Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Miriam Brandl:
Gegen die Gleichgültigkeit!
Der Wind kennt meinen Namen von Isabel Allende
Isabel Allende erzählt in ihren Romanen nicht nur spannende Geschichten, sie thematisiert immer wieder Anliegen, die ihr wichtig sind. So auch in diesem Roman. Es geht um Flucht, um Flüchtlinge.
Laut UNHCR waren 2023 mindestens 117,3 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen.
Auch wenn Allende selbst nicht wirklich ein durchschnittliches Flüchtlingsschicksal erlitten hat, so hat sie doch das Gefühl des Verlassen-müssens, des Geduldet-werdens, der Entwurzelung durchaus kennengelernt. Erfahrungen, die prägend für sie waren.
In ihrem Roman erzählt sie von 3 Schicksalen, die exemplarisch für viele (zu viele) andere stehen: Samuel Adler, der 1938 in einem Kindertransport nach England gerettet wird. Leticia, die 1981 das Massaker von El Mozote nur durch Zufall überlebt, aber fast die gesamte Familie verliert und Selena, eine Aktivistin gegen die zero-tolerance-Politik von Trump (und Nachfolger), die sich um ein blindes Mädchen kümmert, das auf der Flucht von ihrer Mutter getrennt wurde.
Die Autorin zeigt auf, dass in erster Linie Kinder Opfer politischer Willkür wurden und noch immer werden. Sie erzählt schonungslos von Gewalt, elenden Lebensbedingungen, von Verlust und Traumata, die nicht verarbeitet werden können, mit denen die Opfer leben lernen müssen.
Dadurch dass sie drei individuelle Schicksale in den Mittelpunkt stellt, macht Isabel Allende deutlich, was diese amorphe und oft bedrohlich wirkende Masse „Flüchtlinge“ eigentlich ist: nämlich Menschen! Das wird ja zu oft einfach vergessen.
Insofern ist dieses Buch politisch brisant, wichtig und lesenswert!
Aber: es gelingt Allende zwar Spannung zu erzeugen, aber die Charaktere bleiben trotz unumstrittener Schreibkunst oberflächlich. Vielleicht weil viele Hintergrundinformationen auf 330 Seiten untergebracht werden müssen.
Außerdem – und das ist jetzt die Anmerkung einer hoffnungslos unromantischen Person – das Ende ist so zinnoberrotzuckerwattesüßklebrig... für mich war das wirklich zu viel! Erzwungene Happy Ends sind so gar nicht meine Sache! Glücklicherweise beschränkt sich das auf die letzten 40 Seiten. Wegen dieser Seiten nur 3 Sternchen. Frau Allende wird mir verzeihen.
Eines muss man Frau Allende allerdings lassen: nur sie kann so viel Kitsch so stilvoll präsentieren!
Trotzdem lesenswert!
Eine ganz besondere Freundschaft!
Malnata von Beatrice Salvioni
In ihrem Debütroman erzählt die Autorin die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft.
2 junge Mädchen, die sich im Italien des Jahres 1935 um ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen müssen. Nicht leicht in einer patriarchalen Gesellschaft, in der Religion, feste Traditionen ebenso sehr das Leben bestimmen wie Aberglaube und Scheinheiligkeit.
Dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln – der Stil ist klar und ausdrucksstark, die Geschichte atmosphärisch eindringlich erzählt. Man spürt die Wut, die Machtlosigkeit der Mädchen... und manchmal auch ihren genussvollen Erfolg. Ich habe mitgelebt, mitgefiebert, mitgetrauert und mich manchmal auch mitgefreut!
Dass die einzelnen Charaktere ganz eindeutig in „gut“ und „böse“ aufgeteilt wurden, ohne Zwischentöne und Ambivalenzen ist zwar schade, tut dem Lesegenuss jedoch keinen Abbruch!
Für mich ist dies eindeutig eines der Lesehighlights dieses Jahres und freue mich schon auf weitere Bücher von Beatrice Salvioni!
Empfehlenswert!
Mehr als ein kurioses Fotomotiv
Ich bleibe hier von Marco Balzano
Mitten aus dem Reschensee ragt ein Kirchturm – heute ein Wahrzeichen und vor allem ein kurioses Fotomotiv.
Marco Balzano erzählt die Geschichte die dahinter steckt, indem er die Geschichte von Trina und ihrer Familie erzählt: sie erleben erst den italienischen Faschismus und dann anschließend sofort den Nationalsozialismus.
Auch in Südtirol dunkle Zeiten, die Widerstand erfordern.
Später dann will ein Energiekonzern mit der Anlage eines Stausees die Ortschaften Graun und Reschen überfluten und wieder müssen sie sich die Menschen im Vinschgau wehren. Trotz aller Gegenwehr wird das Staudammprojekt realisiert und damit verlieren viele Familien ihre Heimat.
Balzano versteht es hervorragend, die Emotionen und Gedanken seiner Protagonisten zu beschreiben und die zahlreichen Tragödien aus der Perspektive einzelner Menschen darzustellen, ihren Überlebenskampf zwischen gnadenlosen politischen und wirtschaftlichen Interessen.
Er erzählt eine berührende Geschichte über Heimatgefühl und Entwurzelung, über Leid, Verlust, aber auch über Mut, Kampf und Widerstandsgeist.
Ein wunderbares Buch, das den Blick auf den Kirchturm im Reschensee auf immer verändert.
Ein spannender Ausflug in eine längst vergangene Zeit
Die Kinder von Nebra von Ulf Schiewe
In seinem neuesten Roman entführt Ulf Schiewe den Leser in die Bronzezeit, genauer gesagt in die Zeit der Aunjetitzer-Kultur (ung 2000 v.Chr).
Ich muss zugeben, dass ich nur sehr lückenhafte Erinnerungen an den Schulunterricht diesbezüglich habe und ein völlig falsches Bild der Epoche hatte. (Und ich bin sicher, dass es nicht nur mir so geht!)
So wusste ich nicht, dass es damals in Mitteldeutschland einen organisierten Staat gab, ausgedehnte Handelsbeziehungen, organisierte Armeen mit kunstvoll gefertigten Kupfer- und Bronzewaffen.
Ebenso wurden bereits große Kultstätten und monumentale Fürstengräber errichtet. Unglücklicherweise gibt es aber keine schriftlichen Aufzeichnungen aus der Bronzezeit.
Die Erkenntnisse über die Menschen und ihre Kultur verdanken wir der detektivischen Arbeit von Archäologen. Der Autor erklärt all dies noch genauer in einem überaus spannenden und informativen Nachwort.
Im Mittelpunkt des Romans steht die Himmelsscheibe von Nebra, die als einer der bedeutendsten Funde aus dieser Zeit gilt. Um ihre mögliche Entstehung und Bedeutung herum, hat Ulf Schiewe einen Roman entwickelt, in dem wissenschaftlich fundierte Daten mit fiktiven Personen und Ereignissen kombiniert werden. Neben den detailreichen Schilderungen des alltäglichen Lebens, erzählt er die spannende Geschichte von Rana und ihrer Familie. Es geht um Gewaltherrschaft und Aufstand, um Unterdrückung, Kampf für Gerechtigkeit, um Neid, Gier und natürlich auch um Liebe und Menschlichkeit.
All diese Elemente und natürlich der bekannt fesselnde Stil des Autors garantieren spannende und informative Lesestunden!
Ein Heimatroman der besonderen Art
Vom Land von Dominik Barta
Dominik Barta schildert das Leben einer Familie in dem kleinen oberösterreichischen Ort Pielitz. Wenn man jedoch eine ländliche Idylle erwartet, wird man enttäuscht: auf knapp 164 Seiten erzählt von Sprachlosigkeit und Ausweglosigkeit, von zerbrechenden Ehen, prügelnden Männern, betrügenden Frauen und Männern, rechtspopulistischer Hetze, aufgestochenen Reifen, von Angst und Entfremdung, aber glücklicherweise gibt es auch ein paar Hoffnungsschimmer in Form von Freundschaft und Mut.
So viele Themen für so wenige Seiten!
Der Autor zeichnet ein beklemmendes Bild einer Gesellschaft, in der starre Strukturen das Leben des einzelnen bestimmen und wo soziale Kontrolle allgegenwärtig ist, so dass Ausbruch oder Flucht fast unmöglich scheint. Eine sehr spannende Geschichte, auch wenn die Charakterisierungen der einzelnen Personen manchmal zweidimensional bleiben. Der minimalistische, aber klare und präzise Schreibstil macht die düstere Atmosphäre der unaufhaltsamen Auflösung greifbar.
Ein kleines Buch, das ich schnell gelesen habe, das aber lange nachwirkt. Eine aufwühlende Geschichte toll erzählt – wirklich empfehlenswert!
Für die Wahrheit und das Recht auf Gedenken
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Sasha Filipenko erzählt die Geschichten von zwei Menschen, die sehr unterschiedlich sind und deren Kontakt nur zufällig entsteht, weil sie Nachbarn sind. Alexander ist nach einem grausamen Schicksalsschlag, mit seiner kleinen Tochter nach Minsk gezogen und trifft auf Tatjana, die 90ig jährige Nachbarin, die an Alzheimer erkrankt ist.
„Weil Gott Angst hat vor mir. Zu viele unbequeme Fragen kommen da auf ihn zu“ (Seite 11)
Tatjanas Lebensgeschichte ist ein Stück russische Zeitgeschichte. Sie hat den 2. Weltkrieg und die unglaublichen Schrecken des Stalinregimes überlebt. Diese Zeit und ihre Folgen haben ihr ganzes Leben geprägt. Tatjana steht stellvertretend für zahlreiche Menschen. So werden historische Daten zu berührenden Schicksalen, die noch lange zum Nachdenken anregen.
In einem Interview, das auf den letzten Seiten des Buches abgedruckt ist, erklärt Filipenko, dass „der Staat alles tut, damit die Menschen die Grausamkeiten des Sowjetregimes vergessen, und unsere Aufgabe ist es, das nicht zuzulassen“.
Es ist eine spannende und erschütternde Geschichte - großartig geschrieben bzw übertragen. So wird Literatur zu einem wichtigen Plädoyer gegen das Vergessen.
Absolut lesenswert.
Pseudointellektuelles Geschwurbel
Rate, wer zum Essen bleibt von Philipp Tingler
Ein Roman, der von der Kritik als umwerfend rasant und komisch hochgelobt wird.
Natürlich hat mich das neugierig gemacht. Umso größer war dann allerdings die Enttäuschung.
Im Endeffekt war es nur pseudointellektuelles Geschwurbel, das auf 50 Seiten amüsant sein kann, nach 100 Seiten fade wird und spätestens ab 150 Seiten nur mehr mühsam ist.
Es sind allerdings 207 unendlich lange und ermüdende Seiten. Was als Kurzgeschichte oder Theaterstück witzig sein kann, muss nicht zwingend als Roman funktionieren.
Es mag zwar doppelbödig sein und eventuell auch entlarvend, vielleicht steckt tatsächlich irgendein tieferer Sinn darin, aber der hat sich mir nicht erschlossen, weil ich ab der Hälfte schon genervt war von dem hohlen Geschwätz.
Fazit: „ Betonschicht drüber und was essen“ (S 201)
Sarajevo, Juni 1914
Der Attentäter von Schiewe Ulf
Ein Thriller, der das Attentat von Sarajevo zum Thema hat? Jeder weiß doch, was damals geschah! Kann man aus einem derart bekannten Stoff überhaupt einen Thriller schreiben?
Ulf Schiewe hat es geschafft.
Er erzählt die Geschichte der letzten Tage vor dem Attentat in einer Art Countdown bis zum tragischen Höhepunkt.
Dabei vermischt er Fakten mit fiktiven Elementen, denn einige wenige der Hauptfiguren sind erfunden, aber sie passen perfekt ins Bild, das von jenen Tagen gezeichnet wird. Dabei verfälschen sie die Geschichte keineswegs, denn ansonsten hält sich der Autor akribisch genau an die geschichtlichen Vorgaben. So lernt der Leser einen Thronfolger kennen, der einerseits arrogant und herrisch auftritt, andererseits aber ein liebevoller Familienmensch ist. Und es wird klar, dass der Thronfolger keineswegs begeistert war von der Idee eines Krieges, dass er die Kriegstreiberei jener Tage strikt ablehnte. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet sein Tod dann zu so einem grausamen Krieg führte.
Aber auch die Attentäter werden überaus menschlich dargestellt: sie sind nicht nur verblendete Fanatiker, die sich als Helden des serbischen Unabhängigkeitskampfes sehen, sondern auch verwirrte, lebenshungrige, junge Männer, die aber schwer krank sind und sich deshalb für die serbische Freiheit opfern wollen. Es ist diese sehr differenziert menschliche Darstellung der Personen, die den Leser auch emotional fesselt.
Wichtig für die durchgehend hohe Spannung sind die Geschichten rund um die fiktiven Personen Markovic und Simon. Sie gehören dem Geheimdienst an und sind die einzigen, die die Warnungen vor einem Attentat ernst nehmen und sich auf die Suche nach den Tätern machen. In Wirklichkeit hat damals niemand die wenigen Warnungen tatsächlich ernst genommen. Die Sicherheitsvorkehrungen blieben nachlässig und chaotisch, so dass das Attentat fast passieren musste.
Der Stil des Autors ist sehr angenehm zu lesen: rasche Szenenwechsel, verschiedene Perspektiven und sehr detailgetreue Beschreibungen haben mich von der ersten Seite an begeistert. Die Erzählweise ist distanziert und objektiv, der Leser kann sich selbst ein Urteil über die einzelnen Personen bilden.
Der Autor erzählt eine bekannte Geschichte atmosphärisch dicht, psychologisch schlüssig, sehr spannend und gleichzeitig auch informativ – besser geht es eigentlich nicht!
Dieser historische Thriller gehört zu meinen Highlights des Jahres!
Kinderlandverschleppung
Der Attentäter von Schiewe Ulf
Am 27.09.1940 wurde auf Führerbefehl Hitlers hin die KLV, die sog. Kinderlandverschickung angeordnet. Was Baldur von Schirach als „Revolution der Erziehung“ nannte und von der NSDAP als humanitäre Großtat gelobt wurde, hatte nicht nur zum Ziel, die Kinder vor Luftangriffen zu schützen, sondern vor allem, sie völlig unter den Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie zu stellen.
In den Jahren 1940 bis 1945 wurden so mehr als 2 Millionen Mädchen und Jungen von ihren Familien getrennt in verschiedenste KLV-Lager geschickt. Die Leitung dieser Lager wurde meist einer Lehrkraft aus der Heimat übertragen. Diese waren dann oft für Wochen, Monate und manchmal Jahre für das Wohl der Kinder verantwortlich.
Das ist der geschichtliche Hintergrund für Michaela Küppers neuen Roman. Wir begleiten die junge Lehrerin Barbara und ihre Gruppe von Mädchen auf ihrer 819 Tage dauernden Odyssee quer durch das Deutsche Reich. War das erste Lager noch sehr angenehm, so verschlechtern sich die Zustände mit Fortdauer des Krieges drastisch. Hunger, Not, Kälte und niemand, der sich für diese Gruppe zuständig fühlt. Sie werden völlig alleine gelassen. Der Krieg rückt spürbar näher, sie erleben Zerstörung, Bomben und Flucht.
Der Stil der Autorin ist angenehm nüchtern - die Erlebnisse sind ja an sich schon dramatisch genug. Die gute Recherche der Autorin merkt man aber auch in vielen Kleinigkeiten, die den Alltag beschreiben - zum Beispiel bereits vorgedruckte Karten, die verschickt werden konnten oder auch wie allgegenwärtig der Führer war.
Michaela Küpper beschreibt die Ereignisse aus den verschiedensten Blickwinkeln – Barbara, Gisela, die kleine Edith und Karl kommen abwechselnd zu Wort. Auch bei den Kindern bzw Jugendlichen werden unterschiedlichen Standpunkte klar: während einige unter dem Heimweh leiden, eigentlich nur ihr normales Leben wiederhaben wollen, sind andere vom Drill der HJ geprägt, systemtreu und von der Ideologie begeistert. Es sind fiktive Figuren, aber sie stehen für zahlreiche Kinder, die tatsächlich unter schrecklichen Bedingungen und von ihren Familien getrennt aufwachsen mussten.
Fazit: eine berührende Geschichte über ein Thema, das nur selten zur Sprache kommt.
Empfehlenswert – nicht nur für Geschichtsinteressierte
Ein literarisches Puzzle über Alltags- und Ausnahmesituationen
Der Sprung von Simone Lappert
Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Sie springt. Damit habe ich jetzt keineswegs viel verraten, denn dieser Sprung wird bereits auf den ersten zwei Seiten in irritierend schöner Weise beschrieben.
Die Frau auf dem Dach nennt sich Manu. Einen Tag und eine Nacht lang hält sie ihre Umgebung in Atem.
Aber es wird nicht nur ihre Geschichte erzählt, sondern vor allem die Geschichten jener Menschen, die aus irgendeinem zufälligen Grund anwesend sind und somit Zeugen dieses Sprungs werden.
Die Autorin lässt die einzelnen Personen in kurzen Episoden ihre Schicksale erzählen. Ein Polizist, der schon lange alle Illusionen verloren hat, Maren, eine übergewichtige Schneiderin, deren Beziehung einst glücklich war, jetzt aber von Kälte und Fremdheit geprägt ist. Winnie, eine Schülerin, die gemobbt wird oder Finn, der schrecklich in Manu verliebt ist. Henry, der Obdachlose oder Theres, die mit ihrem Mann gegen die geschäftliche Pleite arbeitet. Ein arroganter Modedesigner, dessen Figur mir übrigens anfangs etwas konstruiert erschien ist auch mit dabei. Aber eigentlich: Typen, die nur sich selber wichtig nehmen können, gibt es doch überall. Eine abwechslungsreiche Mischung von Charakteren und Schicksalen!
Was zu Beginn willkürlich und unzusammenhängend erscheint, verdichtet sich im Laufe der Geschichte zu einer detailreichen Beschreibung der sehr alltäglichen Welt einer Kleinstadt. Die individuellen Abgründe werden erst nach und nach sichtbar und nur für einen kurzen Moment sieht der Leser die Seelen, nicht nur die Fassaden. Für kurze Zeit reißt Manu sie aus ihrem Alltag.
Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen – ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und nüchtern, aber gleichzeitig auch fast poetisch. Die Geschichte selbst wird spannend erzählt, ist vielschichtig, manchmal überraschend. Sie regt zum Nachdenken an und das nicht nur, weil sie auch gesellschaftskritische Momente beinhaltet.
Die Geschichte hätte gerne noch etwas länger sein dürfen, denn es war auf alle Fälle ein Vergnügen, sie zu lesen!










