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Rezensionen von Harakiri:

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Bluthochzeit

Akte Nordsee - Der Teufelshof von Eva Almstädt

Der zweite Fall für Fentje Jacobsen und Niklas John
Nach einer Hochzeit auf dem Land werden die Bräutigameltern er- und der Bräutigam angeschossen. Nur die Braut kann sich retten. Doch schnell fällt der Verdacht auf sie und Fentje und Niklas wollen ihre Unschuld beweisen.
Almstädts Krimis sind immer ein Quell der Freude.

Ihre Charaktere authentisch und nahbar und die Geschichten spannend, aber nicht blutrünstig. Der aktuelle Fall ist eine richtig harte Nuss für die beiden Hobbydetektive. Schnell finden sie ein wichtiges Indiz heraus – jedoch steckt der Teufel im Detail und es hilft erst einmal nicht weiter. Der Schluss kam dann recht schnell und noch einmal spannend.
Fazit: Eva Almstädt lese ich einfach sehr gerne.

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Bluthochzeit
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Cavanagh lesen und alles ringsum vergessen

Liar von Steve Cavanagh

Cavanagh lesen und alles rundum vergessen.
Ich gestehe mal, dass ich bei jedem Buch von Eddie Flynn die Welt um mich herum ausblende und nur noch lese. Die vielen Wendungen und die Raffinessen und wie Cavanagh alles aufbaut, das hat schon etwas Besonderes. Da merkt man die 500 Seiten gar nicht.
Eddie Flynn soll einem alten Freund der Familie dabei helfen, dessen entführte Tochter wiederzufinden.

Doch der Fall entpuppt sich bald als derart desaströs – das hätte sich auch Eddie nie vorstellen können.
Cavanagh ist wieder ein Meisterstück gelungen. Die Handlung ist interessant erzählt und fesselnd gestaltet, man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen. Wie der Autor nur immer auf solche Situationen kommt, die aussichtslos erscheinen und dann von Eddie doch noch irgendwie gelöst werden können. Die Frage im Buch nach dem Ob stellt sich hier gar nicht, eher die nach dem Wie?
Ein wenig schade fand ich, dass Harry in diesem Band nicht so präsent war. Ich mag die beiden im Duo immer besonders gerne.
Fazit: mir hat das schlechte Wetter heute gar nichts ausgemacht.

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Cavanagh lesen und alles ringsum vergessen
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der letzte seiner Art

Die unerhörte Reise der Familie Lawson von T. J. Klune

Die Lawsons sind keine Familie wie jede andere. 90% der Familie bestehen aus Robotern. Doch eins haben sie mit allen Familien gemeinsam: sie lieben sich. Diese Liebe wird allerdings auf eine harte Probe gestellt, als Fremde in die kleine Familienidylle eindringen und Papa Giovanni entführen. Dessen Leben hängt fortan von einem Staubsaugerroboter, einem Androiden, einem Pflegeroboter und Sohn Vic ab.

Eine herrliche Idee. Ich mag die Bücher von Klune sehr gerne. Auch dieses habe ich wieder sehr gern gelesen, obwohl es zwischendurch auch einige Längen hatte. Die Roboter sind so liebevoll und witzig geschildert, dass man sie einfach gernhaben muss. Vor allem der Staubsauger hatte es mir angetan, aber auch das „Gerät für Reha, Operationen und Bohren“ – Schwester Grob brachte mich öfter zum Lachen.
Dabei ist die Story an sich ja eher ernst. Die Menschheit wurde ausgerottet und es gibt nur noch ein einziges menschliches Wesen auf der Erde. Und dies gilt es mit allen Mitteln zu verteidigen. Dennoch ist der Ton nicht traurig, sondern hoffnungs – und liebevoll.
Fazit: Wieder ein sehr gelungenes Buch, das einen zum Schmunzeln und Nachdenken bringt.

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der letzte seiner Art
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kennt ihr Phrogger?

Die Verborgenen von Linus Geschke

Ich habe bisher alle Thriller von Linus Geschke gelesen und war jedes Mal begeistert. Die Verborgenen jedoch konnten mich nicht restlos begeistern.
Sicher, die Idee ist super und auch die ersten 100 Seiten habe ich verschlungen. Jeder hat Geheimnisse, alles wird angedeutet, erst einmal nichts aufgelöst.

Das verleitet zum Spekulieren und hat mich total neugierig gemacht. Leider ging die Handlung dann nicht so weiter, wie erhofft. Ich hatte mir da irgendwie mehr drunter vorgestellt. Die Thematik der Phrogger, die sich in Häusern einnisten und dort wie Zecken im Geheimen leben, ist spannend und interessant.
Die Handlung drum rum gut aufgebaut. Für mich passte allerdings die Sache mit Rebecca nicht wirklich zum Buch. Und die Personen blieben mir alle zu flach und ich konnte mit niemandem etwas anfangen. Und das Ende fand ich auch etwas unbefriedigend.
Fazit: Zwar spannend zu lesen (anfangs) und mit vielen Wendungen, aber für mich nicht das beste Buch Geschkes.

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kennt ihr Phrogger?
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Kein Thriller

Elternabend von Sebastian Fitzek

Elternabend
Fitzek warnt auf dem Cover ausdrücklich, dass er KEINEN Thriller schreibt. Aber so manche Teile waren schon sehr spannend.
Zugegeben: der Rest war eher humorig, teilweise etwas zu gewollt lustig, aber ich habe mich köstlich über manche Sprüche und Wendungen amüsiert.
Wer setzt sich schon mit einem Gürtel um den Hals und einer Hortensie in der Hand in ein gestohlenes Fahrzeug? Sowas kann auch nur Fitzek einfallen.

Und auch das, was sich daraus ergibt. Im Nachwort schreibt er selbst, dass er teilweise von echten Elternabenden inspiriert wurde und da ich selbst Mutter bin und bei diversen solchen Veranstaltungen war, kann ich ihm da nur zustimmen: das Leben schreibt die besten Geschichten.

Das Ende fand ich ein wenig offen, aber diesen Ausweg lässt sich Fitzek ja öfter. Da bleibt es dann der Fantasie des Lesers überlassen, was er daraus macht.
Fazit: alles in allem ein Buch, das Spaß macht, aber keine hohen Ansprüche bedient, auch wenn ein wichtiges Thema im Buch angesprochen wird.

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Kein Thriller
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Die Reise geht weiter

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu von Nina George

Die Reise geht weiter
Ein Leben ohne Bücher? Undenkbar. Vor allem für Jean Perdu, den literarischen Apotheker. 4 Jahre ist es her, seit er mit seinem Bücherschiff losgezogen und die Welt hinter sich gelassen hat. Mit Catherine hat er den Sinn des Lebens wiedergefunden. Aber so ganz zufrieden ist er nicht und so begibt er sich wieder auf eine Reise - mit anderen, aber vor allem zu sich selbst.

4 Jahre nach dem ersten Band angesiedelt, aber unabhängig zu lesen.
Ich habe mich sehr gefreut, wieder von Jean Perdu und seinen Freunden zu lesen. Viel ist passiert in den letzten Jahren und mir gefiel es, dass Perdu so gut in seiner neuen Heimat angekommen ist. Allerdings merkt er, dass irgendetwas fehlt. Liebevoll unterstützt von Catherine trifft er die Entscheidung, die sein Leben erneut verändert.
Überwog in „Das Lavendelzimmer“ noch eher die Trauer, ist das neue Buch über Jean Perdu eher im heiteren Bereich angesiedelt. Wie er die Menschen und Tiere auf seinem Schiff empfängt und wie diese zur „Arche“ wird, fand ich sehr schön. George schreibt wieder sehr poetisch und einfühlsam und sorgt beim Lesen für Wohlfühlmomente.

Etwas störend fand ich die Einschübe der „Großen Enzyklopädie der Kleinen Gefühle“ in jedem Kapitel. Obwohl die auch sehr poetisch geschrieben waren, störten sie doch den Lesefluss. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, sie zu überspringen und am Ende des Buches gesammelt zu lesen.
Fazit: nicht ganz so zauberhaft wie der erste Teil, aber dennoch sehr lesenswert.

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Die Reise geht weiter
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Ich bin bei dir

Der Fremde aus dem Meer oder Die Macht des Glaubens von Mitch Albom

Schon die Erzählung „Die 5 Menschen, die dir im Himmel begegnen“ des Autors hat mich begeistert und auch der jetzt vorliegende neue Roman konnte mich überzeugen.
Ein Schiff havariert im Ozean, 10 Menschen können sich auf ein Rettungsboot flüchten und treiben im Meer. Hunger und Durst machen ihnen zu schaffen als plötzlich ein Mann bei ihnen vor dem Boot auftaucht und behauptet, er sei der Herr.

Mit viel Einfühlungsvermögen erzählt Albom die Geschichte und nimmt den Leser von der ersten Seite an mit. Seine Schreibweise ist unaufgeregt aber mitreißend. Sein Protagonist wirkt geheimnisvoll und durch die Tagebuchseiten die ein Jahr nach dem Unglück an den Strand gespült werden, sehr interessant.

Benji wird als zerrissener Charakter beschrieben, der sich Schuldgefühlen ausgesetzt sieht, die man gut nachvollziehen kann. Dennoch mag man kaum glauben, dass er wirklich Schreckliches getan hat. Albom nimmt uns hier tief in die Seele des Mannes mit hinein und zeigt Auswege.
Fazit: ein Buch, das man immer wieder lesen kann, auch wenn man nach dem ersten Mal weiß, wie es endet. Dennoch findet sich auch ein gewisser Trost und Glaube in den Seiten.

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Ich bin bei dir
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absolut fesselnd

Der Feind von Christine Brand

Gleich zwei Fälle beschäftigen Reporterin Milla und Polizist Sandro im neuen Fall von Christine Brand.
Ein Amokläufer schießt in einer Disko wild um sich und tötet viele Frauen. Die Spur führt zu einer Gruppe Incels. Der andere Fall bringt die Kantonspolizei Bern an ihre Grenzen: 3 Männer werden ermordet und mit roten Stöckelschuhen, einer Maske und einer Kindersocke geschmückt.

Wer hat so viel Hass auf diese Männer und warum?
Kennt ihr das? Wenn man ein Buch aufschlägt und schon von der ersten Seite an gefesselt ist? Und sich freut, dass man noch fast 600 Seiten vor sich hat? Genau so ging es mir wieder mit dem neuen Buch von Christine Brand.
Die Handlung war total fesselnd. Brand schreibt im Nachwort, dass sie kürzlich von den Incels gelesen habe und das unbedingt in einen Krimi verarbeiten wolle. Was ihr meisterlich gelungen ist. O-Töne und gekonnt recherchiertes Hintergrundwissen fließen in dieses Buch ein und machen es zu einem spannenden Lesevergnügen. Auch der Fall mit den roten Schuhen hat es in sich. Ob beide etwas miteinander zu tun haben, gilt es zu ermitteln. Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, von zwei getrennten Fällen zu lesen, die Autorin hat es geschafft, beide total interessant nebeneinander her laufen zu lassen.
Brands Charaktere sie wieder sehr sympathisch und authentisch herausgearbeitet. Bettinas Schicksal hat mich sehr bewegt. Einziger Wehmutstropfen: es gab nicht so viel Raum für Nathaniel. Aber auch der hat einiges erlebt und ich bin schon gespannt, wie es mit den ganzen Personen weitergeht.
Fazit: Trotz 600 Seiten auf keiner Seite langweilig. Im Gegenteil. Das Buch ist eins meiner Jahreshighlights.

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absolut fesselnd
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sehr gut gelungen

Gnadenlose Provence von Pierre Lagrange

Albin Leclerc kann es nicht lassen. Sogar auf seiner Hochzeitsreise kümmert er sich als Berater um den Fall der erschossenen Radfahrer in seiner provenzalischen Heimat. Kaum zurück vertieft er sich in den Fall und findet schnell heraus, was hinter der ganzen Sache steckt. Doch wer ist der Täter?
Bereits der 8.

Fall von Albin Leclerc und seinem Team, den ich sehr gerne verfolgt habe. Albin ist etwas eigenwillig, aber genau das macht den Reiz aus. Zudem ist er seinem Team immer einen Schritt voraus, ohne jedoch bauernschlau zu wirken. Im Gegenteil: Albin ist ein sehr sympathischer Charakter.
Die Handlung ist logisch aufgebaut und macht Spaß zu lesen, auch wegen des Lokalkolorit und vor allem auch durch den Humor, der hauptsächlich in den Begegnungen zwischen Albin und dem Tabaciere aufblitzt. Die beiden im Duett sind einfach unschlagbar.
Fazit: wieder ein sehr gelungener Fall in der Provence, der durch Lokalkolorit punktet und nicht durch Grausamkeit.

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sehr gut gelungen
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ein sehr emotionales Buch

Das Lavendelzimmer von Nina George

Ein Roadmovie auf dem Fluss
Als eine neue Bewohnerin in das Haus von Monsieur Perdu zieht, stiftet er ihr seinen Esszimmertisch. Den er seit Jahren nicht benutzt hat, weil er ihn an seine große Liebe Manon erinnert, die ihn vor vielen Jahren verlassen hat. Was diese Geste auslöst, hätte sich Perdu niemals vorstellen können.

Ein sehr poetisches Werk, das Nina George hier erschaffen hat. Monsieur Perdu wird als sehr liebenswerter Charakter geschildert. Er verkauft seine Bücher nicht nur, er lebt sie. Und wenn ein Buch so gar nicht zu einem Käufer passen mag, dann rät er ihm auch schon mal davon ab und empfiehlt ein anderes. Unwillkürlich fragt man sich „welches Buch würde Monsieur Perdu MIR empfehlen?“
Ich fand die Idee dieses Buches so zauberhaft und mitreißend und auch den Weg, den Perdu geht fand ich sehr gut geschildert. Wie er sich verliert und wiederfindet, wie er anderen hilft und ihm selbst geholfen wird. Oftmals war ich bei der Schilderung zu Tränen gerührt.
Sehr schön fand ich auch die Gefährten von Perdu auf seiner Reise zu Manon und sich selbst. Und wie Perdu feststellt: er ist nicht der Einzige mit Problemen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen.
Fazit: dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht, zum Nachdenken, aber auch zum Lachen. Dieses Buch ist große Gefühle pur.

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ein sehr emotionales Buch