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Rezensionen von Harakiri:

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Histo vom Feinsten

Zeiten des Lichts - Die Begegnung am Meer von Wolf Serno

Nach einem Schiffsunglück im Norden Dänemarks pflegt die Arzttochter Ebba den Schiffbrüchigen Arndt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Arndts Vergangenheit und Zukunft lässt ihm keine Wahl, als Ebba zu verlassen. Welches Geheimnis birgt Arndt? Und wieso schießt sich Kommissar Lauritzen sich so auf ihn ein?
Die Antwort auf diese Fragen sind sehr spannend verpackt im neuen historischen Roman von Wolf Serno.

Das Ganze mutet fast wie ein Krimi an.
Von der Künstlerkolonie hatte ich noch nie etwas gehört und ich freue mich, dass ich wieder etwas Neues gelernt habe. Zudem macht der Roman Lust, Nordjütland selbst zu entdecken. Die Schilderungen Sernos sind sehr ansprechend. Auch seine Charaktere sind wieder authentisch und lebensnah. Ich konnte mir die raue Küste, die Weite und die Personen sehr gut vorstellen.
Insgesamt ist „Eine Begegnung am Meer“ ein fesselnder Roman, den man kaum weglegen mag. Es ist eine Geschichte über die Kraft der Begegnungen und die Veränderungen, die sie im Leben eines Menschen bewirken können. Ein absolutes Lesevergnügen für alle, die emotionale und historische Bücher schätzen.
Fazit: niemand fängt die Vergangenheit so gut ein wie Wolf Serno. Ich freue mich schon auf den Folgeband.

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Histo vom Feinsten
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Eine üble Vergangenheit

Todeskeller. Das Cold-Case-Team Berlin ermittelt von Nica Stevens; Andreas Suchanek

Der Beginn einer neuen Reihe?
Ein Teenager verschwindet, eine Leiche taucht auf und ein Keller voller Skelette wird gefunden. Die Lösung des Falls liegt weit in der Vergangenheit und ist schwer zu finden.

Bereits die Reihe Rachejagd von den Autoren hat mir sehr gut gefallen. Mit Todeskeller startet ein neues Ermittlungsteam mit Sophie Steinbach und David Martin.

Beide blieben noch etwas an der Oberfläche und ich frage mich, warum man mit Martin wieder einen Quoten-Homosexuellen bedienen muss.
Aber das ist quasi schon mein einziger Kritikpunkt. Die Handlung startet rasant und schaurig. Mit dem Fund des Leichenkellers und den weiteren Morden bleibt der Spannungsbogen recht hoch. Durch den Bezug des Täters zu Sophie wird das Ganze noch persönlicher. Die Schreibweise der Autoren ist fesselnd und durch die wechselnden Kapitel bleibt die Spannung auch weit oben.
Und was dann ans Licht kommt, ist kaum zu glauben. Mit dieser Wendung hatte ich nicht gerechnet und ich finde es positiv, dass die Autoren mich so überraschen konnten. Das Ende wird dann noch sehr dramatisch und mit dem Epilog gelingt den Autoren ein Schlusspunkt, der es in sich hat.
Fazit: Ich mag Cold Cases und hoffe, dass die Reihe fortgesetzt wird.

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Eine üble Vergangenheit
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Ein Hammer-Buch

Kalte Erlösung von Leo Born

3 bizzare Morde in Frankfurt rufen Mara Billinsky auf den Plan. Allen dreien ist gemein, dass Stacheldraht eine Rolle spielt. Mara sucht verzweifelt nach einer Gemeinsamkeit zwischen den Opfern. Ihr Instinkt sagt ihr, dass Darina, eine ehemalige Prostituierte, ganz vorne in der Verdächtigenliste steht.

Gleichzeitig ermittelt Mara noch in der Sondereinheit „Polaris“. Neue Erkenntnisse verschärfen die Jagd und am Ende steuert alles auf ein dramatisches Finale hin.
Bereits zum 9. Mal ermittelt die „Krähe“ in Frankfurt. Und jeder Fall ist dramatischer als der Vorhergegangene. Born schafft es wieder, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und mit Wendungen, mit denen niemand rechnet, zu überraschen. Das Ende ist an Dramatik kaum zu überbieten.
Viel passiert in diesem Buch: die Jagd nach Polaris geht weiter, die Jagd nach dem Stacheldrahtmörder, Klimmt wird immer kränker, Krolle taucht wieder auf – aber trotz allem wirkt das Buch nicht überfrachtet. Alle Stränge passen sich harmonisch ineinander und sorgen für Spannung.
Kurze Kapitel und die Einschübe Goyos halten die Spannung auf hohem Niveau und man fliegt nur so durch die Seiten.
Fazit: ein Buch mit der Krähe zu lesen ist immer etwas Besonderes, aber „Kalte Erlösung“ toppt das noch.

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Ein Hammer-Buch
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Puffeline ermtitelt wieder

Miss Merkel: Mord in der Therapie von David Safier

Puffeline ermittelt wieder
Nach dem Schreiben ihrer Autobiografie fällt Angela in ein tiefes Loch. Ihr Mann und ihre Freunde beschließen: Eine Therapie würde Angela gut tun.
Doch gleich nach der ersten Gruppentherapiesitzung wird das Boot des Therapeuten in die Luft gesprengt – und es bleibt nicht aus, dass Angela die Ermittlungen aufnimmt.

Und förmlich auflebt.
Sehr humorig sind die Merkel-Romane von David Safier. Mittlerweile liegt schon der 4. Band vor und die Ex-Kanzlerin hat wieder einen Mord aufzulösen. Und wie soll es auch anders sein: sie gerät in Gefahr.
Über Puffel und Puffeline alleine könnte man sich schon kaputtlachen, aber dieses Mal stiehlt ihnen eine weitere Person die Schau: Schniedel-Castro. Der Exhibitionist mit der kubanischen Flagge ist wieder mal ein Zeichen der guten Ideen des Autors. Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Marie, die aber nur eine kleine Rolle übernimmt.
Fazit: Die Reihe um die Altkanzlerin wird nicht langweilig.

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Puffeline ermtitelt wieder
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Der verliebte Schwarzbrenner und wie er die Welt sah von Jonas Jonasson

Schon beim Titel ist klar: ein neuer Jonasson steht in den Regalen der Buchhandlung. Jedes Mal wieder ein Highlight bei den Neuerscheinungen.

Skurrile Charaktere, ebenso skurrile Handlungen und Dialoge zeichnen auch den neuen Roman von Jonas Jonasson aus. Man fragt sich unwillkürlich: wie kommt ein Autor auf solche Ideen? Und wie schafft er es, diese so umzusetzen, dass die Handlung nicht zu überdreht, aber dennoch rund wird?

Ein Schweinehirt, der sich nicht unterkriegen lässt, ein Drucker mit einem Karottenbeet, ein Graf, der mit einer Familie geschlagen ist, die ihn zur Verzweiflung treibt und viele Trottel bilden das Grundgerüst dieses Romans und Jonassons ganz eigener Humor rundet alles perfekt ab.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen – und war schon versucht, die ganze Nacht durchzulesen, wollte mir dann aber den Rest noch am nächsten Tag gönnen. Denn ein Buch von Jonasson zu lesen ist immer dem Alltag entfliehen. Schlechte Laune ist wie weggeblasen, das Buch zaubert automatisch ein Lächeln aufs Gesicht.





Fazit: trübe Tage, deprimierende Tagesschau-Nachrichten, stressige Momente – kein Thema mehr mit dem neuen Buch des schwedischen Autors. Nur leider wieder zu schnell gelesen.

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Die 3 ???

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

Er kann auch anders
Oder:
Die 3 ???
Mal weg von den Thrillern und hin zum Cosy-Crime. Andreas Winkelmann hat sich mit „Mord im Himmelreich“ einen großen Wunsch erfüllt. Und – wie ich finde – das andere Genre ist ihm gut gelungen.
Völlig unblutig und mit einer gehörigen Prise Humor löst Möchtegern-Kommissar und Ex-Schauspieler Björn Kupernikus seinen ersten Fall auf dem beliebten Campingplatz „Himmelreich“.

An seiner Seite: Künstlerin und Schwarze Witwe Annabelle. Und natürlich Hündchen Pinguin.
Man ahnt es schon, ob der ausgefallenen Charaktere: der Krimi ist nicht weichgespült, er geht tiefer. Vor allem die Protagonisten Björn und Annabelle sind vielschichtig und lebensnah gezeichnet. Ein wenig überzeichnet fand ich hingegen Thiago mit seinem Jugend-Berliner-Irgendwas-Slang. Aber auch er passt sehr gut in diesen Krimi, bei dem immer wieder 3 Fragen im Mittelpunkt stehen. Björn liebt halt die 3 ??? .
Schon allein die Auffindesituation der Leiche ist skurril und so gibt es im ganzen Buch weitere Dinge, über die man schmunzeln oder gar laut lachen kann. Die Dialoge zwischen Annabelle und Björn haben es in sich und auch ihre Kochkünste sind nicht ohne.
Dass Winkelmann selbst gern zum Campen geht, merkt man diesem Buch zudem an und selbst die Poesie im Buch passt immer wie die Faust aufs Auge.
Fazit: ich würde sagen: Experiment geglückt und der zweite Band ist ja schon in Planung. Ich freue mich drauf.

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Was ist mit Schröder los?

Zorn - Der Fall Schröder von Stephan Ludwig

Was ist mit Ögi los?
Nach einem rätselhaften Selbstmord und einem fast nahtlos anschließenden Mord ist Schröder durch den Wind. Er vergisst alle seine Prinzipien und ist einfach nicht mehr er selbst, gerät sogar unter Mordverdacht. Zorn tut alles, um Schröder zu entlasten und sprengt dabei auch so manche Grenze.

Nach „Schwarze Tage“ wieder ein Zorn, der es in sich hat. Frieda ist noch nicht richtig genesen und Claudius Zorn bei den Ermittlungen auf sich gestellt. Kann sein schlimmster Verdacht wahr werden?
Ein sehr eindringliches Buch. Vor allem die Geschichten von „damals“ haben mich sehr berührt. Was anfangs nur ein ganz leichter Verdacht war, hat sich – leider – schnell erhärtet. Auch wenn nur Andeutungen fielen, das Kopfkino hat hier sehr viel ergänzt.
Kommt Schröder sonst in den Zorn-Krimis immer gut weg, überrascht Ludwig den Leser hier mit einem Schröder, wie man ihn sich nie hätte vorstellen oder ausmalen können. Irgendwie war das sehr erschreckend zu lesen. Dafür darf Zorn über sich hinauswachsen und seine Gedankengänge oder die Wortwechsel mit Frieda waren wieder absolut erfrischend und zauberten oft ein Schmunzeln aufs Gesicht.
Auch die Schlussbemerkung ist sehr humorig und macht den Autor sympathisch.
Fazit: dem Zitat der Literaturmarkt.info „das Erscheinen eines neuen Zorns stellt ein absolutes Highlight im Bücherjahr dar“ schließe ich mich vollumfänglich an.

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ein grausamer Adventskalender und seine Folgen

Das Kalendermädchen von Sebastian Fitzek

Alma ist todkrank und nur eine Stammzellenspende kann ihr Leben retten. Leider ist Alma aber adoptiert – und die Adoption streng geheim abgelaufen, um die Mutter nicht in Gefahr zu bringen. Adoptivmutter Olivia versucht aber alles, die richtigen Eltern zu finden – und stößt in ein Wespennest.
Der neue Psychothriller von Sebastian Fitzek spielt wieder mit den Nerven der Leser.

Und sorgt mit unvorhersehbaren Wendungen für Spannung. Dabei ist die Handlung eher unblutig, wobei nicht minder schlimm. Die Bestrafung im Internat mit einem Adventskalender des Grauens hat mich sehr mitgenommen. Allein die Vorstellung daran und das Kopfkino dazu war heftig.
Teilweise kam ich mit den Zeiten etwas durcheinander. Die Handlung switcht zwischen Gegenwart, 10 Jahre zuvor und 21 Jahre vorher. Da muss man etwas aufpassen, damit man den Faden nicht verliert. Das etwas offenen Ende ist wieder typisch Fitzek.
„Kalendermädchen“ von Sebastian Fitzek ist ein fesselnder Psychothriller, der den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Bereits die Pizzabestellung fand ich sehr gelungen und erfrischend anders. Fitzek gelingt es wieder meisterhaft, eine düstere und spannende Atmosphäre zu schaffen, die den Leser packt und in die Handlung hineinzieht.
Auch das Nachwort – ich lese sonst nie Nachworte, nur bei Fitzek – ist wieder überaus lesenswert.
Fazit: mit diesem Buch kann man nichts falsch machen, sei es als Geschenk oder zum selbst lesen.

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Die Magie der Worte

Die Goldene Schreibmaschine von Carsten Henn

Emily entdeckt in der Bibliothek einen magischen Raum. Hier gibt es alle Bücher, die jemals geschrieben wurden. Und eine goldene Schreibmaschine. Emily kann damit die Welt verändern. Doch ist das so erstrebenswert. Man kann damit auch viel falsch machen – und das merkt Emily erst als es fast zu spät ist.

Emily muss lernen, dass nicht alles gut ist, was sie möchte und dass sich nicht alles um sie dreht. Das lernt sie auf die spannende Art. Denn nicht nur sie ist hinter der Schreibmaschine her. Auch ihr fieser Lehrer Dr. Dresskau. (ein Schelm, wer den Namen falsch liest). Emily ist eine Außenseiterin in der Klasse und will dies ändern. Das gelingt ihr auch zunächst, aber bald erkennt sie, dass wahre Freundschaft nicht nur aus (falschen) Worten besteht.
Mal ein Jugendroman von Carsten Henn, der durch „Die Buchspazierer“ berühmt wurde. Zu Anfang fand ich die Handlung noch etwas gemächlich, auch wenn der fiese Lehrer alles tat, um den Leser zu fesseln. Ich fand ihn ein wenig überzogen. Doch mit der Zeit entwickelt das Buch einen Sog, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Auch nicht als Erwachsener.
Fazit: Henn hat mit „Die goldene Schreibmaschine“ eine wunderschöne Geschichte geschrieben, in die man gerne eintaucht.

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Die Magie der Worte
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spannend

Vor der Stille von Anna Johannsen

Eine junge Frau wird tot in einem Kanal gefunden. Suizid wird schnell ausgeschlossen. Hanna Will und Jan de Bruyn werden von der Kripo um Hilfe gebeten. Doch der Fall entpuppt sich schnell als sehr schwierig.

Es menschelt bei den Charakteren von Anna Johannsen. Vor allem bei den beiden Protagonisten Hanna und Jan.

Und dann ist da ja noch die unterschwellige Liebesbeziehung. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, aber keiner mag die schöne Freundschaft gefährden.
Dies ist jetzt der dritte Band, denn ich aus der Reihe lese und ich bin jedes Mal wieder überrascht, wie gut die Ermittlungsarbeit recherchiert und beschrieben ist. Allerdings sind mir die Tracker langsam etwas zu viel. Die Idee mit dem Wohnmobil mag ich auch sehr gern, das ist mal so erfrischend anders.
Die Handlung ist nicht blutig, aber dennoch spannend, weil es so viele Verdächtige gibt und jeder ein Alibi hat. Und weil die Tote ein sehr öffentliches Leben geführt hat.
Doch Hanna und Jan geben nicht auf, auch wenn sie manchmal am Ende ihrer Kräfte sind. Und genau das ist es, was die Krimis von Johannsen so lesenswert macht. Die Charaktere sind nicht stereotyp, sie haben ihre Schwächen und geben diese auch zu.
Fazit: ein sehr gelungener Krimi, den ich gerne gelesen habe.

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spannend