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Rezensionen von Harakiri:

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wie immer zu schnell durchgelesen

Mörderfinder - Das Muster des Bösen von Arno Strobel

Die Morde an Angehörigen von Richtern und an Richtern selbst, wird zum ersten Fall für das neue Detektivbüro von Max Bischoff. Im Darknet stoßen sie auf eine Webseite, die mit dem Fall zu tun hat. Und auf jede Menge Verdächtige.
Dass Max die Polizei verlassen wird, war schon im letzten Band ein Thema.

Die Gründung einer Detektei mit enger Zusammenarbeit mit der Polizei ist eine gute Idee. So kann Max auch einmal ungewöhnliche Wege gehen. Und das tut er in seinem neuen Fall auch.
Stellenweise braucht es einen starken Magen, weil die Morde überaus grausam sind. Strobels Schreibweise ist aber wieder von der ersten bis zur letzten Seite mitreißend und man kann das Buch kaum zur Seite legen.
Die zahlreichen Wendungen und die Kapielt in kursiver Schrift halten die Spannung von anfang an hoch. Man wird förmlich durch die Seiten gezogen, weil man wissen will, wer der Täter ist. Irgendwann kommt dann ein leiser Verdacht auf, aber bis der bestätigt ist, hat Strobel noch einige Überraschungen auf Lager.
Die Idee mit dem Friseur ist übrigens klasse. Im Nachwort wird erklärt, was es mit Weinand auf sich hat.
Fazit: wie immer viel zu schnell durchgelesen

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wie immer zu schnell durchgelesen
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Ein neuer Fall für das Cold-Case-Team

Enna Andersen und die dunklen Tage von Anna Johannsen

Ein neuer Fall für das Cold-Case-Team
Ein 5 Jahre zurückliegender Mord und keine Hinweise außer einem kleinen Einstich – das sind die Fakten, die Ennas Team für Cold Cases vorliegen. Wie sie es hiermit schaffen, den Fall zu knacken, das erzählt Anna Johannsen auf 320 spannenden Seiten. Ein winziger Hinweis, ein winziger neuer Gedanke – das reicht dem Team um Schritt für Schritt voranzukommen.

Cold Cases sind ja an sich nicht leicht zu lösen aber Johannsen schafft es immer wieder, klug durchdachte Fälle zu Papier zu bringen und den Leser damit zu fesseln.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz, was mir immer sehr gut gefällt.
Die Charaktere wirken wie immer überzeugend und mit dem neuen Kollegen werden Räume geöffnet für viele neue Ideen.
Das Buch lebt von der akribischen Suche nach der Nadel im Heuhaufen – und gerade das macht es so lesenswert.
Fazit: Enna Andersen brauchte eine Pause – wie gut, dass sie die Auszeit erst nach dem neuen Fall nimmt. Und wie gut, dass ein neuer Kollege zu dem Team gestoßen ist. Ich hoffe ja, dass die Reihe noch weitergeht.

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Ein neuer Fall für das Cold-Case-Team
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wirklich schon das Ende der Reihe?

Der zweite Verdächtige von Florian Schwiecker; Michael Tsokos

„… dass hier etwas nicht stimmte. Das Dumme war nur, dass Rocco keine Ahnung hatte, was das sein könnte.“
(Zitat S. 66)
Und genauso ging es mir beim Lesen auch: ich wusste, dass der Verdächtige unschuldig sein muss, aber alle Argumente und Indizien sprachen gegen ihn. Umso gespannter war ich dann, wie sich alles auflösen würde.

Und genau von dieser Spannung lebt der neue Justiz-Krimi von Schwiecker/Tsokos.
Die Autoren wissen, wovon sie schreiben und schaffen es, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die mich sofort in den Bann gezogen hat. Die Handlung ist gut strukturiert und durch die Kapitel, in denen der Täter zu Wort kommt, spannend und undurchsichtig. Schwiecker und Tsokos spielen geschickt mit den Erwartungen der Leser und führen sie durch ein Netz aus Lügen und Geheimnissen.
Ein weiteres Highlight ist der flüssige Schreibstil der Autoren, die es schaffen, komplexe Themen aus der Welt der Kriminalistik und Forensik verständlich und spannend zu präsentieren.
Mit diesem Band ist die Reihe leider zu Ende, und in dem Hinblick ist der Schluss des Buches wirklich fies gewählt. Wenn ihr könnt – lest den nicht.
Fazit: Den Autoren ist wieder ein gelungener Justiz-Krimi gelungen, der Fans von Krimis und Thriller gleichsam anspricht. Ein empfehlenswerter Lesegenuss für alle, die sich gerne in spannende Welten versetzen lassen.

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Mr Sandman und jede Menge Drogen

Dünenwahn von Sven Koch

Als Krimi kann man dieses Buch fast nicht mehr bezeichnen. Zu viel passiert und ziemlich viel Action zeichnet den neuen Band aus der Dünen-Reihen aus.
Wolf und Folkmer haben einen Einsatz auf einem Schmuggelschiff. Der geht etwas in die Hosen und zieht einige unvorhersehbare Ereignisse nach sich. Gleichzeitig hat Wolf noch ganz andere Sorgen: Der Sandmann scheint es auf Frauen in seiner Nähe abgesehen zu haben.

Na – überzeugt? Selbst wenn die beiden Kommissare in diesem Band etwas hintantstehen ob der vielen anderen Ereignisse, habe ich den Band wieder verschlungen. Denn ein Vorfall jagt den nächsten. Wolf muss wieder sehr viel einstecken, teilt aber auch aus. Stellenweise liest sich das Buch fast wie ein James Bond Film. Die Landschaft, die in vielen Teilen des Romans wie ein eigenständiger Charakter wirkt, ist von Koch meisterhaft in die Erzählung integriert und das vermittelt dem Leser ein sehr gutes Gefühl von Ort und Stimmung.
Bereits der 8. Band aus der Reihe der Küstenkommissare, und ich hoffe, noch lange nicht der letzte.
Fazit: ein gutes Buch ist ein Buch, das man nicht weglegen kann – und das ist bei Dünenwahn eindeutig der Fall.

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allumfassend von der Neuanlage bis zur Pflege

Das große GU Handbuch Gartengestaltung von Barbara Resch

Das große Handbuch zur Gartengestaltung
Und das Buch hat es wirklich in sich.
Umfassend beleuchtet es Themen von A-Z: Von der Planung bis zur Ausführung, von den Materialien bis zur Bodenkunde, Pflanzen- und Pflanztipps und vieles mehr.
Anfangs fand ich das Buch noch etwas theoretisch, mir fehlte ein wenig das Anschauungsmaterial in Form von Bildern.

Die kamen aber weiter hinten dann doch noch. Ein wenig hätte ich mir noch gewünscht, dass bei den Pflanzentipps ebenfalls kleine Fotos eingebettet sind, so musste ich die Pflanzen halt googeln.
Die Autorin hat gute Tipps auf Lager, wie man sich dem Thema „Gartenanlage“ nähert und wie man einen Plan macht. So führt das Buch von der ersten Idee bis zur Pflanzenpflege allumfassend bis zur letzten Seite, wo man zudem noch Bezugsquellen für Stauden und Co bekommt.
Fazit: Nicht nur für Häuslesbauer, auch für bestehende Gärten ein toller Ratgeber.

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ein eher schwächerer Band

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen von Anna Schneider

Ein neuer Fall für Jahn und Krammer
Ein Auto kommt von der Straße ab und explodiert. Mehrere weitere Anschläge halten das Team im Deutsch-Österreichischen Grenzgebiet in Atem. Schaffen sie es, einen weiteren Mord zu verhindern?
Mich hat das Buch dieses Mal nicht so sehr gefesselt wie die Vorgängerbände.

Irgendwie fehlte mir die Spannung. Zu Beginn passiert nicht viel, als dass der Wagen von der Straße abkommt. Wie Alexas Kollege dann reagiert, als die Sprache auf die verschwundene Frau kommt, fand ich konstruiert. Zudem kamen Krammer und Jahn dieses Mal erst sehr spät zusammen und die Story lebt halt nunmal von ihrer Zusammenarbeit.
Erst gegen Ende wurde die Handlung dann rasanter, der Showdown war aber schnell abgehakt.
Interessant fand ich immer die Kapitel mit „Zuvor“. Da kamen die Hintergründe der Tat zur Sprache und die Motive des Täters.
Am Ende des Buches befindet sich eine Leseprobe zu Band 6 – auf diesen freue ich mich, trotz aller Kritik an diesem Band – wieder sehr.
Fazit: für mich ein eher schwächerer Band, aber vom Schreibstil her gelungen.

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Solo-Tour für Klüpfel

»Wenn Ende gut, dann alles« von Volker Klüpfel

Das erste Solo-Projekt von Volker Klüpfel und ich würde sagen: der Versuch ist sehr gut gelungen.
Ein Buch, das man nicht zur Seite legen mag, ein Buch, das mehr als einmal ein Schmunzeln hervorruft, ein Buch, das aktuelle Ereignisse enthält und ein Buch, das man einfach gerne liest.
Die Handlung ist schnell zusammengefasst: Tommi, mehr oder weniger erfolgreicher Schriftsteller und seine Putzfrau Svetlana retten ein ausgesetztes Kind und möchten seine Angehörigen finden.

Was sich aber als sehr schwierig erweist, da das Kind nicht spricht. Nach einem kleinen Hinweis sehen die beiden aber klarer, ermitteln weiter und bringen sich selbst in Gefahr.
Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, die Dialoge sind oft urkomisch und die Charaktere auch. Svetlana scheint ein Geheimnis zu haben – und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung, in der wir hoffentlich mehr darüber erfahren.
Fazit: schöner Cosy-Krimi, der sich leicht lesen lässt und dennoch überzeugt.

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so müssen Thriller sein

Winternacht - Der Schnee begräbt alles. Nur die Lügen nicht von Sharon Bolton

Ich mag die Autorin schon immer sehr gerne und verschlinge ihre Thriller jedes Mal aufs Neue. Ihre Charaktere wirken glaubhaft und handeln authentisch und die Story ist wieder etwas Besonderes. Bemerkenswert atmosphärisch wird die Handlung durch den Schneefall und die Kälte, die eine ganz eigene Brisanz schaffen.

Die beiden Frauen im Auto hatten es mir hier überaus angetan.
Die Geschichte spielt in einer abgelegenen schottischen Landschaft, wo die winterlichen Bedingungen nicht nur die Natur, sondern auch die Emotionen der Charaktere beeinflussen. Bolton gelingt es meisterhaft, eine düstere und zugleich atmosphärische Stimmung zu schaffen, die den Leser in die Kälte und Isolation der
Umgebung eintauchen lässt.
Schon der Beginn im Hotelrestaurant ist eine tolle Idee und die Entführung zaubert so manches Fragezeichen ins Gesicht. Was hat die Frau vor? Und was sind Olives Geheimnisse? Denn dass sie nicht ganz so harmlos ist, wie anfangs dargestellt, wird schnell klar.
Das Buch ist in 4 Abschnitte unterteilt und mit jedem Abschnitt wendet sich die Handlung. Alles bisher Geglaubte wird umgekehrt – und das fand ich klasse gemacht. Am Ende werden auch alle losen Stränge zusammengeführt und alles Unklare aufgeklärt.
Fazit: so müssen Thriller sein.

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wer ist die Leiche?

Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir

Ein Familientreffen in einem abgelegenen Hotel, viele Geheimnisse und ein Toter – das ist die Quintessenz in Aegirsdottirs neuem Roman. Als Krimi würde ich das Buch fast nicht bezeichnen wollen, da es mehr auf dem Familiendrama aufbaut, denn auf Spannung setzt.
Spannung entsteht lediglich durch die Frage: wer ist denn eigentlich die Leiche? Denn dies wird erst relativ spät aufgedeckt und falsche Fährten sollen den Leser dazu verführen, sich seine Gedanken zu machen.

Und die macht man sich natürlich unwillkürlich. Mich haben mit der Zeit aber die vielen Kapitelwechsel genervt: immer, wenn man meinte, jetzt würde endlich mal ein Schnipsel aufgedeckt, endete das Kapitel.
Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Petra, die erfolgreiche Unternehmerin, Lea, ihre unglückliche Tochter (warum sie so unglücklich ist, wurde übrigens nicht thematisiert), Oddin und Tryggvi, der natürlich auch ein Geheimnis hat und Irma, der freundlichen Hotelangestellten.
Durch die vielen Familienmitglieder und die Szenewechsel muss man schon genau aufpassen, wer jetzt gerade der ICH-Erzähler ist.
Am Ende war ich überrascht, wie alles zusammenlief, fand diese Tatsache aber teilweise auch etwas konstruiert.
Fazit: Ein Prequel zu den bisherigen Büchern der „Mörderisches Island“ Reihe, aber eher ein schwächerer Band.

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Wieder super

Eiskalte Schuld von Line Holm; Stine Bolther

Ein neuer Krimi von Line Holm und Stine Bolther ist immer ein Garant für spannende Lesestunden.
In einem Lieferwagen wird die Leiche eines Mannes ohne Hände gefunden und Maria Juul ist zufällig in der Nähe und wird in die Ermittlungen gezogen. Die Leiche erinnert Maria an einen Jahre zurück liegender Entführungsfall und sie nimmt, parallel zur Polizei um Kommissar Mikael Dirk, eigene Ermittlungen auf.

Dabei stößt sie in ein Wespennest.
Wieder einmal geht es um ein Verbrechen in der Vergangenheit, das mit einem aktuellen Delikt in Zusammenhang steht. Das Buch lebt von den Ermittlungen der Polizei und denen von Polizeihistorikerin Maria. Die Kapitel wechseln ab zwischen Maria und Mikael, was zusätzlich für Spannung sorgt. Beide Erzählstränge für sich haben mir jeweils sehr gut gefallen. Ein weiterer Strang, der immer wieder mal eingeflochten wird, erzählt von Jannik und Jonas, die eine entscheidende Rolle in dieser Geschichte spielen.
Authentizität entsteht durch die langjährige Arbeit der Investigativ-Journalistin bzw. langjährigen Kriminalreporterin. Die beiden wissen einfach, wovon sie schreiben. Die beiden lehnen ihre Kriminalfälle an reale Kriminalfälle an und hauchen ihren Büchern somit noch mehr Leben ein.
Die Protagonisten sind sympathisch und gefallen mir gut. Wenn ich auch bei den Beziehungsdetails gerne mal die Nase rümpfe, ob der Reaktionen der Beteiligten. Die besondere Spannung entsteht bereits zu Anfang: wie soll es Maria gelingen, einen losen Faden zur Aufklärung zu finden, wenn alle Beteiligten bereits tot sind? Gerade diese Ausweglosigkeit und die spätere Auflösung haben mir sehr gut gefallen. Überhaupt finde ich die Einfälle und Gedankengänge der beiden Autorinnen bemerkenswert.
Das Ende ist nicht das Ende der Reihe, was mich sehr freut. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Maria und Mikael und ihrem neuen Aufgabengebiet weitergeht.
Fazit: ein toller Nordkrimi, der gekonnt Gegenwart und Vergangenheit verbindet.

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