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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Starke Titelgeschichte

Der Kuss von Tina Harf

Der Kuss ist die Titelgeschichte, die auch gleich am Anfang steht und vom Leben und Sehnsüchte Paulines erzählt. Das geht über einige Jahre der Kindheit, Jugend bis ins 30 Jahr. Dann wird sich letztlich ihr diffuser Traum von einem New York-Besuch in etwas reales von Bedeutung wandeln.
Das ist wirklich eine starke Erzählung.

Leider können die folgende 4 Geschichten nicht so ganz mithalten. Sie sind weniger bedeutend!
Aber immerhin, eine richtig gelungene Erzählung ist auch schon was !

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Starke Titelgeschichte
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Reflektive Erzählungen

Letzte Erzählungen von William Trevor

Ruhig und voller Tiefe sind die reflektiv gehaltenen Erzählungen von William Trevor.
Das gilt besonders für die erste Geschichte um eine Klavierlehrerin, die einen besonders begabten Schüler bekommt. Diese Erzählung wird mein Favorit in diesem Band bleiben. Dicht gefolgt von der nächsten.
Auch die Story Der verkrüppelte Mann beinhaltet gute psychologische Momente.

Das gilt auch für weitere der Erzählungen. Ein paar habe ich noch nicht gelesen, die spare ich mir noch auf, denn William Trevors Erzählungen sind ein literarischer Genuß.

Der 2016 verstorbene William Trevor war Autor, von dem ich einige gut gelungene Romane gelesen habe. Aber er war besonders ein Spezialist der kurzen Form. Ganz einfach sind manche seiner Texte nicht, aber diese letzten Erzählungen sind entspannt und zugänglich.
Er weiß unaufgeregt zu erzählen und verfügt über bemerkenswerte Formulierungen.

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Reflektive Erzählungen
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Fahrt eines Trinkers

Schlusslichter von Georges Simenon

Der Roman von Georges Simenon stammt aus dem Jahr 1953 und hat sowohl Thrillermomente als auch psychologische Elemente.
Das amerikanische Ehepaar Steve und Nancy fahren gemeinsam im Auto nach Maine um dort ihre Kinder aus einem Ferienlager abzuholen.
Doch auf der Fahrt werden die Auseinandersetzungen zwischen ihnen intensiver, insbesondere weil Steve immer wieder halte macht, um Martini oder Whisky zu trinken.

Sein Bewusstseinszustand ändert sich im Verlaufe der Zunahme seiner Trunkenheit.
Es ist damit auch ein ein Text in der Tradition berühmter Trinker-Romane, ich denke da z.B. an Malcolm Lowreys Unter dem Vulkan.
Auch hier wird der Roman stark durch Steves innere Monologe geprägt. Seine Gedankengänge werden mit der Zeit immer wirrer. Das ist teilweise schon sehr überzeugend gemacht.

Angereichert wird der Plot durch die fatale Begegnung mit einem gewalttätigen Mann, der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und von der Polizei gesucht wird.

Die Spannung nimmt kontinuierlich zu.

Ehrfurchtsvoll lese ich am Ende das bemerkenswerte Nachwort von der britischen Schriftsteller-Ikone Anita Brookner.

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Fahrt eines Trinkers
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Erinnerungen

Wild Game von Adrienne Brodeur

Wild Game ist eigentlich kein Roman, obwohl er sich streckenweise so liest. Doch es ist ein literarisches Memoir der Autorin Adrienne Brodeur über ihre Familie, insbesondere ihre Mutter und sie selbst als Kind/Jugendliche. Es beginnt als Adrienne 14 Jahre alt ist.

Geschrieben ist es wirklich gut, aber streckenweise konnte ich mich schlecht mit dieser eigentlich wohlhabende Familie identifizieren.

Die Probleme machen sie sich selbst bzw. es ist Malabar, die Mutter von Adrienne, die sich Eskapaden erlaubt. Eine exzentrische Person, die ihre Tochter in ihre Lügen mit verstrickt und Adrienne leidet darunter.

Die Szenerie wird wirklich lebendig geschildert. Dazu kommt noch die besondere Stimmung der Zeit Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre.

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Erinnerungen
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Leben im späten 19.Jahrhundert

Glanz der Ferne von Iny Lorentz

Der letzte Teil der Berlin-Trilogie. Der Zeitraum ist diesmal Berlin in den Jahren 1897–1900. Fast 30 Jahre später als in dem hervorragenden zweiten Teil Himmel in den Wolken.
Neue Protagonistin ist Vicky, die Nichte von Theo und Rieke und Enkelin von Resa.
Sie hat es in der Familie schwer und drängt nach Unabhängigkeit, aber sie ist noch nicht volljährig.

Sie kann sich aber als Zeichnerin für ein Modemagazin durchsetzen.
Vicky ist eine gute Hauptfigur, der man gerne durch die Handlung folgt.
Leider wird ihr wirklich übel mitgespielt.

Es ist typischer Iny Lorentz-Stoff, die Autoren haben ihr Genre nicht neu erfunden.
Glanz der Ferne hält das Niveau der Reihe, obwohl mir der Vorgänger noch etwas besser gefallen hat. Insgesamt hat die Reihe aber viel Atmosphäre und gehören mit zu den besseren Werken von Iny Lorentz.

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Hundertwassers konkrete Utopien

Hundertwasser von Die Hundertwasser Stiftung



Ich finde das Werk von dem unorthodoxen österreichischen Architekt und Maler Friedenreich Hundertwasser faszinierend. Seinen frühen ökologischen Ansatz war ich mir weniger bewusst. Gut, dass das Buch „Für die Zukunft“ den Leser geschickt an dieses Thema heranführt. Dabei hilft sowohl das Vorwort von Carolin Würfel als auch das Nachwort von Robert Hodonyi.

Und natürlich das Konzept der drei Häute des Menschen: seine eigene, seine Kleidung und seine Behausung. Die Briefe und Texte sowie Bilder begleiten einen durch das Buch.
Der Einklang mit der Natur und Hundertwassesr Engagement begegnet man in vielfältiger Art. In seinen Bildern wie z.B. Gespräch mit einem Baum, in seinem Vorschlägen wie die Architektur-Heilvorschläge, das Grasdachhaus oder das Spiralhaus. Viele seiner Sätze sind überzeugend. Seine Pflanzenkläranlage ist originell. Und er hat wirklich viele Bäume gepflanzt. Er war mehr als ein Träumer.

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Trauer und Hoffnung

Marianengraben von Jasmin Schreiber

Obwohl es im Buch um Verlust und Trauer geht, gibt es auch eine gewisse Situationskomik und es gibt Hoffnung durch die Begegnung der zwei Protagonisten, der 83jährige Helmut und die Studentin Paula, die Icherzählerin ist.
Sie begegnen sich Nachts auf einem Friedhof, auf dem sie ihren verstorbenen kleinen Bruder besucht und wo Helmut die Urne seiner Freundin ausgräbt.

Eine skurrile Begegnung, die dann auch zu einer gemeinsamen Reise zusammen mit Hund und Huhn führt. Die Dialoge zwischen ihnen geben dem Buch den besonderen Touch, manchmal ist Paula aber gedanklich bei den Erinnerungen an ihren Bruder Tim.
Tragisch, das Helmut krank ist und vermutlich nicht mehr lange leben wird, aber für die junge Paula geht es darum, ob sie wieder richtig leben kann. Dazu muss sie ein Stück mit der Trauer abschließen. Wie Helmut und Paula sich gegenseitig helfen, besonders durch die Gespräche ist berührend.
Die Autorin Jasmin Schreiber hat sich gut in den Stoff eingefühlt.

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Ein deutscher John Grisham

Echo des Schweigens von Markus Thiele

Echo des Schweigens fällt auf wegen dem Cover, das ein Spiel aus Gestalten und Schatten bietet und dem geheimnisvollen Titel.

Markus Thiele, ein deutscher John Grisham, hat mit Echo des Schweigens einen komplexen, glaubwürdigen Justizroman mit historischen Anteil geschrieben.
Mit Rechtsanwalt Hannes Jansen und der Gerichtsmedizinerin Sophie Tauber hat er gute Hauptfiguren geschaffen.

Während Hannes aktuell einen wichtigen Fall hat, forscht Sophie dem Geheimnis um die Vergangenheit ihrer vor kurzen verstorbenen Mutter nach.

Neben diesem Plot 2017/2018 gibt es auch einen Handlungsstrang der Vergangenheit, der eine Familiengeschichte in den frühen vierziger Jahren enthält. Schlimme Zeiten!
Zwei Zeitebenen einzusetzen ist inzwischen ein häufiges Element, aber hier funktioniert es gut, obwohl es lange dauert, bis man Zusammenhänge ziehen kann.
Der Roman ist etwas oberflächlich, lässt sich aber wirklich gut lesen.

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1794

Echo des Schweigens von Markus Thiele

Wortgewaltig

1793 war ein Roman, der mit trotz einiger Schockeffekte sehr beeindruckte. Niklas Natt och Dag ist ein Autor, der schreiben kann.
Die Fortsetzung 1794, die ich als Hörbuch (gelesen von Philipp Schepmann und Louis Friedemann Thiele) gehört habe, ist ebenfalls lesens- bzw. hörenswert.

Der Roman ist in mehrere Handlungsabschnitte aufgeteilt, das ist geschickt gemacht. Der erste Abschnitt, der praktisch die Vorgeschichte behandelt, wird aus Sicht des jungen Erik erzählt. Diese naive Figur hat mir weniger gefallen, da die Figuren des Vorgängerromans einfach mehr Eindruck auf mich gemacht hatten.
Der erste Sprecher hat eine junge Stimme, das passt zwar zur Erzählerfigur, aber für den Stoff an sich, mag ich eine rauere Stimme.
Hinzu kommt, dass diese Vorgeschichte zu lang gezogen ist. Der zweite Abschnitt hat dann einen anderen Sprecher.
Ab jetzt wird der Roman deutlich besser, mit mehr Stockholmer Atmosphäre und besseren Beschreibungen.
Jean Michael Cardell kommt endlich vor und wird einen Kriminalfall untersuchen. Er ist immer noch eine gute Figur, der den Roman tragen kann.
Die Idee, den im ersten Band verstorbenen Cecil Winge, durch dessen jüngeren Bruder Emil zu ersetzen, empfand ich zunächst als konstruiert, aber das entwickelt sich. Das Emil nicht das Format seines Bruders hat, wird dann auch thematisiert. Emil muss sich beweisen. Diese veränderte Konstellation zwischen den Hautfiguren hat durchaus seinen Reiz.

Im Abschnitt 3 treffen wir Anna Stina Knapp wieder, die schon im ersten Teil sehr überzeugte und sie ist immer noch eine starke, spannende Figur.

Obwohl es viele harte Szenen in dem Buch gibt, sind letztlich doch immer die Emotionen der Figuren das wesentliche.

Mal sehen, ob es weitere Teile der Reihe geben wird.

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Ein forderndes Buch

Simply Clean für ein gesundes Zuhause von Becky Rapinchuk

Simply clean ist wirklich ein sauberes Buch! Nicht nur wegen dem Thema sondern weil das Buch wirklich sehr übersichtlich und geordnet aufgemacht ist. Mit gestochen scharfen Fotos und gut eingeteilte Textblöcke. Es gibt sogar ein Lesebändchen.

Was mich überraschte war, dass es sich nicht unbedingt in erster Linie eine Putzfibel ist sondern auch und vor allen die Gesundheit in den Vordergrund steht.

Gefährliche Mittel kommen hier schlecht weg.
Für meinen Geschmack geht die Autorin Becky Rapinchuk da zu weit. Sie ist in einem Krieg gegen giftige Reinigungsmittel. Ich persönlich habe nicht die Zeit einen Ofenreiniger selbst herzustellen.

Die Autorin geht dann die einzelnen Räume durch: Küche, Badezimmer, Schlafzimmer und so weiter.

Viele Tipps klingen logisch, manchmal aber auch nicht einfach.
In gewisser Hinsicht fühle ich mich von dem Buch überfordert. Aber vielleicht wird sich dieses Gefühl noch mindern, wenn ich in Zukunft mal wieder hineinsehe.

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Ein forderndes Buch