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Rezensionen von Harakiri:

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tolles Setting

Unsterblich von Michaela Kastel

Sonja Raich ist Tierpräparatorin. Mühsam hält sie sich durch ihre Aufträge über Wasser. Nicht alle sind ganz legal Als einer ihrer Auftraggeber aber ein ganz besonderes Präparat möchte, lehnt Sonja ab und gerät in Gefahr.
Die Autorin war mir bisher unbekannt und „Unsterblich“ war mein erstes Buch von ihr.

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht.
„Unsterblich“ ist mal etwas ganz Anderes. Die Thematik mit den Tierpräparaten und was sich daraus ergibt fand ich sehr neu und anders. Vom Stil her geht das Buch ein klein bisschen in die Richtung von „Achtsam morden“, hat aber eine ganz andere Thematik und Dramatik.
Was anfangs ganz locker beginnt, wird schnell ernst und spätestens da legt sicher niemand mehr das Buch zur Seite. Das Ende fand ich realistisch, wenn ich es mir auch anders gewünscht hätte.

Fazit: mit „Unsterblich“ ist Kastel ein spannender Thriller gelungen, mit einer Thematik die es bisher nicht gab.

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3 dubiose Selbstmorde

Die Zentrale von Veit Etzold

„Was du an einem Tag erlebst, erleben andere nicht in einem Leben“



Laura hat sich gerade so von ihren Erlebnissen in Berlin erholt und freut sich auf die neue Herausforderung in Frankfurt. Doch leider gerät sie wieder einmal zwischen die Fronten und muss sich langsam tatsächlich fragen, wer ihr wohl Böses will.

Etzolds Finanzthriller ist wieder rasant zu lesen. Wenn ich auch anfangs durch die Bankgeschichte ein wenig verwirrt war. Auch wenn er die Geschäfte sehr gut erklärt, bleibt es für Laien doch schwierig, alles nachvollziehen zu können.



Als aber Laura wieder in Schwierigkeiten gerät, begann für mich der richtige Thriller und ich war gleich in der Handlung gefangen. Diesen Teil hätte ich gerne noch etwas mehr ausgebreitet gehabt. Im ersten Band der Trilogie musste Laura mehr kämpfen, hier im Folgeband, fällt ihr mehr in den Schoß, was ein wenig Spannung herausnimmt.



Toll fand ich die technischen Spielereien, die Laura entlasten. Das Ende macht bereits wieder neugierig auf den nächsten Band.



Fazit: Für Nicht-Banker beginnt das Buch ein wenig verwirrend, es steigert sich dann aber rasant und wartet mit einem ungeahnten Ende auf.

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Leben ist Leiden

Solange wir leben von David Safier

Leben ist Leiden

David Safier ist bekannt durch seine humorigen Bücher. Dass er auch anders kann, beweist er in seinem neuen Buch „Solange wir leben“, in dem er die wechselvolle Geschichte seiner Eltern erzählt.
Joschi ist Jude, Waltraut Deutsche. Joschi ist 20 Jahre älter als Waltraut und hat schon eine bewegte Vorgeschichte als er auf die Liebe seines Lebens trifft.

Doch kann diese Liebe Bestand haben?
Dieses Buch hat mich sehr berührt. David Safier beschreibt ein Leben voller Hochs und Tiefs. Von Judenverfolgung über Seefahrerjahre bis hin zu Schritten in die Selbständigkeit. Man merkt dem Buch die Liebe des Autors zu seinen Eltern einfach an und liebt und leidet mit den Charakteren mit.

Tief bewegend fand ich auch den Satz: „Statt womöglich zusammen 100 Safiers und Klaprodts gab es nur noch David“ – dieser Satz sagt so viel aus. Er transportiert in wenigen Worten das ganz Leid, das die Juden damals erdulden mussten.
Fazit: Wer so viel erlebt und erleidet muss in einem Buch gewürdigt werden. Das ist Safier hervorragend gelungen und ich freue mich, dass er sich an diesen großen Schritt herangewagt hat.

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wer hat den Bürgermeister auf dem Gewissen?

Ostseenebel von Eva Almstädt

Ein Sommerurlaub an der Ostsee soll Alva Dohrmann eigentlich ruhige Tage bescheren. Doch dann findet sie eine Leiche und gerät völlig aus dem Gleichgewicht. Kurz darauf ist sie spurlos verschwunden. Als am Strand noch eine Leiche gefunden wird, ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Doch die Dorfbewohner machen es ihnen nicht einfach.

Bei Pia Korittki ist das Eintauchen in ein neues Buch fast wie Nachhause kommen. Ich begleite Pia seit ihrem ersten Fall und beobachte gespannt ihre Entwicklung. Denn neben dem eigentlichen Fall gibt es auch immer die persönliche Komponente im Buch, welche Eva Almstädt immer gekonnt und ausgewogen einfließen lässt.
Verdächtige gibt es wieder mal sehr viele im neuen Krimi und Almstädt versteht es, falsche Fährten zu legen, denen man als Leser gerne folgt, um dann am Ende auf DIE große Wendung zu stoßen, mit der man nicht gerechnet hätte.
Fazit: von Anfang bis Ende ein tolles Buch, das man kaum aus den Händen legen mag.

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Geheimnisse unter griechischer Sonne

One of the Girls von Lucy Clarke

6 Frauen auf einer griechischen Insel. Es könnte so schön sein, wenn. Ja, wenn nicht jede der Frauen ein Geheimnis hätte.

Bereits auf den ersten Seiten schwelt es zwischen den Frauen und das steigert sich bis zum überraschenden Finale.
Die Handlung wird in wechselnden Perspektiven erzählt. Zudem stehen zu Anfang manchen Kapitels noch kursiv gedruckte Zeilen, die die Story etwas vorwegnehmen, ohne allerdings zu viel zu verraten.

Das steigert die Spannung noch zusätzlich. Das Buch lebt nicht von der Spannung, die durch die Suche nach einem Mörder erzeugt wird, sondern von der Dramatik, wer wird das Opfer sein und warum? Denn die Leiche wird ja bereits auf dem Klappentext publik gemacht.

Fazit: Die Story war wirklich erfindungsreich konstruiert und gestaltet. Hut ab, wie Clarke alles miteinander verbunden hat und immer wieder Brocken hinwarf, die die Spannung noch gesteigert haben.

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Der Unfall

Die spürst du nicht von Daniel Glattauer

Als die Familien Strobl-Martinek und Binder ein Flüchtlingsmädchen mit in den Urlaub nehmen, ahnt keiner, welche Folgen ihre Freundlichkeit hat. Denn Aayania stirbt an den Folgen eines Badeunfalls und die Familie gerät in einen Strudel, der sie nicht mehr loslässt.
Ein wenig anders hatte ich mir das Buch lt.

Klappentext vorgestellt und ich war überrascht, welchen Verlauf die Handlung nimmt. Ich war dann allerdings schnell gefangen von den ganzen Abläufen. Wie jeder mit dem Verlust umgeht und sich verändert, das war sehr interessant zu lesen.
Glattauer schont seine Protagonisten nicht. Er geht der Frage nach, wie viel ein Menschenleben wert ist. Und ob jedes gleich viel wert ist. Und was passiert mit denen, die unter dem Radar fliegen? Und sind die mehr wert, die mehr Geld und Ansehen genießen? Ein schwieriger Diskurs, aber Glattauer schafft den Spagat zwischen Roman und Gesellschaftskritik hervorragend. Er hält dem Leser den Spiegel vor, in dem sich mancher gar nicht gern selbst sehen mag.
Fazit: Für mich kommen die Flüchtlingseltern ein wenig zu kurz, aber sonst ist der Roman wieder sehr gut gelungen.

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sehr gut

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1) von Marc Raabe

Als in Berlin weibliche Leichen mit der Adresse des Bundeskanzlers auftauchen gerät in Welt in Aufregung.
Artur Mayer soll den Fall zusammen mit seiner neuen Partnerin Nele Tschaikowski aufklären, stößt jedoch auf eine Mauer des Schweigens und der Lügen und gerät schließlich selbst in große Gefahr.

Marc Raabe ist mir durch seine Tom Babylon-Reihe bekannt und beliebt. Auch seine neue Serie beginnt mit einem Knaller. Die Handlung hat es in sich, bereits vom Prolog an, der mit einem Rückblick in die Vergangenheit startet. Dieser wird immer wieder – passend zur Haupthandlung – ergänzt und vervollständigt und erklärt die Handlung in der Gegenwart.
Art Mayer und Nele Tschaikowski sind ein interessantes Gespann. Art ist Diabetiker und Nele ein Neuling und schwanger. Sie hat großes Potential und bringt die Handlung mehr als einmal voran.
Durch die politische Brisanz gewinnt das Buch zudem an Spannung, ist aber nichts für Leser mit schwachen Mägen, weil die Handlung teilweise sehr brutal geschildert wird.
Fazit: auch mit seiner neuen Reihe kann Raabe begeistern und ich freue mich auf den zweiten Band, der im Frühjahr 2024 erscheinen soll.

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sehr gut
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Tödliche Drohnen

Das Spiel - Desert Rogue von Julia Hense

Navid und Tim wohnen zusammen in Berlin. Kurz bevor Navid in Kabul zu Tode kommt, schickt er eine verschlüsselte Datei an Tim. Was dieser darin findet macht ihn zum Staatsfeind Nr. 1. Fortan hat er nicht nur einen Verfolger, der ihn tot sehen will.


Mit „Das Spiel“ legt Hense einen Erstling vor, der es in sich hat.

Spannende Verfolgungsjagden und aussichtslose Situationen machen das Buch von Anfang an sehr spannend und aufwühlend. Allein die Szene mit Navid im Prolog war schon sehr emotional und mitreißend.
Henses Charaktere wirken authentisch und sympathisch. Tim mochte ich gleich und auch Bahar konnte mich überzeugen.
Teilweise hatte das Buch ein paar Längen, vor allem wenn der Geheimdienst im Spiel war oder die Russen.
Erschreckend war die Vorstellung, ob das Setting mit den Drohnen so auch tatsächlich stattfinden könnte. Möglich wäre es. Die Autorin hat selbst schon in der IT gearbeitet und das merkt man ihrem Thriller auch an. Sehr fundiert, aber ohne zu verwirren, erzählt sie ihre Handlung auf mehreren Ebenen, was dem Ganzen noch mehr Brisanz gibt.
Sehr gefreut hat mich der Satz auf der letzten Seite: „Fortsetzung folgt“: Denn ich kann nicht so recht glauben, dass die Handlung schon zu Ende sein soll.

Fazit: Julia Henses Erstling hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne.

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Einblicke in die Computerwelt

Morgen, morgen und wieder morgen von Gabrielle Zevin

Ein Einblick in die Computerwelt

Sam und Sadie lernen sich im Krankenhaus kennen. Ein paar Jahre später programmieren sie ihr erstes Computerspiel und sind damit sehr erfolgreich. Doch mit dem Ruhm gibt es auch immer wieder Konflikte, die es zu lösen gilt. Mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgesuchtet.

Schon die Schilderungen über das Kennenlernen von Sadie und Sam im Krankenhaus fand ich sehr berührend. Sie bei ihrem Aufstieg und den alltäglichen Problemen begleiten zu können war sehr spannend und emotional. Auch die Annäherung Sams im späteren Teil des Buches fand ich sehr rührend.
Zevin schreibt einen Roman wie aus dem Leben. So oder genau so könnte es tatsächlich gewesen sein. Zevin spannt den Bogen von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter der Protagonisten und gibt immer wieder Rückblicke in Themen, die länger zurückliegen. Als Kind der 70er konnte ich die Geburtsstunde der Spieleindustrie sehr gut nachvollziehen, weil ich das teilweise selbst miterlebt habe. Der erste Gameboy, Super Mario, Donkey Kong – um nur einige Stichwort zu nennen.
Fazit: ein sehr schönes Buch über Freundschaft, Liebe und Gefühle.

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Britischer Humor at its best

Der Donnerstagsmordclub und die verirrte Kugel von Richard Osman

Aus einem Cold Case wird ganz schnell ein aktueller Mordfall
Der Donnerstagsmordclub will den Tod von Bethany Waites klären und sticht in ein Wespennest. Plötzlich gibt es zwei Tote. Wer kann nicht wollen, dass der alte Mord geklärt wird?
Ich habe mich sehr auf den dritten Band des Donnerstagsmordclub gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Die 4 älteren Herrschaften sind immer für amüsante Unterhaltung gut. Mit viel Humor beschreibt der Autor die Charaktere und wie sie sich überall durchmogeln und mitmischen. Ein herrlicher Spaß. Aber natürlich ist auch der Fall sehr durchdacht und interessant und mitreißend geschildert. Allein die Rätsel um die Empfänger der Gelder. Besonders mochte ich auch Rons Interaktion mit Pauline und die überraschende Auflösung des Falls.
Sehr gespannt bin ich schon auf die Fortsetzung. Was plant Conny? Und was meint Bogdan mit seiner kryptischen Äußerung? Ich hoffe, Osmans Pause ist vorüber und er sitzt wieder am Schreibtisch.
Fazit: ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

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