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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ein spannender und sehr interessanter Fall

Todeshaff von Katharina Peters

Nach ?Todesstrand? ist dies der zweite Auftrag, bei dem ich mit der verdeckten Ermittlerin Emma Klar auf Spuren- und Tätersuche gehen darf. Ich finde, dieses Buch kann man auch ohne den ersten Fall zu kennen lesen. Es macht aber Sinn, wenn man gerade Emma Klar, die immer noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, besser kennen- und verstehen lernen will.

In diesem Fall wird sie auf den gerade aus der Haft entlassenen Christoph Klausen angesetzt. Er steht in Verbindung mit 2 ehemaligen Lehrern des Jugendhofs Sternau, die beide tot im Salzhaff gefunden wurden.

Ich mag die Figur der Emma Klar sehr, da sie mit ihren unkonventionellen Ermittlungen manchmal auch an die Grenze zur Legalität stößt. Mit ihrem manchmal etwas leichtsinnigen Handeln bringt sie sich immer wieder selbst in Gefahr ? so auch hier.
Aber auch die anderen Personen in dieser Geschichte sind so interessant und vielschichtig ausgearbeitet, dass es richtig Spaß gemacht hat , sie mir vorzustellen.

Der Fall führt zurück in die Vorgänge in der ehemaligen DDR und ich war schockiert zu lesen, wie man damals in diesen Jugendhöfen mit jungen Menschen, die nicht so ganz angepasst waren, umgegangen ist. Dass sich da Hass und Rachsucht irgendwann ihren Weg bahnen war schon fast abzusehen.

Die Spannung ist konstant hoch und ich bin gerade bei den Mutmaßungen zur Spurenfindung zwischen Emma und Florian direkt mittendrin. Man liest aber auch hier wieder, dass die Ermittlungen oft eine richtige Siyphusarbeit bedeuten. Und es hat mir wieder viel Lesespaß gebracht, mit zu rätseln und mit zu fiebern.

Ein interessanter spannender Fall hat mir spannende Lesestunden beschert. Und bei den leisen unterschwelligen Andeutungen freue ich mich schon auf den nächsten Auftrag für Emma Klar.

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Ein spannender und sehr interessanter Fall

Rezensionen von heinoko:

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Ein Fest der Sinne

Todeshaff von Katharina Peters


Das Buch spielt in Vietnam 1952 ? 1955, in der Zeit eines gewaltigen politischen Umbruchs, denn die Vietminh lehnen sich zunehmend gegen die jahrhundertlange Vorherrschaft der Franzosen auf.
Im Jahr 1950 lernen wir die 18-jährige Nicole kennen, die Tochter eines französischen Seidenhändlers und ihrer vietnamesischen Mutter, die bei der Geburt von Nicole gestorben war.

Nicole muss stets hinter ihrer schönen, aber recht seltsamen Schwester Sylvia zurückstehen und hat ein entsprechend kompliziertes Verhältnis zu ihr. Der Vater übergibt schließlich seine Firma an Sylvia, Nicole soll ?nur? ein Stoffgeschäft in Hanoi übernehmen ?eine erneute Benachteiligung! Dennoch widmet sie sich schließlich dieser Aufgabe und taucht ein in das pralle Leben Hanoi?s. In der Begegnung mit Tran lebt sie mehr und mehr ihre vietnamesische Seite, gerät durch Tran in die gefährliche Widerstandsbewegung. Zeitgleich jedoch verliert sie ihr Herz an den Amerikaner Mark, der wie es scheint aber mehr an Sylvia interessiert ist.
Innere und äußere Zerrissenheit, Suche nach Zugehörigkeit, nach Liebe und Vertrauen, Selbstfindung in einer rundum im Wandel befindlichen Welt ? eine große Geschichte wird intensiv und lebendig-spannend erzählt. Allein schon wegen der hinreißenden Schilderungen des prallen vietnamesischen Lebens, der unendlichen Vielfalt von Gerüchen und Farben, dazu der ganz dezent untergebrachten Wissensvermittlung über eine uns wenig bekannte Zeitspanne in der Geschichte Vietnams ist dieses Buch absolut lesenswert. Auch wenn die Protagonisten in ihren Handlungen und Denkweisen für mich nicht immer wirklich nachvollziehbar dargestellt wurden, bleibt dieser Roman ein lange nachwirkendes ?Fest der Sinne?, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Ein spannender und sehr interessanter Fall

Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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Postmoderne - mörderisch gut!

Geständnisse von Kanae Minato

Kindheit, Schule, Pubertät und das Verhältnis zur eigenen Mutter; Sehnsucht nach und Unfähigkeit zu menschlicher Bindung; soziale Medien und Verhaltensnormen bis hin zur Tabuisierung; Größenwahn und Minderwertigkeitskomplexe; politische Korrektheit und Menschenverachtung; Mord und Totschlag; Gewaltlosigkeit und Rachsucht .

.. all diese Problem- und Minenfelder überschneiden sich im Mord eines Schülers an einem kleinen Mädchen und der Rache-Strategie der Mutter, einer Lehrerin. Bestimmend für den Fortgang des Erzählens ist aber weniger die Themenvielfalt als die Abfolge der Figuren, die aus ihrer jeweiligen Perspektive berichten und ihre Motive und ihr Handeln verständlich und sogar nachvollziehbar zu machen vermögen. Zunächst erinnert dieses Erzählen an Kurosawas filmisches Erzählen in "Rashomon": Die Einheit des Ereignisses zerfällt in so viele Versionen = (Re-)Konstruktionen, wie es Erzähler_innen gibt. Aber Minato dreht die Schraube noch weiter. Bei jedem Erzählvorgang ist die Handlung weiter fortgeschritten, wir erkennen Bekanntes wieder und fügen neue Elemente in unser Bild des Geschehens ein. Am Ende ist eine perfekte Symmetrie des Bösen zu erkennen: Der Mutter ist ihr Kind genommen, sie selber hat einen der beiden jugendlichen Mörder in den Wahnsinn und zum Mord an der eigenen Mutter getrieben, die ihrerseits den Sohn auslöschen wollte. Einen geplanten Terroranschlag des zweiten Mörders lenkt sie in einen Massenmord um, der ebenfalls das Liebste einschließt, das er hat: die Mutter, die ihn aus Ehrgeiz als Kind verlassen hat. Dazwischen wird im Affekt die Klassensprecherin erwürgt, die einzige Erzählerin, die sich um ein Verständnis beider Seiten bemüht, aber ihrerseits auch (ver-)urteilt. So scheitert auf der Ebene der Handlung jede erzählerische Lösung der mörderischen Verstrickungen in der Sprachlosigkeit der - stets kommunizierenden - Figuren unter einander. Lesend verstehen wir sie alle und auch das Sittenbild einer Postmoderne, das die Autorin mit analytischer Schärfe in präziser Sprache zeichnet: ausweglos mörderisch. Ein großartiger Roman, sicher nicht erbaulich, aber zur kritischen Reflexion der eigenen Beziehungsumwelt anregend. Klugen Menschen werde ich dieses Buch schenken!

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Postmoderne - mörderisch gut!

Rezensionen von manu63:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Gutes Zwischenspiel

Geständnisse von Kanae Minato

Der zweite Teil der Mederia Trilogie der Autorin Sabine Schulter trägt den Titel Kampf um Tetra und in diesem Band wird das Schicksal von Lana und Gray weiter vorangetrieben. Schreckliche Erlebnisse schmieden ein immer stärkeres Band zwischen beiden und einmal mehr muss Lana von Gray gerettet werden.

Der Autorin ist auch in diesem Band ein stimmiges Bild von Lanas Welt gelungen und ich habe mit Spannung ihr Schicksal und ihre Erlebnisse verfolgt. Neue Verbündete tauchen auf und nicht jeder überlebt die Kämpfe. Lana wird immer stärker und die Charaktere wachsen an den Ereignisse. Der Band steuert konsequent auf den dritten Band zu und enthüllt einige neue Geheimnisse rund um Lana und ihre Welt. Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin verzichtet auf überflüssige Füllsätze. Die Beschreibungen der jeweiligen Umgebung sind präzise und lassen ein gutes Bild vor Augen erscheinen. Auf jeden Fall freue ich mich nun auf den Abschlussband und was sich letztendlich für Lana und Gray ergeben wird. Wer die Welt von Mederia kennen lernen will, sollte auf jeden Fall mit Band 1 anfangen, denn sonst entgehen einem wichtige Ereignisse die einem mehr Verständnis für die Ereignisse in Band 2 geben.

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Postmoderne - mörderisch gut!

Rezensionen von Gaby 2707:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ein Psychothriller mit Stärken und kleinen Schwächen

Geständnisse von Kanae Minato

Die junge Studentin Julietta ?Juli? Schindler zieht mit ihren wenigen Habseligkeiten von Berlin an die Isar und findet sehr schnell ein WG-Zimmer in der Rabenstraße Nr. 11. Hier lebt sie bei der aufstrebenden Schauspielerin Greta Brandstätter und deren Freund Gregor. Dann findet Juli auf dem Dachboden nicht nur eine Kinderzeichnung sondern auch noch eine Leiche.

Ist aus der aufkeimenden Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen Hass geworden? Und wenn ja, warum? Was hat Greta mit Juli vor?
Fragen über Fragen, die sich mir schon in der ersten Hälfte des Buches stellen.

Mir gefällt schon das Cover sehr gut. Eine Tür, die wohl zum Speicher führt, und die Türme der Frauenkirche verraten, dass die Geschichte in München angesiedelt ist. Durch den Klappenumschlag wirkt das Buch gleich sehr wertig.

War mir die Hauptperson Juli, von deren Leben ich im Laufe der Geschichte immer mehr erfahre, anfangs recht sympathisch, hat sich das beim Lesen hier und da geändert. Ich konnte den Gedanken der jungen Frau nicht immer folgen, sie kam mir sprunghaft, manchmal forsch, aber auch ängstlich und wirr vor. Vielleicht lag es aber auch an den für mich viel zu vielen Hinweisen und Andeutungen, bei denen ich nicht wusste, ob sie für die Lösung des ?Falles? vielleicht relevant sein würden. Da ich absolut keine Idee hatte, in welche Richtung es geht, kam ich erst relativ spät in die Geschichte rein. Jetzt, wo ich das Ende kenne, werden viele kleine Hinweise, die ich nicht einordnen konnte, zu einem großen Ganzen. Und ich merke, dass ich mich hier und da etwas verrannt habe bzw. mich habe täuschen lassen, was ich aber als eher positiv sehe.

Der leicht, sehr angenehme Schreibstil von Clara Weiss hat mich gut unterhalten. Eine unterschwellige Spannung ist ab fast der ersten Seite da und hält sich bis zum Schluss.

Juli wird sehr gut in Szene gesetzt und auch Greta konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die anderen Personen, die hier agieren, blieben für mich etwas blass. Ich hätte z.B. von Herrn Hofreiter gerne noch mehr erfahren.

Ich habe einen gut durchdachten Psychokrimi gelesen, der mich aber erst in der zweiten Hälfte richtig eingefangen hat. Als sich die Wendungen und Verstrickungen aufgelöst haben, war ich mit dem Ausgang der Geschichte, der mich nicht mehr überrascht hat, doch noch zufrieden.

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Postmoderne - mörderisch gut!

Rezensionen von Caroline :

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Was passiert nach dem Happy End?

Jeder neue Tag mit dir von Luisa Valentin

Markus Arbeit als Kameramann zwingt ihn oft für längere Zeit weg von seiner Ehefrau Kathrin. So auch dieses Mal zu ihrem Geburtstag. Doch dieses Mal möchte Markus sie überraschen, da er früher mit seiner Arbeit fertig wird, als geplant.
Als er zu Hause ankommt, erwischt er Kathrin in einer innigen Umarmung und einem Tanz mit einem anderen Mann.

Zwar ist sonst noch nicht zwischen den beiden passiert, aber wie soll Markus darauf reagieren? Steht die Ehe vor dem Aus? Ist das ganze aufgebaute Vertrauen aus 13 Ehejahre damit komplett zerstört?
Nach den ersten erzürnten Worten, entstauben sie gemeinsam einen Koffer, den sie bei ihrer Hochzeit erhalten haben und den sie erst nach 15 Jahren Ehe oder bei einer geplanten Trennung öffnen sollen. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen, um diesen großen Schritt zu gehen.

Wie hat es mir gefallen?

Als ich erfahren habe, das Luisa Valentin ein neues Buch veröffentlicht, war mir sofort klar, dass ich es gleich lesen werde. Denn bereits "Jede letzte Nacht mit dir" ist mir in sehr guter Erinnerung.
Dieses Mal dreht sich die Geschichte um Kathrin und Markus. Ihre 13jährige Ehe scheint mit einem Mal am Ende zu sein, als Kathrin fast mit einem anderen Mann schläft und nur Markus überraschendes Erscheinen sie davon abhält.
Genau hier setzt der Roman an. Ein sehr ungewöhnlicher Zeitpunkt, denn normalerweise enden die Geschichten mit einem Happy End und keiner schreibt mehr weiter.
Aber Luisa Valentin traut sich, eine Story zu schreiben, die einen schweren Moment in den Mittelpunkt stellt. Kathrin und Markus müssen sich entscheiden, wie sie mit der verkorksten Situation umgehen. Hacken sie ihre gemeinsame Zeit ab, oder kämpfen sie um das Leben, das sie sich aufgebaut haben? Sie packen die Gelegenheit am Schopf und öffnen den Koffer mit all den verpackten Geschenken, die sie an ihrem Hochzeitstag bekommen haben. Damit erwecken sie sowohl schmerzhafte wie auch wundervolle Erinnerungen aus ihrem Leben.
Wir werden in die Vergangenheit zurück katapultiert, begleiten sie als sie sich in einander verlieben und richtig kennen lernen.
Erfahren viel über ihre Freunde und wie diese ihre Liebe beurteilen.

Mehr möchte ich gar nicht über die Geschichte erzählen, es gibt viel zu entdecken, zu lesen und viele Gefühle zu verarbeiten, denn das Leben verläuft niemals gradlinig und wie geplant.

Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so hat es mich gepackt. Zwar gab es Momente, die mir ein wenig zu kitschig beschrieben waren, aber davon gab es nicht sehr viele. Den größten Teil des Buches setzte sich in meinem Kopf die Frage fest: "Wie würde ich auf solch eine Situation reagieren?" Denn eigentlich ist ja noch gar nicht zwischen Kathrin und dem anderen Mann passiert, aber es stellt natürlich einen Vertrauensbruch dar.

Ich bedanke mich beim Verlag, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Luisa Valentin hat sich einen Platz auf meiner Liste von tollen deutschsprachigen Autorinnen redlich verdient.

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Was passiert nach dem Happy End?

Rezensionen von yellowdog:

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Wovon Okapis träumen

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Ein gediegener Roman! Perfekt geschrieben und sehr originell. Dennoch tat ich mich anfangs schwer, da die Atmosphäre des Romans so leicht und gleichzeitig so schwer wirkt. Mir kommt diese dörfliche Szenerie wie aus der Welt gefallen vor und anscheinend ist die Handlung in der Vergangenheit, vermutlich die achtziger Jahre angesiedelt, jedenfalls gibt es noch die D-Mark.

Von Anfang an überzeugen die Figuren. Nicht nur die anfangs 10jährige Luise und ihr Freund Martin, auch besonders ihre Großmutter Selma und der Optiker, der ein guter Freund ist. Obwohl gerade die beiden eigentlich zu gut sind als das es noch glaubhaft wäre.
Auch die eigentümliche Art zu reden, den die meisten der Figuren, selbst Luises Eltern haben, verwundert.
Das ist vielleicht etwas übertrieben.

Spätestens als Luise dann im zweiten Teil des Buches mit Anfangs zwanzig so gut wie erwachsen ist, bin ich voll drin im Buch. Jetzt dominiert Luises Liebesgeschichte mit Frederik, einem buddhistischen Mönch.

Dann gibt es noch den Hund Alaska, der Luise in vielen Szenen begleitet.
8 Jahre später geht es weiter.
Die Art der Romanaufteilung in 3 Teile überzeugt voll.

Mariana Lekys Art zu schreiben ist nicht untypisch für die neue deutsche zeitgenössische Literatur und sie hat doch auch einen eigenen Stil. Es würde mich nicht wundern, wenn ?Was man von hier aus sehen kann? für den deutschen Buchpreis nominiert würde.

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Wovon Okapis träumen

Rezensionen von yellowdog:

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düster

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Wieder einmal ein Autor der als neuer Stern am Krimi und Thriller-Himmel gehandelt wird. Davon gibt es viele. So etwas ist für mich kein Maßstab. Zu sagen ist, dass Gard Sveen weiß wie man einen Thriller gestaltet, sich beim Aufbau aber viel Zeit lässt.
Den Vorgängerroman ?Der letzte Pilger? kenne ich nicht, kann daher nicht sagen, ob es da wissenswerte Elemente gibt.

Der Protagonist Tommy Bergmann ist ein bedächtiger Ermittler, manchmal melancholisch, aber dadurch noch lange kein Wallander (zum Glück). Ganz interessant ist die Nebenfigur, seine Kollegin Susanne, die alleinerziehende Mutter ist. Ihre Privaten Sorgen spielen eine Rolle.
Als Ermittlerteam sind die beiden zuerst einmal nicht so beeindruckend, aber sie bleiben dran m Fall.
Interessant ist weiterhin, dass der Ursprung des Falls lang zurück liegt, in der Vergangenheit, die auch Tommy betraf. Das weckt die Geister der seiner eigenen Vergangenheit, der er sich stellen muss.
Ob der seit Jahren in der Psychiatrie einsitzende Andras Rask wirklich der Mörder oder nur ein irrer ist, bleibt lange offen. Diese Figur beeindruckte mich weniger, ein Hannibal Lecter ist er nicht.

Trotz einer gewissen Langsamkeit im Erzähltempo wird es nicht langweilig. Das ist vermutlich ein typisches Merkmal für nordische Kriminalliteratur.

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Wovon Okapis träumen

Rezensionen von unfabulous:

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"Das Leben ist zu kurz, um andere zu verurteilen."

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Wenn man zur Schule geht, hat man es nicht immer leicht. Vor allem nicht, wenn man nicht ganz so ist, wie alle anderen. Bei Libby ist es ziemlich auffällig, dass sie nicht wie alle anderen ist. Sie ist übergewichtig. Jack dagegen ist Gesichtsblind, er hat die Krankheit Prosopagnosie, die er allerdings mit Überheblichkeit vor anderen versteckt.

Wir erkennen uns anhand unserer Gesichter. Jack merkt sich für jeden Menschen bestimmte Merkmale.

Jack und Libby sind beides Charaktere, die es nicht leicht haben. Allerdings gehört Jack zu den beliebten Kids in der Schule, während Libby von allen nur als ehemals fettester Teenager Amerikas gesehen wird. Nachdem sie einige Zeit zu Hause war, geht sie nun wieder zur Schule und muss sich ihren Mitschülern und allen anderen außerhalb von ihren eigenen Wänden stellen.
Mir persönlich hat Libby viel besser gefallen als Jack, sie ist einfach authentischer. Ich finde, sie ist ein mutiges Mädchen und Jack hat sich manchmal schon ein wenig seltsam verhalten. In einigen Situationen habe ich erwartet, dass Jack nicht so ist, wie er eben ist.

Das Buch an sich ist leicht und schnell zu lesen, vor allem auch wegen den kurzen Kapiteln. Insgesamt hätte ich mir aber mehr Tiefgang gewünscht, vor allem weil doch sehr spezielle und wichtige Themen angesprochen werden. Ich hatte auch gehofft, dass es keine ganz so einfache Handlung hat, sondern dass es eben mehr unerwartete Wendungen gibt, aber dieses Buch ist eben ein Jugendbuch und genau so sollte es auch gelesen werden.
Ich finde außerdem, dass neben Jack und Libby andere, interessante Charaktere, wie beispielsweise die Brüder von Jack oder der Vater von Libby, zu kurz gekommen sind. Da hätte es gerne noch mehr sein können! Ich glaube, die ganze Handlung wurde von Libby getragen und ohne diesen Charakter hätte mir das Buch nicht gefallen. So war es aber ein gutes Jugendbuch, das besonders in dieser Sommerzeit schön zu lesen ist.

Dies war mein erstes Buch von Jennifer Niven, aber ich habe ihr Buch "All die verdammt perfekten Tage" noch ungehört als Hörbuch bei mir und bin gespannt, wie mir diese Geschichte gefallen wird!

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Wovon Okapis träumen

Rezensionen von Caroline :

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Auf der Suche nach dem wahren Täter

Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky

Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht.

Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen.


Wie hat es mir gefallen?


Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz.
Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird.
Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma.
Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen.
Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.

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