Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Christina P.:
Interessanter Fall, brisantes Thema, unsouveräne Ermittler
R.I.P. von Sigurdardóttir Yrsa
Über Snapchat müssen Freunde und Bekannte entsetzt mitverfolgen, wie die Jugendliche Stella nach ihrem Job im Kino von einem Fremden brutal misshandelt und getötet wird. War sie ein zufälliges Opfer? Oder hatte der Täter sie gezielt gewählt? Die Freunde sind geschockt, die Polizei ratlos. Kommissar Huldar bittet die befreundete Psychologin Freyia um Mithilfe, die auch schnell einen Verdacht hat, was das Motiv betrifft.
Dann verschwindet der nächste Jugendliche, und eine weitere Welle brutaler Nachrichten breitet sich im Social Media aus...
R.I.P. ist der dritte Roman der Reihe um Psychologin Freyia und Kommissar Huldar, kann jedoch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Die Verbrechen im Roman sind brutal und schockierend, ebenso jedoch auch, was dahinter steckt und was Freyja bei ihren Recherchen nach und nach herausfindet.
Thematisch fand ich den Roman sehr gut, ein brisantes Thema, welches ich hier nicht verrate, um die Überraschung nicht vorweg zu nehmen. Auch wenn ich Selbstjustiz nicht billige waren die Auslöser, welche zu den Taten führten, erschreckend und vor allem sehr überzeugend dargestellt. Wer letztendlich für die Verbrechen verantwortlich war blieb bis zum Schluss undurchsichtig, entsprechend konnte sich die Spannung recht lange halten.
Was mich am Roman sehr störte waren die zwischenmenschlichen Verhältnisse der Ermittler untereinander. Obwohl Menschenleben auf dem Spiel stehen schaffen es ein paar erwachsene Personen nicht, ihre privaten Zankereien und ihren Stolz hintenan zu stellen und bremsen die Ermittlungen dadurch regelrecht aus. Mir unverständlich. Die Gründe hierfür sind zumeist typbedingt und wurden auch in den Vorgängerbänden bereits thematisiert, sind aber ausreichend verständlich dargestellt. Dennoch ging mir bei dem wiederholt unsouveränen Verhalten auf Kosten der Ermittlungen mehr als einmal die Hutschnur hoch.
Ein solider Thriller mit einem brisantem Thema, brutalen Verbrechen und leider zuviel unsouveränem Profilierungsgehabe seitens der Ermittler.
Superkräfte für den Alltag
Die Abenteuer von Autistic Hero-Girl von Daniela Schreiter
"Fuchskind" Daniela Schreiter beschreibt hervorragend unterhaltsam, wie es für einen Asperger-Autisten ist, für viele Alltagssituationen Superheldenkräfte zu benötigen, welche für andere Menschen meist harmlos scheinen, wie z. B. Telefonate, Einkäufe oder Small-Talks. In ihrem Comic wird sie zu "Autistic Hero Girl", die mit ihrem Sidekick "Superfox" die Hürden des Alltags versucht zu bewältigen.
Als Comic- und Gamer-Nerd fallen die über ein bis zwei Seiten gehenden Comics entspechend auch mal mit diversen Anspielung in diese Richtung aus.
Sehr interessant sowohl für Menschen, die sich in ihren Beispielen wiederfinden als auch für Neugierige, die wissen wollen, wie eine Asperger-Autistin (wohlgemerkt nur beispielhaft) ihren Alltag erlebt. Der Stil ist klar und abwechslungsreich, die Abenteuer unterhaltsam und das Buch durchgehend coloriert.
Schöner Einteiler, stellenweise recht unrealistisch
Ermafrodito - Harlows Begehren von Esa Parr
Venedig, 1549: Giorgio beobachtet mit Neid, wie andere ihre anatomischen Erkenntnisse veröffentlichen, während er auf der Stelle tritt. Selbst seine Forschungen am Lebendobjekt, seinem Günstling und Lustknaben Belfore, erbrachten nicht die gewünschten Resultate. Da kommt ihm Harlow gerade recht, ein Hermaphrodit, der sich seinen Unterhalt mit Liebesdiensten finanziert.
Der Manga ist eine Komposition aus Renaissance, anatomischen Studien und Boys Love. Von den Bildern her schön anzusehen, auch wenn ich zu Beginn mehrfach Probleme hatte, Giorgio und Belfore zu unterscheiden, da sie teilweise recht ähnlich ausfielen. Was u.a. auch daran lag, dass Giorgio zu jung aussah. Die anatomischen Studien am offenen Körper waren mir etwas zu unrealistisch, insbesondere, da die Betroffenen anschließend relativ fit wirkten. Muss jeder für sich entscheiden, mir war das zu fiktiv, auch wenn es dramaturgisch passte. Zudem hätt ich mir mehr zwischenmenschliche Konflikte gewünscht, bevor es zum Ende des verhängnisvollen Beziehungsdreiecks kam. Das ging mir am Schluss einfach zu schnell.
Der Zeichenstil ist überwiegend klar und fällt mal mehr, mal weniger detailliert aus. Inhaltlich ein vielleicht stellenweise etwas fiktiver Einteiler, unterhaltsam erzählt und mit einem zu abrupten Ende.
Der zweite Teil kommt etwas langsam in Fahrt
The Isolator - Realization of Absolute Solitude.Bd.2 von Koshimizu; Kawahara; Shimeji
Nach dem ersten Aufeinandertreffen von Einzelgänger Minoru Utsugi mit dem Beißer sowie der Kämpferin Yumiko Azo erwartet den Leser der nächste, noch gewaltigere Kampf. Positiv ist, dass es auf jeden Fall zu mehr Action kommt sowie die Hintergründe des Beißers beleuchtet werden, der nun auch stimmiger gezeichnet ist.
Leider hat der Autor die Chance vertan, an der Spannung des ersten Bandes anzuknüpfen. So dauert es leider eine ganze Weile, bis die Spannung wieder auflebt, was mich zu Beginn doch etwas enttäuschte.
Der Zeichenstil selbst ist wie erwartet klar und dynamisch, die Story hätt ich mir etwas straffer gewünscht.
Spannender Fall mit aussergewöhnlichen Leichenfunden
The Isolator - Realization of Absolute Solitude.Bd.2 von Koshimizu; Kawahara; Shimeji
Der neueste Fall für Alexis Hall gestaltet sich als aussergewöhnlich: Die junge Tess erhält ein Paket. Der Inhalt: Ein Herz, gespickt mit Nadeln. Doch nicht nur, dass Tess vor kurzem bereits das Opfer eines spektakulären Verbrechens war, auch die aussergewöhliche Leiche passend zum Herz lässt den Fall schnell brisant werden und erfordert erneut die Mithilfe von Kriminalbiologin Karen Hellstern.
Nadelherz ist der dritte Fall für Hall & Hellstern. Die Bände lassen sich einzeln lesen und sind in sich abgeschlossen. So lässt sich Nadelherz ohne Kenntnis der Vorgängerbände lesen, da die Autorin benötigtes Wissen geschickt in ihren Roman eingebaut hat. Da die Hauptfiguren sich jedoch privat weiterentwickeln, empfehle ich, die ersten beiden Bände vorweg zu lesen, die ebenfalls sehr gut sind.
Im dritten Band herrscht zunächst eine kleine berufliche Distanz zwischen Hall und Hellstern im Vergleich zu den vorherigen Fällen, was ich sehr schade fand, aber inhaltlich passte. Zudem erhält das Team um die toughe Ermittlerin weiblichen Zuwachs, wobei ansonsten alle bisherigen Charaktere wieder mit dabei sind. Die Personen sind wie von der Autorin gewohnt angenehm dreidimensional und in sich stimmig dargestellt, das Private ist so in den Fall eingewoben, dass es nicht stört oder zuviel Raum einnimmt. Der Fall selbst entwickelt sich schnell spannend und undurchsichtig. Interessant waren hier die Rückblenden des früheren Verbrechens, welchem Tess zum Opfer fiel und das eine nicht unwesentliche Rolle bei der Aufklärung spielt. Die Spannung blieb durchweg hoch, da wie erwartet bis zum Ende nicht verhersehbar war, wer der Täter ist und was damals wirklich geschah. Und auch zu den Leichen hat sich die Autorin etwas Besonderes einfallen lassen, was ich hier nicht verraten werde.
Wieder ein spannender Fall für das Team um die toughe Ermittlerin Alexis Hall, welcher Zugleich Licht in ein früheres Verbrechen bringt.
Interaktives Abenteuer mit leichtem Einstieg und schönem Artwork
Spiele-Comic Abenteuer, Tränen einer Göttin von Manuro; Jurdic
Aus dem Tempel der Nüwa werden die sechs Tränen der Göttin geraubt. In diesem interaktiven Spiele-Comic übernimmt der Leser die Rolle der fernöstlichen Kopfgeldjägerin, welche bis Sonnenuntergang die drei Schurken ausfindig machen und die Tränen wiederbeschaffen soll.
Von der Aufmachung her ist der Spielecomic ein angenehm stabiles, gebundenes Buch mit Lesebändchen.
Die Comics fallen sehr schön aus, sind durchgehend coloriert und angenehm detailreich. Die Anleitung des Comics ist sehr verständlich. Man entscheidet sich zu Beginn für eine von drei besonderen Fähigkeiten und startet mit entsprechenden Waffen, Giften und Heiltränken ausgestattet. Die drei Schurken bieten drei Abenteuer, welche in unterschiedlicher Reihenfolge gespielt werden können. Je nach gewähltem Talent der Kopfgeldjägerin gestalten sich die Abenteuer unterschiedlich und man kann diverse Gegenstände sammeln, welche an anderer Stelle nützlich sind. Man erkundet verschiedene Viertel der Hafenstadt, die sehr abwechslungsreich gestaltet sind, und stößt auf unterschiedliche Personen, welche sich als Freund oder Feind entpuppen können, je nach gewählter Reaktion. Die möglichen Wege und Reaktionen sind durch Zahlen markiert, welche einem das nächste aufzublätternde Panel anzeigen, bei welchem das Abenteuer weitergeht. Hierbei sollte man auf versteckte Zahlen achten, die einem vielleicht ein Schutzamulett oder andere Hilfsmittel bieten. Nebenbei läuft natürlich die Zeit...
Für den Spielecomic benötigt man lediglich einen Bleistift, um Lebenspunkte, Zeit und Gegenstände auf dem Charakterbogen (oder wahlweise einem Extrazettel) zu notieren. Uhr oder Würfel sind nicht notwendig, da keine Kampfstärken erwürfelt werden müssen.
Mich hat dieser Spielecomic komplett überzeugt. Die Story sowie das Artwork sind sehr gelungen, die Spielanleitung ist leicht verständlich und man kann sich, lediglich mit einem Stift bewaffnet, sofort ins Abenteuer stürzen. Da es viele Wege zum Ziel gibt, verlockt das Buch, das Abenteuer mit anderen Fähigkeiten und auf anderen Wegen erneut zu spielen. Und wer erfolgreich die Tränen einsammeln konnte, darf sich auf ein Bonusabenteuer freuen.
Überraschender Höhepunkt ihrer Drachenforscher-Karriere
Lady Trents Memoiren - Im Refugium der Schwingen von Marie Brennan
Isabella Lady Trents fünfter und letzter Teil ihrer Memoiren bildet einen wunderbaren Abschluss ihrer Erzählungen mit einem zugleich unerwarteten Höhepunkt. Die mittlerweile in die Jahre gekommene Drachenforscherin berichtet, wie sie im Alter von knapp 40 Jahren zu einer Expedition aufbrach, welche eine entscheidende Wende in der Drachenforschung brachte: Im Refugium der Schwingen löste sie das Geheimnis der sagenumwobenen Drakoneer, dem humanioden Drachenvolk, auf dessen Spuren sie wiederholt auf ihren bisherigen Expeditionen stieß.
Wer ihre bisherigen Bände gelesen hat, wird zunächst einen Roman wie gewohnt vorfinden: Ein besonderes Ereignis veranlasst Isabella, auf eine Expedition zu gehen. Diesmal ist es der mysteriöse Fund eines Drachenkadavers einer bisher noch nicht katalogisierten Art, welche sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Suhail sowie ihrem langjährigen Freund Thomas Wilker ins Mrtyahaima-Gebirge aufbrechen lässt, welches mit dem Himalaya-Gebirge verglichen werden könnte. Aus diesmal gibt es natürlich wieder klimatechnische sowie politische Probleme, die überwunden werden müssen. Doch im Vergleich zu den vorherigen Bänden geschieht diesmal etwas, was den letzten Band zu etwas ganz Besonderem werden lässt. Was, das möchte ich hier nicht verraten, denn sonst wäre die Überraschung ja weg. Auf jeden Fall ergeben nach diesem Abenteuer sämliche Hinweise, welche bisher über die Drakoneer auftauchten, einen Sinn.
Ich empfand "Das Refugium der Schwingen" als den besten Band der Serie. Dieses Abenteuer könnte wohl als der Höhepunkt ihrer Karriere zu deuten sein. Sowohl die Entdeckung, die Isabella macht als auch, wie sie das Abenteuer erlebt und anschließend aufgrund ihrer Entdeckung handelt, haben mich sehr überzeugt. Es gab diesmal keine unnötigen Längen, keine ewig langen Anpassungen an Gesellschaftsregeln vor dem Abenteuer, kaum Fantasietitel und -bezeichnungen, dessen fehlende Bedeutung den Lesefluss ausbremsten und auch auf eigene Lobhudelei hat die fiktive Autorin diesmal weitestgehend verzichtet. Sehr schön waren wieder die Illustrationen im Roman, wobei die Karten für das diesmalige Abenteuer wenig Relevanz hatten.
Ein fantastischer und stimmiger Abschluss einer schönen Serie, spannend, überraschend und schön illustriert.
Life Saaks!
Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler von Vanessa Walder
Wie ätzend ist das denn? Da hat Enni (11) endlich eine tolle Pflegefamilie gefunden samt Bruder, mit dem sie sich super versteht und mit dem sie die allerbesten Streiche aushecken kann. Und da wollen die doch plötzlich aus Berlin wegziehen – ohne Enni! In die Schweiz. Da gibt es doch nur Kühe! Und Enni soll in ein Internat für Psychos abgeschoben werden? In irgendso ´nen Freakschuppen?! Da wird sie eh nicht lange bleiben, das ist Enni von vornherein klar…
Für Enni bricht eine Welt zusammen, als ihre Pflegefamilie ins Ausland zieht und Enni auf ein Internat der etwas anderen Art gehen soll.
Natürlich ist Enni klar, dass dort nur Verrückte hinkommen und schmiedet bereits im Voraus Pläne, von dort möglichst schnell zu verschwinden und ihren Bruder zu suchen. Im Internat angekommen, ist jedoch alles ganz anders, als Enni zunächst befürchtete. Für ihre Fluchtpläne benötigt sie allerdings Hilfe, und die bekommt sie von den Unausstehlichen…
So wie Enni vom Internat überrascht war, so war ich auch komplett überrascht von diesem Buch! Denn das Buch ist ein wirklich wunderbares Leseerlebnis mit sehr schönen Illustrationen! Enni ist zwar manchmal ein kleiner Rabauke, aber ansonsten einfach eine liebenswerte Person. Nur das mit dem Fluchen hat sie noch nicht so ganz im Griff, was sich im Buch auf ganz amüsante Art bemerkbar macht: Sämtliche Schimpfwörter sind durchgekritzelt, und das sind nicht wenige. Ich muss gestehen, das verleitete mich beim Lesen geradezu, die Kritzelkratzel-Platzhalter durch Schimpfwörter zu ersetzen.
Die Unausstehlichen sind übrigens keine Clique, welche sich selbst so nennt, wie ich zunächst dachte. Sondern einfach eine Gruppe anderer Mitschüler im Internat, die selbst eine Geheimaktion planen, für die sie Ennis Hilfe benötigen. Also wäscht eine Hand einfach mal die andere. Und was Enni so erzählt, schreibt sie überaus lebendig und unterhaltsam. Sie ist ein pfiffiges und starkes Mädchen, das leider manchmal rot sieht. Dennoch war es schön mitzuerleben, wie sie langsam ihre Anti-Haltung verliert…
Ein wunderschöner erster Band von und über Enni und ihren Abenteuern, unterhaltsam und spannend und einfach *kritzelkritzel* klasse! Zudem ist das Buch auf Antolin gelistet.
Gefährliche Zeitreisen
Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler von Vanessa Walder
Von einem Moment auf den anderen bleibt die Zeit stehen - nur für Thekla nicht. Natürlich glaubt ihr niemand, nicht mal ihr Freund Ivo. Bis sie Antiquar Matteo kennen lernt, der selbst die Zeit beeinflussen kann und Thekla in ihrer neuen Gabe trainieren will. Doch irgendwas verheimlicht Matteo ihr doch? Und woher weiß er soviel über Zeitphänomene? Wirklich nur aus alten Büchern?
Und woher kommt diese unheimliche Stimme?
Die Zeitwächterin ist ein abgeschlossener Roman.
Es bleibt zunächst unerklärlich, was es mit den Zeitphänomenen auf sich hat und Theklas plötzlicher Gabe. Matteo scheint ihr zunächst helfen zu wollen, doch die Tatsache, dass er ihr etwas verschweigt, machte ihn für mich auch schnell verdächtig. Und dann die kleinen Veränderungen in der Gegenwart, welche sich erst subtil und später verstärkt einschlichen. Bis ich Thekla am liebsten beiseite genommen hätte, sie solle endlich damit aufhören.
Das Buch ist unterhaltsam und leicht zu lesen. Die Auflösung, was hinter Theklas plötzlicher Begabung steckt und welche Pläne Matteo verfolgt, hat mich sehr überrascht und ich fand es eine gelungene, wenn auch aussergewöhnliche Idee. Auf jeden Fall mal ein etwas anderes Buch über Zeitsprünge und veränderte Zeitlinien.
Auf der Jagd nach magischen Artefakten
Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler von Vanessa Walder
Blake und ihrer Schwestern sind notorisch knapp bei Kasse, die Rechnungen wachsen ihnen über den Kopf. Da kommt ihr das Angebot des gutaussehenden Skylar Morell gerade recht: Nur einen bestimmten Gegenstand für ihn besorgen und dafür einen Haufen Kohle abkassieren. Denn Skylar ist frischgewaschener Protektor der Bruderschaft, dafür zuständig, magische Gegenstände zu suchen und zu verwahren.
Und Blake wird seine erste Catcherin. Was er ihr jedoch verschweigt: Das Berühren magischer Gegenstände kann süchtig machen. Und schon bald befindet sich Blake im Sog der Magie…
In Anna-Sophie Caspars neuer "Im Bann des Verbotenen"-Trilogie hat es sich eine weltweite, geheime Bruderschaft zur Aufgabe gemacht, magische Gegenstände zu suchen und die Menschen vor Missbrauch dieser Gegenstände zu schützen. Hierzu werden Protektoren ausgebildet, welche ihre Catcherinnen auf die Gegenstände ansetzen. Zwar sind die Protektoren zugleich so eine Art Beschützer ihrer Catcherinnen, vor der Sucht nach Magie beschützen sie ihre Helferinnen jedoch nicht. Als Skylar sich entgegen der Regeln der Bruderschaft in Blake verliebt, will er sie vor der Sucht beschützen. Doch scheinbar sind noch andere unterwegs, die mit den magischen Gegenständen ihre eigenen Pläne verfolgen. Und nicht jeder ist der Bruderschaft wohlgesonnen.
Mir hat die Idee mit der geheimen Bruderschaft ganz gut gefallen, auch wenn sich nach und nach herauskristallisierte, wie frauenfeindlich und veraltet dessen Strukturen doch sind. Auch die Erklärung, was es mit den magischen Gegenständen auf sich hat, wo diese herkommen und wozu sie in der Lage sind, fand ich sehr gut. Dafür muss ich die Autorin wirklich mal loben. Blake und ihre Schwestern waren mir auf anhieb sympathisch, auch wenn die drei Frauen doch recht verschieden sind. Bei den Männern in der Story bleibt hingegen eine zeitlang ungewiss, wer zu den Guten gehört und wer nicht. Das machte es recht unterhaltsam.
Erzählt wird alles aus den Perspektiven unterschiedlicher Personen, was ich sehr abwechslungsreich fand. Überhaupt ist der Roman angenehm flüssig geschrieben, der Mix aus Spannung und Emotionen ist wunderbar ausbalanciert.
Ein unterhaltsamer Start in eine Fantasy-Trilogie mit neuen, magischen Ideen, Spannung und ein wenig Romantik.








