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Rezensionen von begine:
Vicky emanzipiert sich
Die Frauen vom Savignyplatz von Joan Weng
Die Frauen vom Savignyplatz ist der erste Roman, den ich von der Autorin Joan Weng gelesen habe.
In der letzten Zeit gibt es viele Romane aus der Zeit zwischen den Kriegen, in den goldenen zwanziger Zeiten.
Dieser Roman spielt in Berlin.
Vicky hat mit 17 Jahren, gegen den Wunsch ihrer Eltern, den 21jährigen Willi geheiratet.
Sie ist mit dem 5. Kind schwanger, als die Ehe in die Brüche ging. Anfangs ist Vicky ziemlich naiv.
Dann erfüllt sie sich ihren Traum, sie eröffnet eine Buchhandlung für Frauen am Savignyplatz.
Dieser Roman besticht mit seinen Emotionen und guten Dialogen. Man erfährt wie die Frauen selbständiger werden und trotz aller Schwierigkeiten sich behaupten zu lernen.
Die Geschichte zeigt den Werdegang einer naiven Frau zu einer gestandenen Geschäftsfrau.
Das Nachwort der Autorin ist informativ. Den Roman kann ich weiterempfehlen und ich werde noch weitere Roman von Joan Weng lesen.
Tagebücher
Die Frauen vom Savignyplatz von Joan Weng
Der Niederländische Autor Marcel Vaarmeijer schreibt einen warmherzigen Roman.
Mit „Louise und die Liebe“ zeichnet er ein tragisches, tapferes Frauenleben. Übersetzt wurde der Roman von Simone Schroth.
Louise Veldman ist inzwischen 90 Jahre alt und lebt in einem Heim, aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt.
Sie will langsam verschwinden, wie sie es nennt. Sie bekommt ein Päckchen zugeschickt, in dem ihre alten Tagebücher sind. Erst will sie sie nicht haben, dann überredet ihr Lieblingspfleger Fabio dazu, das er sie ihr vorliest. So erfahren wir abwechselnd von ihrem jungen Leben und der Zeit im Altersheim.
Das erste Tagebuch beginnt 1934 in Looburg und endet in Amsterdam 1960. Louise hat sich in den Mitschüler Daniel Beck verliebt. Daniel ist Jude und als die Deutschen nach Holland kamen, begann das Drama. Er wird deportiert und Louise will ihn finden.
Im Altersheim erfahren wir wie es Louise und ihren Mitbewohnern ergeht. Manchmal ziemlich deftig aber nachvollziehbar.
Der Roman ist aufregend und interessant. Mit wunderbarer spritziger Sprache geschrieben.
Neuauflage von Wohin das Herz uns trägt von 2008
Das Mädchen mit dem Schmetterling von Kristin Hannah
Kristin Hannah schreibt berührende Romane, ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen. Der neue „Das Mädchen mit dem Schmetterling“ gefällt mir außerordentlich gut. Allerdings hatte ich Glück, das ich es noch nicht unter dem anderen Titel gelesen habe.
Julia Cates hat als Kinderpsychologin gerade einen Tiefpunkt erreicht.
Da wird sie von ihrer Schwester in ihren Heimatort am Mystic Lake um Hilfe gebeten. Da wurde ein wildes kleines Mädchen gefunden, das mit einem Wolfwelpen aufgetaucht ist. Das Mädchen kann nicht sprechen und ist verängstigt und traumatisiert. Es ist interessant, die Arbeit der Psychologin zu beobachten. Ein Roman voller Emotionen. Es ist spannend zu lesen.
Ich gebe eine Leseempfehlung, aber Vorsicht mit dem Titel.
Vergangenheit im Banat
Das Mädchen mit dem Schmetterling von Kristin Hannah
Andreas Wunns Mutter stammt aus dem Banat einem Gebiet in Jugoslawien. Sie war noch ein 5jähriges Kind, als sie 1947 mit Mutter und Bruder und Großmutter nach Deutschland flüchten mussten.
Der Autor unternimmt 2017 mit seiner jetzt 75jährigen Mutter eine Reise in die Vergangenheit. Er sucht nach Antworten und daraus entsteht der Roman „Mutters Flucht“.
Die ersten Stationen sind die Flüchtlingslager in denen die Flüchtlinge wohnten, bevor sie eine Wohnung bekamen.
Dann geht es weiter über Ungarn nach Serbien und von den Lagern, aus denen sie flüchteten. Gleichzeitig erfahren sie und wir, wie ab 2015 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanista , den gleichen Weg wie vor 70 Jahren über die Grenze, nahmen.
Die Mutter erinnert sich an Kleinigkeiten, aber sie schiebt vieles von sich. Eine Flucht bedeutet für Kinder, das sie traumatisiert sind.
Andreas Wunn schildert diese Reise mit gut konstruierten Fakten. Eine eindrucksvolle Geschichte der Donauschwaben.
Porträt einer Mordnacht
Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith
Anne Meredith ist das Pseudonym von der britischen Krimiautorin Lucy Beatrice Malleson, die von 1899 bis 1973 lebte.
Der Klett-Cotta Verlag verlegt den Roman „Das Geheimnis der Grays“. Im Original erschien der psychologische Krimi 1933 und jetzt erstmals auf deutsch. Das Buch wurde von Barbara Helle übersetzt.
Der Roman spielt zu Weihnachten 1931 in England.
Adrian Gray lädt jedes Jahr seine Kinder und ihre Partner zum Heilig Abend ein. Das deren Kinder nicht dabei sind gefällt mir nicht, da wäre ich bei den Kindern geblieben.
Es heißt er ist geizig, bei den Kindern aber auch nicht ungewöhnlich, die sind alle geldgierig umd auch miteinander verfeindet. Allerdings ist er schon ziemlich skurril.
Adrian wird ermordet, der Mörder steht für uns sofort fest. Wir beobachten ihn bei der Vertuschung und an seinen Ämgsten vor Entdeckung. Für die Polizei sind alle verdächtig. Jetzt kommt einiges ans Licht.
Der Roman liest sich etwas altmodisch, wie die Romane von Agatha Christie auch. Das ist aber manchmal ganz angenehm. Der Krimi ist überaus spannend. Ich habe ihn gerne gelesen. Eben klassisch englisch.
Ein modernes Märchen
Elfenbeinsonne von Valentina May
Valentina Mays Roman „Elfenbeinsonne, Das Geheimnis der Güldensteins“ ist der Band 1 einer fantasievolle Familiensaga.
Die Güldensteins sind eine Schmuckdynastie.
In der Familie gab es schon einige mysteriöse Todesfälle, man spricht von einem Fluch. Der Vater hinterläßt seinen Söhnen und der Tochter eine insolvente Firma.
Mir gefällt die Tochter Mathilde oder Tilde, wie sie von Freunden genannt wird und ihre Freundin Amelie. In Amelies Kunstfertigkeit als Goldschmiedin kann ich mich hinein versetzen. Ihre Schmuckstücke sehe ich bildhaft vor mir. Sie ist natürlich, die Güldensteins sind mir etwas suspekt.
Die Autorin erzählt die Geschichte märchenhaft und spannend. Man kann träumen, eine leichte Unterhaltung, ein Roman zum Entspannen.
Miss Daisy in ihrem Element
Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig von Carola Dunn
Die Autorin Carola Dunn hat schon einige historische Krimis mit Miss Daisy geschrieben.
„Miss Daisy und der Mord unter dem Mispelzweig“ ist der 11. Teil, für mich ist es das erste Buch von ihr.
Der Roman wurde von Eva Riekert übersetzt.
Mich erinnert es an Romane von Anne Perry, die ich fast alle verschlungen habe.
Jetzt hat mich Carola Dunn in ihren Fängen.
Miss Daisy hat inzwischen den Alec Fletcher von Scotland Yard geheiratet umd eine Stieftochter bekommen. Sie verbringen die Weihnachtstage mit Verwandten in Cornwall, in einem großen Anwesen.
Es macht Spaß die Familie und die Bewohner des Anwesens zu beobachten. Dann gibt es eine Leiche und Daisy ist in ihrem Element.
Die Autorin hat einen guten Schreibstil. Die Geschichte hat Witz. Ein Roman mit traumhaften Szenen und charismatischen Mitwirkenden.
Eine gute kurzweilige Unterhaltung.
Liebe und Intrigen
Dunkelziffer von Andrea Kane
Von de amerikanischen Autorin Andrea Kane habe ich schon Schwesterherz gelesen. Der neue Roman Dunkelziffer ist spannend zu lesen. Er wurde von Barbara Ritterbach übersetzt.
Die Lehrerin Julia ist eine Frau, die mit Leib und Seele für ihre Schulkinder da ist und ihre pädagogischen Aufgaben nimmt sie sehr ernst.
Ein besonderes Verhältnis hat sie zu dem 7jährigen Bürgermeistersohn Brian. Um ihn macht sich Julia große Sorgen.
Der Bürgermeister Steffen Stratford kandidiert für den Senat. Damit beginnen die Gefahren. Sein Bruder Connor unterstützt seinen Bruder auch gegen ihren Vater. Die Familie Stratford ist reich und so richtig amerikanisch.
Der Roman zeigt die politischen Intrigen.
Ich war gleich gefangen und gefesselt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
Dunkelziffer ist ein aufregender Thriller, mit einer Liebesgeschichte. Andrea Kane hat einen guten flüssigen Schreibstil. Das war bestimmt nicht der letzte Roman, den ich von ihr lesen werde.
Historischer Krimi in Dresden
Dunkelziffer von Andrea Kane
Helga Glaesener ist eine Autorin, deren Romane ich schon immer gerne gelesen habe, ihr Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam.
Der Roman „Die Tote im Fechtsaal“ ist ein spannender historischer Kriminalroman. Der Schauplatz ist Dresden, im Jahre 1869. Anne Troll betreibt einen Fechtsaal, in dem sie Frauen das Fechten beibrachte.
Bei ihr wurde eine Tänzerin ermordet. Sie engagiert den Detektiv Daniel Raabe, damit der den richtigen Mörder findet.
Kriminalkommissar Max Keller glaubt das Annie die Schuldige ist.
Die Autorin beschreibt bildhaft den Kampf einer Frau, die ihr Leben selbstbestimmt und in Frieden meistern will.
Ein fast unmögliches unterfangen. Die Kriminalfälle sind interessant geschildert. Die Protagonisten sind sympathisch dargestellt.
Der Roman ist gute Unterhaltung zum Eintauchen in eine historische Zeit in Dresden.
Quer durch Deutschland
Land im Sturm von Ulf Schiewe
Von Ulf Schiewe besitze ich eine Reihe gelesene Romane im Regal. „Land im Sturm“ musste ich also auch lesen.
Mit seinen 928 Seiten ist das eine richtige Herausforderung.
Der Roman geht über fast 1000 Jahre und ist in 5 Teilen verfasst.
Im Jahre 995 geht es nach Bayern. Arnulf, der junge Schmied lässt sich von der Vogttochter umgarnen und übertölpeln.
Er muss fliehen. Im Wald trifft er Hedwig, die von Ungaren überfallen und mißbraucht wurde. Gemeinsam gehen sie nach Augsburg.
Die Stadt wird von den Ungarischen Kämpfern angegriffen.
Wie bei Ulf Schiewe üblich, können wir die Kampfszenen persönlich miterleben. Wir sind mittendrin.
In jedem Teil gibt es viele geschichtliche Begebenheiten, etliche Kriege und immer geht es um Arnulf und Hedwigs Nachkommen. Da kommt der 30jährige Krieg vor und auch Napoleons Feldzüge sind dabei.
Der Roman lässt in seiner Spannung nicht nach. Eine ungewöhnliche gestaltete Geschichte, mit besonderem Stil, mit erlesenen Figuren und großen Emotionen. Ein echter Ulf Schiewe Roman.
Für Fans historischer Roman zu empfehlen.








