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Rezensionen von Christina P.:
Traum vs. Realität: Wo liegt die Wahrheit?
Noch so ein kitschiger Prinzessinnen-Roman? Das war mein erster Gedanke, als ich das Cover sah. Dabei lag ich sowas von daneben… Ja, eine Prinzessin gibt es wirklich. Und diese Prinzessin träumt auch ihr kleines Traumreich zusammen. Denn was die „Träumerin“ genannte Prinzessin träumt, wird tatsächlich Wirklichkeit.
Neben Einhörnern und Zuckerwatte hat sie jedoch auch Albträume, und mit ihnen gelangen tödliche Monster nach Dream City…
Jessica Blair erwacht ohne Erinnerungen in einem Motel. Eine Nachricht auf dem Spiegel sowie eine Rückfahrkarte ins Königreich der Träume, mehr Hinweise findet sie nicht. Als sie in diese zu einem Freizeitpark ausgebauten Stadt der Träumerin gelangt, gerät Jessica in einen fürchterlichen Albtraum, der sie beinahe das Leben kostet. Als sie gerettet wird, wird sie vom Sicherheitspersonal als frühere Kollegin wieder erkannt – doch wem kann sie trauen? Ihrem Vater? Früheren Freunden und Kollegen? Was geschah, dass sie ihr Gedächtnis verlor? Und welches Ziel verfolgte sie einst?
Im Königreich der Träume ist längst nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Das musste ich als Leserin schnell feststellen. Man erlebt den Roman aus der Sicht der Ich-Erzählerin Jessica, welche ebenso wenig weiß wie der Leser. Mir machte es Spaß, Vermutungen über Jessica und das Königreich der Träume anzustellen, die ich immer wieder korrigieren musste, wenn neue Informationen ans Licht kamen. Zudem wird das ganze von einer Art Mysterium überschattet, welches die Autorin geschickt aufbaut, um den Leser abwechelnd zu verwirren und ihm Neues zu bieten. Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, um nicht zu spoilern. Was ich auf jeden Fall sagen kann: Kitschig ist der Roman keinesfalls, eher geheimnisvoll und dadurch mit einer angenehmen Spannung durchsetzt, welche vor allem in der dritten Sequenz an Fahrt aufnimmt.
Die Aufmachung des Hardcovers gefällt mir. Die drei als Sequenzen bezeichneten Abschnitte (welche jeweils als e-books erschienen) haben je ein Titelbild, welches wunderbar zum Inhalt passt. Ebenso sind die Abschnitte in den Sequenzen mit Krönchen versehen, wobei jede Sequenz ihr eigenes Krönchen hat. Wunderschöne kleine Details, die das Buch optisch aufwerten.
Wer Lust auf Fantasy hat, deren Rätsel nicht sofort durchschaubar sind, liegt mit „Königreich der Träume“ goldrichtig!
Faszinierende Fantasy mit altrömischem Charme
Bestias Die Bestien Chroniken von Greg Walters
Mörderische Bestien kamen einst über die Welt und brachten den Tod für den Großteil der Menschheit. Davon berichten die Bestien-Chroniken, dereinst von mutigen Überlebenden aufgezeichnet. Keiner weiß, woher die Bestien kamen - oder warum. Einzig in der Stadt Kol lebt man durch eine magische Kuppel geschützt vor diesen Kreaturen, während ausserhalb der Stadt weiterhin Menschen ums Überleben gegen gefährliche Bestien kämpfen.
Doch auch in der scheinbar sicheren Metropole ist das Leben nicht ungefährlich, denn der größte Feind ist immernoch der Mensch. Dies ist die Geschichte von vier Aussenseitern, welche im Kampf gegen das Böse antreten...
Bestias ist der erste Teil einer Trilogie um die Bestien-Chroniken, welche in einer Welt angesiedelt ist, die stark an das alte Römische Reich erinnert. Nach und nach lernt man die Hauptfiguren kennen, deren Schicksale sich schon bald in der Metropole Kol kreuzen. Da wäre zum einen das Straßenkind Tarl, den man nicht nur als Leser einfach gern haben muss und der eine mächtige Gabe in sich trägt. Die Magistudentin Ceres, der ihr Stottern einen gewaltigen Strich durch die Zauberer-Karriere zieht. Barbar Balger, welcher ausserhalb von Kol lebt und intelligenter ist als so manch ein nicht-barbarischer Stadtbewohner. Und Magnus, bei dem die Schicksale der vier Helden schon bald zusammenlaufen. Sehr interessant fand ich, wie vor jedem Kapitel ein Auszug aus den Bestien-Chroniken nach und nach schildert, wie alles begann, wie die Bestien das Grauen über die Menschen brachten und die Chronisten in die Stadt Kol flüchteten, in welcher sie sich anfangs sicher glaubten. Zudem hält der Autor sich nicht allzu lang mit Beschreibungen der Umgebung auf sondern nutzt geschickt Andeutungen und Schlüsselworte, um eine Vorstellung der Stadt Kol oder des Umlands im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Dies ist ihm für meinen Geschmack hervorragend gelungen, so dass Greg Walters sich mehr auf die Handlung statt auf die Beschreibung von Stadt und Land konzentrieren kann. Und Handlung gibt es bereits im ersten Band jede Menge. Die vier Helden wachsen nach und nach zu einem Team zusammen und müssen während ihres gemeinsamen Abenteuers mehrmals um ihr Leben bangen. Ebenso lernt man die verschiedenen Monsterarten kennen, wobei das fünfte Monster - neben dem Monster Mensch - das gefährlichste ist. Mir hat die Mischung aus Macht und Intrigen, Vertrauen und Verrat, Magie und Gefahr sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was die Freunde im nächsten Teil der Trilogie erwarten wird.
Gelesen wird das Hörbuch von Marco Sven Reinbold. Geschickt schafft er es, den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen, was besonders bei der stotternden Ceres hervorragend gelungen ist. Hut ab! Nach einer kurzen musikalischen Einleitung, welche mich hervorragend auf das Hörbuch einstimmte, zog Marco Sven Reinbold mich förmlich in seinen Bann. Vor allem von dem Punkt an, als die vier Hauptcharaktere aufeinander treffen, wollte ich das Hörbuch vor lauter Spannung gar nicht mehr ausschalten. Ein wunderschönes Fantasyabenteuer mit leicht altrömischem Charme, ich kann es einfach nur weiterempfehlen!
Ausgefallener, sehr unterhaltsamer Liebesroman
Bestias Die Bestien Chroniken von Greg Walters
Rosie und Alex kennen sich seit ihrer Schulzeit und wurden damals beste Freunde. Selbst der Umzug von Alex‘ Familie konnte nichts daran ändern. Tief in ihrem Herzen wissen beide, dass sie füreinander da sein wollen, dass sie sich lieben. Doch schlägt das Leben für beide andere Wege ein, als sie sich als Jugendliche erträumten…
Ich liebe die Geschichten von Cecelia Ahern, ihnen wohnt stets etwas Besonderes inne.
Bei „Für immer vielleicht“ besteht der Zauber darin, dass das ganze Buch aus Nachrichten besteht: Zettelchen in der Schule, Briefe, Postkarten, Mails und Chatnachrichten. Dabei kommen neben Josie und Alex u. a. auch Familienmitglieder, Lehrer, Partner und Freunde zu Wort und erzählen so auf teils recht persönliche Weise die Leben von Josie und Alex, wie sie auseinander zu driften scheinen, versuchen, ihre eigenen Wege zu gehen und doch den anderen stets im Herzen tragen, bis… ja, werden sie sich am Ende doch noch in den Armen halten? Das werd ich hier nicht verraten.
Mir hat es Spaß gemacht zu hören, wie Geheimnisse und Gedanken ausgetauscht werden, Wünsche unerfüllt bleiben oder in Erfüllung gehen, Missverständnisse und Eifersucht entstehen. Dabei begleitet man die Protagonisten über einen langen Zeitraum und erlebt ihre Entwicklung von Kindesbeinen an. Die verschiedenen Charaktere werden im Hörspiel von unterschiedlichen Personen und sehr lebendig gesprochen, dadurch macht das Hörspiel richtig Spaß.
Gelungener Auftakt einer abenteuerlichen Fantasy-Tetralogie
Bestias Die Bestien Chroniken von Greg Walters
Zwischen unserer Welt und der Welt der Schatten und Dämonen existiert eine weitere Welt: Interria, erschaffen von Cayaniel, dem Engel des Lichts. In Interria haben all die Lebewesen ein Zuhause gefunden, welche uns als Fabelwesen bekannt sind: Zwerge, Drachen, Feen, Nymphen und einige andere mehr. Doch die Barriere zum Schattenreich droht zu brechen, ein Angriff der Schattenwelt sowohl auf Interria wie auch die Menschenwelt steht bevor.
Einzig Cayaniels Engelslicht kann den Wall wieder stärken. Doch hierzu müssen vier Auserwählte die magischen Lichtsteine der vier Elemente bergen und ins Kloster von Burgedal bringen. Die Auserwählten tragen das Zeichen des Lichtengels als Mal in ihrer Handfläche. Liv trägt ebensolch ein Mal – doch Liv wuchs in der Menschenwelt auf und hat noch nie von Interria gehört. Bis sie eines Tages dort erwacht…
„Aquilas“ ist der erste Band einer vierteiligen Serie und nach dem Stein des Wassers benannt, welcher als erster geborgen werden muss. Das Buch beginnt mit Liv, welche ebenso wenig Ahnung von Interria hat wie der Leser. Und das empfand ich als sehr geschickten Schachzug, denn so konnte ich Interria sowie die Geheimnisse der Lichtsteine aus Livs Sicht erfahren. Neben Liv gibt es noch weitere Auserwählte sowie deren Freunde und Familien, welche recht schnell vorgestellt werden. Da hatte ich zunächst etwas Schwierigkeiten, weil es so viele Personen auf einmal waren, doch sobald das Team sich zum ersten Lichtstein aufmacht, wird es wieder sehr übersichtlich.
Nadine Erdmann hat ein wunderschönes Abenteuer erschaffen, welches wirklich Spaß macht zu lesen. Ihre Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten abbekommen, hinter denen sich nicht immer angenehme Schicksale verbergen, welche aber nach und nach erklären, warum jemand so ist, wie er ist. Das hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere haben dadurch bereits im ersten Band deutlich an Tiefe gewinnen können und sind mir jeder auf seine Art sympathisch. Natürlich gibt es auch einen Widersacher, welcher den Auserwählten in die Quere kommt, um seine eigenen Ziele zu verfolgen. Und auch hier fasst die Autorin ihre Protagonisten nicht mit Samthandschuhen an, wie ich beim Lesen erfahren durfte.
Wer sich das Hardcover der Serie gönnt, findet hinten eine Karte Interrias, auf welcher sich das erste Abenteuer nachverfolgen lässt. Loben möchte ich auch das Cover, welches den ersten Lichtstein zeigt und somit hervorragend zum ersten Band der Serie passt. Wer mag, kann sich auf der Homepage der Autorin u. a. noch die Lichtsteine sowie deren Runen und Bedeutung ansehen. Ebenso gibt es dort Zusatzstories zur Serie.
Die Lichtsteinsaga ist eine wunderbare Abenteuer-Fantasy mit gut ausgearbeiteten Charakteren, welche nicht langweilig wird und die ich jedem wärmstens empfehlen kann.
Magische Erzählungen aus Morgenland und Abendland
Von Fuchsgeistern und Wunderlampen von Ava Reed; Laura Labas; Julianna Grohe
Aller guten Dinge sind drei: „Von Fuchsgeistern und Wunderlampen“ ist bereits die dritte Anthologie des Drachenmond Verlags, vollgepackt mit märchenhaften Kurzgeschichten namhafter Autoren wie Akram El-Bahay, Ava Reed, Trudi Canavan, Janna Ruth, Christian Handel, Laura Labas u.a . . Diesmal ist die Anthologie in drei Bereiche unterteilt: Märchen aus dem Morgenland (orientalische Märchen), dem Reich der Mitte (Ferner Osten) sowie dem Abendland.
Insgesamt enthält das Buch 17 Erzählungen, welche größtenteils auf ein oder mehreren Märchen basieren oder zumindest daran angelehnt sind. Sehr gefallen hat mir die Vielseitigkeit dieser Anthologie: Einige Erzählungen sind eher klassisch gehalten, während andere Autoren sich in Bereiche wie Abenteuer, Dystopie, Steampunk oder Humor vorwagten. Und auch der Schreibstil an sich wechselt natürlich je nach Autor, so dass die Geschichten jede für sich etwas Besonderes sind. Wie es bei Anthologien unterschiedlicher Autoren zumeist der Fall ist habe auch ich hier wieder meine Lesehighlights ebenso gefunden wie mir einige Erzählungen weniger zusagten. Aber genau das macht einen guten Mix aus: Dass jeder für sich seine Lieblinge findet.
Besonders die Einteilung in die drei Bereiche hat mir sehr gut gefallen. Leider ist das Morgenland nur mit vier Erzählungen vertreten, der Ferne Osten sogar nur mit zwei Märchen. Das hat mich etwas enttäuscht, da ich mich grad auf die exotischeren Märchen besonders freute, diese aber nur ca. ein Drittel der Kurzgeschichten ausmachen. Dennoch möchte ich aus diesen Bereichen vor allem die Erzählungen von Akram El-Bahay (Morgenland) sowie Janna Ruth (Reich der Mitte) loben, diese haben mir wirklich sehr gefallen.
Alles in allem eine märchenhafte und abwechslungsreiche Anthologie über freche Fuchsgeister, Zaubersprüche, Prophezeiungen, Waldhexen und andere magische Wesen, die Spaß macht zu lesen, bei welcher allerdings die Bereiche Morgenland und Reich der Mitte leider viel zu kurz kamen.
Unterhaltsam und spannend
Bluthaus von Fölck Romy
In der holsteinischen Elbmarsch wird eine ermordete Frau gefunden – in Verdacht steht Detektivin Johanna Arndt, eine Freundin von Frida Paulsen aus Schulzeiten, welche die Frau blutüberströmt vorfand. Ihre Aussage weist jedoch Ungereimtheiten auf, und als Johanna kurz darauf spurlos verschwindet, macht sich Frida, die grad auf dem Obsthof ihrer Eltern neue Energie tanken wollte, auf die Suche nach ihrer Freundin.
Ihre Recherchen führen sie zu einem alten Haus an der Ostseeküste, welches von den Anwohnern nur „dat Bluthus“ genannt wird. Gleichzeitig begibt sich Bjarne Haverkorn für die Mordkommission auf Spurensuche nach seiner Hauptverdächtigen…
„Bluthaus“ ist nach „Totenweg“ der zweite Krimi aus der Feder von Romy Fölck um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, kann allerdings auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden. In „Bluthaus“ ermitteln Frida und Bjarne zunächst unabhängig voneinander, wobei sich ihre Ermittlungen schon früh überschneiden. Hierbei fand ich es interessant, wie die Ermittler über völlig unterschiedliche Wege – einmal dem offiziellen bei Bjarne, einmal dem privaten bei der beurlaubten Frida – letztlich zum selben Ergebnis gelangten. Mir machte es Spaß, bei den Ermittlungen selbst zu spekulieren, was es mit dem Bluthaus und Johannas Verschwinden auf sich haben könnte. Ebenso gab es den ein oder anderen Einblick in das Privatleben der Ermittler, wobei mir Bjarnes Part stellenweise zu überzogen und unnötig erschien. Schade. Auch ist das Handeln der beiden manchmal etwas fragwürdig, wenn es um gefährliche Alleingänge geht. Davon abgesehen handelt es sich jedoch um einen spannenden und angenehm undurchschaubaren Krimi, den ich gerne empfehle.
Wenn das Leben nach dem Tod erst so richtig spannend wird
Banshee Livie (Band 1): Dämonenjagd für Anfänger von Miriam Rademacher
Das Leben meinte es nicht gut mit ihr – der Tod auch nicht: Bei einem Ausflug mit ihrer vom Übernatürlichen faszinierten Patentante wird Olivia „Livie“ vom Blitz getroffen – natürlich unter einer Druideneiche. Aus der vom Leben gelangweilten Bürokraft wird fortan eine Banshee, die für das Anwesen der Harrowmores zuständig ist.
An ihrer Seite Todesbote und Kapuzenmann Walt. Leider stellt sich ihr neuer Job als stressiger heraus, als erwartet, denn die Harrowmores sind die reinste Katastrophenfamilie. Und was, bitteschön, ist ein Mummel? Als dann auch noch ein Dämon auftaucht, der eine uralte Rechnung mit der Familie begleichen will, hat Livie alle Hände voll zu tun…
Banshee Livie ist eine lustige Fantasygeschichte über eine Banshee, die sich mal nicht an uralte Traditionen hält. Natürlich gibt es Banshee-Regeln, mit welchen Livie erstmal zurecht kommen muss. Immerhin wird sie völlig unvorbereitet – und ungefragt - in ihren neuen Job geworfen. Todesbote Walt steht ihr zwar zur Seite, aber dem muss sie anfangs auch erstmal die Informationen aus der nicht sichtbaren Nase ziehen. Denn leider kann sie von Walt überhaupt nichts sehen unter der Kutte, dabei hat er so eine sexy Stimme. Aber wenn Livie sich etwas in den Kopf gesetzt hat… Allerdings hat sie mit der Familie Harrowmore erstmal ordentlich was um die Ohren. Und als ein uralter Dämon auftaucht, kann Livie beweisen, was in ihr steckt.
Der Roman ist recht lustig und unterhaltsam geschrieben. Anfangs ist Livie noch unzufrieden mit sich und ihrem Leben, entsprechend sarkastisch fallen ihre Kommentare zunächst aus. Das ändert sich zum Glück jedoch schnell und Livie wächst einem einfach ans Herz. Und auch der wortkarge Walt taut so langsam auf. Ihn fand ich von der Person her ganz interessant, da er eine bewegende Vergangenheit hinter sich hat. Für weitere unterhaltsame Momente sorgen ein Druide, Mummel, ein Magier sowie ein echt böser Dämon. Es wird also nicht langweilig.
Ich fand Banshee Livie erfrischend unterhaltsam. Großartige Action enthält der Roman zwar nicht, dafür hat er mir recht viele Schmunzler entlockt und macht einfach Spaß. Ein gelungener Start in einer humorvoll-fantastische Banshee-Serie.
Ein neuer, gefährlicher Gegner naht auf leisen Sohlen...
Das Erbe der Macht - Band 13: Onyxquader von Andreas Suchanek
Nachdem die Serie den Skoutz-Award 2018 in der Kategorie "Fantasy" gewonnen hat, geht es rasant weiter mit der ersten Folge der zweiten Staffel. Die mächtige Schattenfrau der ersten Staffel ist zwar besiegt, doch wartet bereits der nächste Gegner auf die Lichtmagier, welche noch an den Folgen des vergangenen Kampfes zu knabbern haben.
Ein Gegner, welcher noch mächtiger scheint und bereits vor langer Zeit erste Vorbereitungen für seinen Sieg startete. Derweil kämpfen Alex' Freunde um den in ihren Augen unverzeihlichen Verrat in den eigenen Reihen: Johanna belegte Alex mit einem starken Vergessenszauber - warum, darüber schweigt sie sich aus. Doch nicht nur seine Freunde interessieren für Johannas Tat...
Der 13. Band schließt nahtlos an den zwölften Band sowie das Spin off "Die Chronik der Archivarin: Der verschollene Mentiglobus" an und geht auch gleich in die Vollen. Sowohl bei den Lichtmagiern wie auch bei den Schattenkämpfern herrscht ein Drunter und Drüber, was sich der neue, mächtige Gegner geschickt zunutze macht. Doch ist er nicht der einzige Magier, welcher mit starken Kräften aufwartet. Schnell wird es spannend und gefährlich, neue Protagonisten treten auf den Plan und bringen weitere Geheimnisse mit sich. Zudem werden endlich erste Hintergründe offenbart, was an Alex so Besonderes ist - von seinen flotten Sprüchen mal abgesehen.
Mir hat der Einstig in die zweite Staffel sehr gefallen, ich war regelrecht überrascht, wie schnell die Story wieder an Fahrt aufnahm. Ein gelungener Mix aus Spannung, Action, Rätseln, Gefahr und natürlich der gewohnten Portion Humor. Einfach hervorragend!
Wo liegt die Wahrheit in den Märchen?
Die Grimm-Chroniken - Der goldene Apfel von Maya Shepherd
In "Der goldene Apfel" geht es in die fünfte Runde der Grimm Chroniken, in welchen die Wahrheit über Schneewittchen ans Licht gebracht werden soll. Wem die Story bisher nicht komplex genug erschien wird nun seine helle Freude haben: Während die Vergangenheit von Mary und Dorian ebenso beleuchtet wird wie die der Grimm-Brüder, geht in der Gegenwart der Kampf zwischen Königin Mary und Schneewittchen weiter.
Vampirmagie kommt ebenso zum Einsatz wie Hexenkräfte, die Zahl "7" spielt immer mehr eine wichtige Rolle und neue Märchenelemente werden in den Verlauf eingebracht.
Wie auch bei den vorherigen Bänden wird zu Beginn kurz in einem "Was bisher geschah" das Wichtigste zusammen gefasst, was mir den Einstig in den fünften Band sehr erleichterte. Die Vorgängerbände sollte man jedoch bereits gelesen haben, um das Geschehen zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt diesmal sehr auf Mary, sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart. Das fand ich sehr schade, doch denke ich, dass sich das mit dem nächsten Band wieder relativieren wird. Leider wurde mir Mary mit dieser Folge auch nach und nach unsympathischer, was dazu führte, dass ich ihre Version im Nachhinein auch etwas in Zweifel zog. Das hat mir etwas den Spaß genommen, da mir ein Ausgleich mit den anderen Protagonisten fehlte. Alles in allem passt es jedoch sehr gut in das Konzept der Serie und liest sich auch weiterhin sehr unterhaltsam.
Spannend-rasante Urban Fantasy
Soulcatcher von Lena Knodt
Was machst du, wenn dein Freund plötzlich ein seelenloses Wesen ist, der keine Gefühle mehr hat? Vor diesem Problem steht Maisie, als ihr Freund Luke seine Seele an den Dämonenkönig verkauft, um das Leben seiner kleinen Schwester zu retten. Für Maisie ist sofort klar: Diese Seele holt sie sich zurück! Leider stellt sich dies alles andere als einfach heraus, der Dämonenkönig hat nämlich keine Lust, Lukes Seele wieder herauszurücken.
Im Gegenteil, ehe sich Maisie versieht, hat sie den Dämonenkönig gegen sich aufgebracht - und plötzlich einen unerwarteten Helfer an der Seite. Denn der neue Mitschüler Nicolo hat so einiges auf dem Kasten. Und Lukes Schwester Vivienne ist seit seinem Deal mit dem Dämonengott auch fitter als je zuvor...
Soulcatcher ist ein spannender und rasanter Urban Fantasy Roman mit einigen guten Ideen, welche mir sehr gefielen. Die drei müssen sich recht schnell als Team zusammen raufen und gegen mächtige Gegner kämpfen, während ihnen der Dämonenkönig schlechtgelaunt auf den Fersen ist. Spannung und Action geben sich die Hand mit magischen Geheimnissen, ich mochte das Buch beim Lesen gar nicht mehr aus der Hand legen. Ebenso kommt der Humor nicht zu kurz und verleiht dem Buch eine angenehme Lebendigkeit. Die drei Protagonisten waren mir sympathisch und vor allem bei Nicolo war es spannend zu erfahren, was sich hinter seiner Figur verbirgt. Was mich etwas störte war, dass einige Situationen wie erzwungen wirkten, Maisie übernatürliche Phänomäne nicht so hinterfragte, wie man es doch normalerweise machen würde. Dies hatte andererseits wiederum den Vorteil, dass die Story dadurch rasanter weiterging, statt durch Grübeleien und Skepsis in die Länge gezogen zu werden.
Ein spannend-rasant-humorvoller Urban Fantasy Actionroman, der einfach Spaß macht!








