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Rezensionen von Gavroche:

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Ägyptische Grabungen

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Isabel Ibañez

Inez Olivera lebt bei ihrer Tante und ihren beiden Cousinen in Argentinien, da ihre Eltern lange Monate des Jahres immer wieder in Ägypten verbringen, aber sie haben Inez nie mitgenommen. Und dann erreicht Inez eines Tages ein schockierender Brief: ihre Eltern sind verstorben, von einem Ausflug in die Wüste nicht zurück gekehrt.

Im Jahr 1884 macht sich Inez heimlich ganz alleine auf den Weg nach Kairo, um ihren Onkel zu treffen und von ihm mehr zu erfahren.
Funde aus Ägypten sind hoch im Kurs und so werden sie zu zigtausenden nach Europa verschifft und das kulturelle Erbe verlässt sein Heimatland. Diese Schatzsuchen, Plündereien und Betrügereien werden hier gut dargestellt. Das Buch spielt in einer leicht verschobenen Parallelwelt, in der es Reste von Magie gibt. So hat der Onkel von Inez eine Sandale, die leuchtet - sehr praktisch in dunklen Tempeln. Auch praktisch ein Koffer, der immer wieder mit frischer Seifenlauge zum Spülen gefüllt ist. Oder ein Tuch, aus dem kochendes Wasser kommt, wenn man es auswringt. Allerdings hat mich hier der Anachronismus gestört, dass Inez einen Teebeutel - eine Erfindung des frühen 20. Jahrhunderts - nutzt. Genau wie bei der Aufzählung von Gewürzen auch Curry neben Bestandteilen dieser Gewürzmischung aufgeführt wird. Nun ja, aber ich möchte auch nicht zu kleinlich sein.
Inez handelt manchmal etwas unbedarft und die Geheimnisse von Whit und ihrem Onkel werden lange Zeit zu sehr aufgebauscht.
Dennoch fand ich die Geschichte interessant und freue mich auf die Fortsetzung, denn das Ende kam wie ein Paukenschlag.

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Ägyptische Grabungen
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Auf nach Hollywood

Not your Darling von Katherine Blake

Margaret stammt aus Moorecamb in Großbritannien, aber ihr großer Traum ist es, in Hollywood als Maskenbildnerin zu arbeiten. Und so kommt sie durch eine Trickserei auch an ihr Ziel. Zumindest an den Ort und sie hat Glück, dass sie eine bezahlbare Wohnung findet - inklusive einer tollen Freundin, der Bordellbesitzerin Primrose.

Aber nicht alles verläuft so gut für sie, denn Hollywood ist einfach sexistisch und im Jahr 1950 haben ganz eindeutig die Männer das Sagen.
Aber Loretta - so nennt sie sich nun - ist nicht auf den Kopf gefallen und lässt sich auch nicht so leicht unterkriegen. Sie hat ihr Ziel fest im Blick, eine schnoddrige Schnauze und nimmt es mit allen Hindernissen auf. Aber es verläuft natürlich nicht alles immer gut.
Eine recht überzogene dargestellte Protagonistin, die in der Realität so nicht vorstellbar ist, aber im Buch hat sie mir gefallen.

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Auf nach Hollywood
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Die Schatten der Vergangenheit

Die Schanze von Lars Menz

Ellens Beziehung zu ihrem Kollegen Christoph ist zu Ende und sie flieht gewissermaßen von Norddeutschland zurück in die süddeutsche Heimat, um dort - statt im Krankenhaus - die Hausarztpraxis im Dorf zu übernehmen. Dabei hatte sie sich eigentlich geschworen, niemals zurück zu kehren, nach den Ereignissen vor vielen Jahren.

Aber ihre jüngere Schwester hat sie darum gebeten, auch um Frieden zu schließen mit ihrem kranken Vater.
Auf der Zugfahrt ist sie noch recht optimistisch, aber vor Ort läuft es dann nicht so gut. Der alte Arzt ist nicht da zur Übergabe der Praxis, das Haus und die Praxis sind alt und ein wenig heruntergekommen, die Heizung funktioniert nicht. Aber Ellen lässt sich nicht unterkriegen, aber ihre Vergangenheit holt sie immer mehr ein.
Ein Toter wird baumelnd an der Skischanze gefunden - Ellen kennt ihn von früher. Es wird bald klar, dass es sich um Mord handelt.
Als Leser*in hat man aus der Perspektive den Mord und die Vorbereitungen gelesen und da ist es mir wirklich kalt den Rücken runter gelaufen.
Autor Lars Menz lässt sich viel Zeit mit Beschreibungen und Vorstellen der einzelnen Personen. Immer, wenn man denkt, na, da passiert jetzt aber gar nichts, dann passiert eben doch wieder etwas. Dennoch hätte ich mir zwischendurch etwas mehr Tempo und "Action" und weniger Beschreibungen gewünscht.
Die Auflösung am Ende ist schlüssig und lässt keine Fragen offen.
Insgesamt ein Thriller, dem es manchmal ein wenig an Spannung fehlte, mir insgesamt aber noch gut gefallen hat.

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Die Schatten der Vergangenheit
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Potpourri

Blumen, Kohl & Rock'n'Roll von Anja Klein

Ein toller Buchtitel und auch wenn ich keinen Schrebergarten, sondern einen kleinen Hausgarten besitze, war ich neugierig. Denn ich finde es gut, wenn mal "etwas schief gehen darf" und ich habe auch nicht immer so viel Zeit für den Garten. Darum mag ich die unkomplizierten Vorschläge, zum Beispiel, den Lavendel nur einmal im Jahr zu schneiden.

Allerdings steckt auch in Anjas Garten superviel Arbeit, auch wenn die Autorin es gerne immer wieder runterspielt. Aber dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen und mir vor allem angeschaut. Neben tollen Fotos gibt es auch viele Illustrationen. Immer wieder Tipps und auch mal ein Rezept wie Süßkartoffel-Gnocchi mit Spargel - das werde ich in der Spargelsaison bestimmt einmal ausprobieren. Die Imkerei wird auch vorgestellt und auch eine Erläuterung zum Wachsgießen für die eigenen Kerzen, aber das ist ein Projekt, an das ich mich wohl nicht wagen werde.
Schöne Inspirationen, manche sind mir zu ambitioniert, andere passen gut für mich. Mal schauen, was ich im Frühling umsetzen werde.

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Potpourri
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Magisch

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme von R.L. Ferguson

Lucy kann mit ihrer Magie Glas in magische Dinge verwandeln, so hat sie zuletzt einen Löffel entwickelt, der sich verfärbt, wenn jemand lügt. Allerdings braucht sie für diese Herstellung einen Tropfen Aether und der wird streng zugeteilt und zu Hause darf sie keinen Aether haben. Bei ihrer Ausbildung dürfen sie natürlich schon Aether in geringen Mengen verwenden.

Ihr Freund Renly hingegen stellt aus Holz faszinierende, magische Dinge her, die allerdings nicht immer so richtig funktionieren.
Ganz toll fand ich aus Patches, ein kleines Patchworkstofftier, das Lucys verstorbener Vater für sie hergestellt hat. Der kleine Kerl ist einfach knuffig, auch wenn er nicht sprechen kann mit seinem aufgenähten Mund, so ist er dennoch sehr kommunikativ.
Es startet also alles aufregend, denn zum ersten Mal stellt Lucy auf der Wintermesse etwas aus, nämlich ihren Löffel.
Aber dann wird aus dem wunderbaren Tag genau das Gegenteil, denn Lucys Oma verschwindet, sie wird vor Lucys Augen entführt.
Zu der Suche gesellen sich noch zwei weitere Kinder und das Magiesystem wird gut nach und nach erklärt. Es gibt so einige eklige Momente - aber dazu möchte ich nichts verraten.
Eine wunderbare, phantasiereiche Geschichte mit viel Action und tollen Charakteren.
Und das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung.

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Magisch
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Baxter Kincaid

Racheritual von Ethan Cross

Ich habe bereits einige Bücher von Ethan Cross gelesen, die ich allesamt sehr spannend und originell fand und somit war ich auch sehr erfreut, dass es eine neue Reihe aus seiner Feder gibt.
Und auch dieses Mal geht es um einen Serienmörder und einen ungewöhnlichen und interessanten Ermittler hat Cross mit Baxter Kincaid auch geschaffen.

Hohes Spannungspotenzial, das gut gehalten wird, überraschende Wendungen, interessante Details, vor allem aus der nordischen Mythologie, werden in den Thriller eingebunden.
Baaxter Kincaid geht gerne ungewöhnliche Wege und gibt so schnell nicht auf, lässt sich nicht unterkriegen und gibt alles, um den Ravenkiller aufzuspüren und ihn zu fassen.
Ethan Cross hat somit nach Ackerman Junior einen guten neuen Ermittler erschaffen - was schwierig ist, denn Ackerman ist einfach unvergleichlich, aber Baxter hat auch das gewisse Etwas und ich freue mich auf weitere Fälle mit ihm.

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Baxter Kincaid
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Wunderbar

We free the Stars von Hafsah Faizal

Es ist zum Glück noch nicht so lange her, dass ich den ersten Teil dieser Dilogie gelesen habe und ich habe mich gefreut, schon so bald wieder in dieses orientalische angehauchte Setting einzutauchen.

Arawiya muss gerettet werden und die Magie muss zurück gebracht werden.
Zafira, die Jägerin, hat einen anderen Kampf auszufechten als Nasir, der Prinz des Todes und ich mochte beide Protagonisten gerne.

Mir hat es auch gefallen, dass hier nicht ständig die Romanze im Vordergrund stand, sondern hier auch noch so einiges passiert, denn immerhin muss die Welt gerettet werden.
Der Schreibstil von Hafsah Faizal hat für mich eine ganz besondere, eigene Magie und ich konnte tief in diese Geschichte eintauchen und die Welt um mich herum vergessen.
Für mich lässt dieser Abschlussband keine offenen Fragen und mit leisem Bedauern verlasse ich nun diese Welt wieder.
Ein Buch, das sich positiv abhebt von der Menge.

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Wunderbar
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Spannend und unvorhersehbar

Dynasty of Hunters, Band 1: Von dir verraten (Atemberaubende, actionreiche New-Adult-Romantasy) von P. J. Ried

Laelia de bleu ist die einzige Tochter der Hauptfamilie der de Bleu. Es ist üblich, dass die jungen Adligen bei der Jagd auf der Insel Arc-en-Ciel mitmachen. Was dort genau geschieht, wissen sie nicht, denn alle, die dort waren, können und dürfen nicht darüber reden. Laelia und ihre Cousine Astoria bereiten sich seit Jahren auf dieses Ereignis vor, aber dann geschieht das Unfassbare: Laelia muss als Gejagte auf die Insel und ausgerechnet ihr Freund Laurent ist ihr Jäger.

Die fünf Adelsfamilien zeichnen die Gejagten mit ihrer jeweiligen Farbe und machen sich diese damit hörig und untertan. Eine grausame Idee.
Aber dieses Mal verläuft die Jagd ganz anders als gedacht und das Buch nimmt viele unerwartete Wendungen und hat durchaus auch kritische Passagen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben fast alle Stärken, aber auch Schwächen. Es gibt so manch eine schwierige Entscheidung zu fällen oder auch Positionierung zu treffen.
Es fällt mir schwer, weiter auf das einzugehen, was mir besonders gut gefiel, ohne zu spoilern, denn die Geschichte baut sich langsam auf.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Spannend und unvorhersehbar
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Toller Auftakt

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

Schon "A tempest of Tea" von Hafsah Faizal konnte mich für sich gewinnen; vor allem, weil es sich von der Menge abgehoben hat und somit war ich gespannt auf "We hunt the Flame", das auch wieder mit einem beinahe magischen, wunderbaren Cover aufwarten kann.
Die Jägerin Zafira hat mir gut gefallen, sie ist eine stark Frauenpersönlichkeit mit Charakter.

Definitiv keine, die man einfach in eine Schublade einordnen kann.
Aber auch Nasir ist gut gezeichnet und nicht so klischeehaft. Besonders der Zwiespalt, in dem er steckt, wird gut deutlich.
Erzählt wird die Geschichte aus diesen beiden Perspektiven.
Die Einordnung in die Mythologie aus 1001 Nacht hat mir gut gefallen, auch wenn diese Geschichte ihren ganz eigenen Charme entwickelt. Die vielen Beschreibungen machen die Handlung greifbarer und die Landschaften sind vor meinem inneren Auge entstanden.
Die Leser*innen erwartet eine spannende, actionreiche und emotionale Geschichte, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet.
Auf die Fortsetzung bin ich natürlich nun sehr gespannt.

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Zurück ins Graphische Viertel

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

Und wieder begibt sich der Autor Kai Meyer mit seinem Buch ins Graphische Viertel nach Leipzig, das wieder einmal so anschaulich beschrieben wird, dass ich jedes Mal traurig bin, dass dieses einzigartige Viertel so nicht mehr besteht.
Die Hauptzeitebene spielt sich im Jahr 1933 ab, zu Beginn der Herrschaft der Nationalsozialisten.

Weil der ehemalige Polizist Cornelius Frey sich den Nazis nicht beugen wollte, arbeitet er als Nachtwächter. Als er ein Mädchen rettet, das kurze Zeit später ermordet wird, zusammen mit einem ehemaligen Kollegen von ihm, springt er über seinen Schatten und fängt wieder bei der Polizei an, um zu ermitteln, muss aber gut aufpassen, dass er dem neuen Regime nicht zu nahe kommt.
Unterbrochen wird diese Geschichte durch eine weitere, die ungefähr zwanzig Jahre früher spielt. Eine Lektorin und ihr Verlobter fahren zu einem Autor zu einem abseits gelegenen Gutshof in Lettland, es ist Winter, eiskalt und geht hier alles mit rechten Dingen zu oder gibt es hier paranormale Erscheinungen? Aschenbrand hält Paula hin, dabei ist sie extra angereist, um sein neues Buch mitzunehmen.
Die beiden Geschichten nähern sich immer mehr aneinander an und verweben sich zu einer einzigartigen Geschichte.

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