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Rezensionen von Harakiri:

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Oxen ist zurück - und wie

Oxen. Pilgrim von Jens Henrik Jensen

Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt nimmt sich Oxen Zeit für sich und seinen Sohn und geht wandern. Allerdings hält die Ruhe nicht lange an, denn ein spektakulärer Fall wartet auf ihn: eine Steuer-CD soll geleakt werden, doch einige Betroffene haben ganz massiv etwas dagegen. Oxen braucht wieder seine ganze Schläue, um die Übergabe nicht zu einem blutigen Drama werden zu lassen.

In meiner letzten Rezension zum Vorgängerband schrieb ich ins Fazit: „ich werde dem nächsten Band noch eine Chance geben“. Und ich muss sagen: zum Glück habe ich das gemacht. Konnte mich der letzte Fall überhaupt nicht überzeugen, habe ich diesen Band an einem Tag durchgesuchtet. Endlich durfte Oxen wieder zeigen was er kann. Allein die Tricks bei der Übergabe der Daten – herrlich!
Auch Margrethe und Alex Mossmann haben ihre Probleme. Und dann ist da noch Sally Finnsen, die den Tod an ihrem Bruder aufklären möchte und auch hier Unterstützung von Oxen hat. Die Jagd nach dem Mandrill hat mich auch total geflasht. Vor allem, weil es so gar keine Aussicht auf ein erfolgreiches Ende gab.
Fazit: Oxen ist zurück – und wie!!

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Oxen ist zurück - und wie
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schöne Geschichte

Dieses schöne Leben von Mikki Brammer

Clover ist Sterbebegleiterin und sehr warmherzig. Doch ihr eigenes Leben hat sie nicht im Griff. Sie lebt einsam in einem Apartment in New York, hat weder Freunde noch einen Partner. Als sie Sebastian kennenlernt, der sie bittet, seine Großmutter beim Sterben zu begleiten, wird sie aus ihrer Komfortzone gerüttelt.

Denn Sebastian sagt ihr klar und deutlich, was er von ihrem Verhalten hält.
Es war schön, Clover auf ihrem Weg zu begleiten. Ihre Entwicklung mitzuerleben. Ich fand sie als Charakter sehr liebenswert und empathisch und habe mit ihr mitgelitten und mich für sie gefreut. In Rückblicken erfährt man, warum Clover so ist, wie sie ist: sie wurde zu oft enttäuscht und kann nun niemanden mehr an sich heranlassen, aus Angst, wieder verletzt zu werden. Dass sie dadurch aber auch einiges verpasst, merkt sie erst spät.
Die Autorin schreibt wirklich gut. Ich konnte mich in alle Charaktere sehr gut hineinfühlen. Sie schreibt sehr warmherzig und greift ein wichtiges Thema auf: viele Menschen sterben alleine und einsam. Sterben ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu-Thema. Man redet kaum darüber. Deshalb finde ich dieses Buch sehr wichtig. Es nimmt den Leser mit auf eine Reise und zeigt, dass jeder anders mit diesem Thema umgeht und dass letztendlich alle Wege passend sind.
Fazit: Ein erstens Thema sehr warmherzig und humorvoll, berührend und mitreißend umgesetzt

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ein wahrer Pageturner

Die Vermisste von Caroline Corcoran

Was bringt eine Mutter dazu, ihr neu geborenes Baby alleine zu lassen?
Ist es die postpartale Depression? Oder steckt doch etwas ganz Anderes dahinter.
Als Marc in das Krankenzimmer seiner Frau kommt, ist nur noch die neugeborene Fleur in ihrem Bettchen. Von Romilly fehlt jede Spur. Marc ist verzweifelt.

Er muss sich um seine Tochter kümmern und gleichzeitig seine Frau suchen. Zum Glück hat er Hilfe von Seiten der Familie. Doch irgendwie wissen die anscheinend mehr als sie zugeben.
Spannung von Anfang bis zum Ende. Viele Wendungen machen das Buch zu einem Pageturner. Zudem weiß man als Leser auch nie, was und wem man glauben kann. Die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch eins mehr zu lesen, bis man schließlich die letzte Seite umdreht und geflasht ist. Denn in diesem Buch ist nichts, wie es scheint.
Corcoran nimmt sich eines Themas an, das neugierig macht. Von der ersten Seite an ist man in der Handlung gefangen und klebt förmlich an den Zeilen. Das Szenario ist aber auch zu ungewöhnlich. Das Zurücklassen eines Babys ist ja nun keine normale Handlung und man muss einfach wissen, was sich dahinter verbirgt.
Fazit: ein Pageturner, der es wirklich in sich hat.

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Puffeline ermittelt

Miss Merkel: Mord auf hoher See von David Safier

Puffeline ermittelt wieder.
Dieses Mal bei einem Mord auf hoher See. Bei einer Krimi-Kreuzfahrt stirbt der Bestsellerautor Florian Watzek (ja, man darf assoziieren) auf spektakuläre Art und Weise. Der Verdächtigenkreis ist klein, hat es aber in sich. Motive gibt es genug, aber die Beweisführung ist schwierig.

Und so begibt sich Angela Merkel erneut in Gefahr, um einen weiteren Mord zu verhindern.
Herrlich schräg ist die Reihe von David Safier um Detektiven Angela Merkel. In seinen Krimis nimmt er nicht nur die Kanzlerin auf die Schippe, auch andere Politiker bekommen per Seitenhieb ihr Fett ab und in diesem Band dreht sich alles um die Schriftsteller- und Verlagsbranche.
Und genau das fand ich auch sehr interessant: die Schreibwerkstatt der Romanautorin Gold, in der sie Einblicke verrät, wie ein Krimi aufgebaut ist. Als versierter Krimileser ist das ein toller Blick hinter die Kulissen.
Der Fall ist intelligent aufgebaut und auch die private Schiene der Charaktere kommt nicht zu kurz. Ich amüsiere mich immer wieder über den Ehemann von Frau Merkel, der als Wissenschaftler etwas verpeilt geschildert wird.
Fazit: wieder ein amüsanter Roman, der schon durch sein fröhliches Cover für Wohlfühlmomente sorgt.

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Puffeline ermittelt
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anschaulich und mitreißend

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Hoffnung der Menschen von Henrike Engel

Eigentlich möchte Anne von der Zvaart nur noch in Ruhe ihre Arbeit machen und sich mit Freundin Ju ein schönes Leben aufbauen. Doch dann kommt alles ganz anders: sie wird am Schauplatz eines Mordes erwischt und in ein Komplott verwickelt, das sie in Verruf bringt. Zum Glück hat sie gute Freunde, die zu ihr stehen.

Ich verfolge die Reihe um Anne und ihre Freunde vom ersten Band an und mag sie sehr gerne. Engel schreibt sehr lebensnah und authentisch und vor allem die Schilderungen der Frauen sind erschreckend real.
Viele Stränge machen das Buch interessant und spannend. Leider dümpelt am Anfang die Handlung ein wenig vor sich hin, aber bald kann man das Buch wieder nicht mehr aus der Hand legen. Zu viele Ereignisse, die immer abwechselnd erzählt werden, machen neugierig auf den Fortgang. Jeder der Freunde hat sein Päckchen zu tragen und vor allem Klaus‘ Schicksal hat mich begeistert.
Engel schreibt flüssig und mitreißend und bringt die Zustände der damaligen Zeit sehr gut rüber.
Fazit: so wie das Buch geendet hat, fürchte ich, dass die Reihe um die Hafenärztin mit diesem Band beendet ist, was ich sehr schade fände.

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ein sehr berührender Fall

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt von Richard Osman

Als Kulesh Shamar in seinem Auto erschossen wird, ruft das natürlich sofort den Donnerstagsmordclub auf den Plan. Denn Kuldesh war Stephens guter Freund. Ging hier ein Drogendeal schief? Und wenn ja – wer hat Kuldesh das angetan? Und wo sind die Drogen?
Ein sehr rätselhafter Fall wartet auf den Donnerstagsmordclub – und viele weitere Tote pflastern ihren Weg.

Ich glaube, so viele Morde hat es noch in keinem Fall des Clubs gegeben. Was dem Ganzen aber eine gewisse Schärfe und Spannung verleiht.
Britischer Humor at its best! Wieder einmal habe ich mich köstlich über Elisabeth, Joyce, Ron und Ibrahim amüsiert. Wie sie ihre Fälle lösen hat wirklich etwas Erfrischendes.
Doch nicht nur zum Lachen brachte mich dieses Buch, dieses Mal war auch eine sehr berührende und traurige Komponente eingebaut.
Fazit: ich konnte das Buch wieder kaum aus der Hand legen und schwankte ständig zwischen Lachen und Weinen.

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Ich bin der Hass

Die Schuld, die man trägt von Michael Hjorth; Hans Rosenfeldt

Ich bin der Hass
Sebastian Bergmann trägt schwer an seiner Schuld. Da ist zum einen der Kollege, den er des mehrfachen Mordes überführt und somit dessen ganze Familie ins Unglück gestürzt hat, zum anderen kann er noch immer nicht verarbeiten, dass er die Hand seiner Tochter während des Tsunamis losgelassen hat und Sabine deshalb ertrunken ist.

Der neue Fall für Bergmann ist sehr vielschichtig. Die Handlung teilt sich in 4 Stränge: die Verhaftung Billys, die Morde, die auf eine Verunglimpfung von Sebastian abzielen, Ellinor, frisch aus dem Gefängnis entlassen und immer noch hinter Sebastian her und dann taucht auch noch eine junge Frau in Sebastians Leben auf, die ihm einiges Kopfzerbrechen bereitet.
Kein Wunder, dass man wieder förmlich an den Seiten klebt. Ich habe das Buch an einem Tag durchgesuchtet, konnte es einfach nicht aus den Händen legen. Im letzten Band habe ich Sebastian im Vordergrund etwas vermisst, nun kam ich wieder voll auf meine Kosten. Denn was der dieses Mal durchmacht hat es ganz schön in sich.
Vor allem der Strang mit Ellinor und Cathy hat mich begeistert. Spannend war die Handlung mit Billy und aufregend diejenige mit den neuen Morden, denn der Täter ist ganz schön grausam.
Das Buch endet mit einem mehr als fiesen Cliffhanger und ich hoffe, das Autorenduo lässt sich nicht so lange Zeit mit der Fortsetzung.
Fazit: ich freue mich jedes Mal aufs Neue auf einen neuen Band der beiden Autoren und wurde bisher noch nie enttäuscht. Auch für „Die Schuld, die er trägt“ bekommt von mir eine klare und unbedingte Leseempfehlung

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interessantes Thema

Die geheime Gesellschaft von Sarah Penner

Zwei mutige Frauen in der Viktorianischen Zeit wollen zwei Mordfälle aufklären – und geraten selbst in Gefahr.
Der Tod von Lennas Schwester Evie wirft für Lenna einige Fragen auf. Als sie mit ihrer Seance-Lehrerin Vaudeline nach London gerufen wird, um dort einen Mordfall zu klären, verflechten sich die Fälle ineinander und die beiden Frauen müssen all ihre Kräfte aufwenden, um nicht selbst zu Geistern zu werden.

Ein Buch über Geister, Seancen und geheimnisvolle Gesellschaften – das macht neugierig aufs Lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Anfangs tat ich mich allerdings mit den vielen Namen etwas schwer. Und auch in den einzelnen Kapiteln muss man aufpassen, wer jetzt gerade erzählt. Sie sind zwar mit den jeweiligen Namen überschrieben, aber es gibt auch Rückblicke und da schweift man dann leicht ab.
Die Idee, über Seancen einen Mordfall zu klären ist ja nicht neu. Jedoch sind Vaudeline und Lenna sehr erfolgreich darin. In diesem Buch erfährt man viel über Geisterbeschwörungen und die Tricks, mit denen die Medien damals ihre Zuhörer verblüfft haben. Auch am Ende des Buches gibt es noch allerhand Wissenswertes über die Viktorianische Zeit und ihre Gebräuche, sowie ein paar Rezepte.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war einmal etwas total Anderes und Neues für mich. Nach und nach entwickelt sich ein Fall, der es in sich hat und durch einige Wendungen besticht.
Fazit: ein sehr schönes Buch, was auch das Cover bereits vermuten lässt. Ich vergebe 4,5 Sterne.

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interessantes Thema
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ein Pageturner

Monster von Nele Neuhaus

Der 11. Fall für Pia Sander und Oliver Bodenstein im (vermeintlich) idyllischen Taunus.
Als die 16-jährige Larissa verschwindet und am nächsten Tag tot aufgefunden wird sieht es für die Ermittler Pia und Oliver zunächst wie ein Routinemordfall aus. In den Fokus gerät allerdings ein Asylbewerber, der bereits straffällig geworden ist.

Eine wilde Hetzkampagne startet aus den Reihen der Dorfbewohner. Doch dann taucht die nächste Leiche auf und für die Ermittler stellt sich die Frage nach einem Zusammenhang. Denn das Ganze ist viel vielschichtiger als es zu Beginn aussieht.
Neuhaus nimmt sich eines wichtigen Themas an: Fremdenfeindlichkeit. Sehr aktuell in der heutigen Zeit und sehr aufwühlend. Wie schnell ist man mit einem Urteil dabei und wie schnell kann man falsch liegen!
Die Idee mit dem Racheclub ist zwar nicht neu, aber ich fand das Thema total gut umgesetzt und auch, dass die Täter den Ermittlern immer einen Schritt voraus sind. Viele Wendungen und private Erlebnisse der Ermittler runden das Buch perfekt ab.
Fazit: ich freue mich jedes Mal erneut auf einen neuen Krimi von Frau Neuhaus und kann den nächsten schon kaum erwarten.

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Urbex

Stille Falle von Anders de la Motte

Zwei verschwundene Teenager rufen die Polizei von Malmö auf den Plan. Doch der Fall wird der etwas spröden Leonore Asker aus der Hand genommen und sie unverhofft in das Dezernat für hoffnungslose Fälle versetzt. Doch Leo gibt nicht auf, sie will die beiden Teenager unbedingt finden. Im Hintergrund ermittelt sie weiter – und hat damit mehr Erfolg als in ihrer alten Abteilung.

Die Faszination für alte Plätze – wer kennt die nicht? Sich vorzustellen, wer früher hier gelebt hat, wie es früher ausgesehen hat, bevor die Natur sich den Platz zurückerobert hat – das hat schon etwas. Anders de la Motte geht in seinem neuen Buch genau diesen Weg, und spielt dabei mit den Nerven seiner Leser. Und dann stellt der Täter seine Taten auch noch bei einem Modellbauclub zur Schau. Herrlich, dieser Einfall!
Mit Leonore Asker und Martin Hill ist De la Motte ein Paar gelungen, das sehr sympathisch und authentisch wirkt und durch die gemeinsame Vergangenheit sicher noch einiges zu verarbeiten hat. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass die Handlung nicht nur einspurig verläuft, sondern auch aus der Sicht der Opfer und aus Rückblenden auf das Leben des Täters erzählt wird.
Fazit: ein tolles Setting mit den alten Gebäuden und der Höhle und mit der Eisenbahnanlage noch verwirrender und spannender. Mal was ganz Neues in der Krimi- und Thrillerlandschaft. Ich freue mich schon auf Band 2

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