicklungen, was insbesondere für den Privatleben-Strang nicht optimal ist.
Dieses Mal stehen Ermittlungen an einem Film-Set an und Norberg wird immer mehr bewusst, dass ihm das herausfordernde Arbeiten in einer Mordkommission sehr fehlt. Auch jetzt wird ihm ein zuständiger Beamter vor die Nase gesetzt, dass das nicht ohne Konflikte abgeht, war abzusehen.
Neben dem Fall nimmt auch das Privatleben der Ermittelnden gut Raum ein. Das gefällt mir bei diesen Küstenkrimis gut, wenn ich ehrlich bin, sogar besser als der eigentliche Krimi. Die Autorin beschreibt ihre Charaktere so schön und es liest sich kein bisschen konstruiert.
Der eigentliche Fall ist vom Spannungsbogen nur so mittel. Definitiv kein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann.
Aber dafür ein Buch, das man auch in Häppchen genießen kann, das hat auch etwas.
Gute Krimiunterhaltung, ich habe es gerne gelesen.
Super Charaktere
Die vier verborgenen Reiche 1: Caspar und die Träne des Phönix von Abi Elphinstone
Die neue Kinder-Fantasy-Reihe beginnt sehr vielversprechend mit Band 1.
Caspar wird ständig von zwei Fieslingen aus der Parallelklasse drangsaliert und verbringt deshalb viel seiner Zeit versteckt in irgendwelchen Fundstücke-Körben. Er plant seinen Tagesablauf minutiös, damit er den Quälgeistern weitestgehend aus dem Weg gehen kann.
Urplötzlich landet er aber in einer anderen Welt - und trifft dort auf Wilma, ein etwa gleichaltriges Mädchen. Auf den ersten Blick sind sie so verschieden wie Feuer und Wasser, aber dann müssen sie zusammen ein riesiges Abenteuer meistern und ja, so verschieden sind sie dann wohl doch nicht.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen.
Die Wesen, die in dem verborgenen Reich Wolkenstern leben, sind so phantasievoll beschrieben und so unterschiedlich, das hat großen Spaß gemacht. Ob Oger, Sonnenknirpse, Schneetrolle (köstlich! Mit Achtsamkeit-Tick und Tofu-Vorliebe) oder Nieselhexen (definitiv mein Highlight, so super geschildert) - ganz große Erzählkunst.
Dazu natürlich die zwei Hauptpersonen, die über sich hinauswuchsen und die nicht den klassischen Helden entsprechen.
Dazu hat das Buch einen schelmischen Humor, der mir total gut gefällt. Es gibt doch einige Passagen, bei denen ich richtig lachen musste.
Was mir auch sehr gut gefällt: es ist zwar ein Reihenauftakt, das Buch endet aber nicht mit einem fiesen Cliffhanger, sondern ist in sich weitestgehend abgeschlossen. Sehr schön!
Warum es trotzdem nicht ganz zu fünf Sternen bei mir gereicht hat, liegt an der Auflösung eines Rätsels im Buch. Das fand ich nicht gut gelöst.
Davon abgesehen aber ein tolles Buch und ich werde die Folgebände ganz bestimmt weiter lesen.
Vertreibt Wintertristesse und Frühjahrsmüdigkeit
Frühlingserwachen von Theresa Baumgärtner
Wie alle meine Bücher aus dem Brandstätter-Verlag ist auch dieses hier ein Schatz im Bücherregal. Optisch wunderschön, gleich mit zwei Lesebändchen versehen und viel zu schade, um im Schrank zu stehen. Bei mir wurde es gleich in die Frühlingsdeko mit integriert.
Es ist ein Buch zum Schmöckern, zum gezielten Suchen nach Rezepten und zum immer-wieder-in-die-Hand nehmen und etwas darin blättern und lesen.
Es gibt ganz viele wunderschöne Fotos, unzählige Rezepte, Gedichte und Inspirationen.
Alles voller liebevoller Details, wie etwa ein kleiner Hase am Vorsatzpapier.
Der Frühling beginnt auch im Hazelnut House (dem Zuhause der Autorin) mit Schneeglöckchen und immer mehr erwacht in der Natur.
Wir sammeln Wildkräuter und zaubern eine Zitronen-Wildkräuter-Butter, feiern Ostern mit Brioche-Häschen, Osterhefezopf und Lämmchen, die Bärlauchzeit beginnt und ganz viele köstlich klingende Rezepte sind dazu im Buch, irgendwann erblühen die Rosen und zum Ende des Frühlings feiern wir noch eine große Mittsommer-Party.
Es ist die schöne Mischung, die das Buch für mich so besonders macht. Ich mochte die Gedichte und die Fotos so gerne und habe schon ganz viele Rezepte gefunden, die ich auch zubereiten möchte. Aber alleine das Betrachten macht mich schon froh!
Für Kinder gibt es einen ganz und gar zauberhaften Löwenzahnlöwen zum Basteln und eine Girlande aus Pusteblumen - beides werden wir auf jeden Fall nachbasteln.
Als Bonusmaterial gibt es eine Spotify-Playlist und eine wunderschöne Einladungskarte zur Tea-Party zum Herunterladen.
Das Buch ist ein kleiner schöne Momente-Schenker in dieser gerade gar nicht schönen Zeit, große Buchliebe hier bei mir.
Superschöner Reihenauftakt
Ruby 1: Ruby von Susanne Fülscher
Rubys Eltern haben sich getrennt und so pendelt Ruby einmal in der Woche von ihrer Mutter zu ihrem Vater.
Klar, das ist schon ein wenig anstrengend, andererseits aber auch ziemlich cool, denn beide Elternteile leben so komplett unterschiedlich.
Mama (und Oma und Opa) am grünen Stadtrand von Berlin, Papa in einer hippen WG mitten im Berliner Trubel.
Ruby hat natürlich auch tolle Freundinnen, aber wie es immer so ist, gibt es natürlich auch eine Oberzicke, die Ruby ganz schön auf die Nerven geht.
Vor allem, als sich herausstellt, dass DER Popstar schlechthin in Rubys WG eingezogen ist. Ab dann steht die Welt Kopf! Und als ob das nicht schon genug Trubel wäre, hat Mama auch noch eine ausgesprochen blöde Idee für ihren nächsten Zeitungsartikel. GRRR!
Uns hat es total Spaß gemacht, Ruby und ihre Freundinnen im Alltag zu begleiten.
Auch wenn es sehr blöd ist, wenn Eltern sich trennen, hier wird gezeigt, dass es danach auch weiter geht und das Leben viele neue Abenteuer bereithält und dadurch tolle neue Freundschaften und Kontakte entstehen können.
Auch der Wechsel von grün Berlin nach bunt Berlin war klasse, überhaupt ist das Buch so schön kunterbunt mit allen möglichen Lebensentwürfen.
Aber am schönsten war es, das Teeny-Leben von Ruby und ihren Freundinnen mitzubekommen, die kleinen und großen Dramen und die dicken, fetten Freundschaften. Leider viel zu schnell ausgelesen, aber es wird ja weitergehen, wir freuen uns schon auf den nächsten Band.
Dazu jetzt noch ein riesiges oberdickes Lob, das Kind hat es auch nochmal extra erwähnt, dass wir das unbedingt in der Rezension auch schreiben müssen: Band 1 ist in sich abgeschlossen. Man muss also nicht bangen, dass er mit einem üblen Cliffhanger endet und man ein Jahr warten muss, wie es weitergeht. Das hatten wir leider in letzter Zeit oft bei Kinderbüchern und das vermiest uns langsam den Spaß am Lesen von Reihen.
Die Autorin beweist hier, dass es auch anders geht. Man kann eine Geschichte auch abschließen und trotzdem ganz viel Lust auf den nächsten Band machen. So macht uns Reihen-lesen Spaß!
Sehr gut kamen bei der Tochter auch die dezenten Illustrationen an. Es gibt viele kleine Bildchen (ich glaube, die heißen Vignetten?), aber keine richtigen großflächigen Illustrationen, dadurch bleibt man gut im Lesefluss und es ist auch viel mehr Platz für Text, was der Tochter inzwischen viel wichtiger ist. Bilder sieht sie sich nämlich beim Lesen gar nicht mehr an.
Wir hatten ganz viel Freude an dem Buch und können es nur weiterempfehlen!
Im Januar schon ein Jahreshighlight entdeckt
Die gigantischen Dinge des Lebens von Susin Nielsen
Das Cover: naja. Hat bei mir kein Interesse auf das Buch geweckt. Die Kurzbeschreibung klang interessant, aber nicht nach must-read.
Die Leseprobe hatte mich dann sofort - da war klar, genau mein Buch, das muss ich lesen.
Und genauso war es dann. So muss ein Buch sein. Herzerwärmend, tragisch, voller trauriger und glücklicher Momente, mit Widerständen, Familienliebe, Freundschaft.
..einfach hachz.
Zudem so schön kunterbunt - das pralle Leben. Ob lesbische Eltern, schwule Freunde, alte Freunde, Europa und Kanada (mit vielen Jobs, um überhaupt über die Runden zu kommen), alles ist selbstverständlich vorhanden, aber nicht wichtig.
Wichtig sind die Fieslinge in der Schule, die es überall gibt, Social Media und die vielen neuen Mobbing-Möglichkeiten, die damit einhergehen und der Gegenpart: echte Freunde und Familie. Und natürlich die Liebe!
An dem Buch hat mir auch der schnoddrige Stil gefallen. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen und wir können Wilbur mit all den Peinlichkeiten und auch wirklich schrecklichen Dingen, die ihm widerfahren, begleiten. Sehr direkt - und auch sehr witzig.
Vordergründig, eigentlich will man die ganze Zeit mit den Füßen stampfen und "Ungerecht" brüllen und den Fieslingen an den Kragen. Da haben sie echt Glück, dass sie fest in einem Buch verschlossen sind.
Weil der Stil schon sehr unverblümt ist, teile ich die Altersempfehlung des Verlags ab zwölf Jahre, würde vielleicht sogar noch etwas auf dreizehn/vierzehn Jahre hinaufgehen.
Mein Fazit: Ich habe definitiv im Januar schon ein Buch für meine Jahreshighlightliste 2022 entdeckt.
Der Schreibstil der Autorin, auch ernste Themen witzig-schnoddrig zu beschreiben, ohne dass es blöd oder lächerlich wird, hat mich richtig begeistert.
Und Wilbur und seine Freunde und Familie habe ich richtig in mein Herz geschlossen.
Puh - wieder sehr spannend
Keeper of the Lost Cities - Der Verrat (Keeper of the Lost Cities 4) von Shannon Messenger
Sehnsüchtig erwartet, nun ist Band vier endlich erhältlich.
Dringende Empfehlung: hier nicht quereinsteigen, unbedingt der Reihe nach lesen. Und die Altersempfehlung beachten, ich würde es auch nicht unter elf Jahren empfehlen.
Der Titel verrät es schon, Band vier ist dramatisch, es geht um Verrat.
Anfangs etwas schleppend, im ersten Drittel (das bei über 600 Seiten schon auch ordentlich lang ist) dachte ich zeitweise, dass die Story künstlich in die Länge gezogen wird, weil sich doch vieles wiederholt und war mir nicht sicher, ob ich tatsächlich bis Band acht durchsuchten werde.
Doch dann zog es wieder an und wurde besser denn je.
Was mir hier sehr gut gefallen hat: es wird einiges aufgelöst - einige Fragezeichen aus diesem und der Vorgängerbände haben sich in ein Aha-Erlebnis aufgelöst - das war toll.
Aber nicht nur der Verrat dominiert, es gibt auch neue Freundschaften und auch die bestehenden Freundschaften werden nochmal tiefer und inniger.
Vertrauen in die Freunde und in die eigenen Fähigkeiten sind weiterhin eine wichtige Botschaft.
Nachdem es ja schon eher düster zugeht, fand ich auch die rührenden Momente (ich sage nur Alicorn) oder putzigen Elemente (Kuscheltierliebe der Heldinnen und Helden) sehr schön, das hat die Grundstimmung auch immer wieder durchbrochen und ist für junge Lesende wichtig, damit sie nicht nur im Spannungssog der Düsternis dahingleiten.
Das Ende war genau nach meinem Geschmack - und lässt doch wieder einige Fragen offen, wobei ich diesmal ja der Meinung bin, dass nichts so ist, wie es scheint.
Kryptisch? Klar, schließlich will ich nicht spoilern.
Traurig mit Hoffnungsschimmer am Ende
Die Nelsons greifen nach den Sternen von Erin Entrada Kelly
Es ist eine kleine Zeitreise, die man mit dem Buch unternimmt - und die für (ältere) Eltern nochmal Erinnerungen an die Zeit damals auffrischt.
Kinder können damit natürlich erstmal nichts anfangen, aber allzu groß sind die Unterschiede zur jetzigen Kindheit ja nicht. Es gab noch keine Smartphones und Spielhallen waren noch sehr populär.
Also, es ist 1986 und wir begleiten die drei Geschwister Fitch, Bird und Cash in ihrem Alltag.
Die Familiensituation ist angespannt, die Eltern streiten ständig und die Kinder müssen ständig ausloten, wie die aktuelle Stimmungslage ist.
Ein gemeinsames Abendessen als Familie lernt Bird erst bei einer Schulkameradin kennen, so etwas gibt es bei ihr zu Hause nicht.
Die drei Kinder sind zwar alle in der gleichen Jahrgangsstufe, der siebten Klasse, aber grundverschieden.
Bird ist klug, aber beschäftigt sich zunehmend mit ihrem Aussehen - das Wichtigste ist aber aktuell die Mission der Raumfähre Challenger, die auch ausführlich im Schulalltag Einzug findet.
Ihr Zwillingsbruder Fitch zockt jeden Tag in der ortsansässigen Spielhalle und Cash ist orientierungslos - er muss die Klasse wiederholen und versteht trotzdem nur Bahnhof in der Schule.
Die Stimmung im Buch ist trostlos - das Nebeneinanderherleben in der Familie, der ständige Streit und die zunehmenden
Selbstzweifel der Kinder, die sich nun mitten in der Pubertät befinden.
Darin werden sich Kinder in der Altersgruppe wiederfinden - Zweifel an sich, am Aussehen, an der Fähigkeiten und ständige Gefühlsschwankungen werden vermutlich nicht unbekannt sein.
Aber ein gute-Laune-Sonnenschein-Buch ist das ganz gewiss nicht!
Viel Raum nimmt der bevorstehende Start der Challenger ein, der insbesondere Bird prägt - sie ist wild entschlossen, auch eine NASA Karriere anzutreten.
Irgendwann erkennen die Kinder, dass sie nicht immer auf Erwachsene setzten können, dass sie aber ja einander haben. Eine schöne Botschaft (bezüglich des zweiten Satzteils) - aber trotzdem bleibt die Grundtristesse.
Mein Fazit: Ein Buch, das Kindern schon etwas zumutet., aber auch zutraut.
Sicherlich nicht für Jede*n geeignet, mir hat es gut gefallen.
Zäh
Butter von Asako Yuzuki
So richtig weiß ich auch nach dem Lesen immer noch nicht, was mir dieses Buch sagen will.
"Ein universeller Roman über Genuss, Lebenskunst und die Geschichte einer weiblichen Befreiung".
Vielleicht ist es das Universelle, das mir hier die Lesefreunde nahm? So viel und das dann so zäh?
Es geht um Rika.
Sie ist Journalistin und nimmt Kontakt zu einer inhaftierten Serienmörderin auf, die sie in die Welt des Kochens und des Genusses einführt. Gleichzeitig gelten aber nur die Regeln der Inhaftierten und sie ist höchst manipulativ.
Dann gibt es da noch Rikas beste Freundin, die unter einem unerfüllten Kinderwunsch leidet, Rikas väterlichen Freund, ihre Beziehung zu ihrer Mutter und natürlich die Beziehung zu ihrem Freund plus weitere Charaktere darum herum.
Ich habe mich mit den japanischen Namen unheimlich schwer getan und über lange Strecken des Buches immer wieder kurz innhalten müssen, wer denn nun wer ist.
Die ständigen Schilderungen über die Zubereitung von Lebensmitteln hat mich auch nicht interessiert, ich fand die Beschreibungen auch nicht appetitanregend, nur ständig wiederholend und eher störend in der Ausbreitung.
Es plätscherte so vor sich hin - ich fand es sehr zäh und ohne Spannungsaufbau. Und irgendwann war es dann zu Ende. Welch Glück.
Was ich schon interessant fand, war der Einblick in die japanische Lebensweise, die im wesentlichen aus Arbeit besteht und in der Frauen in einem noch mal ganz anderen Spannungsfeld stehen.
Aber auch die Männer in der Geschichte sind alles andere als glücklich, der Fokus liegt aber auf den Frauenschicksalen.
Retten konnte das für mich das Buch aber nicht, die Aufbereitung war einfach nicht meines.
Ein Kindersachbuch, das Kinder ernst nimmt
Der Blauwal von Andreas Tjernshaugen
Anhand der Reise einer Blauwalmutter und ihres Jungen lernen wir diese faszinierenden Tiere näher kennen.
Durch diese Art der Annäherung ist man viel näher dran, als bei einem reinen Fakten-Buch.
Trotzdem ist es ein Sachbuch, keine niedliche Walgeschichte - ich finde, die Balance ist hier sehr gut gelungen.
Der Autor erklärt kindgerecht anhand von anschaulichen Beispielen und Vergleichen, etwa beim Milchbedarf des kleinen Blauwaljungen: "Der Junge trinkt täglich etwas 200 Liter Muttermilch. Stell dir 200 Milchflaschen vor, dann weißt du, wieviel Milch es braucht."
Denn die riesigen Dimensionen sind sonst gar nicht zu fassen.
Man erfährt ganz viel über die riesigen Tiere, auch über die Entstehung im Rahmen der Evolution. Auch für mich als Erwachsene gab es noch viel Neues.
Was mir besonders imponiert hat: Kinder werden ernstgenommen.
Es werden die Gefahren (Walfang - ein großes Kapitel) nicht ausgelassen.
Auch der Anspruch an ein Sachbuch, nämlich dass alle Informationen stimmen sollten, wird erklärt, gleichzeitig aber auch ausgeführt, dass es noch viele Dinge in der Walforschung gibt, die man nicht weiß und dass es deshalb sein kann, dass in künftigen Jahren neue Erkenntnisse vorliegen.
Ein rundum gelungenes Buch, das ich wärmstens weiterempfehle.











