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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Hommage an das Kino

Die schönere Lüge von Dana Spiotta

Schon das Cover deutet auf die Freundschaft zweier Frauen an.
Beide beschäftigen sich mit Film, vielmehr, es ist ihr Lebensmittelpunkt.
Doch sie sind sehr unterschiedlich. Die Autorin präsentiert zwei Lebenswege.
Das macht sie auf komplexe, manchmal unnötig komplizierte Art.
Man sollte für das Buch ein Interesse an Film mitbringen, insbesondere auch an die Filmgeschichte.

Man wird einiges wieder entdecken und vielleicht auch neues.

Ich muss gestehen, dass mich Dana Spiottas letzter Roman (Unberechenbar) mehr angesprochen hatte, aber auch Die schönere Lüge ist ein gutes Buch.

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Hommage an das Kino
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Überdosis vom Leben

bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann von Oliver Lovrenski

Das Buch mit dem ausgefallenen Titel „bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann“ ist außergewöhnlich.
Das Buch ist komplett in Jugendsprache erzählt. Das ist teilweise witzig, manchmal auch anstrengend.
Abwechselnd erzählen vier Jugendliche.
Ivor, Marco, Arjan und Jonas. Sie sind wie Brüder.

Sie leben in Norwegen, lieben es zu chillen und ihr Interesse liegt bei vielen Drogen. Nicht umsonst heisst der zweite Teil des Buches Absturz.

Die Kapitel sind überwiegend sehr kurz und es gibt viele von ihnen.

Noch ein Wort zum Cover: es ist ganz in rot gehalten und zeigt offenbar einen der Jugendlichen in nachdenklicher Pose. Das passt schon.

Ein manchmal witziges, aber auch raues und wildes Buch.

Ich vermute, der Autor Oliver Lovrenski wird seinen Erfolg nicht wiedrholen können. Er hat es geschafft, ein Lebensgefühl auszudrücken. Ein weiteres mal ist das nicht zwingend.

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Überdosis vom Leben
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Die vielen Geschichten rund um den Panamakanal

Der große Riss von Cristina Henríquez

Man taucht tief ein in eine historisch bedeutende Zeit.
Das große historische Ereignis ist der Kanalbau Panama ca. 1907. Bis 1913 wird erzählt.
Der Autorin Cristina Henriquez gelingt es, ihre Figuren lebhaft und glaubhaft zu gestalten. Das gilt vor allen für die junge Ada Bunting, die mutig ist und Geld für ihre kranke Schwester verdiene will und als zweite Hauptfigur Omar, der auch am Kanal arbeitet.

Aber auch Nebenfiguren sind großartig, zum Beispiel Omars Vater Francesco oder auch Lucille. Dann gibt es auch noch John und Marian, deren Rollen leider etwas zu klein ausfallen.
Es steckt also viel drin, denn lalle Figuren haben auch noch ihre eigenen Geschichten.

Cristina Henriquez hat einen epischen Ansatz und verwebt ziemlich viel in die Handlung, vielleicht zu viel. Nicht immer ist man als Leser dicht am Plot, da es manchmal zu ausufernd wird. Das Buch kann also nicht ganz überzeugen.
Trotzdem ist das Buch schon ganz gut geschrieben und absolut lesenswert.

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Die vielen Geschichten rund um den Panamakanal
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Band 10 der rororo-Entdeckungen

Dienstmädchen für ein Jahr von Sigrid Boo

Dienstmädchen für ein Jahr von Sigrid Boo stammt aus dem jahr 1930.
Das Buch wird von der Erzählstimme der Protagonistin geprägt. Sie ist eine moderen junge Frau im Norwegen
Als Icherzählerin verfügt sie über Frische und erfreulicherweise auch über Witz und Selbstironie.

Die verwöhnte Helga nimmt aufgrund einer Wette eijne Strelle als Diuenstmädchen für ein jahr an.

Das fällt ihr anfangs nicht leicht.
In Form von Briefen berichtet sie ihrer Freundin, wie es ihr ergeht.
Streckenweise überzogen, weitgehend harmlos, aber immer munter setzen sich Helgas Erlebnisse fort.

Band 10 ist wieder eine zündende und lesenswerte Entdeckung in der Reihe.

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Band 10 der rororo-Entdeckungen
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Ein Kultautor

Ich gehe in ein anderes Blau von Michael Töteberg; Alexandra Vasa

Rolf Dieter Brinkmann, jung gestorben, war ein wichtiger Deutscher Autor der siebziger Jahre.
In letzter Zeit war es eher ruhig um ihn und seine Bücher.
Diese Biographie bietet die Chance ihn wieder zu entdecken oder vielleicht sogar überhaupt erst kennen zu lernen.
Die Biografie ist relatv konventionell aufgebaut, dass heißt es wird zeitlich von Kindheit bis zum tödlichen Autounfall erzählt.

Für mich ist diese Form sehr in Ordnung.

Man spürt schon schnell, dass Brinkmann ein Erneuerer der Sprache war, der radikal und kompromisslos schrieb. Schon das Cover, auf dem er abgebildet ist, strahlt das irgendwie stark aus.
Er war streitbar, anscheinend auch manchmal exzentrisch und immer suchte er das Neue in seine Texten.
Solche Schriftsteller sind in heutiger Zeit eher selten.
Außerdem erfährt man in diesem Buch viel vom Literaturbetrieb dieser Zeit und das hat mich vielleicht am meisten am Buch überzeugt.

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Ein Kultautor
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Der 23.Oktober 1980

Der Junge von Fernando Aramburu

Fernando Aramburu ist in San Sebastian geboren, lebt aber schon lange in Deutschland. Doch seine Romane sind ganz und gar Spanien.
Ein schreckliches Ereignis 1980 in Spanien und wie die betroffenen Menschen damit umgingen, ist das Thema dieses großartig gemachten Buches. Durch eine Explosion gab es 50 Tote in einer Schule, überwiegend Kinder.

Stellvertretend wird die Familie des sechsjährigen Nuco, der unter den Todesopfern war, gezeigt. Für die Eltern Mariaje und Jose Miguel ein Schock. Sie versuchen auf verschiedene Art, mit dem Verlust umzugehen. Nicos Großvater schließt nicht mit dem Tod ab. Regelmäßig besucht er den Enkel auf dem Friedhof und scheint eine Verbindung aufrecht zu erhalten. Auf andere wirkt er deswegen wunderlich.

Fernando Aramburu ist ein Autor, der es versteht, die Psyche seiner Figuren auf realistische Weise zu untersuchen und er verdeutlicht die Probleme, die entstehen, wenn man die Gefühle aufgrund von Verlusten nicht auf- und verarbeitet.

Es gibt eine ungewöhnliche zusätzliche Ebene, in dem sich das Buchmanuskript selbst zwischenschaltet und Absichten des Autors kommentiert. Solche Schreibmethoden mit Ironie kennt man von Fernando Aramburu. Manche Leser kann das irritieren, ich finde es originell.

Der Junge ist verglichen mit anderen Romanen dieses Autors relativ kurz, ist aber dem Stoff angemessen und absolut passend.

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Klara und Paulina

Halbe Leben von Susanne Gregor

Halbe Leben ist ein bei Zsolnay erschienener zeitgenössischer Roman mit relevanten Thema.
Nachdem Klaras Mutter Irene einen Schlaganfall hatte und pflegebedürftig ist, stellt sie die aus der Slowakei stammende Pflegerin Paulina ein. Schon bald ist Paulina unverzichtbar für die Familie, die neben Irene aus Klara, ihren Mann Jakob und der 11jährige Ada besteht.

Da bereits auf der ersten Seite erzählt wird, wie Klara durch Sturz von einem Berg ums Leben kommt, ist man als Leser gespannt, wie die Zusammenhänge sind.
Paulina, die zwei Söhne hat, fährt regelmäßig nachhause, wird aber immer mehr von Klara vereinahmt, besonders nachdem Irene einen zweiten Schlaganfall erlitten hat.
Paulina steht immer mehr unter Druck. Stets pendelnd muss sie immer mehr leisten.

Susanne Gregors Sprache ist dicht und stimmungsvoll. Sie kann einfühlsam erzählen und gibt den Figuren eigene Stimmen. Das macht Halbe Leben neben dem zwingenden Plot zu einem großartigen Roman.

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Time after time

Von hier aus weiter von Susann Pásztor

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Bäume und Leben

Meine Bäume von Ada Limón

Ada Limón ist eine Amerikanische Dichterin, die mit diesem hervorragenden Buch über Bäume kurze lyrische Prosastücke vorlegt.
Es geht nicht nur um Bäume, obwohl es da tatsächlich detailreich wird, sondern sie erzählt auch von sich und ihrer Familie, prägenden Erlebnissen, ihre Kindheit und später ihre Jahre in New York.

Meistens ist sie aber in Kalifornien. In einem Kapitel auch in New Mexiko, sie hat mexikanische Wurzeln.
Die Prosastücke werden durch diese Passagen ihres Lebens zusammengehalten und sie sind sehr lyrisch gehalten. Wer lyrische Prosa liebt, kommt hier auf seine Kosten. Manche Passagen erinnerten mich vom Lesegefühl her vage an Louise Glücks Wilde Iris.
Aber insgesamt hat Ada Limón natürlich einen eigenständigen Stil, der mir ausgesprochen gut gefällt. Hoffentlich wird auch einmal einer ihrer Gedichtbände auf Deutsch übersetzt.
So lange aber kann man dieses Buch auch mehr als einmal lesen, denn bei aller kürze ist es doch sehr reichhaltig.

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In einem Swimmingpool im November

Es geht mir gut von Jessica Anthony

Der Roman ist in Maine, 1957 angesiedelt und stellt das Ehepaar Kathleen und Vergil in den Mittelpunkt. Sie sind schon ein paar Jahre verheiratet, haben Kinder. Vergil ist eher ein oberflächlicher Typ, liebt den Jazz und macht sich keinen Kopf. Die sportliche Kathleen aber ist in eine Krise geraten.

Sie steigt an einem Novembertag in den Swimmingpool und weigert sich, wieder rauszukommen.
Es ist aus heutiger Sicht nicht einfach, sich in die Situation der amerikanischen Paare der fünfziger hineinzuversetzen. Doch das Buch, im Original The Most, ist als Gesellschaftsporträt nicht zu unterschätzen. Es war sogar auf der Longlist des National Book Award 2024.

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In einem Swimmingpool im November