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Rezensionen von Christina P.:
Hervorragende zweiter Teil der Fantasy-Trilogie
CD Die Rabenringe 2 - Fäulnis von Pettersen Siri
Nachdem Hirka das Steintor in Ymsland durchschritten hat lebt sie nun in unserer Welt, der Welt der Menschen. Die Welt, in welche Graal, der Anführer der Blinden, welche sich Umpiri bzw. Dreyri nennen, einst nach seiner Niederlage im Krieg gegen Ymsland verbannt wurde, während sein Bruder Naiell als Seher von den Bewohnern Ymslands seit rund tausend Jahren gefeiert und geehrt wird.
Und so dauert es nicht lange, bis Graal sich bemüht, Hirka ausfindig zu machen, während zugleich Rime in Ymsland die wahre Geschichte von Graal und Naiell aufzudecken versucht. Doch welche Version ist die richtige?
Nach dem ersten Band der Fantasy-Trilogie „Die Rabenringe“ fand ich den zweiten Band noch um einiges spannender. Hier wird im Wechsel aus zwei Welten erzählt: Zum einen Hirka, welche in der Menschenwelt versucht, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften und dabei erneut zwischen die Fronten gerät, zum anderen Rime, welcher in Ymsland die Wahrheit der Brüder Graal und Naiell erfährt. Während des Romans war ich mir nicht immer sicher, wer denn nun der Gute und wer der Böse der Dreyri-Brüder ist. Da hat die Autorin geschickt mit Informationen und Wendungen gespielt. Faszinierend fand ich auch, wie gekonnt Hirka ihre Schlüsse ziehen und Pläne schmieden konnte, während sie sich durch gefährliche Situationen manövrieren musste.
Auch das zweite, ungekürzte Hörbuch der Trilogie wird von Konstantin Graudus gesprochen, welcher durch die gebotene Vielfalt an Personen regelrecht zu Höchtsleistungen aufläuft und der Story genau die richtige Atmosphäre verleiht. Wie bereits beim ersten Band fiel es mir dadurch auch diesmal schwer, Hörpausen einzulegen.
Mit „Fäulnis“ ist Siri Pettersen eine hervorragende Fortsetzung ihrer High Fantasy Erzählung gelungen, welche der Trilogie durch das Anbinden einer weiteren Welt sowie das Aufdecken der Geheimnisse um den Seher sowie Hirkas Herkunft eine zusätzliche, Spannung erzeugende Komplexität verleiht.
Spannende Abenteuerserie mit U-Boot
Code Genesis - Sie werden dich finden von Andreas Gruber
Eigentlich ist Terry West ein ganz normaler Teenager, allerdings lebt die Vierzehnjährige mit ihrem Onkel Simon sowie Cousin Ethan auf einem Forschungs-U-Boot und bereist die Weltmeere! Mit dabei: Frettchen Charlie. Terrys Mutter starb vor 10 Jahren unter mysteriösen Umständen, ihren Vater kennt sie nicht.
Als Terry das frühere Haus ihrer Mutter besucht, entdeckt sie zufällig deren verstecktes Forschungslabor. Und gerät damit ins Visier einer mächtigen Frau: Valerie de Boes, Inhaberin eines riesigen Pharmakonzerns. Es dauert nicht lang, und Terry und ihr Onkel sind vor gefährlichen Feinden auf der Flucht. Was ist so wichtig an den damaligen Forschungsergebnissen von Amanda West, dass de Boes selbst vor Mord nicht zurück schreckt, um diese in ihre Finger zu bekommen? Um dies heraus zu finden, beschließen Terry und ihr Onkel, selbst nach den Spuren von Amandas Arbeit zu suchen. Ein gefährlicher Wettlauf gegen Valerie de Boes beginnt…
Nachdem ich bereits mehrere Erwachsenenbücher von Andreas Gruber kenne war ich
auf sein neues Jugendbuch gespannt. Das Thema ist gut gewählt, es geht um Forschungsergebnisse einer Biologin, welche irgendwie in Bezug zu „Code Genesis“ stehen und die einer mächtigen Frau sehr wichtig sind. So wichtig, dass Terrys Mutter damals sterben musste? Es gibt also mehrere Rätsel zu lösen: Was geschah wirklich mit Terrys Mutter und woran forschte sie? Und wer ist Terrys Vater? Erschwert wird diese Schnitzeljagd dadurch, dass die Gegnerin über Geld, Technologien und skrupellose Killer verfügt.
Auch die Charaktere gefallen mir. Terry ist ein Teenager frei von Prinzessinnen-Allüren, ihr Cousin ein Technik-Nerd und ihr Onkel ein sympathischer Forscher samt U-Boot. Unterstützt werden sie von Johann, der bereits seit mehreren Generationen für Familie West arbeitet und bei dem man erst so nach und nach herausfindet, was dieser Mann alles für Fähigkeiten hat. Immerhin war er in seiner Jugend mal auf die schiefe Bahn geraten. Seine verborgenen Talente erinnern mich ein wenig an Batmans Butler Alfred. Schmunzeln musste ich bei dem Namen Valerie de Boes, der ist ebenso Programm wie bei Cruella deVille. Und Frettchen Charlie lockert so manche Situation gekonnt auf.
Code Genesis ist ein spannendes Abenteuer, bei welchem die Guten von den Bösen auf der Jagd nach Forschungsergebnissen gnadenlos verfolgt werden. Eine abenteuerliche Jagd nach Antworten, welche Simons U-Boot wohl von Band zu Band um den gesamten Globus führen wird. Mir hat der Einstieg sehr gefallen und ich werde Terry und Co. auf jeden Fall weiter begleiten.
Mit Herz und Courage gegen den düsteren Feind - ein fantastisches Lesehighlight
Herzenmacher von Andreas Gruber
Unerwartet ändert sich die ganze Welt für den 16-jährigen Léo Mellino, als er einem geheimnisvollen Fremden durchs nächtliche Briançon folgt und sich plötzlich in einer verschneiten Stadt wiederfindet – mitten im Sommer! Durch ein magisches Tor geriet er in eine Spiegelwelt, welche unter dem Einfluss der wunderschönen, aber gefährlichen Winterhexe steht.
„Diese Welt war anders als seine eigene. Böser. Kälter.“ (Zitat S. 47)
Léo lernt eine Welt kennen, welche die seine ist – und doch völlig anders. Neben der Hexe und ihren magischen Helfern gibt es noch Zwerge und mechanische Menschen, welche von ganz besonderen Handwerkern gefertigt und mit einem künstlichen Herz versehen werden: Den Herzenmachern. Und ehe sich Léo versieht, steckt er mitten in einer Rebellion gegen die Hexe…
„Wir stecken in einem Märchen und wissen nicht, wie es ausgehen wird.“ (Zitat S. 271)
So wie die Herzenmacher seines Romans versteht auch Akram El-Bahay sein Handwerk und versieht seine Erzählung gekonnt mit soviel Herz, dass ich schon nach wenigen Seiten mitten im Abenteuer steckte. Schnell geht es voran, wird Spannung aufgebaut sowie eine düstere Atmosphäre der Spiegelwelt erzeugt, welche förmlich danach schreit, erkundet zu werden. Neben einem Blick für’s Detail in Beschreibung und Wortwahl (wie z. B. "Federn aus Flammen") gefiel mir zudem, wie schnell die Charaktere im Roman für mich greifbar wurden, ich ihr Handeln sowie ihre Emotionen nachvollziehen konnte.
Ebenfalls sehr gelungen ist das Worldbuilding der Spiegelwelt, indem Ursachen und Konsequenzen aus der Macht der Hexe sowie des immerwährenden Winters beleuchtet werden.
Herzenmacher ist in meinen Augen ein hervorragender Roman, bei dem einfach alles stimmt: Spannung, Abenteuer, Worldbuilding, Charaktere sowie ein sehr gelungenes Ende. Vielen Dank an den Autor für dieses wunderschöne Leseerlebnis!
Rollenspiel mit kniffligen Kriminalfällen in Comicform
Herzenmacher von Andreas Gruber
In diesem Spiele-Comic sind zwei Fälle zu lösen: Zuerst wird ein wohlhabender Maler ermordet aufgefunden, dann verschwindet Dr. Watson spurlos, der ebenfalls an einem Mordfall arbeitete. Als Ermittler hat man die Wahl, entweder als Sherlock Holmes oder als Irene Adler zu ermitteln, welche kürzlich ihre eigene Detektei eröffnete.
Ebenso ist eine Duell zwischen beiden möglich, wenn man die Fälle zu zweit lösen möchte, um herauszufinden, wer von beiden der bessere Detektiv der Stadt ist.
Mir hat die Idee, einen Krimi als Rollenspiel in Comicform zu lösen, sehr gefallen. Hier muss man nicht nur auf inhaltliche Details bei Befragungen achten, sondern sich ebenfalls die Bilder genau ansehen, ob man dort versteckte Hinweise findet. Je nach Ermittler stehen einem unterschiedliche Berater zur Seite, welche man befragen kann, und auch die Anzahl der Fragen, welche man den Verdächtigen stellt, sind bei beiden Ermittlern unterschiedlich. Zwischendurch gibt es Rätsel zu lösen, um Bonuspunkte zu sammeln. Diese Rätsel sind vom Schwierigkeitsgrad her sehr gut gewählt, nicht zu leicht, aber auch nicht unlösbar. Die Figuren im Buch sind vielfältig gezeichnet und es macht Spaß, sich den Comic anzusehen. Wenn die Fälle im Duellmodus gespielt werden sollte man sich darauf einstellen, dass die Spieler abwechselnd jeweils einen Fall lösen. Der andere muss sich solange anderweitig beschäftigen. Die Bögen zum Eintragen der Punkte sind vorn und hinten im Buch abgebildet, können jedoch auch auf der Verlagsseite heruntergeladen werden. Würfel sind für diesen Spiele-Comic nicht notwendig, nur Notizzettel und Stift.
Dies war mein erster Rollenspiel-Krimi in Comicform und wird definitiv nicht mein letzter gewesen sein.
Der magische Funke verlosch mittendrin
Das schwarze Uhrwerk von Magali Volkmann
Das schwarze Uhrwerk ist die Führungsriege einer Inselgruppe, welche von den als „13 Stunden“ bezeichneten Regenten recht despotisch überwacht und kontrolliert wird. Wer auch nur etwas gegen die Regierung andeutet, wird als Rebell von der Garde verhaftet und mit Glück mit Hirndrähten im Schädel wieder in die Freiheit entlassen.
Dem Adel hingegen geht es wunderbar, wer es sich leisten kann, wertet seinen Körper dank Funkenmagie zu einem Metallhybriden auf.
Taiden Belarron ist ein Kind des Adels, er kennt das Leid der Bevölkerung nicht. In ihm schwelt jedoch der Hass gegen die Rebellen, weil ein solcher Schuld trägt, dass er seit seiner Kindheit eine verstümmelte Hand hat. Mit jedem Jahr wächst sein Wunsch, den Schatten von Assara, den Rebellenführer, zu töten. Bis dieser ihm das Leben rettet…
Mir gefällt die Idee hinter dieser Steampunk-Fantasy sehr. Es gibt Rebellen, welche die Tyrranei der Regierung zu Fall bringen wollen, die Kunst der Metallhybride, wobei jedes Metall seine eigenen Eigenschaften mit sich bringt, und das Wissen, den Lebensfunken zu nutzen, welcher vielfältiger einsetzbar ist als die elektrische Energie. Neben der Klassenhierarchie kommt im Roman zusätzlich noch die Diskriminierung anderer Völker zum Tragen.
Zu Beginn ist Taiden noch ein naiver, sich bemitleidender Schnösel, der einfach keine Ahnung hat, was in der Welt vor sich geht. Mit seiner verklärten Vorstellung, sich mal eben wie ein Held am Rebellenkönig zu rächen, reitet er sich jedoch schnell in arge Schwierigkeiten. Kyron, der Schatten, ist hingegen ein charismatischer Rebell, welcher das gemeine Volk wie ein maskierter Ritter der Armen unterstützt und der menschlich auf der Sympathieskala ganz weit oben steht. Bis hier ist alles noch verständlich und gut, allerdings hätte ich mir ab dem Punkt, an dem die beiden aufeinander treffen und sich besser kennen lernen, eine Wendung von Taidens Charakter erhofft. Leider blieb diese aus, Taiden charakterlich naiv, er handelte wiederholt unverständlich und dumm und brachte dadurch nicht nur sich, sondern auch andere fahrlässig in tödliche Gefahr. Setzte Kyron sich für andere ein, glänzte Taiden damit, vor brenzligen Situationen buchstäblich davon zu laufen oder schlicht unüberlegt zu handeln. Da er jedoch immer mehr zum Hauptcharakter der Erzählung mit relevanter Position wurde, machte mir das Buch von Seite zu Seite immer weniger Spaß. Ich konnte seinen Werdegang ebenso wie sein Handeln nicht mehr nachvollziehen. Da wurde in meinen Augen die Chance vertan, aus einem Naivling einen Mann zu machen. Sehr schade vor allem vor dem Hintergrund der wirklich fantastischen Ideen dieser Welt und einem so gelungenem Anfang.
Das Böse trägt viele Masken
Die dunklen Lande von Markus Heitz
1629, Zeit des 30-jährigen Krieges im Römischen Reich deutscher Nation. Zeit der Hexen, Zauberer und Dämonen. Die junge Abenteurerin Aenlin Kane kommt nach Hamburg, um das Erbe ihres berühmten Vaters und einstigen Dämonenjägers Solomon Kane in Empfang zu nehmen. An ihrer Seite Tahmina, eine persische Mystikerin mit magischen Talenten.
Die Umstände führen dazu, dass die beiden sich kurz darauf im Auftrag der Westindischen Compagnie zusammen mit einer Söldnertruppe nach Bamberg aufmachen, einer Hochburg der Hexenverfolgung, um fünf Personen nach Hamburg zu bringen. Auf ihrem Weg durch die dunklen Lande sind Hexen jedoch die geringste der Gefahren, auf welche die Gruppe schon sehr bald treffen. Denn das Böse hat viele Gesichter…
Mir gefiel die Idee, dass „Dämonenjäger“ Solomon Kane, eine Figur des Autors Robert E. Howard, hier mit Aenlin Kane eine Tochter hat, welche er nie traf, die aber trotzdem einen ähnlichen Job wie ihr Vater ausüben wird. Das Setting ist düster, wobei der Autor es sich auch diesmal nicht hat nehmen lassen, historische Details geschickt in die Story einzubauen, was dem Ganzen das gewisse Extra verleiht. Zusätzlich zu den damals verfolgten Hexen tummeln sich im Roman auch andere dunkle Mächte wie Dämonen, Nixen und einiges mehr, was eine hervorragende, historische Dark Fantasy ergibt. Auch wurde eine dunkle Macht mit eingebaut, mit welcher ich zu Beginn nicht gerechnet hatte und die für eine entsprechende Überraschung sorgte.
Vom Schreibstil, der gebotenen Atmosphäre sowie der Idee an sich ist das Buch wirklich super. Was mich störte war, dass einige Handlungsstränge oberflächlich oder unstimmig blieben und mich somit etwas unglücklich zurück ließen. Da bin ich bessere Übergänge vom Autor gewohnt. Schade ist für mich auch, dass sich das Geheimnis um einen Hauptcharakter nicht klärt sondern erst im folgenden Album der Band „Blind Guardian“ aufgelöst wird. Zwar ist das Co-work an sich eine ganz interessant Idee, für mich als Leser jedoch etwas ärgerlich, da ich nun auf meiner Spekulation sitzen bleibe.
Bis auf einige Unstimmigkeiten ist das Buch eine gelungene, historische Dark Fantasy mit einer spürbar düsteren Atmosphäre, überraschenden Wendungen und aussergewöhnlichen Charakteren.
Dynamisch, schwarzhumorig und skurril
The Umbrella Academy 1 - Neue Edition von Gerard Way
In der Umbrella Academy bildete ein Forscher und geheimer Ausserirdischer einst sieben Adoptivkinder zu vermeintlichen Superhelden aus. Die Herkunft der Kinder sowie ihrer Kräfte bleibt zunächst ungeklärt. Jahre später, die Kinder sind erwachsen und in alle Winde zerstreut, treffen sie sich am Grab ihres Adoptivvaters wieder.
Und sehen der nächsten tödlichen Bedrohung ins Auge, in welcher die siebte Schwester eine wichtige Rolle spielt.
„Es beginnt mit einem Schwinger und endet mit einem Sandwich...“ (Zitat aus der Einleitung)
Der erste Sammelband ist in seiner Neuauflage sehr wertig aufgemacht und beinhaltet die ersten sechs zusammenhängenen Ausgaben der Serie sowie zwei Kurzgeschichten und etwas Artwork. Inhaltlich wartet die Story mit recht skurrilen (Anti-)helden auf, welche sich nicht immer einig sind und teils unkonventionelle Wege gehen, um Feinde zu besiegen und Katastrophen abzuwehren. Die Handlungswechsel erfolgen manchmal recht schnell und halten einen dadurch beim Lesen auf Trab. Zudem werden die Helden nicht anfangs der Reihe nach vorgestellt sondern man lernt sie erst durch das Lesen des Comics nach und nach kennen. Dadurch benötigte ich ein paar Kapitel, bis ich mich in der Serie wiederfand, wurde aber trotzdem bis dahin bereits gut unterhalten. Den Humor könnte man als schwarz, blutig und strange beschreiben. Der Zeichenstil ist zu Beginn jeder Folge aufwendig-genial und wechselt dann in eine etwas einfachere Form.
Ein idealer Comic für all die Leser, welche keine Lust haben auf rundgelutschte Superhelden und schwarzem Humor nicht abgeneigt sind.
Vom Hexenholz und anderen Geheimnissen
Das Erbe der Macht - Band 16: Hexenholz von Andreas Suchanek
In Band 16 der Urban Fantasy Serie erfährt man wieder so einige gut verpackte Geheimnisse. Besonders interessant ist hier, was sich hinter dem magischen Hexenholz verbrigt, welches auch Namensgeber dieser Folge ist. Das Hexenholz hat einer Legende nach seinen Ursprung in Afrika - und genau dorthin schickt Moriarty seine drei „Engel“ Jason, Alfie und Madison, um einen Auftrag für ihn zu erledigen.
Zugleich erfährt man, wessen Platz die Unsterbliche Piratin Anne eingenommen hat und was mit dem ursprünglich für das Castillo bestimmten Unsterblichen geschah. Den Aha-Effekt gibt es hierbei gratis. Und nebenbei stoßen Wechselbalg Kyra und Alex in ihrem Geheimversteck auf etwas, was den Magiern vielleicht im Kampf gegen das Böse Vorteile verschaffen könnte. Oder der Leser stößt auf etwas, was die Magier noch nicht erahnen - wer weiß?
Mir hat gefallen, dass in dieser Folge einige offene Fragen geklärt und zugleich Möglichkeiten geschaffen wurden, auf welche die Magier vielleicht später zurück greifen können. Sowohl die Licht- als auch die Schattenmagier kommen unabhängig voneinander Geheimnissen auf die Spur, welche man als Leser natürlich versucht, ins Gesamtbild des Abenteuers zu verweben. Und nebenbei erfährt man wieder ein paar Details über einige Personen, welche - vielleicht - noch wichtig werden könnten.
Eine mitreißende Mischung aus Action, Spannung, Abenteuer, Twists und Humor, welche mir wieder sehr gefallen hat.
Die zweite Staffel startet mit Spannung, Action, Humor und ein mächtigem Gegner
Das Erbe der Macht - Schattenloge 1: Die Rückkehr..13-15 von Andreas Suchanek
Ein spannender Auftakt zur zweiten Staffel der Urban Fantasy Serie. Die Feindin der ersten Staffel ist besiegt, der magische Wall gefestigt - da tritt ein alter, noch mächtigerer Feind auf den Plan, welcher bereits seit Jahrhunderten die Fäden in der Hand zu halten scheint. Ein Feind, welcher bereits im Spin off "Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus" angedeutet wurde, weshalb man dieses am besten nach Ende der ersten Staffel gelesen haben sollte.
Auch diesmal gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, bei denen man mitfiebern kann. Einer davon ist die Rettung von Alex, auf dem ein Vergessenszauber ruht, der sich dummerweise als tödlich erweist. Hier hat sich der Autor wieder so einiges einfallen lassen, um das Problem zu lösen. Doch hinter Alex steckt ein noch größeres Geheimnis, welchem auch Moriarty auf die Spur zu kommen versucht. Parallel dazu tritt ein mächtiger Feind unerkannt auf den Plan und versucht, geschickt seine von langer Hand geplante Macht zu festigen. Zudem bekommt das Castillo eine neue Unsterbliche, die noch für die ein oder andere Überraschung sorgen wird.
Geschickt wurden hier Details neu eingebracht und mit der ersten Staffel verwoben, so dass sich ein immer größeres Bild ergibt, was der Serie eine angenehme Tiefe verleiht. Natürlich kommen mit jedem Häppchen des Wissen stets neue Rätsel hinzu, welche dafür sorgen, dass die Serie nicht den Hauch einer Chance bekommt, langweilig zu werden. Für Humor und freche Sprüche wurde ebenfalls wieder gesorgt, die sich mit Spannung und Action gekonnt abwechseln.
Definitiv ein wirklich spannender Auftakt der zweiten Staffel, der sofort in die Vollen geht und einen das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen lässt.
Paris - göttliche Stadt der Liebe
Gold & Schatten von Kira Licht
Schon, als ich die Beschreibung des Romans las, wusste ich sofort: Das Buch muss ich lesen. Eine Geschichte über Götter inmitten von Paris, der wunderschönen Stadt der Liebe? Genau das richtige für mich! Und ich bin so froh, das Buch entdeckt zu haben…
Worum geht es? Livia (16) ist eine Diplomatentochter, hat schon viel von der Welt gesehen und ist grad mit ihren Eltern in Paris angekommen.
Seit ihrem letzten Geburtstag fühlt sie sich jedoch merkwürdig, und was das unheimlichste ist: Sie hört Pflanzen reden! Moment mal, Pflanzen? Also, würd mich ein Löwenzahn schräg von der Seite anquatschen wär ich auch ziemlich durcheinander. Das steigert sich, als sie die berühmten Katakomben von Paris besichtigen will und dabei Maél kennen lernt. Maél ist gut aussehend, selbstbewußt und gehört zu den Cataphiles, einer Gruppe von Menschen, die illegal durch die Katakomben streifen. Dadurch umweht ihn gleich von Beginn an eine gewisse Aura des Rätselhaften, zu der sich Livia wie magisch angezogen fühlt. Und das Schöne ist: Es wird tatsächlich magisch, nicht nur zwischen den beiden. Und Paris entpuppt sich nicht nur als Stadt der Liebe, sondern auch als Stadt der Götter.
"Er war so gut darin. Im Bitten, im Verführen, im Verschleiern." (Zitat S. 204)
Hach, was habe ich dieses Buch geliebt: Götter, Halbgötter und andere Wesen der griechischen Mythologie leben unerkannt in Paris. Und mitten hinein gerät Livia, die mir gleich von Beginn an sympathisch war. Das Buch ist sehr lebendig geschrieben, so dass ich beim Lesen sowohl Bilder im Kopf hatte als auch die Emotionen der Protagonisten ausmachen konnte. Besonders atmosphärisch waren natürlich die Szenen in den Katakomben. Und auch das Knistern zwischen Livia und Maél war gleich von Beginn an zu spüren, auch wenn ich Maél gegenüber lange Zeit etwas skeptisch blieb, da er einiges zu verheimlichen schien.
Inhaltlich möchte ich mal nichts weiter verraten. Auf jeden Fall kamen ein paar gelungene (göttliche) Überraschungen vor und vor allem Livia machte eine erstaunliche Entwicklung durch, mental sowie körperlich (da bin ich mal gespannt, was das noch zu bedeuten hat). Selbst der Titel „Gold & Schatten“ hat tatsächlich eine Bedeutung, die sich nach und nach beim Lesen zeigt. Der erste Band der Dilogie endet mit einem gelungenen Cliffhanger, nach welchem Livia im zweiten Band hoffentlich zeigen kann, was in ihr steckt.
Ein zauberhaft-göttliches Buch, dessen zweiten Band ich sehnsüchtig erwarte.










