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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

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Waren meine Ansprüche zu hoch?

Die versteckte Apotheke von Sarah Penner

Ein wunderschönes Cover, ein Klappentext, der mich sofort "packen" konnte. Eine Geschichte auf zwei Zeitebenen, drei Frauen, ein Geheimnis, nein, vermutlich mehr als eines. Klingt alles sehr gut. Caroline will eigentlich in London ihren 10. Hochzeitstag feiern, landet aber alleine dort und findet eine altes Glasfläschchen.

Sie will unbedingt die Geschichte dahinter ergründen und begibt sich auf Spurensuche. Die zweite Zeitebene spielt am Ende des 18. Jahrhunderts, wo Nella eine Apotheke nur für Frauen führt, die allerdings nicht das Ziel halt zu heilen. Eliza kommt mit einem Auftrag ihrer Herrin in diese Apotheke.
Auch dies eigentlich spannende Grundbedingungen. Aber Caroline mochte ich einfach nicht und sie war außerdem viel zu naiv. Dafür, dass sie einen Abschluss in Geschichte hat, weiß sie erschreckend wenig und verhält sich falsch. Und dann fallen ihr die Ergebnisse quasi in den Schoß. Bei ihrer Entdeckung verhält sie sich auch sehr unprofessionell. Auch ihre Beziehungsprobleme konnten mich nicht so sehr berühren. Den Part aus der Vergangenheit mochte ich am Anfang lieber, aber dann zog es sich doch zu sehr und es passierte einfach zu wenig. Ich vermute, meine Ansprüche an dieses Buch waren einfach zu hoch und ich sehr kritisch. Aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich.

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Waren meine Ansprüche zu hoch?
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Nigerianische Freundschaft

Freundin bleibst du immer von Tomi Obaro

Das Cover besticht durch seine tolle Farbgebung und die fehlenden Augen sind mir sofort aufgefallen. Der Turban und auch die Ohrringe wirken so, als ob sie in Bewegung seien.
Die Autorin ist Nigerianerian und die Handlung spielt in der nigerianischen Stadt Lagos, der zweitgrößten Stadt Afrikas. Die Freundinnen Funmi, Enitan und Zainab haben zusammen in Zaria in den 1980er Jahren studiert und wie es so oft ist, so haben sie sich danach aus den Augen verloren, aber nun heiratet Funmis Tochter und sie treffen sich wieder.

Dies ist die Rahmenhandlung einer Geschichte, die aus Rückblicken und aus Erzählungen aus der Gegenwart dieser drei so unterschiedlichen Frauen besteht. Ganz unterschiedliche Lebenswege und Leben, die uns so einen Einblick in die nigerianische Gesellschaft bieten. Leider aber manchmal auch zu abschweifend und der rote Faden ging immer wieder verloren. Eine interessante Art zu erzählen, die für mich aber etwas gewöhnungsbedürftig war. Das Glossar am Ende des Buches war für mich hilfreich und eine Bereicherung.

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Häkelclub

Mörderische Masche von Karla Letterman

Henri ist enttäuscht. Da hat er sich so auf den 10. Hochzeitstag mit Maike gefreut und sie vergisst den einfach. Also muss er wohl alleine den Prosecco leeren. Doch dann erreicht ihn ein Anruf: Maike ist auf der Bullenwiese tot aufgefunden worden. Die Trauer kam hier nicht so richtig zum Ausdruck und war eher Nebensache.

Es geht mehr darum, was Henri nun mit dem Handarbeitsladen ›Nähschiff & Nadelflotte‹ machen soll. Am besten verkaufen. Denn Henri hat keine Ahnung von Handarbeiten. Doch Edda, einzige Angestellte und mit dem Traum, ihre eigene Kollektion zu veröffentlichen, ist natürlich dagegen. Also wird Henri in die Belange des Ladens eingeführt und muss natürlich auch Teilnehmer des Strick- und des Häkelclubs werden. Da stellt er sich gar nicht mal so ungeschickt an. Aber war Maikes Tod wirklich ein Unfall? Langsam kommen Henri da Bedenken. Zwischen Stammtisch und Häkelclub fängt er an zu ermitteln und bekommt auch Unterstützung von den Damen. Der Krimi ist hier nicht so sehr im Vordergrund, aber dennoch eine charmante Geschichte mit vielen Stellen zum Schmunzeln. Den Sprecher Oliver Erwin Schönfeld kannte ich bisher noch nicht, aber er hat mir gut gefallen.

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Bildungsberater

Bekenntnisse eines Betrügers von Rahul Raina

Bei diesem Buch mit dem eher ungewöhnlichem Gelbton des Covers und außerdem einem auffällig anderen Format, bin ich sofort neugierig geworden, denn der Tiger, die beiden Affen und die Zeichnung des "unvollständigen" Mannes sagten mir sofort, dass der Roman wohl in Indien spielen wird und so war es auch.

Da ich das Land bereits ein wenig kenne, war ich gespannt auf diese betrügerische Masche von Ramesh. Bei der Geschichte musste ich mehr als einmal grinsen, denn obwohl vieles hier überzogen dargestellt wird, so konnte ich mir so einiges dennoch sehr gut vorstellen und manches Mal auch genau in dieser Form und nicht in der übertriebenen Art. Ramesh ist ein gewitzter Protagonist, der sein Potenzial erkennt und es zu nutzen weiß. Geboren im Elend von Alt-Delhi, zieht er mit seinem Vater in einen besseren Stadtteil um und erhält die Chance auf Bildung, die er ergreift.
Ein witziger Schreibstil, der manchmal jedoch etwas zu überzogen war.

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Auf der Straße

Wieso? Weshalb? Warum? Band 50 - Alles über den Straßenverkehr von Andrea Erne

Mein Neffe liebt diese Reihe über alles und so haben wir uns auch schon auf dieses neue Buch gefreut. Schon das Cover bietet einen guten Einblick in das, was uns hier erwartet.
Auch dieses Buch ist aus recht fester und robuster Pappe und - ganz wichtig für die kleinen LeserInnen - es gibt die Klappen, hinter denen sich immer eine etwas anders geartete Situation darstellt.

Die sind eigentlich immer der Höhepunkt, ganz unabhängig vom Thema des Buches.
Es gibt einen Überblick über die verschiedenen VerkehrsteilnehmerInnen und auf die Besonderheiten. Wer hat wo Vorfahrt? Wo muss man ganz besonders vorsichtig sein?
Neben den erklärenden Illustrationen gibt es kurze Texte in angemessener Länge und kindgerechter Sprache, die Sprechanlässe bieten und in den Alltag der Kinder eingebaut werden und variiert werden können. So wird der sichere Umgang im Straßenverkehr gut geübt.

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Berufsträume

Edition Piepmatz: Wenn ich groß bin, kann ich alles werden von Andrea Erne

Wenn ich groß bin, dann werde ich... - Diesen Satz habe ich schon in meiner eigenen Kindheit so oft gehört und sicherlich auch mal gesagt und noch heute machen es Kinder genauso. Aber damals hatten wir nicht so viele tolle Bücher zu diesem Thema. Dieses Buch besticht erstmal durch seine zwar einfachen, aber dennoch aussagekräftigen Illustrationen.

Gut gefällt mir, dass es hier beispielsweise einen männlichen Erzieher gibt und eine Chemikerin. Bei anderen Berufen werden die traditionellen Geschlechterrollen eingehalten, was auch völlig in Ordnung ist, da es sonst stark verfremdend wirken würde. Außerdem ist das Buch inklusiv und integrativ.
Jeder Beruf ist durch eine recht kleine Zeichnung aussagekräftig dargestellt und für die Zielgruppe fehlt nun auch kein Text, so dass den Illustrationen mehr Raum gegeben wird.

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Anderes erwartet

Susanna von Alex Capus

Bei dem Cover mit der Brooklyn Bridge denkt man sofort an New York. Dazu der Klappentext und dann beginnt man mit der Lektüre. Es startet in Basel, die Stadt wird in allen Einzelheiten beschrieben ebenso wie ihre EinwohnerInnen, die sich einfach nicht ändern und auf ihren Traditionen bestehen. So auch die mit dem "Wilden", der auf einem Floß den Rhein runterfährt.

Doch dieses Mal geschieht etwas Unglaubliches: die 5jährige Susanna verletzt den Wilden. Dann erfährt man erst einmal viel über die Lebensgeschichte ihres Vaters, dann steht ihre Mutter im Mittelpunkt und Karl Valentiny, der junge Arzt, der bei ihnen lebt. Ihm folgt man zurück in die Heimat nach Dortmund, wo er als Arzt einspringt, ohne eigene Praxis, dann aber vor der Revolution fliehen muss, erst nach Basel, später nach New York. Wohin Susanna und ihre Mutter folgen. Doch bis sie dort ankommen, ist ein Drittel des Buches um. Und das angekündigte Treffen mit Sitting Bull steht erst ganz am Ende des Romans. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr schön, aber mir war die Geschichte dieses Mal zu abschweifend.

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Neues von Grimm, Möhrchen und der freiwilligen Feline

Grimm und Möhrchen - Frühling, Sommer, Herbst und Zesel von Stephanie Schneider

Schon das erste Buch, als Möhrchen, der Zesel, zu Grimm kam, hat mir sehr gut gefallen und so habe ich mich schon auf diese neuen Abenteuer gefreut. Hier begleiten wir die beiden durch ein ganzes Jahr voller Abenteuer. Und die freiwillige Feline kommt auch noch häufiger vor. Dafür ist Rudi mehr zur Randfigur geworden.

Aber es gibt jetzt noch Tante Camembert, die in Paris lebt, und im heißen Sommer ein tolles Paket mit einem Planschbecken schickt. Aber - oh weh - gerade an diesem Tag wurde wegen einer Baustelle das Wasser abgestellt. Aber wozu hat man Freunde? Feline und ihre Kolleginnen und Kollegen von der Feuerwehr, die sich eh gerade langweilen, kommen vorbei und füllen das Planschbecken ruckzuck. Und müssen es dann natürlich erst einmal testen. Außerdem fahren wir mit Grimm und Möhrchen an einen Badesee, feiern Karneval zu Hause, Möhrchen mal mit wachs-mal-Stiften, damit er ein großer Zesel wird und vieles mehr.
Hier gibt es wieder so viele tolle Geschichten und wieder einmal wird hier meisterhaft mit Sprache umgegangen und mit Vorurteilen aufgeräumt, in Bezug auf Gender aber auch auf anderen Gebieten. Die Zeichnungen sind auch wieder wunderbar und ergänzen die Geschichten. Das ist definitiv ein neues Lieblingsbuch.

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Mord in der Kurstadt

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders von Charlotte Blum

Alma Täuber ist eine selbstbewusste, emanzipierte junge Frau, die im Baden-Baden des Jahres 1922 als Telefonistin arbeitet. Sie wohnt mit ihrer Freundin Emmi bei einer Witwe, die ein strenges Regiment führt. Alma ist verantwortungsbewusst und hält sich bisher an die Regeln. Wohingegen Emmi ihre Sachen überall liegen lässt, raucht und ständig wechselnde Verabredungen hat und Alma überredet, mehr auszugehen und Spaß zu haben.

Emmi dekoriert in den Kurhotels mit ihren Blumenarrangements die Tische und arbeitet auch anderswo als Floristin. Der historische Hintergrund mit der Inflation, den politischen Morden und der politischen Lage wird immer wieder gut eingebunden. Auf die Mörderjagd kommt Alma durch einen zufällig mit angehörten Telefonanruf. Eine junge Frau wurde tot aufgefunden und das Telefonat weißt auf einen Mord hin. So begibt sich Alma zur Polizei und treibt den jungen Kommissarsanwärter ganz schön an. Der Fall entwickelt sich interessant in verschiedene Richtungen und so erfahren wir noch mehr über das damalige (Frauen-)Leben und die Kurstadt. Mir hat es gut gefallen und die beiden Autorinnen haben ein gutes, atmosphärisches Buch geschaffen, das mehr als nur Krimi ist.

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Mord in der Kurstadt
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Mond und Himmel

Lua und Caelum 1: Zwischen Himmelglanz und Höllenfeuer von Tine Bätcke

Lua und ihre Mutter sind schon so oft umgezogen, dass sie die Stationen kaum noch zählen kann. In ihrem 17jährigen Leben hat sie schon so oft neue Schulen besucht. Doch bisher haben sie immr nur in kleineren Orten gewohnt und jetzt also New York. Am ersten Abend gehen sie ins Kino und auf dem Rückweg werden sie von Dämonen angegriffen.

So etwas ist leider schon häufiger passiert und bisher ist es immer gut gegangen. Dieses Mal aber nicht. Doch zum Glück hat der Hohedämon Caelum geholfen und Lua mit zu sich nach Hause genommen. Luas Leben ändert sich nun von Grund auf.
Die Geschichte ist eine Variation vieler ähnlicher Geschichten und natürlich ist Caelum ein gut aussehender Badboy, der dann aber doch Mitgefühl zeigt. Zu Beginn dachte ich, ach nein, nicht schon wieder so eine Geschichte. Aber der Schreibstil ist richtig gut und die Geschichte wird zum Ende hin immer spannender und entwickelt sich interessant weiter, so dass es mir doch gut gefiel und ich nun neugierig auf die beiden weiteren Teile bin.

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