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Rezensionen von Gavroche:

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Das Sterben hat begonnen

Aschesommer von Benjamin Cors

Nach den superspannenden "Krähentagen" habe ich mich sehr auf einen neuen spannenden Fall der Sonderermittlungsgruppe 4 gefreut.
Es ist Sommer und einfach nur heiß. Da stoßen Mila und Jakob auf ein unterirdisches Kühlhaus und zwei Leichen, an der Wand steht mit Asche geschrieben: "Das Sterben hat begonnen".

Aber welches Sterben? Der Tote war Paläontologie-Professor und schon bald wird klar, dass es sich um Verweise auf erdgeschichtliches Sterben handelt - aber davon gab es fünf. Handelt es sich um einen Serienmord? Und was hat Bode damit zu tun, der in Sicherheitsverwahrung sitzt, weil er zwei Studenten und seine Frau ermordet hat? Aber alles weist auf den ehemaligen Paläontologie-Professor hin.
Dieses Mal sind die Hintergrundgeschichten von Mila und Jakob mehr im Hintergrund, werden mehr angerissen.
Unglaublich spannend geschrieben und mit einer genialen Auflösung am Ende. Mir hat das Buch spannende Lesestunden beschert und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.

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Das Sterben hat begonnen
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Interessante Reise

Schauplätze der Weltliteratur von John Sutherland

Nach einer Einleitung gliedert sich dieses Werk in vier große - chronologische - Kapitel: Romantische Aussichten, gefolgt von der Kartierung der Moderne, worauf die Nachkriegsromane und schlussendlich Zeitgenössische Schauplätze folgen.
Bereits im Inhaltsverzeichnis wird neben dem Namen des Autors/der Autorin und des Buchtitels der literarische Schauplatz genannt.

Wenn dieser fiktiv ist, aber angelehnt an einen real existierenden Ort, so wird dieser beschrieben.
Die Spannbreite an Werken ist groß, so haben es auch die Bretagne-Krimis von Jean-Luc Bannalec in dieses Buch geschafft, neben Die menschliche Komödie von Honoré de Balzac, Wer die Nachtigall stört oder Potiki, das auf der Nordinsel von Neuseeland spielt und das mir bisher nichts sagte. Aber auch Orte aus China, Indien, die Türkei, Australien, Moskau und weitere haben es in das Buch geschafft.
Bei der Vorstellung gibt es immer ein Kurzporträt des Autors/der Autorin und eine kurze Vorstellung des Buches, bevor sich der Text um den jeweiligen Ort dreht. Und immer wieder Illustrationen (Huck Finn, der ein Boot beobachtet), Landkarten und Fotos. Und Autorenfotos/-bilder sowie ein Abdruck eines Buchcovers.
Ein Buch, in dem man immer mal wieder lesen kann, Inspirationen findet sowie interessante Texte.

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Interessante Reise
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Tod eines Schnulzensängers

Mordseemusik von Emmi Johannsen

Pablo Lavega tingelt in den Sommermonaten mit seiner Band von Insel zu Insel und betört mit seinem Charme viele Frauen. Und dazu trägt bestimmt auch die schnulzige Musik bei. Caro ist neuerdings Mitglied des Inselchors und sie sollen bei dem Konzert von Pablo und seiner Band den Hintergrundchor stellen.

Doch dann geschieht ein unfassbarer Todesfall und Caro kann die Ermittlungen natürlich mal wieder nicht lassen. Mit dabei ist auch wieder Jan - werden die beiden endlich ein Paar in diesem Band? - und auch Hinnerk ist wieder einmal hilfreich bei seinen Verbindungen als ehemaliger Journalist.
Es ist heiß auf Borkum, es gibt kaum einen Windhauch, ein ungewöhnliches Klima für die Insel, beim Lesen konnte ich die Temperaturen beinahe spüren.
Wieder einmal ein sehr interessanter Fall dieser tollen Reihe. Unterbrochen wird der Fließtext von kurzen Kapiteln in kursiver Schrift, die uns mehr verraten als Caro und Jan wissen.
Warum wurde der Schlagerstar ermordet? Da scheint es mehrere zu geben, die etwas gegen ihn hatten.
Mir hat es wieder einmal sehr gut gefallen.

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Tod eines Schnulzensängers
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Düster

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe von Kaylie Smith

Bereits das düstere Cover mit dem Totenschädel und den Rosen weist auf einen düsteren Roman hin und ist eine perfekte Einstimmung auf das Buch.
Ophelia stellt sich einem tödlichen Spiel, in dem sie 9 Prüfungen bestehen muss. Und zwar in Phantasma, ein Haus, das immer weiterzieht und wahrhaft teuflisch ist.

Das Buch ist voller Symbolik und die düstere Atmosphäre ist gut herausgearbeitet. Die Prüfungen haben es in sich, denn sie bestehen nicht nur aus Aktionen, die gemeistert werden müssen. Denn hier geht es für Ophelia auch darum, sich ihren Zwangsstörungen zu stellen und diese zu überwinden - mal eine gute neue Art der Prüfung. Außerdem darf sie sich nicht verlieben - was allerdings mit Blackwell, dem männlichen Gegenpart, natürlich nicht einfach ist.
Mir gefiel es, dass das Buch mal nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde; das hat in letzter Zeit ein wenig Überhand genommen.

Insgesamt ein düsterer und romantischer Roman, der mich überzeugen konnte. Und der Spannung erzeugt für den zweiten Band.

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Düster
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Mittelmäßig

A City of Flames von Rina Vasquez

Naralìa wächst mit drei Brüdern auf und sie ist es, die hauptsächlich für den Lebensunterhalt aufkommt. Ihre Eltern sind tot; der Vater war ein berühmter Venator, der im Kampf gegen einen Drachen gestorben ist. Nara möchte ihm nacheifern und als Venatoren in ihr Dort kommen, kann sie sich beweisen und zieht in die Hauptstadt, um die Ausbildung zu starten.

Allerdings ist das nicht einfach, denn der General, der an der Spitze der Venatoren steht, ist gegen sie und auch die Begegnungen mit der Königin sind nicht einfach. Aber sie findet in ihrer Zimmernachbarin Freya eine gute Freundin. Männliche Gegenparts gibt es gleich zwei, aber beide waren doch recht klischeehaft.
Überhaupt passiert mir zwischendurch leider zu wenig und erst gegen Ende überschlagen sich dann die Ereignisse und so langsam versteht man die Welt immer besser.
Für mich gab es viele gute Ansätze und die letzten ungefähr hundert Seiten haben mich mit der Geschichte wieder etwas versöhnen können, aber insgesamt war der Roman streckenweise zu lang gezogen und es fehlte an Spannung. Aber wegen des guten Schlusses bin ich nun doch neugierig auf die Fortsetzung geworden.

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Mittelmäßig
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Keine schöne Welt

The Last One (Schicksalsberührt, Band 1) von Rachel Howzell Hall

Die zunächst namenlose Protagonistin erwacht, weil jemand ihre Bekleidung und ihr Amulett stiehlt. Besonders das Amulett ist wichtig, aber sie weiß nicht, warum. Überhaupt weiß sie so vieles nicht, aber ihre gerade eingelaufenen Stiefel möchte sie zurück haben und so verfolgt sie die Diebin bis in deren Dorf.

Dort riecht alles nach Tod und auch die Bewohner scheinen alle dem Tode nahe zu sein. Ansonsten ist Kai aber nur verwirrt. Sie wird dann von Jadon und seiner Schwester Olivia - der Diebin - aufgenommen wird. Alles sehr rätselhaft und Kai erinnert sich nur nach und nach an weitere Bruchstücke und wir mit ihr; einen Wissensvorsprung hat der Leser/die Leserin nicht. Nach einer Weile verlässt Kai mit den Geschwistern das Dorf.
Alles sehr rätselhaft und es ist keine schöne Welt, in der Kai dort landet. Aber das Durchhalten lohnt sich definitiv, denn es ist zwar keine einfache Geschichte, aber die Komplexität bietet Vorteile und macht sie zu etwas Besonderem.
Wer eine einfache Fantasy-Liebesgeschichte erwartet, der wird hier sicherlich enttäuscht werden, mir hingegen hat gerade die Andersartigkeit gefallen.

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Keine schöne Welt
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Superspannend

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3) Art Mayer-Serie von Marc Raabe

Auch der dritte Teil der Reihe um Art Mayer und Nele Tschaikowski hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich habe bisher alle Teile als Hörbuch gehört und mag die Stimme von Peter Lontzek sehr.
Dieser Fall ist zwar in sich abgeschlossen, hängt allerdings inhaltlich mit den Vorgängern zusammen. Dana, die Mutter von Milla, ist immer noch verschwunden, aber Millas Oma baut geistig immer mehr ab und so kann es nicht weitergehen.

Bald gerät die Suche nach Dana in einen beruflichen Kontext. In einer Wohnwagensiedlung hat es gebrannt und dort findet sich ein Toter. Dana scheint den Richter gekannt zu haben, was Fotos zeigen.
Abwechselnd zur Geschichte in der Gegenwart gibt es immer wieder Passagen aus der Vergangenheit aus Danas Sicht, so dass wir ihre Geschichte besser kennen lernen und mehr wissen als Art und Nele, aber längst nicht alles.
Die Spannung ist gewohnt hoch, bis ganz zum Schluss. Und es gibt immer wieder Überraschungen und Wendungen, die ich so nicht erwartet habe.
Hochspannung vom Feinsten - ein mega Hörgenuss.

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Superspannend
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Freya

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen

Das Cover gefällt mir gut und es passt zum Inhalt des Buches, vor allem die Runen mochte ich. Nur den Gesichtsausdruck finde ich nicht so gelungen.
Das Thema nordische Mythologie finde ich sehr interessant und kenne mich ein wenig darin aus. Hier wird die Mythologie gut in diese fiktive Geschichte eingebunden und mit der Protagonistin Freya, der Schildmaid, erleben wir eine starke Frauenpersönlichkeit.

Der Roman wird nur aus ihrer Sicht erzählt - und das ist mal eine gute Abwechslung zu den wechselnden Perspektiven, die gerade sehr in Mode gekommen sind.
Freyas Traum ist es, Kriegerin zu sein und auf einem Drachenschiff auf Beutezug zu gehen. In ihrer Ehe fühlt sie sich nicht wohl. Aber es gibt eine Prophezeiung, dass Freya einen König an die Macht bringen soll - allerdings entspricht das nicht ihrem eigenen Bild einer starken Frauenpersönlichkeit und dieses Thema spielt immer wieder eine Rolle.
Die ständigen Streitereien zwischen ihr und Bjorn, dem Sohn des Jarls, haben mich amüsiert.
Trotz einiger Längen gegen Ende hat mir das Buch gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Teil der Dilogie.

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Mehr als nur Gerüche

Die Gerüche der Kathedrale von Wendy Wauters

Ich habe schon länger kein historisches Sachbuch mehr gelesen, aber Wendy Wauters hat mich total überzeugt. Ein leicht zu lesender Schreibstil, dennoch sehr informativ. Sie verweist grundsätzlich auf die Illustrationen und gibt dazu Erklärungen ab.
Und es geht um weitaus mehr als nur die Gerüche der Kathedrale und nun ja, kleines Manko: Mittelalter ist für mich irreführend, denn vieles, über das sie spielt, betrifft die Frühe Neuzeit.

Aber das ist wirklich nur eine Kleinigkeit.
Mit der "Perle an der Schelde" gibt uns die Autorin vorab eine Einordnung in den historischen Kontext und die Rolle, die Antwerpen gespielt hat, die Konkurrenz zu anderen Städten und die Entwicklung zur Vorrangstellung, was unter Anderem daran lag, dass nach und nach die Märkte das ganze Jahr über stattfanden.
Es gibt immer wieder Zitate und Einordnungen, ab und zu auch mal einen internen Verweis.
Ich habe unglaublich viel gelernt und war beispielsweise erstaunt über die große Anzahl von Kapellen und Altären und wie viele Messen es am Tag gab. Auch die Beerdigungspraktiken in der Kathedrale waren interessant - bis zu 8 Leichen übereinander, und nicht nur Kleriker, sondern alle, die es sich leisten konnten. Natürlich geht es immer wieder um Gerüche, aber nicht nur um Gestank, sondern auch um Wohlgerüche. Und auch die Bedeutung der Gerüche.
Im Anhang gibt es neben einer Bibliographie u.A. eine Zeittafel und einen Antwerpender Festkalender.
Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in Antwerpen und auf die Kathedrale, die ich dann gewiss mit ganz anderen Augen sehen werde.

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Mehr als nur Gerüche
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Freiheitskampf

Im Wind der Freiheit von Tanja Kinkel

Seitdem ich als Jugendliche das Buch "Die Löwin von Aquitanien" geschenkt bekommen habe, habe ich viele Bücher von Tanja Kinkel gelesen und habe sie alle geliebt.
Auch hier zeigt sich wieder einmal, wie tief die Autorin sich in den historischen Kontext eingearbeitet hat und wie sehr sie darauf geachtet hat, dass alles authentisch wirkt.

Und dennoch ist der Roman keinesfalls trocken oder eine reine Geschichtsstunde, die flankiert wird von dem fiktionalen Teil.
Wie so oft in ihren Romanen stehen auch hier wieder starke Frauen im Fokus der Geschichte.
Louise Otto - an dieser historisch verbürgten Person kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit der Emanzipation der Frauen im 19. Jahrhundert beschäftigt. Hier wird sie uns in Romanform näher gebracht. Eine bürgerliche Kämpferin für die Rechte der Frauen.
Die zweite Protagonistin stammt aus einer der unteren Schichten und gerade dieses Zusammenspiel hat mir gut gefallen.
Wortgewaltig, spannend, interessant, lehrreich und vor allem fesselnd geschrieben.
Für mich wieder einmal ein Highlight.

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Freiheitskampf