Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücherwurm78:
Hochspannung im Norden Europas
Die Chefin von Kommissar Fabian Risk, Astrid Tuvesson, die gerade privat in einer Krise steckt, jagt mit ihrem Auto einem Verkehrssünder hinterher. Dieser stürzt schließlich mit seinem Pkw ins Helsingborger Hafenbecken. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer bereits seit 2 Monaten tot sein muss, es also kein Selbstmord gewesen sein konnte.
Zur gleichen Zeit ermittelt auch wieder die dänische Polizistin Dunja Hougaard, die nach dem letzten Fall zur Streife strafversetzt wurde, in einem brutalen Mord an einem Obdachlosen, der sich als sogenannte ?Happy Slapping?-Tat herausstellt.
Wie schon die beiden Vorgängerbücher ?Und morgen du? und ?Herzsammler? hat mich auch dieses Buch von Stefan Ahnhem wieder mitgerissen. Schon die Inhaltsbeschreibung klang sehr interessant und spannend, was der Kriminalroman dann auch vollumfänglich gehalten hat. Der Schreibstil hat mir, wie bereits in den anderen beiden Büchern, sehr gut gefallen, sehr flüssig geschrieben, ohne fade Stellen in der Story durch die man sich hindurchkämpfen hätte müssen. Die Spannung hat meiner Meinung nach nie nachgelassen, so dass ich das Buch schnell durchgelesen hatte um endlich zu erfahren, wie sich die Mordfälle aufklären werden. Auch diesmal war wieder die Familie um Fabian Risk mit in die Story integriert, dadurch war ebenfalls Spannung vorhanden, wie es um die private Seite von Fabian Risk steht. Was mir auch gut gefallen hat war, dass auch Dunja Hougaard aus Dänemark wieder mit von der Partie war, die man bereits aus dem Vorgängerbuch kannte.
Alle einzelnen Charaktere des Buches sind wieder gut und anschaulich beschrieben, so dass man beim Lesen auch immer ein Bild zu den einzelnen Personen vor den Augen haben kann.
Wie schon im Vorgängerbuch gibt es auch am Ende dieses Buches bereits einen Ausblick auf Band 4, in welchem es wohl auch um den toten Kollegen Hugo Elvin gehen wird, dessen Tod anscheinend doch kein Selbstmord war. Ich freue mich schon auf den neuen Fall.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Berührende Lebens- und Liebesgeschichte
Alexa Petri muss in ihre Heimatstadt Hamburg zurückkehren, da sie die Nachricht erhalten hat, dass ihre Mutter Cornelia im Koma liegt. Seit ihrem 11. Lebensjahr, als ihre Mutter für Monate verschwand, hat Alexa ein schwieriges Verhältnis zu ihr.
Plötzlich taucht ein Richard Henderson auf und erklärt ihr, dass er ein alter Jugendfreund ihrer Mutter ist.
Er erzählt Alexa seine Liebesgeschichte zwischen ihm und Cornelia und der Nacht der Flut im Jahr 1962 die alles veränderte.
Endlich wieder ein Roman von Corina Bomann. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und auch dieses hat mir wieder richtig gut gefallen. Von außen schön gestaltet, ein sehr ansprechendes Cover. Aufgrund der sehr flüssigen und bildhaften Schreibweise hatte ich das Buch sehr schnell durchgelesen. Corina Bomann nimmt den Leser erneut mit auf eine Reise durch ein Stück deutsche Geschichte, diesmal geht es um die Hamburger Sturmflut im Jahr 1962. Ummantelt von einer tragischen Liebesgeschichte. Das Thema und die Story sind gut durchdacht und umgesetzt. Was mir auch wieder sehr gut gefallen hat, wie schon im Roman Mohnblütenjahr ist, dass der Roman sehr gefühlvoll und einfühlsam geschrieben ist, aber ohne je zu kitschig zu werden.
Fazit: Ein sehr gelungener und lesenswerter Roman und ich freue mich schon auf die nächste Liebesgeschichte mit historischen Hintergrund.
Rezensionen von manu63:
Vielfältig
Miteinander kochen Rezepte aus der Heimat von Geflüchteten und Wegbegleitern ist ein Projekt in dem Rezepte aus aller Welt zusammen getragen wurde. Herausgekommen ist ein Mix von mir bekannten und unbekannten Küchen, die einen in viele Gegenden der Welt tragen. Bei diesem Projekt verzichteten die Mitwirkenden auf ihr Honorar und so fließt der Erlös aus dieser Rezeptesammlung zu gleichen Teilen zum Bundesverband der Tafeln und an den Bundesverband Trauerbegleitung.
Die Rezepte stammen aus Syrien, Deutschland, Montenegro, Ägypten, Afghanistan, Marokko, Irak, Algerien und der Türkei. Flüchtlinge stellen hier ihre Lieblingsgerichte aus der Heimat vor die auch bei uns gut nachgekocht werden können. Gerichte aus Deutschland ergänzen das Gesamtbild und zeigen einen bunten Rezeptemix. Die Gerichte werden in Bild und Wort vorgestellt und auch die Zubereitung wird gut erklärt. Es sind keine komplizierten und aufwändigen Gerichte sondern ein Mix aus einfacher, ich würde es mal als Hausmannskost bezeichnen, Küche ohne Schnickschnack. Zu den Gerichten gibt es auch kleine Geschichten die das Ganze auflockern und erklären wo was herkommt. Bei unbekannteren Zutaten gibt es Tipps wo man sie bekommen kann.
Ich fand die Sammlung bisher recht anregend und habe schon das eine oder andere davon gezaubert und fand die Gerichte für meinen Gaumen erst etwas gewöhnungsbedürftig aber dann doch sehr interessant. Als kleines Mitbringsel finde ich dieses Buch gut geeignet und Experimentierfreudig Köche werden das Buch sicher schätzen. Insgesamt finden sich 19 Rezepte in diesem Heft.
Rezensionen von manu63:
Der Name ist Programm
Simply Pasta, Pizza & Co. von Julian Kutos
Simply Pasta, Pizza & Co Einfach italienisch genießen ist ein Kochbuch des Autors Julia Kutos. Dieser stellt in seinem Buch einfach zuzubereitende Gerichte der italienischen Küche vor. Unterteilt ist das Buch in verschiedenen Abschnitte. So stellt der Autor als erstes Grundzüge seiner Vorstellung der italienischen Küche da und gibt Tipps zur Vorratskammer.
Die Liste ist meiner Ansicht nach gut durchdacht und wartet nicht mit exotischen Zutaten auf, die man nur schwer bekommen kann. Ebenso gibt er Hinweise zu nützlichen Küchenutensilien, wobei Julian Kutos wert auf gute Zutaten und Gerät legt. In meinen Augen auch eine gut Investition wenn das Ergebnis perfekt werden soll. Billig gekauft ist oft doppelt gekauft. Also lieber etwas weniger aber dafür hochwertig.
In der Einführung gibt es noch nützliche Tipps für die Verarbeitung der Zutaten und ein kleines Pasta Alphabet. Seite 32 sollte man sich auf jeden Fall ansehen, denn dort stehen die Hinweise zu den Rezepten, also für wie viele Personen das Rezept gedacht ist etc.
Sehr gut gefallen hat mir das Kapitel mit den Grundrezepten. Dort geht es um Pastateig, Gnocchi, Pesto und Grundsoßen. Vieles wird mit Bildern erklärt und ist so auch für Ungeübte gut zu verstehen.
Als nächstes sind die Aperitivo dran, hier gibt es eine kleine feine Auswahl an Vorspeisen und Getränken die in Wort und Bild vorgestellt werden. Die Rezepte sind gut verständlich und die Zutaten gut erhältlich. Hier stimmt der Titel des Buches Simply auf den Punkt.
Der nächste Abschnitt widmet sich der Pasta, auch hier sind es eher wieder einfache Zutaten die ein Gericht entstehen lassen, das schon auf den Fotos einladend aussieht. Dabei wird die Pasta mit Gemüse, Fleisch und Fisch kreiert so das jeder hier seine Lieblingspasta finden müsste.
Den Abschluss bilden Pizza und Co. bei diesen Rezepten kommen alles Freunde der Pizza auf ihre Kosten. Neben dem Klassiker Pizza Margherita wird auch eine Calzone vorgestellt oder Pizza Bianca, eine Pizza ohne Tomatensoße. Und Co sind in diesem Falle Risotto und Eintopf, auch diese Rezepte bestechen durch ihre Einfachheit.
Im Anhang findet man Kochbegriffe, das Glossar, Bezugsquellen, Menüvorschläge sowie ein Rezeptregister.
Simply Pasta, Pizza und Co hat mich überzeugt. Die Gerichte sind gut vorgestellt, die Zutaten sind einfach zu bekommen und bei vielen Rezepten finden sich nützliche Tipps rund ums Gericht. Ein Kochbuch zur italienischen Küche das für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet ist. Nährwertangaben befinden sich nicht bei den Rezepten, da muss jeder der sich dafür interessiert selber rechnen. Die Rezepte selber sind meist für 4 Personen berechnet, wobei man schauen muss ob es individuell passt. Bei mir wären die Mengen nicht ausreichend für 4 Personen, aber das ist ja recht individuell, je nach Essgewohnheit.
Rezensionen von manu63:
Vielschichtig
Simply Pasta, Pizza & Co. von Julian Kutos
Die Seelenspringerin Abgründe ist der Auftaktband einer Serie der Autorin Sandra Florean. In dieser Geschichte geht es um Tess die eine besondere Gabe hat. Sie kann in das Bewusstsein übernatürlicher Wesen springen und so sehen was diese gerade tun. Dabei bekommt sie auch die Gefühle dieser Wesen deutlich mit.
Allerdings kann Tess diese Gabe nicht steuern und sie springt immer nur in Wesen die gerade Gewaltverbrechen begehen. Nach einem weiteren dieser Erlebnisse vertraut sie sich dem Polizisten Jim an und hofft so, dabei helfen zu können einige kürzlich erfolgte Morde aufzuklären. Dabei dringt sie mehr als zuvor in die Welt des Übernatürlichen ein und gerät dadurch selber in Gefahr.
Die Geschichte rund um Tess hat mir gut gefallen. Tess Charakter und ihre Empfindungen werden von der Autorin gut geschildert und durch Tess lernt der Leser einige der übernatürlichen Wesen näher kenne. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar und die einzelnen Charaktere werden nach und nach eingeführt, so dass ich als Leserin nicht sofort von einer Fülle von Namen und Personen erschlagen wurde. Die Geschichte selber baut sich aufeinander auf und biete gut gesetzte Spannungsbögen um die Geschichte in Fluss zu halten. An einigen Stellen hätte ich mir ein bis zwei überleitende Sätze gewünscht um besser zu erkennen in welchem Szenario ich mich gerade befinde. Das war zwar oft schnell klar, aber an wenigen Stellen musste ich noch mal zurückblättern um den Faden zu bekommen. Eine Liebesgeschichte fehlt auch nicht und Szenen körperlichen Zusammensein findet man an einigen Stellen des Buches, das wird in meinen Augen jedoch nicht übertrieben und ausschweifend geschildert sondern passt gut zur jeweiligen Situation. Insgesamt ein Buch das eine relativ abgeschlossene Geschichte erzählt, die dennoch mit Fragen endet die man gerne in Band zwei beantwortet hätte.
Rezensionen von manu63:
Emma und Luke
Simply Pasta, Pizza & Co. von Julian Kutos
In Baseball Love Band 3 Spiel um deine Hand erzählt die Autorin die Geschichte von Luke und Emma weiter, dieses Mal wartet Emma auf Lukes Antrag der auf sich warten lässt. Sie hat schon zufällig den Ring gefunden und fiebert nun dem Moment entgegen wann er ihr endlich die entscheidende Frage stellt.
Allerdings geht es bei beiden nicht so unkompliziert zu wie bei anderen Paaren und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Luke und Emma sind einmal mehr die sympathischen Charaktere die sich schon mal gerne selber im Wege stehen und die beide ihre Grundsätze durchziehen wollen. Die Autorin lässt beide wieder auf nette und chaotische Weise ihren Weg zum Glück finden. Dabei agiert sie geschickt mit Worten und entspinnt so eine flotte leichte Geschichte bei der ich als Leserin manches Mal gerne helfend eingegriffen hätte. Zum Glück gibt es ja noch die anderen Protagonisten die Luke und Emma zur Seite stehen und sie auf den richtigen Weg schubsen. Die Erzählweise ist gewohnt locker und frisch und trotz der relativ kurzen Geschichte blieb nichts unerzählt. Die Geschichte rund um die Baseballer und ihre Frauen geht geschmeidig weiter und lässt auf weitere Episoden aus dem Leben des Teams hoffen. Wobei die Herren sich als Charaktere nicht zu stark in den Vordergrund spielen und die Partnerinnen sich als liebevolle Teile des Ganzen zeigen.
Rezensionen von yellowdog:
Spannend, aber arg konstruiert
Simply Pasta, Pizza & Co. von Julian Kutos
Der Thriller ist von kurzen Kapiteln geprägt, wobei diese aus Blickwinkel von wechselnden Figuren geschildert sind. In der Handlung wird rückwärts und vorwärts gesprungen. Das kann manchmal irritierend sein, da sich diese Handlungsstränge stilistisch nicht voneinander unterscheiden. Trotzdem liegt natürlich im Wechsel der Zeiten ein Reiz, da man als Leser so in den Rückblenden erst allmählich frühere Details erfährt.
Durch diese Form kommt man mit dem Lesen schnell voran. Außerdem sind die Erzählperspektiven komplett verschieden gehalten, so sind die Kapitel mit Zoe als Betroffene ganz anders zu lesen als die ihrer Tante Tessa oder die viel neutralere Stimme ihres Strafverteidigers Sam.
Sam war eine meiner Lieblingsstimmen, leider kommt sein Part etwas kurz.
Ein Schlüssel zum Rätsel von Marias Tod wird ein Drehbuch, das zwischen die Kapitel geschaltet ist. Das ist aber nicht gut genug geschrieben, um wirklich zu funktionieren.
Für meinen Geschmack hätten die Charaktere der Figuren schärfer geschnitten sein können. Manche bleiben profillos oder entwickeln ihr Potenzial nicht vollständig. Teile der Handlung sind mir zu arg konstruiert. Der Roman bleibt daher leicht hinter den Erwartungen zurück, aber schlecht geschrieben ist er nicht. Insbesondere der Ton und die Stimmung von Zoe ist von großer Glaubwürdigkeit. Ich war am Schluß ganz zufrieden mit dem Buch!
Rezensionen von yellowdog:
Der Traum vom Fliegen und von der Liebe
Der Jahrhunderttraum von Richard Dübell
Richard Dübell habe ich schon öfter gelesen und meistens sehr gerne.
Mit seiner Jahrundertsturm-Serie hat Richard Dübell einen ambitionierten Schritt getan. Neben dem zentralen Thema, dem Fliegen, ist es vor allen ein gelungenes Zeitportrait. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen, leider, leider.
Das bereue ich im nachhinein.
Der actionreiche Start mit dem Zugunglück ist beeindruckend geschrieben, fast als wäre man bei der Unglücksfahrt dabei.
Ein Vierteljahr danach geht es weiter. Nach dem furiosen, temporeichen Start musste ich mich erst einmal wieder einlesen, da es zunächst gemächlicher vorangeht. Ein Höhepunkt kommt dann wieder mit dem Erfinder Lilienthal und seinem Flugapparat. Auch Levin von Briest träumt vom Fliegen. Später ist das Treffen mit Graf von Zeppelin bemerkenswert. Zwischendurch plätschert es aber auch über weite Strecken so dahin. Die Figurenentwicklung geschieht erst allmählich, doch es würde schwer fallen, die Geschwister Otto, Amalia und Levin nicht zu mögen. Ein Thema, dass dem Roman noch hinzugefügt wird, ist das der schwierigen Beziehungen, dazu gehört auch die Liebe Amalias zu Emma, nicht einfach zu realisieren im 19.Jahrhundert.
Auch Ottos Liebe zu Hermine verläuft unglücklich. Aber es gibt zweite Chancen, auf die der Leser für die sympathischen Figuren so hofft.
Der Einsatz der historischen Persönlichkeiten, die im Roman eine Rolle rund um die Fliegerei spielen, hat mir gut gefallen. Das Buch ist außerdem beeindruckend detailreich.
Der Jahrhunderttraum ist ein Roman, in dem ich nicht die ganze Zeit wirklich versunken bin, der aber doch viele gute Passagen enthält und lesenswert ist. Ich gebe 4 von 5 Sternen!
Rezensionen von yellowdog:
Die Saga geht weiter
Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante
Der Ferrante-Boom ist anscheinend etwas abgeflaut, jedenfalls in den Medien nicht mehr ganz so im Fokus. Das ist mir als Leser ganz Recht, umso unbeeinflusster kann ich den Roman lesen. Und es liest sich weiterhin gut, sobald man in den richtigen Lesefluß gekommen ist.
?Die Geschichte eines neuen Namens? schließt an den ersten Teil an, liest sich fast als durchgängiger Roman.
Lina und Elena sind Anfangs dieses Buchs 16 Jahre alt und ich bin überrascht, wie reif sie wirken, obwohl sie heutzutage noch als Teenager gelten würden.
Die Frage, ob ich Lila oder Lenü interessanter finde, stelle ich mir nicht mehr. Die eine reflektiert sich in der anderen, wobei die Erzählperspektive aus Elenas Sicht bestimmend bleibt.
Lila muss leider schon sehr früh erkennen, dass ihre übereilte Heirat ein großer Fehler war. Stefano zeigt ein neues, brutales Verhalten. Das bleibt nicht unbemerkt, da Lila entsprechend schlimm zugerichtet ist, doch die Gesellschaft im damaligen Italien akzeptierte ein solches Verhalten. Ich bewundere Lilas Stärke, die widerspenstig bleibt und sich nicht ohne weiteres in ihre Rolle fügt.
Elena und Antonio trennen sich, dann trifft sie Nino, doch der interessiert sich mehr für Lila. Zwischen Nino und Lila kommt es zu einer Liebesbeziehung.
Es ist keine einfache Freundschaft, die Lila und Elena führen, oftmals brüchig, doch sie hat Bestand, obwohl sie sich lange nicht sehen.
Man hofft die ganze Zeit, das beide Frauen noch neue Perspektiven bekommen, um ihre Potenziale nutzen zu können. Das ist für das Hauptthema Ferrantes überhaupt!
Das Buch ist beeindruckend. Ich will aber auch nicht verschweigen, dass es teilweise nur mühsam mit der Geschichte vorwärtsgeht und es langatmige Abschnitte gibt.
Aber ich denke, die Autorin hat schließlich die Veröffentlichung eines Buches in 4 Teilen dafür gewählt, auch einmal ausführlicher zu werden, Details auszuarbeiten und in der Summe profitiert der Leser davon.
Jetzt bleibt nur noch, auf den nächsten Teil zu warten.
Rezensionen von DaniB:
Nicht ganz wie erwartet
Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante
Mit "Schlaflied" dachte ich, einen Kriminalroman der Extraklasse in der Hand zu halten, denn irgendwie erwartete ich mir von zwei Autoren, die einen schwedischen Namen tragen, Hochspannung. Über große Strecken des Buches gelang es auch, mich bei Laune und vor allem bei der Stange zu halten, sodass ich es kaum wagte, das Buch aus den Händen zu legen und manchmal sogar die Uhrzeit vergaß.
Allerdings gab es leider auch diese Momente, an denen gar nichts weiterging und ich mich fragte: Was tun die da bloß in Rumänien? Warum fährt er [Stilton] jetzt alleine dorthin? Wieso müssen so viele neue Namen eingeführt und noch mehr Handlungsorte und -stränge eingebaut werden? Gegen Ende war ich dann aber wieder versöhnt und schwankte zwischen drei und vier Sternen, blieb dann aber bei der niedrigeren Bewertung, da ich teilweise eben nicht gut rein- und weiterkam.
Der Inhalt beschäftigt sich mit einem aktuellen Thema, nämlich der Flüchtlingswelle, die Schweden auch erreicht hat. Neben freiwilligen HelferInnen, die sogar Familien aufs Hausboot holen, gibt es auch Leute, die sich über fremde Menschen, aber auch Schweden mit nicht ganz so "normalen" Berufen aufregen. Das Ermittlerteam besteht unter anderen aus Mette (Chefin), Lisa, Olivia und Tom, wobei letztere gemeinsam zum Einsatz kommen. Ganz zu Beginn des Buches ist eigentlich die spannendste und zugleich abgebrühteste Szene des Buches zu finden, welche sich erst im Schlusssatz auflöst - also bitte nicht nach hinten blättern. Und meiner Meinung nach passt die Szene weder gut zum Rest des Buches, noch zu dem Akteur, der darin vorkommt und im Endeffekt Selbstjustiz ausübt. Alles in allem würde ich sagen, dass mir der Krimi gut gefallen hat, aber manche Kapitel verstörend waren, da sie sich nicht so gut in die Szenerie eingefügt haben, wie ich mir das erwartet hätte.




