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Rezensionen von rewareni:

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Unendliche Weiten

Der Himmel über den Menschen von Thomas Imre

Der Astrophysiker Steven Thaillor ist schon von Kindheit an interessiert an allem, was sich im Universum befindet und für ihn ist es fast schon ein Wunder, dass ausgerechnet er es ist, der ein neues Weltraumteleskop als erster ausrichten darf. Dass er dabei ein unbekanntes und mysteriöses Objekt entdeckt, dass sich scheinbar Richtung Erde bewegt, wird sein bisheriges Leben völlig auf den Kopf stellen.

Gemeinsam mit seinen Freunden Andrew und Matthew ist es gelungen eine neue Technik zu entwickeln, mit der man sich in eine computersimulierten Wirklichkeit begeben kann. Schon bald merkt Steven, dass es ihn immer mehr fasziniert, diese besonderen Reisen zu unternehmen und er das Gefühl hat, dem unbekannten Objekt dadurch immer näher zu kommen und vielleicht sogar herausfindet, welche Absichten dieses hat. Bald schon fällt es ihm immer schwerer zu unterscheiden, ob er sich nun in der realen oder der virtuellen Welt befindet und das geheimnisvolle Objekt rast immer schneller Richtung Erde.
,, Der Himmel über den Menschen“ ist ein fast schon philosophischer Roman von Thomas Imre, in dem er Themen aufgreift, über die der Mensch leider immer weniger nachdenken. Egal ob es der Klimawandel ist, die Massentierhaltung oder die sogenannte Konsumgesellschaft, all diese Bereiche greift der Autor auf und baut sie in eine interessante Geschichte ein. Gerade zu Beginn werden viele astronomische und astrologische Erläuterungen eingefügt, wo ich mir mit der Zeit etwas schwer getan habe diesen wirklich folgen zu können. Ein wenig hatte ich dabei das Gefühl einer wissenschaftlichen Abhandlung zu folgen. Der weitere Verlauf der Geschichte war interessant zu lesen, wobei auch hier die Einblicke in die technischen Belange der virtuellen Welt für einen Außenstehenden nicht immer ganz durchschaubar war. Der Autor legt in seinem Roman viel Wert auf gefühlvolle Dialoge und Gedanken. Mir persönlich war dabei der Schreibstil etwas zu einfach gehalten. Fast schon ein wenig auf der spirituellen Ebene wo es um Frieden, Glück und dem Einklang mit der Natur geht. Der Autor lässt den Leser in eine virtuelle Welt eintauchen, wo man sich selbst fragt, ob es nicht doch in den unendlichen Weiten des Weltalls eine Form von Leben gibt, ob es eine Zivilisation gibt, die vielleicht einmal wirklich mit uns Menschen Kontakt aufnimmt. Auf alle Fälle ist es ein Roman der zum Nachdenken anregt und immer wieder unsere Handlungen hinterfragt. Ob oder wie wir im Einklang mit der Natur und unserer Umwelt leben können und sollen wird von Thomas Imre in ,,Der Himmel über den Menschen“ auf eine besondere Art erklärt und beschrieben.

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Unendliche Weiten
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Der Nano Schock

Nano: Lüneburg von Oliver Borchers

Im späten 21. Jahrhundert, nach etlichen Umweltkatastrophen, steht es um die Menschen schlecht. Ein Supervirus, der die Nanotechnologie vernichtet hat, hat sich im Land breit gemacht. Steam, das Schrottmädchen, deren alte Körperimplantate ständig Schmerzen bereiten und sie nur mehr mit Schmerzmitteln halbwegs über die Runde kommt, wird eines Tages von einer Künstlichen Intelligenz angegriffen, die sie offenbar vernichten möchte.

Von einem Moment auf den anderen wird sie nicht nur zur Gejagten, sondern auch zu einer Jägerin, denn immer wieder kommen Erinnerungen und Träume von früher hoch, wo ihr Schicksal damals mit der großen Nano – Katastrophe verknüpft zu sein scheint. Steam weiß nun nicht mehr, ob oder wem sie überhaupt noch trauen kann und wer ist die geheimnisvolle Agentin Lena, die ständig ihren Weg kreuzt und die dabei auch eine blutige Spur, der Verwüstung hinterlässt.
,,Nano: Lüneburg“ ist der Cyberpunk Roman von Oliver Borchers. Es ist eine actionreiche und wilde Geschichte, die sich mit den Vor- und vor allem auch den Nachteilen der Nanotechnologie beschäftigt. Der Einstieg in den Roman ist mir nicht leicht gefallen, da es gleich rasant zur Sache geht und die Protagonisten ebenso schnell auftauchen, verschwinden und dann plötzlich wieder da sind. Die technischen Spielereien würden sich sicher gut in einem Film machen, da hierbei der Autor sich einiges einfallen hat lassen mit gefährlichen Messern, die aus dem Arm herausschießen oder Masken, die mit dem Gesicht des Trägers verschmelzen. Mir war es ehrlich gesagt manchmal zu viel an Verfolgungsjagden und schwer Verwundeten, die sich wieder regeneriert haben. In dem eher kurzen Roman hat der Autor sehr viel an Informationen hinein gepackt und ich habe dabei immer wieder den Überblick verloren, wer nun wen verfolgt und warum. Die Geschichte lässt sich vom Schreibstil her schnell lesen und technisch Begeisterte die sich für KI und Nanobots und deren gefährlichen und hinterhältigen Aktionen interessieren, werden hier sicher auf ihre Rechnung kommen.

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Der Nano Schock
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Wenn das Leben zu Ende geht

Nano: Lüneburg von Oliver Borchers

Tom Döbbe, einst erfolgreich in der Werbebranche tätig, verbringt nun sein Leben im Gefängnis. Besser gesagt im Todestrakt von Huntsville/Texas, wo er wegen Mordes an seiner Geliebten Amal, auf seine Hinrichtung wartet.
Der Psychothriller ,, Seelen unter dem Eis“ von Astrid Korten, liefert dem Leser einen Einblick in das Leben von Tom vor seiner Inhaftierung und wie es ihm im Todestrakt ergeht.

Es ist eine berührende Geschichte, wo man als Leser tief in die Seele der Protagonisten eindringt. Man erfährt in abwechselnden Kapiteln, wie es zu der schicksalhaften Begegnung zwischen Tom und Amal gekommen ist und die verheerenden Folgen. Mir wäre es dabei eine Hilfe gewesen, wenn die verschiedenen Handlungen z.b die in der Vergangenheit spielen, die Kapitelüberschrift durch eine kursive Schrift hervorgehoben wird, so wusste ich nicht gleich, ob Tom von der Vergangenheit oder der Gegenwart spricht.
Die Beziehung zwischen Tom und Amal wird von der Autorin gut dargestellt, wo man als Leser zu Beginn nie vermuten würde, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Es ist dabei traurig, wie ein Mensch Stück für Stück, ohne es zu merken, in die Abhängigkeit eines anderen schlittern kann. Amal ist eine Frau, die man als Leser sicher nicht ins Herz schließen wird, weil sie Tom in den seelischen Abgrund stößt. Ebenso ist es mir mit Toms Ehefrau Helen ergangen. Die Autorin lässt auch sie kalt und herzlos handeln, wo man mit Tom mitleidet. Astrid Korten schafft es dabei, dass man als Leser am liebsten in das Buch springen würde um ihn zu retten. Die Szenen im Gefängnis sind einer eigenen Betrachtungsweise wert, weil man sich einfach nicht vorstellen kann und auch nicht will, wie es Menschen ergeht, die vielleicht jahrelang auf ihre Hinrichtung warten. Die Autorin hat nach einem Besuch im US Staatsgefängnis Huntsville, wo sie mit Gefangenen und Wachleuten geredet hat, diesen Roman geschrieben. Es ist dabei zu erkennen, dass sie dabei viel an Einfühlungsvermögen besitzt, da unter anderem Toms ,, Freund“, der Wachmann, den er Goodman nennt, ihn wie einen Menschen behandelt und in ihn mehr sieht als einen Mörder. Das Thema der Todesstrafe ist dabei der Autorin ein großes Anliegen, da es laut der Aktivistengruppe Innocence Project gelungen ist, einigen zum Tode Verurteilten dank neuer DNA- Beweisen, zu einem Freispruch zu verhelfen. Toms Gedanken in seiner Zelle berühren den Leser, weil man spürt, welch seelischen Qualen er leidet, wie sich Hoffnungslosigkeit breit macht, wie seine Erinnerungen an schöne Zeiten, das einzige ist, das ihn noch bleibt und das Wissen, dass alles anders kommen hätte können. Es ist ein ruhiger Thriller, der den Leser zum Nachdenken anregt und wie immer bekommt man ein Ende präsentiert, mit dem man nicht gerechnet hat. Eben ein typischer Astrid Korten Roman, den man gerne liest.

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Der Nano Schock
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Gefahr im Eis

Nano: Lüneburg von Oliver Borchers

Die junge Wissenschaftsjournalistin Julia Kern bekommt eine einmalige Chance gemeinsam mit einer internationalen Journalistengruppe in der Antarktis die hochmoderne Forschungsstation Terra Nova II zu besuchen. Was genau erforscht wird, soll medienwirksam an die Öffentlichkeit gelangen.Es wird viel gerätselt und Bekanntschaften untereinander geschlossen, so wie Julia den zuerst nicht geraden sympathischen George kennenlernt, der aber im Laufe ihres Aufenthaltes eine wichtige Stütze für sie wird.

Was keiner ahnt ist, dass Terroristen ebenfalls auf Terra Nova sind und schon bald beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn es dauert nicht lange, bis es erste Tote auf der Forschungsstation gibt und keiner weiß, welches Ziel die Terroristen wirklich verfolgen. Bei einem waghalsigen Manöver gelingt es Julia und George vor den Verbrechern zu fliehen, doch wie sollen sie in der Antarktis fern jeder Zivilisation Hilfe finden?
,, Tiefenzone“ von Andreas J. Schulte ist der interessante Thriller der den Leser in eine fiktive Geschichte rund um eine bahnbrechende Entdeckung unter dem Eis der Antarktis entführt. Der Autor hat dabei viele technische Spielereien und wissenschaftliche Elemente geliefert, wo man sich die Station in dieser ungemütlichen und kalten Gegend gut vorstellen kann. Da für mich ein Thriller schon früher noch spannender sein sollte, waren mir die ersten 100 Seiten mit den ganzen Ausführungen der Station und den Arbeiten und Aufgaben der Mitarbeiter etwas zu viel. Schön war, dass in der Geschichte besonders die Frauen, allen voran Julia selbstbewusst waren und engagiert agiert haben. Der Bösewicht, genannt Doc, hat ein wenig den Hauch eines Darstellers aus einem James Bond Filmes gehabt, der immer wieder einmal auftaucht und schnell wieder verschwindet. Der relativ kurze letzte Teil des Romans, der wieder in Köln spielt, war von Actionreichen Szenen vollgepackt, was fast schon ein wenig zu viel auf einmal war. Da hätte mir eine ausgewogene Mischung über den gesamten Roman besser gefallen. Der Autor hat einen ansprechenden Schreibstil der angenehm zu lesen ist. Manche seiner fiktiven Einfälle sind interessant und der Hauptgedanke in der Geschichte lässt hoffen, dass es im Namen der Wissenschaft doch noch Grenzen gibt, die hoffentlich nie überschritten werden.

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Hexen in Berlin

Kraken in der Spree von Naduschka Kalinina

Die letzte lebende Hexenfamilie Paluschke, ist in Berlin nicht unbedingt gerne gesehen. Vater Fenrir hat es wieder einmal geschafft jemanden Geld zu schulden, der das natürlich nicht lustig findet und so landet Fenrir verzaubert als Goldfisch in einem Glas. Seine Söhne Raban und Wolfin sind noch zu jung um wirklich helfen zu können, also bleibt es am ältesten Bruder Kraken hängen.

Dass er aber nicht gerade beliebt in Berlin ist und Monster, Kobolde und sonstige Mafia Mitglieder ihn liebend gerne vernichten würden, muss er schon bald feststellen. Dass er ausgerechnet von einem mürrischen, russischen Hausgeist, einem Domovoi, Hilfe bekommen soll, macht Kraken nicht gerade glücklich. Aber es bleibt ihm nichts anderes übrig, wenn er seinen Vater retten möchte. Eine blutige Spur zieht von nun an durch die Stadt, wo sich Kraken nicht nur einmal fragt, ob er seinen Vater nicht doch als Goldfisch im Glas lassen sollte.
Der Roman ,,Kraken in der Spree“ ist ein besonders humorvoller Roman der Autorin Naduschka Kalinina. Wer Kobolde, Geister, nervige Monster und sonstige unheimliche Wesen mag, ist bei der Hexenfamilie Paluschke in den besten Händen. Ich habe selten eine so witzige, humorvolle und spannende Geschichte gelesen wie diese. Die Autorin hat jede Art von Monstern, Geistern, Werwölfen... durch den Kakao gezogen und ihnen Eigenschaften zugeordnet die von nervig, großspurig bis hin zu sensibel und hilfsbereit reichen. Es ist eine sehr rasante Geschichte, die in jedem Kapitel genug an Action bietet, dass man daraus sogar einen Film machen könnte. Trotz witzigen Szenen und Dialogen blitzt aber auch immer wieder ein Hauch an Gesellschaftskritik durch, wo sich sogar die unheimlichen Wesen Gedanken über unpersönlichen Plattenbausiedlungen mache oder über Korruption in höheren Kreisen. Dass sich selbst im Türken Clan eine Frau als Chefin durchsetzt zeigt, dass die Autorin neben ihrer fantasievollen Geschichte auch Klischees aufbricht und jedem in ihrem Roman die Möglichkeit aufzeigt, eine Veränderung hervorzurufen. Ihr Schreibstil ist die perfekte Mischung zwischen Spannung aufbauen und dem Leser mit witzigen Dialogen zum Schmunzeln zu bringen. Besonders nett war die nicht immer konfliktfreie Beziehung zwischen Kraken und dem Hausgeist, der mir besonders ans Herz gewachsen ist. Auch wenn der Roman an manchen Stellen ziemlich brutal und blutig ist, hat mir die gesamte Geschichte und die die Handlung sehr gut gefallen.

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Herzlich Willkommen zum Sterben

Kraken in der Spree von Naduschka Kalinina

Das Deutschland, so wie man es früher einmal gekannt hat, gibt es nicht mehr. Eine Scheindemokratie hat das Sagen und Menschlichkeit ist mittlerweile ein Fremdwort. Damit die Renten überhaupt noch ausbezahlt werden können hat sich die Regierung etwas besonderes einfallen lassen. Das Non plus ultra für die ältere Bevölkerung.

Wer über 65 Jahre alt ist bekommt eine besondere Einladung, dass man an einem exklusiven Sterbeseminar im Hotel Paradies auf der Ostseeinsel Fehmarn teilnehmen darf. Alles was dort geboten wird ist nur vom Feinsten und die Einnahme der Sterbewohl Pille ist natürlich freiwillig. Doch als die vier Freunde Nadja, Anna, Max und Fred sich in dem Hotel einfinden wird ihnen schon bald klar, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zu geht und im Grunde keiner wirklich bereit ist jetzt schon zu sterben.
Die Autorin Olivia Monti entführt ihre Leser in dem dystopisch angehauchten Krimi ,, Sterbewohl“ in ein bedrückendes Szenario an Unmenschlichkeit und Kaltblütigkeit, wo man alte Menschen so schnell und so leicht als möglich loswerden möchte. Die Gedanken dabei sind einfach erschütternd wenn Rentner als Last und Belastung angesehen werden, die doch freiwillig aus dem Leben scheiden sollen, damit sie den Staat finanzieren können und wer besonders viel an Ehrgefühl besitzt, kann ihn gleich sein Erbe vermachen. Die Geschichte an sich macht einfach betroffen und regt sehr zum Nachdenken an. Der Schreibstil der Autorin wirkt dabei einfach und wenig anspruchsvoll, aber gerade diese Kombination macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Die ICH Erzählerin Nadja lässt dadurch tief in ihre Gefühlswelt blicken und man ist als Leser betroffen was der Staat von Arbeitslosen, kranken oder alten Menschen hält. Die teils unheimlichen und schrecklich dargestellten Szenen im Hotel gehen unter die Haut und man spürt direkt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Menschen, die an den Seminaren teilnehmen müssen. Ein toller Roman, wo man hoffentlich nie solche Momente erleben muss wo alt gleichbedeutend wie wertlos und somit zum freiwilligen sterben, gleichzusetzen ist.

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Mörderische Wetten

Mörder Quoten von Leo Lukas

Was macht ein Auftragskiller, der nicht mehr weiß, ob er einen Mord begangen hat oder nicht? Er geht zu einem Psychiater. Das dachte sich der geheimnisvolle Bravo, als er sich Hilfe von ebendiesen holen wollte. Blöd dabei ist nur, dass er aus Versehen bei Peter „Pezi“ Szily, in der psychiatrischen Ordination gelandet ist,der als Schauspieler und Kabarettist ungeplant den Psychiater mimt.

Dieses Zusammentreffen sollte für beide nicht ohne Folgen bleiben, denn der redegewandte Pezi darf von nun an den unfreiwilligen Assistenten für Bravo spielen und gemeinsam begeben sie sich in die Welt der Spieler, Buchmacher und sonstigen legalen und illegalen Wettgeschäften und nebenbei versuchen sie den wahren Mörder zu finden, denn schließlich steht der gute Ruf von Bravo auf dem Spiel.
Der Kriminalroman ,,Mörder Quoten“ entführt den Leser in eine aberwitzige Geschichte des Auftragskillers Bravo und des armen Pezi, der in im Laufe des Romans in Kreise gerät, die er lieber nicht kennen lernen würde. Der Autor Leo Lukas, der nebenbei als SF Autor der ,,Perry Rhodan“ tätig ist und als Kabarettist gewohnt ist mit spitzer Zunge sein Publikum zu unterhalten, hat in seinem Roman mit Wortwitz und Situationskomik die ungewöhnliche ,,Beziehung“ zwischen Bravo, dem Killer und dem Schauspieler Pezi dargestellt. Man begleitet als Leser das ungleich Duo durch viele interessante und humorvolle Szenen, wo man merkt, dass der Autor einen Schalk im Nacken sitzen hat und diesen gerne auf seine Leser los lässt. Es wird in dem Roman sehr viel an Lokalkolorit geboten, wo man selbst als Wiener noch überrascht ist, wie viele schöne und interessante Plätze und Gebäude es doch bei uns gibt. Dass der Autor sich für Sport und Wetten interessiert hat man sehr oft in der Geschichte erkennen können. Wo ich für meinen Geschmack manchmal ein wenig zu viel an Informationen erhalten habe. Die ganzen Details wann, wo und wer ein Wettbüro eröffnet hat oder wie sich die Wettmafia verhält waren zwar sehr gut recherchiert, aber für die Geschichte selbst etwas zu umfangreich. Was mir trotzdem gut gefallen hat war, dass Leo Lukas auch immer wieder tatsächliche Ereignisse wie z.B das bekannte Ibiza Video oder Personen wie den ehemalige österreichische Fußballspieler Matthias Sindelar, erwähnt und eingebaut hat. In dem Kriminalroman findet man zwar die eine oder andere Leiche, aber die Geschichte lebt mehr von der ,,Beziehung“ zwischen dem ungleichen Duo, wo er mit bissigen Dialogen die Szenen lebhaft auflockert. Auf die Lösung und den wirklichen Mörder kommt man überhaupt nicht, weil es diesbezüglich keine Hinweise gibt, da war dann das Ende doch ein wenig überraschend. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sich Bravo und Pezi wieder an einem gemeinsamen ,,Fall“ heranwagen, denn die Mischung zwischen ,,knallharten“ Killer und Möchtegern Schauspieler ist eine besondere, die einiges an Potenzial bietet, wenn es um spritzigen Humor geht.

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Mörderische Wetten
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Was damals geschah

Wittgensteiner Schatten von Sandra Halbe

Caroline König ist nicht gerade glücklich darüber, dass ihre Strafversetzung beim BKA sie zurück in ihre alte Heimat Bad Laasphe im Wittgensteiner Land führt, wo sie wieder bei ihrer Mutter wohnt und ihren alten Freund Alex trifft, der ebenfalls bei der Polizei arbeitet. Der letzte Fall ihres verstorbenen Vaters hat sie damals völlig aus der Bahn geworfen und genau dieser Serienmörder will kurz vor seinem Tod Antworten auf die ungelösten Fragen zu den vier toten Frauen geben.

Für Caro wird es ein langer und harter Weg werden, denn der Mörder Robert Hellmar betreibt mit ihr ein Katz- und Mausspiel, wo er nur ihre Fragen beantwortet, wenn auch sie bereit ist, seine Fragen zu beantworten. Mit der Zeit dringt sie immer tiefer in die Gefühlswelt von Hellmar ein und Caro bemerkt, dass er anscheinend doch nicht der kaltblütige Mörder ist, wie man es von einem Serienmörder annimmt. Aber auch ihre Gefühle ändern sich, nicht nur zu ihrer Mutter, sondern auch zu Alex und viele Erinnerungen von früher kommen bei ihr hoch.
,,Wittgensteiner Schatten“ ist der berührende und spannende Kriminalroman aus der Feder der Autorin Sandra Halbe. Ihr Krimi überzeugt von Beginn weg und die ,,Beziehung“ zwischen dem Mörder Hellmar und Caro ist zwar ungewöhnlich, aber glaubhaft dargestellt. Man begibt sich als Leser auf eine spannende Schnitzeljagd und man tappt wie Caro immer wieder im Dunkeln. Dabei schafft es die Autorin nicht nur die Kommissarin sondern auch den Leser immer wieder zu überraschen und führt dabei Wendungen herbei, mit denen man nicht gerechnet hat. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und es gelingt ihr dabei sogar, dass man Hellmar sympathisch findet und mit ihm mit leidet. Der Auslöser dieser Leidensgeschichte ist sogar recht aktuell und erschüttert gleichermaßen. Die Protagonisten agieren alle glaubwürdig und die zwischenmenschlichen Probleme und Ängste besonders zwischen Caro und Alex werden ebenfalls gut erzählt. Ein sehr emotionaler Roman, mit einem unerwarteten, aber schönen Ende, wo man sich freut, wenn es mit Caro eine Fortsetzung gibt.

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Elsa, die Chaos Queen

Wittgensteiner Schatten von Sandra Halbe

Es ist schon schlimm genug, wenn man Elsa-Antoinette „Sternderl“ Stern heißt, aber wenn man fast 30 ist, noch dazu unverheiratet und mit einer Männerbegleitung, die man ja nicht hat auf die Hochzeit der ungeliebten Cousine Helene gehen soll, dann steht man vor einem großen Problem. Doch Elsa schafft es sich selbst von einer Katastrophe in die andere zu manövrieren.

Dank ihrer guten Freundin E. landet sie nach einem Unfall vor Gericht und lernt dort den geheimnisvollen Herr Q. kennen, der ihr Leben gehörig durcheinander bringen wird. Von nun an geht alles schief, was nur schief gehen kann und Elsa ist nicht nur einmal der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen.
,,Liebe, Männer, Eierlikör und andere Katastrophen“ ist der unglaublich witzige Roman der Autorin Christina Loböck, die unter dem Pseudonym Elsa Stern schreibt und somit gleich zeigt, dass sie und die gleichnamige Protagonistin, sehr viel Humor haben. Alleine das farbenfrohe und auffällige Cover zieht den Leser sofort an. Ich habe schon viele lustige Romane gelesen, aber dieser hier schlägt alle um Längen. Es ist unglaublich, dass auf jeder Seite entweder eine kleine oder große Katastrophe passiert, wo man als Leser Bilder projiziert bekommt, wo man einfach lachen muss, ob man will oder nicht. Slapstickartige Einlagen der Protagonistin möchte man dabei sofort auf einer Kinoleinwand sehen, weil sie so toll und lebhaft beschrieben sind. Ich bin von der Ideenvielfalt, die die Autorin dabei aufs Papier bringt, fasziniert. Aber auch ihre Gedankengänge und erfundenen Wortschöpfungen sind einfach zum niederknien. Ich habe mich oft gefragt, woher sie diese Einfälle hat. Dass dieses Niveau bis zum Schluss aufrecht erhalten bleibt ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Ihre Protagonisten, allen voran Elsa werden sehr lebhaft dargestellt. Mich hat dabei überhaupt nicht gestört, dass die Freundinnen nur als die E. und die A. bezeichnet wurden und dass der Traummann den Namen Herr Q. hat. Schon alleine das zeigt, dass die Geschichte sich von anderen abhebt. Wenn dann Fräulein Stern den Leser auch noch persönlich anspricht hat man das Gefühl direkt in das Geschehen mit einbezogen zu sein. Jede Figur hat ihre Eigenheiten und Macken, die sie wunderbar in der Geschichte ausleben dürfen. Der Hauch vom österreichischen Dialekt lässt den Leser noch intensiver an manchen Szenen teilhaben und es wirkt noch lebendiger, als es eh schon ist. Elsa, eine liebenswürdige Chaos Queen, die von einem Fettnäpfchen ins andere tappt und wo man als Leser, der Autorin nur gratulieren kann und hofft, dass sie uns bald an einer Fortsetzung teilhaben lässt.

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Ein irrer Brandstifter

Tegernsee-Connection von Jürgen Ahrens

Gleich bei seinem ersten Fall bekommt es Kommissar Markus Kling mit einem brisanten Thema zu tun. Dass ein ehemaliges Luxushotel bis auf die Grundmauern abgebrannt ist, wäre ja noch nicht so schlimm, dass man aber in der Brandruine ein Todesopfer findet, schon. Schon bald stößt er bei seinen Ermittlungen auf Dinge, die man in der feinen Tegenseer Gesellschaft gerne vertuschen würde.

Da das Hotel unter Denkmalschutz gestanden ist und es Käufer gegeben hat, die gerne diesen bei einem Abriss umgangen hätten, ist es nicht ausgeblieben, dass so mancher mit Schmiergeld und Intrigen seinen Vorteil gesucht hat. Markus Kling verfolgt viele Spuren, die aber nie so richtig zum Ziel führen. Als es aber mit der Brandstiftung weiter geht und es wieder einen Toten gibt weiß der Kommissar, dass er schnellstens den Brandstifter finden muss.
,,Tegernsee- Connection“ ist der erste Kriminalroman rund um den sympathischen Kommissar Markus Kling. Der Autor Jürgen Ahrens hat in seinem Krimi die sogenannte feine Gesellschaft unter die Lupe genommen, wo es darum geht alles zu tun, damit man zu seinem Vorteil kommt. Egal ob es der russische Multimillionär ist oder der Bürgermeister, jeder versucht mit nicht ganz legalen Mitteln zu arbeiten. Es ist ein eher ruhiger Krimi, der gerade zu Beginn seine Zeit braucht, bis man wirklich in die Geschichte einsteigt. Im Laufe des Romans bekommt man als Leser dann etwas mehr an Rasanz zu spüren. Der Kommissar ist ein ruhiger und besonnener Ermittler, der mir sogar ein wenig zu sensibel ist, weil er sich vieles sehr zu Herzen nimmt und er gerade in seinem Job eine gewisse Härte braucht. Aber es ist ja sein erster Fall und er wird sicher noch ,,heranreifen“. Ein angenehm zu lesender Krimi, wo man schon gespannt ist, wie es mit dem Kommissar und seinem Privatleben weiter gehen wird.

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Ein irrer Brandstifter