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Rezensionen von yellowdog:

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engagiert

Das Buch „Wir können mehr sein – Die Macht der Vielfalt“ von Aminata Toure fand ich sehr interessant und die Version als Hörbuch sagte mir sehr zu, da die Autorin es selber liest. Ich habe schon Interviews mit Aminata Toure gesehen und da schließt sich das Hörbuch gut an.
Der Buchtitel ist Programm.

Aber es gibt viel autobiografisches und die Herkunft ihrer Eltern sind wichtig. In ihrer Kindheit in den neunziger Jahren war eine deutlich rassistische Stimmung in Deutschland. Das hatte sie geprägt.
Ich finde es wichtig, dass sie darüber spricht, da es für so viele kein Thema ist und aufgearbeitet sind sie nicht, beispielsweise die Anschläge auf Flüchtlingsheime.

Aminata Touré ist Landtagsabgeordnete und eine junge, selbstbewusste und engagierte Politikerin und ich denke, dass sie etwas bewirken kann. War toll, sie durch dieses Hörbuch gut kennen zu lernen.
Das Hörbuch geht 6 Stunden und das halte ich für angemessen.

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Dicht und intensiv

Der falsche Gruß von Maxim Biller

Der falsche Gruß von Maxim Biller ist ein kurzes, aber dichtes und intensives Buch. Sein Protagonist Erck Dessauer ist auf dem Weg Schriftsteller zu werden. Sein Fixstern ist sein Konkurrent, der erfolgrecihe Autor Hans Ulrich Barsilay. Wie viele von Maxim Billers Hauptfiguren ist auch Dessauer eine gequälte Seele, der am zeitgenössischen Zustand der Welt leidet.

Maxim Biller gelingt eine Satire über den Literaturbetrieb.

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Dicht und intensiv
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Ein besonderer Erzählton

Verzweiflungstaten Roman. Gebunden. von Nolan Megan

Die Autorin erzeugt einen besonderen Erzählton, der vor allen durch die schonungslose Ichperspektive der Erzählerin entsteht.
Sie berichtet davon, wie sie Ciaran auf einer Ausstellung getroffen hatte und eine Beziehung mit ihm eingeht. Es wird eine leidenschaftliche, aber unheilvolle und ungleiche Beziehung, bei der sie Gefahr läuft, sich selbst zu verlieren.

Auch ihre persönlichen Eigenschaften erzählt sie wenig schmeichelhaft und lässt Promiskuität und Alkoholexzesse nicht aus.
Das verleiht dem Texte eine gewisse Härte.

Der Roman zeigt ein deutliches Bild einer Frau in gefühlsmäßig angeschlagener Lage und das mit bemerkenswerter Intensität.

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Shuggies Geschichte

Shuggie Bain von Douglas Stuart

Shuggie Bain war ein überaus erfolgreiches, preisgekröntes Debüt.
Es ist ein interessantes Werk, aber nicht immer ganz einfach zu lesen.
Es werden die Achtziger und frühen Neunziger Jahre in Glasgow gezeigt, aber es wird nicht unbedingt chronologsch erzählt.

Hugh „Shuggie“ Bain ist ein guter Junge, aber seine Eltern Agnes und Shug versinken in ihren unzufriedenen Lebenszustand, dessen Alltag aus Alkohol und Gewalt besteht.

Damit geht auch eine gewisse Hoffnungslosigkeit ein.
Daher habe ich die Abschnitte, die sich direkt um Shuggie drehen, mehr genossen, obwohl er es oft auch nicht einfach hat, besonders in der Schule, in der er gemobbt wird.
Schwere Zeiten ergeben sich für Shuggie, als es mit seiner selbstzerstörerisch veranlagten Mutter immer schlimmer wird. Es ist eine völlig dysfunktionale Familie und schließlich bleibt Shuggie mit seiner Mutter, die nicht vom Alkohol loskommt, allein. Das sind ziemlich tragische Szenen.

Douglas Stuart vermag zu formulieren und die Situationen eindringlich zu zeigen.

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Shuggies Geschichte
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Shuggies Geschichte

Shuggie Bain von Douglas Stuart

Shuggie Bain war ein überaus erfolgreiches, preisgekröntes Debüt.
Es ist ein interessantes Werk, aber nicht immer ganz einfach zu lesen.
Es werden die Achtziger und frühen Neunziger Jahre in Glasgow gezeigt, aber es wird nicht unbedingt chronologsch erzählt.

Hugh „Shuggie“ Bain ist ein guter Junge, aber seine Eltern Agnes und Shug versinken in ihren unzufriedenen Lebenszustand, dessen Alltag aus Alkohol und Gewalt besteht.

Damit geht auch eine gewisse Hoffnungslosigkeit ein.
Daher habe ich die Abschnitte, die sich direkt um Shuggie drehen, mehr genossen, obwohl er es oft auch nicht einfach hat, besonders in der Schule, in der er gemobbt wird.
Schwere Zeiten ergeben sich für Shuggie, als es mit seiner selbstzerstörerisch veranlagten Mutter immer schlimmer wird. Es ist eine völlig dysfunktionale Familie und schließlich bleibt Shuggie mit seiner Mutter, die nicht vom Alkohol loskommt, allein. Das sind ziemlich tragische Szenen.

Douglas Stuart vermag zu formulieren und die Situationen eindringlich zu zeigen.

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Sammlung von Maximen

Briefe an Lila von Vincent Cueff

Nicht umsonst ist der Buch-Untertitel Die Suche nach dem Sinn des Leben.
Es ist ein Philosophie-Professor, der die Briefe an Lila schreibt bzw. deren erwidert. Dabei belehrt er sie über verschiedene Lebesnweisen bzw. Maximen, an der sie sich orintieren kann.
Es sind welche wie Memento mori, Carpe Diem, Sei wie Du bist usw.

Sorry, aber das ist alles nur geklaut. Vincent Cueff bedient sich aus altbekannten Weisheiten.
Begeistern kann mich das nicht. Es fehlt vor allen an Originalität.
Mich hätte mehr interessiert, was denn Lila mit all den Maximen macht.

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Was nicht vergessen werden darf

Fanzi von Elisabeth Schmidauer

Fanzi ist ein Roman aus Österreich, der in einer gewissen Tradition steht und er sticht hervor, weil die Autorin mit der Thematik sensibel umgeht und auch einen sensiblen Protagonisten einsetzt, dessen Leben in Jugend und auch im Alter betrachtet werden.
Die nächste Generation setzt sich mit der Schuldfrage auseinander, aber Franz, der das ganze hautnah und mit dem ganzen Grauen miterlebte, mag nicht über das Thema sprechen.

Zu viel schweres ist der Familie widerfahren.

Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt, zum einen Franz und sein Leben, zum anderen seine Enkelin Astrid.
Es gibt einiges an Dialog im Dialekt, auch viele wirklich sprachlich gut gemachte Beschreibungen.

Für mich war das Buch von Elisabeth Schmidauer ein beeindruckender Roman, der eine literarische Qualität besitzt, wie man es von Bücher des Picus-Verlag erwartet.

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beliebige Gedanken

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen von Matt Haig

Matt Haig versammelt hier eine Reihe von Gedanken.
Auf Selbsthilferatgeber reagiere ich allergisch, weil da das Gefühl entsteht, hier würde jemand profitieren wollen. Das glaube ich bei Matt Haig aber nicht. Dennoch hätte ich wohl nie zum Buich gegriffen, wenn Matt Haig mir nicht durch hervorragende Romane bekannt wäre, wie Wie man die Zeit anhält und Ich und die Menschen.

Mein Eindruck am Ende ist, dass vieles beliebig bleibt. Die Hoffnung, die der Autor aus seinen Gedanken schöpft, stellt sich bei mir nicht ein. Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn die Kapitel mehr Zusammenhang bzw. Bezug zueinander gehabt hätten.
Ein paar Kapitel bleiben aber doch, mit denen ich etewas fangen kann.
Ich mag zum Beispiel Matt Haigs Listen: die Playlist oder die Liste mit Filmen.
Außerdem sorgt Matt Haigs sorgfältiges Vorgehen beim Schreiben für eine gewisse Qualität.

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beliebige Gedanken
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Erzählerisch gestaltete Familienbiografie

Viktor von Judith Fanto

Viktor von Judith Fanto ist eine gediegene Familiengeschichte jüdischer Herkunft. Es gibt zwei Handlungsebenen, einen 1914, der andere ca. 70 Jahre später.
Schon das Cover deutet auf das alte Wien hin und der Vergangenheitsteil des Romans liest sich teilweise wie ein klassischer Roman, was ich sehr angenehm fand.

Viktor, anfangs noch ein Junge, ist eine gute Hauptfigur, äußerst lebhaft und mitfühlend, auch ein Filou.Aber ist auch jemand, der die Verfolgung der Juden genau beobachtet, sich für andere einsetzt und Widerstand wagt.

Der moderne Handlungsteil liest sich anders. Er ist in den Niederlanden angesiedelt. Geertje beginnt über die Vergangenheit der Familie nachzuforschen. Schon jung liest sie in der Bibliothek Bücher über das jüdische Schicksal und befragt ihre Großeltern über Wien, Mahler und Viktor.
Musik ist in der Familie ein wichtiges Thema. Vielleicht hat das Buch daher auch eine gewisse Musikalität und viele Sätze einen besonderen Ton.
Später als Erwachsene nennt Geertje sich Judith und macht sich ernsthaft auf die Suche. Erstaunlich, wie sie sich hineinsteigert, aber es geht um die Suche nach ihrer Identität und das ist ein längerer Prozess.

Judith Fanto hat mit erzählerischen Mitteln ihre Familienbiografie geschrieben. Daher wirkt die Familiengeschichte stärker als wenn es ein biografisches Sachbuch wäre.

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Erzählerisch gestaltete Familienbiografie
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Entführt

Eskalation von Nora Benrath

Die Grundidee ist arg konstruiert und so glaube ich, im Ansatz mehr oder weniger von Hollywood entliehen. Eigentlich mag ich es nicht so, wenn man ohne Vorbereitung gleich von Anfang an in eine dramatsiche Situation geworfen wird. Das heißt aber nicht, dass der Plot keine Spannung erzeugt.
Durch regelmige Zeitangaben wird ein Tempo vorgelegt, dass Dringlichkeit erzeugt.

Eine gewisse Thrillerqualität ist spürbar.
Schon früh im Roman kommt es zum Polizistenmord. Es ermittelt Kommissar Gerd Kaarst, der sich nicht viel von anderen Kommissaren des Genres unterscheidet. Da hätte ich mir mehr Originalität gewünscht.
Die Figuren halte ich für relativ oberflächlich. Das fällt stark auf, da die Autorin dicht an den Figuren erzählt und deren Gedanken beschreibt. Dafür hat sie ein Gespür für dramatische Szenen.
Doch de Auflösung am Ende ist nicht überzeugend.
Fazit: durchwachsen! Starke und mittelmäßige Elemente halten sich die Waage.

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Entführt