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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eva Knezicek:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Der Reiz des Buches ist für mich die stellenweise groteske Verquickung von so verschiedene Sprachwelten. Sprachenwelt der Poesie- Sprachenwelt der Technik, eine interessante Mischung aus Innerlichkeit und Abstraktion.

Der Staubleser von Josef Brainin

Der Roman des Schriftstellers Josef Brainin 'Der Staubleser' ist die Geschichte eines Lebensabschnittes von Alfred, einem jüdischen Antiquitätenhändler. Alfred hat sich in seinem Geschäft ein eigenes kleines Universum geschaffen. Schauplätze sind Wien und das utopiehafte Kalifornien. Dieser Roman ist zugleich Kriminalgeschichte, Liebesgeschichte und wohl auch literarisch gefasste Zeitgeschichte, wenn man die Tatbestände rund ums Leopold Museum im Hinterkopf behält.

Sehr gut fasst dieses Buch die Ignoranz der Erben von Raubkunst in Worte, thematisiert sie. Dieser Konflikt ist Teil unserer Wirklichkeit. Den ursprünglichen, rechtmäßigen Besitzern der einst geraubten Schiele-Zeichnungen wird gegen Verzicht auf alle ihre Rechte als Entschädigung einzig das Anbringen einer Tafel 'tagic faith of Carl Mayländer' im Museum angeboten ( aus: Der Standard 22.April 2013). Sehr genau fasst Brainin in Worte, wie das, was verborgen war, jahrzehntelang vor sich hin faulte und gärte, an die Oberfläche tritt. Da schützen oder heilen auch die Lebensjahre der Figur des alten Herrn Schiebel nicht. Brainin schildert die 'übermäßige' Kraftanstrengung eines Altnazis die eigene körperliche Vitalität zu erhalten, den Schein körperlicher Eigenständigkeit zu wahren. Damit berührt er einen wesentlichen Punkt. Die eigen Ideologie würde einem Nationalsozialisten bei Verlust seiner körperlichen Unabhängigkeit den Wert des ihm eigenen Lebens absprechen müssen. Immer wieder wird Alfred konfrontiert mit verdeckten Ressentiments, direkten Vorurteilen, gnadenlosen Verurteilungen. Mittels der präzisen Beschreibung der akribischen Arbeit des Durchsuchens alter Wohnungen Alfreds, des Staublesers, geht Brainin der Veränderung auf die Spur. Der Veränderung durch den Ablauf der Zeit. Dringlichkeiten gehen verloren, Brisantes wird zu Belanglosem, Wertigkeiten verschieben sich. Die Zeit, die abläuft, hinterlässt Spuren an den Dingen, an den Menschen. Umstrukturierungen hinterlassen etwas. Aber Alfred begibt sich nicht nur auf die Spuren der Vergangenheit, er sieht sich ebenso als Entsorger des angefallenen 'Nazi-Mülles'. Das, was zu entsorgen ist, wird entsorgt; unbeseitigbar ist der Restmüll des Endlagers. Aufgrund der so präzisen Sprache Brainins ist der Schauder Alfreds in vielen Konfliktsituationen für mich als Leserin spürbar gewesen, subtile Gewalt - 'Ausgrenzung durch stille Übereinkunft'(Brainin, S.103) fühlbar. Zuvor eingeschlossene Ahnung wird oft zu dunkler Gewissheit. Lähmende Angst taucht aus dem Untergrund auf, kommt in seiner ganzen Hässlichkeit zutage. Die stellenweise etwas langatmigen Gedankengänge Alfreds werden mit Wortwitzen unterbrochen. Alfred wird von Brainin als analytischer Stratege dargestellt, seine Strategien werden von der Wirklichkeit durchbrochen, können niemals stringent ablaufen. Gefangen in seinen akribischen Beobachtungen und Überlegungen, verliert sich Alfred in denselben und merkt erst spät wie das Geschehen um ihn seinen Lauf genommen hat, längst vergangen ist. Er verliert sich als genauer Analysand in stattfindenden Begegnungen, die Wirklichkeit ist immer schon vorbei. Witz in Situationen, Situationskomik mit dem bitteren Beigeschmack einer Passivität des Opfers. Aber Alfred wir aktiv. Zeitweise befremdende Vergleiche weisen auf den technischen Hintergrund des Autors hin, irritieren zuweilen. Leider mündet des Schriftstellers Sprache manchmal in symbolhafter Oberflächlichkeit - wie die weiße Rose im Knopfloch zur Eröffnungsfeier eines neuen Geschäftes. Das ist schade und lässt Worte ins Plakative triften. Der Reiz des Buches ist für mich die stellenweise groteske Verquickung von so verschiedene Sprachwelten. Sprachenwelt der Poesie- Sprachenwelt der Technik, eine interessante Mischung aus Innerlichkeit und Abstraktion.

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Der Reiz des Buches ist für mich die stellenweise groteske Verquickung von so verschiedene Sprachwelten. Sprachenwelt der Poesie- Sprachenwelt der Technik, eine interessante Mischung aus Innerlichkeit und Abstraktion.

Rezensionen von Harald Schellander:

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Ein Staubfänger in meiner Bibliothek.

Der Staubleser von Josef Brainin

Nomen est omen: Beim Lesen des "Staublesers" hatte ich das Gefühl, mich durch eine Schicht bereits angestaubter Wortkonstrukte zu bewegen. Auch die Story empfand ich antiquiert und ohne Höhepunkte. Das mag ja Absicht des Autors gewesen sein, um die ach so feine Wiener Gesellschaft zu charakterisieren und ein bisserl zu demaskieren.

Was bleibt? Ein Staubfänger in meiner Bibliothek.

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Ein Staubfänger in meiner Bibliothek.

Rezensionen von Doris Moser:

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Geschwätzig und unglaubwürdig

Der Staubleser von Josef Brainin

Ein Wiener Antiquitätenhändler zwischen guten Serben und bösen Mödlingern, zwischen einer älteren Geliebten und einer jüngeren (deren Tochter), zwischen Döblinger Distinguiertheit und Kalifornischer Gelassenheit. Dieser Mann namens Alfred geriert sich höchst unglaubwürdig als Räuber von Raubkunst, der Restitution in Eigenregie durchführt.

Nur an wenigen Stellen wird die Hauptfigur des geschwätzigen und klischeebeladenen Romans greifbar: wenn der Erzähler Einblick gewährt in Alfreds verstaubten Kosmos hinterlassener Dinge, der auf sympathische Weise aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Mir ist das zu wenig, also: keine Empfehlung!

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Geschwätzig und unglaubwürdig

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

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Gute Milieustudie des verlogenen Wiener Herzens

Der Staubleser von Josef Brainin

Im ersten Drittel des Buches irritierte mich die Mischung aus der sehr feinsinnigen Beschreibung der liebevollen Mensch-Antiquariat-Beziehung mit den eher Männerphantasien entspringenden erotischen Szenen. Ab ca. der Mitte des Buches kommt die Story in Schwung. Manchmal klingen Sätze wie gewollte Literatur, dann aber wieder wird treffsicher und köstlich formuliert (Kostprobe: 'Ein neuer Kellner kam und verteilte die Speisekarte mit der Mine eines Lehrers, dessen Klasse eben eine katastrophale Schularbeit geschrieben hat.

')

In Summe eine sehr gute Milieustudie des verlogenen Wiener Herzens gemischt mit Krimispannung. Lesenswert.

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Gute Milieustudie des verlogenen Wiener Herzens

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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......eine staubige Angelegenheit.........

Der Staubleser von Josef Brainin

Alfred, ein Antiquitätenhändler aus Wien kümmert sich eigentlich um Nachlässe.
Sein Leben gerät jedoch komplett aus den Fugen, als er sich zunächst in zwei Frauen verliebt – in Mutter und Tochter! Als ob er nicht schon genug Kummer hätte, beauftragt ihn eine Bekannte, nach einem verschwundenen Bild zu suchen.

Ein unterhaltsamer Wiener Krimi mit humorvollen Untermalungen.
Die Sprache hat mir gut gefallen, das Ende ist jedoch offen geblieben……. Man kann sich somit die Frage stellen: gibt es eine Fortsetzung des Staublesers?

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......eine staubige Angelegenheit.........

Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:

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Es tut für das Gemüt gut den 'Staubleser' zu lesen. Das ist Lesevergnügen pur!! Neue Entdeckung!

Der Staubleser von Josef Brainin

Das Buch über das 'dolce Vita' der besseren, mächtigen, einflussreichen und verstaubten Gesellschaft Wiens. Josef Brainin ist genialer Beobachter, der es versteht, seine Erkenntnisse in präzise Worte zu fassen. Der Antiquitätenhändler Alfred ist empfänglich für Stil (schöne Möbel, schöne Bilder, gutes Essen, guter Wein, schöne Frauen…) mit eigener Wertschätzungsskala.

Sein eigener Beruf konfrontierte ihn jeden Tag mit derselben Frage: wem hat das früher gehört? Er kaufte und verkaufte Gegenstände, deren Herkunft er nie wirklich feststellen konnte, bis die Freundin der Schwester aus Amerika kommt und bittet, das Bild der Familie zu finden… spannend! Das Thema 'gesetzlichen' Staatsraub der Nazis, über 'diesen schamlosen Plünderer, die per Gesetz und viele auch ohne dessen höhnische Scheinlegalität Menschen systematisch beraubten, bevor sie sie vertrieben oder in ihren Mordmaschinerien vernichten', präzis recherchiert.

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Es tut für das Gemüt gut den 'Staubleser' zu lesen. Das ist Lesevergnügen pur!! Neue Entdeckung!

Rezensionen von Laszlo Zoltan:

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Trotz einiger Ungereimtheiten verlangt dieses Buch den Imperativ. Lesen!

Der Staubleser von Josef Brainin

Josef Brainin ist ein exzellenter Beobachter des heutigen Wiens und taucht mit dem Leser auch ganz sublim in die jüngste Geschichte Österreichs ein. Der Spannungsbogen hält von Anfang bis zum Ende, obwohl so manche Aktionen der Protagonisten nicht nachvollziehbar sind. Unterhaltsam vermischt er einen Liebesroman mit einem Krimi.

Das Ende erinnerte in großem Maße an den Stil von Peter Mayle, der hier nicht passend ist. Schade drum!

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Trotz einiger Ungereimtheiten verlangt dieses Buch den Imperativ. Lesen!

Rezensionen von HEYN-Leserunde Astrid Pranzl:

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Ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss!

Der Staubleser von Josef Brainin

Das Positive an diesem Buch ist, dass es leicht zu lesen ist, keine übermäßige Konzentration erfordert, ein Buch für den Urlaub ist.

Ansonsten ist es für mich oberflächlich, voller Klischees (Alfred ist natürlich ein jüdischer Antiquitätenhändler, die sogenannte feine Wiener Gesellschaft ist immer noch antisemitisch, Liebe und Gewalt, die reiche Gönnerin aus Amerika.

.), zum Schluss löst sich noch dazu alles champagnerperlend in Wohlgefallen auf und Alfred bleibt farblos und langweilig. Ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss!

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Ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss!

Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:

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Der Roman macht wieder Lust auf Wien und das Stöbern in Antiquitätenläden….

Der Staubleser von Josef Brainin

Alfred, ein Wiener Antiquitätenhändler, hat sich im Laufe seines Berufslebens die Fähigkeit angeeignet, aus den Resten dessen, was nach einem Menschenleben noch übrig bleibt, dieses zu rekonstruieren. Er ordnet und entsorgt die Hinterlassenschaft verstorbener Menschen und hat sich auch dadurch in der Wiener Bürgerlichkeit einen guten Ruf erworben.

Alfred ist ein gern gesehener und oft zu Rate gezogener Fachmann, nicht zuletzt durch seine Freundlichkeit, seine Zurückhaltung und seine Fachkenntnis, der als Antiquitätenhändler schöne Möbel und Bilder liebt und als Mann schöne Frauen.
Eines Tages beginnt er ein Verhältnis mit der Frau eines wohlhabenden und bestens in der Wiener Gesellschaft vernetzten Unternehmers. Als er jedoch auch deren Tochter Isabella kennenlernt und sich in diese verliebt, verbreitet die enttäuschte Geliebte - die Mutter - in der Wiener Gesellschaft die jüdische Abstammung Alfreds.
Isabella wendet sich daraufhin von Alfred ab und nichts ist mehr wie vorher. Der Besuch einer alten Dame aus Amerika und deren Wunsch bezüglich der Wiederbeschaffung eines Gemäldes, das anlässlich der Arisierung durch die Nationalsozialisten verschwunden ist, zwingt Alfred dazu, sich auch mit der eigenen Vergangenheit zu befassen.
Die Suche nach dem Gemälde wirbelt im wahrsten Sinn des Wortes Staub auf und vorbei ist es auch mit dem Wiener Charme, denn unter dem Mantel der Hochanständigkeit gären alte, für Alfred längst überwunden geglaubte Vorurteile und Ressentiments. Je näher Alfred dem Gemälde kommt, desto mehr wird man Zeuge seiner mentalen Veränderung. Aus dem stillen, eher zurückgezogen lebenden Alfred wird im Laufe der Suche einer, der Stellung bezieht und der es wagt, sich mit der honorigen Wienern Gesellschaft anzulegen.
Der Roman macht wieder Lust auf Wien, das Stöbern in Antiquitätenläden, den Besuch eines Wiener Lokals mit Kellnern, die die 'Speisekarten mit der Miene eines Lehrers verteilen, deren Klasse eben eine katastrophale Schularbeit geschrieben hatte'.
Facit: Lesevergnügen pur!

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Der Roman macht wieder Lust auf Wien und das Stöbern in Antiquitätenläden….

Rezensionen von Martin:

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