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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Die Kunst des Teewegs

Der Teezauberer von Ewald Arenz

Ewald Arenz Buch Der Teezauberer von 2002 ist letztes Jahr auch in einer Erfolgsausgabe neu erschienen. Es ist fast mehr Novelle als Roman und erzählt von Tee wie von der Liebe.
Jakob lebt mit Marietta und seiner kleinen Tochter zusammen. Dennoch drängt es ihn auf reisen. Eine Art Midlifekrise. Er will mehr Leben und mehr neues spüren.

Das könnte ihn seine Beziehung zu Marietta kosten.
Zwischen den Kapiteln sind kurze Abschnitte über die Geschichte des Teehandels eingebunden. Das ist keine schlechte Idee, doch das Buch bietet zu wenig Raum. So bleibt dieser Aspekt des Buches doch begrenzt.
Manche Sätze des Buches sind wirklich fein formuliert, manchmal ist auch Pathos zu spüren.
So ganz habe ich den Zauber nicht gespürt, aber interessiert hat mich das lesenswerte Buch sehr.

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Die Kunst des Teewegs
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es gibt einen Mann

Winterbuch der Liebe von Dora Kaprálová

Winterbuch der Liebe der tschechischen Autorin Dora Kaprálová enthält viele kleine Episoden, oft nur eine halbe Seite lang, selten mal 2. Die knappen Texte beginnen oft, aber nicht immer, mit dem Satz: „Es gibt einen Mann“. Dann reflektiert sie, ob sie ihn liebt oder hasst. Manchmal sind es auch Männer des Alltags, wie den Metzger.

Manchmal ist es auch derselbe Mann und manchmal ist es ihr Mann.
Dora Kaprálová liebt kurioses und sie bemerkt das außergewöhnliche im Alltag.
Deswegen sind ihre Kurztexte so originell und lesenswert. Zwar hat mich nicht jedes Kapitel angesprochen, doch viele sind bemerkenswert.

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Der Sound des Heinz Strunk

Zauberberg 2 von Heinz Strunk

Heinz Strunk ist ein Phänomen in der deutschen Literatur. Zwischen seinem Mix aus Comedy und Anspruch traut er sich alles zu. Jetzt sogar Thomas Manns Zauberberg, ein ehrfurchteinflößendes Werk.
Darin gerät ein Mann in die Faszination eines Kurbetriebs und bleibt jahrelang in Davos.
Bei Heinz Strunk geht es erst einmal etwas schlichter zu.

Der Protagonist, Jonas Heidbrink, begibt sich auch auf eine Kur, aber nicht auf Davos.
Dennoch ist die Klinik eine kleine abgeschlossene Gesellschaft für sich. Aber Patienten kommen, Patienten gehen. Jonas fällt es anfangs nicht leicht, sich einzuleben.

Jonas ist ein typischer Strunk-Charakter. Eigentlich intelligent, ist er teilweise auch verpeilt.
Seien Gedankengänge sind für den Leser amüsant. Heinz Strunk arbeitet die Peinlichkeiten des alltäglichen Lebens klar heraus. Das gilt auch für die Absurditäten des Alltags.
Manche Passagen sind zwar gut gemacht, doch oft wirkt Jonas in seinen Gedankengängen zu schlicht. Das wundert mich, da er doch so ein erfolgreicher Mann ist.

Einige gute Formulierungen in Zauberberg 2 bleiben hängen, doch was Thomas Mann bot, kann Strunk nicht liefern. Es fehlt an Komplexität, die Dialoge sind zu schlicht, die Nebenfiguren zu eindimensional.

Irgendwie macht Strunk dann doch zu wenig aus dem Stoff. Seine letzten Romane Es ist immer so schön mit dir und Ein Sommer in Niendorf sowie seine Kurzprosa hatten mich mehr überzeugt.

Aber der typische Heinz Strunk-Sound ist da und deshalb lohnt es sich, den Zauberberg 2 zu lesen.

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Der Sound des Heinz Strunk
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Briefe über Hoffnung

Hoffnung von Philipp Blom

Dieses Buch ist noch neu und doch hat sich in der Welt schon wieder einiges geändert, die eigentlich jede Hoffnung tötet: Trumps Wiederwahl, die Ampel zerbricht, wirtschaftliche Krisen in einigen Bereichen etc.

Zunächst steht für mich die Frage nach der Definition von dem Begriff Hoffnung. Hoffnung ist wichtig, kann auch Chance sein.

Aber Blom gibt keine direkte, klare Definition vor.

Manchmal ist Bloms Text sehr persönlich, z.B. wie er den Tod eines Freundes schildert.

Bei Philipp Bloms Erzählweise hat mich gewundert, dass er mich in dem Text persönlich anspricht wie in einem Brief. Oder an wen wendet er sich? Das ist leicht verwirrend und nicht die Form, die ich mir gewünscht hätte. Zum teil finde ich es unangemessen bzw. unangenehm.

Davon abgesehen ist der philosophische Ansatz ganz gelungen.

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Briefe über Hoffnung
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Reise in die Vergangenheit um die Gegenwart zu ändern

Das kleine Café der zweiten Chancen von Shiori Ota

Die Autorin übernimmt die Idee der „Bevor der Kaffee kalt wird“-Reihe. Hier wie da wird für die Dauer eines Kaffees in die Vergangenheit gereist.
In Shiora Otis Roman ist im Gegensatz zu der Reihe das oberste Ziel, die Vergangenheit zu ändern.
Und da der Roman wie ein Jugendroman ist, ist es die Jugendliche Himari, die in der Vergangenheit rumpfuscht, um die Gegenwart zu ändern.

Himari ist eine unsichere, schüchterne Jugendliche, die eine neue Schule besucht und Anschluß sucht. Dieser Aspekt wird gut transportiert.

Shiora Oti ist anscheinend eine japanische Manga-Künstlerin und sie übernimmt diesen Stil für ihren Roman. Dass heißt, es gibt kurze, abgehackte Dialoge und eine wirre Handlung, in der alles irgendwie durcheinander geht. Dadurch wird der Roman schwer lesbar.
Zudem fehlt es sehr an Tiefgang.
Hoffentlich gibt es keine Fortsetzung.

Das kleine Café der zweiten Chancen ist ein Buch, das vermutlich eher für jüngere Leser geeignet ist.

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Gail und Max

Drei Tage im Juni von Anne Tyler

Anne Tyler schreibt schon lange und ihr Stil hat etwas zeitloses. Auch dieser kurze Roman hätte theoretisch schon vor Jahrzehnten entstanden sein können.

Die 61jährige Gail trifft auf ihren geschiedenen Mann, den charismatischen Max. Anlaß ist die Hochzeit ihrer gemeinsamen Tochter.
3 gemeinsame Tage werden in 3 Teilen gezeigt.

Das Buch ist realistisch, hat aber auch Screwball-Elemente, die sich vor allen auch in den Dialogen ergeben.

Man erfährt auch von der Vergangenheit und wie es zur Trennung kam.
Gail durchdenkt und reflektiert ihre Beziehung und wie sie scheiterte.

Anne Tyler hat mit Max und Gail zwei Figuren geschafft, die original und humorvoll wie auch sensibel sind.

Man kann bei diesem Buch von einem literarischen Juwel sprechen!

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Der Blick aus der Raumstation

Umlaufbahnen von Samantha Harvey

Das Buch wurde eine Meditation genannt. Das ist sicher zutreffend.
6 Astronauten (Nell, Sauna, Chie, Roman, Pietro, Anton), Individeen, bilden sie doch auch ein Kollektiv.
Ihre Gedanken, Erinnerungen und Gespräche füllen den kurzen Roman.
Einige philosophische Fragestellungen wurden eingebracht, was weniger überzeugte.

Ich mag aber viele der kurzen Passagen, die eingestreut werden, z.B. das Treffen und die Freundschaft zwischen einem der Astronauten und einem Fischer, Chies Gespräche mit den Mäusen, Romans Gespräch mit einer Frau auf der Erde uva.

Man kann den Text wegen seiner Ruhe und Poesie bewundern.

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In der Welt der Kate Shugak

In der Kälte Alaskas von Dana Stabenow

Der Untertitel lautet: Der erste Fall für Kate Shugak. Originaltitel: A Cold Day for Murder

Es handelt sich um eine langjährige Krimireihe mit vielen Bänden. Der Kampa-Verlag veröffentlicht hiermit den ersten Band neu.
Das Setting im Naturpark im Süden von Alaska bringt die Atmosphäre, die mürrische Protagonistin Kate Shugak sorgt für Schwung.

Sie arbeitet früher für die Staatsanwaltschaft, hat aber nach einem Vorfall den Dienst quittiert.
Doch sie kennt sich aus in der rauen Umgebung von Alaska und wird daher engagiert, nach einem verschwundenen Ranger zu suchen. Mit dabei ihr Wolfshund Mutt.
Kate kann sehr sarkastisch sein, aber man spürt auch, dass eine innere Wut in ihr schwellt.

Eine Figur wie Kate ist für das Genre nicht untypisch, aber es funktioniert dennoch.
Interessanterweise gehört sie zu den Aleuten, den Ureinwohnern Alaskas.
Dieser Umstand wird für die Entwicklung des Falls dann auch tatsächlich eine Rolle spielen.

Der Roman ist gut zu lesen und macht Spaß. Weitere Teile der Reihe sind willkommen

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Yabar

Der Kommandant des Flusses von Ubah Cristina Ali Farah

Das Buch Der Kommandant des Flusses, Originaltitel ist Il comandante del fiume, übersetzt aus dem Italienischen von Henrieke Markert, ist beim Verlag Orlando erschienen.

Der Roman erzählt die Geschichte von Yabar, einem Jugendlichen in Rom, mit Wurzeln in Somalia.
Seine Mutter ist alleinerziehend, seinen Vater kennt er kaum, da dieser in Somalia ist.

Und in Somalia herrscht Bürgerkrieg.

Die meiste Zeit ist Yabar aber bei der fürsorglichen Tante Rosa sowie deren Tochter Sissi, die ihm wie eine Schwester ist.

Man kann Yabar, den man als Leser eigentlich gleich mag, durch seine Gedankengänge kennenelernen.
Yabar ist unausgeglichen, manchmal wütend und unbeherrscht. Zum Glück hat er Tante Rosa und Sissi. Yabar fühlt sich als Römer, aber er ist sich auch bewusst, dass er als schwarzer Afrikaner anders wahrgenommen wird.

Hauptthema ist Yabars Suche nach seiner Identität, darüber hinaus aber auch allgemein die Situation von Migranten aus umkämpften afrikanischen Ländern. Die Autorin fügt der Handlung noch eine alte Legende hinzu, die auch den Romantitel liefert.

Yabar bleibt als sensibler Junge in Erinnerung.

Ein interessantes Buch, das ich empfehlen kann.

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Yabar
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Spannendes Psychodrama

Last Seen von Lucy Clarke

Last Seen von Lucy Clarke ist ein Psychodrama der klassischen Art, modern erzählt und wirklich spannend. Es gibt zwei wechselnde Erzählperspektiven der Freundinnen Sarah und Isla, wobei Sarahs Part klar im Vordergrund und ausführlicher ist. Dennoch funktioniert diese Erzählart.
Es geht um einen verschwundenen 17jährigen, Jacob, dem Sohn von Sarah.

Und es gibt eine Vorgeschichte. Als Jacob 10 Jahre alt war, waren er und Islas Sohn im Meer schwimmen. Nur Jacob überlebte. Natürlich ergeben sich daraus zahlreiche Spannungen und es gibt einige Geheimnisse.
Es ist spannend, die Wendungen in der Handlung mitzuverfolgen. Lucy Clarke versteht es, einen Plot zu gestalten.

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Spannendes Psychodrama